Deutsche Dichter und Denker
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! Bilder, Gedichte und Sprüche in diesem Kanal verstehen sich als Nachahmung ohne Beurteilung. Sie sind mit nötigem Ernst oder Spott zu genießen! Passende (!!!) Gedichte unter: https://t.me/DeutscheDuD
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کانال Deutsche Dichter und Denker (@deutschedd) در بخش زبانی آلمانی بازیگری فعال است. در حال حاضر جامعه شامل 13 871 مشترک است و جایگاه 6 186 را در دسته دین و مذهبی و رتبه 779 را در منطقه ألمانيا دارد.
📊 شاخصهای مخاطب و پویایی
از زمان ایجاد در невідомо، پروژه رشد سریعی داشته و 13 871 مشترک جذب کرده است.
بر اساس آخرین دادهها در تاریخ 28 اوت, 2026، کانال فعالیت پایداری دارد. در ۳۰ روز گذشته تغییر اعضا برابر -31 و در ۲۴ ساعت گذشته برابر 8 بوده و همچنان دسترسی گستردهای حفظ شده است.
- وضعیت تأیید: تأیید نشده
- نرخ تعامل (ER): میانگین تعامل مخاطب 30.53% است و در ۲۴ ساعت نخست پس از انتشار، محتوا معمولاً 13.14% واکنش نسبت به کل مشترکان کسب میکند.
- دسترسی پستها: هر پست به طور میانگین 4 236 بازدید دریافت میکند. در اولین روز معمولاً 1 823 بازدید جمعآوری میشود.
- واکنشها و تعامل: مخاطبان بهطور فعال حمایت میکنند؛ میانگین واکنش به هر پست 82 است.
- علایق موضوعی: محتوا بر موضوعات کلیدی مانند herz, volk, erde, nacht, gedanke تمرکز دارد.
📝 توضیح و سیاست محتوایی
نویسنده این فضا را محل بیان دیدگاههای شخصی توصیف میکند:
“Der Denker sagt das Sein,
der Dichter das Heilige!
Bilder, Gedichte und Sprüche in diesem Kanal verstehen sich als Nachahmung ohne Beurteilung.
Sie sind mit nötigem Ernst oder Spott zu genießen!
Passende (!!!) Gedichte unter:
https://t.me/DeutscheD...”
به لطف بهروزرسانیهای پرتکرار (آخرین داده در تاریخ 29 اوت, 2026)، کانال همواره بهروز و دارای دسترسی بالاست. تحلیلها نشان میدهد مخاطبان بهطور فعال با محتوا تعامل دارند و آن را به نقطه اثرگذاری مهم در دسته دین و مذهبی تبدیل کردهاند.
در حال بارگیری داده...
| تاریخ | رشد مشترکین | اشارات | کانالها | |
| 29 اوت | +3 | |||
| 28 اوت | +9 | |||
| 27 اوت | +2 | |||
| 26 اوت | +2 | |||
| 25 اوت | +4 | |||
| 24 اوت | +3 | |||
| 23 اوت | +3 | |||
| 22 اوت | +3 | |||
| 21 اوت | +4 | |||
| 20 اوت | +7 | |||
| 19 اوت | +5 | |||
| 18 اوت | +4 | |||
| 17 اوت | +11 | |||
| 16 اوت | +9 | |||
| 15 اوت | +12 | |||
| 14 اوت | +8 | |||
| 13 اوت | +3 | |||
| 12 اوت | +5 | |||
| 11 اوت | +2 | |||
| 10 اوت | +2 | |||
| 09 اوت | +7 | |||
| 08 اوت | +3 | |||
| 07 اوت | +3 | |||
| 06 اوت | +5 | |||
| 05 اوت | +5 | |||
| 04 اوت | +4 | |||
| 03 اوت | +5 | |||
| 02 اوت | +8 | |||
| 01 اوت | +8 |
| 2 | In Waffen nach Südtirol
Schweigsame Gipfel
grüßen den Burschen,
der da mit pochendem Herzen
über die Wasserscheide
nach Süden geht.
In des Bergmittags sengender Sonne,
geduckt in den Latschensaum,
spart er die Kräfte,
die das Gebirge des Nachts
dem eilenden Wolfe raubt.
Treu und stumm sind die Brüder.
In aller Antlitz steht
das Bewußtsein des heiligen Handelns.
Ihres Gottesdiensts
wuchtiges Haus –
ist Tirol,
letzter
Felsen und gletschergekrönter
Tempel Deutschlands.
Ihnen allen voran –
ein Führer.
Pfotenleicht
auf tatzenstummem Nagelschuh
der Amplatz –
oder der Klotz.
Schmalhüftig und kühn.
Denkmäler sind sie
aus Jugend und Tapferkeit,
letzte Realität
des verschollenen Traumes
vom Reiche.
💐Im Gedenken an Luis Amplatz 100. Geburtstag 💐
-Gerd Honsik 10.10.1941 in Wien - 07.04.2018 in Ödenburg-
@DeutscheDD | 1 422 |
| 3 | Ich wandle auf weiter, bunter Flur
Ursprünglicher Natur;
Ein holder Born, in dem ich bade,
Ist Überlieferung, ist Gnade!
💐 -Johann Wolfgang von Goethe, geboren am 28.08.1749 in Frankfurt am Main – verstorben am 22.03.1832 in Weimar-
@DeutscheDD | 4 880 |
| 4 | Traute Heimat meiner Lieben
Sinn ich still an dich zurück
Wird mir wohl: Und dennoch trüben
Sehnsuchtstränen meinen Blick
Stiller Weiler, kleine Hütte
immer seufz ich nach euch hin
deine alte fromme Sitte
bleibt stets in meinem Sinn
Deine Fenster, die mit Reben
einst mein Vater selbst umzog
und der Birnbaum, der daneben
über unser Dach sich bog
Nachts in meinen schönsten Träumen
schiff ich oft auf deinem See
Schüttle Äpfel von den Bäumen
wäss´re deiner Wiesen Klee
Pflück im Walde Heidelbeeren
wo ich sonst im Schatten lag
lösch aus deines Brunnen Röhren
meinen Durst am schwülen Tag
Wie wir uns als Kinder freuten
alles kommt mir leibhaft vor
Unser Feierabendläuten
tönet wieder an mein Ohr
Wann erblick ich jene Linde
auf den Kirchenplatz gepflanzt
Wo gekühlt vom Abendwinde
unsre muntre Jugend tanzt
Wann des Kirchturms Giebelspitze
Halb im Fruchtbaumwald versteckt
Wo der Storch auf hohem Sitze
Friedlich seine Jungen heckt?
Wann die Stauden, wo ich Meisen
im Holunderkasten fing
Wann des stillen Weihers Schleusen
wo ich sonntags fischen ging
Wann den Zaun am Blumenraine
wo ich mit Mariechen stand
als wir uns im Mondenscheine
Treue schwuren, Hand in Hand
Gutes Mädchen, denk ich deiner
wird mein Herz so eng und schwer
Ach vielleicht vergaßt du meiner
wähnst, wir fänden uns nicht mehr
Nein, vor meinem Blick erweitert
sich die Aussicht hell und weit
welch ein Strahl der Ahndung heitert
meines Trübsinns Dunkelheit
Wenn die Bäume wieder blühen
kehr ich Wanderer froh nach Haus
und von allen meinen Mühen
ruh in deinem Arm ich aus
Bei den Gräbern meiner Väter
an der Gottesackertür
wird dann früher oder später
auch ein Ruheplätzchen mir!
-Freiherr Johann Gaudenz Gubert von Salis-Seewis, geboren am 26.12.1762 in Malans – verstorben am 29.01.1834 ebenda-
(1788)
@DeutscheDD | 1 818 |
| 5 | ABSCHIED VON WIEN
1813
Leb' wohl! leb' wohl! – Mit dumpfen Herzensschlägen
Begrüß' ich dich und folge meiner Pflicht.
Im Auge will sich eine Thräne regen.
Was sträub' ich mich? Die Thräne schmäht mich nicht.
Ach! wo ich wandle, sei's auf Friedenswegen,
Sei's wo der Tod die blut'gen Kränze bricht:
Da werden deine teuern Huldgestalten
In Lieb' und Sehnsucht meine Seele spalten.
Verkennt mich nicht, ihr Genien meines Lebens,
Verkennt nicht meiner Seele ernsten Drang!
Begreift die treue Richtung meines Strebens,
So in dem Liede wie im Schwerterklang!
Es schwärmten meine Träume nicht vergebens;
Was ich so oft gefeiert mit Gesang,
Für Volk und Freiheit ein begeistert Sterben:
Laßt mich nun selbst um diese Krone werben!
Wohl leichter mögen sich die Kränze flechten,
Errungen mit des Liedes heit'rem Mut;
Ein rechtes Herz schlägt freudig nach dem Rechten.
Die ich gepflegt mit jugendlicher Glut,
Laßt mich der Kunst ein Vaterland erfechten,
Und gält' es auch das eigne wärmste Blut.
Noch diesen Kuß! und wenn's der letzte bliebe!
Es gibt ja keinen Tod für unsre Liebe.
🪦
-Theodor Körner, geboren am 23.09.1791 in Dresden – gefallen am 26.08.1813 im Forst Rosenow bei Lützow-
@DeutscheDD | 2 041 |
| 6 | Was der Frühling nicht säte,
kann der Sommer nicht reifen,
der Herbst nicht ernten,
der Winter nicht genießen!
💐 -Johann Gottfried von Herder, geboren am 25.08.1744 in Mohrungen in Ostpreußen – verstorben am 18.12.1803 in Weimar-
@DeutscheDD | 2 105 |
| 7 | Auf Arkonas Berge
ist ein Adlerhorst
wo vom Schlag der Woge
seine Spitze borst
Spitze deutschen Landes
willst sein Bild du sein
Riff und Spalten splittern
deinen festen Stein
Adler, setz dich oben
auf den Felsenthron
deutschen Landes Hüter
freier Wolkensohn
Schau hinaus nach Morgen
schau nach Mitternacht
schaue gegen Abend
von der hohen Wacht
Ließ der deutsche Kaiser
fliegen dich zugleich,
als er brach in Stücke
ach das deutsche Reich
Hüte, deutscher Adler
deutsches Volk und Land
deutsche Sitt und Zunge
deutsche Stirn und Hand!
Johann Ludwig Wilhelm Müller, geboren am 07.10.1794 in Dessau – verstorben am 01.10.1827 ebenda-
(1825)
@DeutscheDD | 2 581 |
| 8 | Geh hin und wäge dein erstes Wort,
Das du erst seit Wochen besitzt,
Und gib es nur dem zu Schutz und Hort,
Der dir dein Eigenstes schützt.
Geh hin und bringe ein Opfer dar
Dem Lande, das zwiefach bedroht
Und lege dein Frauenwort an den Altar
Für dein Heim in der Stunde der Not.
Geh hin und überwinde die Scheu,
dein Wort es sei Gebet: Mein
Land, mein Heim und mein Kind bleibe frei
Solange die Erde besteht!
-Robert Neumann, Berlin 1919-
@DeutscheDD | 2 680 |
| 9 | Der Deutschen einziges Band
Was habt ihr denn noch großes Allgemeines,
Welch Band, das euch als Volk zusammenschließet?
Seit ihr den Kaiserzepter brechen ließet,
Und euer Reich zerspalten, habt ihr keines!
Nur noch ein einz`ges Band ist euch geblieben,
Das ist die Sprache; die ihr sonst verachtet,
Jetzt müßt ihr sie als euer Einz`ges lieben.
-Friedrich Johann Michael Rückert, geboren am 16.05.1788 in
Schweinfurt - gestorben am 31.01.1866 in Coburg-
@DeutscheDD | 2 660 |
| 10 | Wir werden es niemals glauben …
Wir werden es niemals glauben,
dass Gott in den Schwachen wohnt!
Man will uns den Mut nur rauben,
indem man die Büßer belohnt!
Sie sagen, wir könnten nicht beten,
weil unser Knie sich nicht beugt!
Wenn wir vor die Fahne hintreten,
uns Gott seinen Willen bezeugt!
Und mag man uns auch verdammen,
weil eifernder Hass nicht versteht:
Wir steh’n um die Fahne zusammen,
und unser Appell ist Gebet!
💐 -Dr. Kurt Ernst August Maßmann, geboren am 22.08.1910 in Hannover - gefallen im April 1945 in Berlin-
@DeutscheDD | 2 563 |
| 11 | Zuversicht
Einsam Wachender, sei voller Zuversicht,
wenn über den weißen, leeren Blättern
tief in der Nacht dir die Lampe erlischt,
bang’ nicht um die ungeschriebenen Lettern…
🪦 -Theodor Heinz Köhler, geboren am 09.04.1918 in Chemnitz – gefallen am 21.08.1944 in Frankreich-
@DeutscheDD | 2 678 |
| 12 | Auf der Riesenberge Kamme
reichen wir euch treu die Hand
Brüder, ihr vom gleichen Stamme
Freunde aus dem fremden Land
Froh schweift unser Blick nach beiden
Seiten weit ins Tal hinein
gleiche Sprache – gleiche Leiden
deutsch das Herz und deutsch das Sein
Brüderlich der Druck der Hände
und der Schlag der Herzen gleich
Einst hat Deutschlands Not ein Ende
und ihr findet heim ins Reich!
Max Peschmann, geboren 1852 in Walmbrich – gestorben 1911 ebenda-
@DeutscheDD | 4 242 |
| 13 | Wir sind erwacht
Wir sind erwacht aus dunkler Nacht,
schreiten durch Sturm und Regen
der Freiheits-Sonn` entgegen.
Aus schwerer Not ins Morgenrot.
Wir sind erwacht aus dunkler Nacht.
Wir sind erwacht aus tiefer Nacht.
Auf allen unsern Wegen
Allvater gibt uns seinen Segen.
Auch seinen Rat zu jeder Tat.
Wir sind erwacht aus tiefer Nacht.
Wir sind erwacht aus langer Nacht.
Wir Deutsche aller Stände,
Wir reichen uns die Hände.
Es ist vollbracht! Wir sind erwacht!
Aus langer Nacht sind wir erwacht!
-Verfasser unbekannt-
@DeutscheDD | 4 166 |
| 14 | Einer Farbe, einem Glauben
einer Sitte zugetan,
häng´ ich wie die frommen Tauben
meiner lieben Heimat an.
Wo ich lebe, will ich sterben
wo ich sterbe, ruht sich´s gut;
und die Kinder, die mich erben
erben auch mein Herz, mein Blut
Süße Heimat, schöne Erde
gutes Land, das mich erhält,
o du teure, liebe, werte
o du kleine heitre Welt!
Immer will ich dir gehören
immer mit und bei dir sein!
Fremdlinge und Söldner schwören
dir genügt mein Wort allein
Meinem Glauben, meiner Sitte
meinem Könige getreu,
kenn‘ ich weder Wunsch noch Bitte
frage nicht, wo´s besser sei.
Mögen andre wünschen, suchen
wir sind über Gut und Geld
meine Eichen, meine Buchen
und mein Bayern meine Welt!
-Verfasser unbekannt, vor 1828 aus Regensburg–
@DeutscheDD | 3 505 |
| 15 | Die Vernunft zeigt mir so erstaunliche Verhältnisse in der Natur und zeigt mir so auffallende und einleuchtende Endursachen, daß sie mich zwingt, zuzugestehen, daß ein denkendes Wesen über dem All waltet…
Ich denke mir dieses denkende Wesen als Lebens- und Bewegungsprinzip...
Das System einer Schöpfung aus dem Nichts ist widersprechend und folglich ungereimt…
Da nun der Mensch Materie ist und sich bewegt, so sehe ich nicht ein, warum nicht ein ähnliches denkendes und handelndes Urwesen mit der allgemeinen Materie sollte vereinigt sein können.
Ich nenne es nicht Geist, weil ich gar keinen Begriff von einem Wesen habe, welches keinen Raum einnimmt und folglich nirgends existiert.
Da aber unser Denken eine Folge der Organisation unseres Körpers ist, warum sollte nicht das unendlich mehr als der Mensch organisierte Weltall eine Denkkraft besitzen, die derjenigen eines so schwachen Geschöpfes unendlich überlegen ist!
🪦 -Friedrich II. „der Große“, 24.01.1712 in Berlin - 17.08.1786 in Potsdam-
@DeutscheDD | 3 152 |
| 16 | Es gibt ein schönes Wort auf Erden:
Du mußt bedeutend ruhiger werden!
-Friedrich Fischer-Friesenhausen, geboren am 16.11.1886 in Detmold – verstorben am 31.03.1960 in Soltau-
@DeutscheDD | 3 207 |
| 17 | Die Deutschen im Auslande
Ihr Deutschen unter fremden Sternen,
In meergeschiedenen weiten Fernen,
Ihr sollt die Sprache nie verlernen.
Die wohllautreiche, starke, milde,
Die schönheitvollen Klanggebilde,
Die in des alten Lands Gefilde
Dereinst zu euch die Mutter sprach;
In euren Herzen tönt sie nach: –
Wer sie vergißt – dem Weh und Schmach! –
Die Sprache Shakespeares trägt der Britte –
Ich lob' ihn drum! – wie seine Sitte
Getreu in fremder Lande Mitte:
Und Schiller soll vergessen sein? –
Ihr deutschen Männer rufet: »Nein!«
Ihr deutschen Frauen, stimmet ein,
Und eure Mädchen soll'n und Knaben
Als köstlichste von allen Gaben
Das Kleinod deutscher Sprache haben!
-Ludwig Sophus Felix Dahn, geboren am 09.02.1834 in Hamburg – verstorben am 03.01.1912 in Breslau-
@DeutscheDD | 5 659 |
| 18 | Steht auf, ihr Männer und Frauen im Land!
Es geht nicht um Gold, um vergänglichen Tand,
Es geht um das eigne Bestehen!
All unsre Glut sei zum Kämpfen entfacht,
Es hilft uns der Heimat urewige Macht,
Wir wollen nicht untergehen!
🪦 -Maria Kahle, geboren am 03.08.1891 in Wesel – verstorben am 15.08.1975 in Olsberg/Sauerland-
@DeutscheDD | 13 670 |
| 19 | Ernte und Saat
Gekommen ist die Erntezeit,
Schon wird das reife Korn gehauen,
Und garbenbindend steht bereit
Die Schar der Schnitter und der Frauen.
Sie haben alle ihren Teil
Am liederfrohen Erntefeste
Und rufen jubelnd: „Dank und Heil!
Der Himmel gab dazu das Beste.“
„Der Himmel segnete das Mühn’,
Das ackernd, säend uns verbunden
Im Wettersturm, im Sonnenglühn –
Nun haben wir den Lohn gefunden!“
Schön war das frische Saatengrün,
Schön war das Feld im Aehrenwallen,
Die Wiese schön im Blumenblühn –
Doch nun sind Blüt und Halm gefallen. –
Der Baum, nur spärlich noch belaubt,
Wirft statt der Blüten Früchte nieder
Und schüttelt lächelnd noch das Haupt,
Singt man für ihn auch Erntelieder.
So ist es wohl ein Hochgefühl
Zu ernten selbst gesäte Saaten.
Der Arbeit Lohn, ein Kranz am Ziel,
Wenn, was man pflegte, wohlgeraten.
Auch manchen, die nicht selbst gesät,
Ist Erntesegen doch gekommen;
Sie haben dafür früh und spät
Ein heilig Erbteil übernommen.
Sie mögen nun mit voller Hand
Den Samen streun, den sie empfangen:
Des alten Werkes Segenspfand
Soll er zu neuer Frucht gelangen.
Und bleiben jetzt am Stoppelfeld
Wehmütig unsre Blicke hangen –
Bald wieder wird es neu bestellt
Im Grün der Wintersaaten prangen.
Scheint einmal alles still und tot,
Wächst selbst noch unterm Schnee verborgen
Die junge Saat zum neuen Brot
Kommt doch für sie ein Ostermorgen.
Drum frisch an’s Werk und nicht verzagt!
Beim Ernten denkt an’s Samenstreuen!
Denn wer da müßig steht und klagt
Kann keiner Ernte sich erfreuen!
-Louise Otto-Peters, geboren am 26.03.1819 in Meißen – verstorben am 13.03.1895 in Leipzig-
@DeutscheDD | 3 446 |
| 20 | 13. A u g u s t
Gedanken, in Verse verdichtet, können Flügel verleihn,
Mauern, im Schweiße errichtet, brechen im Zeitensturm ein.
-Julie aus der Mark- 🌳
15.08.2025
@DeutscheDD | 2 969 |
