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Deutsche Dichter und Denker

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Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! Bilder, Gedichte und Sprüche in diesem Kanal verstehen sich als Nachahmung ohne Beurteilung. Sie sind mit nötigem Ernst oder Spott zu genießen! Passende (!!!) Gedichte unter: https://t.me/DeutscheDuD

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📈 تحلیل کانال تلگرام Deutsche Dichter und Denker

کانال Deutsche Dichter und Denker (@deutschedd) در بخش زبانی آلمانی بازیگری فعال است. در حال حاضر جامعه شامل 13 947 مشترک است و جایگاه 6 331 را در دسته دین و مذهبی و رتبه 802 را در منطقه ألمانيا دارد.

📊 شاخص‌های مخاطب و پویایی

از زمان ایجاد در невідомо، پروژه رشد سریعی داشته و 13 947 مشترک جذب کرده است.

بر اساس آخرین داده‌ها در تاریخ 01 ژوئیه, 2026، کانال فعالیت پایداری دارد. در ۳۰ روز گذشته تغییر اعضا برابر -6 و در ۲۴ ساعت گذشته برابر 2 بوده و همچنان دسترسی گسترده‌ای حفظ شده است.

  • وضعیت تأیید: تأیید نشده
  • نرخ تعامل (ER): میانگین تعامل مخاطب 33.52% است و در ۲۴ ساعت نخست پس از انتشار، محتوا معمولاً 11.84% واکنش نسبت به کل مشترکان کسب می‌کند.
  • دسترسی پست‌ها: هر پست به طور میانگین 4 676 بازدید دریافت می‌کند. در اولین روز معمولاً 1 652 بازدید جمع‌آوری می‌شود.
  • واکنش‌ها و تعامل: مخاطبان به‌طور فعال حمایت می‌کنند؛ میانگین واکنش به هر پست 95 است.
  • علایق موضوعی: محتوا بر موضوعات کلیدی مانند herz, volk, erde, nacht, gedanke تمرکز دارد.

📝 توضیح و سیاست محتوایی

نویسنده این فضا را محل بیان دیدگاه‌های شخصی توصیف می‌کند:
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! Bilder, Gedichte und Sprüche in diesem Kanal verstehen sich als Nachahmung ohne Beurteilung. Sie sind mit nötigem Ernst oder Spott zu genießen! Passende (!!!) Gedichte unter: https://t.me/DeutscheD...

به لطف به‌روزرسانی‌های پرتکرار (آخرین داده در تاریخ 02 ژوئیه, 2026)، کانال همواره به‌روز و دارای دسترسی بالاست. تحلیل‌ها نشان می‌دهد مخاطبان به‌طور فعال با محتوا تعامل دارند و آن را به نقطه اثرگذاری مهم در دسته دین و مذهبی تبدیل کرده‌اند.

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آرشیو پست ها
Nordseewacht 🌊 Fest und stark sind unsre Deiche, Und sie halten treue Wacht, Daß das deutsche Land nicht weiche Vor der Flut
Nordseewacht 🌊 Fest und stark sind unsre Deiche, Und sie halten treue Wacht, Daß das deutsche Land nicht weiche Vor der Flut in Wetternacht. Kommt es brausend dann geflogen, Blitzumfunkelt, wolkenschwer, Tönt ein Halt den wilden Wogen: „Durch kommt ihr hier nimmermehr!“ Sind auch fest des Deiches Wälle, Fester ist des Schiffes Bord, Das gepanzert, flügelschnelle Zieht zum Schutz der Heimat fort. Deutsche Flotte, unsre stolze, Wohlgefügte Meeresburg, Wachst gestählt mit Eisenmarke Und laßt keinem Feind hindurch. Fester noch als Deich und Flotte Ist das treue deutsche Herz, Das dem alten Schicksalsgotte Tief vertraut; mit starrem Erz Hat es trotzig sich umgeben. Wenn der Tag des Zorns erscheint, Ruft es ohne Furcht und Beben: „Durch kommt nimmermehr der Feind!“ Nordseewacht, vor unsern Toren Hab auf alle Feinde acht! Uns zu Schutz und Schirm erkoren, Friedenswacht und Schlachtenmacht, Sicher ruht in deinen Händen, Helgoland, die stolze Burg, Stets bereit, den Gruß zu senden: „Halt, kein Brite kommt hier durch!“ -Georg Ritter- @DeutscheDD

Hundetreue! Wenn dir ein Mensch ein Unrecht tut, Und wird es dir zu bunt, Beschimpfst du ihn in deiner Wut, Und nennst ihn ei
Hundetreue! Wenn dir ein Mensch ein Unrecht tut, Und wird es dir zu bunt, Beschimpfst du ihn in deiner Wut, Und nennst ihn einen „Hund!“ Bedenkst nicht, daß dein Tier Nie so sein könnt wie der — Der Name „Hund“ ist, glaube mir, Ein Schimpfwort nimmermehr. Ein treues Herz, ein treuer Blick, Das gibt’s noch auf der Welt, Denn auch im Schmerz, nicht nur im Glück, Ein Wesen zu dir hält. Doch suchst bei Menschen du die Treu’, Vergeblich suchst du sie auf’s neu, In Freud und Leid, zu jeder Stund’, Hält einer treu zu dir: „Dein Hund!“ Er dankt für jedes kleinste Stück, Und blickt dich an beseelt. Er spricht zu dir mit seinem Blick, Weil ihm die Sprache fehlt. Erkenn’ den Wert, bevor’s zu spät, Sei gut zu deinem Tier; Denn wenn dein Hund zugrunde geht, Hält niemand mehr zu dir! -unbekannt- @DeutscheDD

Ein steter Kampf ist unser Leben, Sein Wert Gefühl; Wir ahnen, wünschen, hoffen, streben, Und sind am Ziel! Oft keimt aus all
Ein steter Kampf ist unser Leben, Sein Wert Gefühl; Wir ahnen, wünschen, hoffen, streben, Und sind am Ziel! Oft keimt aus allen unsern Tränen Kein Glück uns auf, Oft schließt mit ungestilltem Sehnen Sich unser Lauf. Des Lebens Strom rauscht wild und trübe Durch Wüstenei'n, Wir träumen Freundschaft, schwärmen Liebe, Und steh'n allein! Wir lieben, ach! Und sollten hassen Zu unserm Glück. Was wir mit Innigkeit umfassen, Stößt uns zurück. Verkannt, verachtet und betrogen Um Trost und Ruh', Schließt sich das Herz, zu hart belogen Auf ewig zu. Das Traumbild seliger Gefühle Schwebt himmelwärts; Nichts bleibt uns treu, sind wir am Ziele, Als unser Schmerz! -Karl Friedrich Müchler, 02.09.1763 in Stargard - 12.01.1857 in Berlin- @DeutscheDD Gemälde: Caspar David Friedrich "Winterlandschaft mit Ruine des Klosters Eldena"

Vertonung durch: -Carl Maria von Weber, 20.11.1786 in Eutin - 05.06.1826 in London- Vorgetragen von Hermann Prey

Muckensturm „Die Väter bedrängte greulicher Krieg, Die Mucken halfen ihnen zum Sieg!“ Alte Inschrift. Das ist die Murg, zum F
Muckensturm „Die Väter bedrängte greulicher Krieg, Die Mucken halfen ihnen zum Sieg!“ Alte Inschrift. Das ist die Murg, zum Fluß geworden, Die erst als Waldbach dumpf gebraust, – O drohe nur des Feindes Horden, Der frech an Deinen Ufern haust! Es kam der Reichsfeind über Rhein, Badenser kämpfen mit Franzosen, Und wieder heißt: ein Deutscher sein, Sich zählen zu den Hilfelosen! Die Festung Rohrburg ruft in Nöten Reichstruppen auf zu Schirm und Wehr Die Feinde drohen, brennen, töten – Zur Rettung naht kein deutsches Heer! Schon ist verloren Wall um Wall, Schon stürmt der Feind an allen Thoren, Singt trotz’ger Siegeslieder Schall – In Rohrburg Jammerruf: „Verloren!“ Ein Bürger naht dem Kommandanten, Ein deutscher Bürger schlicht und recht; Der spricht: „Noch sind wir nicht zu Schanden, Ich werde kein Franzosenknecht! Kein Markgraf will, kein Herzog helfen, Kein Reichssoldat, kein General – Sie dienen Waiblingern und Welfen – Dem deutschen Volke bleibt die Qual!“ „Mir helfen zwanzig Königinnen Mit ihres Volkes großer Schar; Die sollen uns den Sieg gewinnen Und von uns wenden die Gefahr. Hoch oben auf dem Festungsbau Sind schon die Truppen und Kasernen – Kommt, haltet Eure Heeresschau, Wollt meine Mannschaft kennen lernen!“ Und oben auf den höchsten Schanzen Des Bürgers Bienenkörbe stehen. Ein Hurrah! – Wie zum lust’gen Tanzen Zum Sturme die Franzosen gehen – Und schaut! hinab in ihre Reihn Ein Wurf in weitgeschwungnem Bogen – Welch Summen, Brausen, Schütteln, Schrein – Ein Korb dem seine Schar entflogen! Und zwanzig so! – und Millionen Von Bienen in der Feinde Heer; Da gilt kein Rufen und kein Schonen, Da hilft nicht Sturm und Gegenwehr! Wie scharf und spitz der Bienenpfeil Versandt mit zornig gift’gem Brummen, – Und in der Flucht sucht jeder Heil Vor diesem Stechen, diesem Summen! Kein Mann hält Stand! die Kämpfer weichen Vor solcher Freischar kühnem Flug. Ihr Summen ist ihr Siegeszeichen, Ihr Stachel mehr als Schwerter schlug. Die Feinde rings in toller Flucht – Sie werfen von sich Wehr und Waffen, Im schnellen Lauf ein jeder sucht Sich den Verfolgern zu entraffen. Gerettet ist die deutsche Veste, Gerettet durch den deutschen Fleiß. Ein solcher Lohn, er ist der beste, Der Bürger und der Arbeit Preis! – In Baden, wo die Veste lag Die Bienen man als Mucken kennet – Und Rohrburg ward seit diesem Tag Zum Danke Muckensturm benennet! -Louise Otto-Peters, geboren am 26.03.1819 in Meißen – verstorben am 13.03.1895 in Leipzig- @DeutscheDD

Das Gesetz ist ein Netz Mit Maschen, engen und weiten; Durch die weiten schlüpfen die Gescheiten, Und in den engen Bleiben di
Das Gesetz ist ein Netz Mit Maschen, engen und weiten; Durch die weiten schlüpfen die Gescheiten, Und in den engen Bleiben die Dummen hängen! -Justus Frey- @DeutscheDD

Weserfahrt Und mögen sie dichten und singen Vom alten deutschen Rhein. Mein Lied soll der Weser erklingen, Soll ihr gewidmet
Weserfahrt Und mögen sie dichten und singen Vom alten deutschen Rhein. Mein Lied soll der Weser erklingen, Soll ihr gewidmet sein! Die Werra und Fulda, die beiden, Die haben’s wohl erkannt, Die wollen zusammen durchgleiten, Vereint das Vaterland. Die wollen treu halten zusammen Mit einem Wort genannt, Weil beid aus Germanien stammen, Dem alten Vaterland! – Im Land, das die Weser durchwallet, Erklang einst Hermanns Wort, Und Dröhnen der Schilde erschallet, Schlachtruf tönt fort und fort. „Wir wollen uns schützen und schirmen Vor römischem Uebermut! Wir wollen Aliso erstürmen, Vernichten Römerbrut! Hier halle den römischen Heeren Ein trotzig deutsches: Halt! Hier werden die Völker sich wehren, Am Weserfluß und -Wald. Hier werden sie kämpfen und stehen Für ihr germanisch Recht, Und werden als Sieger sich sehen Im heiligsten Gefecht!“ – Cheruskas Fürst an der Spitze, So ziehen sie in den Streit, Vernichten wie rächende Blitze Die römische Herrlichkeit. Die Römer, die leicht überschritten, Den breiten, stolzen Rhein, Sind nicht an der Weser gelitten. Die Weser kann befrein. – So war es vor uralten Zeiten Als solches hier geschah. Und wieder gilt es zu streiten –, Ist denn kein Hermann da? Kein Hermann und keine Germanen Zu Schutz und Trutz bewehrt, Die heilige Freiheit der Ahnen Zu wahren mit dem Schwert? Die Werra und Fulda, die beiden, Die haben’s wohl erkannt, Die wollen zusammen durchgleiten Vereint das Vaterland. Die sind längst zusammen gezogen Durch Deutschlands Au und Hain. Es flüstern und murmeln die Wogen: „Die Weser kann befrein!“ Und die an den Ufern es hören, Vertrauen ihr sich an, Und ziehen in traurigen Chören Zu ihren Schiffen heran. Und fliehen vom heimischen Lande, Dem fremden sich zu weihn, Und flüstern zum Meer noch vom Strande: „Die Weser kann befrein!“ Leb wohl o germanische Erde, Uns winkt Amerika – Sie rufen’s mit Trauergebärde – Ist denn kein Hermann da? Kein Hermann und keine Germanen, Daß Deutschland verzweifeln muß, Verdienen die heiligen Ahnen Nur einen Abschiedsgruß? Und was aus uralten Zeiten Die Weser noch erzählt –! Ihr sollt es so falsch nicht deuten, Daß Ihr Auswanderung wählt! – Die Werra und Fulda, die beiden Die haben’s wohl erkannt, Die möchten vereint durchgleiten Ein einig Vaterland! -Louise Otto-Peters, geboren am 26.03.1819 in Meißen – verstorben am 13.03.1895 in Leipzig- @DeutscheDD

Die Neigung, sich für fremde Nationalitäten und Nationalbestrebungen zu begeistern, auch dann, wenn die selben, nur auf Koste
Die Neigung, sich für fremde Nationalitäten und Nationalbestrebungen zu begeistern, auch dann, wenn die selben, nur auf Kosten des eigenen Vaterlandes verwirklicht werden können, ist eine politische Krankheitsform, deren geographische Verbreitung leider auf Deutschland beschränkt ist! -Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen, ab 1865 Graf von Bismarck-Schönhausen, ab 1871 Fürst von Bismarck, ab 1890 auch Herzog zu Lauenburg, 01.04.1815 in Schönhausen -  30.07.1898 in Friedrichsruh bei Aumühle- @DeutscheDD

Man kann anderen Leuten hochtrabende Sprüche erzählen, tiefgreifende Philosophie weismachen, eine falsche Richtung vorgeben,
Man kann anderen Leuten hochtrabende Sprüche erzählen, tiefgreifende Philosophie weismachen, eine falsche Richtung vorgeben, die gelöffelte Weisheit predigen und einen Bären aufbinden. Eine Frage bleibt dabei immer offen: Ob am Ende des Tages das angestrebte Ergebnis auch jenes ist, welches vor dem eigenen Gewissen Bestand hat? -Michel Seiferth, am 13. Brachmond 3826 n.St. (nach Steinhagen)- @DeutscheDD

Der verwundete Baum Sie haben mit dem Beile dich zerschnitten, Die Frevler – hast du viel dabei gelitten? Ich selber habe sor
Der verwundete Baum Sie haben mit dem Beile dich zerschnitten, Die Frevler – hast du viel dabei gelitten? Ich selber habe sorglich dich verbunden Und traue: Junger Baum, du wirst gesunden! Auch ich erlitt zu schier derselben Stunde Von schärferm Messer eine tiefre Wunde. Zu untersuchen komm ich deine täglich, Und meine fühl ich brennen unerträglich. Du saugest gierig ein die Kraft der Erde, Mir ist, als ob auch ich durchrieselt werde! Der frische Saft quillt aus zerschnittner Rinde heilsam. Mir ist, als ob auch ich's empfinde! Indem ich deine sich erfrischen fühle, Ist mir, als ob sich meine Wunde kühle! Natur beginnt zu wirken und zu weben, Ich traue: Beiden geht es nicht ans Leben! Der verwundete Baum Wir beide prahlen noch mit unsern Narben! -Conrad Ferdinand Meyer, geboren am 11.10.1825 in Zürich – verstorben am 28.11.1898 in Kilchberg bei Zürich- @DeutscheDD

Wohlgemeinter Rat 🫏 Du sollst dich nie so weit verlieren, Mit einem Esel zu disputieren. Deine schärfsten Beweise erscheinen
Wohlgemeinter Rat 🫏 Du sollst dich nie so weit verlieren, Mit einem Esel zu disputieren. Deine schärfsten Beweise erscheinen ihm ja Als kollegiales Y—a, Y—a. -Otto Ernst Schmidt, geboren am 07.10.1862 in Ottensen – verstorben am 05.03.1862 in Groß Flottbek- @DeutscheDD

Natur und Liebe Fordre nicht, daß ich mit Worten sage, Was mich quält und peinigt jeden Tag! Müde bin ich, daß ich keine Wort
Natur und Liebe Fordre nicht, daß ich mit Worten sage, Was mich quält und peinigt jeden Tag! Müde bin ich, daß ich keine Worte Auch von deinen Lippen hören mag. Menschen haben mir so viel mit Weisheit Und mit leerem Troste zugesetzt, Daß vor ihrer wortbehenden Liebe Wahrlich sich mein scheues Ohr entsetzt. Laß du mich in deine weichen Hände Stumm vergraben Stirn und Wangen nur; Dann empfind ich schauernd deine Liebe Wie den leisen Odem der Natur. Hin zu dir zieht mich dieselbe Lockung Ewigen Friedens, der ich oft gelauscht, Die aus Quellen flüstert und aus Blumen Und von hohen, heiligen Bäumen rauscht! Otto Ernst Schmidt, geboren am 07.10.1862 in Ottensen – verstorben am 05.03.1862 in Groß Flottbek- @DeutscheDD

Sommermorgen Ein graugrün Dämmern schlummert überm Land, Im Wiesengrunde wehen lichte Schleier, Das Gras reckt nachtfeucht se
Sommermorgen Ein graugrün Dämmern schlummert überm Land, Im Wiesengrunde wehen lichte Schleier, Das Gras reckt nachtfeucht seine Spitzen auf, Und freier atmet mählich alles Leben. Schlaftrunken zwitschern sich die Vöglein wach. Ein Rosenhauch erwärmt den fahlen Himmel, Zur Messe klingen fern die ersten Glocken Ihr lockend Jubellied dem jungen Morgen. Glutheller Odem weht die Nacht hinweg, Und klarer Glanz durchfließt den Dämmeräther. Ein jubelnd Lied umklingt die Weltensphäre, Die lichtdurchglüht der neuen Schöpfung harrt. Da sprüht im Ost ein sieghaft Flammenlicht, Den Nebeldunst durchleuchten glüh'nde Strahlen: er Tag! — Und lichtgebadet bebt das All In heil'ger Wonne neuer Auferstehung... -Alfred Hahn, geboren am 09.12.1861 in Wien – verstorben am 05.02.1951 in Berlin- (Bild: Caspar David Friedrich – Der Sommer) @DeutscheDD

An der Stellung zum Leid scheiden sich vornehme und geringe Naturen. Die vornehme Seele hämmert den Schmerz zu Gold; der Schw
An der Stellung zum Leid scheiden sich vornehme und geringe Naturen. Die vornehme Seele hämmert den Schmerz zu Gold; der Schwächling nörgelt, schimpft oder verkümmert und kommt nicht darüber hinweg! -Friedrich Lienhard, geboren am 04.10.1865 in Rothbach im Elsass – verstorben am 30.04.1929 in Weimar- @DeutscheDD

K o m m ' , F e u e r ! 🔥🌞🔥 Allmacht, wir rufen Dich, Lichtwelt, wir suchen Dich, Nachtgeister trüb übers Land noch sich b
K o m m ' , F e u e r ! 🔥🌞🔥 Allmacht, wir rufen Dich, Lichtwelt, wir suchen Dich, Nachtgeister trüb übers Land noch sich breiten, Wehren dem Lichte, die Wende bereiten, Komm' Feuer starkes du, Führ' uns der Sonne zu! Allmacht, wir rufen Dich, Lichtwelt, wir suchen Dich; Flamme des Geistes, uns gnädig geschenket, Weck' Flamm' der Liebe, die sonnwärts uns lenket, Glut, lebensspendende, Werde notwendende! Allmacht, wir rufen Dich, Lichtwelt, wir suchen Dich; Heulend umhallet uns Haß ohne Gleichen, Tragen wir trotzig das heilige Zeichen: Sonnenrad, führe uns, Heilsrune, ziere uns! -Hildulf Rudolf Flurschütz, 08.11.1878 in Hamburg – 22.03.1948 in Leipzig- @DeutscheDD

Sonnenod Sonne, die Du bist im Himmel, leuchte hell uns, scheine klar! Glühtest schon seit Urbeginnen - Brennen sollst Du, im
Sonnenod Sonne, die Du bist im Himmel, leuchte hell uns, scheine klar! Glühtest schon seit Urbeginnen - Brennen sollst Du, immerdar! Lass' uns wachsen, wohl gedeih'n ob Deines Antlitz' Herrlichkeit! Heil'ge Stifterin des Lebens strahle in die Ewigkeit! -Gustav Eichenmann- @DeutscheDD

Laßt die Gläser klingen zur Sonnenwend! Es wendet sich alles auf Erden. Was heute noch herrscht, ist morgen ein Nichts. Das L
Laßt die Gläser klingen zur Sonnenwend! Es wendet sich alles auf Erden. Was heute noch herrscht, ist morgen ein Nichts. Das Leben ist nur ein Werden. Wir sehen das Ziel, wo die Sonne sich hebt wo ihr Strahl eine neue Erde belebt! Wir wenden nach Osten unser Gesicht: Vorwärts zur Wahrheit! Vorwärts zum Licht! @DeutscheDD

Wald und freie Bergluft haben mich zur Furchtlosigkeit erzogen, zu gläubiger Lebensfreude, zu dankbarem Staunen vor aller Sch
Wald und freie Bergluft haben mich zur Furchtlosigkeit erzogen, zu gläubiger Lebensfreude, zu dankbarem Staunen vor aller Schönheit, zur Wissenschaft von der ewigen Wiederkehr des Frühlings, zum Glauben, daß alle Torheit ein Umweg zur Klugheit ist, aller Schmerz ein Weg zur Freude! Ludwig Albert Ganghofer, geboren am 07.06.1855 in Kaufbeuren – verstorben am 07.07.1855 in Tegernsee- @DeutscheDD

Der KAISER, sagt: Ich fordere den Tribut. Der EDELMANN, sagt: Ich habe ein freies Gut. Der PFARRER, sagt: Mir gehören die Stö
Der KAISER, sagt: Ich fordere den Tribut. Der EDELMANN, sagt: Ich habe ein freies Gut. Der PFARRER, sagt: Mir gehören die Stölgebühren. Der JUDE, sagt: Ich muß von dem Profite leben. Der SOLDAT, sagt: Ich bezahle nichts. Der BETTLER, sagt: Ich habe nichts. Der BAUER, sagt: Ich lasse den Allvater walten, ich muß ja euch alle sechs erhalten! -Volksweise- @DeutscheDD

Soldatenabschied Laß mich gehn, Mutter, laß mich gehn! All das Weinen kann uns nichts mehr nützen, denn wir gehn das Vaterlan
Soldatenabschied Laß mich gehn, Mutter, laß mich gehn! All das Weinen kann uns nichts mehr nützen, denn wir gehn das Vaterland zu schützen! Laß mich gehn, Mutter, laß mich gehn. Deinen letzten Gruß will ich vom Mund dir küssen: Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen! Wir sind frei, Vater, wir sind frei! Tief im Herzen brennt das heiße Leben, frei waren wir nicht, könnten wirs nicht geben. Wir sind frei, Vater, wir sind frei! Selber riefst du einst in Kugelgüssen: Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen! Uns ruft Gott, mein Weib, uns ruft Gott! Der uns Heimat, Brot und Vaterland geschaffen, Recht und Mut und Liebe, das sind seine Waffen, uns ruft Gott, mein Weib, uns ruft Gott! Wenn wir unser Glück mit Trauern büßen: Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen! Tröste dich, Liebste, tröste dich! Jetzt will ich mich zu den andern reihen, du sollst keinen feigen Knechten freien! Tröste dich, Liebste, tröste dich! Wie zum ersten Male wollen wir uns küssen: Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen! Nun lebt wohl, Menschen, lebet wohl! Und wenn wir für euch und unsere Zukunft fallen, soll als letzter Gruß zu euch hinüberhallen: Nun lebt wohl, ihr Menschen, lebet wohl! Ein freier Deutscher kennt kein kaltes Müssen: Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen! 🪦 -Heinrich Lersch, geboren am 12.09.1889 in Mönchen-Gladbach – verstorben am 18.06.1936 in Remagen- @DeutscheDD