Deutsche Dichter und Denker
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! Bilder, Gedichte und Sprüche in diesem Kanal verstehen sich als Nachahmung ohne Beurteilung. Sie sind mit nötigem Ernst oder Spott zu genießen! Passende (!!!) Gedichte unter: https://t.me/DeutscheDuD
显示更多📈 Telegram 频道 Deutsche Dichter und Denker 的分析概览
频道 Deutsche Dichter und Denker (@deutschedd) 德语 语言赛道中的 是活跃参与者。目前社区聚集了 13 832 名订阅者,在 宗教与灵性 类别中位列第 6 196,并在 德国 地区排名第 782 位。
📊 受众指标与增长动态
自 невідомо 创建以来,项目保持高速增长,吸引了 13 832 名订阅者。
根据 23 九月, 2026 的最新数据,频道保持稳定运转。过去 30 天订阅人数变化为 -40,过去 24 小时变化为 2,整体触达仍然可观。
- 认证状态: 未认证
- 互动率 (ER): 平均受众互动率为 29.65%。内容发布后 24 小时内通常能获得 12.22% 的反应,占订阅者总量。
- 帖子覆盖: 每篇帖子平均可获得 4 102 次浏览,首日通常累积 1 691 次浏览。
- 互动与反馈: 受众积极参与,单帖平均反应数为 83。
- 主题关注点: 内容集中在 herz, volk, erde, nacht, gedanke 等核心主题上。
📝 描述与内容策略
作者将该频道定位为表达主观观点的平台:
“Der Denker sagt das Sein,
der Dichter das Heilige!
Bilder, Gedichte und Sprüche in diesem Kanal verstehen sich als Nachahmung ohne Beurteilung.
Sie sind mit nötigem Ernst oder Spott zu genießen!
Passende (!!!) Gedichte unter:
https://t.me/DeutscheD...”
凭借高频更新(最新数据采集于 24 九月, 2026),频道始终保持新鲜度与高覆盖。分析显示受众积极互动,使其成为 宗教与灵性 类别中的关键影响点。
数据加载中...
| 日期 | 订阅者增长 | 提及 | 频道 | |
| 24 九月 | +1 | |||
| 23 九月 | +4 | |||
| 22 九月 | +1 | |||
| 21 九月 | +6 | |||
| 20 九月 | +2 | |||
| 19 九月 | +4 | |||
| 18 九月 | +4 | |||
| 17 九月 | +2 | |||
| 16 九月 | +2 | |||
| 15 九月 | +1 | |||
| 14 九月 | +6 | |||
| 13 九月 | +6 | |||
| 12 九月 | +3 | |||
| 11 九月 | 0 | |||
| 10 九月 | +2 | |||
| 09 九月 | +5 | |||
| 08 九月 | +1 | |||
| 07 九月 | +3 | |||
| 06 九月 | +3 | |||
| 05 九月 | +5 | |||
| 04 九月 | +4 | |||
| 03 九月 | +6 | |||
| 02 九月 | +3 | |||
| 01 九月 | +3 |
| 2 | Sehet euch um!
Sind wir nicht wieder verraten?
Wieder durch Diplomaten?
Feinde ringsum!
Sehet euch um!
Ringsum feige Philister
Reaktionäre Minister
Feinde ringsum!
Sehet euch um!
Ringsuim Konstabler, Soldaten
Ringsum Kosaken,Kroaten
Feinde ringsum!
Sehet euch um!
Schergen und Freiheitswürger
wider die friedlichen Bürger
Feinde ringsum!
Brüder, Glückauf!
Lieber für Freiheit sterben
als in der Knechtschaft verderben!
Feinde ringsum!
-August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, geboren am 02.04.1798 in Fallersleben – verstorben am 19.01.1874 in Corvey-
@DeutscheDD | 1 783 |
| 3 | Richte dich auf Germania, Richte dich auf
Nicht mehr beweinen
sollst du der deinen
Zwietracht und Neid
Jammer und Leid
Hörst du das Jauchzen im Süden und Norden
trauliches Grüßen von Herz zu Herz
Richte dich auf aus Kummer und Schmerz
einig sind all deine Kinder geworden
Richte dich auf Richte dich auf Germania
Siehe der Morgen der Freiheit ist nah
Richte dich auf Germania, Richte dich auf
Nicht mehr mit Klagen
sollst du ertragen
bübischen Spott
Knechtschaft und Not
Richte dich auf in gebietender Schöne
weithin strecke dein flammendes Schwert
um dich geschart, der Freiheit wert
mächtig gerüstet sind all deine Söhne
Richte dich auf Richte dich auf Germania
Siehe der Morgen der Freiheit ist nah
Richte dich auf Germania, Richte dich auf
Finstre Gewalten
wollen dich halten
scheuche sie fort
sprich nur ein Wort
Stolz kannst du, nicht mehr in Flören, entfalten
weithin strahlend das heil’ge Panier
siehe Alldeutschland steht zu dir
einig und frei und nicht mehr zu spalten
Richte dich auf Richte dich auf Germania
Siehe der Morgen der Freiheit ist nah
-Verfasser unbekannt-
@DeutscheDD | 2 563 |
| 4 | Noch sind uns Herz und Hände
nicht kraftlos und müd geworden
Frisch ruft zu Taten und zu Pflicht
der junge deutsche Orden
Was Not und Bruderhaß zerbrach
wir bauen es aufs neue
wir glauben an den künft´gen Tag
und an die deutsche Treue
Wir wollen furchtlos Hand in Hand
die deutsche Zukunft zimmern
Neu soll das alte Vaterland
erstehen aus den Trümmern
Dann soll´n ihr altes Eisenlied
die deutschen Schwerter singen
und welsche Speere stumpf und müd
an unserm Schild zerspringen
Drum frisch, ihr Brüder, schließt die Reih´n
in allen deutschen Gauen
Der alte Gott wird mit uns sein
ihm wollen wir vertrauen
-Rudolf Roddewig-
@DeutscheDD | 2 079 |
| 5 | Am Kreuzweg wähl mit klarem Blick
Den rechten Weg zum wahrem Glück!
@DeutscheDD | 2 340 |
| 6 | Welch eine Sprach' ist schön,
welch eine Sprach' ist reich?
Verschieden an Getön,
im Sinn sind alle gleich.
Nicht dies' und jene Sprach'
entzückt, erfreuet mich;
Was mich erfreut, entzückt,
das ist die Sprach' an sich:
Daß eine Sprach' es gibt, die,
was du fühlst und denkest,
Dir deutlich macht, je mehr
du dich in sie versenkest;
Daß eine Sprach' es gibt,
Kraft deren du verkündest
Der Welt geheimen Sinn,
so weit du sie ergründest:
Drum ist die schönste Sprach'
und beste, die du nennst,
Die Muttersprache, weil du sie
am besten kennst!
-Friedrich Rückert, geboren am 16.05.1788 in Schweinfurt – verstorben am 31.01.1866 in Neuses-
@DeutscheDD | 2 537 |
| 7 | Guter Rat
Heut, da die Ohnmacht sich brüstet und Meinungen jeder zu Markt trägt,
Die er vom Baume gerupft, eh die Vernunft sie gereift,
Sei dir ein Weggenoß im tollen Gedränge der Zweifel;
Aber im Frieden für dich pflanze der Zukunft die Tat!
-Otto Ernst Schmidt, geboren am 07.10.1862 in Ottensen – verstorben am 05.03.1862 in Groß Flottbek-
@DeutscheDD | 2 394 |
| 8 | Siebenbürgen, Land des Segens
Land der Fülle und der Kraft
mit dem Gürtel der Karpathen
um das grüne Kleid der Saaten
Land voll Gold und Rebensaft
Siebenbürgen, Meeresboden
einer längst verflossnen Flut
Nun ein Meer von Ährenwogen
dessen Ufer waldumzogen
an der Brust des Himmels ruht
Siebenbürgen, Land der Trümmer
einer Vorzeit stark und groß
Deren tausendjähr´ge Spuren
ruhen noch in deiner Fluren
ungeschwächtem Ackerschoß
Siebenbürgen, grüne Wiege
einer bunten Völkerschar
Mit dem Klima aller Zonen
mit dem Kranze von Nationen
um des Vaterlands Altar
Siebenbürgen, grüner Tempel
mit der Berge hohem Chor
Wo der Andacht Huldigungen
steigen in so vielen Zungen
zu dem einen Gott empor
Siebenbürgen, Land der Duldung
jedes Glaubens sichrer Hort
Mögst du bis zu fernen Tagen
als ein Hort der Freiheit ragen
und als Wehr dem treuen Wort
Siebenbürgen, süße Heimat
unser teures Vaterland
sei gegrüßt in deiner Schöne
und um alle deine Söhne
schlinge sich der Eintracht Band!
💐 -Maximilian Leopold Moltke, geboren am 18.09.1819 in Küstrin – verstorben am 19.01.1894 in Leipzig-
(1846)
@DeutscheDD | 2 177 |
| 9 | Ich bin ein deutscher Jüngling
Mein Haar ist kraus, breit meine Brust
Mein Vater war ein edler Mann
ich bin es auch
Wenn mein Aug Unrecht siehet
sträubt sich mein krauses Haar empor
Und meine Hand schwellt auf und zuckt
und greift ans Schwert´
Ich bin ein deutscher Jüngling
beim süßen Namen „Vaterland“
Schlägt mir das Herz
und mein Gesicht wird feuerrot
ich weiß ein deutsches Mädchen
Ihr Aug ist blau, und sanft ihr Blick
und gut ihr Herz
und blau, o Hertha, blau ihr Aug
Wer nicht stammt von Thuiskon
Der blicke nach dem Mädchen nicht
Er blicke nicht
Wenn er nicht von Thuiskon stammt
Denn ihres blauen Auges
soll sich ein edler Jüngling freun
Sie soll geliebt, soll eines edlen Jünglings sein
Ich bin ein deutscher Jüngling
und schaue kalt und kühn umher
ob einer sei
der nach dem Mädchen blicken will
-Matthias Claudius, geboren am 15.08.1740 in Reinfeld (Holstein) – verstorben am 21.01.1815 in Hamburg-
@DeutscheDD | 2 571 |
| 10 | Der Unentschlossene
Ein Mensch ist ernstlich zu beklagen,
Der nie die Kraft hat, nein zu sagen.
Obwohl er’s weiß, bei sich ganz still:
Er will nicht, was man von ihm will!
Nur, dass er Aufschub noch erreicht,
Sagt er, er wolle sehn, vielleicht ...
Gemahnt, nach zweifelsbitteren Wochen,
Dass er’s doch halb und halb versprochen.
Verspricht er’s, statt es abzuschütteln,
Aus lauter Feigheit zu zwei Dritteln,
Um endlich, ausweglos gestellt,
Als ein zur Unzeit tapferer Held
In Wut und Grobheit sich zu steigern
Und das Versprochne zu verweigern.
Der Mensch gilt bald bei jedermann
Als hinterlistiger Grobian –
Und ist im Grund doch nur zu weich,
Um nein zu sagen – aber gleich!
-Eugen Roth, geboren am 24.01.1895 in München – verstorben am 28.04.1976 ebenda-
@DeutscheDD | 2 967 |
| 11 | Heldenheimat, die wir schauen
von der Alpen steilem Rand,
blaue Berge, grüne Auen
und der Ströme helles Band,
bis an jenes weit entleg´ne
Dünenfeld am Nordseestrand!
Treue Frauen, starke Recken
trug von je dein tiefer Grund.
Tausend blanke Schilde decken
deiner Bruderstämme Bund.
Zitternd sank sie, die verweg’ne
ländergier’ge Feindeshand!
Hohes Erbteil edler Ahnen:
reine Sitte, strenges Recht,
leite auf des Friedens Bahnen
unbeirrt ein frei Geschlecht.
Ob dir Glück, ob Leid begegne
jedem Schicksal hältst du stand!
-Ambrosius Mayer-
@DeutscheDD | 3 249 |
| 12 | Freiheitskämpfer
Es sei mein Herz und Blut geweiht
dich Vaterland zu retten.
Wohlan, es gilt, du seist befreit
wir sprengen deine Ketten!
Nicht fürder soll die arge Tat
des Fremdlings Übermut, Verrat
in deinen Schoss sich betten!
Wer hält, wem frei das Herz noch schlägt
nicht fest an deinem Bilde?
Wie kraftvoll die Natur sich regt
durch deine Waldgefilde,
so blüht der Fleiss, dem Neid zur Qual
in deinen Städten sonder Zahl,
und jeder Kunst Gebilde.
Der deutsche Stamm ist alt und stark
voll Hochgefühl und Glauben.
Die Treue ist der Ehre Mark´
wankt nicht, wenn Stürme schnauben.
Es schafft ein ernster, tiefer Sinn
dem Herzen solchen Hochgewinn,
den uns kein Feind mag rauben.
So spotte jeder der Gefahr
die Freiheit ruft uns allen.
So wills das Recht und es bleibt wahr
wie auch die Lose fallen.
Ja, sinken wir der Übermacht
so woll’n wir doch zur ew’gen Nacht
glorreich hinüberwallen!
-Karl Wilhelm Friedrich von Schlegel, geboren am 10.03.1773 in Hannover – verstorben am 12.01.1829 in Dresden-
(1809)
@DeutscheDD | 3 066 |
| 13 | Wir müssen durch!
Sorgen wir nur dafür, daß wir mit jedem Tage reifer und besser werden!
Wir sind kein Spiel des blinden Zufalls, sondern wir stehen in Gottes Hand, und die Vorsehung leitet uns!
-Luise Auguste Wilhelmine Amalie zu Mecklenburg – Strelitz, geboren am 10.03.1776 in Hannover – verstorben an 19.07.1810 auf Schloss Hohenzieritz-
@DeutscheDD | 2 799 |
| 14 | Wir sind nicht Puristen von der törichten Art, die alle Fremdwörter unserer Sprache vertreiben möchten, um ungewohnte, weniger verständliche deutsche, von eigener schlechter Mache, an ihre Stelle zu setzen;
wo aber gute deutsche Ausdrücke vorhanden sind, diesen die Fremdwörter vorzuziehen, finden wir geschmacklos und verwerflich!
-Ernst Kuno Berthold Fischer, geboren am 23.07.1824 in Sandewalde (Schlesien) – verstorben a, 05.07.1907 in Heidelberg-
@DeutscheDD | 7 521 |
| 15 | Abendlied
Gute Nacht!
Allen Müden sei's gebracht!
Neigt der Tag sich still zu Ende, ruhen alle fleiß'gen Hände,
bis der Morgen neu erwacht:
Gute Nacht! :
Geht zur Ruh!
Schließt die müden Augen zu
Stiller wird es auf den Straßen, und den Wächter hört man blasen,
und die Nacht ruft allen zu:
Geht zur Ruh !
Schlummert süß!
Träumt euch euer Paradies!
Wem die Liebe raubt den Frieden, sei ein sanfter Traum beschieden,
als ob Liebchen ihn begrüß':
Schlummert süß!
Gute Nacht!
Schlummert, bis der Tag erwacht!
Schlummert, bis der neue Morgen kommt mit seinen neuen Sorgen,
ohne Furcht, der Vater wacht;
Gute Nacht!
-Theodor Körner, geboren am 23.09.1791 in Dresden – gefallen am 26.08.1813 im Forst Rosenow bei Lützow-
(Nach einer Volksweise)
@DeutscheDD | 3 337 |
| 16 | Herz, aufglühe dein Blut
Brüder, nun laßt uns schwören
daß wir dem Vaterland gehören
in dessen sicheren Händen
unser Geschick, das Schicksal der Deutschen ruht
Was unser Spruch auch schwört
Wir schwören dem eigenen Leben
Daß wir nur wiedergeben
Was unsern Vätern, den Helden
Die es erstritten, was allen Deutschen gehört
Deutschland, dem wir geweiht
Die Arbeit unserer Hände
An deines Schicksals Wende
Stehn wir erhobener Seele
Und weihen uns dir voll Dankbarkeit
Treue, glüh unverzehrt
Treue, die mit uns geboren
Treue, von der nichts verloren
Wenn auch unsere ewige Seele
Zur ewigen Heimat kehrt
💐 -Heinrich Lersch, geboren am 12.09.1889 in Mönchen-Gladbach – verstorben am 18.06.1936 in Remagen-
@DeutscheDD | 5 193 |
| 17 | Es ruht versenkt an stillem Ort
Tief unter Urwalds Eichen
Ein teurer, bergentrückter Hort
Ein Wunschhort ohnegleichen
Da liegt Herrn Wotans Runenspeer
Dabei Frau Friggas Spule
Dort blinkt der Becher, goldesschwer
Des Königs Ring von Thule
Der Amalungen weißer Schild
Das Schwert Herrn Karls, das scharfe
Leis tönet, wie verträumt, so mild
Des Vogelweiders Harfe
Der Schöppenspruch auf Pergament
Der Schapel holder Maide
Manch Lied, des Sänger niemand kennt
Und steinbespängt Geschmeide
Des Rotbart flatternd Kreuzpanier
Des Rathausdaches Giebel
Der Hansa stolze Flaggenzier
Und Doktor Luthers Bibel
Darüberhin ein Hauch, ein Duft
Kernfirnen Rheinweins brütet
O dringet kühn in diese Gruft
Die quellend Leben hütet
Allauf, Genossen, unverwandt
Laßt nach dem Schatz uns schürfen
Nur reines Herz und reine Hand
Wird ihn erheben dürfen
Er ist nicht tot: er wächst, er blüht
Er steigt uns selbst entgegen
Er will in Geist und in Gemüt
Uns seinen Segen legen
Den Segen deutscher Herrlichkeit
Die Heldenschaft der Ahnen
Laßt uns ihn heben allezeit
Den Volkshort der Germanen
-Ludwig Sophus Felix Dahn, geboren am 09.02.1834 in Hamburg – verstorben am 03.01.1912 in Breslau-
@DeutscheDD | 3 176 |
| 18 | Es liegt in sonn´gen reichen Landen
in ferner Sagen stillem Glanz
die Stadt um die sich innig wanden
der Schönheit und des Ruhmes Glanz
Es streben ihre alten Dome
zum Himmel an in hehrer Macht
und spiegeln sich im hellen Strome
in Herrlichkeit und Zauberpracht
Ich kam als deutscher Bursch gezogen
zu ihrer Burgen stolzem Bau
frischfröhlich wie der Moldau Wogen
im weiten grünen Böhmergau
und drinnen perlte warmes Leben
in deutscher Lust bei Becherklang
das war ein gutes freies Streben
Gott grüß dich froher Burschensang
Wenn Kampfesruf begeisternd hallte
da flammte heiß das deutsche Herz
hoch schwarz-rot-gold uns mahnend wallte
Alldeutschtum dein in Glück und Schmerz
Die Hochwacht, die wir einst erkoren
zu Prag, der deutschgeweihten Stadt
wir geben nimmer sie verloren
wenn auch die Brust oft kampfesmatt
Ob slawisch du dich auch gekleidet
und slawisch nun der Gasse Laut
ob ängstlich man die Deutschheit meidet
du bist aus deutschem Geist erbaut
Dich haben Deutsche einst geschaffen
mit deutschem Fleiß zur goldnen Stadt
es war allzeit auch deutsch Gewaffen
das trutzig dich geschirmet hat
Streitkühnes Prag, so fest gebauet
hast du dich mir ins Herz hinein
wenn auch das Auge nicht mehr schauet
wohl deiner Schönheit lichten Schein
Dahin sind der Begeisterung Stunden
die reich dem Wandrer du geschenkt
doch ist dein Bild ihm nicht entschwunden
wie weit er auch den Schritt gelenkt
-Otto von Pfister–
@DeutscheDD | 3 002 |
| 19 | Glück ist niemals ortsgebunden,
Glück kennt keine Jahreszeit.
Glück hat immer der gefunden,
der sich seines Lebens freut!
💐 -Clemens Wenzeslaus Brentano, geboren am 09.09.1778 in Ehrenbreitstein (heute Koblenz) – verstorben am 28.07.1842 in Aschaffenburg-
@DeutscheDD | 5 125 |
| 20 | Die schöne Buche
Ganz verborgen im Wald kenn' ich ein Plätzchen, da stehet
Eine Buche, man sieht schöner im Bilde sie nicht.
Rein und glatt, in gediegenem Wuchs erhebt sie sich einzeln,
Keiner der Nachbarn rührt ihr an den seidenen Schmuck.
Rings, so weit sein Gezweig der stattliche Baum ausbreitet,
Grünet der Rasen, das Aug' still zu erquicken, umher;
Gleich nach allen Seiten umzirkt er den Stamm in der Mitte;
Kunstlos schuf die Natur selber dies liebliche Rund.
Zartes Gebüsch umkränzet es erst; hochstämmige Bäume,
Folgend in dichtem Gedräng', wehren dem himmlischen Blau.
Neben der dunkleren Fülle des Eichbaums wieget die Birke
Ihr jungfräuliches Haupt schüchtern im goldenen Licht.
Nur wo, verdeckt vom Felsen, der Fußsteig jäh sich hinabschlingt,
Lässet die Hellung mich ahnen das offene Feld.
– Als ich unlängst einsam, von neuen Gestalten des Sommers
Ab dem Pfade gelockt, dort im Gebüsch mich verlor,
Führt' ein freundlicher Geist, des Hains auflauschende Gottheit,
Hier mich zum erstenmal, plötzlich, den Staunenden, ein.
Welch Entzücken! Es war um die hohe Stunde des Mittags,
Lautlos alles, es schwieg selber der Vogel im Laub.
Und ich zauderte noch, auf den zierlichen Teppich zu treten;
Festlich empfing er den Fuß, leise beschritt ich ihn nur.
Jetzo, gelehnt an den Stamm (er trägt sein breites Gewölbe
Nicht zu hoch), ließ ich rundum die Augen ergehn,
Wo den beschatteten Kreis die feurig strahlende Sonne,
Fast gleich messend umher, säumte mit blendendem Rand.
Aber ich stand und rührte mich nicht; dämonischer Stille,
Unergründlicher Ruh' lauschte mein innerer Sinn.
Eingeschlossen mit dir in diesem sonnigen Zauber-
Gürtel, o Einsamkeit, fühlt ich und dachte nur dich!
💐 -Eduard Friedrich Mörike, geboren am 08.09.1804 in Ludwigsburg – verstorben am 04.06.1875 in Stuttgart-
@DeutscheDD | 3 636 |
