Zeit-fuer-einen-Mutausbruch
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Ich bin auf dem Jakobsweg 840 Km von Irun nach Santiago gelaufen, an die Algarve ausgewandert und biete Klangschalen Massagen und Retreats bei mir an
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Heute war mein 7. Umzug innerhalb der letzten 12 Monate. Jetzt wieder zurück im Palmengarten 🌴
Jetzt kommt noch der absolute Brüller. In dieser Funktion filmt man ein paar Sekunden und das Ergebnis ist dann ein Video in Zeitlupe.
Und wie lange geht dieses Video, welches im Original 1:06 Minuten ging?
Richtig! 2:22 Minuten ❤️❤️❤️
Ich habe gerade wieder meine abgemagerte Katze am Strand getroffen und hab ihr was zu essen gegeben. Interessanterweise wollte sie aber nichts essen sondern lieber schmusen 😻
Ein kleiner Blick darauf, wohin die Reise geht
Inzwischen wird für mich immer klarer, wie sich meine verschiedenen Wege und Projekte miteinander verbinden.
„Zeit für einen Mutausbruch“ bleibt meine deutschsprachige Plattform für Gedankenreisen, persönliche Geschichten und Einblicke in mein Leben hier an der Algarve. Ein Ort für all das, was etwas tiefer geht und Raum zum Nachdenken, Fühlen und vielleicht auch für den einen oder anderen Mutausbruch lässt. 😊
Parallel dazu gibt es meine Instagram-Seite „Andy • Soundtherapy“. Dort geht es internationaler zu – mit Fotos und Videos aus der Algarve, Einblicken in meine Arbeit als Klangtherapeut und natürlich auch um die wunderschöne Umgebung, in der ich leben und arbeiten darf. Die Beiträge werden dabei auf Deutsch und Englisch sein.
Und dann gibt es da noch etwas, das sich gerade immer mehr entwickelt:
Ich arbeite an individuellen, ganzheitlichen Intensiv-Auszeitwochen hier bei mir an der Algarve. Keine klassische Auszeit von der Stange, sondern persönliche Zeiten, die wirklich in die Tiefe gehen dürfen mit Klangtherapie, Natur, Ruhe, Begegnung und Raum für das, was gerade gesehen und bewegt werden möchte.
Ich merke gerade immer mehr:
Die verschiedenen Wege beginnen, sich zu einem großen Ganzen zu verbinden.
Und vielleicht ist genau das ja auch ein weiterer Teil meines eigenen Mutausbruchs.
Die letzten Tage bringen mir gerade sehr viel Klarheit und Begegnungen mit Menschen, die für diesen Prozess unglaublich wertvoll und dienlich sind.
Ich sehe inzwischen ziemlich klar, wohin ich möchte.
Und das Spannende daran ist:
Räumlich gesehen bin ich längst angekommen. 🌊☀️
Jetzt geht es darum, auch innerlich und mit meinem Wirken immer mehr dort anzukommen, wo ich eigentlich hin will.
Viele Kommentare sind überhaupt keine Fragen, sondern einfach Gedanken, Erfahrungen oder eine Rückmeldung. Und manchmal gibt es darauf gar nichts zu antworten, außer einem inneren „Dankeschön, dass du das geteilt hast“.
Ich möchte hier keinen Kanal, in dem jeder das Gefühl hat, auf jede Äußerung müsse sofort reagiert werden.
Ich möchte einen Ort, an dem man lesen, schauen, kommentieren, still dabei sein oder auch einfach mal für ein paar Tage verschwinden kann.
Ohne Druck.
Ohne Erwartungen.
Und ohne das Gefühl, dass jemand einem anderen etwas schuldet.
Denn vielleicht beginnt ein kleines Stück innere Freiheit genau dort, wo wir aufhören, die Reaktionen anderer Menschen als Maßstab für unseren eigenen Wert zu nehmen.
Vielleicht dürfen wir manchmal einfach beobachten:
„Ah, da ist gerade eine Erwartung in mir.“
„Ah, das hat mich jetzt getroffen.“
„Ah, ich habe daraus gerade eine Geschichte gemacht.“
Und vielleicht müssen wir diese Geschichte nicht einmal glauben.
Denn das Leben des anderen findet gleichzeitig statt: mit seinen Gedanken, seinem Alltag, seinen Sorgen, seiner Müdigkeit, seinen Prioritäten.
Wir wissen nie, was wirklich dahintersteckt.
Und vielleicht ist das Ego manchmal genau dann am lautesten, wenn wir uns nicht gesehen fühlen.
Nur ein Gedanke von mir für heute. ❤️
Und bevor jetzt jemand denkt, dieser Beitrag sei eine versteckte Botschaft an eine bestimmte Person: Nein. 😊
Es geht mir nicht um einen einzelnen Austritt.
Hier darf jeder kommen und gehen, wie er mag.
Und am Ende landen wir eh erstaunlich häufig wieder bei einer Mitgliederzahl von 222. 😊
Gedankenreise
Wenn sich das Ego in den Vordergrund drängt …
Ich habe vor kurzem zum wiederholten Male eine Beobachtung hier im Kanal gemacht, die mich ein bisschen dazu gebracht hat, über unser Ego und unsere Erwartungen nachzudenken.
Und bevor ich anfange: Ich nehme mich selbst davon ausdrücklich nicht aus. 😊
Ich war letzte Woche unterwegs. Rund 35 Kilometer entfernt, in Lagos.
Zuerst ging es zu Worten, einer Art portugiesischem MediaMarkt, weil ich mir ein neues Handy kaufen wollte. Danach weiter ins Yoga-Studio, wo wir unseren Retreat-Tag im November geplant haben. Anschließend 90 Minuten an den Strand und danach wieder zurück ins Studio, wo ich am Abend eine Klangreise durchgeführt habe.
Ein schöner, voller Tag.
Zwischendurch war ich einmal kurz auf Telegram und sah, dass es einen neuen Kommentar unter einem Beitrag vom Vorabend gab. Ich las ihn, dachte mir meinen Teil und widmete mich wieder meinem Tag.
Am Abend, nach der Klangreise, war ich noch etwas essen. Danach saß ich gemütlich mit meinem Handy da und schaute wieder in meinen Kanal.
Und plötzlich war der Beitrag vom Nachmittag verschwunden.
Der Verfasser war ebenfalls aus dem Kanal ausgetreten.
Natürlich kann hier jeder kommen und gehen, wie er möchte. Das ist völlig in Ordnung und auch überhaupt nicht mein Punkt.
Viel interessanter finde ich das Muster, das dahinterstecken kann.
In ähnlicher Form habe ich das hier schon zwei- oder dreimal erlebt: Jemand kommentiert einen Beitrag, bekommt nicht unmittelbar eine Reaktion von mir und kurze Zeit später ist der Kommentar verschwunden und die Person verlässt den Kanal.
Und genau das hat mich zum Nachdenken gebracht:
Was passiert eigentlich in uns, wenn eine erwartete Reaktion ausbleibt?
Vielleicht kennen wir das alle.
Wir schreiben jemandem und bekommen keine Antwort.
Wir erzählen etwas und niemand reagiert darauf.
Wir zeigen etwas, das uns wichtig ist, und es kommt weniger Resonanz zurück, als wir erwartet haben.
Und plötzlich beginnt unser Kopf, eine Geschichte daraus zu machen.
Aus „keine Antwort“ wird vielleicht:
„Ich werde nicht gesehen.“
Aus „wenig Reaktionen“ wird:
„Das interessiert hier offenbar niemanden.“
Oder aus „Der Admin hat meinen Kommentar nicht beantwortet“ wird:
„Dann bin ich hier wohl nicht erwünscht.“
Dabei wissen wir eigentlich gar nicht, was beim anderen gerade los ist.
Vielleicht hatte jemand keine Zeit.
Vielleicht hat jemand den Beitrag gelesen und wusste nichts darauf zu antworten.
Vielleicht war jemand gerade unterwegs.
Vielleicht ist jemand einfach ein stiller Leser.
Oder vielleicht wurde der Kommentar gelesen, aber gerade war keine Energie für eine Antwort da.
Nicht jede ausbleibende Reaktion ist eine persönliche Ablehnung.
Und genau hier finde ich den Gedanken an unser Ego spannend.
Denn unser Ego möchte gesehen werden. Es möchte Bestätigung. Es möchte Resonanz. Und wenn diese ausbleibt, kann sich das manchmal erstaunlich schnell persönlich anfühlen.
Aber ist es wirklich das Verhalten des anderen, das uns verletzt?
Oder ist es unsere Erwartung an sein Verhalten?
Für mich ist das ein großer Unterschied.
Ich schreibe hier fünf- bis sechsmal pro Woche. Ich teile Gedanken, Erlebnisse, Fotos und Videos von der Algarve. Ich nehme Menschen mit in meinen Alltag, erzähle von schönen Momenten und manchmal auch von weniger schönen.
Natürlich freue ich mich über Reaktionen.
Und ganz besonders freue ich mich über Kommentare, weil dadurch Austausch entsteht.
Aber ich käme ehrlich gesagt nie auf die Idee, nach einem Beitrag zu denken:
„Warum hat darauf eigentlich kaum jemand reagiert?“
Oder:
„Warum hat niemand meinen Kommentar beantwortet?“
Wenn ich irgendwo kommentiere, dann tue ich das, weil ich etwas dazu sagen möchte. Aus freien Stücken. Nicht, weil ich im Gegenzug eine Antwort erwarte.
Genauso gehe ich davon aus, dass die Menschen hier aus freien Stücken kommentieren.
Ich lese übrigens tatsächlich alle Kommentare. Auch wenn ich nicht automatisch auf jeden einzelnen antworte.
