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Zeit-fuer-einen-Mutausbruch

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Ich bin auf dem Jakobsweg 840 Km von Irun nach Santiago gelaufen, an die Algarve ausgewandert und biete Klangschalen Massagen und Retreats bei mir an

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Indem ich mich zeige. Indem ich fühle. Indem ich nicht jedes Mal zurück in mein Schneckenhaus krieche, sobald es irgendwo weh tun könnte. Der Einsiedlerkrebs Vielleicht ist das gerade meine ganz persönliche Lektion. Der Einsiedlerkrebs trägt sein schützendes Haus mit sich herum. Es gibt Sicherheit. Schutz. Rückzug. Aber irgendwann muss auch er sein Haus verlassen, wenn er wachsen möchte. Und genau das fühlt sich für mich gerade ein bisschen so an. Der Einsiedlerkrebs darf lernen, sein schützendes Haus zu verlassen. Nicht, weil die Welt plötzlich ungefährlich geworden ist. Nicht, weil Verletzungen nicht mehr möglich wären. Sondern weil ein geschütztes Leben nicht automatisch ein erfülltes Leben ist. Vielleicht bedeutet Heilung nicht, irgendwann nichts mehr zu fühlen. Vielleicht bedeutet Heilung vielmehr, wieder so viel zu fühlen, ohne daran kaputtzugehen. Und vielleicht ist genau das mein Buch. Nicht die Geschichte eines Mannes, der irgendwann alles verstanden und geheilt hat. Sondern die Geschichte eines Mannes, der immer wieder aufmacht. Der fühlt. Der schreibt. Der sich zeigt. Der manchmal Angst bekommt und sich trotzdem immer wieder entscheidet, die Tür einen Spalt weiter zu öffnen. Eine Geschichte ohne festgelegtes Ende. Nicht einmal ich kenne es. Denn das Leben schreibt schließlich mit. Und wer weiß … Vielleicht sitzen wir gerade erst bei den ersten Kapiteln.
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Blogbeitrag Warum schreibst du nicht mal ein Buch? Über das Schreiben, das Fühlen und den Mut, die eigene Schutzmauer wieder ein Stück weit zu öffnen. Diese Frage lese ich von euch immer wieder einmal. Und jedes Mal muss ich ein bisschen schmunzeln, denn wenn ihr wüsstet … Ich bin doch längst dabei. Mein Buch entsteht bereits. Nicht irgendwann. Nicht mit einem festen Plan, einem Inhaltsverzeichnis und einem vorgegebenen Ende. Es entsteht in Echtzeit. Während das Leben sich zeigt. Ich weiß oft selbst nicht, worüber ich als Nächstes schreiben werde. Ich setze mich nicht hin und denke: Heute schreibe ich über dieses oder jenes Thema. Meistens passiert etwas ganz anderes. Eine Alltagsszene. Ein Satz, den jemand sagt. Eine Begegnung. Ein Blick. Ein Moment, der mich berührt. Manchmal etwas völlig Unspektakuläres, das in mir plötzlich etwas zum Klingen bringt. Und dann weiß ich: Darüber möchte ich schreiben. Vielleicht seid ihr deshalb längst mitten in meinem Buch. Ihr lest nicht nur fertige Geschichten. Ihr seid live dabei, während sie entstehen. Seite für Seite, Begegnung für Begegnung, Gefühl für Gefühl. Und vielleicht wird dieses Buch niemals ein Buch im herkömmlichen Sinne werden. Vielleicht gibt es kein richtiges Ende. Vielleicht ist es ein fortlaufendes Buch. Denn solange ich lebe, passiert etwas. Und solange etwas in mir passiert, möchte ich schreiben. Schreiben ist mein Ventil Ich glaube, wenn ich nicht schreiben würde, würde ich irgendwann innerlich platzen. Schreiben ist mein Ventil. Viele Jahre war dieses Ventil allerdings fest verschlossen. Ich hatte mir eine ziemlich dicke Schutzschicht zugelegt. Ich war verschlossen. Unnahbar. Und wahrscheinlich für andere Menschen manchmal auch schwer zu erreichen. Es war sicherer so. Wenn man nichts zu nah an sich heranlässt, kann man auch nicht so leicht verletzt werden. Irgendwann habe ich angefangen, dieses Ventil wieder zu öffnen. Und damit habe ich mich gleichzeitig wieder verletzbarer gemacht. Denn wer sich öffnet, fühlt. Und ich fühle ziemlich viel. Oft sogar viel zu viel. Die schönen Dinge genauso intensiv wie die schweren. Ich kann mich unglaublich tief über die kleinen Wunder des Lebens freuen, über Begegnungen, über einen besonderen Moment, über Licht, Natur, Nähe oder einen Satz, der genau im richtigen Augenblick fällt. Aber diese Intensität hat eben auch eine andere Seite. Melancholie kann mich tief erwischen. Traurigkeit ebenso. Manchmal reicht ein Lied, ein Geruch, ein Buch oder ein einziger Satz und plötzlich ist da dieses Gefühl, das sich seinen Weg durch alle Schutzschichten bahnt. Vielleicht ist das der Preis dafür, wieder wirklich zu fühlen. Und vielleicht ist es gar kein Preis. Vielleicht ist es das Leben. Vom Ende der Einsamkeit Gestern habe ich „Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells gelesen. Was für ein wunderschönes, trauriges Buch. Es erzählt von drei Geschwistern, die früh ihre Eltern durch einen Autounfall verlieren und daraufhin in ein Internat kommen. Abwechselnd wird aus ihrem Leben erzählt, von ihren Verlusten, ihren Beziehungen, ihren Entscheidungen und von dem, was sie aus ihrer Geschichte machen. Und während ich gelesen habe, habe ich nicht einfach nur gelesen. Ich habe mitgelebt. Mitgefühlt. Gelitten. Und mich an so vielen Stellen selbst wiedergefunden. Vielleicht ist es genau das, was gute Bücher können. Sie erzählen nicht nur eine Geschichte von anderen Menschen. Manchmal halten sie einem plötzlich einen Spiegel hin. Und wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, dann ist dieser Titel vermutlich nicht ganz zufällig bei mir gelandet. Vom Ende der Einsamkeit. Denn vielleicht ist da ein Teil in mir, der sich nach Nähe sehnt und gleichzeitig Angst davor hat. Angst, wieder verletzt zu werden. Angst, mich zu öffnen und irgendwann festzustellen, dass ich mich besser geschützt hätte. Und gleichzeitig weiß ich: Ich werde diese Angst nicht dadurch heilen, dass ich mich wieder verschließe. Ich werde sie nur heilen können, indem ich es riskiere. Indem ich wieder Nähe zulasse.
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Hier bei mir ist gerade Land unter. Mein Handy schaltet sich alle paar Sekunden von selbst aus und macht mich langsam wahnsinnig. Deshalb war ich am Montag in Lagos in einem Handy-Laden und habe dort einen neuen Akku bestellt ohne überhaupt zu wissen, ob der Akku tatsächlich die Ursache ist und wann er ankommt. Irgendwie passt das gerade erschreckend gut zu meiner aktuellen Situation: Man versucht, irgendetwas zu reparieren, ohne eigentlich zu wissen, wo das Problem überhaupt liegt. Im Moment benutze ich das Handy meiner Mutter mit meiner SIM-Karte. Wenigstens telefonisch, per SMS und seit ein paar Minuten auch wieder über Telegram bin ich damit einigermaßen erreichbar. Bei den ganzen Apps wird es dann allerdings völlig absurd: Ich habe mehrere auf dem Ersatzhandy installiert, aber bei der Anmeldung wird der PIN jeweils auf das alte Handy geschickt. Genau auf das Handy also, das alle paar Sekunden ausgeht. 🤦‍♀️ Ich könnte darüber fast lachen, wenn es nicht gerade so gut zu allem anderen passen würde, was hier im Moment passiert. Und ehrlich gesagt liegen meine Nerven inzwischen ziemlich blank. Gestern bin ich durch ein richtig tiefes Tal der Tränen gegangen. In genau dieser Stimmung ist mir dann ein Buch in die Hände gefallen, das ich tatsächlich gestern in einem Stück durchgelesen habe. Es hat mich unglaublich tief berührt und gleichzeitig an einigen Stellen sehr getriggert. Und so wurde aus einem ohnehin schon emotionalen Tag ein einziger Heultag. Vielleicht musste das aber auch einfach mal sein. Vielleicht gibt es Momente, in denen man gar nichts mehr festhalten kann und irgendwann einfach nur noch die Schleusen aufgehen. Dann bleibt einem eigentlich nichts anderes übrig, als die Tränen laufen zu lassen und irgendwie durch diesen Moment hindurchzugehen. Und als wäre das alles noch nicht genug gewesen, lief mir gestern Abend auch noch ein Igel vors Auto, den ich leider überfahren habe. Das hat mir dann endgültig den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich weiß natürlich, dass es ein Unfall war und ich es nicht verhindern konnte und trotzdem hat es mich unglaublich getroffen und mir ein sehr schlechtes Gefühl gegeben. Es war einfach einer dieser Tage, an denen wirklich alles zusammenkommt. Und vielleicht darf man dann auch einfach mal sagen: Es ist gerade zu viel.
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Bom dia ☀️
Bom dia ☀️
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Nachdem mein Handy wieder den halben Tag nicht "auf das System" zugreifen konnte jetzt nur kurzes boa noite von mir und ein B
Nachdem mein Handy wieder den halben Tag nicht "auf das System" zugreifen konnte jetzt nur kurzes boa noite von mir und ein Blick von oben auf den Clérigo. Darüber Julian Heppt über die aktuellen Energien.
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https://youtu.be/fRAPPlOe0Us?is=gApAfWFxIAWRmC1T
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After beach Party
After beach Party
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Boa noite 🌊❤️+3
Boa noite 🌊❤️
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Голосове повідомлення
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Die liebe Pari packt ihre Gedanken in gesprochene Worte während ich meine eher niederschreibe. Hab herzlichen Dank dafür ❤️☀️🌊
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Und vielleicht ist genau das die eigentliche Herausforderung: Nicht sofort eine Erklärung zu brauchen. Nicht alles in richtig oder falsch, real oder nicht real einordnen zu müssen. Einfach einmal stehenzubleiben und zu sagen: Ich sehe es. Ich fühle es. Ich kann es nicht erklären. Und ich lasse es trotzdem zu. Vielleicht ist das „System“ tatsächlich nicht mehr verfügbar. Und vielleicht ist die wichtigere Frage am Ende gar nicht, ob ich gerade auf eine andere Zeitlinie gewechselt habe. Sondern: Was, wenn ich einfach beginne, meiner eigenen Wahrnehmung wieder zu vertrauen ohne ihr gleichzeitig blind glauben zu müssen? Ich weiß mal wieder, dass ich nichts weiß. Aber vielleicht ist genau dort gerade etwas Neues möglich.
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Blogbeitrag Das System ist nicht mehr verfügbar Es wird immer verrückter. Oder vielleicht bin es auch ich. Ich schrieb vor zwei Tagen darüber, dass ich einmal davon ausgehen könnte, dass alles zu meinem Besten passiert. Und dann kam der Beitrag, in dem es darum ging, seine Stimme und seine Souveränität zurückzuholen. Dann war da dieses subjektive Empfinden, dass sich in den letzten Tagen irgendetwas verändert hat. Angefangen mit einem neuen Blauton am Himmel. Und diesem innerlichen Gefühl, das ich nicht wirklich greifen oder in Worte fassen kann. Dazu kommt, dass ich hier immer wieder Menschen begegne, die mich „anstarren“. Und dann gibt es Menschen, die mich plötzlich mit meinem Namen ansprechen und ich habe keine Ahnung, woher ich sie kenne. Kann es sein, dass ich auf verschiedenen Zeitlinien hin und her springe? Gibt es überhaupt verschiedene Zeitlinien? Verliere ich den Verstand oder lässt einfach mein Gedächtnis nach? Neben der Sehstärke, die zuletzt ebenfalls deutlich nachlässt. Und wie entsteht eigentlich der Mandela-Effekt? Also dieses Phänomen, bei dem sich viele Menschen an ein Ereignis oder eine Tatsache auf eine bestimmte Art erinnern, obwohl es angeblich so nie stattgefunden hat? Dann waren da die Sonnen- und Mondfinsternis. Die Schumann-Frequenz, die zuletzt angeblich völlig außer Rand und Band war. Was passiert hier gerade? Gestern war ich am Strand. Ich hatte noch mit einer Bekannten per WhatsApp kommuniziert und bin dann in den Atlantik zum Baden gegangen. Als ich wieder herauskam, wollte ich schauen, ob noch eine Nachricht von ihr gekommen war. Mein Handy war aus. Was mich WUNDERte. Ich wollte es wieder starten, aber es kam lediglich eine Anzeige, die sinngemäß sagte: Das System funktioniert nicht mehr. Es war nichts zu machen. Ich musste lachen und erinnerte mich an meinen Beitrag: „Geh mal davon aus, dass alles zu Deinem Besten passiert.“ War das der Moment, auf den ich seit sechs Jahren warte? Hat das System fertig? Gehen wir jetzt in eine neue Zeitlinie, Dimension oder wie auch immer man es nennen möchte? Interessanterweise fühlte es sich wie eine Erleichterung an. Obwohl wirklich alles über mein Handy läuft. Ich war also mit einem Schlag komplett von allem abgeschnitten. Ich kam an nichts und niemanden mehr heran. War es einfach nur der Moment, in dem mein Handy den Geist aufgegeben hat? War es ein Wechsel in ein „neues System“? Hat mir das System vielleicht einfach demonstriert, wie abhängig ich immer noch davon bin? Oder verliere ich langsam tatsächlich den Verstand? Heute Morgen wurde ich wach und mein Handy zeigte noch immer dasselbe Bild. „Sie sehen, dass Sie nichts sehen.“ Ich ging ins Bad, duschte und kam noch halbnass in die Küche zurück. Noch ein Versuch. Zum x-ten Mal ausschalten. Wieder einschalten. Und plötzlich: „Geben Sie bitte Ihren PIN ein.“ Das Display erschien wie gewohnt. Und aktuell habe ich wieder Zugriff. Ich hatte heute Nacht einen sehr schrägen Traum. Ich weiß allerdings nicht mehr, worum es darin ging. Was erlebe ich hier gerade? Früher hätte ich über mich selbst wahrscheinlich gesagt: „Jetzt dreht er ganz durch.“ Ich kann das auch heute nicht komplett ausschließen. Und gleichzeitig habe ich dieses Gefühl, dass hier gerade etwas Größeres passiert. Was? Ich habe keine Ahnung. Vielleicht ist es einfach nur mein Handy, das beschlossen hat, für ein paar Stunden nicht mehr mitzumachen. Vielleicht ist es mein Kopf, der gerade versucht, aus einzelnen Beobachtungen eine Geschichte zu bauen. Vielleicht gibt es tatsächlich Dinge zwischen Himmel und Erde, für die ich noch keine Erklärung habe. Vielleicht gibt es keine Zeitlinien, keine Dimensionen und keinen großen Plan. Vielleicht aber doch. Ich weiß es nicht. Und zum ersten Mal habe ich das Gefühl, dass ich das auch gar nicht wissen muss. Vielleicht geht es gerade überhaupt nicht darum, herauszufinden, was hier passiert. Vielleicht geht es darum, wahrzunehmen, dass etwas passiert. In mir. Um mich herum. Oder vielleicht auch nur in meiner Wahrnehmung.
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Bom dia, gleich folgt wohl einer meiner "schrägsten" Blogbeiträge, den ich je geschrieben habe 🤓
Bom dia, gleich folgt wohl einer meiner "schrägsten" Blogbeiträge, den ich je geschrieben habe 🤓
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Vor zwei Wochen hatten wir den Höhepunkt der Tourismussaison erreicht. Mittlerweile werden es von Tag zu Tag ein paar Tourist
Vor zwei Wochen hatten wir den Höhepunkt der Tourismussaison erreicht. Mittlerweile werden es von Tag zu Tag ein paar Touristen weniger, und die gewohnte „Normalität“ rückt langsam wieder näher. Aktuell ist es noch gut besucht, gleichzeitig aber angenehm und gut verträglich. Wer Ruhe und Erholung sucht, findet sie ebenso wie diejenigen, die gerne Gesellschaft und Anschluss suchen. Es ist also eine schöne Mischung aus Leben und Gelassenheit.
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Und vielleicht ist genau das der Moment, in dem wir unsere Stimme zurücknehmen. Nicht aus der Urne. Sondern zu uns selbst.
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Und auch nicht über Menschen, die vielleicht etwas sehen, das ich selbst noch nicht sehe. Vielleicht besteht Bewusstsein nicht darin, irgendwann über allen anderen zu stehen. Vielleicht besteht es darin, immer weniger das Bedürfnis zu haben, über dem anderen stehen zu müssen. Die Urne Und dann ist da dieses interessante Bild der Wahl. Menschen geben ihre Stimme ab. Sie gehen zur Wahl und werfen ihre Stimme in eine Urne. Als Symbol finde ich dieses Bild bemerkenswert. Wo gebe ich meine Stimme ab? Nicht nur politisch. Sondern in meinem eigenen Leben. Wem gebe ich meine Macht? Wem überlasse ich die Deutung meiner Wirklichkeit? Welche Meinung darf bestimmen, was ich fühle? Welche Schlagzeile entscheidet darüber, ob ich Angst habe? Welche Gruppe bestimmt, wen ich für gut oder böse halte? Welcher Mensch darf mir sagen, wer ich bin? Welche äußere Autorität brauche ich, um zu wissen, was für mich wahr ist? Und wie oft gebe ich meine eigene innere Stimme ab, nur um dazuzugehören? Vielleicht liegt genau dort ein Teil unserer Unfreiheit. Nicht darin, dass andere Menschen Macht über uns haben. Sondern darin, dass wir ihnen diese Macht geben. Souveränität bedeutet, die Verantwortung für meine Wahrnehmung wieder zu mir zurückzuholen. Nicht alles zu glauben. Aber auch nicht alles zu bezweifeln. Nicht jede offizielle Erzählung für die Wahrheit zu halten. Aber auch nicht jede alternative Erzählung automatisch für die größere Wahrheit. Nicht gegen andere zu kämpfen. Sondern zunächst einmal zu beobachten, was in mir passiert, wenn jemand etwas sagt, das meinem Weltbild widerspricht. Warum werde ich wütend? Warum möchte ich den anderen sofort überzeugen? Warum muss ich beweisen, dass ich recht habe? Warum fühlt sich eine andere Meinung manchmal wie ein persönlicher Angriff an? Vielleicht beginnt genau dort das Entfernen eines Schleiers. Nicht beim anderen. Bei mir. Deshalb geht es für mich bei diesem Beitrag am Ende überhaupt nicht um eine bestimmte Partei. Es geht nicht darum, wer bei der nächsten Wahl sein Kreuz wo macht. Es geht um etwas, das für mich viel tiefer liegt. Es geht um die Frage: Bin ich wirklich souverän, wenn meine gesamte Wahrnehmung von äußeren Narrativen bestimmt wird? Kann ich einem Menschen zuhören, ohne seine Meinung übernehmen oder ihn abwerten zu müssen? Kann ich eine Information aufnehmen, ohne sofort eine Identität daraus zu machen? Kann ich meine Meinung ändern, ohne mich selbst zu verlieren? Kann ich sagen: „Ich weiß es nicht“? Kann ich anerkennen, dass meine bisherige Sicht vielleicht nur ein Ausschnitt war? Und kann ich gleichzeitig akzeptieren, dass auch meine heutige Erkenntnis nicht das Ende der Entwicklung sein muss? Den Schleier entfernen Vielleicht bedeutet Erwachen deshalb gar nicht, irgendwann „die Wahrheit“ gefunden zu haben. Vielleicht bedeutet Erwachen, immer wieder zu erkennen, wo ich glaube, die Wahrheit bereits vollständig gefunden zu haben. Vielleicht geht es nicht darum, von einer Matrix in eine andere zu wechseln. Sondern darum, die Schleier wahrzunehmen. Einen nach dem anderen. Den Schleier der Angst. Den Schleier der Identifikation. Den Schleier des Rechthabenmüssens. Den Schleier der Zugehörigkeit. Den Schleier der Trennung. Und vielleicht irgendwann sogar den Schleier des Gedankens, dass ich selbst schon angekommen sei. Denn vielleicht ist Souveränität nicht der Zustand, in dem ich niemandem mehr glaube. Vielleicht ist Souveränität der Zustand, in dem ich meine Wahrnehmung nicht mehr aus der Hand gebe. Ich kann zuhören. Ich kann prüfen. Ich kann fühlen. Ich kann beobachten. Ich kann meine Meinung vertreten. Und ich kann sie morgen wieder verändern. Nicht weil jemand anderes mich dazu zwingt. Sondern weil ich mir selbst erlaube, weiterzugehen. Die eigentliche Wahl findet nicht alle vier Jahre in einer Wahlkabine statt. Sie findet jeden Tag statt. In jedem Gedanken. In jeder Reaktion. In jedem Moment, in dem ich entscheiden kann, ob ich einen weiteren Schleier über meine Wahrnehmung lege oder einen entferne.
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Blogbeitrag Die Wahl, die keine politische Wahl ist Heute Morgen war ich kurz auf Facebook. Eigentlich ohne besondere Absicht. Ich landete bei dem Beitrag einer jungen Frau, die erklärte, warum sie am Wochenende eine bestimmte Partei wählen wird. Soweit so gut. Ich habe den Beitrag gelesen und bin dann, wie das bei Facebook eben so ist, aus reiner Neugier weiter in die Kommentare gerutscht. Und plötzlich fühlte es sich an, als wäre ich in eine andere Welt geraten. Nicht, weil dort „schlechte“ oder „dumme“ Menschen geschrieben hätten. Das wäre mir viel zu einfach. Sondern weil ich beim Lesen immer deutlicher wahrgenommen habe, wie unterschiedlich Menschen offenbar ihre Wirklichkeit erleben. Da waren Wut, Angst, Empörung, Schuldzuweisungen, Feindbilder, Überzeugungen und die absolute Gewissheit darüber, wer die Guten und wer die Bösen sind. Menschen, die sich gegenseitig bekämpfen, während jeder Einzelne davon überzeugt ist, die Realität zu erkennen. Und irgendwann hatte ich dieses eigenartige Gefühl: Vielleicht schauen wir alle auf dieselbe Welt und leben trotzdem in völlig unterschiedlichen Welten. Auf verschiedenen Zeitlinien Man könnte es psychologisch erklären. Man könnte von Wahrnehmungsfiltern sprechen, von Prägungen, Glaubenssätzen, Algorithmen oder Gruppendynamiken. Oder man benutzt eine spirituellere Sprache und spricht von unterschiedlichen Bewusstseinsebenen, Zeitlinien oder der Matrix. Als Bild für die vielen Schichten, die zwischen uns und der Wirklichkeit liegen. Wir wachsen in bestimmte Vorstellungen hinein. Wir übernehmen Meinungen. Wir lernen, was richtig und falsch ist. Wir entwickeln Identitäten. Wir entscheiden irgendwann, zu welcher Gruppe wir gehören. Und dann beginnen wir, die Welt durch genau diesen Filter zu betrachten. Was nicht hineinpasst, wird abgelehnt. Was die eigene Sicht bestätigt, wird gesucht. Und je stärker wir uns mit unserer Position identifizieren, desto realer erscheint uns diese Position. Der Schleier wird zum Himmel. Wir sehen nicht mehr, dass wir durch einen Schleier schauen. Wir sehen nur noch das, was hinter ihm liegt. Menschen kämpfen auf den unteren Ebenen der Matrix Während ich diese Kommentare las, musste ich an die Vorstellung verschiedener Schleier denken. Vielleicht gibt es nicht die eine Matrix. Vielleicht besteht sie aus unzähligen Schichten. Eine Schicht ist die politische Identität. Eine andere die Angst. Eine andere das Bedürfnis nach Sicherheit. Eine andere das Bedürfnis, recht zu haben. Eine andere die Identifikation mit einer Nation, einer Religion, einer Ideologie oder einer gesellschaftlichen Gruppe. Und darunter liegen vielleicht noch viel subtilere Schichten. Die Vorstellung davon, wer ich bin. Was ich verdient habe. Was möglich ist. Was unmöglich ist. Was ich glauben darf. Wer ich sein darf. Wovor ich Angst haben muss. Wen ich lieben darf. Wen ich ablehnen muss. Und manchmal habe ich den Eindruck, dass Menschen sich innerhalb dieser Schichten gegenseitig zerfleischen, ohne überhaupt zu bemerken, dass sie sich innerhalb eines Systems von Überzeugungen bewegen. Sie halten ihre Wahrnehmung für die Wirklichkeit. Dabei ist sie vielleicht nur ein Ausschnitt. Ein Filter. Ein Schleier. Und dann kommt die Falle An dieser Stelle lauert allerdings eine sehr interessante Falle. Denn sobald ich erkenne, dass andere Menschen in ihren Schleiern gefangen sein könnten, entsteht sehr schnell ein neues Ego. Dann denke ich vielleicht: Ich habe es verstanden. Die anderen noch nicht. Ich bin erwacht. Sie schlafen. Ich sehe die Matrix. Sie sind darin gefangen. Ich befinde mich auf einer höheren Bewusstseinsebene. Und genau hier beginnt für mich die eigentliche Arbeit. Denn was, wenn auch das nur ein weiterer Schleier ist? Was, wenn der Gedanke, „weiter“ zu sein als andere, selbst eine Form von Identifikation ist? Deshalb möchte ich mich nicht erheben. Nicht über Menschen, die anders denken als ich. Nicht über Menschen, die bestimmte Dinge noch nicht sehen.
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Hab noch ein kleines Video von gestern Abend für Euch. 🌅✨ Diese Aufnahmen sind gegen 20:30 Uhr bei uns am Praia Monte Clérig
Hab noch ein kleines Video von gestern Abend für Euch. 🌅✨ Diese Aufnahmen sind gegen 20:30 Uhr bei uns am Praia Monte Clérigo entstanden. Ein Ort, den ich einfach als magisch empfinde. Und tatsächlich sieht es hier fast jeden Abend so aus. Trotzdem berührt es mich immer wieder aufs Neue ganz tief. Von genau hier aus möchte ich in den nächsten Tagen auch mal einen ersten Livechat mit Euch starten. Im Livechat könnt Ihr mir Fragen stellen rund um die Algarve, das Thema Auswandern, Pilgern, die Wahrnehmung aktueller Energien und vieles mehr. 🌿 Wenn Ihr mögt, könnt Ihr mir Eure Fragen auch schon im Vorfeld schicken. Dann kann ich sie im Livechat aufgreifen oder je nach Thema auch mal ausführlicher separat beantworten bzw. einen eigenen Beitrag dazu machen.
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Bom Dia, Wie oft denkst du an den Strand? Wünsche um bom fim de semana (ein schönes Ende der Woche)
Bom Dia, Wie oft denkst du an den Strand? Wünsche um bom fim de semana (ein schönes Ende der Woche)
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