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Tägliche Inspiration aus dem Geist der Weissagung Ein Kanal von Johannes Kolletzki
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HIMMLISCHE FREUDE (5/9)
In allen Dingen und jederzeit dürfen Gottes Kinder sich freuen. Kommen Schwierigkeiten und Probleme, dürfen sie sich freuen, weil sie Gottes weiser Vorsehung vertrauen können. Wir müssen nicht erst auf Glücksgefühle warten – im Glauben dürfen wir die Verheißungen beanspruchen und Gott ein Danklied anstimmen.
Wenn Satan dich versucht, dann sprich nicht über Zweifel oder Dunkelheit. Du kannst bestimmen, wer dein Herz und deine Gedanken beherrschen soll. Entscheidest du dich, den Einflüsterungen des Bösen die Tür zu öffnen, werden Misstrauen und rebellische Fragen in dir aufkommen. Du kannst deine Gefühle aussprechen, aber jedes zweifelnde Wort ist wie ein Samenkorn, das im Leben anderer aufgeht und Frucht bringt, und du kannst den Einfluss deiner Worte nicht wieder rückgängig machen. Selbst wenn du dich aus den Anfechtungen und Schlingen Satans wieder befreien kannst, mag es sein, dass andere durch deinen Unglauben so ins Wanken geraten, dass sie nicht mehr herausfinden. Wie wichtig ist es, dass wir vor anderen nur das reden, was ihnen geistliche Kraft und Erkenntnis gibt! Wir wollen uns bemühen, Menschen aufzubauen und zu Jesus zu führen, den wir lieben, obwohl wir Ihn nicht sehen, und über den wir uns mit unaussprechlicher und herrlicher Freude freuen dürfen.
Review and Herald, 11. Februar 1890
| 2 | HIMMLISCHE FREUDE (4/9)
Christus reinigt den Tempel im Himmel von den Sünden des Volkes, und wir müssen auf der Erde mit Ihm zusammenwirken, indem wir den Seelentempel von seinem Schmutz reinigen. Wenn wir das tun, werden wir merken, wie der wunderbare Einfluss von Gottes Geist in unser Leben kommt. Gnade, Frieden und Stärke treten an die Stelle von Streit und Schwäche. Nicht mehr Entmutigung und Finsternis, sondern Gottes Licht, Liebe und Freude sind unser Gesprächsthema. Unsere Aufmerksamkeit gilt den unsichtbaren Dingen, die nicht zeitlich, sondern ewig sind.
Wenn wir so leben, nähern sich Engel Gottes, um uns göttliche Kraft zu bringen und menschliche Schwachheit mit himmlischer Stärke zu verbinden. Dann wachsen wir in das Bild unseres Herrn hinein. Wir lernen, an Ihn zu glauben und unsere Seelen Ihm als treuem Schöpfer anzubefehlen. Der Apostel sagt: „Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.“ (Philipper 2,13) Die Folge ist, dass unsere geistigen und geistlichen Fähigkeiten zunehmen. In Christi Schule lernen wir, wie man geistlich stark bleibt. Wir nähren uns von Gottes Wort und machen die segensreiche Erfahrung, die der Apostel mit den Worten beschreibt: „Ihn liebt ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht, und über ihn werdet ihr euch jubelnd freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude.“ (1. Petrus 1,8)
Review and Herald, 11. Februar 1890 | 596 |
| 3 | HIMMLISCHE FREUDE (3/9)
Wir dürfen nicht meinen, wir könnten Prüfungen aus dem Weg gehen, denn der Apostel sagt: „Damit die Bewährung eures Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird) Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi.“ (1. Petrus 1,7) Gold wird im Feuer von Schlacken geläutert, aber ein durch Prüfungen geläuterter Glaube ist kostbarer als feines Gold. Lasst uns darum vernünftig mit Schwierigkeiten umgehen, nicht missmutig und unzufrieden. Wir sollten keine falschen Schritte unternehmen, nur um eine Prüfung abzukürzen. In schweren Zeiten müssen wir uns an Gott und Seine Zusagen halten.
Manche haben mich gefragt: „Verlierst du in Schwierigkeiten nicht auch mal den Mut?“ Meine Antwort war: „Ja, wenn du damit traurig oder niedergeschlagen meinst.“ „Hast du nicht mit anderen über deine Gefühle gesprochen?“ „Nein. Es gibt eine Zeit zu schweigen und seine Zunge zu zügeln, und ich habe mir vorgenommen, kein Wort des Zweifels oder der Dunkelheit auszusprechen und keinen Schatten auf die Menschen zu werfen, mit denen ich zu tun habe. Ich habe mir gesagt: Ich will das Feuer des Schmelzers ertragen, es wird mich nicht verzehren. Wenn ich rede, dann von Licht, von Glauben und Hoffnung auf Gott, von Gerechtigkeit, Güte und der Liebe Christi, meines Heilands. Meine Worte sollen die Gedanken anderer auf den Himmel und himmlische Dinge lenken, auf Christi Dienst im Himmel für uns und unser Werk auf der Erde für Ihn.“
Review and Herald, 11. Februar 1890 | 667 |
| 4 | HIMMLISCHE FREUDE (2/9)
Ich bin dankbar, dass wir nicht zur Beute Satans werden müssen. Wir brauchen nicht mal hier-, mal dorthin getrieben zu werden. Wir brauchen nicht von Satans Täuschungen geblendet zu werden. Wir können uns die Augen salben lassen, damit wir die Dinge sehen, wie sie wirklich sind. Gottes Kinder sollten Satan nicht erlauben, sich zwischen sie und Gott zu stellen, denn wenn du das zulässt, wird er dir einreden, dass deine Probleme die schlimmsten und unerträglichsten sind, die je ein Mensch durchgemacht hat. Er wird dir die Lupe vor Augen halten und alles aufblähen, damit du von Entmutigung überwältigt wirst. Deine Augen sollten mit der himmlischen Salbe gesalbt sein. Mach Gottes Wort zu deinem Ratgeber! Demütige deine zweifelnde Seele vor Gott, und sprich mit zerbrochenem Herzen: „Ich bringe meine Last zu dir. Ich kann sie nicht tragen, sie ist mir zu schwer. Ich lege sie meinem mitfühlenden Erlöser zu Füßen.“
Review and Herald, 11. Februar 1890 | 724 |
| 5 | HIMMLISCHE FREUDE (1/9)
„Das schnell vorübergehende Leichte unserer Bedrängnis bewirkt uns ein über die Maßen überreiches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit, da wir nicht das Sichtbare anschauen, sondern das Unsichtbare; denn das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare aber ewig.“ (2. Korinther 4,17f) Wenn unsere Gedanken auf das Ewige ausgerichtet sind, nicht auf das Irdische, ergreifen wir eine Hand, die unendlich mächtig ist. Was also sollte uns traurig machen? Was uns zweifeln lassen? Was sollte uns vom Herrn trennen? Paulus sagt: „Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ (Römer 8,38f)
Review and Herald, 11. Februar 1890 | 856 |
| 6 | 🌱 Die Anmeldung ist eröffnet!
Wir freuen uns, dass ihr euch ab sofort für die AdAgrA Europa-Konferenz 2027 anmelden könnt.
📅 5.–10. Januar 2027
📍 Hohegrete, Deutschland
Freut euch auf mehrere Tage mit praktischen Workshops, inspirierenden Vorträgen, Gemeinschaft und Ermutigung rund um Landwirtschaft, Leben auf dem Land, Gesundheit, Bildung und ein praktisches christliches Leben.
Hauptreferenten:
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• Gabriel McClover
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Alle Informationen und die Anmeldung findet ihr hier:
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🌿 Bitte teilt diese Nachricht mit euren Freunden und allen, die sich dafür interessieren könnten! | 869 |
| 7 | Wir, die wir durch Übertretung von Gottes Gesetz gefallen sind, haben einen Fürsprecher beim Vater, Jesus Christus, den Gerechten. Der Weg steht jedem offen, sich auf Seine Wiederkunft vorzubereiten, sodass wir bei Seinem Erscheinen von jedem Vorwurf freigesprochen werden können, da wir alles Böse abgelegt und durch das reinigende Blut Christi überwunden haben. Durch Christi Vermittlung soll Gottes Bild in Sinn, Herz und Charakter erneuert werden. Durch das Blut des einziggeborenen Sohnes Gottes erlangen wir Erlösung. Wir sind angenommen in dem Geliebten und werden im Charakter wie Christus geformt, indem wir Seine Weisheit empfangen, Seine Gerechtigkeit, Seine Heiligung, Seine Erlösung, wenn wir den Anfang unserer Zuversicht bis zum Ende festhalten …
Er hat ein vollständiges Schlacht- und Speisopfer gebracht und es uns mit diesem einen Opfer möglich gemacht, in Gehorsam gegen Gottes Gebote zu leben und so die Bedingung für ewiges Leben zu erfüllen. Unser Charakter soll Seinem vollkommenem Charakter angeglichen werden. Er will uns aus der Finsternis in Sein herrliches Licht führen. Er will Gottes Bild in uns erneuern und uns im Gehorsam gegenüber Seinem Gesetz versiegeln. Wir sollen Seine treuen Untertanen werden, die einen reinen und unbefleckten Glauben praktizieren und sich auf das eine große Prinzip verlassen: „Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben.“ (Epheser 2,8)
Brief an Geschwister Farnsworth, 19. Februar 1906 | 784 |
| 8 | Gottes Kinder haben nicht die Pflicht, in einem ungünstigen Klima zu verweilen, das sie ständig krank macht. Viele unserer Brüder haben das getan und mit ihrem Leben bezahlt. Wenn nun jemand in einer Umgebung arbeitet, wo die Spannung schon in der Luft liegt und ihm seine Aufgaben überaus schwer gemacht werden, weil andere ständig gegen ihn arbeiten und hinter seinem Rücken versuchen, ihn zu übervorteilen, dann soll er an einen Ort wechseln, wo die Atmosphäre geistlich gesünder ist und er eher auf Erfolg hoffen darf.
Brief an F. M. Wilcox, 15. Februar 1906 | 917 |
| 9 | Christi Gnade ist überschwänglich. Wer sich auf die Seite des Erlösers stellt, wird zu einem neuen Geschöpf. Er wird eins mit Gott im Charakter. Was für eine Liebe! Wer Ihn empfängt, dem verleiht Gott die Tugenden Seines eigenen Wesens. Durch Sein unendliches Opfer nimmt Er Männer und Frauen, die unter Satans Willen versklavt waren, und erhebt sie zu Söhnen und Töchtern des himmlischen Königs …
Christus kam, um für die gefallene Menschheit zu leiden, denn Satan hatte geprahlt, niemand könne ihm widerstehen und in dieser Welt ohne Sünde leben. Mit der menschlichen Natur bekleidet, unterwarf sich der Erlöser jeder Versuchung, die den Menschen bedrängt, und überwand in jedem Punkt. Die Welt hat Seinen Lebensbericht vorliegen, damit keiner einen Grund hat, an Gottes Kraft und Gnade zu zweifeln. Für jeden, der sich um einen vollkommenen christlichen Charakter bemüht, wird diese Welt zum Schlachtfeld zwischen Gut und Böse. Und jeder, der auf Christus vertraut, wird den Sieg erringen.
Brief an Bruder Russell Hart, 4. Februar 1907 | 950 |
| 10 | Am Anfang sagte Gott: „Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich.“ (1. Mose 1,26) Doch die Sünde hat Gottes moralisches Bild im Menschen nahezu ausradiert. Jesus kam auf unsere Welt, um den Menschen ein lebendiges Beispiel dafür zu geben, wie sie leben und die Wege des Herrn bewahren können. Er war das Bild des Vaters. Sein schöner, fleckenloser Charakter ist der Menschheit als Muster zur Nachahmung gegeben. Wir müssen es studieren und Jesus Christus folgen, dann wird Seine Liebenswürdigkeit und Schönheit auch in unseren Charakter hineinkommen. Stehen wir auf diese Weise durch den Glauben vor Gott, gewinnen wir im Kampf mit den Mächten der Dunkelheit die Kraft der Selbstbeherrschung und die Liebe Gottes zurück, die Adam verloren hat. Durch Jesus Christus leben und halten wir Gottes Gesetze.
Manuskript 6a, 1886 | 992 |
| 11 | Durch die ihm gewährte Hilfe kann der Mensch in seiner gefallenen Natur genau das tun, was Gott von ihm erwartet. Er kann im Glauben an den Sohn Gottes wandeln, handeln und leben. Gott hat kein Gefallen an denen, die sich einfach treiben lassen. Er hat den Menschen Gott ähnlich geformt, und durch Gehorsam gegen Sein Gesetz, das ein Ausdruck Seines göttlichen Wesens ist, soll der Mensch einen göttlichen Charakter besitzen. Der Herr hat dem Menschen Geist, Verstand und Zuneigung geschenkt, damit er diese Gaben nutzt und vermehrt. Gott hat ihm ein Gewissen gegeben, das sorgfältig geschützt und geschätzt werden muss. Er hat ihm Wissen und Tugend geschenkt. Diese anvertrauten Fähigkeiten sollen die Führungsposition einnehmen, die Gott ihnen zugedacht hat.
Der Herr erwartet, dass der Mensch Glauben übt. Es ist der wahre, lebenswichtige Kern des Christentums, im Glauben das Unsichtbare zu ergreifen und sich ständig nach der geistlichen Wirksamkeit auszustrecken, die in Christus zu finden ist. Wenn der Mensch nicht ununterbrochen am Wachsen ist, indem er Gottes Gaben anwendet, kann er unmöglich den Glauben haben, der durch die Liebe wirkt und die Seele reinigt. Es reicht nicht, bloß einige der anvertrauten Talente zu nutzen. Das Gewissen soll mit Gottes Leben und Charakter in Berührung sein. Das heißt es, geistlich mit Jesus Christus zu wandeln und an der göttlichen Natur teilzuhaben, weil man die Verdorbenheit überwunden hat, die durch die Lust in der Welt ist.
Brief an die Brüder Colcord, Starr und Hickox, 29. November 1899 | 967 |
| 12 | Die Tatsache, dass ein Mensch Gott wohlgefallen kann, ist eine wunderbare Motivation für uns, entschlossen dranzubleiben und größten Einsatz zu zeigen – dem Wert entsprechend, der auf dem Spiel steht. „Wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau.“ (1. Korinther 3,9) – „Bewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern! Denn Gott ist es, der in euch wirkt, sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen.“ (Philipper 2,12f) Henoch wandelte mit Gott. Es reichte ihm nicht, für sich zu sein. Er lebte mit Gott. Er gefiel Gott. Es gefällt dem Herrn nicht, wenn Seine Geschöpfe Sünder sind. Wir sollen beständig mit Gott wandeln und von Jesus Christus lernen, der jede Versuchung besiegt hat, die den Menschen plagt. Er wurde in allem wie wir versucht, doch ohne Sünde.
Der Herr zieht den Menschen nahe zu sich, damit er mit Ihm lebt und arbeitet. Er möchte uns zeigen, wie Er als Mensch jede Versuchung überwunden hat und wie deshalb wir durch Seine Vorsorge überwinden können. In jeder Anfechtung gibt es einen Ausweg, wenn wir demütig mit Gott wandeln. Ohne Glauben, kontinuierlich wachsenden Glauben, ist es unmöglich, Gott zu gefallen.
Brief an die Brüder Colcord, Starr und Hickox, 29. November 1899 | 966 |
| 13 | Nicht mehr lange, und wir werden wissen, was es bedeutet, geprüft zu werden. Landesgesetze werden mit unserem Gehorsam gegen Gottes Gesetze in Konflikt geraten. Dann wird sich zeigen, auf welcher Seite wir stehen: ob auf Gottes Seite oder der Seiner Gegner. Wir möchten, dass jeder von uns darauf vorbereitet ist, was auf die Welt zukommt, aber niemand kann das in einem Moment bewerkstelligen. Nur durch geduldiges, anhaltendes Gutestun entsteht der nötige Wesenszug, um den letzten Test bestehen zu können. Wenn wir beharrlich Tag für Tag unsere Integrität bewahren und mit allem vor Gott kommen, erhalten wir die Kraft, der Prüfung standzuhalten.
Predigt in Basel, 27. Februar 1886 | 1 179 |
| 14 | Wir glauben ohne jeden Zweifel, dass Christus bald kommt. Es ist keine Mär für uns, sondern Realität. Wir haben – seit Jahren schon – keinen Zweifel, dass die von uns vertretenen Lehren gegenwärtige Wahrheit sind und wir uns dem Gericht nähern. Wir bereiten uns auf die Begegnung mit Dem vor, der mit einem Gefolge heiliger Engel in den Wolken des Himmels erscheinen und den Treuen und Gerechten das i-Tüpfelchen der Unsterblichkeit verleihen wird.
Wenn Er kommt, wird Er uns nicht von unseren Sünden reinigen, unsere Charaktermängel beheben oder die Schwachstellen in unserem Wesen und unserer Veranlagung heilen. Wenn, dann wird das alles für uns schon bewirkt sein. Wenn der Herr kommt, werden die, die heilig sind, heilig bleiben. Wer Körper und Geist in Heiligkeit, in Heiligung und Ehre bewahrt hat, wird dann als krönenden Abschluss Unsterblichkeit erhalten. Aber wer ungerecht, ungeheiligt und beschmutzt ist, wird für immer so bleiben. Für ihn wird dann nichts mehr getan, um seine Mängel auszugleichen und ihm einen heiligen Charakter zu verschaffen. Der Schmelzer ist dann nicht mehr am Läutern, um Sünde und Verdorbenheit aus uns zu entfernen. Das muss alles vorher für uns getan werden – jetzt, solange noch Gnadenzeit ist.
Testimonies for the Church, 2:355 (1869) | 1 270 |
| 15 | Unser Fokus muss einzig und allein Gottes Ehre sein, ohne Rücksicht auf unser Ich oder die Wünsche anderer … Wer Gott wirklich liebt und fürchtet und sich unbeirrt bemüht, Seinen Willen zu tun, unterstellt alles Seinem Dienst: Körper, Geist und Herz, seine Seele und seine Kraft. So war es bei Henoch. Er wandelte mit Gott. Er ließ nichts Unreines oder Mangelhaftes in seine Gedanken und Pläne hineinkommen. Wer die Entscheidung trifft, Gottes Willen zu seinem eigenen zu machen, muss in allem Gott dienen und gefallen. Dann wird sein Charakter harmonisch und ausgewogen sein, beständig, freudig und wahrhaftig.
Brief an Geschwister Wessels, 25. Juni 1897 | 1 191 |
| 16 | [Martha] war so damit beschäftigt, Christus angemessen zu ehren, dass ihr durch die Essensvorbereitungen kostbarste, goldene Momente entgingen, dem göttlichen Lehrer zu lauschen. Maria war nichts wichtiger, als zu Seinen Füßen zu sitzen und jedes Wort aufzunehmen. Das störte Martha, und sie fragte den Herrn Jesus, ob es Ihm gleichgültig sei, dass sie allein sich um die Bewirtung kümmere und Maria sich davor drücke. Jesus erwiderte: „Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.“ (Lukas 10,42) Was war „das gute Teil“? Von Jesus zu lernen, Seine Worte wertzuschätzen. Ihre Aufmerksamkeit für die Worte aus Seinem Mund zeigte ihre Liebe zum Heiland.
„Martha“, sagte Christus, „du hast viel Sorge und Mühe.“ (Vers 41) Diese Zurechtweisung Christi gilt auch den vielen Marthas heute. Durch ihre rastlose Betriebsamkeit in so vielen irdischen Dingen und den Wunsch, ihre Lieben zu verwöhnen, entgeht ihnen viel geistliches und göttliches Wissen, das sie weise zur Errettung machen würde. Würden sie ihre Zubereitungen stets einfach halten und stattdessen die wertvollen Gelegenheiten nutzen, Gottes Willen besser zu verstehen und Sein Wort zu tun, bliebe ihnen viel Anspannung und Ungeduld erspart, und sie könnten vom nie versiegenden Brunnen des Lebens trinken … Der Gedanke, wir müssten für unsere Freunde immer großen Aufwand betreiben, kommt vom Feind.
Tagebuch, 21. Oktober 1890 | 1 284 |
| 17 | Als nun Mose vom Berg Sinai herabstieg — und die beiden Tafeln des Zeugnisses waren in der Hand Moses, als er vom Berg hinabstieg —, da wusste Mose nicht, dass die Haut seines Angesichts strahlte, weil er mit Ihm geredet hatte. (2. Mose 34,29)
Das strahlende Licht sollte Israel bewusst machen, wie heilig und erhaben Sein Gesetz ist und wie herrlich das durch Christus offenbarte Evangelium. Auf dem Berg stellte Gott Mose nicht nur die Gesetzestafeln vor, sondern auch den Erlösungsplan. Mose sah, dass die ganze Typologie und Symbolik im jüdischen Zeitalter auf das Opfer Christi hindeutete. Nicht nur die Herrlichkeit von Gottes Gesetz, sondern ebenso das von Golgatha strömende Himmelslicht waren der Grund, dass Mose so strahlte. Der göttliche Glanz auf seinem Gesicht verkörperte die Herrlichkeit des Heilszeitalters, dessen sichtbarer Mittler Mose war, als Repräsentant des einen wahren Fürsprechers.
Die Herrlichkeit, die sich in Moses Angesicht widerspiegelte, steht für die Segnungen, die Gottes gebotehaltendes Volk durch Christi Mittlerdienst empfängt. Sie bezeugt, dass, je enger unsere Gemeinschaft mit Gott und je klarer unser Verständnis von Seinen Forderungen ist, wir desto vollständiger dem göttlichen Bild angeglichen und desto leichter zu Teilhabern der göttlichen Natur werden.
Patriarchs and Prophets, 330 | 1 134 |
| 18 | DIE FEURIGE SCHLANGE (2/2)
Könnten Männer und Frauen nur sehen und verstehen, wie ihr Unglaube und schwermütiges Klagen Satan erhöht und ehrt, während sie Jesus Christus Seiner Ehre berauben, sie voll und ganz von jeder Sünde zu retten! … Er hat die Ketten des Grabes gesprengt. Er kam hervor, um das Leben wieder aufzunehmen, das Er für uns niedergelegt hatte. Er stieg in den Himmel auf, nachdem Er die Gefangenschaft gefangen genommen hatte, und empfing Gaben für uns … In jeder Not ist Er unser Helfer und unsere Zuflucht. Unser christliches Leben soll offenbaren, dass Er die Allgenüge ist, dass Er als Erlöser immer da ist.
Schau einfach und lebe! Wir entehren Gott, wenn wir nicht aus dem finsteren Keller des Zweifels hinaufgehen in das Obergemach der Hoffnung und des Glaubens. Wenn das Licht in seinem ganzen Glanz leuchtet, wollen wir uns mit der mächtigen Hand des Glaubens an Jesus Christus festhalten. Vertiefe nicht deine Zweifel, indem du sie vor anderen aussprichst und dich so von Satan gebrauchen lässt, Samen des Zweifels zu säen. Sprich Glauben, lebe Glauben, übe Liebe zu Gott! Zeig der Welt, wie viel Jesus dir bedeutet. Lobe Seinen heiligen Namen! Erzähl von Seiner Güte, rede von Seinem Erbarmen, sprich von Seiner Macht.
Christ Triumphant, 127 | 1 167 |
| 19 | DIE FEURIGE SCHLANGE (1/2)
Und der HERR sprach zu Mose: Mache dir eine [feurige] Schlange und tu sie auf eine Stange! Und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben. (4. Mose 21,8)
Dieselbe Lehre, die Mose im Auftrag Christi den Kindern Israel in der Wüste vermitteln sollte, gilt auch allen anderen, die unter dem Pestfleck der Sünde leiden. Aus der wogenden Wolke sagte Christus Mose, er solle eine bronzene Schlange anfertigen und auf einem Pfahl befestigen. Wer immer von einer feurigen Schlange gebissen wurde, sollte hinsehen und leben. Was wäre geschehen, hätten sie, statt auf Christus zu blicken, gesagt: „Ich glaube nicht, dass mir das irgendwie helfen kann; ich leide zu sehr unter dem Biss der Giftschlange.“ Sie mussten an den Punkt kommen, blind und fraglos zu gehorchen – ohne sich zu überlegen, wie das funktionieren solle …
In der Selbstbetrachtung liegt weder Licht noch Hoffnung oder Frieden. Je länger du auf dich siehst und über deiner Situation brütest, desto dunkler und mutloser wird deine Seele. Der Einzige, der zufrieden ist, wenn du in der finsteren Höhle bleibst, ohne einen Strahl vom Licht des Lebens, ist der Feind Gottes und der Menschen.
Christ Triumphant, 127 | 1 231 |
| 20 | Satan betrügt viele mit der einleuchtenden Theorie, Gottes Liebe für Sein Volk sei so groß, dass Er über Sünde in ihnen hinwegsehen werde. Gottes Androhungen, erklärt er, hätten durchaus ihren Zweck in Seiner Regierung, würden sich aber niemals wörtlich erfüllen. Gott dagegen hat im Umgang mit Seinen Geschöpfen die Prinzipien der Gerechtigkeit immer aufrechterhalten. Er hat das wahre Wesen der Sünde aufgedeckt und demonstriert, dass sie ausnahmslos zu Elend und Tod führt. Bedingungslose Vergebung von Sünde gab es nie und wird es nie geben – so etwas würde Gottes Gerechtigkeit auflösen, die das Fundament Seiner Regierung ist, und das ungefallene Weltall fassungslos machen. Gott hat die Folgen der Sünde treu hervorgehoben, und wären diese Warnungen nicht zuverlässig, wie könnten wir sicher sein, dass Er Seine Versprechen hält? Ein „Wohlwollen“, das die Gerechtigkeit missachtet, ist nicht Wohlwollen, sondern Schwachheit.
Patriarchs and Prophets, 522 | 1 370 |
