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Tägliche Inspiration aus dem Geist der Weissagung Ein Kanal von Johannes Kolletzki
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DAS LEBEN HENOCHS (1/7)
Wir lesen vom Propheten Henoch, dass er „300 Jahre“ „mit Gott wandelte“ (1. Mose 5,22). Henochs Leben mit Gott war nicht Trance oder Visionen; es geschah in den Alltagspflichten. Er wurde kein von der Welt abgeschotteter Einsiedler, denn er hatte von Gott eine Aufgabe in der Welt. In der Familie und im Umgang mit Menschen, als Ehemann und Vater, Freund und Bürger war er der treue, unerschütterliche Diener des Herrn. Sein Herz war im Einklang mit Gottes Willen, denn „gehen auch zwei miteinander, ohne dass sie übereingekommen sind?“ (Amos 3,3)
Henoch war ein öffentlicher Lehrer der Wahrheit für die Menschen seiner Zeit, und was er lehrte, lebte er auch. Sein Charakter entsprach in jeder Hinsicht der Bedeutsamkeit und Heiligkeit seiner Mission. Henoch war ein Prophet, der aussprach, wozu der Heilige Geist ihn bewegte. Er war ein Licht inmitten der sittlichen Finsternis, das Musterbeispiel eines Mannes, der mit Gott lebte und Sein Gesetz befolgte – das Gesetz, dem Satan sich nicht unterstellen wollte, das Adam übertreten und dem Abel gehorcht hatte, weswegen er ermordet wurde. Nun wollte Gott vor dem All Satans Vorwurf widerlegen, die Menschen könnten Gottes Gesetz nicht halten. Er wollte zeigen, dass der Mensch, obwohl er gesündigt hat, so eine Beziehung zu Gott haben kann, dass er Gottes Gesinnung und Geist besitzt. Dieser heilige Mann wurde ausgewählt, um die Gottlosigkeit der Welt bloßzustellen und zu beweisen, dass der Mensch das Gesetz halten kann.
Review and Herald, 15. April 1909
| 2 | Zu Hause treu seine Pflicht zu tun, seine Aufgaben so gut wie möglich zu erledigen, seien sie noch so einfach und bescheiden, schenkt wahre Größe. Wir brauchen diesen göttlichen Einfluss. Frieden und heilige Freude sind darin verborgen und eine heilende Kraft, die still und unmerklich die Wunden der Seele und sogar die körperlichen Leiden lindert. Reine, heilige Motive und Taten bringen einen inneren Frieden, der alle Körperorgane erfrischt und belebt.
Testimonies for the Church, 2:326 | 539 |
| 3 | Was ist das? Das ist ein ermutigender Kurzbrief, geschrieben von einem gläubigen Menschen an eine unbekannte Person. Hättest du auch Lust dazu? Wir können gerne noch einige solcher Briefe gebrauchen!
Um was geht es genau? Bei den verschiedenen Aktionen auf der Hoffnung Weltweit Freizeit (3. bis 9. August 2026) wollen wir den Menschen u. a. auch selbergeschriebene Briefe und ermutigende Bibeltexte weitergeben. Wir könnten da noch sehr gut Unterstützung gebrauchen! Also, wenn du gerne schreibst:
1.) Schreib verschiedene, persönlich und ermutigend gehaltene Kurzbriefe an unbekannt auf jeweils einen Zettel oder Briefpapier oder was dir eben zur Verfügung steht.
2.) Schreib verschiedene Bibeltexte, die du magst und die ermutigend sind, auf jeweils einen Zettel.
Du kannst das auch ein bisschen nett gestalten, wenn du das gerne machst, es muss aber nicht sein.
Wenn du selber zur HWW-Freizeit kommst, bring deine selbergeschriebenen Briefe oder Bibeltexte mit. Wenn du nicht selber kommst, kennst aber jemanden in deiner Nähe, der fährt, gib sie dieser Person mit. Diese können gerne bei Stephan Heinig oder bei Roberto Castillo abgegeben werden. Wenn du nicht selber kommst und keinen hast, der fährt, kannst du, wenn du schnell bist, deine selbergeschriebenen Briefe und/oder Bibeltexte auch an folgende Adresse schicken:
Stephan Heinig
c/o Waldpark Grünheide
Rautenkranzer Straße 5
08209 Auerbach/Vogtland
Oder du machst ein Foto und schickst es per WhatsApp, Signal oder Telegram an folgende Telefonnummer:
+43 670 60 12347 (Stephan Heinig)
Wir können das dann ausdrucken, es ist immer noch handgeschrieben.
Jeder handgeschriebene Brief, jeder handgeschriebene Bibeltext zählt, kann einen Fremden ermutigen und erfreuen und einen Lichtblick von Gottes Liebe in seinem Leben sein! | 648 |
| 4 | Ihr Lieben, ich möchte noch einmal auf diesen Spendenaufruf aufmerksam machen. Angesprochen sind alle, denen unser Herr das Herz für die Rettung Verlorener öffnet. Anlass für diesen Aufruf ist die Anfang August stattfindende Hoffnung-Weltweit-Freizeit auf dem Waldpark Grünheide im wunderschönen Vogtland / Sachsen.
An vier Tagen ist ein Outreach, sprich: Missionseinsatz geplant. Dabei wollen wir den Passanten und Menschen der umliegenden Städte Gutes tun und sie dabei mit Jesus Christus bekannt machen. Wie im letzten Jahr planen wir auch diesmal Rosen an wildfremde Leute zu verschenken, Leute in einen Spiegel schauen zu lassen, auf dem ermutigende Botschaften zu lesen sind, Passanten eine Nackenmassage zu verabreichen, wildfremden Menschen einen handschriftlichen Brief zu schenken, sie eine Frage ziehen zu lassen, die sie beantworten müssen, sie einen mit Handschrift geschriebenen Bibelvers ziehen zu lassen, Straßenmusik ... und, und, und. Auch die Daniel-Statue soll Passanten erklärt werden. Dabei geben wir den Menschen immer etwas zum Lesen mit. Die Passanten nehmen diese Angebote gerne an, viel Evangelium konnte auf diese Art und Weise weitergegeben werden.
Am Sabbat Nachmittag dann findet eine Demonstration in Plauen statt, die vom Veranstalter deutschlandweit beworben wird. Dort werden einige Tausend Demonstranten erwartet; auch wir werden in alter Tradition mit Bücherwagen und sonstigen Angeboten präsent sein.
Was wir dafür natürlich wie immer brauchen, sind Bücher und Broschüren. Das Material, welches wir dafür bestellen, kostet uns zusätzlich zu allen anderen Ausgaben weitere 3.000 Euro. Es handelt sich dabei um 1.200 "Was kommt auf uns zu" sowie einige hundert sonstige Bücher wie "Vom Schatten zum Licht", "Der große Konflikt" (wir wollen beide da haben), "Der Sieg der Liebe", Bibeln usw.
Der Spendenaufruf bezieht sich nicht allein auf diese Freizeit, sondern kommt ursprünglich von ASI. Über das „Buchprojekt Deutschland“ unterstützt ASI ganz allgemein und weit über die HWW-Freizeit hinaus Geschwister aktiv in Ihrer Missionsarbeit, sei es im kleinen Rahmen mit dem Büchertisch/-wagen oder auf großen Veranstaltungen (wie z.B. die große Demo in Plauen im Rahmen der HWW-Freizeit).
Die Mitarbeiter, die diese Arbeit mit Herzblut♥️ und großen persönlichen Opfern vorantreiben, sind dabei auf eure persönliche Unterstützung und eure Opfer und angewiesen. Es ist unsere gemeinsame Arbeit, und es ist die Sache Jesu. Dabei geht es letztlich nicht um Geld und Bücher, sondern um die Rettung verlorener Groschen, Schafe, Söhne und Töchter, Mütter und Väter. Um auch weiterhin entschieden vorangehen und so viele Samenkörner wie nur möglich ausstreuen zu können, bitten wir euch, diese Projekte weiterhin unter folgendem Konto zu unterstützen:
ASI Deutschland e.V.
Bankverbindung: Kreissparkasse Waiblingen
IBAN: DE51 6025 0010 0015 1194 05
BIC: SOLADES1WBN
Verwendungszweck: Buchprojekt Deutschland (Bitte immer angeben!)
Ganz wichtig ist dabei eure Gebetsunterstützung als Grundlage all unseres Bemühens.
Gottes reichen Segen euch!
Herzliche Grüße,
Euer Stephan (im Namen all derer, die die Bücher und Materialien dann am Ende dann an diejenigen verteilen, die sonst nicht die Möglichkeit hätten, die Frohe Botschaft von der Erlösung zu erfahren). | 582 |
| 5 | Bist du bereit, Gottes Macht zu ergreifen und Satan entschlossen und ausdauernd zu widerstehen, wie Christus es dir in Seinem Konflikt mit dem Feind in der Wüste der Versuchung vorgemacht hat? Gott kann niemanden gegen seinen Willen aus der Macht satanischer Raffinessen befreien. Gestützt von der göttlichen Kraft Christi, muss sich jeder mit seiner menschlichen Kraft bemühen, um jeden Preis zu widerstehen und zu siegen. Kurz gesagt, der Mensch muss überwinden, wie Christus überwunden hat. Er hat das Vorrecht, durch den allmächtigen Namen Jesus den Sieg zu erringen und damit ein Erbe Gottes und Miterbe Christi zu werden.
Das wäre nicht der Fall, wäre alles Überwinden nur von Christus zu erbringen. Der Mensch muss seinen Teil tun, er muss selbst zum Sieger werden durch die Kraft und Gnade, die Jesus ihm schenkt. Im Ringen um den Sieg muss er Christi Mitarbeiter sein, dann wird er auch Christi Teilhaber an Seiner Herrlichkeit sein.
Review and Herald, 21. November 1882 | 619 |
| 6 | Wir können nur dann zu Christus, unserem lebendigen Haupt, hinwachsen, wenn wir Seine Lehren über Mitgefühl, Verständnis und Liebe auch praktizieren. Wir können nur dann Christus widerspiegeln, wenn diese vom Himmel eingepflanzte Liebe uns erfüllt. Niemand wird die Tore der Stadt Gottes durchschreiten, bei dem diese Eigenschaft nicht sichtbar ist. Die Liebe Jesu ist etwas Aktives. Sie verbindet Herz und Herz zu christlicher Gemeinschaft. Wer einmal den Himmel betritt, wird zuvor auf der Erde in der Liebe vollendet werden, denn im Himmel wird es uns nur noch um den Erlöser und die Erlösten gehen.
Youth’s Instructor, 20. Oktober 1892 | 644 |
| 7 | Die Klügsten können irren, die Stärksten ermüden. Zu viel Vorsicht ist oft genauso gefährlich wie zu viel Optimismus. Um mit sicherem Schritt voranzugehen, brauchen wir die Gewissheit, dass eine allmächtige Hand uns hält und unendliches Mitgefühl uns gilt, wenn wir fallen. Gott allein kann unseren Hilferuf jederzeit hören.
Signs of the Times, 28. Juli 1881 | 746 |
| 8 | „Wie es in den Tagen Noahs zuging, so wird es auch sein in den Tagen des Menschensohnes.“ (Lukas 17,26) Gott wird ein Volk haben, das eifrig in guten Werken ist, das mitten in der Verdorbenheit dieser degenerierten Zeit standhaft bleibt. Es wird ein Volk sein, das sich so an göttliche Stärke klammert, dass es gegen jede Versuchung gefeit ist. Böse Leidenschaften mögen durch die Medien versuchen, ihre Sinne anzusprechen und ihre Gedanken herunterzuziehen, doch sind sie so vereint mit Gott und Engeln, dass es ist, als würden sie weder sehen noch hören. Sie haben etwas zu tun, das ihnen niemand abnehmen kann: Sie müssen den guten Kampf des Glaubens kämpfen und das ewige Leben ergreifen. Sie sind nicht selbstsicher oder von sich eingenommen. Sie kennen ihre Schwachheit, verbinden ihre Unwissenheit aber mit Christi Weisheit und ihr Unvermögen mit Seiner Kraft.
Testimonies for the Church, 3:472 | 930 |
| 9 | Die Ressourcen des Himmels sind grenzenlos und stehen uns vollständig zur Verfügung. Warum, frage ich, geht dann das Werk des Herrn in unserer Welt so schleppend voran? Weshalb wachsen Seine Nachfolger nicht in Erkenntnis und Reinheit, Heiligkeit und Kraft?
Steht es Christi Nachfolgern nicht offen, die höchsten Tugenden zu entwickeln und die größten Ehren zu erlangen? Gott ruft sie zu einem Wettlauf auf, in dem jeder gewinnen kann. Er ruft sie auf, sich für einen Krieg rekrutieren zu lassen, in dem jeder siegen kann. Ein Gewand der Gerechtigkeit und eine Krone ewigen Lebens – das ist der Lohn, der dem Überwinder in Aussicht steht.
Die Bewohner des himmlischen Universums erwarten, dass Christi Nachfolger Lichter in der Welt sind. Sie sollen die Macht der Gnade demonstrieren, die Christus durch Seinen Tod dem Menschen ermöglicht hat. Wer sich Christ nennt, von dem erwartet Gott Christentum auf höchstem Niveau. Solche Menschen sind Christi anerkannte Repräsentanten. Sie sollen zeigen, dass der christliche Glaube real ist.
Review and Herald, 18. Februar 1904 | 953 |
| 10 | Im himmlischen Wettlauf können wir alle laufen und alle den Preis erhalten. Es gibt da keine Unsicherheit, kein Risiko. Wir müssen die himmlischen Tugenden anziehen, die Krone der Unsterblichkeit im Blick haben und ständig auf unser Vorbild schauen …
Das demütige, selbstlose Leben unseres göttlichen Herrn soll uns ständig vor Augen sein. Wenn wir Ihm nacheifern und unverwandt auf den anvisierten Kampfpreis sehen, können wir den Lauf in der Gewissheit absolvieren, dass, wenn wir unser Allerbestes geben, wir den Preis mit Sicherheit erlangen werden.
Testimonies for the Church, 2:358 | 864 |
| 11 | Noch nie war so wichtig wie heute, dass Gott Volk Seine Verheißungen in Anspruch nimmt. Die Hand des Glaubens muss durch die Finsternis stoßen und sich am Arm unendlicher Macht festhalten. Wir müssen uns von der Sünde trennen, doch lasst uns auch daran denken, dass Christus in unsere Welt kam, um Sünder zu retten. „Er kann diejenigen vollkommen erretten, die durch ihn zu Gott kommen.“ (Hebräer 7,25) Wir haben das Vorrecht zu glauben, dass Sein Blut uns von jedem Flecken und Makel der Sünde reinigen kann. Wir dürfen die Macht des Heiligen Israels nicht begrenzen. Er möchte, dass wir einfach so zu Ihm kommen, wie wir sind, sündig und schmutzig. Sein Blut hat Kraft.
Ich bitte euch inständig: Betrübt Seinen Geist nicht dadurch, dass ihr weiter sündigt. Seid nicht entmutigt, wenn ihr in der Versuchung fallt. Die Verheißung gilt bis heute: „Wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten.“ (1. Johannes 2,1) Allein diese Zusage wäre schon Grund genug, pausenlos Dankeslieder zu singen. Lasst uns solche Verheißungen wie kostbare Juwelen sammeln, und wenn Satan uns vorhält, was für große Sünder wir sind, und uns dazu bringen will, Gottes Rettermacht anzuzweifeln, wollen wir Christi Wort wiederholen: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ (Johannes 6,37)
Review and Herald, 19. November 1908 | 1 101 |
| 12 | Christus kommt bald in den Wolken des Himmels, und wir müssen vorbereitet sein, Ihm ohne Flecken, Runzeln und dergleichen zu begegnen …
Gottes bekehrende Macht muss an unseren Herzen wirken. Wir müssen das Leben Christi studieren und das göttliche Modell nachahmen. Wir müssen über die Vollkommenheit Seines Charakters nachdenken und in Sein Bild verwandelt werden. Niemand wird Gottes Reich betreten, dessen Wille nicht in Gefangenschaft unter den Willen Christi gebracht ist.
Der Himmel ist frei von aller Sünde, von jeder Verunreinigung und Unlauterkeit, und wenn wir in seiner Atmosphäre leben und Christi Herrlichkeit schauen wollen, brauchen wir ein reines Herz und einen vollkommenen Charakter – durch Seine Gnade und Gerechtigkeit.
Review and Herald, 28. April 1891 | 927 |
| 13 | Heiligung ist Gehorsam gegenüber Gottes Gesetz. Viele haben falsche Vorstellungen von diesem Vorgang im Menschen. Jesus betete, dass Seine Jünger durch die Wahrheit geheiligt werden, und fügte an: „Dein Wort ist die Wahrheit.“ (Johannes 17,17). Heiligung geschieht nicht augenblicklich, sondern fortschreitend, wie auch der Gehorsam kontinuierlich ist. Solange Satan uns seine Versuchungen aufdrängt, müssen wir immer wieder um den Sieg über das eigene Ich kämpfen; aber bleiben wir gehorsam, heiligt die Wahrheit uns. Wer der Wahrheit treu ist, wird durch die Verdienste Christi alle Charakterschwächen überwinden, die dazu geführt haben, dass er sich von den wechselhaften Umständen des Lebens prägen ließ.
Signs of the Times, 19. Mai 1890 | 996 |
| 14 | Gottes Gesetz, das heilig, gerecht und gut war, konnte ein Sünder unmöglich halten, doch diese Unmöglichkeit besteht nicht mehr, weil der Mensch durch Reue und Glauben die Gerechtigkeit Christi erhalten kann. Das Leben und Sterben von Christus für die sündige Menschheit sollte den Sünder dadurch wieder unter Gottes Gunst bringen, dass ihm die Gerechtigkeit verliehen wird, die den Ansprüchen des Gesetzes entspricht und vom Vater akzeptiert wird.
Aber Satan versucht ständig, Gottes Gesetz zunichtezumachen und die wahre Bedeutung des Erlösungsplanes auf den Kopf zu stellen. Also hat er die Lüge in die Welt gesetzt, Christi Opfer am Kreuz von Golgatha sei dazu da, den Menschen von der Gehorsamspflicht gegenüber Gottes Geboten zu entbinden.
Signs of the Times, 20. Juni 1895 | 1 117 |
| 15 | Um im Kampf gegen die Sünde erfolgreich zu sein, musst du nah bei Jesus bleiben. Rede nicht ungläubig, dafür gibt es keine Entschuldigung. Christus hat ein vollständiges Opfer für dich gebracht, damit du vollendet in Ihm vor Gott stehen kannst. Unser Mangel an Glaube gefällt Gott nicht. Unglaube trennt immer von Christus.
Es ist keine Tugend, über die eigene Schwachheit und Mutlosigkeit zu sprechen. Jeder soll sagen: „Ich bin traurig, dass ich der Versuchung nachgebe, dass meine Gebete so kraftlos sind und mein Glaube so schwach. Es ist durch nichts zu rechtfertigen, dass mein geistliches Leben so kümmerlich ist. Doch ich nehme mir vor, in Christus einen vollständigen Charakter zu erlangen. Ich habe gesündigt, und doch liebe ich Jesus. Ich bin oft gefallen, und doch hat Er Seine Hand ausgestreckt, um mich zu retten. Ich habe Ihm alles gesagt, was ich falsch gemacht habe. Beschämt und betrübt habe ich bekannt, dass ich Ihn verunehrt habe. Ich habe auf das Kreuz geschaut und gesagt: Das alles hat Er für mich erlitten. Der Heilige Geist hat mir meine Undankbarkeit gezeigt, meine Sünde, dass ich Christus öffentlich beschämt habe. Er, der keine Sünde kennt, hat mir vergeben. Er ruft mich zu einem höheren, nobleren Leben auf, und ich strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt.“
Review and Herald, 10. März 1904 | 1 180 |
| 16 | Christus hat „sich selbst für uns hingegeben, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun“ (Titus 2,14). Er hat ein so vollständiges Opfer dargebracht, dass durch Seine Gnade jeder den Maßstab der Vollkommenheit erreichen kann. Über die, welche Seine Gnade empfangen und Seinem Beispiel folgen, wird ins Lebensbuch geschrieben werden: „Vollendet in Ihm – ohne Flecken oder Makel.“
Review and Herald, 30.5.1907 | 1 058 |
| 17 | Steh auf, werde licht! Denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit des HERRN ist über dir aufgegangen. (Jesaja 60,1)
Christus hat dafür gesorgt, dass Seine Gemeinde so umgewandelt wird, dass sie vom Licht des Himmels erstrahlt und die Herrlichkeit Immanuels besitzt. Er möchte, dass jeder Christ von einer geistlichen Atmosphäre des Lichtes und des Friedens umgeben ist. Wer sein Ich beiseiteschiebt, sich dem Wirken des Heiligen Geistes öffnet und in völliger Übergabe an Gott lebt, dessen Brauchbarkeit hat keine Grenzen.
Testimonies for the Church, 8:19 | 1 172 |
| 18 | UNSERE GROẞE AUFGABE (9/9)
Christus rief Fischer von ihren Netzen in Sein Werk, und sie ließen sie zurück und folgten Ihm nach. Matthäus, ein Zöllner, nahm die Einladung freudig an, als Jesus ihn von seinem Geschäft in die Nachfolge rief. Er kann Bauern, Kaufleute und Handwerker aus ihrer Tätigkeit herausrufen und mit Seiner Warnungsbotschaft in die Welt schicken.
Das Herz erfüllt von der Liebe Christi, machen Christen sich an die Arbeit. Wer sich zu Christus bekennt, hat damit auch versprochen, Sündern die gute Nachricht von der Rettung zu bringen. Manche werden nie auf einer Kanzel stehen, doch gibt es viele Wege, Christus zu predigen: durch Taten, durch ein konsequentes christliches Leben oder indem wir unser Licht vor anderen leuchten lassen. Auch wenn wir uns zum Wohl anderer verleugnen, weil Menschen uns wertvoller sind als Reichtum oder der Genuss der Welt, predigen wir Christus.
Wer wie Christus arbeitet, wird ein geistlich starker Christ. In jeder Not ist Gott sein Helfer. Wer sich um die Rettung von Menschen bemüht, spürt seine Unzulänglichkeit, den Mangel an himmlischer Weisheit und flieht in seiner Bedürftigkeit zu dem starken Turm, wo Gott jeder Not abhilft und er wertvolle Erfahrungen machen darf. Er gewinnt geistliche Kraft und wächst in der Erkenntnis der Wahrheit. Er ist geistlich nicht verkümmert oder tot, sondern ein helles Licht. Täglich erhält er Kraft von Gott und wird anderen zum Segen.
Signs of the Times, 4. September 1879 | 1 178 |
| 19 | UNSERE GROẞE AUFGABE (8/9)
Wir haben eine große Aufgabe und brauchen dafür jede Hand. Nicht nur Geld wird benötigt, sondern entschlossene Arbeiter … Männer, die im Glauben für Gott wirken, ausdauernd und dazu bereit, harte Arbeit, Entbehrung und Schmähung zu erdulden, sind genau die Männer, die Gott billigt und zu Seiner großen Mission befähigt. An Mitteln wird es nicht mangeln, wenn wir uns nur in Glauben und Gottvertrauen ans Werk machen.
Es fehlen Missionare, um die Warnungsbotschaft in andere Länder zu tragen. Gott akzeptiert Männer, die Hingabe besitzen, die Er persönlich belehren, beeindrucken und polieren kann. Gott erwartet persönlichen Dienst von jedem Einzelnen, dem Er Seine Wahrheit anvertraut hat. Niemand ist ausgenommen. Manche meinen vielleicht, wenn sie gespendet hätten, bräuchten sie nicht persönlich mitzuhelfen. Doch Gott verhüte, dass sie diesem Irrtum erliegen. Materielle Unterstützung ist nur die eine Hälfte von dem, was Gott fordert. Er will nichts weniger als euch selbst. Ihr müsst in der Seelenrettung arbeiten. Nicht jeder wird als Missionar ins Ausland gerufen, aber ihr könnt zu Hause Missionare sein, in eurer eigenen Familie und Nachbarschaft. Ihr habt etwas zu tun für Gott, das ihr weder seht noch versteht, und ihr wolltet es nicht sehen, verstehen oder tun, weil es eure weltlichen Interessen und geschäftlichen Pläne unterbrechen
Signs of the Times, 4. September 1879 | 1 111 |
| 20 | UNSERE GROẞE AUFGABE (7/9)
Ich bitte euch, meine Brüder und Schwestern, in der Stärke Jesu selbstständig zu sein. Legt die Last eurer Sorgen und Probleme nicht auf euren Prediger. Christus lädt euch ein, zu Ihm als eurem Lastenträger zu kommen. Wenn ihr euch an den Prediger hängt, weil ihr in Unglauben und mangelnder Hingabe an Gott lebt, beansprucht ihr so viel von der Zeit und Kraft, die er nach Gottes Willen für die Verkündigung unter denen einsetzen soll, die die Botschaft noch nicht kennen.
Brüder, wollt ihr nicht vielmehr selber aktiv werden und gemeinsam mit Christi Boten Seelen für die Wahrheit gewinnen? Ihr werdet feststellen, dass das beste Mittel gegen Unglauben und Entmutigung ist, den Glauben mit anderen zu teilen und Menschen in Finsternis die Wahrheit zu bringen. Bemüht euch um eure Nachbarn und diejenigen, die nicht das Vorrecht haben, an Versammlungen teilzunehmen. Streut den Samen der Wahrheit an allen Wassern aus und ermutigt die Herzen von Gottes Dienern damit, dass sie bei ihren Besuchen merken, dass ihr nicht untätig wart, sondern eine oder mehrere Personen von der Dunkelheit ins Licht geführt habt. Ihr könnt über Trübsinn und Zweifel erhaben sein, wenn ihr euch angewöhnt, täglich um Gottes Segen für die Männer zu beten, die der Welt die feierliche Warnungsbotschaft verkünden. Eure Gebete können Gottes Diener wie scharfe Sicheln im Erntefeld begleiten. Gott wird das innige Flehen Seines Volkes erhören. Das Gebet des Glaubens bewegt Gottes Arm.
Signs of the Times, 4. September 1879 | 1 090 |
