Prosveta Verlag
Відкрити в Telegram
Hier gibt es Neuigkeiten, Leseproben und Schmankerl aus dem Prosveta Verlag Deutschland. Unsere Bücher und Informationen über Omraam Mikhael Aivanhov findet ihr hier: www.prosveta.de Impressum: www.prosveta.de/impressum
Показати більше630
Підписники
+124 години
+237 днів
+10230 день
Архів дописів
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 26. August 2026
Die Einweihungslehre lehrt uns, dass alles für unsere spirituelle Entwicklung benutzt werden kann. Es genügt, die Methoden zu kennen. Ich gebe euch ein Beispiel. Ihr wollt eure Gesundheit, euren Willen stärken, mehr Liebe, mehr Weisheit haben. An den ersten Tagen bei zunehmendem Mond betrachtet nachts den Mond. Hebt die rechte Hand und sagt: »Wie der Mond am Himmel zunimmt und voll wird, möge sich mein ganzes Wesen mit Kraft, Liebe, Licht füllen, damit ich ein wahrer Diener Gottes werde!« Ihr sprecht die Formel dreimal. Wenn ihr diese Übung häufig und regelmäßig macht, erzielt ihr Ergebnisse, denn es ist eine magische Übung, und die Magie ist immer wirksam, immer stark. Ihr werdet sagen: »Und bei abnehmendem Mond, können wir da auch etwas machen?« Natürlich, ihr könnt diese Phase nutzen, um an bestimmten schlechten Gewohnheiten zu arbeiten, von denen ihr möchtet, dass sie verschwinden. Und ihr sprecht deshalb die gegensätzliche Formel: »Wie der Mond abnimmt, so mögen diese Schwäche und jene Untugend in mir immer geringer werden und verschwinden, zur Ehre Gottes!« Auch da sprecht ihr die Formel dreimal, indem ihr die Hand hebt.*
-------------
* Vgl. Band 226 »Das Buch der göttlichen Magie«, Kapitel 7.
https://prosveta.de/tagesgedanken/26-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 25. August 2026
Wenn ihr einen Mann seht, der eine unterwürfige Haltung vor den Mächtigen dieser Welt zeigt, weil er sich im Vergleich zu ihnen arm, schwach, mittellos fühlt, sagt ihr, er sei demütig. Wenn ihr aber ein Wesen trefft, das das Gebot Jesu »Seid vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist« realisieren will oder für das Kommen des Königreiches Gottes auf Erden arbeiten will, seid ihr geneigt auszurufen: »Welch ein Hochmut! Für wen hält der sich denn?« Nun, ihr täuscht euch. Der Erste ist nicht demütig durch die Tatsache, dass er sich vor dem Reichen und Mächtigen verbeugt. Gebt ihm eine große Geldsumme oder einen höheren Posten, und ihr werdet sehen, ob er demütig ist! Und wenn er plötzlich mit einer großen Prüfung konfrontiert wird, werdet ihr sehen, ob er vor Gott dem Herrn demütig ist! Wie viele Menschen lehnen sich gegen Gott auf bei den kleinsten Schwierigkeiten oder verleugnen sogar Seine Existenz! Echte Demut ist nicht, sich vor Macht oder Geld zu beugen, sondern wie Jesus im Garten Gethsemane sagen zu können: »Vater, Dein Wille, nicht mein Wille geschehe!«*
-------------
* Vgl. Band 221 »Alchimistische Arbeit und Vollkommenheit«, Kapitel 11.
https://prosveta.de/tagesgedanken/25-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 24. August 2026
Was man im Allgemeinen als Moral bezeichnet, ist oft nur eine Summe von Regeln, die von verschiedenen sozialen, historischen und geografischen Bedingungen abhängen. Es ist eine äußere Moral, eine Norm. Seht nur einmal die verschiedenen Arten, sich zu grüßen: Hier hebt man seinen Hut, da gibt man sich die Hände, hier verbeugt man sich, da küsst man sich auf den Mund. Hier ist es unmoralisch, nackt zu sein, woanders aber, bekleidet zu sein. Hier ist es einem Mann verboten, das Gesicht der Frauen zu sehen, dort muss er es annehmen, die Nacht mit der Frau seines Gastgebers zu verbringen. Alle diese Sitten haben nichts mit wirklicher Moral zu tun.
Moral ist die Gesamtheit der Gesetze, die von der kosmischen Intelligenz in den menschlichen Organismus, mitten in seine Zellen, eingeschrieben sind. Um körperlich und seelisch gesund zu sein, muss der Mensch diese Gesetze respektieren, sonst zerstört er sich. Der wirkliche Ursprung der Moral liegt in ihm, nicht in der äußeren Welt. Es gibt eine absolute Moral, die für jeden gilt. Mit ihr darf man weder spielen noch Argumente benutzen, um Unmoral zu rechtfertigen. Wirkliche Moral kann nicht zerstört werden, sie lebt im Menschen. Wenn ihr eines ihrer Gesetze überschreitet, treffen die Folgen euch unerbittlich, ob ihr weiß, schwarz, gelb oder rot seid.*
-------------
* Vgl. Band 12 »Die Gesetze der kosmischen Moral«, Kapitel 12.
https://prosveta.de/tagesgedanken/24-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 23. August 2026
Viele Leute spüren ein Bedürfnis nach Spiritualität, denken aber, dass sie erst ihre materiellen Angelegenheiten regeln müssten, denn wenn sie einmal diese Angelegenheiten geregelt hätten, seien sie freier für das spirituelle Leben. Das ist ein Irrtum, denn das Regeln des materiellen Lebens ist ein endloses Unterfangen. Kaum hat man eine Situation geregelt, schon tauchen neue Probleme, neue Komplikationen auf. Wir regeln die materiellen Probleme nicht besser, indem wir uns nur auf sie konzentrieren, sondern eher, indem wir unsere Fähigkeit, sie zu regeln, perfektionieren, d.h. indem wir uns im Licht, in der Liebe, im Glauben, in der Hoffnung, in der Großzügigkeit, in der Uneigennützigkeit stärken. Und diese Tugenden erwerben wir durch die Praxis des spirituellen Lebens. Ich sage nicht, dass man auf die äußere Seite des Lebens verzichten soll. Alle, die sie vernachlässigen, um sich nur dem Gebet und der Meditation zu widmen, finden sich schließlich in entsetzlichen Bedingungen wieder, in Dreck, Elend, Krankheit… Das Ideal ist: zu wissen, wie man die beiden verbindet, das Materielle und das Spirituelle, die Füße auf der Erde und den Kopf im Himmel zu haben.*
-------------
* Vgl. Band 18 »Erkenne Dich selbst – Jnani-Yoga«, Kapitel 2.
https://prosveta.de/tagesgedanken/23-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 22. August 2026
Wann werden die Menschen lernen, miteinander so umzugehen, dass sie sich gegenseitig Frieden, Vertrauen, Freude bringen? Wenn man auf die Straße, in die Geschäfte, in die U-Bahn oder in die Bahnhöfe geht, begegnet man nur finsteren, verschlossenen, ausdruckslosen Gesichtern. Ist es normal, dass die Leute so wenig Freude darüber zeigen, dass sie sich begegnen und dass sie einander ein so prosaisches Schauspiel aufdrängen? Warum zeigen sie sich nicht herzlicher, ausdrucksvoller, lebendiger? Das ist wahre Poesie!* Der wahrhafte Dichter ist nicht derjenige, der Verse schreibt, sondern derjenige, der sein eigenes Leben mit Poesie erfüllt, indem er sich bemüht, Reinheit, Liebe und Licht hineinzubringen. So sieht ein Leben voller Inspiration aus. Und wenn es ihm gelungen ist, gibt er auch die Inspiration den anderen weiter, indem er ihnen diese Reinheit, diese Liebe, dieses Licht bringt.
-------------
* Vgl. Band 223 »Geistiges und künstlerisches Schaffen«, Kapitel 4.
https://prosveta.de/tagesgedanken/22-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 21. August 2026
Es ist nicht schlecht, Statuen oder Bildnisse der Gottheit zu besitzen und sich vor ihnen niederzuknien, um Gebete an sie zu richten. Man muss sich jedoch sehr wohl darüber im Klaren sein, dass die Statue der Gottheit nicht die Gottheit selbst ist. Wenn ihr Gebete an sie richtet, ist es nicht die Statue, die euch helfen, euch beschützen wird, sie bringt euch nur in Verbindung mit der Gottheit. Und das ist schon viel. Ihr habt da große Möglichkeiten. Doch die Statue ist nur eine Form. In der Religion sind Formen nützlich, sogar notwendig, man darf aber nicht dabei stehenbleiben, man muss immer das Prinzip suchen, das darüber ist, und sich mit diesem Prinzip verbinden, damit man alle guten Eigenschaften erwirbt, die es besitzt.*
-------------
* Vgl. Band 235 »Im Geist und in der Wahrheit«, Kapitel 12.
https://prosveta.de/tagesgedanken/21-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 22. September 2026
Die Wissenschaftler täuschen sich nicht beim Studium der Phänomene, sondern in den Schlussfolgerungen, die sie daraus ziehen. Von einem bestimmten Punkt an äußern sie sich zu oft über alle Erscheinungsformen des Lebens. Doch wenn ihre Schlussfolgerungen auch in einigen Fällen richtig sind, sind sie es nicht unbedingt immer. Wie viele zum Beispiel behaupten noch, es gäbe auf den anderen Planeten oder in anderen Bereichen des Alls kein Leben, unter dem Vorwand, dass es dort kein Wasser gibt oder andere Elemente, die das Leben auf der Erde möglich machen? Als ob man alle Möglichkeiten der Natur kennen würde, wie sie Leben hervorbringt!
Aber die Natur ist intelligenter als alle Gelehrten, Chemiker, Biologen oder Astrophysiker. Und vor allem besitzt sie sehr viel mehr Vorstellungskraft als jene. Sie hat Leben an Orten und unter Bedingungen geschaffen, wo die Gelehrten es niemals für möglich halten würden. Übrigens, wer kann sagen, was das Leben wirklich ist?* Man kennt die Materie, die Elemente, aus denen es besteht, aber was das Leben ist, wird noch für lange Zeit ein Mysterium bleiben.
-------------
* Vgl. Band 238 »Der Glaube versetzt Berge«, Kapitel 11.
https://prosveta.de/tagesgedanken/22-september-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 20. August 2026
In eurer Familie, mit euren Freunden habt ihr Momente des Glücks erlebt… und auch mit Büchern, Kunstwerken, Musik oder angesichts einiger Naturschauspiele. Nun, sucht diese Momente wieder, und wenn es nur drei oder vier sind oder sogar nur einer. Denkt oft daran zurück, erinnert euch an den Ort, die Umstände, die Personen, konzentriert euch, um die gleichen Gedanken, die gleichen Gefühle, die gleichen Empfindungen wiederzufinden. Allmählich werdet ihr den Eindruck haben, von neuem diese Zustände mit der gleichen Intensität zu leben, als wären sie vor euch, jetzt, in diesem Moment, durch einen wirklichen Anlass gegeben. Das Wesentliche ist nicht, was sich objektiv ereignet, außerhalb von euch, sondern was ihr innerlich fühlt.
Sucht nach allen Augenblicken, in denen ihr verstanden und gefühlt habt, dass das Leben schön ist und dass es einen Sinn hat. Mögen all diese Augenblicke vorhanden sein, zu eurer Verfügung, für den Tag, an dem ihr sie braucht. Und macht es so, dass ihr sogar wählen könnt. Denn den Umständen entsprechend wird die eine Erinnerung wohltuender als eine andere sein, so wie eine Musik passender ist als eine andere.*
-------------
* Vgl. Band 231 »Saaten des Glücks«, Kapitel 10.
https://prosveta.de/tagesgedanken/20-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 19. August 2026
Findet ein Schüler nicht heraus, wie er sich seinem Meister gegenüber verhalten soll, aus Unwissenheit darüber, was ein Meister in seinem Leben bedeuten könnte, so hemmt er damit seinen Fortschritt, denn er hindert seinen Meister daran, ihm so nützlich zu sein, wie dieser könnte und wollte. Der Schüler muss selbst entdecken, wie die Beziehung zu seinem Meister sein sollte, wie er ihn betrachten und sich ihm gegenüber verhalten sollte. Es ist nicht die Aufgabe des Meisters, Empfehlungen dazu abzugeben.
Ein wahrer Meister begnügt sich damit, seine Lehre weiterzugeben und lässt seine Schüler frei. Er wird nie sagen: »Ihr müsst mich achten, bewundern, mir gehorchen.« Niemals! Zum einen, weil es zwecklos ist, denn man kann niemals Achtung, Bewunderung oder Gehorsam erzwingen, und zum anderen, weil er es nicht nötig hat – er kennt andere Quellen der Erfüllung und der Freude. Der Schüler muss, im Interesse seiner eigenen Entwicklung, selbst die richtige Einstellung zu seinem Meister herausfinden.*
-------------
* Vgl. Band 27 »Die Pädagogik in der Einweihungslehre«, Kapitel 9.
https://prosveta.de/tagesgedanken/19-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 18. August 2026
Derjenige, der nach Glück strebt, muss sich zuerst dankbar für alles zeigen, was er auf den physischen, psychischen und spirituellen Ebenen besitzt, und sich bemühen, den anderen etwas Lichtvolles zu bringen. Lernt deshalb, euch zu freuen, besonders über Dinge, die ihr bis jetzt vernachlässigt und missachtet habt. Versucht jeden Tag, mindestens ein Ereignis oder eine Begegnung oder einen Gedanken zu finden, die euch guttun oder euch begeistern, und legt diese in euer Herz, in euren Intellekt. Wenn ihr jeden Tag dem Herrn dankt, wenn ihr es versteht, alles zu würdigen, was Er euch gibt, besitzt ihr das magische Geheimnis, das euer Leben verändern kann. Und die lichtvollen Wesenheiten der unsichtbaren Welt werden sich euch nähern, um euch zu helfen.*
-------------
* Vgl. Band 227 »Goldene Regeln für den Alltag«, Kapitel 98.
https://prosveta.de/tagesgedanken/18-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 17. August 2026
Der Schüler muss lernen, alles, was in der Vergangenheit war, und alles, was in der Zukunft sein wird, in der Gegenwart zu nutzen. Aber wenn ich sage »alles, was in der Vergangenheit war«, verstehe ich darunter nur das, was der wahren Tradition angehört, deren Wesentliches seit undenklichen Zeiten unverändert weitergegeben wird. Und die Zukunft, das sind alle Elemente, die sich im Sinn der Universalität hinzufügen. Denn die Zukunft, die wirkliche Zukunft, geht in diese Richtung, zu den universellen, kosmischen, brüderlichen Werten. Der Schüler muss also in der Gegenwart mit allen Errungenschaften der Vergangenheit leben, sich aber gleichzeitig in die Zukunft hineinversetzen: in die ganze Unendlichkeit seiner Seele und die ganze Macht seines Geistes. Das bedeutet reiches Leben, die Fülle.*
-------------
* Vgl. Band 244 »Dem Licht entgegen«, Kapitel 5.
https://prosveta.de/tagesgedanken/17-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 16. August 2026
Um aus den Grenzen eures gewöhnlichen Bewusstseins herauszukommen, müsst ihr lernen, euch mit den Gedanken sehr hoch hinauf bis zu dem Wesen zu projizieren, das alle Geschöpfe umfängt und sie mit seiner Existenz nährt. Dank eurer Bemühungen, diesem unendlich lichtvollen und mächtigen Wesen nahezukommen, erzeugt ihr Vorgänge in eurem Unterbewusstsein, eurem Bewusstsein und eurem Überbewusstsein. Was ihr dann für Erfahrungen durchlebt, ist unsagbar. Ihr müsst diese Übungen machen, bis ihr spürt, dass ihr nicht mehr als getrenntes Wesen existiert, sondern mit dem Ozean von Licht, der Gott ist, verschmelzt. In der Verschmelzung mit diesem kosmischen Licht findet ihr Erkenntnis, Befreiung und Glück.*
-------------
* Vgl. Band 227 »Goldene Regeln für den Alltag«, Kapitel 86.
https://prosveta.de/tagesgedanken/16-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 15. August 2026
Der Mensch ist mehr als das, was man mit hochentwickelten Apparaten erfassen und sehen kann. Der Mensch kennt sich nicht, und die Medizin kennt ihn auch nicht. Ja, die Medizin arbeitet an Wesen, die sie nicht kennt. Wie viele Mediziner haben noch die Tendenz, den Menschen wie eine Maschine zu betrachten! Sie wissen nicht, dass er von Kräften, Wesenheiten, Intelligenzen bewohnt ist, die fähig sind, in seinem Organismus Elemente herzustellen, die vorher nicht da waren. Sie wissen nicht, dass er außer seinem physischen Körper feinstoffliche Körper besitzt: den ätherischen, astralen, mentalen Körper und den Kausalkörper. Sie kennen nicht sein Denken und seinen Willen, geschweige denn seine Seele und seinen Geist. Wie kann man also glauben, dass sie die richtigen Methoden finden können, um ihn zu heilen? Das ist unmöglich! Es genügt nicht, sich um die physische Ebene zu kümmern. Man muss weiter oben die Elemente, die Wesenheiten berühren, die auf der physischen Ebene wirken und arbeiten.*
-------------
* Vgl. Band 225 »Harmonie und Gesundheit«, Kapitel 4.
https://prosveta.de/tagesgedanken/15-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 14. August 2026
Der Mensch sollte kein absolutes Vertrauen in die Impulse seiner Natur haben, die ihn dazu treiben, all seine instinktiven Bedürfnisse zu befriedigen, z. B. die Essgier, die Sinnlichkeit, das Machtstreben, den Ehrgeiz… Man kann verstehen, dass er Freude daran finden kann, diese Bedürfnisse zu befriedigen. Die Natur ist so reich an Möglichkeiten! Wenn sie jedoch nicht von Vernunft und Weisheit gelenkt und beherrscht werden, sind diese Tendenzen nicht absolut gerechtfertigt. Sie sind in ihrem Impuls gerechtfertigt, aber sie sind niemals in ihrer Erfüllung gerechtfertigt und man darf ihnen deshalb nicht die Freiheit der Verwirklichung geben. Mögt ihr das Bedürfnis zum Essen, Trinken, Besitzen, Kommandieren, Frauen oder Männer verführen haben, das ist wunderbar! All diese Bedürfnisse sind herrliche Kräfte. Sie haben nichts Schlechtes an sich. Aber sie werden schlecht, wenn es nicht den anderen Faktor gibt, die Vernunft, die euch leitet, damit ihr wisst, wie weit ihr sie befriedigen dürft.*
-------------
* Vgl. Band 12 »Die Gesetze der kosmischen Moral«, Kapitel 2.
https://prosveta.de/tagesgedanken/14-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 13. August 2026
Die Menschen haben die Verbindungen untereinander abgeschnitten, und dieser Schnitt heißt: Hass, Feindschaft, Groll, Rache. Ihr werdet sagen: »Aber die Verbindungen sind nicht abgeschnitten, zwei stehen sich doch gegenüber, sie sind dabei, sich zu beleidigen, sich an der Gurgel zu packen!« Auf der physischen Ebene ist das richtig. Die Verbindung ist nicht abgeschnitten, aber ich spreche von der spirituellen Verbindung. Diese Verbindung ist abgeschnitten, und dieser Schnitt heißt Krieg.
Im Krieg gibt es natürlich auch eine Verbindung. Betrachtet zwei Personen, die sich verachten: Sie haben einander am Kragen gepackt, man kann sogar sagen, dass sie noch nie so nah beieinander waren… aber um sich zu massakrieren! Und zwischen anderen, die Tausende von Kilometern getrennt sind, besteht eine wunderbare Verbindung! Wenn ich mit euch über Verbindungen spreche, verstehe ich dieses Wort, wie die Mechaniker und Elektriker es verstehen. Ihr habt zum Beispiel einen Apparat, der nicht funktioniert, weil nur ein Zentimeter Draht fehlt. Man legt die richtige Länge, und alles ist gut, die Verbindung ist wiederhergestellt, der Apparat funktioniert. Alles liegt in der Verbindung.*
-------------
* Vgl. Band 12 »Die Gesetze der kosmischen Moral«, Kapitel 15.
https://prosveta.de/tagesgedanken/13-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 12. August 2026
Das Wasser ist eine der Ausdrucksformen des Lebens. Die chemische Formel H2O zeigt, dass ein Molekül Wasser aus zwei Atomen Wasserstoff und einem Atom Sauerstoff zusammengesetzt ist. Traditionsgemäß assoziiert man Wasserstoff mit dem weiblichen Prinzip, dem Wasser, und Sauerstoff mit dem männlichen Prinzip, dem Feuer.
Wenn die Verbindung dieser zwei Gase – mit Übergewicht an Wasserstoff – Wasser ergibt, kann man vermuten, dass Feuer die Kombination der beiden Prinzipien Männlich und Weiblich ist, wobei das männliche Prinzip vorherrscht. Wasser ist ein passives Prinzip und Feuer ein aktives Prinzip. Aber dieses passive Prinzip, das Wasser, ist selbst zusammengesetzt aus den beiden Prinzipien aktiv und passiv. Man findet demnach im Wasser die Ur-Formel der Schöpfung, die beiden Prinzipien Männlich und Weiblich, welche die Welt hervorgebracht haben.*
-------------
* Vgl. Band 241 »Der Stein der Weisen«, Kapitel 8.
https://prosveta.de/tagesgedanken/12-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 11. August 2026
Solange ein Mensch keine Prüfungen durchgemacht hat, kann man ihn nicht wirklich kennen, und er kennt sich übrigens selbst auch nicht.* Er kennt sich erst danach, erst nach den Prüfungen gewinnt er Klarheit über sich selbst. Ein Mann sagt: »Ich fühle mich stark, keine einzige Frau kann mich verführen.« Na gut, lasst ihn einige Zeit bei hübschen jungen Mädchen, und man wird sehen, wie er handelt. Und andere, die angeblich ehrlich und gut sind, gebt denen viel Geld in die Hände, gebt ihnen viel Macht, dann werdet ihr sehen, ob sie sich auf unehrliche Weise bereichern oder einige Köpfe abschlagen.
Aber wer wahrhaft stark ist, zeigt dagegen in diesen Situationen, in denen er sich seinen Instinkten überlassen könnte, seine Stärke und wird sogar noch stärker, weiser, edler. Das beweist, dass er durch die Prüfungen nicht ins Wanken geraten ist, sondern in sich Mittel und Reserven entdeckt hat, die er nicht vermutet hatte.
-------------
* Vgl. Band 237 »Das kosmische Gleichgewicht – Die Zahl 2«, Kapitel 2.
https://prosveta.de/tagesgedanken/11-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 10. August 2026
Selbst wenn es für euch mühsam ist, früh aufzustehen, selbst wenn ihr von diesem Ereignis, das da vor euren Augen stattfindet, nichts versteht, so lohnt es sich doch, dem Sonnenaufgang beizuwohnen, weil sich ohne euren Willen, außerhalb eures Bewusstseins eine Arbeit vollzieht, deren Auswirkungen sich später zeigen, und ihr werdet selbst darüber erstaunt sein.*
Wenn ein Mensch in seiner Kindheit Szenen der Gewalt und tragische Ereignisse erlebt hat, war er noch nicht in einem Alter, in dem er verstand, was sich ereignet hat, aber eines Tages kommen diese Dramen in Form von Ängsten und Verhaltensstörungen hervor, die sehr schwierig zu heilen sind. Ob man es versteht oder nicht versteht, alles wird gespeichert und kann eines Tages an die Oberfläche kommen.
Selbst wenn ihr nichts »versteht« von diesem kosmischen Phänomen, dem Sonnenaufgang, setzt euch diesen guten Bedingungen aus und euer Geist, eure Seele, euer Körper werden zwangsläufig einige Elemente absorbieren, die sich später als Harmonie, Frieden und Licht in euch ausdrücken.
-------------
* Vgl. Band 201 »Auf dem Weg zur Sonnenkultur«, Kapitel 2.
https://prosveta.de/tagesgedanken/10-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 9. August 2026
Das Licht ist überall im Raum verteilt und durchdringt alles. Der Mensch sieht es nicht, er riecht es nicht, weil er spirituell noch nicht genügend entwickelt ist, um eine so feinstoffliche Wirklichkeit zu erfassen. Aber wenn er sich oft auf dieses kosmische Licht konzentriert, gelingt es ihm, seine Wahrnehmung so sehr zu verfeinern, dass er es nicht nur allmählich spürt, sondern es auch anzieht, damit es ihn durchdringt und an ihm arbeitet.
Gewöhnt euch also daran, euch während der Meditationen auf das himmlische Licht zu konzentrieren, um es anzuziehen und in euch einzuführen. Es wird nach und nach alle verbrauchten, kranken Partikel eures Körpers durch neue, reinere Partikel ersetzen. Und wenn ihr einmal das Licht in euch aufgesogen habt, könnt ihr euch noch üben, dieses Licht in die ganze Welt zu schicken, um allen Menschen zu helfen.*
-------------
* Vgl. Band 212 »Das Licht, lebendiger Geist«, Kapitel 9.
https://prosveta.de/tagesgedanken/9-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 8. August 2026
Im Dasein gibt es mehr Gutes als Schlechtes. Wer immer unzufrieden ist, beweist damit seine Unfähigkeit, die Realität klar zu erkennen. Man muss sich zumindest bemühen, beide Seiten des Lebens zu sehen. Derjenige, der nur das Gute sieht und sich immer zufrieden und optimistisch gibt, ist nicht in der Wahrheit. Aber seine Zeit damit zu verbringen, wütend zu sein, weil der oder jener etwas gesagt oder getan hat, was euch nicht gefällt, weil ihr für etwas mehr als vorausgesehen bezahlen musstet oder sogar noch dümmer, weil das Essen zu verkocht, zu salzig oder nicht salzig genug ist, wegen solch kleiner Unannehmlichkeiten zu reagieren, als wären es Katastrophen, wird euch schließlich stumpfsinnig machen.
Vergleicht deshalb diese Kleinigkeiten mit all dem Reichtum, den euch das Leben bringt. Wenn ihr euch bewusst werdet, dass ihr wegen kleiner Unstimmigkeiten vergessen könnt, wie viele schöne und gute Dinge es in der Welt gibt und dass ihr das Leben eurer Familie und eurer Umgebung durcheinanderbringt, werdet ihr euch schämen…*
-------------
* Vgl. Band 243 »Das Lächeln des Weisen«, Kapitel 1.
https://prosveta.de/tagesgedanken/8-august-2026/
