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Hier gibt es Neuigkeiten, Leseproben und Schmankerl aus dem Prosveta Verlag Deutschland. Unsere Bücher und Informationen über Omraam Mikhael Aivanhov findet ihr hier: www.prosveta.de Impressum: www.prosveta.de/impressum
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Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 16. September 2026
Die ganze Schöpfung ist das Werk des männlichen und des weiblichen Prinzips. Und diese beiden Prinzipien sind eine Spiegelung, eine Wiederholung der beiden großen göttlichen Prinzipien, die alles erschaffen haben: eine Wiederholung des Himmlischen Vaters und der Göttlichen Mutter. In Wirklichkeit sind auch der Himmlische Vater und die Göttliche Mutter nicht Gott Selbst. Sie sind zwei Pole, die aus einem einzigen Prinzip hervorgegangen sind, aus dem Absoluten, Nichtmanifestierten, das die Kabbala Ain Soph Aur nennt (»Licht ohne Ende«).
Es steht geschrieben, der Mensch sei nach dem Bilde Gottes erschaffen, d.h. nach dem Bilde dieser beiden Prinzipien. Jeder trägt in sich einen männlichen und einen weiblichen Teil. Je nachdem, ob er ein Mann oder eine Frau ist, ist der eine Teil sichtbar und der andere verborgen, aber der nicht sichtbare Teil ist trotzdem vorhanden. Jede Frau ist äußerlich eine Frau, aber innerlich besitzt sie das männliche Prinzip. Und jeder Mann besitzt innerlich das weibliche Prinzip. Wenn ihr dieses Gesetz der Polarität kennt und das männliche und weibliche, das aussendende und empfangende, das positive und negative Prinzip zu nutzen wisst, könnt ihr alle Probleme des Lebens lösen.*
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* Vgl. Band 237 »Das kosmische Gleichgewicht – Die Zahl 2«, Kapitel 4.
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Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 15. September 2026
Es wird Zeit, dass die Menschen verstehen, was eine Einweihungsschule wirklich ist. Viel zu viele Menschen stellen sich noch immer vor, dass sie dort Hellsichtigkeit, magische Kräfte und alle Arten von übernatürlichen Fähigkeiten erlangen werden, die ihnen dazu verhelfen, ihre Wünsche und ihren Ehrgeiz zu befriedigen. Oh nein, der wahre Daseinsgrund einer Einweihungsschule ist, die Menschen zu einer unaufhörlichen Arbeit zu bewegen, um das Reich Gottes auf Erden, d.h. die Bruderschaft unter den Menschen, zu verwirklichen.
Um diese Arbeit auszuführen, braucht ihr kein Magier und kein Hellseher zu sein und keine außergewöhnlichen Fähigkeiten zu besitzen; ihr braucht nur weiser, reiner, selbstloser und Meister eurer selbst zu werden.*
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* Vgl. Band 27 »Die Pädagogik in der Einweihungslehre«, Kapitel 11.
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Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 14. September 2026
Jesus sagte: »Es ist leichter für ein Kamel, durch ein Nadelöhr zu gehen, als für einen Reichen, in das Reich Gottes zu gelangen.« Diese Worte scheinen beim ersten Eindruck lächerlich und unsinnig zu sein; sie haben aber in Wirklichkeit eine sehr tiefe Bedeutung. Was charakterisiert denn den Reichen? Sein Astralkörper, d.h. sein Begierden-Körper, ist so aufgebläht und ausgedehnt aufgrund seiner Gier, dass er wie ein riesiger Tumor wird, und dieser Tumor hindert ihn daran, durch das Tor des Reiches Gottes hindurchzukommen. Der Astralkörper eines Kamels hingegen ist sehr klein. Symbolisch gesprochen kommt er durch ein Nadelöhr hindurch. Das Kamel ist mäßig und gibt sich mit wenig zufrieden; deshalb kann es auch die Wüste durchqueren. Unter Bedingungen, unter denen alle anderen längst zusammengebrochen wären, bleibt das Kamel standhaft und geht weiter.
All jene, die maßlose Wünsche haben, sind dabei, in ihrem Astralkörper Tumore zu erzeugen, die sie daran hindern, die Pforte der Einweihung zu durchschreiten. Der Schüler sollte also darauf achten, seine Wünsche und Begierden zu meistern, sonst werden die Tore zum Reich Gottes für ihn verschlossen bleiben.*
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* Vgl. Band 204 »Yoga der Ernährung«, Kapitel 6.
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Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 13. September 2026
Seit Jahrhunderten wiederholt die Kirche, der Mensch sei ein Sünder, in Sünde gezeugt und in Sünde geboren. Aber wenn man diese Meinung unterstreicht und verbreitet, hindert man die Menschen daran, sich wieder aufzurichten, man vermindert ihre Hoffnung und ihren Wunsch, aus dieser Situation herauszukommen. Sicher, es liegt eine gewisse Wahrheit darin: Der Mensch wurde in Sünde gezeugt. Schaut nur, unter welchen Bedingungen die Eltern ihre Kinder zeugen! Geschieht das im Licht, in der Reinheit und in der wahren Liebe? Nein. Hier sind also schon die ersten Sünden, die sie ihren Kindern übermitteln. Aber dass seit Adam und Eva die Erbsünde gezwungenermaßen von Generation zu Generation weitervererbt wird: Nein.
Wenn die Menschen das Licht finden, wenn sie sich üben, Güte, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Weisheit zu kultivieren, ist es ohne Bedeutung, dass Adam und Eva eine Sünde begangen haben; alles kann verändert und umgewandelt werden. Man darf den Menschen keine Meinungen eintrichtern, die sie ständig zu weit unten in der Schuld festhalten, ohne jegliche Hoffnung, eines Tages wieder herauszukommen. Man ist natürlich ein Sünder, aber man ist nicht gezwungen, es für alle Ewigkeit zu bleiben; man muss vorwärtsschreiten bis zur Vollkommenheit.*
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* Vgl. Band 214 »Liebe, Zeugung und Schwangerschaft«, Kapitel 9.
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Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 12. September 2026
Um in euch selbst und in der ganzen Welt Veränderungen zu bewirken, müsst ihr den höchsten Gipfel eurer inneren Berge erreichen. Der Gipfel im Menschen ist sein Kausalkörper. Und bis dort hinauf müsst ihr euch erheben, um eure Bitten und Wünsche vorzubringen. Sie prägen sich der Materie dieser Region auf, die die feinstofflichste, reinste und deshalb auch mächtigste Materie ist. So können sich eure Bitten und Wünsche erfüllen und Veränderungen in euch selbst und der ganzen Welt hervorbringen.*
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* Vgl. Band 222 »Die Psyche des Menschen«, Kapitel 10.
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Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 11. September 2026
Auf die eine oder andere Art kostet jede Freude, jedes Glück etwas. Nur wenn ihr endgültig im Himmel seid, braucht ihr nichts mehr zu bezahlen. Ihr schwimmt dann mitten im Ozean, und wenn man sich mitten im Ozean befindet, wem sollte man dann etwas bezahlen? Aber wenn ihr den Ozean verlasst, müsst ihr für den kleinsten Tropfen bezahlen. Wie oft musstet ihr dies feststellen! Nach der Freude kommt immer das Leid. Ihr wartet sogar darauf. Wenn ihr ein großes Glück erlebt habt, sagt euch irgendetwas, dass ein Kummer auf euch lauert. Viele Leute haben Angst, wenn sie sehr glücklich sind.
Ihr könnt den Unannehmlichkeiten, die aus der äußeren Welt auf euch zukommen, niemals ganz entgehen, aber innerlich könnt ihr euch schützen. Und der einzig wirksame Schutz ist die Verbindung mit dem Himmel. Wenn ihr mit dem Himmel verbunden und seinem Willen ganz ergeben seid, dann seid ihr eins mit ihm, und deshalb braucht ihr innerlich auch nichts zu bezahlen. Schuldet Gott irgendjemandem etwas? Nein, alles gehört Ihm, und wenn ihr in Gott lebt, so wird auch euch alles gehören.*
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* Vgl. Band 27 »Die Pädagogik in der Einweihungslehre«, Kapitel 5.
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Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 10. September 2026
All jene, die sich bewusst der Sonne nähern mit dem Wunsch im Herzen, wie sie zu werden, nehmen schließlich wirklich etwas vom Leben, von der Wärme und vom Licht der Sonne in sich auf. Und die anderen, die dies fühlen, werden sich ihnen nähern. Wie sollte man sich auch nicht einem Menschen nähern, bei dem man sich belebt, erwärmt und erhellt fühlt? Diejenigen hingegen, die kalt, trüb und ohne Leben sind, werden gemieden, oder aber, wenn man gezwungen ist, sie aufzusuchen, verschließt man sich ihnen gegenüber.
Schaut euch die Blumen an. In der Nacht schließen sie sich; am Tag hingegen öffnen sie sich der Sonne. Aber ja, dies ist eine Sprache. Die Blumen sprechen zu uns und sagen: »Ihr könnt die Herzen und die Seelen nur mit Liebe, Güte und Sanftmut öffnen.« Aber wer versteht schon die Blumen?*
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* Vgl. Band 201 »Auf dem Weg zur Sonnenkultur«, Kapitel 8.
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Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 9. September 2026
Die Natur wird von vielen Geschöpfen bevölkert, die für den Menschen unsichtbar sind. Je nach dem Land, dem Ort oder dem Element, in dem sie leben, hat man ihnen verschiedene Namen gegeben. Wenn ihr z.B. in einen Wald geht, solltet ihr euch der Gegenwart all dieser Wesen bewusst sein, die es wirklich gibt, die tätig sind und euch sehen. Versucht, euch mit ihnen zu verbinden und sogar ein paar Worte mit ihnen zu sprechen, um ihnen zu zeigen, dass ihr ihre Arbeit schätzt.
Ihr nähert euch z.B. einem Baum und sagt zu ihm: »Wie schön du bist! Wie stark, widerstandsfähig und standhaft du bist! Oh, könnte auch ich so widerstandsfähig und standhaft sein! Ich trage dir auf, allen Bäumen des Waldes zu sagen, dass sie großartig sind, dass ich sie liebe; grüße alle von mir und übermittle ihnen meine Umarmung.« Und dann umarmt ihr den Baum. Er wird eure Liebe dem ganzen Wald weitergeben! Wenn ihr dann weitergeht, kommen viele Wesen heraus, die in den Bäumen wohnen, um euch zu sehen. Sie sind bezaubert, sie tanzen um euch herum, und wenn ihr dann nach Hause kommt, seid ihr glücklich und fühlt, dass dies das wahre Leben ist.*
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* Vgl. Band 13 »Die neue Erde«, Kapitel 8.
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Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 8. September 2026
Unsere Seele ist ein ganz kleiner Teil der Universalseele. Sie fühlt sich in unserem physischen Körper so begrenzt, so erstickt, dass es ihr größter Wunsch ist, sich im unendlichen Raum auszudehnen. Auch ist es ein Irrtum anzunehmen, wie es im Allgemeinen der Fall ist, dass sich die ganze Seele im Menschen befindet. Nein, in Wirklichkeit befindet sich nur ein kleines Teilchen in uns, fast die ganze Seele bleibt außerhalb von uns und führt ein unabhängiges Leben im kosmischen Ozean.
Es ist wichtig, dass ihr klarere Vorstellungen von der Natur der Seele und ihrer Tätigkeiten bekommt. Ihr solltet also wissen, dass eure Seele nicht begrenzt ist; sie lebt außerhalb eures physischen Körpers, und während sie ihn weiter belebt, reist sie und besucht die verschiedenen Regionen des Raumes und alle Wesenheiten, die ihn bewohnen. Unsere Seele übertrifft bei weitem alles, was wir uns über sie vorstellen können, und jener Teil der Universalseele, der in uns ist, strebt ständig nach dem Raum, nach der Unermesslichkeit und nach der Unendlichkeit.*
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* Vgl. Band 211 »Die Freiheit, Sieg des Geistes«, Kapitel 1.
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Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 7. September 2026
Die wahre Stille ist nicht nur eine Abwesenheit von Geräuschen. Die wahre Stille steht über dem gesprochenen Wort und über der Musik. Sie ist eine Welt des Lichtes, ein mächtiges Zentrum, dem alles Erschaffene entspringt. Diese Stille selbst ist der Ausdruck Gottes.
Ihr solltet lernen, euch mit dieser Stille zu verbinden, in sie einzutauchen, indem ihr euch bemüht, eure Gedanken zum Stillstand zu bringen. In dieser Stille lässt sich eine großartige Harmonie in euch nieder, und es kann sogar sein, dass Gott zu euch spricht. Denn nur im Schoß der Stille und der Harmonie ist Gott bereit zu sprechen.*
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* Vgl. Band 229 »Der Weg der Stille«, Kapitel 2.
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Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 6. September 2026
Lesen und Schreiben sind heute in der zivilisierten Welt wesentliche, ja unentbehrliche Tätigkeiten geworden; aber das bedeutet nicht, dass die Menschheit ohne sie keinen Fortschritt gemacht hätte.
Lesen und Schreiben stellen zweifelsohne große Vorteile dar, aber dass man dem Papier eine derart große Bedeutung zugemessen hat, hat auch viele nachteilige Folgen. Man stützt sich nur noch auf das Papier, es zählt nur noch das Papier, man ist unfähig, darüber hinauszusehen. Wenn auf einem Papier steht, dass ihr schuldig seid, und ihr seid es in Wirklichkeit nicht, so kann man euch äußerlich eure Unschuld nicht ansehen. Man liest das Papier und beschuldigt euch, man zeigt mit Fingern auf euch und sperrt euch ins Gefängnis. Heutzutage ist der Mensch nichts mehr wert, und das Papier ist allmächtig!*
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* Vgl. Band 28 »Die Pädagogik in der Einweihungslehre«,Kapitel 4.
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Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 5. September 2026
Ihr könnt das unendlich Große nur erreichen, wenn ihr damit beginnt, an dem unendlich Kleinen zu arbeiten. Wenn ihr die Gottheit erreichen wollt, müsst ihr euch auf die Zellen eures Körpers konzentrieren und dabei wissen, dass jede Zelle eine lebendige Wesenheit ist. Wenn ihr jeden Tag an eure Zellen denkt, wie ihr sie reinigen, stärken, erleuchten könnt, so werdet ihr nach und nach fühlen, dass ihr allmählich die Gottheit berührt, die selbst Reinheit, Kraft und Licht ist.*
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* Vgl. Band 202 »Der Mensch erobert sein Schicksal«, Kapitel 5.
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Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 4. September 2026
Ihr betrachtet eine Rose und gleich fühlt ihr etwas so Poetisches in euch, dass euer innerer Zustand davon verwandelt ist. Auch die leiseste Empfindung, auch das schwächste Gefühl verändert schon etwas im Innersten eures Wesens. Die Blume, die ihr betrachtet, spricht zu euch durch ihre Farben, ihre Form, ihren Duft; sie bahnt sich einen Weg in euch, durch eure feinstofflichen Körper hindurch und erweckt in eurer Seele die Form, den Duft und die Farbe, die ihr entspricht. Das Gleiche gilt natürlich auch für einen abstoßenden Gegenstand.
Deshalb sollte man darauf achten, sich nur mit harmonischen, schönen und reinen Dingen zu umgeben, denn ihr Einfluss durchdringt euch. Und da es im geistigen Bereich Qualitäten und Tugenden gibt, die dieser Harmonie entsprechen, so ergibt sich daraus, dass diese Qualitäten und Tugenden sich nach und nach in euch manifestieren.*
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* Vgl. Band 227 »Goldene Regeln für den Alltag«, Kapitel 104.
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Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 3. September 2026
Nehmt an, ihr habt eine Schwäche, der ihr nicht widerstehen könnt: Ihr liebt zu sehr den Alkohol oder die Frauen, es drängt euch dazu, andere zu verleumden oder euer Geld in sinnlosen Einkäufen zu verschwenden oder euch zu vergnügen, während ihr arbeiten solltet usw. Versucht nun die Vorzeichen dieser Schwäche herauszufinden, d.h. die Zeichen, die euch die Ankunft dieser Versuchung ankündigen. Ihr werdet merken, dass diese Vorzeichen immer die gleichen sind und eine Warnung darstellen. Versucht, euch zu analysieren und zu erforschen, bei welchen Gelegenheiten diese Schwäche in der Vergangenheit aufgetreten ist und welche Vorzeichen dabei vorausgegangen sind. Ihr werdet herausfinden, dass diese Warnung vielleicht eine Empfindung im Solarplexus oder ein Unbehagen oder ein Bild ist, das vor euch auftaucht usw.
Jeder wird durch Zeichen gewarnt, aber diese Zeichen sind je nach Person verschieden; deshalb muss jeder selbst in sich suchen. Wenn ihr schließlich diese Vorzeichen in euch entdeckt habt, könnt ihr Herr der Situation werden, denn, sobald sie auftreten, wisst ihr, dass ihr euch aufmerksam und wachsam verhalten müsst.*
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* Vgl. Band 13 »Die neue Erde«, Kapitel 5.
https://prosveta.de/tagesgedanken/3-september-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 2. September 2026
Eine Medizin, die sich auf das kranke Organ beschränkt, beruht auf keinen guten Prinzipien. Die wahre Medizin muss den ganzen Menschen erfassen, denn wenn man sich bemüht, den ganzen Menschen zu regenerieren, so ziehen alle Organe, alle Teile des Körpers Nutzen aus dieser Regeneration.
Die Medizin der Zukunft wird sich nicht mehr darum kümmern, nur ein einziges Organ zu heilen: Sie wird die Menschen lehren, ihr gesamtes Wesen in einen guten Zustand zu versetzen, es zu reinigen und es in Harmonie mit dem Universum zu bringen. Dann werden nicht nur die schon ausgebrochenen Krankheiten verschwinden, sondern auch andere, noch versteckte Störungen, die auf eine Gelegenheit warteten, um hervorzukommen. Momentan ersetzt man ein Organ und schneidet ein anderes heraus, aber der Mensch bleibt krank, weil man keine umfassende Sichtweise von ihm hat. In Zukunft wird man lernen, so vorzugehen, dass man die geringste Unpässlichkeit nutzt, um den ganzen Organismus wieder in Ordnung zu bringen.*
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* Vgl. Band 6 »Die Harmonie«, Kapitel 3.
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Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 1. September 2026
Ist der Mensch frei oder ist er dem Schicksal unterworfen? Über diese Frage wird seit Jahrtausenden diskutiert. Der Fehler besteht darin, zu glauben, dass alle Menschen den gleichen Gesetzen unterliegen. All jene, die wie die Tiere nur ihren rein instinktiven Impulsen gehorchen, werden selbstverständlich Schicksalsschläge erleiden. Ihre eigene Natur erschafft ihnen dieses Schicksal. Diejenigen hingegen, die es geschafft haben, Meister ihrer Instinkte, ihrer Leidenschaften zu werden, entgehen dem Schicksal und treten ein in die Welt der Vorsehung, der Gnade, wo sie das Licht und die Freiheit kennenlernen.
Man darf sich nicht vorstellen, dass alle frei sein können oder dass alle einem unerbittlichen Geschick unterliegen. Nein, die Freiheit hängt vom Entwicklungsgrad ab. Je nachdem, wie der Mensch denkt, fühlt oder handelt, erleidet er entweder Schicksalsschläge oder er zieht die Segnungen der Vorsehung an. In einigen Bereichen ist der Mensch also gebunden, dem Schicksal unterworfen, und in anderen Bereichen entgeht er dem Schicksal, ist er frei – bis zu dem Tag, an dem er über seine Freiheit vollständig verfügen kann.*
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* Vgl. Band 211 »Die Freiheit, Sieg des Geistes«, Kapitel 5.
https://prosveta.de/tagesgedanken/1-september-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 31. August 2026
Seit abertausend Jahren bitten die Menschen: »Herr, unser Gott, vernichte das Böse!« Aber der Herr kratzt sich am Kopf, Er lächelt und sagt sich: »Die Armen! Wenn sie die Nützlichkeit ihres Leidens verstehen würden, würden sie aufhören, mich zu bitten. Aber bis dahin – immer dieselben Gebete!« Man soll natürlich beten, aber man soll um Folgendes bitten: »Herr, mein Gott, lehre mich, wie Du die Welt geschaffen hast, wie Du die Dinge betrachtest. Gib mir das Verständnis, die Weisheit, die Intelligenz, damit ich wie Du über dem Bösen stehen kann, damit es mich nicht berührt und dass ich fähig sein möge, mich seiner zu bedienen, um große Dinge zu verwirklichen.« Wer so denkt, sieht, dass das Böse eine positive Rolle im Universum zu spielen hat. Ihr werdet sagen, dass ihr es anders gelernt habt. Das ist möglich, aber solch eine Unterweisung ist unvollständig. Sie ist gut und wahrhaftig für Kinder, aber die Wirklichkeit ist anders. Die ganze Schöpfung beweist, dass das Böse in der kosmischen Ökonomie unerlässlich ist.*
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* Vgl. Band 210 »Die Antwort auf das Böse«, Kapitel 3.
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Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 30. August 2026
Ihr habt gesehen, wie sich ein Kürbis entwickelt: Er hängt zuerst an einem ganz kleinen Stängel, den man leicht brechen kann. Aber je dicker der Kürbis wird, desto stärker wird der kleine Stängel, so stark, dass er eines Tages einem Gewicht von mehreren Kilogramm standhalten kann. Das gleiche Phänomen geschieht mit dem Schüler einer Einweihungsschule. »Wie«, werdet ihr sagen, »Sie vergleichen uns mit Kürbissen?« Ärgert euch nicht, das ist nur ein Bild, versucht zu verstehen! In dem Maße, wie es euch gelingt, die Strömungen und Schwingungen der spirituellen Welt zu erfassen, die von großer Intensität sind, arbeitet etwas in euch, damit ihr allen Spannungen standhalten könnt. Aber das kann nur allmählich geschehen. Wenn einige alles auf einmal lernen und ausprobieren und ihre spirituellen Fähigkeiten sofort entwickeln wollen, setzen sie sich ernsten Gefahren aus, dem Wahnsinn oder sogar dem Tod. Man muss sachte, geduldig, regelmäßig vorgehen. So gelingt es dem Nervensystem, sich zu stärken, und es wird fähig, den größten psychischen Spannungen standzuhalten.*
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* Vgl. Band 29 »Die Pädagogik in der Einweihungslehre«, Kapitel 6.
https://prosveta.de/tagesgedanken/30-august-2026/
Tagesgedanken von Omraam Mikhael Aivanhov vom 29. August 2026
Unternehmt niemals etwas, was es auch sei, ohne über die Natur der Kräfte nachzudenken, die ihr auf diese Weise in Bewegung bringt. Es ist immer einfach, Kräfte oder Ereignisse auszulösen. Wenn sie aber einmal ausgelöst sind, ist es sehr schwierig, sie zu lenken, sie zu orientieren und noch schwieriger, sie in Schranken zu halten, wenn man merkt, dass man sich getäuscht hat. Wenn den Menschen diese Tatsache bewusster wäre, würden sie mehr überlegen, bevor sie Veränderungen beschließen. Wie viele Leute haben – innerlich mit den besten Absichten – beschlossen, eine bestimmte Ordnung der Dinge zu ändern! Aber die Kräfte, die sie auf diese Weise in Gang gebracht hatten, entglitten nach und nach ihrer Kontrolle, und sie selbst endeten vollständig gebrochen. Der Ausdruck »Zauberlehrling« bezeichnet genau den Menschen, der durch Unvorsichtigkeit Strömungen entfacht, die er danach nicht mehr beherrschen und lenken kann und die ihn letzten Endes zerstören.*
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* Vgl. Band 227 »Goldene Regeln für den Alltag«, Kapitel 14.
https://prosveta.de/tagesgedanken/29-august-2026/
