Raphael Mayrhofer
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Fachmann fĂŒr Politik und Kommunikation |đ SĂŒdtirol | đ± schreibt ĂŒber Ganzheitlichkeit, SouverĂ€nitĂ€t, Nationalismus, Ăkologie und Soziales.
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und schufen internationale Aufmerksamkeit fĂŒr die SĂŒdtirolfrage. Selbst der â von Vertretern der Landesregierung gern als âVater der Autonomieâ bezeichnete â ehemalige Landeshauptmann Silvius Magnago attestierte den FreiheitskĂ€mpfern deshalb âeinen bedeutenden Beitrag (⊠zur Erreichung einer besseren Autonomieâ.
Eine Autonomie, die im Kern ethnisch gedacht, im Ursprung jedoch bereits verwĂ€ssert und schlieĂlich egalitĂ€r-liberal ausgehöhlt wurde.
So heiĂt es in Punkt 1 des sogenannten Gruber-De-Gasperi-Abkommens, dass den âdeutschsprachigen Einwohnern (âŠ) MaĂnahmen zum Schutze des Volkscharakters (ethnical character) sowie der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung des deutschsprachigen Bevölkerungsteils zugesichert werden.â Die Ladiner wurden indes im Vertrag nicht erwĂ€hnt. Weiterhin wird den âStaatsbĂŒrgern deutscher Spracheâ unter Punkt 1 d) die âGleichberechtigung hinsichtlich der Einstellung in öffentliche Ămterâ gewĂ€hrt, âum ein angemesseneres VerhĂ€ltnis der Stellenverteilung zwischen den beiden Volksgruppen zu erzielenâ.
Die Begriffe âVolkscharakterâ und âVolksgruppenâ verweisen auf den ethnischen Rahmen des Vertrages, der durch die VerschrĂ€nkung mit sprachlichen Kriterien zugleich relativiert wird. Das in Punkt 1 d) genannte âangemessenere VerhĂ€ltnis der Stellenverteilung zwischen den beiden Volksgruppenâ bildet die Grundlage des sogenannten âethnischen Proporzesâ.
Diese Zielsetzung wurde jedoch bereits durch die Strukturierung einer territorialen Autonomie abgeschwĂ€cht. Die rechtlichen Kompetenzen und Privilegien SĂŒdtirols beschrĂ€nken sich dadurch explizit nicht auf die deutsche (und ladinische) Volksgruppe, sondern wurden im Geist von Egalitarismus und Liberalismus auf alle Bewohner des Territoriums universalisiert.
So erfolgt die Sprachgruppenzugehörigkeit, welche die Grundlage des nur namentlich âethnischenâ Proporzes bildet, infolge einer freien persönlichen ErklĂ€rung und nicht aufgrund der jeweiligen Abstammung. Ein Wechsel der Sprachgruppe ist zudem rechtlich mehrfach möglich. 1991 wurde dieser Bezug durch die EinfĂŒhrung der SprachgruppenzuordnungserklĂ€rung weiter relativiert. Sie ermöglicht es Personen, die keine Zugehörigkeit zu einer der drei anerkannten Sprachgruppen erklĂ€ren möchten, dennoch rechtlich erfasst zu werden. Konkret: Jeder Migrant kann sich so zum Angehörigen der angeblich geschĂŒtzten deutschen Minderheit erklĂ€ren. Auch der Besuch der âdeutschsprachigenâ, âladinischsprachigenâ oder âitalienischsprachigenâ Schulen ist nicht an ethnische Kriterien gebunden.
Faktisch wurden damit die ursprĂŒnglichen SchutzsphĂ€ren der Autonomie bereits im Kern abgeschwĂ€cht. Eine Entwicklung, die in Kombination mit zwei Wellen der Ansiedlung Fremder (Italienisierung und Globalisierung) dazu fĂŒhrt, dass das deutsche SĂŒdtirol â zum ersten Mal seit ĂŒber 1.200 Jahren â Gefahr lĂ€uft, seine ethnische Mehrheit zu verlieren.
Heute vor genau 80 Jahren wurde zwischen Ăsterreich und Italien der sogenannte âPariser Vertragâ abgeschlossen. Dieser bildet rechtlich die Grundlage der SĂŒdtirol-Autonomie. FĂŒr das âoffizielle SĂŒdtirolâ ein Anlass zu groĂen Feiern. Unliebsame âRandnotizenâ werden dabei gern unter den Teppich gekehrt. Etwa der originĂ€r ethnische Charakter des Vertrages. Oder der Umstand, dass wir diese Autonomie einer Gruppe verdanken, die sie selbst nicht wollte, sondern fĂŒr das GrundsĂ€tzliche stritt: den SĂŒdtiroler FreiheitskĂ€mpfern.
Seit der Besetzung SĂŒdtirols durch Italien im Jahr 1918 durchzogen Gewalt, Vertreibung und UnterdrĂŒckung die Geschichte unseres Landes. Die systematische Italienisierung durch Sprach- und Kulturverbote sowie die Massenansiedlung von Italienern fĂŒhrte zu wachsendem Widerstand der SĂŒdtiroler, der sich in den Sechzigern als Freiheitskampf entlud. AnschlĂ€ge auf Strommasten, Wohnanlagen fĂŒr Einwanderer sowie Symbole der âItalianitĂ â erhöhten den Druck auf Italien...
Der Wahlkampf der AfD in Sachsen-Anhalt ist groĂartig orchestriert. Dennoch â oder gerade deshalb â sollte das volksbewusste Milieu (vulgo "Vorfeld") kritische Distanz wahren und nach der Wahl Taten einfordern. Wir brauchen keine Jubelperser, sondern politische Strategen.
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Lebensweisheit: Wenn der Hagel eure Pflaumen zerstört, ist es gut, eine Frau zu haben, die weiĂ, wie man daraus trotzdem noch Marmelade macht.
Wohlstand und FertilitÀt korrelieren meist negativ. Mehr Reichtum, weniger Kinder. Auch hier ist eine Begrenzung sinnvoll. Wir brauchen weder Armut noch Kinderarmut. Ziel muss ein ökonomisch-demografisches Gleichgewicht sein. Nur das ist nachhaltig. Auch ökologisch.
Lindsay Clancy: Es gehört zur tragischen BanalitĂ€t der polarisierten Gesellschaft, dass selbst FĂ€lle von Kindsmord infolge einer (möglichen) postpartalen Psychose zur weiteren Spaltung in eine hypersensible feministische Linke und eine populistisch-revanchistische Rechte fĂŒhren.
Es gibt keinen Grund, sich zwischen IdentitÀtspolitik und Sozialpolitik zu entscheiden. Grenzen sind die Antwort. Wachstumsgrenzen, Migrationsgrenzen, Zölle, Reichtumsbegrenzung, Mietobergrenzen... Der Sozialstaat ist nur im Rahmen des Nationalstaats möglich.
Das herrschende System beruht auf dem ahistorischen Dogma der Alternativlosigkeit. Sie sagen: Es gibt keine Alternative zu Migration, Liberalismus und Kapitalismus. Doch die gibt es. Und niemand kann uns zwingen, die bestehenden VerhÀltnisse als unverÀnderlich hinzunehmen.
Ich halte wenig vom Auftreten von "Aktivist Mann". Auch politisch dĂŒrften uns Welten trennen. Allerdings halte ich noch weniger von Distanzierungen auf System-Zuruf.
Eine postethnische Gesellschaft kennt keine Freiwilligenarbeit und Nachbarschaftshilfe. Sie ist liberal, unsolidarisch und individualistisch. Konsum, wirtschaftlicher Erfolg und Selbstinszenierung bilden ein unbefriedigendes Surrogat fĂŒr eine echte, verbindende IdentitĂ€t.
Wer Massenmigration will, unterstĂŒtzt das geistige Ausbluten der HerkunftslĂ€nder (brain drain).
Deshalb dient Remigration gleich doppelt dem Erhalt des Eigenen. Dem ethnokulturellen Erhalt Europas und der sozioökonomischen StÀrkung Afrikas, des Nahen Ostens und Asiens.
Zahlreiche Statistiken belegen, dass die Abwanderung von FachkrĂ€ften eine Kettenmigration von Nicht-FachkrĂ€ften auslösen kann. Und abermals die Abwanderung in den ZiellĂ€ndern verstĂ€rkt. Konkret: Der afrikanische Arzt, der seine Heimat verlĂ€sst, um nach Europa auszuwandern, hinterlĂ€sst ein medizinisches Vakuum und verstĂ€rkt die Push-Faktoren fĂŒr Migration. Seine ehemaligen Patienten stehen plötzlich ohne Arzt da. Manche davon werden deshalb ebenfalls den Weg nach Europa antreten. In Europa selbst fĂŒhrt der permanente Zuwachs an Fremden zu ökonomischen, sozialen, gesellschaftlichen, ethnischen und kulturellen Problemen. Unleistbarer Wohnraum, ĂŒberfremdete Klassenzimmer, Ăberbevölkerung, KriminalitĂ€t und Unsicherheit verstĂ€rken auch hier die Push-Faktoren fĂŒr Migration. Die Folge: Die massive Abwanderung europĂ€ischer FachkrĂ€fte.
Migration fĂŒhrt somit zu mehr Migration...
Deshalb verbindet Remigration Nationalismus, Postkolonialismus und Antikapitalismus. Denn die totale Globalisierung und Flexibilisierung durch Massenentwurzelung ist weder ein nachhaltiges Konzept, noch sozial vertrÀglich. Eine echte Lösung bietet nur die Verwurzelung im Eigenen, geschlossene demografische und ökonomische KreislÀufe und die Heimkehr zu sich selbst.
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"'GebĂ€ren ist mĂŒhsam' â sagen die andern â 'wozu noch gebĂ€ren? Man gebiert nur UnglĂŒckliche!' Und auch sie sind Prediger des Todes."
Nietzsche, Also sprach Zarathustra
Die Masse liest weder Migrationsstudien noch analysiert sie Klimamodelle. FĂŒr sie ist die persönliche Wahrnehmung entscheidend.
Deshalb werden Relativierungsstrategien zur Massenmigration an der RealitÀt scheitern und steigende Temperaturen die Klimafrage reaktivieren.
Eingollan ist eine Liberale. NatĂŒrlich vertritt sie deshalb liberale Vorstellungen - auch von SexualitĂ€t. Das kann - und sollte - man kritisieren. Beleidigungen sind jedoch - auch hier - falsch und kontraproduktiv. Sie verhindern eine konstruktive Debatte und Einsicht.
Die nationalistische Position: SexualitĂ€t dient biologisch der Fortpflanzung und psychoemotional der Bindung in Beziehungen sowie der Lustbefriedigung und Entspannung. SexualitĂ€t ist natĂŒrlich und wichtig, sollte weder tabuisiert, noch durch Hedonismus entwertet werden.
Wer kurzfristiger bindungsloser Triebbefriedigung nachjagt und stÀndig Sexualpartner wechselt, inszeniert und verdinglicht sich als reines Objekt. Als Ware, die der Marktlogik von Pornografie und Prostitution folgt.
Damit beraubt er sich selbst um den tiefen Wert einer langfristigen, tiefen Beziehung, welche auf Vertrauen, Schutz und IntimitĂ€t beruht und welche die Grundlage fĂŒr stabile Familien und eine gesunde Nation darstellt.
Wir mĂŒssen uns nicht zwischen der linksliberalen "offenen Gesellschaft" und dem rechtsliberalen "freien Markt" entscheiden. Wir können beides ablehnen. Und wir sollten.
Linke und AuslĂ€nder wollen Safe-Spaces fĂŒr Migranten. Nationalisten wollen einen deutschen Nationalstaat als Safe-Spaces fĂŒr Deutsche.
Der ultralibertĂ€re PrĂ€sident Argentiniens, Milei, will auslĂ€ndischen Unternehmen den Zugang zu Landbesitz erleichtern. Unter dem Motto âDas Vaterland verkauft man nicht!â mobilisieren soziale und nationalistische Gruppen zu Protesten.
Keinen Frieden mit Reaktion und Kapital.
