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09_September_2026_Der_Heilige_Petrus_Claver_Der_Apostel_der_afrikanischen.mp3
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WĂ€hrend dieser kurzen Zeit ihres Aufenthalts war Petrus tĂ€glich in ihren Pferchen, reinigte und tröstete sie mit der ZĂ€rtlichkeit einer Mutter, erbettelte Kleidung und Lebensmittel fĂŒr sie, unterrichtete sie im heiligen Glauben und betete mit ihnen. Er lehrte sie, das Kreuzzeichen zu machen, das Vaterunser und das Ave-Maria zu beten, und erzĂ€hlte in rĂŒhrender Einfachheit von der GĂŒte des allmĂ€chtigen Schöpfers, von der Barmherzigkeit des um unseretwillen gekreuzigten Erlösers und von der Liebe des Heiligen Geistes. Er bereitete sie auf die heilige Taufe vor, die er ihnen dann mit möglichst großer Feierlichkeit spendete. Diese Riesenarbeit vollbrachte Petrus vierzig Jahre lang – jedes Mal, wenn neue Sklavenschiffe aus Afrika landeten. Und er vollbrachte sie mit wachsender Liebe und immer vollkommenerer Opferfreudigkeit.  DafĂŒr aber ehrten und liebten ihn die dankbaren Sklaven mit unbeschreiblicher AnhĂ€nglichkeit und Folgsamkeit. Ihr Abschied von ihm, wenn sie Cartagena verlassen mußten, rĂŒhrte sehr oft sogar die Zuschauer zu TrĂ€nen.   Weil die Stadt ein ungesundes Klima hatte, war die Zahl der Kranken immer sehr groß. Der Heilige pflegte insbesondere jene, die von den widerwĂ€rtigsten Krankheiten befallen waren. Zu seinem unermĂŒdlichen Dienst an den Sklaven gehörte auch, Buße fĂŒr sie zu leisten, indem er sich selbst zĂŒchtigte, wenn er dem Seelenelend seiner ihm anvertrauten Sklaven begegnete.   In all dem Elend, dem er begegnete, wurde er von einer tiefen Frömmigkeit getragen. Wo immer er allein des Weges ging, war er im Gebet vertieft. Viele NĂ€chte betete er vor dem Tabernakel, wobei sein Haupt öfters von einem hellen Lichtglanz umstrahlt wurde und er EntzĂŒckungen erlebte, die ihn den Himmel schauen ließen.   Doch nicht nur das Elend der Sklaven hatte er mitzutragen, um ihnen zum Trost zu werden. Er mußte auch die Feindseligkeiten der SklavenhĂ€ndler ertragen. Es wird berichtet:   Von den SklavenhĂ€ndlern wurde er sehr oft arg beschimpft, gestoßen und zur TĂŒre hinaus gejagt. Petrus duldete alles schweigend, besĂ€nftigte die ZĂŒrnenden mit Bitten, bis sie ihm wieder Zutritt zu den Sklaven gewĂ€hrten. Er wurde gelĂ€stert, mit dem Tode bedroht, aber er fĂŒrchtete sich nicht. Oft wurde er bei seinen Oberen, die wegen des vielen Außerordentlichen ihm gegenĂŒber mißtrauisch waren, verleumdet, daß er die Sklaven verderbe, sie zweimal taufe usw. Deshalb verboten sie ihm fĂŒr einige Zeit die Ausspendung der heiligen Sakramente ganz. Er hĂ€tte sich leicht verteidigen können, aber er sagte kein Wort und klagte nur dem lieben Jesus im Tabernakel seine Not.   WĂ€hrend der Pest, welche im Jahr 1650 wĂŒtete, war Petrus immer an den gefĂ€hrlichsten Posten ĂŒbermenschlich tĂ€tig, bis er selbst von ihr ergriffen wurde. Sie tötete ihn nicht, aber lĂ€hmte ihn so, daß er nicht mehr gehen, die Messe lesen und essen konnte. Dennoch ruhte er nicht. TĂ€glich ließ er sich in die Kirche tragen, um der heiligen Messe beizuwohnen und hörte noch zahlreiche Beichten in seiner Zelle. Im Jahr 1654 gab er sein reiches Leben in die HĂ€nde des himmlischen Vaters zurĂŒck. Er blieb seiner Berufung treu und unser himmlischer Vater schenkte uns mit ihm ein helles Licht, ein strahlendes Zeugnis fĂŒr Gottes- und NĂ€chstenliebe!   Betrachtung nach der Leseordnung des Novus Ordo:     zur Tageslesung: https://elijamission.net/die-zeit-ist-kurz-2/#more-15215
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9. September 2026    DAS LEBEN DER HEILIGEN    Der Heilige Petrus Claver   “Der Apostel der afrikanischen Sklaven”     Wenn man erfahren will, zu welch heroischen Werken ein Mensch durch die Gnade Gottes gefĂŒhrt werden kann, dann gilt es, sich in die Leben der Heiligen zu vertiefen. Immer wird man darauf stoßen, daß die Liebe Gottes sie fĂ€hig gemacht hat, in einer Weise zu lieben, die unser menschliches Denken und Empfinden weit ĂŒbersteigt. Man begegnet einem Feuer der Gottes- und NĂ€chstenliebe, welches noch bis heute aufleuchtet und im GedĂ€chtnis der Kirche gegenwĂ€rtig bleibt. Menschen, die in ihrem Streben nach Heiligkeit so geleuchtet haben wie der Heilige, an den wir heute denken, sind immer bereit, uns zu helfen, unseren Weg der Nachfolge Jesu so gut wie möglich zurĂŒckzulegen. Ihr Feuer und ihre Opferbereitschaft mögen uns auch manchmal beschĂ€men, an unser Herz anklopfen und uns anfragen, ob wir dem Geist des Herrn genĂŒgend folgen, um selbst Zeugen seiner ĂŒberragenden Liebe zu werden, in der Weise, wie Gott es uns anvertraut.   Der Heilige Petrus Claver, im Jahre 1581 in VerdĂș in Katalonien als Sohn hochadeliger und frommer Eltern geboren, war sehr begabt, studierte mit glĂ€nzender Auszeichnung bei den Jesuiten in Barcelona und wurde 1602 in ihren Orden aufgenommen. Mit Bewilligung seiner Oberen reiste er 1610 als Missionar nach Amerika und landete in Cartagena, einer Stadt in Kolumbien mit damals ĂŒber 200.000 Einwohnern. Hierher hatte ihn die göttliche Vorsehung gefĂŒhrt, um ein Schutzengel fĂŒr die afrikanischen Sklaven zu werden, die mit Schiffen an diesen Ort gebracht wurden, um sie zu verkaufen.   Nachdem er seine theologischen Studien abgeschlossen und die Priesterweihe empfangen hatte, begann er seine unbeschreiblich mĂŒhsame und leidvolle Arbeit. Sobald ein Schiff mit Sklaven landete – mit Ketten geknebelt, in Schmutz und Elend fast verschmachtet –, gewann sein sonst blasses und mageres Angesicht den Ausdruck lieblicher Freundlichkeit. Mit einem Sack auf dem RĂŒcken, in welchem sich Brot, Obst, Tabak, Wein etc. befand, was er von TĂŒr zu TĂŒr gebettelt hatte, eilte er zum Schiff, um den Armen Erfrischung zu bringen, ihren Ingrimm ĂŒber die lange Qual zu besĂ€nftigen und ihr Zutrauen zu gewinnen. Dann bat er sie, ihn zu ihren Kranken zu fĂŒhren, um ihnen geistlichen und leiblichen Trost zu bringen und fĂŒr ihre weitere Verpflegung zu sorgen. Nach dieser ersten BegrĂŒĂŸung begleitete er diejenigen, die noch des Gehens fĂ€hig waren, in ihre Pferche. Es waren dunkle, feuchte RĂ€ume, in denen keine Bank, kein Tisch, kein Strohsack, gar nichts als die nackte Erde war. Hier wurden MĂ€nner und Frauen, Junge und Alte, fast ohne Kleidung zusammengesperrt. Sie bekamen ihr schlechtes Essen in großen, schmutzigen Geschirren, bis sie auf dem Markt verkauft werden konnten. Der Unrat, der Gestank, die Hitze, das Wutgeschrei der einen, das Stöhnen der anderen, Krankheiten, GeschwĂŒre, Blattern usw. machten diese Pferche zu einer qualvollen Hölle. JĂ€hrlich wurden im Durchschnitt 12.000 Afrikaner dort an Land gebracht und auf die MĂ€rkte gefĂŒhrt.
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08. September 2026 ErwÀhlt von Gott.mp3
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Es ist erstaunlich, wie oft die Mutter des Herrn sich im Laufe der Geschichte »meldet«, um ihre mĂŒtterliche Liebe zu zeigen. So bezeugt sie auch, daß ihre Sendung vom Himmel aus weitergeht und die himmlische Kirche mit der streitenden Kirche auf der Erde zusammenwirkt. Denken wir nur an die Botschaft von Fatima, die nun gut hundert Jahre alt ist: Wie eindeutig hat sich die Muttergottes eingeschaltet, um das Elend zu verhindern, das der gottlose Kommunismus ĂŒber große Teile der Welt gebracht hat. Es gab ihrerseits konkrete VorschlĂ€ge, die offensichtlich nicht genĂŒgend befolgt wurden, um das UnglĂŒck des Kommunismus zu verhindern. Es gibt genĂŒgend GrĂŒnde, ihr Fest mit Freuden zu begehen; und was könnte schöner fĂŒr sie sein, als wenn wir ihr helfen, den Menschen die GĂŒte dieses Gottes nahezubringen, von dem sie so geliebt ist und dem sie mit ganzer Hingabe geantwortet hat. Die Menschen werden dann erfahren, daß sie nicht nur einen liebenden Vater haben, der sie in ihrem Sohn erlösen und mit Liebe umfangen möchte, sondern daß er den Menschen mit der Jungfrau ein besonderes Geschenk seiner Liebe gemacht hat. Preisen wir die Jungfrau Maria und mit und in ihr die unendliche Gnade Gottes, welche auf sie herabkam und das Erlösungswerk fĂŒr alle Menschen aufgerichtet hat. Vergessen wir nicht, den Rosenkranz tĂ€glich zu beten – jenes Gebet, das die Jungfrau besonders liebt und das dazu einlĂ€dt, in ihrem Herzen die Geheimnisse des Heils zu betrachten.
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8. September 2026    “ErwĂ€hlt von Gott”   Fest MariĂ€ Geburt   Mt 1,18-23   Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, daß sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloß, sich in aller Stille von ihr zu trennen. WĂ€hrend er noch darĂŒber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fĂŒrchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebĂ€ren; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen SĂŒnden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfĂŒllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebĂ€ren, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt ĂŒbersetzt: Gott ist mit uns.   Das Fest, das wir heute feiern – MariĂ€ Geburt – hat seinen besonderen Glanz durch die einzigartige Berufung Mariens, den Sohn Gottes zur Welt gebracht zu haben und ihm nachgefolgt zu sein. Folgerichtig spricht der biblische Text heute vom Erlöser, der Maria und Joseph anvertraut wurde: “Er wird sein Volk von seinen SĂŒnden erlösen.” Doch auch ihr Beitrag zum Erlösungswerk ist tief zu betrachten, denn Gott erschafft uns zwar ohne uns, aber er erlöst uns nicht ohne uns, wie es der Heilige Augustinus ausdrĂŒckt. Deshalb ist es angebracht, an ihrem Festtag besonders ihre ErwĂ€hlung zu feiern, aber gleichzeitig auch, daß sie dieser ErwĂ€hlung entsprochen hat.   Maria ist ja nicht einfach nur eine biblische Gestalt, sondern sie ist sehr lebendig im Glauben der Völker. Als wir in Mexiko waren, konnte ich die innige Zuneigung der Mexikaner zur Jungfrau von Guadalupe erleben. Und diese besteht mit Recht, denn die mexikanische Geschichte der Evangelisierung ist ja unmittelbar mit ihrer Erscheinung in diesem Land verwoben.   Die Gottesmutter Maria ist auch fĂŒr unseren inneren Weg der Nachfolge Christi sehr wichtig. Wer sich ihr anvertraut, den wird sie immer tiefer in eine Beziehung zu ihrem Sohn fĂŒhren, und man lernt die Weise Mariens kennen, wie sie den Herrn liebt und von Ihm geliebt wird. Mit zarter, aber fester mĂŒtterlicher Hand fĂŒhrt sie jene, die ihr vertrauen, tiefer in das Geheimnis der Gottes- und NĂ€chstenliebe ein und hilft ihnen, den Willen Gottes so zu erfĂŒllen, wie sie es getan hat.   Vergessen wir nicht, welche Sorgen sie sich um den Weg der Menschen macht! Diese drĂŒckt sich besonders in vielen Erscheinungen aus, in denen sie warnt, ermahnt oder auch konkrete VorschlĂ€ge fĂŒr das geistliche Leben macht.
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07. September 2026 Die Heilung eines Mannes am Sabbat.mp3
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Die Bosheit des Herzens reift jetzt bei den PharisĂ€ern aus. Sie fassen den Entschluß, Jesus zu töten. Es gibt bei diesen verschlossenen Herzen kein ZurĂŒck mehr. Die Frucht des verschlossenen Herzens ist der Tod! Der innere Tod, und dann der Tod, den man nach außen verbreitet. Jesus ist fĂŒr die PharisĂ€er nicht mehr auszuhalten.   Was können wir vom heutigen Tagesevangelium lernen? Keiner von uns will zum Mörder des anderen werden, auch sollte keiner von uns sozusagen zum Selbstmörder werden, indem sich das Herz immer mehr verschließt!   Achten wir zuerst auf unser eigenes Herz! Was ist in unserem Herzen? Jesus macht uns darauf aufmerksam, daß alles Böse aus dem Herzen kommt. Nicht was von außen kommt, macht uns unrein, sondern was von innen kommt, sagt uns der Herr (vgl. Mt 15,18f).   Verschließen wir uns also innerlich nicht, und ĂŒbergehen wir nichts, was in unserem Herzen nicht in Ordnung ist: Feindschaft, Verschlossenheit, Überheblichkeit, Anklage, KĂ€lte usw.   Wie können wir es aber merken? Oft sind wir blind fĂŒr uns selbst und nehmen unser Herz vielleicht gar nicht wahr.   Wir können uns in den Blick des Herrn stellen: “Jesus, sieh mich an: Ist etwas in meinem Herzen, was nicht in Ordnung ist? Kann ich Deinem Blick standhalten? Schaust Du vielleicht auch mich traurig an? Gibt es eine HĂ€rte in mir, die sich verschließt? Zeig es mir bitte!”   Wir mĂŒssen also aufrichtig sein. Sind wir zu gesetzlich, dann ordnen wir dem Gesetzlichen alles unter und sind nicht mehr in der Lage, im Geist zu prĂŒfen, wie es uns der Apostel Paulus lehrt: “PrĂŒft alles und behaltet das Gute!” (1 Thess 5,21).   Und dann die Frage: Was ist denn das Gute, das wir gerade tun können? Wem können wir es schenken? Wo kann ich einen Schritt machen, der Jesus gefĂ€llt?   Lassen wir den Blick des Herrn auf uns ruhen, ganz ohne Angst, und bitten wir ihn, unser Herz zu reinigen. Auch wenn Dunkelheit in unserem Herzen aufsteigt: Laufen wir nicht davon, sondern öffnen wir die Dunkelheit dem liebenden Erbarmen Gottes!   Vergessen wir nicht: Gott erwartet von uns nicht, daß wir perfekt sind. Er stĂŒtzt uns in jedem Abschnitt unseres Lebens. Es ist besser, seine eigene Dunkelheit zu erkennen und sie vor Gott zu öffnen, als ĂŒber sie hinwegzusehen und darin gefangen zu bleiben.   Jesus wartet auf unseren nĂ€chsten Schritt, so wie er den PharisĂ€ern eine Chance gegeben hat. Nutzen wir sie, damit wir immer mehr leben und lieben!   Der Herr bietet uns die Gnade dafĂŒr an. Antworten wir doch schlicht und einfach und vertrauen wir ihm unser Herz an! “Gott ist grĂ¶ĂŸer als unser Herz!” (1 Joh 3,20)
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7. September 2026   “Die Heilung eines Mannes am Sabbat”   Lk 6, 6-11   An einem Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort saß ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. Die Schriftgelehrten und die PharisĂ€er gaben acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nĂ€mlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Er aber wußte, was sie im Sinn hatten, und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und trat vor. Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zugrunde gehen zu lassen? Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es, und seine Hand war wieder gesund. Da wurden sie von sinnloser Wut erfĂŒllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.   Was ist das fĂŒr ein Zustand des Herzens, wenn man einen Grund sucht, jemanden anzuklagen? Es muß ein verstocktes oder ein sehr verwundetes Herz sein, ein Herz, das verwirrt und nicht mehr in der Lage ist, eine Sache wirklich frei zu prĂŒfen.   Im heutigen Evangelium sehen wir, wie Jesus in der Begegnung mit solchen Herzen leidet. Mißtrauisch wird er beobachtet. Wird er wohl etwas tun, was nicht erlaubt ist? Die PharisĂ€er warten eigentlich nur darauf.   Der Text weist uns auf den Mann mit der verdorrten Hand in der Synagoge hin. Man meint fast, die Spannung zu spĂŒren, von der die Beobachter ergriffen sind. Wird er es tun? Das Leid des Mannes wird dabei fĂŒr sie zur Nebensache.   Jesus lĂ€ĂŸt sich jedoch nicht abhalten, Gutes zu tun und einen Mann in dieser schweren Not zu heilen, auch wenn er die feindselige Stimmung wahrnimmt.   Doch lĂ€ĂŸt Jesus es nicht bei der Heilung bewenden. Er will nicht nur dem kranken Mann helfen, sondern möchte auch jenen, die verstockt und im Herzen krank sind, eine Chance geben.   “Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder zu vernichten”, fragt er!   Eigentlich sollte man meinen, daß spĂ€testens jetzt die richtige Antwort kommen muß, daß sie spĂ€testens jetzt umdenken, denn es mĂŒĂŸte doch erlaubt sein, Gutes zu tun. Oder denken sie gar, daß man auf keinen Fall am Sabbat Gutes tun und somit einen Kranken auch nicht heilen darf?   Wir wissen nicht genau, was sie dachten, denn sie schwiegen.   Schweigen heißt in diesem Fall, einer Antwort auszuweichen, welche die Sache offenbar gemacht hĂ€tte. Jesus hĂ€tte andere Beispiele nennen können, jenes z.B., daß jeder sein Tier am Sabbat an die TrĂ€nke fĂŒhrt.   Aber er sagt nichts mehr; er schaut sie nur der Reihe nach an. Wie werden sie sich unter seinem Blick gefĂŒhlt haben? Haben sie die Trauer bei Jesus bemerkt? Haben sie seinen Zorn gespĂŒrt, daß sie ihr Herz so verschlossen hielten und nicht bereit waren, einen Schritt zu tun, wenigstens einen kleinen Schritt?   Nun, Jesus lĂ€ĂŸt sich von ihren verstockten Herzen nicht aufhalten. Warum auch? Der Wille, zu helfen, ist grĂ¶ĂŸer als die Furcht, was dann geschehen könnte.
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06. September 2026 Leben im Geiste.mp3
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Es gilt, schlechte Neigungen in uns wahrzunehmen und sie nicht zu ĂŒbergehen, wie beispielsweise die hier angesprochene Ehrsucht. Sie lĂ€ĂŸt uns leicht in eine ungesunde Konkurrenz treten mit anderen Menschen und gibt dem hĂ€ĂŸlichen und zerstörerischen Neid Raum.   Der Neid kann sogar unser ganzes inneres Wesen vergiften. Deshalb gilt es, ihn, sobald man ihn wahrnimmt, sofort im Gebet zum Herrn zu tragen, sich von ihm bewußt zu distanzieren und entgegengesetzte Akte zu vollziehen. Das kann beispielsweise dadurch geschehen, daß wir fĂŒr den Bruder oder die Schwester beten und dem Herrn fĂŒr die Gaben danken, die er ihm oder ihr geschenkt hat. Gleichzeitig bitten wir den Herrn um eine neues Herz, das wahren Frieden findet und sich an den Gaben der anderen Menschen erfreut. Das kann ein langer Weg sein, der immer wieder unsere Entschiedenheit erfordert, uns auch Ă€ndern zu wollen. Mit der Gnade Gottes wird es (langsam) besser werden und unsere Seele wird entgiftet.   Auch die sog. »Correctio fraterna« (die brĂŒderliche Korrektur) in einer Gemeinschaft braucht die FĂŒhrung durch den Heiligen Geist. Der von der SĂŒnde ĂŒberwĂ€ltigte Mensch soll wieder aufgerichtet und nicht durch harte Behandlung entmutigt werden. Hinzu kommt, daß Gott es sehr genau wahrnimmt, wenn man den durch die SĂŒnde geschwĂ€chten Bruder unbarmherzig behandelt, und er kann eine Versuchung zulassen, die dem Zurechtweisenden seine eigenen SchwĂ€chen vor Augen stellt.   Paulus mahnt die Gemeinde, daß jeder Verantwortung fĂŒr sein eigenes Tun ĂŒbernehmen muß. Viel ist uns von Gott anvertraut. Gott kennen zu dĂŒrfen ist das große GlĂŒck unseres Lebens, und die zu ihm erwachte Liebe ruft uns in seinen Dienst. Wir treten sozusagen in die Schule der Liebe Gottes ein, in der sich der Herr als unĂŒbertreffbarer Lehrer erweist. Jeder Lehrer aber möchte, daß die ihm anvertrauten Menschen das aufnehmen und verwirklichen, was fĂŒr sie gedacht ist. So ist es auch bei unserem himmlischen Vater.   Der Heilige Geist, der uns vom Vater und Sohn gesandt ist, ist unser innerer Meister und formt uns nach dem Bilde Christi. Deshalb ist es so wichtig, daß wir auf ihn hören und uns von ihm formen lassen. Im Zusammenwirken mit ihm, was zunĂ€chst immer ein Hören auf den Geist und ein Folgen seiner Impulse bedeutet, wird unser Leben der Verherrlichung Gottes dienen und fruchtbar werden fĂŒr sein Reich. Dazu gehört wesentlich, daß wir an unserem Inneren und unseren negativen Neigungen arbeiten und die Werke der Barmherzigkeit verrichten. Dabei sollte uns bewußt bleiben, daß unsere Zeit auf Erden beschrĂ€nkt ist und wir diese zu nutzen haben.     Betrachtung nach der Leseordnung des Novus Ordo:   zum Tagesevangelium: https://elijamission.net/die-ermahnung-des-bruders-3/#more-21365
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6. September 2026    “Leben im Geiste”   Heute betrachten wir die Lesung des 15. Sonntags nach Pfingsten gemĂ€ĂŸ der Leseordnung des Alten Ritus.   Gal 5,25–26.6,1–10   Wenn wir im Geiste leben, lasset uns auch im Geiste wandeln. Lasset uns nicht lĂŒstern sein nach eitler Ehre, sodaß wir einander herausfordern, einander beneiden! BrĂŒder! wenn einmal ein Mensch von irgend einer SĂŒnde ĂŒbereilt worden ist, so sollt ihr, die ihr geistig gesinnt seid, einen solchen im Geiste der Sanftmut zurechtweisen; auch habe acht auf dich selbst, damit nicht auch du versucht werdest. Traget einer des andern Last, und so werdet ihr das Gesetz Christi erfĂŒllen. Denn wenn Jemand etwas zu sein glaubt, da er doch nichts ist, so betrĂŒgt er sich selbst. Ein jeder aber prĂŒfe sein eigenes Tun, und so wird er nur in sich selbst Ruhm haben, und nicht in dem andern; denn ein jeder wird seine eigene Last tragen. Wer aber unterwiesen wird im Worte, teile dem, der ihn unterweist, von allem Guten mit. TĂ€uschet euch nicht! Gott lĂ€ĂŸt seiner nicht spotten. Denn was der Mensch sĂ€et, das wird er auch ernten. Wer auf sein Fleisch sĂ€et, wird von dem Fleische auch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sĂ€et, wird von dem Geiste ewiges Leben ernten. Lasset uns also Gutes tun und nicht ermĂŒden; denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht nachlassen.  Darum, so lange wir Zeit haben, lasset uns Gutes tun an allen, besonders aber an den Glaubensgenossen.   Im Geiste zu leben bedeutet, der FĂŒhrung des Heiligen Geistes zu folgen und die “Werke des Fleisches” (Gal 5,19) zu ĂŒberwinden, wie es der Heilige Paulus ausdrĂŒckt. Das ist eine bestĂ€ndige Arbeit, denn auf den Geist zu hören und seine Weisungen zu befolgen, bedarf der tĂ€glichen konkreten Nachfolge Christi, verbunden mit der Bereitschaft, sich vom Geist Gottes auch fĂŒhren und formen zu lassen.   Die Werke des Fleisches entspringen unserer menschlichen Natur. Da sie durch die ErbsĂŒnde geschwĂ€cht wurde und daher – wie der Katechismus lehrt – zum Bösen geneigt ist, bedarf es eines andauernden Kampfes. Dies wird schon in den ersten Zeilen der heutigen Lesung angesprochen. Wenn wir nicht in diesen unvermeidlichen Kampf eintreten, ĂŒberlassen wir uns leicht den Neigungen unserer Natur und werden so den anderen und auch uns selbst zur Plage: “Lasset uns nicht lĂŒstern sein nach eitler Ehre, sodaß wir einander herausfordern, einander beneiden!”
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6. September 2026     “Leben im Geiste”   Heute betrachten wir die Lesung des 15. Sonntags nach Pfingsten gemĂ€ĂŸ der Leseordnung des Alten Ritus.   Gal 5,25–26.6,1–10   Wenn wir im Geiste leben, lasset uns auch im Geiste wandeln. Lasset uns nicht lĂŒstern sein nach eitler Ehre, sodaß wir einander herausfordern, einander beneiden! BrĂŒder! wenn einmal ein Mensch von irgend einer SĂŒnde ĂŒbereilt worden ist, so sollt ihr, die ihr geistig gesinnt seid, einen solchen im Geiste der Sanftmut zurechtweisen; auch habe acht auf dich selbst, damit nicht auch du versucht werdest. Traget einer des andern Last, und so werdet ihr das Gesetz Christi erfĂŒllen. Denn wenn Jemand etwas zu sein glaubt, da er doch nichts ist, so betrĂŒgt er sich selbst. Ein jeder aber prĂŒfe sein eigenes Tun, und so wird er nur in sich selbst Ruhm haben, und nicht in dem andern; denn ein jeder wird seine eigene Last tragen. Wer aber unterwiesen wird im Worte, teile dem, der ihn unterweist, von allem Guten mit. TĂ€uschet euch nicht! Gott lĂ€ĂŸt seiner nicht spotten. Denn was der Mensch sĂ€et, das wird er auch ernten. Wer auf sein Fleisch sĂ€et, wird von dem Fleische auch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sĂ€et, wird von dem Geiste ewiges Leben ernten. Lasset uns also Gutes tun und nicht ermĂŒden; denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht nachlassen.  Darum, so lange wir Zeit haben, lasset uns Gutes tun an allen, besonders aber an den Glaubensgenossen.   Im Geiste zu leben bedeutet, der FĂŒhrung des Heiligen Geistes zu folgen und die “Werke des Fleisches” (Gal 5,19) zu ĂŒberwinden, wie es der Heilige Paulus ausdrĂŒckt. Das ist eine bestĂ€ndige Arbeit, denn auf den Geist zu hören und seine Weisungen zu befolgen, bedarf der tĂ€glichen konkreten Nachfolge Christi, verbunden mit der Bereitschaft, sich vom Geist Gottes auch fĂŒhren und formen zu lassen.   Die Werke des Fleisches entspringen unserer menschlichen Natur. Da sie durch die ErbsĂŒnde geschwĂ€cht wurde und daher – wie der Katechismus lehrt – zum Bösen geneigt ist, bedarf es eines andauernden Kampfes. Dies wird schon in den ersten Zeilen der heutigen Lesung angesprochen. Wenn wir nicht in diesen unvermeidlichen Kampf eintreten, ĂŒberlassen wir uns leicht den Neigungen unserer Natur und werden so den anderen und auch uns selbst zur Plage: “Lasset uns nicht lĂŒstern sein nach eitler Ehre, sodaß wir einander herausfordern, einander beneiden!”
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05_September_2026_Nicht_ĂŒber_das_hinaus,_was_in_der_Schrift_steht.mp3
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Wenn uns die wahre Weisheit, die von Gott kommt, und nicht die Weisheit der Welt leiten soll, dann gilt es, das ganze Leben unter die Herrschaft Gottes zu stellen. Wie wohltuend sind da die Worte des Apostels in der heutigen Lesung: “Und was hast du, das du nicht empfangen hĂ€ttest?”   Unter dem Eindruck dieser Worte könnte eigentlich jede Aufgeblasenheit durch Wissen oder durch irdische GĂŒter, die man nicht dankbar aus der Hand Gottes annimmt, aufhören. Dann wĂŒrden wir aufeinander schauen, uns am Gut des anderen freuen und wissen, daß Gott sich ihm in diesen Gaben mitteilt, und alle wĂŒrden Gott loben. Das wĂ€re ein StĂŒck Himmel auf Erden!   Hören wir noch einmal Thomas von Kempis (aus demselben Kapitel):   “Es gibt vieles, das zu wissen der Seele wenig oder gar nichts nĂŒtzt. Sehr unklug ist, wer anderen Dingen nachgeht, statt solchen, die seinem Heil dienen. Viele Worte sĂ€ttigen die Seele nicht. Das gute Leben aber ist eine Labe fĂŒr den Geist und das reine Gewissen eine Quelle großen Gottvertrauens. Je umfassender und grĂŒndlicher dein Wissen ist, desto schwerer wiegt deine Verantwortung, wenn dein Leben nicht umso heiliger war. BrĂŒste dich also nicht mit irgendeiner Kunst oder Wissenschaft, fĂŒrchte dich vielmehr wegen der dir verliehenen Einsicht. Wenn du meinst, vieles zu wissen und es recht gut zu verstehen, so bedenke, daß es noch weit mehr gibt, was du nicht weißt.”   Schauen wir zum Schluß noch auf die Apostel. Sie sind es, die von Gott in besonderer Weise ausgewĂ€hlt wurden, um ihn zu verkĂŒnden und so den Menschen zu dienen. “Wir stehen als Toren da um Christi willen”, sagt der Apostel Paulus. Die Torheit des Kreuzes aber ist mehr als alle Weisheit dieser Welt (vgl. 1 Kor 1,18–25). Es gibt also keinen Grund, auf irgendetwas eingebildet zu sein. Alles kommt vom Herrn, und in allem sei Ihm die Ehre!
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