Zeit-fuer-einen-Mutausbruch
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Ich bin auf dem Jakobsweg 840 Km von Irun nach Santiago gelaufen, an die Algarve ausgewandert und biete Klangschalen Massagen und Retreats bei mir an
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Was kann noch das Nervensystem regulieren?
KĂ€lte-Reize
Kurze KĂ€ltereize können die Aufmerksamkeit bĂŒndeln und nach dem ersten Schreckmoment oft ein GefĂŒhl der Beruhigung fördern.
Beispiele:
Gesicht 15â30 Sekunden mit kaltem Wasser abspĂŒlen.
Ein KĂŒhlpack (in ein Tuch gewickelt) auf Wangen oder Stirn legen.
Kurz kalt abduschen (30â60 Sekunden).
SchĂŒtteln ("Shaking")
Dabei lockerst du Arme, Beine und den ganzen Körper fĂŒr 1â3 Minuten mit kleinen, lockeren Bewegungen.
Summen oder Singen
Summen verlÀngert automatisch die Ausatmung und erzeugt Vibrationen im Hals- und Gesichtsbereich.
Beispiele:
2â5 Minuten summen.
Langgezogene "Mmm" oder "Ommm"-Laute.
Ein Lied mitsingen.
Bodyscan
Lenke deine Aufmerksamkeit langsam durch den Körper:
FĂŒĂe
Beine
Becken
Bauch
Brust
Schultern
Arme
Gesicht
Nimm lediglich wahr, ohne etwas verĂ€ndern zu mĂŒssen.
Die 5-4-3-2-1-Methode:
5 Dinge sehen
4 Dinge fĂŒhlen
3 Dinge hören
2 Dinge riechen
1 Sache schmecken
Wusstest Du, dass wir ganz viele Emotionen in unseren HĂŒften speichern und ablagern? Diese Position kann dabei helfen die HĂŒften zu lockern und festsitzende Emotionen freizugeben. 5-10 Minuten diese Position einnehmen, Arme mit den HandinnenflĂ€chen nach oben und bewusst ein und ausatmen. Es ist gut möglich, dass TrĂ€nen und Emotionen hochkommen, was durchaus gewollt ist.
âŹïžâŹïžâŹïž
Ich habe diese Ăbung fĂŒr euch aufgesprochen und möchte sie euch heute noch einmal ans Herz legen. Vielleicht ist sie gerade jetzt eine gute UnterstĂŒtzung, um euer Nervensystem etwas herunterzuregulieren und einen Moment der Ruhe zu finden.
Progressive Muskelrelaxation:
Eine einfache und sehr wirkungsvolle Methode, bei der durch bewusstes Anspannen und anschlieĂendes Loslassen der Muskulatur tiefe Entspannung entstehen kann.
Sucht euch dafĂŒr einen ruhigen Ort, legt euch bequem auf eine Matte oder Decke und tragt lockere Kleidung.
Jeder kleine Schritt in Richtung Entspannung zÀhlt.
GefĂŒhlt ist es fĂŒr mich gerade wie eine Art Tod. Irgendetwas stirbt und ich kann noch nicht einmal genau sagen, was es ist. Ist es das Ego?
Im Moment ist es körperlich eine echte Tortur. Ein stĂ€ndiges Unwohlsein. Als wĂŒrde ich unter einer Glocke leben. Mein Blick ist oft verschwommen, die Welt wirkt wie von einem Schleier ĂŒberzogen. Dazu kommen Kribbeln im ganzen Körper und teilweise heftige RĂŒckenschmerzen. Es fĂŒhlt sich an, als wĂŒrde die physische HĂŒlle nicht mehr richtig passen oder funktionieren.
Das macht mir Angst. Es verunsichert mich und ich spĂŒre einen starken Widerstand. Ich will diesen Zustand nicht annehmen. Ich will einfach funktionieren.
Mein Verstand sucht unaufhörlich nach Antworten und ErklÀrungen. Gleichzeitig ist meine Psyche erschöpft und klammert sich an jeden Strohhalm, an jede Hoffnung auf Besserung.
Was passiert hier gerade? Ich habe keine Ahnung.
Ist es leicht? Ganz sicher nicht.
Gestern Abend hatte ich die Idee, mich mit etwas Livemusik in einer Bar abzulenken. Aber auch das ging nicht. Ich konnte nicht unter Menschen sein und schon nach kurzer Zeit war sie wieder da, diese bleierne MĂŒdigkeit.
Nein, Ablenkung scheint gerade keine Option zu sein. Es fĂŒhrt anscheinend nur der Weg nach innen. Und wahrscheinlich ĂŒber die Annahme dessen, was gerade ist.
Ich suche nach Antworten. In KanĂ€len, Videos und BeitrĂ€gen. Dabei stoĂe ich auf unzĂ€hlige ErklĂ€rungsmodelle begleitet von Kursen, Therapien und MedikamentenvorschlĂ€gen. Menschen, die ĂŒberzeugt sind, die Antwort zu kennen und die passende Lösung fĂŒr mich zu haben.
Ich weiĂ weder, was hier genau vor sich geht, noch habe ich die Lösung fĂŒr dich oder fĂŒr mich. Ich weiĂ nicht, was jetzt gerade das Richtige ist.
Was ich persönlich versuche, ist, mein Nervensystem immer wieder zu regulieren. So gut es eben geht. Bewusst zu duschen. Momente zu finden, in denen ich ruhig atme, um aus dem Kopf und mehr ins SpĂŒren zu kommen. BarfuĂ zu laufen. In meinem Fall im Sand am Strand zu liegen und ins Meer zu gehen. Und mir selbst mit möglichst viel Milde zu begegnen.
Ich erinnere mich immer wieder daran, dass dieses Erleben kein ausschlieĂlich persönliches ist. Dass viele feinfĂŒhlige Menschen gerade von Ă€hnlichen Prozessen berichten.
Das ist auch der einzige Grund, warum ich diesen Beitrag schreibe und veröffentliche. Es ist das Wenige, was ich gerade tun kann: offen und authentisch zu teilen, was ich persönlich wahrnehme. Und euch zu ermutigen, euch ebenfalls mitzuteilen. Damit andere sehen, dass sie mit dem, was sie gerade erleben, nicht alleine sind.
Wie geht es dir heute?
Und wie geht es dir wirklich?
+1
Sir Toby und ich genieĂen die Abendstimmung. Ich hoffe ihr seid alle einigermaĂen gut durch den Tag gekommen. Ich persönlich empfinde die Energien heute Abend als nicht mehr ganz so drĂŒckend, wie noch heute Morgen.
Boa noite đ«đŽđ đ
Blogbeitrag
Der unveröffentlichte Beitrag
Es gibt einen fertigen Beitrag fĂŒr meinen Blog.
Er ist seit ĂŒber einem Jahr geschrieben und wird trotzdem nicht veröffentlicht.
Nicht, weil er unfertig ist. Nicht, weil ich mit ihm unzufrieden bin.
Sondern weil er der persönlichste Text ist, den ich je geschrieben habe.
Manchmal sind die wichtigsten Texte nicht die, die veröffentlicht werden.
Sondern die, die uns verÀndern, weil wir sie aufgeschrieben und uns dabei etwas von der Seele geschrieben haben.
Vielleicht gibt es auch bei dir etwas, das nie jemand gelesen, gesehen oder gehört hat und trotzdem wichtig war.
Nicht alles, was uns bewegt, braucht Ăffentlichkeit, um Bedeutung zu haben.
Dieser Beitrag hat mir geholfen, mich selbst besser zu verstehen.
Deshalb darf er unveröffentlicht bleiben.
Und genau deshalb kann ich ihn heute loslassen.
Anders und doch sehr Ă€hnlich zu meiner subjektiven Wahrnehmung heute Morgen ausgedrĂŒckt.
https://www.youtube.com/live/0d5udiARDRY?is=ZzCJrxrycV-Q67hn
Gestern hat mich unter einem meiner BeitrÀge eine Frage erreicht, die ich gerne mit euch teilen möchte, weil ich glaube, dass sie viele Menschen bewegt.
Frage:
âEs heiĂt ja oft, egal wohin man geht â man nimmt sich immer selbst mit. Welche Erfahrung hast du diesbezĂŒglich gemacht? Gelingt es an einem komplett anderen Ort leichter, Dinge hinter sich zu lassen, die sich einfach 'abgelebt' haben? Ich wĂŒnsche mir einen Neuanfang und gleichzeitig bremst mich die Angst, dass am Ende doch wieder alles gleich sein wird. Wie nimmst du das bei dir selbst wahr?â
Meine Antwort:
Den Satz âIch wĂŒrde ja so gern, aber ich traue mich nicht.â habe ich schon hĂ€ufig gehört. Ich halte ihn einerseits fĂŒr sehr menschlich und andererseits zeigt er mir, dass wir Menschen uns unsere Grenzen oft selbst setzen.
SĂ€tze wie âIch kann das nicht.â oder âIch traue mich nicht.â beschreiben hĂ€ufig keine tatsĂ€chlichen Grenzen im AuĂen, sondern die Grenzen, die unser Verstand, unsere PrĂ€gungen, unsere Erziehung und unsere GlaubenssĂ€tze in uns errichten. Bitte versteht das nicht als Vorwurf oder Wertung.
Bevor ich auf den Jakobsweg ging, war ich selbststĂ€ndig und fĂŒhrte eine Modeboutique. Kurz bevor ich mein GeschĂ€ft schloss, sagte eine Kundin zu mir, dass sie das nicht könnte und es fĂŒr mich leichter sei. Ich antwortete ihr, dass ich niemandem sage, er mĂŒsse denselben Weg gehen. Aber ich war derjenige, der seinen Laden schloss und sich damit den eigenen Lebensunterhalt nahm. Ich hatte nichts Erspartes. Und dennoch habe ich mich dafĂŒr entschieden, weil ich genau in diesem Moment die Erfahrung des Pilgerns machen wollte.
Ich kenne es selbst nur zu gut, wie schnell wir ErklĂ€rungen finden, warum etwas gerade nicht möglich ist. Das ist menschlich und völlig in Ordnung. Gleichzeitig dĂŒrfen wir uns bewusst machen, dass es oft unser eigenes inneres Programm ist, das uns zurĂŒckhĂ€lt.
Zu der eigentlichen Frage: Ja, wir nehmen uns immer selbst mit. Unsere Themen reisen mit uns.
Und gleichzeitig kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass Reisen, Auswandern oder ganz allgemein das Verlassen der eigenen Komfortzone neue TĂŒren öffnen können. Wir begegnen uns selbst auf eine neue Weise. In meiner Wahrnehmung weitet das den Horizont.
Glaubt nicht, dass ich nicht auch schon allein im Van oder am Meer gesessen und geweint habe. Es ist lÀngst nicht alles nur schön und leicht. Aber gerade in diesen Momenten habe ich mich selbst oft neu kennengelernt und erfahren, wie ich an den Herausforderungen wachsen durfte.
Dazu fÀllt mir eine Metapher ein:
Stellt euch einen Weg vor, der am Ende eures Blickfeldes eine Kurve macht. Ich glaube, viele Menschen laufen gar nicht erst los, weil sie nicht wissen, was hinter dieser Kurve liegt. Doch wenn wir Schritt fĂŒr Schritt weitergehen, erreichen wir irgendwann genau diesen Punkt. Und erst dann können wir sehen, wie der Weg dahinter weiterfĂŒhrt.
Der Weg zeigt sich, indem wir ihn gehen.
Mich wĂŒrde interessieren: Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Habt ihr euch an einem neuen Ort neu begegnet oder festgestellt, dass ihr euch tatsĂ€chlich immer selbst mitnehmt?
Ola, bom Dia
Meine subjektive Wahrnehmung:
GefĂŒhlt liegt etwas GröĂeres in der Luft Etwas, das ich noch nicht greifen oder benennen kann. Gleichzeitig wirkt die AuĂenwelt auf mich im Moment fast wie eine Filmkulisse: irgendwie unwirklich, als wĂŒrde sich hinter den sichtbaren Bildern etwas verbergen.
Gleichzeitig fĂŒhlen sich die Energien ungewöhnlich dicht und drĂŒckend an. Es ist diese greifbare Spannung, die man kurz vor einem Gewitter wahrnimmt, wenn alles innehĂ€lt und man intuitiv spĂŒrt, dass jeden Moment der erste Blitz den Himmel durchbrechen könnte. Es fĂŒhlt sich an, als stĂŒnde etwas Bedeutendes unmittelbar bevor.
Was nimmst Du gerade fĂŒr Dich wahr?
RĂŒckschau auf den 24. September 2025.
đ§ïž Ein Abschied im Regen â Mein erster Tag als Auswanderer
24. September 2025
Wenn man an Auswanderung denkt, denkt man oft an Szenen wie aus einem Film: fröhliche Abschiede am Flughafen, Umarmungen mit Freunden, vielleicht ein letzter Toast am KĂŒchentisch. Dann die groĂe Reise, begleitet von Vorfreude und Abenteuerlust.
Mein Start sah anders aus.
Der Morgen: Magenflattern und Regen
Ich wache gegen 8 Uhr auf. Der Magen spielt verrĂŒckt â kein Wunder, mein Leben liegt in Kisten, und meine Wohnung gibt es nicht mehr. Ein paar letzte Handgriffe, ein kurzer Gang ins Bad, und dann steige ich bei strömendem Regen allein in meinen Van.
Der Regen ist so dicht, dass ich zeitweise kaum die Hand vor Augen sehe. Und auch innerlich ist die Sicht noch verschwommen â ein GefĂŒhl zwischen Anspannung, Zweifel und einer Ahnung von dem, was da gerade wirklich passiert. Ich glaube, man nennt es Angst vor der eigenen Courage.
Realisation auf der Autobahn
WĂ€hrend ich die Autobahn entlangfahre, wird mir klar, was ich da eigentlich tue. Ich verlasse meine Geburtsstadt â und bald auch Deutschland. Mein bisheriges Leben, meine Routine, mein Zuhause: alles hinter mir.
Die Euphorie, die viele mit dem Start in ein neues Kapitel verbinden, bleibt aus. Stattdessen begleitet mich Nachdenklichkeit. Ich habe rund zehn Stunden und 600 Kilometer Zeit zum Reflektieren. Nur zwei Pausen gönne ich mir â der Fokus liegt aufs Ankommen.
Sonne, endlich
Erst etwa 40 Kilometer vor Lyon bricht plötzlich die Sonne durch die Wolken. Und mit ihr scheint auch ein Teil der Anspannung von mir abzufallen. Die letzten zwei Stunden der Fahrt werden ruhiger, leichter â fast schon hoffnungsvoll.
Am Abend finde ich einen Stellplatz in Vienne, direkt an der RhĂŽne. Es ist wunderschön hier. Und doch fĂŒhlt sich alles noch ein wenig surreal an. Ich kann kaum glauben, dass ich wirklich unterwegs bin â dass ich tatsĂ€chlich losgefahren bin.
Was mich heute Morgen letztlich dazu gebracht hat, loszufahren? Ich weiĂ es nicht genau. Vielleicht war es einfach ein innerer Impuls. Oder der Punkt, an dem es kein ZurĂŒck mehr gab.
Fazit: Kein Filmstart â aber echt
Passend zu meinem Beitrag gestern wurde mir das gerade bei Instagram eingespielt (ich habe einen Screenshot gemacht und die Person unten weg geschnitten)
