Zeit-fuer-einen-Mutausbruch
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Ich bin auf dem Jakobsweg 840 Km von Irun nach Santiago gelaufen, an die Algarve ausgewandert und biete Klangschalen Massagen und Retreats bei mir an
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Nachdem ich aus und wieder eingezogen bin ist es nun Zeit für den beach 🌊.
Heute Nacht war es sehr warm und der Schlaf war eher nur oberflächlich und nicht wirklich erholsam. Ein Mittagsschläfchen mit den Wellen im Hintergrund kann nicht schaden.
Ich meine genau das: Die Traurigkeit heute Morgen war echt und präsent. Und nur drei Stunden später freue ich mich über diese neue Unterkunft, die ich inzwischen eingerichtet und mit ein paar meiner Sachen ein wenig zu meinem Zuhause gemacht habe. All diese Gefühle können gleichzeitig existieren – und sie haben alle ihre Berechtigung. Was für eine schöne Unterkunft, mit Blick auf den See und das Meer. 🌊
Ich versuche immer, authentisch zu berichten – und nicht nur den Social-Media-Schönwetter-Style zu zeigen.
Ich liebe meine Freiheit und meine Unabhängigkeit. Und trotzdem gibt es Tage wie heute, an denen Gedanken auftauchen wie: Kann ich irgendwann einfach mal irgendwo ganz ankommen und zu Hause sein?
Nach fünf Wochen räume ich mal wieder ein Zuhause aus. Dieses kleine, schnuckelige Studio, in dem ich gleichzeitig noch zum Hundeonkel wurde und jeden Tag begrüßt wurde, wenn ich nach Hause kam. Ich habe mich hier unglaublich wohlgefühlt und wahrscheinlich komme ich Ende des Jahres sogar noch einmal zurück.
Versteht mich nicht falsch: Heute Abend, wenn ich in der neuen Unterkunft ankomme, werde ich mich auch dort schnell zu Hause fühlen. Das Haus und die Lage direkt am See sind wunderschön. Und sobald ich angekommen bin, mache ich auch diese Wohnung für die nächste Zeit zu meinem Zuhause.
Insgeheim glaube ich, dass ich genau diese Abwechslung brauche. Trotzdem erlaube ich mir heute auch, ein bisschen traurig zu sein. Dieses Studio hatte etwas von einem Zuhause – etwas, das ich im klassischen Sinne ja gar nicht mehr habe.
Ähnlich ist es mit meiner Freiheit. Ich genieße es, Single und ungebunden zu sein. Gleichzeitig gibt es Momente, in denen es schön wäre, wenn jemand da wäre, der sich freut, dass ich nach Hause komme. So ein Kigo – nur eben als Mensch. 😊
Das Leben ist nicht nur hell oder dunkel. Nicht nur Euphorie oder Traurigkeit. Dazwischen liegen unzählige Zwischentöne.
Heute bin ich ein wenig traurig – und gleichzeitig auch glücklich.
Das Leben als Auswanderer ist eben nicht 24/7 Friede, Freude, Eierkuchen. Es hat seine leisen, nachdenklichen Momente. Aber genau das macht es für mich so lebenswert. Es fordert mich heraus, lässt mich wachsen und zeigt mir immer wieder, dass Gegensätze gleichzeitig existieren dürfen.
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Gestern dachte ich noch, ich hätte meine Brille am Strand verloren – bis ich heute Morgen in meine Schuhe schlüpfen wollte und nicht weiterkam, weil sie darin lag.
Später habe ich sie dann am Strand aufgesetzt und festgestellt, dass ein Brillenglas fehlt 😅
Manchmal könnte ich wirklich an mir selbst verzweifeln 🙃
Ich würde sagen, im Juli wird's Zeit für meinen ersten dreitägigen Surfkurs. 😄 Ich will einfach mal schauen, ob ich das jetzt noch lernen kann und ob's mir überhaupt Spaß macht. Ich wohne schließlich direkt an einem Surfer-Hotspot – da wäre es eigentlich schade, es nicht wenigstens mal auszuprobieren.
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Immer wieder spannend wo mich das Leben so hin führt. Heute habe ich meine Unterkunft für Januar und evtl auch für Februar gebucht.
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Wer schon bei mir zu Besuch war weiß wie sehr ich Maracujas mag und hier habe ich erstmals tatsächlich frische Maracujas pflücken und Essen können.
Morgen sind schon wieder 5 Wochen vorüber und es heißt wieder einpacken und weiterziehen. Am Montag geht es 500 Meter weiter in ein sehr schönes Haus direkt am See und mit Blick aufs Meer. Mein schnuckeliges Studio und meinen Freund Kigo habe ich sehr genossen und Kigo werde ich auch weiterhin besuchen kommen.
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Für mehr Klarheit habe ich heute meinen Instagram-Account in
„Andy • Sound Therapy Algarve“ umbenannt.
Der Telegram-Kanal wird weiterhin den Namen „Zeit für einen Mutausbruch“ tragen, da er meine persönliche Geschichte widerspiegelt. Über Instagram möchte ich hingegen gezielt internationale Kunden ansprechen und mich dort hauptsächlich als Klangtherapeut präsentieren.
Ein wenig arbeiten an der bakery mit Blick aufs Meer am Ende des Flurs 🌊
Was fühle/empfinde ich in so einem Moment?
Kann ich für so einen Moment dankbar und erfüllt sein oder fühle ich das Alleinsein auf dem Felsen? Was mache ich zu meiner Realität?
Blogbeitrag
Die eigentliche Auswanderung findet in meinem Inneren statt
Viele Menschen träumen davon, auszuwandern. Sie sehnen sich nach Sonne, Freiheit oder einem einfacheren Leben. Ich stelle mir immer wieder die Frage, ob ein neues Land wirklich automatisch den Menschen verändert, der morgens in den Spiegel schaut.
Die eigentliche Auswanderung beginnt für mich persönlich nicht mit einem Flugticket, sondern im eigenen Bewusstsein.
Das unsichtbare Gefängnis
Jeder Mensch wächst mit bestimmten Überzeugungen auf. Was richtig oder falsch ist. Was Erfolg bedeutet. Wie ein Leben auszusehen hat. Viele dieser Glaubenssätze übernimmt man, ohne sie jemals wirklich zu hinterfragen.
Mit der Zeit werden sie zu einer Art innerem Rahmen, durch den man die Welt betrachtet.
Erst wenn ich den Mut habe, gewohnte Wege zu verlassen, sei es durch das Auswandern, Reisen oder bewusste Selbstreflexion, beginne ich zu erkennen, dass vieles, was ich für „die Wahrheit“ gehalten habe, auch einfach eine erlernte Perspektive sein kann.
Und genau dort beginnt für mich Persönlichkeitsentwicklung.
Du siehst die Welt nicht, wie sie ist
Ich habe immer wieder den Eindruck, dass unsere Wahrnehmung wie ein Filter wirkt. Sie ist geprägt von Erfahrungen, Ängsten, Erwartungen und Erinnerungen.
Zwei Menschen können denselben Sonnenuntergang erleben: der eine empfindet Dankbarkeit, der andere vielleicht Einsamkeit.
Die äußere Situation ist identisch und doch ist das Erleben völlig unterschiedlich.
Das bringt mich immer wieder zu der Frage, wie viel von dem, was ich „Realität“ nenne, tatsächlich objektiv ist und wie viel davon durch mich selbst entsteht.
Wachstum beginnt mit Fragen
Für mich bedeutet Persönlichkeitsentwicklung nicht, perfekt zu werden.
Sondern eher, den Mut zu entwickeln, die eigenen Gedanken immer wieder zu hinterfragen.
Welche Überzeugungen trage ich gerade in mir?
Welche davon stammen wirklich von mir?
Welche Ängste steuern vielleicht Entscheidungen, ohne dass ich es merke?
Und welche Möglichkeiten sehe ich nicht, weil ich gelernt habe, dass sie „nicht gehen“?
Jede ehrliche Frage verändert etwas, auch wenn die Antwort noch gar nicht klar ist.
Freiheit ist ein innerer Zustand
Früher habe ich Freiheit stark mit äußeren Dingen verbunden.
Mit einem bestimmten Ort. Mit Sonne. Mit einem Leben ohne enge Verpflichtungen.
Heute fühlt sich Freiheit für mich weniger greifbar an.
Ich erlebe sie eher dann, wenn ich merke, dass ich nicht vollständig mit meinen Gedanken identifiziert bin.
Oder wenn ich bemerke, dass ich gerade wieder in einem alten Muster reagiere, anstatt bewusst zu wählen.
Es ist kein dauerhafter Zustand, eher etwas, das immer wieder kurz erscheint.
Das Geschenk des Auswanderns
Ein neues Land zeigt mir nicht nur andere Landschaften.
Es zeigt mir auch mich selbst. Oft in Momenten, in denen ich es nicht erwarte.
Es bringt Unsicherheiten mit sich, fordert meine Komfortzone heraus und macht sichtbar, wie ich mit Unbekanntem umgehe.
Jede Situation wird dabei auf eine gewisse Weise zum Spiegel.
Und jeder Neuanfang zu einer Einladung, mich selbst besser kennenzulernen.
Mein Fazit
Persönlichkeitsentwicklung bedeutet für mich nicht, jemand anderes zu werden.
Sondern eher, immer mehr zu erkennen, wer ich bin.
Jenseits von Gewohnheiten, übernommenen Überzeugungen und alten Grenzen.
Vielleicht ist das die eigentliche Reise.
Nicht von einem Land ins nächste.
Sondern von einem eher unbewussten Erleben hin zu einem bewussteren Umgang mit dem, was gerade da ist.
Und manchmal entsteht genau in diesem bewussteren Wahrnehmen ein kleines Stück mehr Freiheit.
Ola, bom Dia
früher konnte meine Kamera die Sonne noch aufnehmen und heute wird das meist nur so ein heller Klumpen. Das war allerdings zu Zeiten, wo ich selbst auch noch in die Sonne schauen konnte.
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