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Zeit-fuer-einen-Mutausbruch

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Ich bin auf dem Jakobsweg 840 Km von Irun nach Santiago gelaufen, an die Algarve ausgewandert und biete Klangschalen Massagen und Retreats bei mir an

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Vielleicht tragen wir alle verschiedene Rollen. Als Partner. Als Mutter oder Vater. Als Freund. Als Chef. Als Angestellter. Als Auswanderer. Als der coole Typ. Als die starke Frau. Als derjenige, der sein Leben im Griff hat. Das muss nicht falsch sein. Eine Rolle kann uns sogar helfen, durch das Leben zu gehen. Problematisch wird es vielleicht erst dann, wenn wir vergessen, dass es eine Rolle ist. Wenn wir irgendwann nicht mehr wissen, wer wir sind, wenn niemand zusieht. Seit ich ausgewandert bin, begegnet mir dieser Gedanke immer wieder. Vielleicht auch deshalb, weil ein Ortswechsel viele der alten Rollen ein Stück weit zurücklässt. Menschen kennen mich hier nicht aus meiner Vergangenheit. Sie kennen nicht die alten Geschichten. Nicht die alten Bilder. Nicht die Person, die ich einmal dargestellt habe. Und vielleicht entsteht genau darin eine besondere Freiheit: Man bekommt die Möglichkeit, sich selbst noch einmal zu begegnen. Nicht als Darsteller. Nicht als die Version, die auf dem Foto am besten aussieht. Sondern einfach als Mensch. Vielleicht ist das die eigentliche Frage, die mir heute dieser Strand gestellt hat: Wer bin ich, wenn ich nicht versuche, jemand zu sein? Und vielleicht sollten wir diese Frage nicht nur den jungen Frauen mit ihren Selfies stellen. Sondern uns selbst. Denn vielleicht stehen wir alle irgendwann vor unserer ganz persönlichen Kamera. Und vielleicht ist das Schönste, was wir dort zeigen können, ausnahmsweise einmal nicht unsere beste Seite. Sondern unsere echte.

Blogbeitrag (inspiriert vom Leben) Wenn wir uns selbst spielen Heute am Strand habe ich vier junge Frauen beobachtet. Sie machten Selfies, stellten sich immer wieder neu in Position, veränderten ihre Haltung, ihren Gesichtsausdruck, ihre Perspektive. Von außen wirkte es auf mich künstlich. Inszeniert. Fast so, als würden sie nicht miteinander oder mit dem Moment beschäftigt sein, sondern mit der Frage, wie dieser Moment auf einem Bild aussehen würde. Und dann kam am Abend ein Brautpaar mit einer Fotografin. Sonnenuntergang. Strand. Nähe. Blicke. Umarmungen. Wunderschöne Bilder. Und plötzlich hatte ich denselben Gedanken wieder: Was davon ist eigentlich echt? Nicht im Sinne von „Das Paar liebt sich nicht“. Das kann ich überhaupt nicht beurteilen. Vielleicht sind sie tief miteinander verbunden. Vielleicht war es einer der glücklichsten Abende ihres Lebens. Aber das Bild zeigt nicht einfach nur einen Moment. Es zeigt einen inszenierten Moment. Und genau da wurde es für mich interessant. Denn wann fängt eigentlich Inszenierung an und wann hört Echtheit auf? Wir alle kennen vermutlich diese Situation: Jemand holt das Handy heraus und plötzlich verändert sich etwas. Die Körperhaltung wird gerader. Das Lächeln breiter. Der Kopf geht ein wenig zur Seite. Man schaut nicht mehr einfach in die Welt, sondern in die Kamera. Wir wissen inzwischen sehr genau, wie wir aussehen möchten. Und wir können sogar nachträglich dafür sorgen, dass wir diesem Bild noch näherkommen. Ein Pickel verschwindet. Der Bauch wird etwas flacher. Die Haut glatter. Das Licht schöner. Aus einem Menschen wird ein Bild. Und aus einem Bild manchmal eine Version von uns, die mit dem Menschen auf dem Foto nur noch bedingt etwas zu tun hat. Ich darf darüber eigentlich gar nicht urteilen. Denn ich kenne diese Welt. Ich war selbst längere Zeit vor der Kamera tätig. Ich war Darsteller, habe Figuren verkörpert. Ich weiß, wie man sich hinstellt, wie man schaut, wie man wirkt. Und ich weiß vor allem, wie groß der Unterschied zwischen einem Bild und einem Menschen sein kann. Ich konnte damals im wirklichen Leben depressiv sein, keine Ausstrahlung besitzen, mich innerlich leer fühlen und gleichzeitig bundesweit auf Werbeplakaten als selbstbewusster Typ zu sehen sein. Die Menschen sahen das Plakat. Sie sahen nicht mich. Und genau darin liegt vielleicht etwas Grundsätzliches. Ein Darsteller verkauft nicht unbedingt sich selbst. Er verkauft eine Vorstellung. Eine Figur. Eine Stimmung. Eine Möglichkeit. Vielleicht ist das auch der Grund, warum wir Schauspieler zu Stars machen. Warum eigentlich? Warum nennen wir jemanden einen Star? Vielleicht nicht nur, weil er besonders gut schauspielern kann. Vielleicht, weil er eine Illusion besonders überzeugend verkaufen kann. Er lässt uns glauben, dass er jemand ist, den es so vielleicht gar nicht gibt. Der starke Mann. Die perfekte Frau. Der unnahbare Rebell. Die ewige Schönheit. Der perfekte Liebhaber. Der Mensch, der scheinbar alles hat. Und wir schauen hin. Vielleicht sogar, weil wir uns selbst darin wiederfinden möchten. Ein Star ist schließlich nicht einfach nur ein Mensch, der eine Rolle spielt. Er wird irgendwann selbst zur Rolle. Und vielleicht machen wir das heute alle ein bisschen. Nicht auf einer Kinoleinwand. Sondern auf Instagram, Facebook oder einfach im Alltag. Wir zeigen die Wohnung, wenn sie aufgeräumt ist. Den Körper aus dem besten Winkel. Das Essen, bevor wir es essen. Den Urlaub, bevor wir ihn genießen. Die Beziehung in dem Moment, in dem sie besonders romantisch aussieht. Wir dokumentieren unser Leben und beginnen irgendwann, es für die Dokumentation zu leben. Das ist vielleicht der Punkt, an dem es interessant wird. Wann bin ich eigentlich einfach ich? Wenn niemand zuschaut? Wenn kein Handy auf mich gerichtet ist? Wenn kein Foto entsteht? Wenn ich nichts beweisen muss? Wenn ich nicht interessant, erfolgreich, schön, glücklich oder entspannt wirken muss? Vielleicht ist Echtheit nämlich gar nicht das Gegenteil von Inszenierung.

Hier am A.... der Welt fühle ich mich aktuell am wohlsten. Ich persönlich fühle gerade viel Saudade, Melancholie und eine nic
Hier am A.... der Welt fühle ich mich aktuell am wohlsten. Ich persönlich fühle gerade viel Saudade, Melancholie und eine nicht greifbare Traurigkeit (ohne ersichtlichen Grund). Hier oben im Wind und der Weite des Atlantiks wird dieses Gefühl zwar einerseits verstärkt und gleichzeitig auch erleb- und fühlbar.

Wir dürfen Rat annehmen. Wir dürfen Experten vertrauen. Wir dürfen neue Dinge ausprobieren. Wir dürfen unsere Meinung ändern. Aber vielleicht können wir uns dabei etwas zurückholen, das wir manchmal unbemerkt abgegeben haben: die Erlaubnis, selbst zu denken.

Blogbeitrag Wann haben wir aufgehört, uns selbst zu vertrauen? Vielleicht passiert es so unmerklich, dass wir es gar nicht bemerken. Wir suchen einen Rat. Dann den nächsten. Wir lesen, hören zu, vergleichen und optimieren. Irgendwann gibt es für fast alles jemanden, der weiß, wie es besser geht. Dieses Nahrungsergänzungsmittel. Das Eisbad. Diese eine Atemtechnik. Vegane Ernährung. Intervallfasten. Nichtrauchen. Früh aufstehen. Länger schlafen. Mehr Sport. Weniger Sport. Die Liste könnte endlos weitergehen. Und das Interessante daran ist nicht einmal, ob all diese Dinge gut oder schlecht für uns sind. Wahrscheinlich ist vieles davon sinnvoll. Für irgendjemanden. Vielleicht sogar für uns. Die eigentliche Frage ist eine andere: Wie oft fragen wir eigentlich noch uns selbst? Wir leben in einer Zeit, in der wir für beinahe jede Lebensfrage einen Experten finden können. Jemand erklärt uns, wie wir essen, schlafen, atmen, denken, arbeiten, lieben und leben sollten. Und wir hören zu. Wir lesen Bücher. Wir schauen Videos. Wir folgen Menschen, die scheinbar weiter sind als wir. Wir kaufen Produkte, Programme und Methoden. Wir übernehmen Überzeugungen, weil jemand sie überzeugend vorgetragen hat. Und manchmal verwechseln wir dabei Wissen mit Gewissheit. Wir wissen sehr viel darüber, was wir tun sollten. Aber wissen wir noch, was für uns stimmt? Die leise Verlagerung nach außen Vielleicht beginnt es ganz harmlos. Wir möchten etwas verändern und suchen nach Orientierung. Das ist menschlich. Wir müssen nicht alles selbst herausfinden. Die Erfahrungen anderer können wertvoll sein. Wissen kann uns Türen öffnen. Doch irgendwann kann aus Orientierung Abhängigkeit werden. Dann brauchen wir jemanden, der uns sagt, was richtig ist. Und je mehr Stimmen von außen auf uns einwirken, desto leiser kann unsere eigene werden. Wir beginnen, unserem eigenen Empfinden weniger zu vertrauen als dem Menschen mit dem Mikrofon. Dem Arzt. Dem Coach. Dem Influencer. Dem Guru. Dem Verkäufer. Dem Autor. Nicht weil diese Menschen grundsätzlich Unrecht hätten. Sondern weil wir ihnen vielleicht mehr vertrauen als uns selbst. Was wäre, wenn wir wieder neugieriger auf uns wären? Vielleicht geht es gar nicht darum, all diese äußeren Stimmen loszuwerden. Vielleicht geht es darum, ihnen ihren richtigen Platz zu geben. Eine Information darf eine Information bleiben. Eine Meinung darf eine Meinung bleiben. Eine Empfehlung darf eine Empfehlung bleiben. Und dann können wir uns selbst fragen: Was davon fühlt sich für mich wirklich stimmig an? Nicht: Was machen die anderen? Nicht: Was wird gerade empfohlen? Nicht: Was müsste ich eigentlich längst tun? Sondern: Was beobachte ich an mir? Was tut mir gut? Was tut mir nicht gut? Was brauche ich gerade wirklich? Und vielleicht auch: Wo folge ich einer Überzeugung, die gar nicht meine eigene ist? Das bedeutet nicht, dass wir immer sofort eine Antwort haben. Im Gegenteil. Vielleicht ist es sogar ein Zeichen von Selbstvertrauen, sagen zu können: Ich weiß es gerade nicht. Und trotzdem bei sich zu bleiben. Selbstbewusstsein einmal anders gedacht Wir sprechen oft davon, Selbstbewusstsein aufzubauen. Als wäre es etwas, das wir erwerben müssen. Mehr Selbstvertrauen. Mehr Selbstsicherheit. Mehr Selbstoptimierung. Aber vielleicht müssen wir unser Selbstbewusstsein gar nicht herstellen. Vielleicht dürfen wir uns daran erinnern. Bewusstsein ist schließlich nichts, was uns jemand von außen geben kann. Es ist bereits da. Noch bevor wir eine Meinung haben. Noch bevor wir eine Methode kennen. Noch bevor uns jemand erklärt, wie wir besser leben können. Da ist dieses einfache Empfinden: Ich bin. Vielleicht beginnt Eigenverantwortung genau dort. Nicht bei der nächsten richtigen Entscheidung. Sondern bei der Bereitschaft, wieder wahrzunehmen, dass da jemand ist, der entscheiden kann. Ich. Vielleicht müssen wir nicht weniger hören, sondern wieder mehr auf uns selbst. Das Außen wird nicht verschwinden. Und das muss es auch nicht.

Ja, hier bei uns am Strand gibt es auch die Bolas de Berlim.
Ja, hier bei uns am Strand gibt es auch die Bolas de Berlim.

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Der erste Regentag seit Monaten und die heutigen Farben spiegeln sehr gut meine heutige Wahrnehmung der Energien. Heute ist ein Tag, wo ich am besten den ganzen Tag im Bett bleiben würde.

Boa noite 🌊
Boa noite 🌊

Ich sage nicht, dass das jemand machen soll, aber ganz Unrecht hat er nicht. Ich war früher in Landau in der Pfalz wohnHAFT. Wo kommt eigentlich dieser Begriff her? 🤔

By the way, keine Filter 🌊
By the way, keine Filter 🌊

https://youtu.be/0o77X6SI-PY?is=zxYdnMsXYmJfds5W Meu amor, o Algarve ❤️🌊☀️