Dr. med. homöop. Heinrich Will (1891-1971)
Die Rezepte und Berichte sind ein Erbe meines Vaters (1891-1971), die er um 1927 rum verfasst hatte (Copyright!). Er studierte Medizin und ist dann voll überzeugt, in der Zeit in der man sich an Paracelsus wieder erinnerte, auf Homöopathie umgestiegen.
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“Die Rezepte und Berichte sind ein Erbe meines Vaters (1891-1971), die er um 1927 rum verfasst hatte (Copyright!). Er studierte Medizin und ist dann voll überzeugt, in der Zeit in der man sich an Paracelsus wieder erinnerte, auf Homöopathie umgestiege...”
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| 2 | experiment - hat sich so ergeben.. | 822 |
| 3 | [08.08.2026 11:50] MyKosmos: Können wir Deutsche nicht endlich mit jenen Resten von Autokratie brechen, welche das Heil nur in Negativismen wie Verboten und Unterdrückungen quellenden Lebens sieht? Will es uns denn gar nicht gelingen, in allem, was geschieht, das Positive zu finden und einen höheren Sinn zu erkennen? Können wir nicht in dem Drang so vieler Abiturienten zum Medizinstudium ein Symptom geistiger Entwicklung, ein erfreuliches Aufstreben zu umfassender Bildung, zum Eindringen in die Geheimnisse von Natur und Mensch erkennen? 30000 überschüssige Ärzte müssen ja nicht unbedingt eine Praxis ausüben, zumal heute ein Facharbeiter ebensoviel verdient wie mancher Kassenarzt. Das Wort „Arzt“ hat einen viel weiteren Sinn; denn Krankheiten gibt es nicht nur beim Menschen, sondern auch in Politik, Wirtschaft und Kultur. Der Arzt, der den Mikrokosmos Mensch in seiner Organisation genau kennt, braucht nur die richtige Umschaltung vorzunehmen, um sofort alle Organisationen der Welt zu verstehen, und kann jede Berufsart in der er wirkt, durch das spezifisch Ärztliche heben und damit wertvoller und rentabler machen. Es kann gar nicht genug Ärzte geben, die mit ihrer hohen Bildung in andere Berufe übergehen und diesen eine größere Bedeutung für das Volkswohl geben. Wo findet man nicht überall Juristen! Es gibt kein Hirn, welches voraussehen kann, welche ganz neuen Berufe die niemals überflüssigen, sondern überall unentbehrlichen Ärzte erdenken und neuschöpfen werden. Wer will es wagen, eine solche Entwicklung einfach abzuwürgen? Auf den Einwand, dass jeder Medizinstudent den Staat angeblich DM 10000,-- kostet, wird erwidert, dass das ja niemand verlangt hat; auch erscheint das Zustandekommen dieser Summe in vieler Hinsicht zweifelhaft.
Wir sollten einmal davon abkommen, im Studium nur eine Fachausbildung zu sehen! Jedes Studium, und ganz besonders das medizinische, ist eine Ausweitung der Allgemeinbildung in Richtung Vergeistigung, wie sie unsere Zeit für alle Berufe fordert. Nicht Drosselung eines Studiums darf die Lösung sein, sondern ganz im Gegenteil mehr Studienmöglichkeiten, mehr Hochschulen mit Tag- und Abendkursen für Jedermann! Wenn der Staat da nicht mitkommt, dann soll er wenigstens den Weg freigeben für die private Initiative, die auch hier wirtschaftlicher arbeiten und neuen Tausenden die Möglichkeit geistiger Entwicklung schaffen wird. Die besten Köpfe sitzen nicht in den Amtsstuben, sondern im heißen, drängenden, unsicheren Leben. Wir haben die Schwelle einer neuen Zeit überschritten und wollen nicht bei jedem neuen Schritt den unbeholfenen Staatsbüttel im Wege stehen sehen, dessen Denk-Kodex aus der Zeit des alten Fritz, Martin Luthers oder gar Karls des Großen stammt. Wir fordern freie Bahn für alle, die studieren wollen, und Freiheit für jede Art von Schule. Der Staat, der dazu hilft, wird geliebt und geachtet werden. Ein Unterdrücker-Staat aber lädt millionenfachen Hass auf sich.
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| 4 | Oktober 1949
Dr. med. homöop. Heinrich Will
Sinn und Unsinn beim Medizinstudium
Es ist allgemein bekannt, dass wir in Kürze einen Überschuss von 30000 Ärzten haben werden und dass sich nicht nur diese, sondern auch weite Kreise der Öffentlichkeit ernste Sorgen machen, was daraus werden soll. Trotzdem bleibt der Andrang zum Medizinstudium nach wie vor so groß, dass alle Studienplätze ständig besetzt sind. Einer Abwanderung der überzähligen Ärzte ins Ausland stehen fast unüberwindliche Schwierigkeiten im Wege. Es muss also eine Inlandregelung gefunden werden. Die Nationalisierung des Gesundheitswesens nach dem Muster Englands wäre eine sinnvolle Lösung und würde sofort alle Schwierigkeiten beseitigen. Ihr stehen aber die Interessen kleiner, mächtigen Gruppen entgegen, welche auf veraltete Methoden zurückgreifen wollen, die eigentlich überwunden sein müssten. Ihr Vorschlag lautet: Drossellung oder gar Verbot des Medizinstudiums! Sie legen zwei Berechnungen zugrunde: jährlich sterben etwa 700 Ärzte; wenn also jährlich nur 700 Schüler zum Studium zugelassen werden, d.h. pro Universität etwa 30, dann kann es keinen Überschuss geben. Aber einmal gibt es keine Methode nach welcher aus einer großen Zahl von Bewerbern gerade die 30 herausgefunden werden können, welche berufene Ärzte sind. Und dann wären trotzdem die 30000 jetzt Überzähligen noch nicht versorgt .Mann schlägt daher weiter vor, das Medizinstudium gänzlich zu sperren, bis der Überschuss restlos aufgesaugt ist, also für etwa 40 Jahre!
Bei beiden Vorschlägen handelt es sich um Gewaltmethoden, welche von jedem, der die Folgen einer Politik der Gewalt erlebt hat, schon deshalb grundsätzlich abgelehnt werden müsste. Beide Methoden sind aber auch völlig unsinnig, weil sie einen bestehenden schwierigen Zustand durch einen noch schwierigeren ersetzen würden. Die 30 ausgewählten Studenten werden vermutlich solche sein, die sich durch Schliche oder Beziehungen vorzudrängen verstanden, die bei solcher Veranlagung also später jene Geschäftsmediziner abgeben, welche den Ärztestand in den Augen des Volkes so herabgesetzt haben. Dann würden in absehbarer Zeit die Kranken größte Mühe haben, einen wahren Arzt zu finden. Eine völlige Sperrung des Studiums würde die medizinischen Fakultäten lahm legen und damit nicht nur den Nachwuchs an Professoren unterbinden, sondern auch die deutsche Forschung aus dem Wettbewerb mit dem Ausland ausschalten, was wiederum zum Nachteil der Kranken sein würde. Neben der Erbitterung der Abiturienten, denen ein Weg zu geistigem Fortschritt versperrt wird, muss auch mit der Enttäuschung der Eltern gerechnet werden, die sich um das Berufsglück ihrer Kinder betrogen sehen. Jetzt betrifft die Not 30000 Ärzte, dann aber wird sie Millionen von Kranken, Eltern und Schüler betreffen. | 2 571 |
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| 6 | März 1950
Schuld und Sühne als psychosomatisches Problem
Die Psychosomatik findet immer wieder neue Beweise, dass Leiden der Seele zu Krankheiten des Körpers werden und dass viele Krankheiten heilen, wenn es gelingt die Seele ins Gleichgewicht zu bringen.
Seelenleiden, welche dem Arzt häufig begegnen, sind Versündigungs- und Schuldgedanken. Aus dem Paradies einer behüteten und froh verspielten Kindheit wird der heranwachsende Mensch in den modernen Lebensprozess hineingestoßen; außer den in ihm selbst liegenden moralischen Gesetz muss er in Elternhaus, Schule und Beruf die Sitten und Gesetze der menschlichen Gesellschaft erlernen, die von Jahrzehnt zu Jahrzehnt komplizierter und schwieriger werden; seine innere Natur aber hat oft ganz andere Wünsche und Triebe, als Moral, Sitte und Gesetz verlangen, und sie fühlt sich desto stärker unterdrückt, je tiefer sie ins Leben schreitet. Es kommt unweigerlich zum Kampf des inneren Menschen mit den äußeren Anforderungen und zu den täglichen kleineren und größeren Siegen und Niederlagen. Es gibt keinen Menschen, der in diesem Kampf nicht gegen Moral, Sitte und Gesetz verstoßen müsste. Der Weg jedes Menschen geht notwendig durch Sünde und Schuld, weil wir nur durch Irrtum klug werden, durch Fehler das Richtige finden und an Widerständen zu Persönlichkeiten heranwachsen können. Wer sich gegen Sitte und Gesetz vergangen hat und Nachteile einstecken musste, weiß nun, wie er seinen Vorteil künftig zu wahren hat. Sobald er dieses Positive in seinen Irrtümern und Fehlern zu sehen und sie damit als Gewinn zu verbuchen vermag, wird seine Seele nicht mehr darunter leiden und sein Körper nicht krank werden. Derartige Schuldgefühle sind leicht zu überwinden.
Ernster wird die Situation bei der Übertretung der göttlichen Gebote. Fromme Naturen leiden oft furchtbar unter dem Druck ihrer Sündhaftigkeit und finden häufig keinen anderen Weg aus ihren Qualen als den in die Krankheit. Und dabei ist es auch hier nicht allzu schwer, den Seelenfrieden wieder zu finden. Diese Sünden hängen stets mit irgendeiner Lieblosigkeit gegen andere Menschen zusammen, in denen allen Gott ja wohnt und durch die alle Gott verletzt, aber auch versöhnt werden kann. Viele Menschen, die unter Versündigungsgedanken leiden, sprechen vielleicht täglich das Rezept aus, wie sie Sühne erlangen können, ohne es zu beachten: „wie wir unsern Schuldigern vergeben“. Das ist Arznei für kranke Seelen! Überall und ständig bietet sich uns Gelegenheit, Schulden zu vergeben und Liebe zu üben, und je mehr wir es tun, desto sicherer werden auch uns unsere täglichen Verschuldungen vergeben, d.h. wir finden dann jene Seelenruhe, welche das beste Vorbeugungs- und Heilmittel für Körperkrankheiten auf seelischer Grundlage ist.
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| 7 | Hierophant | 2 355 |
| 8 | Dezember 1950
Erkältungsschutz für Hals und Füße
Gesundheitspflege im Vorwinter
Ein ungeschützter Hals und kalte oder nasse Füße sind die häufigsten Teilursachen der Erkältungskrankheiten, und wir können viel zu ihrer Vorbeugung tun, wenn wir diese beiden Teile sorgfältig pflegen. Beim Hals ist dies recht einfach: bei jeder kalten oder feuchten Witterung sorgen wir für einen warmen Halsschutz durch wollene oder seidene Tücher oder einen Pelzkragen und hüten uns davor, kalte Luft durch den Mund einzuatmen. Besonders die Kinder sollten so geschützt werden.
Die Warmhaltung der Füße ist etwas unbequemer, weil man zu ihrer Beseitigung mehr tun muss.
Es gibt drei Ursachen von kalten Füßen:
1. schlechte Durchblutung,
2. feuchte Füße durch Fußschweiß, der in geringem Grade stets vorhanden ist,
3. feuchte Füße durch schlechtes Schuhwerk.
Durch das Leder des heute üblichen Schuhwerks dringt die Feuchtigkeit nicht nur ein, wenn sie schadhaft sind, sondern auch durch die normalen Schuhsohlen.
Krepp- oder Gummisohlen oder Galoschen halten die Feuchtigkeit zwar ab, hindern aber die notwendige Ausdünstung und erhöhen den Fußschweiß. Am empfehlenswertesten sind Galoschen, weil man sie über jeden Schuh anziehen kann und auch schadhafte Schuhe dadurch geschützt sind. Dem verstärkten Fußschweiß begegnet man durch täglichen Wechsel der Strümpfe, die im Winter am besten aus reiner Wolle bestehen sollen, weil diese nicht nur gut aufsaugt, sondern auch am wärmsten ist. Die modernen Kunstfasern können diesen Zweck nicht erreichen.
Die schlechte Durchblutung der Füße ist ein Zeichen von Blutarmut oder Herzschwäche, die beide arzneilicher Behandlung bedürfen. Diese kann man durch einige äußere Anwendungen unterstützen: tägliche Wechsel-Fußbäder, 15 bis 20 Minuten lang einige Minuten heiß, einige Sekunden kalt, fördern die Durchblutung. Desgleichen häufige Einreibung mit Eukalyptus-Öl oder Knoblauch-Öl oder gelegentliche Packungen mit Senfmehlbrei. All dies sind äußerliche Maßnahmen, die nur vorübergehend wirken, wenn es nicht gelingt, durch Entzündung eines inneren Feuers eine Herzstärke und Blutaufbesserung zu erreichen.
Dieses innere Feuer wird entfacht und in Glut erhalten durch die Erfüllung unseres Denken, Fühlens und Handelns mit Glauben, Liebe und Hoffnung, ohne welche unser ganzes Leben in innerer und äußerer Kälte erstarren muss.
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| 9 | August 1950
Eukalyptus-Öl als Hausmittel
Die Frau als Hausärztin
Es gibt eine Reihe bewährter Hausmittel, deren Vorrätighaltung man jeder Hausfrau empfehlen kann. Zu ihnen gehört das Eukalyptus-Öl, dessen Wirkungen es zu einem Volksmittel großen Umfangs machen.
Der Eukalyptusbaum wächst vor allem in den Mittelmeerländern und kann bei uns nur in Treibhäusern gezogen werden. Das ätherische Öl dieses Baumes hat ein weites Wirkungsfeld in gesunden und kranken Tagen.
Bei Erkältung und Katarrh nimmt man stündlich 5 Tropfen in einem Schluck Wasser. Bei Husten und Schnupfen kann man außerdem mit folgender Lösung inhalieren:
20 Tropfen Eukalyptus-Öl werden in einen Topf heißen Wassers gegossen und die aufsteigenden Dämpfe in Nase und Mund eingeatmet, indem man über Top und Kopf ein Tuch schlägt, sodass die Dämpfe nicht abziehen können. Die gleiche Inhalation leistet gute Dienste bei Asthmaanfällen und Heiserkeit.
Eukalyptus-Öl ist ein gutes Wurmmittel gegen Spul- und Madenwürmer. Man macht eine 2-3-wöchige Kur, indem man dreimal täglich 5 Tropfen des Öles in etwas Wasser nimmt. Außerdem helfen gegen Madenwürmer häufige Einläufe mit einigen Tropfen des Öles.
Gicht-, Rheuma- und andere Schmerzen lindert die Einreibung der schmerzenden Stellen mit dem reinen Öl. Bei heftigen Schmerzen helfen Eukalyptus-Dampfkompressen: man gibt 20 Tropfen des Öles in fast kochendes Wasser, taucht ein entsprechend großes Tuch ein, windet es durch Drehen an den Zipfeln gut aus, legt es zwischen die Blätter eines gefalteten Flanelltuches und bedeckt damit die schmerzende Stelle unter Auflegung eines Volltuches, damit die Wärme länger hält. Alle paar Minuten kann man diese Kompresse erneuern und damit Koliken, Neuralgien und andere sehr heftige Schmerzen lindern oder beseitigen.
Voll- und Fußbäder, die mit einer entsprechenden Menge Eukalyptus-Öl angereichert wurden, haben eine erfrischende und kräftigende Wirkung. Um bei Vollbad die Eukalyptus-Dämpfe nicht verziehen zu lassen, breitet man über der Badewanne eine Decke aus, aus welcher nur der Kopf herausschaut.
Bei beginnender Grippe kann ein ansteigendes Eukalyptus-Bad manchmal das Fortschreiten derselben verhüten.
Auch in der Wundbehandlung hat sich das Eukalyptus-Öl bewährt. Es wirkt fäulnis- und bakterienfeindlich, ohne die andere Desinfizientien zu schaden. Man stellt sich eine Lösung von etwa 3 Teelöffeln desn Öles in 15 Teelöffeln Weingeist her und gibt diese Mischung zu einem Liter Wasser. Mit dieser Flüssigkeit wird das Verbandmaterial getränkt. Daraufhin reinigen sich verschmutzte Wunden, und die Heiltätigkeit wird stark angeregt.
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| 11 | Aus https://www.epubli.com/shop/dr-med-homoeop-heinrich-will-kompakt-9783758492433 ...um die 1920 herum "Das Aussprechen seelischer Bedrängnisse ist mit einer Ausscheidungskur zu vergleichen...." | 3 773 |
| 12 | 1949
Die Verschüttung der Lebensquellen
Dass diesem Zerstörungsprozess des westlichen Menschen eine geistige Ursache, der Mangel an selbstloser Liebe, zugrunde liegt, geht vor allem noch aus folgendem hervor: Leben kann sich nur durch Leben erhalten.
In der ganzen westlichen Welt sehen wir ein Ein- und Zweikindersystem, eine Ehescheidungsmanie, eine Abtreibungsseuche, d.h. eine Abkehr von den Lebensquellen, die gerade im Osten so unaufhörlich sprudeln. Auf längere Sicht gesehen muss allein diese Quellenverschüttung den Westen dem Osten ausliefern.
Selbstliebe, Hang zu mühelosem Leben ist die tiefste Ursache der Geburtenbeschränkung, die immer mit unnatürlichen Manipulationen verbunden ist und schon deshalb Gesundheit und Kraft untergräbt. Bei den Abtreibungen ist dies in erhöhtem Maße der Fall. Einen Gipfel des Egoismus und der Lieblosigkeit stellt die Ehescheidung dar. Nicht nur dass der Prozess als solcher und seine meist trüben Folgen die Kräfte beider Partner verzehrt, es geht hier noch um etwas anderes: „
Liebe ist das selbstlose Hineingehen eines Menschen in einen anderen, ein Mitfühlen, Mitleiden, Mitfreuen.“ Weil die eheliche Liebe außerdem noch ein körperliches Einswerden ist", welches aus der Unendlichkeit einen göttlichen Funken anzieht und zum Leben erweckt, deshalb ist gerade diese Liebe so herrlich und mit körperlicher Stärkung irdischem Glücksgefühl gesegnet. Ehe ist Dienst am Leben.
Wenn in einem Land viele Ehen auseinandergehen, wenn Kinder nicht geboren oder von einem Elternteil im Stich gelassen werden, so ist dies ein Zeichen dafür, dass hier Leben verraten, Lebens- und Kraftquellen verschüttet werden, deren Ausschaltung sich auf das ganze Volk ungünstig auswirken muss. Denn alle Menschen sind aufeinander angewiesen, keiner kommt im Leben weiter ohne den anderen, und selbstlose Liebe ist die Kraft, welche die Menschen zueinander führt, beieinander hält und stark macht.
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| 14 | August 1950
Gesundheitspflege im Hochsommer (August)
Unser Vertrauensarzt schreibt:
Die Natur schüttet im Sommer ihre Früchte aus und befreit sich damit von den Stoffen, welche die Sonnenkraft aus dem Stoffwechsel der Erde zum Leben erweckt hat. Nehmen wir dies als ein Gleichnis für den Menschen, dessen Gesundheit davon abhängt, dass er sich in ununterbrochener Spirale von innen nach außen, also geist-seele-leibwärts, erneuert!
Die Fleischzellen seines Leibes sterben unaufhörlich ab und werden durch Haut und Ausscheidungsorgane nach außen abgestoßen, während in seinem Innern in unaufhörlichem Schöpfungsvorgang neue Fleischzellen entstehen. Vor der Geburt des Fleisches stehen Licht, Gas- und Saftprozesse, zwischen Geburt und Tod der Zelle ein vielstufiger Wechsel der Stoffe, der durch die Kraft der Wärme vorangetrieben wird. Hat sich zuviel krankhaftes Zellmaterial im Leibe angehäuft, dann beschleunigt der "innere Arzt" das Zellensterben durch Steigerung der Wärme in ein Fieber, welches das Krankhafte einschmilzt. Daher wird das Fieber von altersher als einer der größten Heilfaktoren gefeiert.
Aber mit den Fieberkrankheiten sind Schmerzen und Leiden verbunden: müssen wir es erst so weit kommen lassen?
Nein ! Wir können dem Fieber vorbeugen, indem wir die Gelegenheiten ausnutzen, in denen uns die Natur eine schmerzlose Wärme-, Stoffwechsel- und Ausscheidungssteigerung bietet, z. B. die segensreiche Zeit der Sommerhitze. Wie diese der Natur ihre Früchte abringt, so beschleunigt sie den menschlichen Stoffwechsel und treibt als Produkt des Zellensterbens den Schweiß durch die Poren der Haut. Es ist ein heilsamer Schweiß, der zur Gesundheit des Menschen gehört, wie das Fruchtbringen zur Natur.
Wer das sommerliche natürliche Schwitzen versäumt, geht mit einer Last von Schlacken in den Winter und darf sich auf allerlei schmerz- und leidvolle Fieber gefasst machen. Im Sommer wollen viele Zellgruppen im Leib sterben, sie wollen sich in Schweiß umwandeln und in das All verdunsten, sie wollen über Saft, Gas und Wärme den Weg zurückgehen, wie sie ihn angetreten haben. Wer dieses kleine Zellensterben fürchtet, weil es ihm lästig und unbequem ist, darf später mit einem größeren, lästigeren, vielleicht tödlichen rechnen.
Damit ist die Gesundheits-Lösung für den Hochsommer gegeben: gelobt sei, was Schweiß macht! In erster Linie die körperliche Arbeit des Landmannes, dessen Beruf in beneidenswerter Weise zugleich Gesundheitspflege ist. Gelobt sei der Garten des Städters, weil die Arbeit darin ihm Schweiß entlockt. Gelobt sei das Wandern in freier Natur, Turnen und Sport und alle Licht-, Luft und Wasserbäder, welche die Hautporen öffnen und den Schweiß hervortreten lassen. Den Schaffenden, die an Werktagen an Büro und Maschine gebunden sind, bietet das Wochenende vielseitige Möglichkeiten zum Schwitzen. Sie werden die Wege dazu finden und begeistert gehen, wenn sie erst erkannt haben, was das Schwitzen bedeutet und wie die Natur zu jeder Jahreszeit bestimmte eigenartige Kräfte zur Vorbeugung von Krankheiten bietet.
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| 15 | 没有文字... | 2 986 |
| 16 | Aus: „Altes Wissen und Der kleine Hausdoktor von 1927“ – Wiederbelebt: 2022
(https://www.epubli.com/shop/altes-wissen-und-der-kleine-hausdoktor-9783754939123)
Grippe
Grippe ist eine fieberhafte Erkrankung mit unklaren Organsymptomen. Durch die Fieberhitze werden gewisse Schlacken in Blut und Säften verbrannt.
Die schweren Nachkrankheiten der Grippe sind meist Folgen der Fieberunterdrückung mit starken allopathischen Mitteln, durch welche die Krankheiten in die Organe (Lungen, Herz, Nieren usw.) getrieben wird. Unter homöopathischer Behandlung verläuft die Grippe meist ohne diese Komplikationen. Schwere Fälle erfordern jedoch ärztliche Behandlung.
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| 17 | spiegelverkehrt und mit fotoshop bearbeitet.. ..auch noch aus längst vergangenen zeiten... | 3 559 |
| 18 | Juli 1950
Gesundheitspflege im Sommer
Das große Sommer-Brüten und -Reifen in der Natur führt auch im Menschlichen Leibe zu Reifungsprozessen, die sehr vorteilhaft für die Gesundheit sein können. Die Stoffwechselschlacken welche in den Geweben "eingefroren", d.h. kristallisiert sind, werden durch die Sommerhitze gelöst, verflüssigt und als Schweiß ausgeschieden. Der Sommer ermöglicht die große und heilsame Schwitzkur, und wir sollten alles tun, um diesen Schweiß recht kräftig herauskommen zu lassen. Einige Vorsichtsmaßregeln sind dabei zu beachten: wir müssen verhüten, dass der Schweiß plötzlich nach innen schlägt, wie dies z.B. durch Wind, kaltes Wasser oder Ruhen auf feuchter Erde geschehen kann. Hieraus entstehen die sommerlichen Erkältungen, Katarrhe und Entzündungen, indem die im Fluss befindlichen Schlacken nun plötzlich auf die Organe zurückschlagen.
Leinen- oder Seidenwäsche, in welcher der Schweiß kalt wird, begünstigen solche Erkältungen. Daher muss auch für den Sommer feinwollene Unterwäsche empfohlen werden, besonders für schwächliche und alte Leute, weil sie der Schweiß gut aufsaugt und zugleich wärmt, ohne zu überwärmen. Weit gefährlicher als die Sommer-Erkältungen sind die Überhitzungen, welche unter Umständen tödliche Folgen haben können. Tritt eine innere Überhitzung ein, welche durch Schweißabgabe nicht ausgeglichen werden kann, dann kommt es zum Hitzschlag. Es handelt sich hierbei um eine innere Wärmestauung mit Blutüberfüllung des Gehirns. Die Folgen sind: Übelkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen, Schlafsucht bis zur Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle und Delirien. Die Körpertemperatur erreicht oft Höhen bis zu 42, ja 45 Grad, die natürlich tödlich sind. Ein Hitzschlag sendet seine Boten voraus, die sich in Mattigkeit, Übelkeit, Kopfdruck und kaltem Schweiß zu erkennen geben. Besondere Neigung zu Hitzschlag haben Alkoholiker, Herzkranke und Fettsüchtige, welche demnach in der Sommerhitze besonders vorsichtig sein müssen.
Vor Hitzschlag kann man sich schützen, indem man bei heißem Wetter dichte dunkle Kleidung und große Anstrengungen vermeidet und beim Auftreten der Vorboten sofort für Abkühlung sorgt .Während es sich beim Hitzschlag um innere Wärmestauung handelt, kommt der Sonnenstich durch unmittelbare Sonnenbestrahlung zustande, vor allem des ungeschützten Kopfes, wodurch ebenfalls Blutüberfüllung des Gehirns eintritt. Die Erscheinungen sind daher die gleichen wie bei Hitzschlag.
Vor Sonnenstich schützt man sich durch eine entsprechende Kopfbedeckung. Die ersten Maßnahmen bis zum Eintreffen des Arztes sind bei beiden Krankheiten: Lagerung im Schatten mit erhöhtem Kopf und Brust, Lockerung einengender Kleidungstücke, nasses Tuch auf den Kopf, Besprengung von Genick und Körperhaut mit kaltem Wasser, schluckweises Wassertrinken und gegebenenfalls künstliche Atmung.
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| 19 | ...wieder so eins aus der zeit der spiegelverkehrten versuche.. ..passt gerade irgendwie... 😏 | 3 326 |
| 20 | Aus: „Altes Wissen und Der kleine Hausdoktor“ – Wiederbelebt: 2022
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von Dr. med. homöop. Heinrich Will (1891-19171)
Ansteckung.
Vor knapp hundert Jahren wurden zum ersten Mal jene Kleinlebewesen im Mikroskop gesehen, welche im Verlauf vieler Krankheiten erscheinen. Ein Jubel ging durch die Welt: man hatte die „Erreger“ der Krankheiten gefunden, nun endlich glaubte man die Krankheiten an der Quelle ausrotten zu können. Es wurden heroische Vernichtungsfeldzüge gegen die Bazillen geführt, denen sowohl die Bazillen als auch zahlreiche Menschen zum Opfer fielen. Es erwies sich nämlich, dass die gleichen Chemikalien, welche Bazillen töten können, auch zugleich das Leben vernichten.
Von dieser „Therapia magna sterilisans“ ist man daher schnell wieder abgekommen. Aber auch die Ansicht, dass Bazillen die Erreger der Krankheiten sind, hat eine kräftige Revision erfahren müssen, seit der Hygieniker Pettenkofer ganze Kulturen von Millionen Cholerabazillen schluckte und – gesund blieb. Dieses Experiment ist seither mit anderen Bazillen mit gleichem Erfolg wiederholt worden.
Es ist ja auch weit bekannt, dass bei den ansteckendsten Krankheiten wie Typhus, Diphtherie, Scharlach usw. zwar manchmal viele Menschen gleichzeitig erkranken, aber sonderbarerweise nicht ganze Familien oder Straßenzüge, sondern immer nur eine Person aus einer Familie und höchstens einzelne aus einer Straße. Warum erkrankt von sieben Kindern einer Familie nur eines und die andere erkranken nicht? Weil die Ansteckung mit Bazillen nicht das Wesentliche der Krankheitsentstehung ist, sondern die Krankheitsbereitschaft des Körpers.
Wir haben also immer wieder unsere Aufmerksamkeit auf die inneren Ursachen zu richten: Ansteckung soll nicht geleugnet werden, aber angesteckt kann nur brennbares Material werden. Die Stoffwechselgifte sind das Pulver und die Bazillen nur das Streichholz, welches das Pulver zur „Entzündung“ bringt. Ohne Pulver sind die Bazillen machtlos, wie Prof. Pettenkofer nachgewiesen hat.
Lassen wir also die armen Bazillen in Ruhe, die vielleicht noch viel unschuldiger und harmloser sind als wir heute wissen. Es hat sich nämlich inzwischen herausgestellt, dass in der Mundhöhle auch bei gesunden Menschen häufig ganze Serien böser Bazillen gefunden werden, ohne dass der Betreffende krank wird. Es gibt also Zustände der Bazillen, wo sie kraftlos sind und Zustände, wo sie ansteckungsfähig werden. Wodurch werden sie virulent? Wodurch werden die Colibazillen des gesunden Darmes zu Typhusbazillen? Ist Typhus vielleicht gar nicht so ansteckend, sondern auch er eine Regulation von innen heraus?
Diese Fragen sind Gegenstand ernster wissenschaftlicher Forschung. Würde man aber alle Mühen und alle Kosten, die solche Untersuchungen verursachen, auf die Hauptursache aller Krankheit, auf die Selbstvergiftung des Körpers, und damit auf die Schaffung von Nährboden für die Bazillen richten, und das Volk hierüber aufklären, dann könnte man die Bazillen und ihre Probleme lassen wie sie sind; denn ohne das innere Pulver sind sie unschädlich, ob sie nun virulent sind oder nicht.
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