Dr. med. homöop. Heinrich Will (1891-1971)
Die Rezepte und Berichte sind ein Erbe meines Vaters (1891-1971), die er um 1927 rum verfasst hatte (Copyright!). Er studierte Medizin und ist dann voll überzeugt, in der Zeit in der man sich an Paracelsus wieder erinnerte, auf Homöopathie umgestiegen.
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“Die Rezepte und Berichte sind ein Erbe meines Vaters (1891-1971), die er um 1927 rum verfasst hatte (Copyright!). Er studierte Medizin und ist dann voll überzeugt, in der Zeit in der man sich an Paracelsus wieder erinnerte, auf Homöopathie umgestiege...”
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| 2 | Dezember 1949
Dr. med. homöop. Heinrich Will (1891-1971)
Kastrierte Genüsse
Seit dem Aufkommen der Naturheilkunde sind wir immer wieder vor Gesundheitsschädigungen durch Genussmittel wie Alkohol, Tabak, Kaffee usw. gewarnt worden. Tatsache ist jedoch, dass weder die Männer von Alkohol und Tabak, noch die Frauen von Kaffee lassen können und der Verbrauch dieser Genussmittel in ständigem Steigen begriffen ist. Trotzdem besagt die Statistik, dass die Menschen immer älter werden. Wie ist dieser Widerspruch zu erklären?
Der Mensch ist nicht nur ein Glied der Natur (Erde und Kosmos), sondern auch Instrument einer geistigen Welt, von der er sich zwar absondert, deren Einflüssen er aber nie ganz entgehen kann. Geist und Leib des Menschen stehen zueinander wie Reiter und Ross. Das Ross lässt sich nicht gerne lenken, aber wenn es den Reiter abwirft, steht es selbst hilflos da. Zwischen Geist und Leib steht als Mittlerin die Seele; sie ist der Spiegel, in dem wir die jeweiligen Phasen des Kampfes zwischen Geist und Leib beobachten in ihren Ängsten, Neid, Stolz, Ärger, Hass usw.; sie ist aber auch der Regulator, durch welchen wir das innere Gleichgewicht wieder herbeiführen könnten. Gegenüber der geistigen Welt, welche durch Bilder, Eingebungen und Erleuchtungen in uns hereinwirkt, sind wir völlig machtlos, wir müssen ihre Führung anerkennen oder hilflos in die Irre galoppieren, wie ein reiterloses Pferd. Die Seele aber mit ihrem Denken, Fühlen und Wollen können wir in gewissen Grenzen beeinflussen, vor im Sinne der Wiederherstellung des verlorenen Gleichgewichtes. Und da der Leib eine Projektion, ein Schatten der Seele ist, da alle Vorgänge in der Seele gleichartige Prozesse am Leib zur Folge haben, können wir von der Seele aus den Leib weitgehend dirigieren.
Da diese Erkenntnisse neu sind, konnte man früher nicht wissen, dass die Genussmittel in gewisser Hinsicht eine psychotherapeutische Wirkung haben. Wir sind gewohnt, die Bedeutung von Alkohol, Tabak und Kaffee nur leiblich zu betrachten und sie wegen der hier manchmal vorkommenden Schädigungen summarisch abzutun. Aber einmal sind die Schäden im Hinblick auf den Massenverbrauch relativ selten, dann aber darf die seelische Wirkung der Genussmittel nicht länger übersehen werden. Sie sind tatsächlich in vielen Fällen wirkliche „Tröster“ in den großen und kleinen Nöten des täglichen Lebens, besonders bei denen, wo das Ross dem Reiter durchgegangen ist und daher die Hilfen des Reiters entbehren müssen. Sie sind fähig, die unerhörten inneren Spannungen, welche der heutige Alltag zwangsläufig mit sich bringt, zu lösen, Ängste zu überwinden, Sorgen zu vergessen, Streite zu begraben; sie führen Menschen zur Geselligkeit zusammen, lösen die Zunge der Verstockten und manchen Verbittere heiter. Sie wirken also ausgleichend auf die Seele und haben dann – nur dann! – auch vorbeugende und psychotherapeutische Erfolge bei körperlichen Krankheiten. | 1 348 |
| 3 | ...das war auch mal eine landschaft, spiegelverkehrt zusammengesetzt mit fotoshop.. .. 😁 ...habe es maya genannt... 🤷♀️ | 1 136 |
| 4 | Der Gesundheitsausschuss des Bundestages hat 88 Verbände und Organisationen zur Anhörung des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes am 22. Juni eingeladen. Auffällig: Kein einziger Homöopathie- oder Anthroposophie-Verband steht auf der Liste, obwohl das Gesetz die Streichung von Homöopathie und anthroposophischer Medizin aus den Satzungsleistungen der Krankenkassen vorsieht. | 1 398 |
| 5 | Der genannte Ärzteführer Erwin Liek kam schon vor 20 Jahren nach vieljähriger, gründlichster und wohlwollendster Prüfung des Krankenkassensystems zu dem Schluss, dass die einzig mögliche Rettung aus einem unhaltbaren Zustand die Verstaatlichung des Gesundheitswesens sei. Angesichts der weiteren Zuspitzung der Lage muss man ihm Recht geben. Es ist der nächste, aber nicht der letzte Schritt, die Entlassung eines immer wieder künstlich, aber unzulänglich gestauten Stromsees in ein wogendes Meer, auf dem die Ärzte zunächst in ein gelenktes Schiff einsteigen müssen, aus dem aber die Tüchtigsten wieder in Freiheit an Land gehen können und werden. Tatsächlich würde eine Verstaatlichung fast alle Mängel des bisherigen Systems sofort beseitigen. Als erstes würde die größte Demütigung des Kranken, der Krankenschein, wegfallen. Der Kranke geht denn nicht mehr zum Arzt mit dem Gefühl, nur ein Patient zweiter Klasse zu sein; er braucht nicht mehr zu befürchten, dass der Arzt ihn wegen der zu geringen Bezahlung schlechter behandeln wird als die Privatpatienten; er kann somit dem Arzt sein volles Vertrauen entgegenbringen, und das ist die erste Voraussetzung für eine Heilung. Vor allem bleibt das Hauptziel des Gesetzgebers, die kostenlose Versorgung der Armen, gesichert.
Der Arzt, in Existenz und Altersversorgung gesichert, mit Möglichkeiten zu Weiterbildung und Erholung, könnte sich nunmehr mit seiner ganzen Persönlichkeit dem Kranken widmen und hätte Zeit, sich auch der Seele anzunehmen. Der ewige Streit zwischen Ärzten und Krankenkassen wäre beendet. Der Ärtzeüberfluss, der sonst zu einer Katastrophe des ganzen Standes führen kann, wäre beseitigt und die zu seiner Regulierung aufgewandten Kräfte und Mittel blieben erspart. Die Kranken wären unter allen Umständen besser daran als bei dem gegenwärtigen System, wenn natürlich auch auf beiden Seiten noch manches zu Wünschen übrig bliebe.
Ob man zu diesem Fortschritt nun „Verstaatlichung“ sagt oder „Nationalisierung“, wie in England, oder „Vereinheitlichung“, ist völlig gleichgültig. Jedenfalls braucht niemand vor dem Wort „Verstaatlichung" zurückschrecken. Es braucht nämlich beim Krankenkassensystem gar nichts mehr verstaatlicht zu werden, dieses ist ja schon, wenn auch getarnt, zu dreiviertel verstaatlicht, nur dass es alle Nachteile einer Verstaatlichung aufweist, ohne deren Vorteile zu genießen. Der Staat hat es bei diesem System geschickt verstanden, die Verantwortung für den Misserfolg auf andere abzuwälzen, aber doch die Zügel in der Hand zu behalten. Bei der Verstaatlichung handelt es sich also keineswegs um einen einschneidenden Eingriff, um eine Reformation oder gar Revolution des Krankenkassensystem, sondern einfach um die Aufhebung einer Tarnung, um die Zu-Ende-Führung einer Entwicklung, die man nicht anfangen und dann stehen lassen kann. Wer daher das Krankenkassensystem bis unmittelbar vor die Tore der vollen Verstaatlichung geführt hat - und das haben alle Beteiligten! -, der sollte nun auch den Mut haben, den einzig möglichen Schritt aus der permanenten Krise und dem ewigen Streit heraus zu tun, ehe es zu noch schlimmeren Wirkungen auf alle Beteiligten und die gesamte Volkswirtschaft kommt.
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| 6 | Schäden des Krankenkassensystems
Die Schäden des Krankenkassensystems hat einer der besten Kenner desselben, Erwin Liek, in zahlreichen Veröffentlichungen dargestellt, denen wir folgendes in Kürze entnehmen:
Zwischen das natürliche Vertrauensverhältnis Arzt-Kranker schiebt sich ein störendes Drittes, eine bürokratisch geleitete Verwaltung. Das Berufsgeheimnis des Arztes, das den Kranken schützt, wird durch den Krankenschein preisgegeben.
Das Krankenkassensystem untergräbt die Mannhaftigkeit, führt notwendig zu körperlicher und seelischer Verweichlichung.
Bei der schlechten Bezahlung des Arztes kommt der wirklich Kranke nicht zu seinem Recht.
Das Krankenkassensystem arbeitet nicht nur unärztlich und schlecht, sondern auch teuer. Die Verwaltungskosten betragen annähernd l0% der gesamten Einnahmen.
Es stimmt nur zum Teil, dass die frühere zeitweise Besserung des Gesundheitsstandes durch die Segnungen des Krankenkassensystems bedingt war. Ähnliches erfolgte auch in Ländern ohne Krankenkasse z.B. Amerika.
Das Krankenkassensystem führt auch zu moralischer Entartung. Es wurden immer neue Schichten der Bevölkerung einbezogen. Jeder Neuaufgenommmene bittet den Arzt zu bescheinigen, dass es sich um kein altes Leiden handelt, damit die Kasse auch dafür eintritt. Zum Betrug gesellt sich nicht selten die Erpressung.
Nachteile für den Arzt sind folgende:
1. Der junge, um seine Existenz besorgte Arzt wird leicht Mahnungen seines
Gewissens überhören, d.h. er stellt Gefälligkeitsatteste aus, er handelt als
Geschäftsmann, nicht als Arzt.
2. Der Massenbetrieb führt notwendig zu Schluderarbeit.
3. Er lässt dem Arzt weder Zeit zur Weiterbildung noch zur Erholung.
4. Die großen Einnahmen der "Kassenlöwen“, die das Gerücht noch maßlos übertreibt, sind eine gewaltige Lockung für viele Nichtberufene Medizin zu studieren.
Die Tätigkeit bei den Krankenkassen hat den Ärztestand rasch proletarisiert - in des Wortes schlechter Bedeutung. Die Entwicklung war so: die Ärzte, in ihrer Existenz durch Privatpraxis gesichert, erklärten sich aus dem Gefühl des Verschenken-Könnens heraus bereit, die unbemittelten Schichten des Volkes zu ganz geringen Sätzen zu behandeln. Allmählich drehte sich aber der Spieß: immer weitere Kreise wurden in die Kassen gezwungen, und die Ärzte gerieten schließlich in wirtschaftliche Abhängigkeit von denselben. Nun diktiert ein System, die ärztliche Seelenkraft verkümmert und die Kranken suchen nach „wahren Ärzten", denen sie Leib und Seele anvertrauen können, ohne sie zu finden.
Der nächste Schritt | 4 128 |
| 7 | Oktober 1949
Dr. med. homöop. Heinrich Will (1891-1971)
Krieg auf dem Rücken der Kranken
Der ewige Krieg zwischen Ärzten und Krankenkassen, der auf dem Rücken der Kranken ausgefochten wird, hat neuerdings wieder eine Zuspitzung erfahren, bei der eine Einigung unmöglich erscheint.
Die Wurzeln des Konflikts
Als die Krankenkassen geschaffen wurden, war der Materialismus die herrschende Weltanschauung. Man sah im Menschen nur einen körperlichen Mechanismus, dessen Funktionen durch chemische Umwandlung der Nahrung zustande kamen. Die Krankheiten entstanden durch äußere Zufälle, wie Bazillen und Erkältung, und sie galten als geheilt, wenn das erkrankte Organ wieder in Ordnung war. Krankheit war also, kurz gesagt, eine berechenbare „Sache“, die nur die Maschinerie des Leibes etwas anging und wie jeder Maschinenschaden mechanisch zu beheben war. Für eine solche Auffassung vom Menschen und seinen Krankheiten waren die Krankenkassen eine zu rechtfertigende Einrichtung.
Inzwischen sind unsere Kenntnisse vom Menschen und seinen Krankheiten bedeutend fortgeschritten. Wir wissen heute, dass Ansteckung und Erkältung nur auslösende Momente eines inneren Geschehens sind, das aus unbewussten und unbekannten Tiefen des Menschen an die Oberfläche gespült wird. Auf der Suche nach den tieferen Krankheitsursachen gelang der Psychoanalyse die Wiederentdeckung der Seele für die Medizin, und sie konnte sich mit ihrer Lehre, dass Körperkrankheiten aus dem Seelischen heraus entstehen können, Schritt für Schritt durchsetzen. Die Lehre von einem Vorstadium der Krankheiten in der Seele wurde von der modernen Psychosomatik weiter ausgebaut, und die neueste Krankheitslehre, die Neural-Pathologie, welche den Beginn aller Krankheiten in das Nervensystem vorverlegt, hat eine exakte experimentelle Bestätigung angebahnt. Vor einigen Monaten hat der 55. Internistenkongress ausdrücklich auf die Mitbeteiligung der Seele bei a l l e n Krankheiten hingewiesen.
Dies bedeutet für die Heilkunst nichts anderes, als dass sie in viel intensiverer Weise den seelischen Teil des Menschen behandeln muss und dass ein Kranker nur dann "geheilt" ist, wenn auch die Seele wieder ins Gleichgewicht gekommen ist. Da das Krankenkassensystem aber auf einer bloß leiblichen Behandlung aufgetaut ist, ist es als solches überholt. Die Aufgabe des Arztes ist eine andere, als ihm die Krankenkassen stellen und bezahlt. Sie ist keine mechanistische: Diagnosestellen, Arzneiverschreiben, Krankschreiben usw.. Sie erfordert ein Wirken von Seele zu Seele, wozu ein Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient unentbehrlich ist. Sie erfordert weiter eine seelisch befriedete Arzt-Persönlichkeit, wie sie nur ein in seiner Existenz gesicherter, geachteter, ja, erhabener Ärztestand haben kann. Beides hat das Krankenkassensystem zerstört. Krankheit ist als Seele-Leibproblem überhaupt nicht versicherungsfähig. Eine derartige „Versicherung“ muss zum Verhängnis für Volksgesundheit und Volkswirtschaft werden, weil ihre Auswirkung zu dem führen muss, was wir heute feststellen: Zunahme der Krankheiten und Erkankungsziffern, Nachlassen der Leistungsfähigkeit, drückende Soziallasten. | 3 783 |
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| 9 | uni 1954
Geistige Entwicklung und Gesundheit
Bisher kannte man zwei Lebenstriebe: Selbsterhaltung und Fortpflanzung. Nun wurde von einer ersten Autorität der Naturwissenschaffender der dritte Lebenstrieb verkündet: das Gesetz der „Geistigen Entwicklung“. Wenn der Nobelpreisträger Prof. Alexis Carrel nichts anderes geleistet hätte als die Verkündung dieses Lebensgesetzes, dann hätte er sich allein deshalb den Dank der ganzen Menschheit verdient. Denn nun bekommen auch Lebensschicksale einen versöhnlichen Sinn: gerade die Schattenseiten des Lebens, also auch Not, Leid, Krankheit, dienen der Höherentwicklung des Menschen. „Geistige Entwicklung“ bedeutet: In jeden Menschen wurde ein Funke göttlichen Geistes gesenkt, durch welchen jeder, ob hoch oder niedrig, gebildet oder ungebildet, alles Wissen und alle Weisheit, wenn auch zunächst unerschlossen, in seinem Innern trägt. Das äußere Weltgeschehen in Politik, Kunst, Wirtschaft, Schicksalen usw. dient dazu, dieses innere Universalwissen hervorzuzaubern und zu entwickeln. So hat alles, was geschieht einen tiefen Sinn, und auch das Böse ist eine gelenkte Kraft, die Gutes schaffen soll. Solche Erkenntnis wirkt beruhigend auf die Seele, und von den vielen Aspekten, unter denen dieses Gesetz betrachten kann, ist auch seine Anwendung auf die Gesundheitspflege von größter Bedeutung. Was häufig seelisch und körperlich krank macht, ist die Unfähigkeit mit den Aufgaben des Lebens geistigseelisch fertig zu werden. Unsere Seele wird von „bösen“ Menschen geängstigt, gekränkt, bedrückt, übervorteilt; Hass, Neid, Zorn, Kummer und Süchte verzehren unsere Lebenskräfte; wir verfluchen Gott, Welt und Menschheit, die uns soviel Widerwärtiges in den Weg legen; wir finden keinen Sinn in einem Leben, welches die Menschen durch Selbsterhaltungs- und Fortpflanzungstrieb unweigerlich in Kollision miteinander bringt. Nun werden die beiden Triebe durch das Gesetz der „Geistigen Entwicklung“ überrundet, und wenn wir nun wissen, dass alles äußere Geschehen darauf angelegt ist uns zur geistigen Höherentwicklung zu verhelfen, dann bekommt es ein anderes Gesicht. Wir lernen Menschen und Ereignisse zu durchschauen und hinter ihnen einen väterlichen Regisseur wirken, der sie an uns heranbringt und uns mit ihrer Bewältigung durch geistig-seelisches Wachstum beauftragt. Unreif kommen wir ins Leben, reifer und reicher an Erfahrung sollen wir es verlassen. Alles Widerwärtige sind Schulaufgaben, die wir meistern müssen, um in eine höhere Klasse aufsteigen zu können. Diejenigen Menschen, die das Unangenehme an uns heranbringen, also gerade unsere Gegner und Feinde, sind in Wahrheit unsere Lehrer und Freunde, welche uns Hürden in den Weg zu legen haben, damit wir das Springen lernen können. Sehen wir hinter ihnen die lenkende Macht, dann lernen wir sie verstehen und kommen in unserer Entwicklung schließlich so weit, dass uns nichts mehr zurückschrecken kann. Das heißt unsere Seele hat die große Ruhe gewonnen; diese stärkt die Lebenskräfte und damit auch die Widerstandskräfte gegen Krankheit jeder Art. Jede vorbeugende Gesundheitspflege muss vom Seelischen ausgehen, und das Gesetz der „Geistigen Entwicklung“ ist ein Heilmittel für die Seele.
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| 10 | A6 - ...hat spaß gemacht... 😁 | 2 508 |
| 11 | https://homoeopathiewatchblog.de/2026/06/02/drei-csu-politiker-stellen-sich-gegen-das-homoeopathie-aus-und-gehen-an-die-oeffentlichkeit-seidenath-goppel-und-stracke/ | 3 491 |
| 12 | .... na also, geht doch... ...warum nicht gleich so... 😁 | 1 |
| 13 | Juni 1952
Dr. med. homöop. Heinrich Will (1891-1971)
Vier Zauber-Blüten
Durch Jahrtausende waren die Heilkräuter und die aus ihnen bereiteten Getränke die einzigen Arzneien, und die Geschichte der Heilkunde beweist, welche großen Erfolge mit ihnen erzielt wurden. Über ihren Einfluss auf einzelne Organe steht die Wirkung auf den Gesamtmenschen, die Stärkung seiner Lebens- und Heilkräfte, also eine Allgemeinwirkung, die bei Krankheiten aller Art unterstützend wirkt.
Nachdem die Medizin sich mehr den Organkrankheiten und den spezifischen chemischen Arzneien zugewandt hat, ist die Kräuterheilkunde dem Volke zur Selbstanwendung verblieben, nicht um die ärztliche Behandlung auszuschalten, sondern um die allgemeinen Widerstandskräfte zu stärken und bei beginnenden Krankheiten und kleineren Beschwerden gute und unschädliche Hausmittel zur Hand zu heben.
Während zu diesem Zweck meist die Blätter- und Wurzeln der Heilkräuter Verwendung finden, gibt es vier Blüten, die wegen ihrer hervorragenden Heilkräfte in jedem Haushalt vorrätig sein sollten: Lindenblüte, Kamillen-, Malven- und Holunderblüten. Jetzt ist die Zeit sie zu sammeln und zu trocknen, damit sie bei Bedarf als Tee, ein Esslöffel mit 1/2 Liter kochenden Wassers aufgebrüht (nicht kochen?), verwendet werden können.
Linden- und Holunderblüten haben vorwiegend schweißtreibende Wirkung, Malvenblüten sind schleimlösend und die Kamillenblüte ist von umfassender Heilkraft bei Schmerzen aller Art, seien sie im Kopf, im Magen-Darm, Unterleib oder in den Gliedern. Mischt man diese vier Blüten, dann erhält man einen Tee, der beim Beginn aller Erkältungskrankheiten oft zauberhaft wirkt, indem er Schweiß erzeugt, Husten lindert Katarrhe löst und Schmerzen stillt. Der Tee wird mit Honig gesüßt, durch einen Schuss Kognak oder Rum verstärkt, so heiß als möglich schluckweise hintereinander getrunken; darin wird ein heißes ansteigendes Bad genommen, nach demselben in eine Wolldecke gewickelt ins Bett gelegt und nochmals Tee getrunken.
Nun treibt das Blut die Krankheitsgifte, statt sie auf ein inneres Organ zu werfen, in die Haut, in kräftigem Schweiß scheiden die Hautporen sie aus und entlasten somit die inneren Organe.
Millionenfach haben diese vier Zauberblüten auf solche Weise schwere innere Krankheiten verhütet und dadurch vielen Menschen das Leben gerettet. Wer klug ist, wartet nicht, bis die Stoffwechselgifte entzündungsreif geworden sind, sondern reinigt auch in gesunden Tagen alle paar Monate sein Blut durch eine solche Schwitzkur.
Vorbeugen ist immer besser als heilen, und es gibt keine einfachere‚ billigere und bequemere Vorbeugungskur als die Schwitzkur mit den vier Zauberblüten. https://t.me/DrmedHWill
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| 14 | 没有文字... | 3 182 |
| 15 | ...in einigen zeitschriften gab es berichte vom Dr. Will | 4 087 |
| 16 | Mai 1950
Dr. med. homöop. Heinrich Will (1891-1971)
Unser Vertrauensarzt schreibt: Mehr Licht!
Gesundheitspflege im Hoch-Frühling
Der wichtigste Gesundheitsfaktor des Hoch-Frühlings ist das Licht, welches die Sonne der Erde in zunehmender Fülle spendet. Das Charakteristikum dieser Frühlingssonne ist, dass sie noch nicht brütend und sengend ist wie im nachfolgenden Sommer, dass wir also das Licht in seiner reinsten Form genießen können, ohne die oft schädlichen Folgen der Hitze mit in Kauf nehmen zu müssen.
Der Mensch ist ein Lichtgeschöpf, das Licht ist sein allererstes Lebenselement, ohne welches aus Wasser und Erde kein Leben hervorgehen könnte. Aus dem Licht strahlt jene Energie, welche das erste Wasserstoff-Atom erschafft, aus dem in fortschreitendem Schöpfungsprozess die Moleküle und schließlich die lebendigen Zellen hervorgehen, die den menschlichen Leib aufbauen. Aber der Körper ist kein stabiles Ganzes, das auch nur für Tage seinen Zellenbestand gleichmäßig erhalten kann. Unaufhörlich sterben die Zellen ab und unaufhörlich werden aus den Strahlen des Lichtes neue gebildet. Im Menschen stirbt ununterbrochen etwas, und Tag für Tag wird aus der Substanz und Kraft des Lichtes etwas in ihm neu erschaffen. Will der Mensch leben und gesund bleiben, muss er unaufhörlich Licht zu erhaschen suchen. Je mehr Licht, desto kräftiger das Wachstum der Zellen, desto stärker die Vernichtung krankhafter Zellprodukte, desto blühender das gesunde Leben, desto sicherer die tägliche Überwindung von Krankheit und Tod.
Wie erjagen wir uns mehr Licht? Erstens: durch die direkte Belichtung des Körpers durch Sonnenbäder im Frühling, wo Haut und Kreislauf noch nicht durch den sommerlichen Brand gefährdet sind. Zweitens: durch Tiefatmungen in reiner sonnengeladener Luft außerhalb der dumpfen städtischen Atmosphäre (Wanderungen, Spiel, Sport). Drittens: durch Verzehr lichthaltiger und damit energetischer Nahrung, wie sie nur die lebendigen, lichtgesättigten Produkte der Natur bieten (Nüsse, Obst, Gemüse, Vollkorn). Viertens: durch Einnahme von Heilkräutern oder ihren homöopathisch zubereiteten Kräften (Potenzen) nach ärztlicher Verordnung. Fünftens endlich: durch Erhebung der Seele in das Reich des Geistes, aus welchem alles Licht stammt.
Man nimmt wissenschaftlich an, dass das Sonnenlicht von Atomzertrümmerungen herrührt, die in dem riesigen Sonnenball beständig stattfinden. Aber dahinter muss doch wieder eine Macht stecken, welche diese Atomzertrümmerungen bewirkt, und unsere größten Atomphysiker haben sie als eine geistige, göttliche erkannt. Es muss ein Geist unendlicher Liebe sein, der uns das Licht und damit Leben und Gesundheit spendet. Wollen wir mehr Licht haben, müssen wir uns inniger mit diesem Geist der Liebe erfüllen. Dann können auch Sonnenbäder, Rohkost usw. zurücktreten, weil wir dann mit dem Ur-Licht verbunden sind, welches alle materiellen Licht-Vermittler in den Schatten stellt.
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| 18 | Mai 1950
Was die Birken – gesundheitlich bewirken
Wer sich im Frühling die Mühe macht, frische Birkenblätter zu sammeln, zu trocknen und aufzubewahren, hat ein Heilmittel für manche Fälle von Krankheitsnot im Hause.
Der Birkenblätter-Tee ist eines der besten harntreibenden Mittel und bewirkt dadurch eine allgemeine Entgiftung des Körpers, weshalb er mit Recht als „Blutreinigungsmittel“ gelobt wird. Die harntreibende Wirkung ist wissenschaftlich nachgewiesen und beruht auf einem harzsauren Kalisalz, das aus den Blättern isoliert werden konnte. Es ist daher zweckmäßig, mehrmals im Jahr eine Kur mit diesem Tee zu machen, um die Gewebe zu entschlacken und dadurch drohender Krankheit vorzubeugen.
Heilend wirkt der Birkenblätter-Tee bei allen rheumatisch-gichtischen Leiden, sowie bei Nierenentzündung und Nierensteinen, ohne dass er die Nieren schädigt. Er mindert die Eiweißausscheidung im Urin, und es wurden Fälle beschrieben, in denen nachgewiesene Nierensteine sich in Sand auflösten und im Urin ausgeschieden wurden.
Von durchschlagender Heilkraft bei Rheumatismus sind Ganzpackungen mit frischen trockenen Birkenblättern. Man packt den ganzen Körper in die Birkenblätter ein und umhüllt ihn mit einer oder zwei Wolldecken wie bei einer feuchten Ganzpackung. Es tritt darin ein kräftiger Schweißausbruch ein, der die Krankheitsgifte ausleitet.
Die gleiche Wirkung wie der Tee hat der durch Anzapfung des Baumes gewonnene Birken-Saft, von dem man dreimal täglich einen Esslöffel unverdünnt nimmt. Äußerlich wird der Saft gegen Sommersprossen und andere Hautunreinigkeiten gebraucht.
Wenn man die weiße Birkenrinde in die Schuhe einlegt, kann man einen unterdrückten Fußschweiß wieder hervorrufen und auf diese Weise manche chronische Krankheit heilen, welche durch Unterdrückung eines Fußschweißes entstanden ist. Der aus Birken-Rinde gut ausgekochte Tee, zwei bis drei Tassen täglich getrunken, hat Erfolge bei Hautkrankheiten, Wassersucht, Gicht und Lungenleiden. Äußerlich wird er zu Fußbädern bei Schweißfuß und zu Waschungen und Umschlägen bei Hautausschlägen verwendet.
Eines der besten Haarpflegemittel ist das Birken-Haarwasser. Es wird gewonnen aus dem köstlich duftenden ätherischen Öl, welches bei der Destillation der Birkenknospen erscheint und Haarausfall und Kopfschuppen beseitigt.
Durch Destillation des Birken-Holzes wird der Birkenholz-Teer hergestellt, der äußerlich zur Behandlung von Hautausschlägen und innerlich bei manchen Leiden der Geschlechtsorgane angewendet wird und in der offiziellen Medizin einen Namen hat.
Endlich sei noch der Birken-Wein erwähnt, der aus dem Birken-Saft ausgärt und alten Leuten gute Dienste tut.
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