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🩺 ❣️❣️❣️ 🩺 Wir sind Prüflinge und besprechen gemeinsam KP-Protokolle sowie klinische Fälle im Live-Chat. Bitte respektiert den Gruppenzweck und teilt gerne eure Erfahrungen. CAVE: 🚫 Werbung und Inhalte ab 🔞!
Ko'proq ko'rsatish4 095
Obunachilar
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Gibt es hier jemanden aus Holstein(Prüfung Vorbereitung) ?
Bitte melden Sie sich bei mir. Danke
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Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen, die ihre Prüfungsprotokolle teilen! Am Katharinenhospital ist das wirklich sehr viel wert.
Nutzt die Protokolle gründlich und denkt auch an die zukünftigen Prüflinge, indem ihr eure eigenen Erfahrungen und Prüfungsprotokolle teilt.
Viel Erfolg an alle!
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Ich erklärte, dass der Patient aufgrund seines Diabetes mellitus möglicherweise immungeschwächt sei und es sich um eine nosokomiale Infektion handeln könne. Deshalb würde ich zunächst eine breit wirksame antibiotische Therapie beginnen und diese anschließend entsprechend den mikrobiologischen Befunden und der klinischen Situation anpassen.
Fall 3: Hämorrhoiden, Rektumprolaps und Analkarzinom
Frau Dr. Stark schilderte den Fall eines älteren Mannes, der sich in meiner Hausarztpraxis mit Schmerzen im Analbereich vorstellte.
Sie fragte mich, wie ich bei diesem Patienten vorgehen würde.
Ich erkannte den Fall sofort aus den Prüfungsprotokollen und begann mit der Anamnese. Dabei fragte ich gezielt nach Beschwerden, die für Hämorrhoiden sprechen, und berücksichtigte differenzialdiagnostisch auch einen Rektumprolaps und ein Analkarzinom.
Anschließend erhielt ich ein Bild mit Hämorrhoiden dritten Grades. Ich beschrieb den Befund und wurde nach der Klassifikation nach Goligher gefragt.
Danach sollte ich erläutern, wie ich diese Hämorrhoiden behandeln würde. Zunächst erwähnte ich die Stapler-Hämorrhoidopexie nach Longo. Da es sich jedoch nicht um zirkulär angeordnete Hämorrhoiden handelte, korrigierte ich mich selbst und erklärte stattdessen die Hämorrhoidektomie nach Milligan-Morgan und nach Ferguson sowie die Unterschiede zwischen beiden Verfahren.
Anschließend erhielt ich ein weiteres Bild mit einem Rektumprolaps, das ich ebenfalls beschrieb.
Ich erklärte die Unterschiede zwischen einem Rektumprolaps und einem Analprolaps. Besonders wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen der zirkulären und der radiären Fältelung der Schleimhaut.
Danach erhielt ich ein drittes Bild mit einem Analkarzinom und beschrieb auch diesen Befund im Hinblick auf die Unterschiede zu den beiden vorherigen Bildern.
Außerdem fragte mich Frau Dr. Stark, ob ich frisch prolabierte Hämorrhoiden unmittelbar operieren würde.
Ich verneinte dies, da die Hämorrhoiden zunächst ödematös geschwollen sein können und man gegebenenfalls abwarten sollte, bis die Schwellung zurückgegangen ist.
Damit war sie zufrieden und sagte, ebenso wie Dr. Peveling-Oberhag, dass ihr meine Antworten ausreichten.
5. Bekanntgabe der Ergebnisse
Anschließend wurden wir alle aus dem Raum gebeten und warteten ungefähr zehn Minuten.
Danach teilte uns Dr. Peveling-Oberhag mit, dass es eine sehr angenehme Prüfung mit uns vier gewesen sei und dass wir alle bestanden hätten.
6. Themen der anderen Prüflinge
An folgende Themen der anderen Prüflinge kann ich mich noch erinnern:
• Pneumothorax – umfassende Fragen zum Krankheitsbild
• OSG-Fraktur
• Humerusschaftfraktur
• Legionellenpneumonie: Befund im CT, anschließende Therapie und allgemeine Fragen zur Pneumonie
• Cholinesterasehemmer-Intoxikation: Erkennen anhand der BGA, wobei die Cholinesterase deutlich erniedrigt war; anschließend Therapie und weitere Intoxikationen mit deren Behandlung
• EKG bei Hyperkaliämie und Therapie
• Myokardinfarkt
An die übrigen Themen kann ich mich leider nicht mehr erinnern.
Meiner Einschätzung nach stammten ungefähr 95 % der Fragen aus den Prüfungsprotokollen. Deshalb kann ich euch nur empfehlen, diese gründlich durchzulesen. Oft erkennt man den Fall bereits, bevor die Frage vollständig gestellt wurde.
7. Persönliche Einschätzung und Tipps
Meiner Meinung nach ist die Prüfung auf jeden Fall machbar, solange man nicht zu nervös ist.
Die Prüfer helfen einem, wenn man nicht sofort die richtige Antwort findet. Beispielsweise wurde eine Kollegin, die eine Legionellenpneumonie als Fall erhalten hatte, so lange weiter gefragt, bis schließlich die Frage kam, welches Medikament bei einer Pneumokokkenpneumonie Mittel der Wahl ist.
Die Fragen werden im Verlauf eines Falls also immer konkreter und einfacher, weil der Prüfer offenbar zumindest noch eine richtige Antwort hören möchte.
Die Prüfer haben sehr viel Geduld und lassen einem auch Zeit zum Nachdenken, ohne sofort mit der nächsten Frage fortzufahren.
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Dort wurden wir einzeln jeweils ungefähr zehn Minuten lang von den Prüfern befragt.
Fall 1: Ventrikuläre Tachykardie und Brugada-Syndrom
Dr. Räpple schilderte den Fall eines jungen Patienten, der beim Fußballspielen plötzlich einsetzende Thoraxschmerzen und Atemnot entwickelt hatte und daraufhin in die Notaufnahme gekommen war.
Ich fragte zunächst nach den Vitalparametern. Der Patient hatte einen Blutdruck von 90/60 mmHg und eine Herzfrequenz von 120/min.
Daraufhin begann ich sofort mit der Stabilisierung nach dem ABCDE-Schema und wollte ein EKG schreiben. Dieses erhielt ich direkt im Anschluss.
Dr. Räpple wollte, dass ich die Herzfrequenz berechne. Ich zog daraufhin ein EKG-Lineal aus meiner Kitteltasche. Alle Prüfer fingen an zu lachen, woraufhin Dr. Peveling-Oberhag sagte, dass er das gut finde.
Nur weil in der Einladung nicht ausdrücklich stand, dass man kein EKG-Lineal mitbringen darf, bedeutet das schließlich nicht, dass es verboten ist. Außerdem war das meine einzige Absicht – die Herzfrequenz hätte ich natürlich auch ohne EKG-Lineal berechnen können.
Anschließend fragte mich Dr. Räpple, was ich im EKG erkennen könne. Es handelte sich um eine ventrikuläre Tachykardie (VT). Ich erklärte, woran ich erkannte, dass es sich um eine VT handelte.
Danach fragte er, welche Ursache dahinterstecken könnte und ob auch eine angeborene Erkrankung infrage komme.
Da es sich um einen jungen Patienten handelte, vermutete ich eine genetische Komponente und nannte die hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie (HOCM) sowie die arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie (ARVC). Beide Antworten wurden jedoch verneint. Schließlich fragte er mich, ob es sich um ein Brugada-Syndrom handeln könnte.
Ich bejahte dies und erklärte anschließend die zugrunde liegende Mutation, den betroffenen Genabschnitt und mögliche Auslöser ventrikulärer Tachykardien beim Brugada-Syndrom.
Daraufhin wurde ich unterbrochen, da diese Informationen für ihn ausreichend waren.
Als Dr. Räpple das EKG zurücknahm, zeigte er es Frau Dr. Stark und flüsterte ihr zu, dass es sich um ein atypisches EKG für ein Brugada-Syndrom handele. Anschließend erklärte er ihr, woran man das Syndrom im EKG erkennen könne.
Frau Dr. Stark war überrascht und sagte, dass sie jedes Mal etwas Neues dazulerne, wenn sie gemeinsam mit Dr. Räpple prüfe.
Fall 2: Septischer Schock bei diabetischem Fußsyndrom
Dr. Peveling-Oberhag begann mit der Beschreibung eines älteren, schwer kranken Patienten, der in die ZNA gekommen war.
Ich fragte zunächst nach den Vitalparametern, die er mir anschließend mitteilte. Es handelte sich um einen hämodynamisch instabilen Patienten mit hohem Fieber. Deshalb vermutete ich einen septischen Schock und begann mit der Stabilisierung nach dem ABCDE-Schema, orientiert am 1-Hour-Sepsis-Bundle.
Ich erläuterte mein Vorgehen Schritt für Schritt bis zum Punkt C, an dem ich eine Blutgasanalyse (BGA) anforderte. Diese wurde mir anschließend gegeben.
Die BGA zeigte eine metabolische Azidose. Beim Laktatwert stand allerdings nur ein Fragezeichen.
Nach der Beurteilung der BGA erwähnte ich, dass ich parallel eine Anamnese erheben würde. Dr. Peveling-Oberhag erklärte daraufhin, dass der Patient in einem Altenheim lebte und als relevante Vorerkrankung ein Diabetes mellitus mit bekanntem Malum perforans vorlag.
Ich sagte, dass ich mir deshalb sofort den Fuß des Patienten anschauen würde. Daraufhin beschrieb er einen entzündeten Fuß mit üblem Geruch.
Ich identifizierte diesen als wahrscheinlichen Sepsisfokus und führte mein ABCDE-Schema bis zum Ende durch.
Dabei ging ich sehr ins Detail und bezog mich auf Inhalte der Sepsisleitlinie von 2025. Deshalb wurden mir keine weiteren Fragen mehr gestellt, und ich konnte mein Vorgehen vollständig erläutern.
Bevor die zehn Minuten vorbei waren, sagte Dr. Peveling-Oberhag, dass ihm meine Ausführungen ausreichten.
Als ich erwähnte, dass ich bei diesem Patienten zunächst relativ breit mit Piperacillin/Tazobactam beginnen würde, fragte er mich nach der Begründung.
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Da mir weder Laborbefunde noch Ergebnisse der Bildgebung vorlagen, konnte ich diese auch nicht in meinen Bericht aufnehmen.
Wir durften Laptops, Handys und andere Hilfsmittel benutzen. Kontrolliert wurden wir dabei nicht. Die Dokumentation musste handschriftlich erfolgen; Papier und Stifte wurden vor Ort zur Verfügung gestellt. Im Raum standen außerdem einige Snacks und Getränke bereit.
Nach zwei Stunden kam eine Mitarbeiterin, um die Dokumentationen einzusammeln. Anschließend hatten wir ungefähr eine Stunde Mittagspause. Wir blieben alle im Raum und recherchierten unsere jeweiligen Fälle.
Ich versuchte, einen möglichen Zusammenhang zwischen der Einzelniere, dem Diabetes mellitus und der Hypertriglyzeridämie zu finden. Dabei stieß ich unter anderem auf eine Sonderform des MODY-Diabetes, die durch eine HNF1B-Mutation verursacht werden kann. Diese kann sowohl mit einem Diabetes mellitus als auch mit urogenitalen Anomalien einhergehen.
Außerdem las ich etwas über das familiäre Chylomikronämie-Syndrom, dessen Prävalenz allerdings sehr gering ist.
Ich überlegte mir auch einige mögliche Differenzialdiagnosen und bereitete mich auf Fragen vor, die im dritten Prüfungsteil am Patientenbett gestellt werden könnten.
3. Dritter Prüfungsteil am Patientenbett
Nach der Mittagspause gingen wir wieder auf die Station und wurden gebeten, im Arztzimmer zu warten. Einer nach dem anderen wurde aufgerufen, um den dritten Prüfungsteil mit den Prüfern am Patientenbett zu absolvieren.
Ich begann mit der Patientenvorstellung und wartete zunächst darauf, unterbrochen zu werden und Fragen beantworten zu müssen. Anders als in vielen Erfahrungsberichten wurde ich jedoch nicht frühzeitig unterbrochen. Ich musste bis zum Ende meiner Vorstellung alle relevanten Informationen über den Patienten schildern, einschließlich der zahlreichen Vorerkrankungen seines Vaters. Erst danach begannen die Fragen.
Fragen von Dr. Peveling-Oberhag und Dr. Räpple
Dr. Peveling-Oberhag fragte mich zur akuten Pankreatitis, insbesondere zu den Diagnosekriterien, zum diagnostischen Vorgehen bei einem solchen Patienten und zu den möglichen Komplikationen.
Außerdem wollte er wissen, welche Laborparameter ich bestimmen würde. Dabei ging es sowohl um die diagnostische Laborchemie als auch um Parameter zur Einschätzung der Prognose. Unter anderem fragte er nach dem Kalzium und danach, welches Kalzium ich bestimmen würde und warum.
Dr. Räpple griff das Thema Kalzium auf und fragte, wie ich es bestimmen würde und welche prognostische Aussage der Wert bei einer akuten Pankreatitis hat.
Zusätzlich wollte er wissen, welche Körperregion ich bei einem Patienten unter Einnahme eines SGLT-2-Hemmers besonders untersuchen würde und welche weiteren Komplikationen unter dieser Therapie auftreten können. Anschließend fragte er nach dem Wirkmechanismus der SGLT-2-Hemmer.
Dr. Räpple und Dr. Peveling-Oberhag konzentrierten sich insgesamt fast ausschließlich auf die Pankreatitis und gingen dabei teilweise sehr ins Detail.
Da ich während der Patientenvorstellung die Hämatome am Unterbauch erwähnt hatte, die durch die Thrombosespritzen entstanden waren, fragte mich Frau Dr. Stark anschließend ausführlich zur tiefen Venenthrombose (TVT). Dabei ging es sowohl um die klassischen TVT-Zeichen als auch um weitere mögliche Befunde bei der körperlichen Untersuchung.
Keiner der drei Prüfer forderte mich auf, den Patienten erneut körperlich zu untersuchen. Der gesamte dritte Prüfungsteil bestand deshalb aus mündlichen Fragen.
Die Zeit verging wirklich wie im Flug.
Am Ende stellte sich heraus, dass mein Patient tatsächlich an einem familiären Chylomikronämie-Syndrom litt. In der Prüfung wurde dies jedoch weder erwähnt noch gezielt abgefragt. Wahrscheinlich hatte ich den möglichen Zusammenhang bereits während meiner Patientenvorstellung ausreichend erläutert.
4. Mündliche Fallprüfung
Nach dem dritten Prüfungsteil gingen wir gemeinsam zurück in den Konferenzraum, in dem wir zuvor die Dokumentation geschrieben hatten.
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Hier ist dein Erfahrungsbericht vollständig sprachlich korrigiert. Ich habe Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Satzbau verbessert, dabei aber deine Inhalte, die Reihenfolge und deinen persönlichen Schreibstil so weit wie möglich beibehalten.
Erfahrungsbericht zur Kenntnisprüfung am 09.10.2026 im Katharinenhospital Stuttgart
Ich habe meine Kenntnisprüfung am 09.10.2026 im Katharinenhospital abgelegt und bestanden.
Prüfer:
1. Dr. Peveling-Oberhag – Gastroenterologe
2. Dr. Räpple – Intensivmediziner
3. Dr. Stark – Chirurgin
Ablauf:
• 09:00–10:00 Uhr: Anamnese und körperliche Untersuchung
• 10:00–12:00 Uhr: Dokumentation
• 13:00 Uhr: Dritter Prüfungsteil am Patientenbett und anschließende mündliche Fallprüfung
1. Anamnese und körperliche Untersuchung
Mein Patient war ein relativ junger Mann, der sich eine Woche zuvor mit typischen Beschwerden einer akuten Pankreatitis in der ZNA vorgestellt hatte. Da er bereits rezidivierende Schübe erlebt hatte, vermutete er selbst, dass es sich erneut um einen solchen Schub handelte. Deshalb ging er direkt ins Krankenhaus.
Insgesamt hatte er seit 2019 bereits elf Schübe erlitten. Vor dem ersten Schub sei er nach eigenen Angaben noch nie im Krankenhaus gewesen. Seit 2019 sei es jedoch regelmäßig zu Pankreatitisschüben gekommen.
Beim ersten Schub waren Triglyzeridwerte von über 10.000 festgestellt worden, woraufhin notfallmäßig eine Triglyzeridapherese durchgeführt wurde. Der behandelnde Arzt habe ihm gesagt, dass er noch nie zuvor in seinem Leben derart hohe Triglyzeridwerte gesehen habe.
Bei der initialen Sonografie im Jahr 2019 war zufällig eine rechte Einzelniere festgestellt worden. Diese wurde etwa einen Monat vor der Prüfung, also im September 2026, biopsiert. Der Patient kannte das Ergebnis der Biopsie allerdings noch nicht.
Zusätzlich war ein Diabetes mellitus Typ 2 diagnostiziert worden. Der Patient sagte selbst, dass er zuvor nie richtig krank gewesen sei und dass 2019 plötzlich alles begonnen habe. Innerhalb kurzer Zeit seien mehrere unterschiedliche Erkrankungen festgestellt worden.
Bei derart hohen Triglyzeridwerten in diesem jungen Alter dachte ich natürlich an eine genetische Komponente. Außerdem hatte der Patient eine arterielle Hypertonie und eine Hypercholesterinämie.
Die Einzelniere hatte bis vor Kurzem keine Probleme verursacht. Erst vor einiger Zeit hatten die Ärzte eine Proteinurie festgestellt. Wie stark diese ausgeprägt war, wusste der Patient allerdings nicht.
Ich hatte keine Patientenakte oder andere Unterlagen zur Verfügung und musste deshalb sämtliche Informationen durch die Anamnese erheben. Auch den bisherigen stationären Verlauf musste ich anhand der Angaben des Patienten rekonstruieren. Verständlicherweise konnte er keine konkreten Fragen zu Laborwerten oder bildgebenden Befunden beantworten, sodass ich diesbezüglich nur wenig dokumentieren konnte.
Meine Epikrise beschränkte sich deshalb im Wesentlichen auf die Flüssigkeitsgabe und die Analgesie. Dr. Peveling-Oberhag hatte allerdings bereits zu Beginn darauf hingewiesen, dass wir nur das dokumentieren sollten, was wir tatsächlich herausfinden konnten. Exakte Laborwerte oder Medikamentendosen mussten wir nicht angeben.
So viel zu meiner Anamnese.
Ich führte anschließend eine vollständige körperliche Untersuchung durch. Auffällig waren lediglich die weiterhin bestehenden Oberbauchschmerzen und ein positives Murphy-Zeichen, obwohl der Patient keine Cholezystitis hatte.
Außerdem stellte ich mehrere hundert Xanthelasmen beziehungsweise xanthomatöse Hautläsionen am gesamten Körper fest. Von Weitem sahen diese wie Läsionen bei Molluscum contagiosum aus.
Ansonsten ergaben sich bei der körperlichen Untersuchung keine weiteren Auffälligkeiten.
2. Dokumentation und Mittagspause
Nach der Anamnese und der körperlichen Untersuchung hatten wir zwei Stunden Zeit, um den Arztbrief zu schreiben.
Dr. Peveling-Oberhag bezeichnete die Aufgabe bewusst nicht als klassischen Arztbrief und betonte wiederholt, dass wir nur das dokumentieren sollten, was wir tatsächlich herausfinden konnten.
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Persönliches Fazit
Insgesamt empfand ich die Prüfung als anspruchsvoll.
Die größte Schwierigkeit im ersten Teil war das Zeitmanagement. Mein Patient hatte eine komplexe Krankengeschichte, sprach sehr langsam und erzählte ausführlich. Dadurch hatte ich kaum Zeit für die körperliche Untersuchung, was meinen Stress zusätzlich verstärkte.
Im mündlichen Teil konnte ich Fragen strukturiert beantworten, bei anderen war ich unsicher oder meine Antworten waren nicht vollständig auch Falsch.
Die Prüfer korrigierten und ergänzten meine Antworten mehrfach.
Besonders auffällig war, dass die Prüfer großen Wert auf die praktische Vorgehensweise, die klinische Entscheidungsfindung sowie die Überprüfung von Indikationen und Kontraindikationen legten.
Es ging nicht nur darum, Diagnosen und Medikamente zu kennen, sondern auch darum, das weitere Vorgehen beim Patienten strukturiert erklären zu können.
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Persönliches Fazit
Insgesamt empfand ich die Prüfung als anspruchsvoll.
Die größte Schwierigkeit im ersten Teil war das Zeitmanagement. Mein Patient hatte eine komplexe Krankengeschichte, sprach sehr langsam und erzählte ausführlich. Dadurch hatte ich kaum Zeit für die körperliche Untersuchung, was meinen Stress zusätzlich verstärkte.
Im mündlichen Teil konnte ich Fragen strukturiert beantworten, bei anderen war ich unsicher oder meine Antworten waren nicht vollständig auch Falsch.
Die Prüfer korrigierten und ergänzten meine Antworten mehrfach.
Besonders auffällig war, dass die Prüfer großen Wert auf die praktische Vorgehensweise, die klinische Entscheidungsfindung sowie die Überprüfung von Indikationen und Kontraindikationen legten.
Es ging nicht nur darum, Diagnosen und Medikamente zu kennen, sondern auch darum, das weitere Vorgehen beim Patienten strukturiert erklären zu können.
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Ich erkannte zunächst eine Fraktur des lateralen Malleolus. Tatsächlich handelte es sich um eine bimalleoläre Sprunggelenksfraktur, wobei eine Fraktur disloziert und die andere nicht disloziert war.
Weitere Fragen:
4. Was erkennen Sie auf dem Röntgenbild?
2. Welche Therapie ist indiziert?
3. Wann muss eine Sprunggelenksfraktur operiert werden?
4. Wann kommt eine konservative Therapie infrage?
5. Wie erfolgt die Nachbehandlung?
6. Wann darf der Patient wieder laufen beziehungsweise das Bein belasten?
Prüfer 2 – Intensivmedizin / Toxikologie
Fall 2: Bewusstloser junger Patient mit Intoxikationsverdacht
Der Prüfer stellte mir einen jungen bewusstlosen Patienten vor.
Klinisch bestanden eine ausgeprägte Miosis sowie eine starke Sekretbildung.
Zusätzlich wurde mir ein Laborbefund gezeigt.
Fragen:
1. Was vermuten Sie bei diesem Patienten?
2. Welche Ursachen kommen für die Bewusstlosigkeit infrage?
3. Wie interpretieren Sie die klinischen Symptome und den Laborbefund?
4. Welche Intoxikation liegt hier wahrscheinlich vor?
5. Wie gehen Sie therapeutisch vor?
6. Welches spezifische Antidot geben Sie?
7. Welche anderen Intoxikationen kennen Sie und welche Antidote gibt es?
Mein persönlicher Eindruck:
Ich äußerte den Verdacht auf eine Intoxikation, konnte jedoch den Zusammenhang mit einer Cholinesterasehemmung nicht erkennen.
Ich sagte dem Prüfer offen, dass ich diesen Befund nicht kenne.
Bei der Therapie konnte ich die allgemeinen notfallmedizinischen Basismaßnahmen nennen, wusste jedoch das spezifische Antidot nicht.
Der Prüfer erklärte, dass es sich um eine Cholinesterasehemmer-Intoxikation handelte und Atropin als Antidot eingesetzt wird.
Anschließend fragte er mich nach weiteren Intoxikationen und den entsprechenden Antidoten. Diese Frage konnte ich beantworten.
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Prüfer 2 – Pneumologie / Radiologie
Fall 3: Atypische Pneumonie – Legionellose
Anschließend wurde mir ein CT-Thorax gezeigt.
Der Fall betraf eine atypische Pneumonie durch Legionellen.
Fragen und Themen:
1. Was erkennen Sie im CT-Thorax?
2. Welche Diagnose vermuten Sie?
3. Welche Ursachen einer atypischen Pneumonie kennen Sie?
4. Was wissen Sie über die Legionellenpneumonie?
5. Welche diagnostischen Untersuchungen führen Sie durch?
6. Wie behandeln Sie eine Legionellenpneumonie?
7. Allgemeine Fragen zur Pneumonie.
Mein persönlicher Eindruck:
Es entwickelte sich jedoch eine fachliche Diskussion mit dem Prüfer über die Bildgebung, die Legionellose und die Pneumonie.
Der Prüfer ging auf meine Antworten ein und stellte weitere Fragen. Über Pneumonie une Antibiotika
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Prüfer 3 – Kardiologie / Innere Medizin
Fall 4: Akutes Koronarsyndrom – Vorderwandinfarkt
Der dritte Prüfer stellte mir einen Patienten mit akutem Koronarsyndrom und Vorderwandinfarkt vor.
Fragen:
1. Wie gehen Sie bei einem Patienten mit akutem Koronarsyndrom vor?
Hinweise und Korrekturen des Prüfers:
Der Prüfer erklärte mir, dass man bezüglich der Antikoagulation zunächst Rücksprache mit dem Herzkatheterzentrum halten sollte, um das weitere Vorgehen abzustimmen.
Bei der Heparindosierung erwartete er für die unmittelbare Notfallsituation eine konkrete Dosierungsangabe und nicht ausschließlich eine gewichtsadaptierte Berechnung in IE/kg.
Er erwähnte außerdem, dass die sofortige Gabe eines Statins in der Akutsituation nicht die höchste Priorität habe.
Ein weiterer Schwerpunkt war das Vorgehen nach Stabilisierung und erfolgreicher PCI, insbesondere die weitere stationäre Überwachung, die Entlassungsplanung und die medikamentöse Sekundärprävention.
Ich konnte die wichtigsten Medikamente nach einem Myokardinfarkt nennen.
Der Prüfer betonte jedoch, dass man Medikamente nicht einfach schematisch aufzählen sollte, sondern vor jeder Verordnung die individuelle Indikation und mögliche Kontraindikationen überprüfen muss.
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Prüfungsprotokoll – Kenntnisprüfung
Datum: 09.10.2026
Prüfungsort: Katharinenhospital Stuttgart
Teil 1 – Anamnese und körperliche Untersuchung
Ablauf und persönliche Erfahrung
Mein Patient war ein 77-jähriger Mann mit einem bekannten Lebertumor und einer sehr komplexen Krankengeschichte.
Der Patient war sehr gesprächig und erzählte ausführlich über seine Erkrankung, die bisherigen Behandlungen und den gesamten Krankheitsverlauf. Außerdem sprach er sehr langsam, sodass die Anamnese viel Zeit in Anspruch nahm.
Die Schwierigkeit bestand darin, dass fast alle Informationen medizinisch relevant waren. Deshalb fiel es mir schwer, das Gespräch zu strukturieren und zeitlich zu begrenzen.
Am Ende blieb mir nur sehr wenig Zeit für die körperliche Untersuchung. Ich konnte diese erst in den letzten Minuten durchführen und musste mich auf das Wesentliche konzentrieren.
Aufgrund des erheblichen Zeitdrucks und des Prüfungsstresses wurde ich zunehmend nervös und verlor teilweise meine Struktur.
Patientenfall
Mein Patient war 77 Jahre alt und hatte einen bekannten Lebertumor, der bereits operativ und interventionell behandelt worden war.
Postoperativ war eine intraabdominelle Drainage angelegt worden.
Der Patient berichtete, dass sich die Drainage während der ambulanten pflegerischen Versorgung zu Hause versehentlich gelöst hatte und herausgerutscht war.
Aus diesem Grund erfolgte die stationäre Aufnahme.
Er berichtete außerdem über Schmerzen im Bereich der ehemaligen Drainagestelle.
Etwa drei Wochen zuvor hatte er Fieber und Schüttelfrost im Rahmen einer bakteriellen Infektion entwickelt und war antibiotisch behandelt worden.
Zum Untersuchungszeitpunkt verneinte er Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit und Erbrechen.
Relevante Vorerkrankungen
• Lebertumor, Zustand nach operativer und interventioneller Behandlung
• Zustand nach zweimaliger Lungenembolie
• Arterielle Hypertonie
• Diabetes mellitus
• Prostatakarzinom, Zustand nach thermischer Tumorbehandlung
• Harninkontinenz
Körperliche Untersuchung
Bei der Untersuchung zeigte sich ein geblähtes, aber weiches Abdomen.
Bei der Inspektion bestanden ein Verband im Bereich des Nabels sowie eine rechtsseitige postoperative Narbe.
Es wurde eine Drainage mit biliösem Sekret und einer Fördermenge von etwa 600 ml dokumentiert.
Bei der Palpation zeigte sich ein rechtsseitiger Druckschmerz mit einem unklaren tastbaren Befund.
Aufgrund des Zeitmangels konnte ich die körperliche Untersuchung nur eingeschränkt durchführen.
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Teil 2 – Patientenvorstellung und Fragen am Patientenbett
Nach der Anamnese und körperlichen Untersuchung erfolgte die Patientenvorstellung.
Anschließend wurden mir folgende Fragen gestellt:
1. Führen Sie bitte eine neurologische Untersuchung beim Patienten durch.
2. Woran erkennen Sie einen reduzierten Ernährungszustand außer anhand des BMI?
3. Warum benötigt der Körper Gallensäuren?
4. Wie hoch ist der tägliche Kalorienbedarf eines Erwachsenen in kcal/kg Körpergewicht?
5. Wie hoch ist der tägliche Proteinbedarf in g/kg Körpergewicht?
6. Welche Laboruntersuchungen würden Sie zur Beurteilung des Ernährungszustands durchführen?
Zeitmanagement
Die Patientenvorstellung und die neurologische Untersuchung nahmen relativ viel Zeit in Anspruch.
Die vorgesehenen 15 Minuten waren dadurch bereits abgelaufen, sodass mir keine weiteren Fragen gestellt wurden.
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Teil 4 – Mündliche Prüfung
Prüferin 1 – Chirurgie / Unfallchirurgie
Fall 1: Sprunggelenksfraktur nach Fußballspiel
Die Chirurgin stellte mir einen Patienten vor, der nach einem Fußballspiel mit Schmerzen im Bereich des Sprunggelenks in die Notaufnahme kam.
Fragen:
1. Wie gehen Sie bei diesem Patienten vor?
2. Welche Anamnese und körperliche Untersuchung führen Sie durch?
3. Welche bildgebende Diagnostik veranlassen Sie?
Anschließend wurde mir ein Röntgenbild des Sprunggelenks gezeigt.
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Herzlichen Glückwunsch Herr Doktor Armin (Professor), ber dir es war 100% sicher auf jeden Fall.
