Das Haus Hohenzollern Könige von Preußen und Deutsche Kaiser
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| 2 | Zum "Tag der deutschen Einheit" ein paar Fakten. | 380 |
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| 5 | Johann David Ludwig Yorck wurde am 26. September 1759 in Potsdam geboren. Sein Vater war Hauptmann in der preußischen Armee unter Friedrich dem Großen. Bereits 1772, im Alter von nur 13 Jahren, trat Yorck selbst in die Preußische Armee ein.
Seine frühe militärische Laufbahn verlief allerdings keineswegs geradlinig. Wegen offener Kritik an einem Vorgesetzten geriet der junge Offizier in Konflikt mit seinen militärischen Führungskräften, wurde für etwa ein Jahr inhaftiert und schließlich aus der preußischen Armee entlassen. Daraufhin trat er 1781 in niederländische Dienste und kämpfte unter anderem in Südafrika und Indien.
1785 kehrte Yorck nach Preußen zurück. Zwei Jahre später wurde er wieder in die preußische Armee aufgenommen. In den folgenden Jahren stieg er kontinuierlich auf und machte sich insbesondere als erfahrener Führer leichter Infanterie einen Namen.
Während des Krieges gegen Napoleon im Jahr 1806 kämpfte Yorck unter anderem unter Gebhard Leberecht von Blücher. Nach der vernichtenden Niederlage Preußens bei Jena und Auerstedt gehörte Yorck zu den Offizieren, die sich beim schwierigen Rückzug der preußischen Truppen bewährten.
Seine berühmteste Entscheidung traf Yorck jedoch im Jahr 1812. Preußen war zu dieser Zeit gezwungen, Napoleon bei dessen Russlandfeldzug militärisch zu unterstützen. Yorck führte dabei das preußische Hilfskorps innerhalb der französisch geführten Streitkräfte.
Nach Napoleons katastrophalem Rückzug aus Russland entschied sich Yorck zu einem außergewöhnlichen Schritt. Am 30. Dezember 1812 schloss er bei Tauroggen eigenmächtig eine Konvention mit dem russischen General Hans Karl von Diebitsch. Darin erklärte Yorck sein preußisches Korps für neutral und löste es faktisch aus Napoleons Heer heraus.
Das Entscheidende daran: Yorck handelte ohne die Zustimmung seines Königs Friedrich Wilhelm III. Er setzte damit seine militärische Karriere und möglicherweise sogar sein Leben aufs Spiel. Der König distanzierte sich zunächst von seinem General. Politisch entwickelte sich die Konvention von Tauroggen jedoch zu einem wichtigen Schritt auf dem Weg zum preußischen Aufstand gegen Napoleon.
1813 trat Preußen schließlich offen in den Krieg gegen Frankreich ein. Yorck übernahm ein Korps der Schlesischen Armee unter Blücher und wurde zu einem der bedeutenden preußischen Heerführer der nun beginnenden Befreiungskriege.
Besonders zeichnete er sich am 3. Oktober 1813 in der Schlacht bei Wartenburg an der Elbe aus. Seine Truppen durchbrachen dort französische Stellungen und ermöglichten Blüchers Armee den Übergang über den Fluss. Wenige Tage später nahm Yorck mit seinen Soldaten an der großen Völkerschlacht bei Leipzig teil.
Für seine Leistungen wurde er 1814 in den erblichen Grafenstand erhoben und erhielt den Namenszusatz „von Wartenburg“. Aus Johann David Ludwig von Yorck wurde damit Graf Yorck von Wartenburg.
Auch im Feldzug von 1815, der mit Napoleons endgültiger Niederlage bei Waterloo endete, gehörte Yorck noch zur preußischen Armeeführung. Nach den Befreiungskriegen zog er sich zunehmend aus dem aktiven Dienst zurück. 1821 wurde er schließlich zum preußischen Generalfeldmarschall ernannt.
Johann David Ludwig Graf Yorck von Wartenburg starb am 4. Oktober 1830 auf seinem Gut Klein-Oels in Schlesien im Alter von 71 Jahren. | 1 946 |
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| 8 | Fritz Wilhelm Theodor Carl von Below wurde am 23. September 1853 in Danzig geboren. Er entstammte dem mecklenburgisch-pommerschen Adelsgeschlecht von Below und wuchs in einer ausgeprägten Militärtradition auf. Sein Vater Ferdinand von Below war preußischer Generalmajor, auch sein jüngerer Bruder Ernst wurde später General der Infanterie.
Nach seiner Ausbildung im preußischen Kadettenkorps trat Fritz von Below 1873 als Sekondeleutnant in das traditionsreiche 1. Garde-Regiment zu Fuß der Preußischen Armee ein. In den folgenden Jahrzehnten durchlief er zahlreiche Truppen- und Stabsverwendungen und stieg innerhalb der preußischen Militärhierarchie kontinuierlich auf. 1906 wurde er Generalquartiermeister im Großen Generalstab, 1908 übernahm er die 1. Garde-Division und 1912 wurde er zum General der Infanterie befördert und Kommandierender General des XXI. Armeekorps in Saarbrücken.
Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 führte Below sein XXI. Armeekorps zunächst an der Westfront in den Kämpfen in Lothringen und später im Raum Arras. Anfang 1915 wurde sein Korps an die Ostfront verlegt und nahm im Februar an der Winterschlacht in Masuren teil. Für seine Leistungen erhielt Below am 16. Februar 1915 den Pour le Mérite, eine der höchsten militärischen Auszeichnungen Preußens.
Bereits im April 1915 kehrte Below an die Westfront zurück und übernahm als Oberbefehlshaber die 2. Armee. Seine wohl bekannteste militärische Aufgabe folgte 1916 während der Schlacht an der Somme. Dort standen seine Truppen ab dem 1. Juli einer gewaltigen britisch-französischen Offensive gegenüber. Die monatelangen Kämpfe entwickelten sich zu einer der verlustreichsten Schlachten des gesamten Ersten Weltkriegs.
Als der Frontabschnitt im Juli 1916 geteilt wurde, erhielt Below den Oberbefehl über die neu gebildete 1. Armee und führte die deutschen Truppen nördlich der Somme. Am 11. August 1916 erhielt er für seine militärischen Leistungen zusätzlich das Eichenlaub zum Pour le Mérite.
1917 führte Below seine Armee nach dem deutschen Rückzug auf die sogenannte Siegfriedstellung weiter an der Westfront. Während der französischen Nivelle-Offensive verteidigte seine Armee den Frontabschnitt an der Aisne nördlich von Reims. Damit gehörte Below während eines großen Teils des Krieges zu den ranghöchsten deutschen Armeeführern an der Westfront.
Im Juni 1918 wurde er noch mit der Führung der 9. Armee betraut. Zu diesem Zeitpunkt war Below jedoch bereits schwer erkrankt und konnte das Kommando kaum noch persönlich ausüben. Im August 1918 wurde er von seiner Stellung entbunden und mit dem Ende des Krieges endgültig aus dem Militärdienst verabschiedet.
Nur wenige Tage nach dem Ende des Ersten Weltkriegs starb Fritz von Below am 23. November 1918 in Weimar im Alter von 65 Jahren an einer Lungenentzündung. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Invalidenfriedhof in Berlin, auf dem zahlreiche bedeutende preußische und deutsche Militärs bestattet wurden.
Fritz von Below blieb vor allem als einer der hochrangigen preußisch-deutschen Armeeführer des Ersten Weltkriegs in Erinnerung. Sein Name ist insbesondere mit den Kämpfen in Masuren, an der Somme und an der Aisne verbunden. | 2 022 |
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| 10 | Friedrich Wilhelm von Steuben wurde am 17. September 1730 in Magdeburg geboren. Einen Teil seiner Kindheit verbrachte er in Russland, wo sein Vater als Militäringenieur tätig war. Schon als junger Mann entschied sich Steuben ebenfalls für eine militärische Laufbahn und trat in die preußische Armee ein.
Während des Siebenjährigen Krieges sammelte Steuben umfangreiche militärische Erfahrung. Er nahm an mehreren Feldzügen teil, wurde unter anderem verwundet und diente später als Stabsoffizier. Gegen Ende des Krieges gehörte er zeitweise zum Umfeld Friedrichs des Großen und erhielt eine weiterführende militärische Ausbildung. 1763 schied er aus der preußischen Armee aus.
Seine größte historische Bedeutung sollte Steuben jedoch nicht in Preußen, sondern auf der anderen Seite des Atlantiks erlangen. Im Jahr 1777 reiste er nach Nordamerika, um die aufständischen Kolonien im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen Großbritannien zu unterstützen. Im Februar 1778 erreichte er das Winterlager der Kontinentalarmee von George Washington in Valley Forge.
Dort traf Steuben auf eine Armee, deren Regimenter teilweise nach unterschiedlichen Methoden ausgebildet wurden. Er begann mit einer systematischen Ausbildung der Soldaten, vereinheitlichte Befehle und Bewegungsabläufe und kümmerte sich auch um Organisation und Lagerhygiene. Dabei übernahm er nicht einfach das preußische System, sondern passte seine Erfahrungen an die amerikanischen Verhältnisse an.
Steubens Arbeit trug wesentlich zur Professionalisierung der Kontinentalarmee bei. Seine Ausbildung begann zunächst mit einer ausgewählten Gruppe von Soldaten, die das Gelernte anschließend an weitere Einheiten weitergaben. Auf diese Weise verbreiteten sich seine Methoden innerhalb der Armee.
1779 erschien sein berühmtes militärisches Handbuch, die „Regulations for the Order and Discipline of the Troops of the United States“. Wegen seines Einbands wurde es als „Blue Book“ bekannt. Es wurde zum offiziellen militärischen Handbuch der amerikanischen Streitkräfte und blieb bis 1814 in Gebrauch.
Steuben blieb bis zum Ende des Unabhängigkeitskrieges in amerikanischen Diensten. Im Jahr 1781 nahm er an der entscheidenden Belagerung von Yorktown teil, bei der die britische Armee unter General Cornwallis schließlich kapitulierte. Der Sieg bei Yorktown war einer der entscheidenden Schritte auf dem Weg zur amerikanischen Unabhängigkeit.
Nach dem Krieg zog sich Steuben aus dem aktiven Militärdienst zurück und blieb in den Vereinigten Staaten. Seinen Lebensabend verbrachte er im Bundesstaat New York.
Friedrich Wilhelm von Steuben starb am 28. November 1794 im Alter von 64 Jahren. In den Vereinigten Staaten wird er bis heute besonders als „Drillmaster of the American Revolution“ in Erinnerung gehalten. Sein Einfluss auf Ausbildung, Organisation und Disziplin der Kontinentalarmee machte den ehemaligen preußischen Offizier zu einer bedeutenden Persönlichkeit der amerikanischen Militärgeschichte.
Auch mehr als zwei Jahrhunderte später lebt sein Name in den Vereinigten Staaten weiter. Ein besonders sichtbares Beispiel ist die German-American Steuben Parade in New York, die seit 1957 veranstaltet wird und heute über die Fifth Avenue in Manhattan führt. Sie erinnert an das deutsch-amerikanische Erbe und trägt Steubens Namen bis heute.
Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Parade von zahlreichen bekannten Persönlichkeiten als Grand Marshal angeführt. Eine davon war Donald Trump, der dieses Amt bei der Steuben Parade 1999 übernahm – damals vor allem als New Yorker Immobilienunternehmer bekannt und lange vor seiner späteren Präsidentschaft. Die offizielle Liste der Steuben Parade führt ihn als Grand Marshal dieses Jahres.
So reicht die Erinnerung an Friedrich Wilhelm von Steuben vom Preußen Friedrichs des Großen über George Washington und den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg bis in die Gegenwart. Aus einem preußischen Offizier wurde eine der bekanntesten deutschstämmigen Persönlichkeiten der frühen Geschichte der Vereinigten Staaten – und bis heute ein Symbol der historischen deutsch-amerikanischen Verbindung. | 2 349 |
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| 12 | Friedrich Wilhelm von Steuben starb am 28. November 1794 im Alter von 64 Jahren. In den Vereinigten Staaten wird er bis heute besonders als „Drillmaster of the American Revolution“ und als einer der Männer gewürdigt, die entscheidend zur Professionalisierung der amerikanischen Armee beitrugen.
Wie lebendig die Erinnerung an Steuben in den USA geblieben ist, zeigt die German-American Steuben Parade in New York. Seit 1957 wird diese deutsch-amerikanische Tradition gefeiert; heute zieht die Parade alljährlich über die berühmte Fifth Avenue in Manhattan und erinnert zugleich an das deutsche und deutsch-amerikanische Erbe in den Vereinigten Staaten.
Auch zahlreiche bekannte Persönlichkeiten haben die Parade im Laufe ihrer Geschichte angeführt. 1999 war Donald Trump Grand Marshal der Steuben Parade. Damals war er vor allem als New Yorker Immobilienunternehmer bekannt und noch viele Jahre von seiner späteren Präsidentschaft entfernt. Seine Familie hat deutsche Wurzeln: Sein Großvater Friedrich Trump stammte aus Kallstadt in der Pfalz. Die offizielle Steuben-Parade führt Donald Trump bis heute in ihrer Liste der Grand Marshals des Jahres 1999.
Damit wirkt das Vermächtnis Friedrich Wilhelm von Steubens mehr als zwei Jahrhunderte nach seinem Tod weiter: als Erinnerung an einen preußischen Offizier, der während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges half, die Kontinentalarmee zu professionalisieren, und dessen Name bis heute ein Symbol der deutsch-amerikanischen Geschichte und Verbundenheit geblieben ist. | 211 |
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| 15 | Bogislav Friedrich Emanuel von Tauentzien wurde am 15. September 1760 in Potsdam geboren. Er war der Sohn des preußischen Generals Friedrich Bogislav von Tauentzien und schlug schon früh selbst die militärische Laufbahn ein. Als Jugendlicher besuchte er die Militärakademie in Berlin und trat anschließend in die Preußische Armee ein.
Eine wichtige Rolle in seiner frühen Karriere spielte Prinz Heinrich von Preußen, der jüngere Bruder Friedrichs des Großen. Tauentzien wurde dessen Adjutant und begleitete ihn unter anderem während des Bayerischen Erbfolgekrieges. Prinz Heinrich wurde zu einem wichtigen militärischen Förderer des jungen Offiziers.
Tauentzien machte jedoch nicht nur als Soldat Karriere. In den 1790er-Jahren übernahm er mehrere diplomatische Aufgaben für Preußen. Unter anderem wurde er als außerordentlicher Gesandter nach Sankt Petersburg geschickt. Gleichzeitig stieg er innerhalb der Armee weiter auf und wurde schließlich General.
Während der schweren Niederlage Preußens gegen Napoleon im Jahr 1806 gehörte Tauentzien zu den Generälen, die trotz des Zusammenbruchs der preußischen Armee weiterhin im Dienst des Königs blieben. In den folgenden Jahren war er am Wiederaufbau der preußischen Streitkräfte beteiligt.
Seine bedeutendste Zeit begann während der Befreiungskriege von 1813 und 1814. Tauentzien führte preußische Truppen gegen Napoleons Armeen und nahm unter anderem an den Kämpfen bei Großbeeren und Dennewitz sowie am Feldzug von 1813 teil.
Besondere Bedeutung erlangte die Eroberung der Festung Wittenberg in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar 1814. Die von französischen Truppen gehaltene Festung wurde von Tauentziens Truppen erstürmt. Für diesen Erfolg erhielt er später den Ehrennamen „von Wittenberg“, unter dem er als Bogislav Friedrich Emanuel Graf Tauentzien von Wittenberg bekannt wurde.
Für seine Leistungen während der Befreiungskriege erhielt Tauentzien zahlreiche hohe Auszeichnungen. Er erreichte den Rang eines Generals der Infanterie und gehörte damit zu den ranghöchsten Offizieren der preußischen Armee.
Bogislav Friedrich Emanuel Graf Tauentzien von Wittenberg starb am 20. Februar 1824 in Berlin im Alter von 63 Jahren. Sein Name blieb vor allem mit den Befreiungskriegen gegen Napoleon und der Einnahme Wittenbergs verbunden. Noch heute erinnert unter anderem die Tauentzienstraße in Berlin an den preußischen General. | 658 |
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| 19 | Karl Wilhelm Friedrich August Leopold Graf von Werder
Geboren am 12. September 1808
August von Werder wurde am 12. September 1808 bei Norkitten in Ostpreußen geboren. Sein Vater war Offizier der preußischen Armee, und auch Werder entschied sich früh für eine militärische Laufbahn. 1825 trat er in den preußischen Heeresdienst ein und wurde bereits im folgenden Jahr zum Leutnant befördert.
In den folgenden Jahrzehnten durchlief Werder zahlreiche militärische Verwendungen. Eine besondere Erfahrung sammelte er im Kaukasus, wo er zeitweise an der Seite russischer Truppen an Kämpfen teilnahm. In Preußen stieg er anschließend immer weiter in der militärischen Hierarchie auf.
Seine größte Bekanntheit erlangte Werder während des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71. Im August 1870 erhielt er den Oberbefehl über die deutschen Truppen bei der Belagerung von Straßburg. Nach mehreren Wochen kapitulierte die französische Festung am 27. September 1870. Mehr als 20.000 französische Soldaten gerieten dabei in Gefangenschaft.
Anschließend übernahm Werder das neu gebildete XIV. Armeekorps und führte seine Truppen in Süddeutschland und im Osten Frankreichs. Besonders bekannt wurde sein Einsatz bei Belfort. Im Januar 1871 gelang es seinen Truppen, den Vormarsch der zahlenmäßig überlegenen französischen Ostarmee unter General Bourbaki aufzuhalten. Dadurch wurde verhindert, dass die französischen Truppen die eingeschlossene Festung Belfort entsetzen konnten.
Nach dem Krieg wurde Werder in Deutschland, insbesondere in Baden, als erfolgreicher Heerführer gefeiert. Er blieb weiterhin im preußischen Militärdienst und führte das XIV. Armeekorps mit Sitz in Karlsruhe. 1879 wurde er auf eigenen Wunsch verabschiedet und gleichzeitig in den Grafenstand erhoben. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehörte auch der Schwarze Adlerorden, der höchste Orden des Königreichs Preußen.
Seinen Lebensabend verbrachte August Graf von Werder auf seinem Gut Grüssow in Pommern.
Am 12. September 1887, ausgerechnet an seinem 79. Geburtstag, starb August von Werder. Sein Name blieb besonders mit den Kämpfen um Straßburg und Belfort im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 verbunden. | 2 112 |
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