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Tägliche Inspiration aus dem Geist der Weissagung Ein Kanal von Johannes Kolletzki
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Glückselig der Mensch, der mit Paulus sagen kann: „Nicht, dass ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre; ich jage aber danach.“ (Philipper 3,12) Glückselig, wer sagen kann: „Ich bin schuldig vor Gott, aber Jesus ist mein Anwalt. Ich habe Sein Gesetz gebrochen. Ich kann mich nicht retten, doch ich will mich allein auf das kostbare Blut berufen, das auf Golgatha für mich vergossen wurde. In Adam bin ich verloren, in Christus aber wiederhergestellt. Gott, der die Welt so liebte, dass Er Seinen einziggeborenen Sohn in den Tod gab, lässt mich nicht zugrunde gehen, wenn ich reuig und zerknirscht bin. Er sieht nicht auf mich – ich bin ja ganz unwürdig –, sondern in das Gesicht Seines Gesalbten. Er wird auf meinen Stellvertreter und Bürgen blicken und auf das Flehen meines Fürsprechers hören, der für meine Sünde starb, damit ich in Ihm zu Gottes Gerechtigkeit gemacht werde. Indem ich Ihn anschaue, werde ich in Sein Bild verwandelt. Ich kann mein Wesen nicht verändern, außer als Teilhaber der Gnade Dessen, der nur Güte, Gerechtigkeit, Gnade und Wahrheit ist. Wenn ich Ihn betrachte, nehme ich Seine Gesinnung in mich auf und werde ihm gleichgemacht.“
Youth’s Instructor, 8. November 1894
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Aus der endlosen Vielfalt von Pflanzen und Blumen können wir etwas Wichtiges lernen. Die Blüten haben nicht alle dieselbe Form und Farbe. Einige haben Heilwirkung. Andere duften immer. Manche Christen meinen, sie müssten alle anderen Christen so machen, wie sie selbst sind. Aber das ist menschlich gedacht. Gottes Plan ist anders. In Gottes Gemeinde ist Platz für Menschen, die so verschieden sind wie die Blumen in einem Garten. In Seinem geistlichen Blumengarten wachsen die unterschiedlichsten Variationen.
Brief an die Brüder Kilgore und Jacobs, 26. Juni 1902
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GOTTES WORT DURCH TON (7/7)
Wo sind die Prediger, die die Geschwister wie mit einer Posaune warnen, dem kommenden Zorn zu entfliehen? Wer zeigt „meinem Volk“ seine Übertretungen und dem Haus Israel seine Sünden? Wo ist die tiefe Selbstprüfung? Wo sind die vor Gott zerbrochenen Herzen? Wo hören wir Warnungen, Tadel für Sünde, ernste Mahnung zu Reinheit und Heiligkeit? Wo hören wir herzzerreißendes Schreien zu Gott und Ringen im Gebet? Das passt nicht zu uns, das ist zu altmodisch. Es gibt nur wenige echte Bekehrungen, wenige tiefgehende Glaubenserfahrungen. Möge der Herr unseren brachliegenden Herzensboden mit dem Pflug der Wahrheit aufbrechen, damit wir auf den Fels fallen und zerbrechen, bevor er auf uns fällt und uns zermalmt.
Brief an J. O. Corliss, 9. Mai 1882
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GOTTES WORT DURCH TON (6/7)
Die Gemeinde ist nicht von der Welt getrennt – viele praktizieren ihre Gräuel, genießen und verteidigen ihre Ungerechtigkeit und sitzen gleichzeitig „in der Himmelswelt“ (Epheser 2,6). Stolz, Begierde und Weltliebe in der Gemeinde leben, ohne Verdammung oder Verbannung fürchten zu müssen. Schwere Sünden existieren in unserer Mitte, doch wir sind nicht erschrocken oder betroffen. „Der Gemeinde geht es gut“, ist das Motto, „sie genießt Frieden und geistlichen Wohlstand.“ Man ist nicht überrascht und betrübt über ihren Zustand und Einfluss.
Ich sehe genug, um mich täglich vor Gott zu demütigen und entschlossener denn je an meiner Einfachheit festzuhalten, damit keine der trügerischen Verführungen dieser letzten Zeit mein Zeugnis beeinträchtigen kann. Möge der Herr meinen Charakter zu einem Spiegelbild des Charakters Christi machen und mich befähigen, der zunehmenden Welle von Unglauben und moralischer Finsternis standzuhalten. Unsere Verblendung ist wahrlich groß, wenn wir die Form der Gottseligkeit für ihren Geist und ihre Kraft halten.
Brief an J. O. Corliss, 9. Mai 1882
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GOTTES WORT DURCH TON (5/7)
Bruder Corliss, ich bitte dich von Herzen, lebe demütig und sei bereit, aller Diener zu sein! Lerne Geduld, Sanftmut, Reinheit und die Schlichtheit eines Kindes! Leg jede Wichtigtuerei und Selbsterhöhung ab. O, wie dieser Ehrgeiz unsere Prediger verdirbt! Christus verschwindet aus dem Blickfeld, das Ich wird groß. Wir sehen nicht unseren wahren Zustand als Volk, weil wir Augen und Ohren vor der Wahrheit verschließen. Wir sehen, erkennen aber nicht; wir hören, verstehen aber nicht. Wir sind zufrieden und sorglos, als würde die Wolkensäule Tag und Nacht auf dem Heiligtum ruhen. Wir sagen, wir kennen Gott, aber unser Leben verleugnet Ihn. Wir halten uns für Gottes besonderes Volk, doch Seine Gegenwart und Seine Kraft, voll und ganz zu retten, zeigen sich selten unter uns. Wie tief ist unsere Finsternis, und wir wissen es nicht! Das Licht scheint in Gottes Wort und in den Zeugnissen, doch wir erfassen es nicht. Unsere Werke entsprechen nicht unserem Glauben. Unser Verhalten steht in direktem Widerspruch zu den Prinzipien von Wahrheit und Gerechtigkeit.
Brief an J. O. Corliss, 9. Mai 1882
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GOTTES WORT DURCH TON (4/7)
Nur wenige erkennen, was für ein Segen es für sie ist, dass Gott die Gemeinde läutert. Wer täglich in Gemeinschaft mit Christus lebt, lernt, Gottes Wertmaßstab für Menschen anzunehmen und Reinheit und Güte zu schätzen, unabhängig von Reichtum oder Stellung. Er zögert nicht, Sünde zu verurteilen, allen falschen Ehren zum Trotz, mit denen man sie krönen mag.
Wir leben in den letzten Tagen. Die Umstände werden immer gefährlicher. Es ist leicht, in dieser Welt nach den Vorstellungen der Welt zu leben. Es gibt Vorurteile und Missstände in der Gesellschaft, die kein Christ billigen oder dulden kann. Aber nicht alle, die sich zur Wahrheit bekennen, sind, was sie bekennen. Manche Prediger sind blinde Blindenführer. Sie versuchen ständig, es der Welt rechtzumachen, und passen sich bestimmten Trends an. „Geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab!, spricht der Herr. Und rührt Unreines nicht an! Und ich werde euch annehmen.“ (2. Korinther 6,17) Unsere Prediger lassen sich in die Irre führen. Nicht alle sind Repräsentanten Christi. Ihr eigener Abfall hat sie so abgekühlt und weltliche Prinzipien haben sie so verändert, dass ihr eigenes Ich ganz im Vordergrund steht. Das Gewissen ist zum Störfaktor geworden, sie ignorieren seine mahnenden Stimme.
Brief an J. O. Corliss, 9. Mai 1882
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GOTTES WORT DURCH TON (3/7)
Wie leicht ist es, sich auf den Prediger zu verlassen, statt zu Gott zu gehen und selbst herauszufinden, wie man Ihm gewissenhaft dient! Eine einzige geringschätzige Bemerkung über die Zeugnisse macht auf jemand, der nicht von Gottes besonderer Gnade erleuchtet ist, mehr Eindruck als fünfzig Predigten, die ihre Gültigkeit beweisen. Wer Unglauben sät, wird ernten, was er gesät hat – der Same wird aufgehen und Frucht bringen, und die Ernte wird aus Unglauben bestehen. Der Betreffende mag neu zum Glauben finden und den Wunsch haben, den ausgestreuten Samen der Skepsis und Ungläubigkeit wieder einzusammeln, aber ist das möglich? Keineswegs. Er kann sich Tag und Nacht mühen: Einmal verbreitet, lassen sich die Samen des Zweifelns und Infragestellens nicht mehr zurückholen.
Manche unserer Prediger bleiben lieber Skeptiker, weil sie eigentlich viel zu tun hätten, ihre Charakterfehler zu beheben und ihr Leben zu läutern. Es ist eine Riesenaufgabe. Wenn sie ihr Gewissen damit beruhigen können, die Zeugnisse seien gar nicht von Gott, fühlen sie sich frei, weiterzuleben wie bisher. Ich sage euch, die Zügellosigkeit in unseren Reihen ist erschreckend. Es mangelt an Rechtschaffenheit und Ehrlichkeit. Würden die Geschwister das Vertrauen in die Zeugnisse des Geistes Gottes verlieren, würden wir moralische Zustände erleben, die wir im Traum nicht für möglich halten.
Brief an J. O. Corliss, 9. Mai 1882
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GOTTES WORT DURCH TON (2/7)
Nehmen wir einmal an, die Zeugnisse sind tatsächlich Gottes Stimme an Sein Volk. Wie sollen wir es dann einordnen, dass manche Gottes Stimme in den Zeugnissen nicht anerkennen, sondern sich dagegen sperren und unsere Geschwister nie dazu aufrufen, das Licht von Gottes Thron zu beachten? Wie wollen sie damit im Gericht bestehen? Wie viele andere haben diese Prediger dazu gebracht, sich nicht darum zu kümmern, was Gott sagt? Es wäre letztlich besser für Gottes Volk, solche Wächter auf Zions Mauern hätten nie ihre Stimme erhoben. Sie haben ihrem eigenen begrenzten Urteil mehr vertraut als Gottes Botschaften.
Die Zeit wird kommen, wenn die Geschwister das im wahren Licht sehen, nur wird es dann zu spät sein, das Rad zurückzudrehen. Sie geben diesen Predigern die Schuld, dass sie verloren sind – Prediger, die heute unter uns sind; Männer, die ihre eigenen Vorstellungen und Pläne mehr lieben als das Licht, das Gott ihnen gibt. Sie lassen zu, dass ihr Ich zwischen sie und die Geschwister tritt und sie von den himmlischen Lichtstrahlen abschirmt. „Wo keine Vision ist, kommt das Volk um.“ (Sprüche 29,18 KJV)
Brief an J. O. Corliss, 9. Mai 1882
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GOTTES WORT DURCH TON (1/7)
Die große Gefahr für unser Volk, das so viel Licht hat, ist, dass es seine Vorrechte und Möglichkeiten nicht als göttliche Segnungen von höchstem Wert erkennt und schätzt. Was für ein hohes Privileg es war, Jesus in ihrer Mitte zu haben, erkannten die Jünger erst, als Er nicht mehr da war. Dann vermissten sie Ihn. Sie wussten nicht, was sie in Ihm hatten, bis es zu spät war. Genauso wir alle: Wir erkennen und schätzen Gottes heilige Gabe nicht – das Licht und die Gelegenheiten, die Er uns gewährt.
Würden die Zeugnisse Seines Geistes als Gottes warnende, ratgebende und tadelnde Stimme geschätzt, wären unsere Geschwister nicht so kalt und lau. Es ist der wachsende Unglaube gegenüber den Zeugnissen von Gottes Geist, der unser Volk in Finsternis hüllt. Überlegen wir einmal: Ist das Gottes Stimme? Hat Er Seinen Willen offenbart? Hat Er vor Gefahren gewarnt? Hat Er Seinem Volk gezeigt, was sie tun und sein müssen, um gerettet zu werden? Trotzdem wird es nicht beachtet.
Manche halten sich für Leiter, die anderen die Schrift erklären, kümmern sich aber nicht um Gottes Wort durch Ton. Aber was geschieht, wenn sie [die Zeugnisse] achtlos abtun? Werden Unglaube und Respektlosigkeit nicht viel schneller übernommen als ein Glaubensbekenntnis? Und warum? Weil das natürliche Herz mit dem Unglauben auf einer Welle liegt. Dem fleischlichen Herzen ist es angenehm, ungestört seine Irrtümer und Sünden zu pflegen, und lässt sich der geringste Vorwand finden, den Zeugnissen die Bedeutung abzusprechen, fühlen sie sich in ihrer Selbstsucht wohler. Wie leicht doch ein bisschen Sauerteig des Unglaubens den ganzen Teig durchsäuert!
Brief an J. O. Corliss, 9. Mai 1882
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Jeder Mensch erbt bestimmte unchristliche Wesenszüge. Es ist unsere große und erhabene Lebensaufgabe, diese Neigungen zum Bösen zu beherrschen. Meistens sind es Kleinigkeiten, die dazu führen, dass wir die Selbstbeherrschung verlieren …
Gott versteht dich, wenn du Ihm dein Herz ausschüttest. Er weiß, wo jeder Schliff braucht. Bittest du Ihn, gibt Er dir ganz sicher Kraft, dem Bösen zu widerstehen. Dein Glaube wird zunehmen, und andere werden merken, dass Gottes Macht dich bewahrt.
Stärke und Wachstum in der Gnade kommen allein aus einer Quelle. Hältst du in der Versuchung tapfer am Richtigen fest, gehört der Sieg dir, und du bist der christlichen Charaktervollkommenheit einen Schritt näher. Heiliges Licht vom Himmel füllt die Kammern deiner Seele, und du bist von einer reinen, duftenden Atmosphäre umgeben.
Brief an ihren Sohn Edson, 29. März 1904
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Die Steine für Salomos Tempelbau wurden alle im Steinbruch bearbeitet und anschließend zum Tempel gebracht. Dort wurden sie ohne einen Axt- oder Hammerschlag zusammengefügt. Die Holzbalken wurden schon im Wald angepasst, und auch alle Geräte kamen komplett einsatzbereit zum Haus.
In gleicher Weise hat der mächtige Spaltkeil der Wahrheit ein Volk aus dem Steinbruch der Welt herausgebrochen, das sich als Kinder Gottes versteht, und bereitet es auf einen Platz in Seinem himmlischen Tempel vor … Wir sind hier Probekandidaten und müssen Gottes Bearbeitungsprozess durchlaufen. Alle rauhen Kanten und Oberflächen müssen verschwinden, damit wir passende Steine für den Bau werden. Wir kommen mit Charaktermängeln in die Gemeinde, aber wir dürfen sie nicht behalten. Wir müssen für das Gebäude zugerichtet und eingepasst werden. Wir müssen „Gottes Mitarbeiter“ sein, denn wir sind „Gottes Ackerfeld“ und „Gottes Bau“ (1. Korinther 3,9).
Predigt in Tramelan (Schweiz), 25. Dezember 1886
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Die sich zu den besonderen Wahrheiten für diese Zeit bekennen, müssen von der Wahrheit bekehrt und geheiligt sein. Als Christen sind wir Hüter heiliger Wahrheiten, und wir sollen die Wahrheit nicht im Vorhof lassen, sondern ins Heiligtum der Seele bringen. Dann wird die ganze Gemeinde göttliche Lebenskraft besitzen. Der Schwache wird wie David sein und David wie der Engel des Herrn. Eine Frage nur wird alle beschäftigen: Wer wird Christus am ähnlichsten? Wer tut am meisten, um Menschen für die Gerechtigkeit zu gewinnen? Wenn das der Ehrgeiz der Gläubigen ist, hört alles Streiten auf, und das Gebet Christi ist erhört.
Brief an Uriah Smith, 30. August 1892
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Wenn es in der Geschichte der Siebenten-Tags-Adventisten je an der Zeit war, aufzustehen und zu leuchten, dann jetzt. Niemand sollte davon abgehalten werden, die dritte Engelsbotschaft zu verkünden. Möge keiner aus Furcht, die Anerkennung der Welt zu verlieren, auch nur einen göttlichen Strahl von der Quelle allen Lichtes verbergen. Es braucht Rückgrat, Gottes Werk in dieser letzten Zeit zu tun, doch nicht menschliche Weisheit soll uns leiten. Die Wahrheit sollte uns alles bedeuten. Wer in der Welt einen Namen haben will, soll mit der Welt gehen.
Brief an die Geschwister in Washington, 6. Juni 1909
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Wenn Menschen die Wahrheit nicht sehen oder akzeptieren wollen, weil sie ein Kreuz mit sich bringt, öffnen sie Satans Versuchungen die Tür. Er wird sie wie Eva dazu bringen, einer Lüge zu glauben. Die Wahrheit, die sie geheiligt hätte, wird weggeschoben, weil der Menschenmörder ihnen ein schönes Märchen vorsetzt.
Es scheint, dass die wertvollsten Wahrheiten oft dicht neben tödlichen Irrtümern liegen. Die Ruhe, die Christus allen versprochen hat, die von Ihm lernen, liegt dicht neben Gleichgültigkeit und fleischlicher Geruhsamkeit, und viele übersehen die Tatsache, dass nur der diese Ruhe findet, der Christi Joch aufnimmt und Seine Last trägt, der Seine Sanftmut und Demut besitzt. Die grundlegende Wahrheit, dass unsere Erlösung vollkommen von Christus abhängt, liegt dicht neben dem Irrtum der Anmaßung. Tausende halten Gesetzlosigkeit für Freiheit in Christus, und weil Christus kam, um uns von der Verurteilung des Gesetzes zu erlösen, erklärt man, das Gesetz selbst sei abgeschafft, und wer es halte, sei aus der Gnade gefallen.
Weil nun Wahrheit und Irrtum so ähnlich aussehen, werden Menschen, die nicht vom Heiligen Geist geleitet sind, in Irrlehren geführt und geraten unter die Macht von Satans Täuschungen. Sie halten Falsches für richtig. Auf diese Weise arbeitet Satan darauf hin, sich die Verehrung der protestantischen Welt zu sichern.
Home Missionary, 1. November 1893
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Es sollte nie der Eindruck entstehen, nur einige Wenige hätten das Vorrecht, die Bibel zu verstehen, und alle anderen müssten sie zurate ziehen – diesen oder jenen Lieblingsprediger –, wenn es um Lehrfragen geht. Wir müssen den Menschen beibringen, die Schrift selbst zu erforschen und es zu wagen, selbstständig zu denken, mit der Bibel als ihrem Leitfaden und Glaubensmaßstab. Auch wenn Irrlehren sich dreist erheben und die Wahrheit mit ihren verdrehten Ideen, Fehldeutungen und ihrem Missbrauch der Schrift verunglimpfen: Reform darf niemals auf Kosten der Glaubensfreiheit geschehen.
Brief an Geschwister Garmire, 12. August 1890
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David repräsentiert die Gläubigen. Seine Geschichte ist für jeden von Interesse, der ewige Siege anstrebt. In seinem Leben kämpften zwei Mächte um die Herrschaft. Der Unglaube mobilisierte seine Kräfte, um das Licht abzuschirmen, das von Gottes Thron auf ihn schien. Tag für Tag war sein Herz ein Schlachtfeld, auf dem Satan jedem kleinsten Vorrücken der Mächte der Gerechtigkeit entgegentrat. David wusste, was es heißt, gegen Mächte und Gewalten zu kämpfen, gegen die Herrscher der Finsternis in dieser Welt. Manchmal schien der Triumph des Feindes schon sicher, doch am Ende siegte der Glaube, und David durfte sich an Jehovas rettender Macht freuen.
Davids Kämpfe muss jeder Nachfolger Christi durchmachen. Satan ist mit großer Macht zu uns herabgekommen und weiß, dass er wenig Zeit hat. Der Streit wird vor den Augen des himmlischen Universums ausgetragen. Engel stehen bereit, um für Gottes hart bedrängte Krieger ein Banner gegen den Feind aufzurichten und Sieges- und Freudenlieder in ihren Mund zu legen.
Signs of the Times, 11. August 1909
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Ihr Lieben, das ist das Anliegen eines befreundeten adventistischen Pastors mit seiner Frau. Mehr Info bei Interesse, wenn ihr euch über die angegebene E-Mail-Adresse bei ihm meldet. Gerne auch weiterleiten!
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Ich möchte euch bewusst machen, … wie wichtig es ist, dass jeder versteht, dass wir uns nicht selbst bewahren können. Gott hat Engel, und diese Engel aus dem Himmel kommunizieren mit den Menschen. Wie sehr wir uns auch bemühen: Keiner von uns kann sich selbst bewahren. Es ist Gottes Macht, die uns jeden Augenblick hält …
Wisst ihr, wie es um uns stünde, hätten wir nicht den Dienst heiliger Engel? Wir haben gelesen, dass „wir nicht gegen Fleisch und Blut kämpfen“ (Epheser 6,12). Menschen arbeiten gegen uns, doch dahinter steht jemand anders: der Fürst der Mächte der Finsternis mit seinen bösen, rastlos aktiven Engeln. Machen wir uns alle bewusst, dass es Mächte und Gewalten sind, die Herrscher über die Finsternis dieser Welt, gegen die wir uns im Krieg befinden …
Alle Welt, die Jesus Christus nicht angenommen hat, hat sich den Fürsten der Finsternis zum Führer erwählt, und sobald jemand unter seinem Banner steht, ist er mit bösen Engeln verbunden. Jeder Mensch wird entweder von bösen Engeln oder von Gottes Engeln dirigiert.
Predigt in Battle Creek, 1. Februar 1890
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HIMMLISCHE FREUDE (9/9)
Wir sollen unseren Herrn auf der Erde repräsentieren. Ist es nicht an der Zeit für eine grundsätzliche Veränderung? Du, der du nur für dich selbst gelebt hast, willst du dich nicht ohne Zögern mit Christus, dem Licht der Welt, verbinden? Durch dich kann Er das Licht des Himmels denen senden, die im Dunklen sitzen. Du, der du sagst, du würdest den Herrn kennen und hättest geschmeckt und gesehen, dass der Herr gut ist, offenbare Ihn deinem Umfeld! Verkünde die Wohltaten dessen, der dich aus der Finsternis in Sein wunderbares Licht gerufen hat. Wenn Menschen so viel Aufwand um ein Jubiläum der Queen machen können und so viel Begeisterung für ein endliches Wesen an den Tag legen, können wir da nicht über die Herrlichkeit des Lebensfürsten reden, der bald in Majestät kommen wird, um Seine müden, abgekämpften Nachfolger zu sich zu holen, um die Kerkertüren des Todes aufzuschließen und den Gefangenen Freiheit zu bringen, um Seinen schlafenden Lieben Herrlichkeit und Unsterblichkeit zu schenken? Weshalb sollten wir Christus nicht zum Gesprächsthema machen?
Wir sind fast zu Hause. Die matten Krieger des Kreuzes brauchen Ermutigung! Muntert sie auf, die Wanderer auf dem mühsamen Pfad! Lasst uns den Pilgern und Fremden auf dieser Erde zurufen, dass wir bald ein besseres, ein himmlisches Land erreicht haben.
Review and Herald, 11. Februar 1890
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HIMMLISCHE FREUDE (8/9)
In meiner Zeit in England gab es an einem Tag eine große Straßenparade. Die Queen feierte Thronjubiläum. Jeder redete darüber. Die Schaufenster waren übersät mit Bildern von ihr, und alle waren voller Lob für die Königin von England. Hätten wir nun ihre Bilder und Ehrenerweisungen in den Schaufenstern mit Darstellungen der Ehre und Majestät Jesu ersetzen können, hätten die Leute uns nicht als religiöse Fanatiker angesehen? Sie hätten gedacht, so ein Glaube sei extrem, und wir wüssten nicht, was wir da täten.
Aber hat unser Meister nicht Seine königlichen Gewänder und Seine prächtige Krone abgelegt? Hat er Seine Göttlichkeit nicht in Menschlichkeit gehüllt und ist auf diese Welt gekommen, um sich für die Menschen zu opfern? Warum sollten wir darüber nicht reden? Warum sollte Seine unvergleichliche Liebe nicht im Mittelpunkt stehen? O, würden unsere trägen Zungen nur belebt, um Ihn zu loben! O, würden wir doch von der geistlichen Starre befreit, um Gottes Herrlichkeit im Angesicht Jesu Christi wahrzunehmen!
Review and Herald, 11. Februar 1890
