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تُعد قناة JugendInfo (@jugendinfo) في القطاع اللغوي الألمانية لاعباً نشطاً. يضم المجتمع حالياً 10 495 مشتركاً، محتلاً المرتبة 18 093 في فئة الأخبار والوسائط والمرتبة 1 078 في منطقة ألمانيا.
📊 مؤشرات الجمهور والحراك
منذ تأسيسه في невідомо، حقق المشروع نمواً سريعاً وجمع 10 495 مشتركاً.
بحسب آخر البيانات بتاريخ 02 أغسطس, 2026، تحافظ القناة على نشاط مستقر. خلال آخر 30 يوماً تغيّر عدد الأعضاء بمقدار 101، وفي آخر 24 ساعة بمقدار 2، مع بقاء الوصول العام مرتفعاً.
- حالة التحقق: غير موثّقة
- معدل التفاعل (ER): يبلغ متوسط تفاعل الجمهور 33.75%. وخلال أول 24 ساعة من النشر يحصد المحتوى عادةً 21.74% من ردود الفعل نسبةً إلى إجمالي المشتركين.
- وصول المنشورات: يحصل كل منشور على متوسط 3 542 مشاهدة. وخلال اليوم الأول يجمع عادةً 2 281 مشاهدة.
- التفاعلات والاستجابة: يتفاعل الجمهور بانتظام؛ متوسط التفاعلات لكل منشور يبلغ 72.
- الاهتمامات الموضوعية: يركز المحتوى على مواضيع رئيسية مثل frau, angriff, iran, regierung, gesetz.
📝 الوصف وسياسة المحتوى
يصف المؤلف القناة بأنها مساحة للتعبير عن الآراء الذاتية:
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Erinnerung an Gestern
Nachrichten von Heute
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بفضل وتيرة التحديث المرتفعة (أحدث البيانات بتاريخ 03 أغسطس, 2026) تحافظ القناة على حداثتها ومستوى وصول مرتفع. وتُظهر التحليلات تفاعلاً نشطاً من الجمهور، ما يجعلها نقطة تأثير مهمة ضمن فئة الأخبار والوسائط.
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| التاريخ | نمو المشتركين | الإشارات | القنوات | |
| 03 أغسطس | +2 | |||
| 02 أغسطس | +6 | |||
| 01 أغسطس | +11 |
| 2 | FIFA-Investorendeal geplatzt
Der Plan für einen neuen Investorendeal der FIFA ist nach massiver Kritik nun wieder abgesagt.
Die FIFA hatte angekündigt, eine Tochtergesellschaft, Fifa Forward Enterprises (FFE), gründen zu wollen, welche die Organisation der Fußball-Weltmeisterschaften und weiterer FIFA-Turniere übernehmen sollte. 21% der Anteile sollten an private Investoren verkauft werden, darunter an den Investmentfonds „Thrive Capital“, gegründet vom Bruder von Jared Kushner, Schwiegersohn von Donald Trump. Damit wollte die FIFA „das volle wirtschaftliche Potenzial (…) ausschöpfen“.
Die Mitgliedsverbände der FIFA sollten mitunter mit hohen Summen zur Zustimmung gedrängt werden. Der europäische Fußballverband UEFA drohte jedoch mit einem „Boykott“ und kommentierte, es stehe der FIFA nicht zu, den Fußball „zu verkaufen“. Andere Fußballverbände kritisierten Intransparenz über den Deal. Auch innerhalb der FIFA bekam Infantino Gegenwind: Hochrangige Berater nannten das Vorhaben „ein schlechtes Geschäft“. | 1 777 |
| 3 | Merz macht Geschäftsführerin der Unternehmerverbände zur Abteilungsleiterin
Merz ernennt die Hauptgeschäftsführerin der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Christina Ramb, zur neuen Abteilungsleiterin für Soziales, Gesundheit, Arbeit, Umwelt und Gesellschaftspolitik. Binnen zwei Wochen ist dies der neunte Personalwechsel durch den Kanzler.
Der BDA wurde in Reaktion auf die erstarkenden Gewerkschaften gegründet, um die Interessen der Arbeitgeber:innen gegenüber ihren Angestellten zu vertreten. Christina Ramb war von September 2020 an die Hauptgeschäftsführerin der BDA und wird mit dem Antritt im Kanzleramt das Amt niederlegen. Ramb war neben ihrer Tätigkeit als Interessenvertretung der Chefs in Deutschland im Rundfunkrat der Deutschen Welle und des ZDF-Fernsehens vertreten.
Die sieben Abteilungsleiter:innen im Kanzleramt fungieren als fachliche Berater des Kanzlers. Die Vorgängerin von Ramb, Gesa Miehe-Nordmeyer, wird zum 1. September nach fast acht Jahren in den Ruhestand versetzt. | 2 453 |
| 4 | USA machen 13.000.000.000 Dollar mit Venezuelas Öl
Die USA haben seit der Entführung von Venezuelas Präsident 13 Milliarden US-Dollar mit Ölverkäufen aus dem Land erzielt. Zugleich wird davon ausgegangen, dass nur ein Teil nach Venezuela zurückfließt. Transparenz darüber besteht nicht: Derzeit hat US-Außenminister Rubio de facto Kontrolle über alle Geldflüsse des venezolanischen Staates. Der „Vizekönig“ hat die Position bereits mehrfach genutzt, um US-Interessen durchzusetzen, das insbesondere den Öl-Sektor betrifft.
Infolge eines US-Urteils soll Halliburton, einer der größten Dienstleister der Erdölindustrie, wieder Zugriff auf die staatlich enteigneten Anlagen erhalten. Die Klage hatte der US-Konzern wenige Tage nach der Verschleppung des Präsidenten gestellt.
Am Samstag hatte Übergangspräsidentin Rodríguez gegenüber dem TIME Magazine abgelehnt, ein Datum für Neuwahlen mitzuteilen. Diese Woche hat Venezuela zudem – beglückwünscht vom US-Außenministerium – den Internationalen Strafgerichtshof verlassen. | 2 541 |
| 5 | 60.000 Flüchtende in spanischen Exklaven
Bis Samstag haben etwa 60.000 Migrant:innen die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla erreicht. Offiziellen Zahlen zufolge sind dabei mindestens 67 Menschen ertrunken. Die meisten Flüchtenden sind bereits wieder abgeschoben worden. Am Freitag hatte die spanische Zentralregierung Militär in die nordafrikanischen Städte verlegt.
Während die Jugendarbeitslosigkeit von 40% in Marokko ein maßgeblicher Fluchtgrund ist, gibt es Hinweise, dass das Land die Fluchtbewegung aktiv unterstützt.
Dabei könnte es darum gehen, Druck auszuüben: Spanien hatte sich zuletzt Algerien, einem seiner wichtigsten Erdgaslieferanten und Konkurrenten Marokkos, angenähert. Die Lieferungen waren 2021 zunächst unterbrochen worden, nachdem Spanien den marokkanischen „Autonomieplan“ für die besetzte Westsahara unterstützt hatte.
Zudem ist Marokko eng mit den USA verbündet, die Spaniens Regierung mehrfach wegen der zögerlichen Haltung zur NATO und Flugverboten für das US-Militär kritisiert hatten. | 2 632 |
| 6 | Heute vor 82 Jahren: Der Beginn des Warschauer Aufstands
Heute vor 82 Jahren hat der Warschauer Aufstand durch die Polnische Heimatarmee gegen die deutsche Besatzungsmacht begonnen. Er gilt als einer der größten Aufstände gegen die Nationalsozialisten.
Der Aufstand brach am 1. August 1944 aus und hielt 63 Tage an, bis er niedergeschlagen wurde. Nach der Kapitulation begannen die deutschen Truppen einen Massenmord an der Zivilbevölkerung, bei dem bis zu 200.000 Menschen getötet worden sein sollen. Etwa 90% der Stadt wurden zudem zerstört.
Die politische Widerstandsbewegung versuchte durch den Aufstand, weite Teile der Stadt wiederzuerlangen, bis die Rote Armee eintraf und die Souveränität Polens wiederhergestellt wurde. Die Rote Armee griff jedoch nur sehr begrenzt in den Aufstand ein, obwohl sie bereits an den Stadträndern Warschaus angekommen war. Später gab die Kommandantur bekannt, zu spät über den Aufstand informiert worden zu sein. Die sowjetischen Truppen marschierten erst am 17. Januar 1945 in das Zentrum von Warschau ein. | 2 487 |
| 7 | Zwei rassistische Brandanschläge in Bremen
In Bremen ereigneten sich in den vergangenen Tagen zwei vermutlich rassistisch motivierte Brandanschläge. Das Ziel der Anschläge war ein Haus in Selbaldsbrück, in dem eine syrische und eine kurdische Familie wohnen.
Der erste Anschlag ereignete sich am 23. Juli, als zwei unbekannte Täter die Hauswand mit zwei Molotowcocktails bewarfen. Die zehn Bewohner:innen wurden durch hupende Autos auf das Feuer aufmerksam. Vier Tage später ereignete sich der zweite Angriff, bei dem ein Zeuge einen Knall hörte und danach eine ein Meter hohe Flamme vor dem Haus aufstieg. Die Feuer konnten beide Male gelöscht werden.
Die Familien gaben an, in beiden Fällen vermummte, vermutlich junge Männer, wegrennen gesehen zu haben. Beim ersten Mal soll es sich um zwei und beim zweiten Mal um drei Männer gehandelt haben. Die Familie verfolgte die Täter, konnte sie jedoch nicht fassen.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und untersucht, ob der Angriff gezielt den Familien galt. | 3 415 |
| 8 | Zwei rassistische Brandanschläge in Bremen
In Bremen ereigneten sich in den vergangenen Tagen zwei vermutlich rassistisch motivierte Brandanschläge. Das Ziel der Anschläge war ein Haus in Selbaldsbrück, in dem eine syrische und eine kurdische Familie wohnen.
Der erste Anschlag ereignete sich am 23. Juli, als zwei unbekannte Täter die Hauswand mit zwei Molotowcocktails bewarfen. Die zehn Bewohner:innen wurden durch hupende Autos auf das Feuer aufmerksam. Vier Tage später ereignete sich der zweite Angriff, bei dem ein Zeuge einen Knall hörte und danach eine ein Meter hohe Flamme vor dem Haus aufstieg. Die Feuer konnten beide Male gelöscht werden.
Die Familien gaben an, in beiden Fällen vermummte, vermutlich junge Männer, wegrennen gesehen zu haben. Beim ersten Mal soll es sich um zwei und beim zweiten Mal um drei Männer gehandelt haben. Die Familie verfolgte die Täter, konnte sie jedoch nicht fassen.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und untersucht, ob der Angriff gezielt den Familien galt. | 622 |
| 9 | Katherina Reiche: Geheimtreffen mit Großinvestoren aufgedeckt
Eine Recherche von abgeordnetenwatch zufolge, hatte Wirtschaftsministerin Reiche (CDU) mehrere geheime Treffen mit Großgeldgebern. Darunter mit dem Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Apollo Global Management in einem exklusiven Restaurant in Manhattan.
Aus stark geschwärzten Unterlagen, die abgeordnetenwatch über das Informationsfreiheitsgesetz einfordern konnte, geht hervor, dass Infrastruktur- und Rüstungsinvestitionen im Zentrum standen. Einen Monat zuvor hatte bereits ein geheim gehaltenes Treffen in Berlin stattgefunden. Im selben Monat tätigte Apollo gemeinsame Investitionen mit RWE und ist jüngst bei Bayer eingestiegen.
Ein Frühstück am gleichen Tag in Manhattan hatte Reiches Ministerium ebenfalls verschwiegen. Eingeladen hatte General Catalyst, seit 2023 Großinvestor bei dem deutschen Drohnenhersteller Helsing. Trotz starker Kritik an Qualität und Preis hat die Bundeswehr mittlerweile umfangreiche Verträge mit Helsing abgeschlossen. | 3 027 |
| 10 | Pedro Corona: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Polizei
Die Staatsanwaltschaft Köln hat Ermittlungen im Fall Pedro Corona eingeleitet. Ermittelt wird gegen zwei Polizeibeamte sowie eine Notärztin wegen des Verdachtes der Körperverletzung im Amt. Corona lag nach einem Polizeieinsatz am 8. April im Koma und ist nun schwerstbehindert.
Zuletzt hatte die Staatsanwaltschaft Köln mitgeteilt, dass keine Anhaltspunkte für strafbares Handeln der beteiligten Polizist:innen vorliegen würden. Dass jetzt doch Ermittlungen eingeleitet wurden, ist auf das von Coronas Anwalt Simon Barrera Gonzales veröffentlichte Video des Polizeieinsatzes zurückzuführen. Die zeigen, dass die Aussagen der Polizei zu dem Einsatz unzutreffend sind.
Auch die Bodycams der Polizei wurden von dem Anwalt eingesehen. Die Aufnahmen zeigen, dass Pedro ca. 20 min lang gefesselt und mit Spuckhaube in Bauchlage liegt, während die Polizei mit Knien Druck auf seinen Oberkörper ausübt. Darüber hinaus sollen sich die Polizist:innen über Corona lustig gemacht haben. | 3 145 |
| 11 | Hunderte Geflüchtete erreichen spanische Exklave
In den vergangenen Tagen sind über 1.500 Flüchtende von Marokko in die spanische Exklave Ceuta geschwommen. Berichten zufolge sind dabei zahlreiche Menschen gestorben, unter ihnen eine bislang unbekannte Zahl ertrunkener Kinder.
Die Lokalregierung der nordafrikanischen Küstenstadt spricht von einem „totalen humanitären und sozialen Notstand“. Regionalpräsident Vivas rief die Zentralregierung in Madrid auf, im Rahmen eines nationalen Notstands das Militär zu entsenden. Ministerpräsident Sánchez lehnte ab.
Geflüchtete wollen in der Exklave im juristischen Sinne europäischen Boden erreichen. Erst kürzlich hatte ein Urteil dem Grenzpersonal untersagt, schwimmende Migrant:innen nach ihrer Ankunft unmittelbar wieder nach Marokko abzuschieben.
Erst Mitte Juli hatte sich Sánchez mit Regierungsvertretern in Algerien auf wirtschaftliche Wiederannäherung verständigt. Wegen Spaniens Anerkennung der marokkanischen Besatzung der Westsahara hatte Algerien den bilateralen Freundschaftsvertrag 2022 ausgesetzt. | 3 235 |
| 12 | Robert Habeck arbeitet künftig bei Heizungsgesetz-Profiteur
Zum 1. August wird Robert Habeck als leitender Berater für Urban Partners tätig sein. Mitinhaber der dänischen Investmentgesellschaft ist die deutsche Viessmann Generations Group, die direkt von Habecks Zeit als Wirtschaftsminister profitierte.
Das 2023 von den Grünen ausgearbeitete Gebäudeenergiegesetz sah vor, dass Heizungen spätestens ab 2028 zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden sollten. Besonders die Nachfrage nach Wärmepumpen ist dadurch stark gestiegen.
Ein führender Hersteller von Wärmepumpen war der hessische Konzern Viessmann Climate Solutions. Die Gründerfamilie verkaufte noch im selben Jahr für 12 Milliarden Euro an das US-Unternehmen Carrier Global, wobei etwa 20 Prozent in Form von Aktien ausgezahlt worden sind, womit die Familie Viessmann Großaktionär bei Carrier Global wurde. Aus der Fusion ging die Holding Viessmann Generations Group hervor, die an den Gewinnen von Urban Partners beteiligt ist. | 3 122 |
| 13 | Versuchte Femizide: Mann zündet Ehefrau in Einkaufszentrum an
Am Dienstag hat ein Rentner in Oberweier mit einer Schreckschusswaffe aus nächster Nähe auf seine schlafende Ehefrau geschossen. Die Frau erlitt nur leichte Verletzungen.
In Hille im Kreis Minden hat ein Mann seine ehemalige Partnerin mit einem Messer attackiert und schwer verletzt. Der Angriff erfolgte nach einem Treffen, bei dem der Täter Aussprache nach einer Trennung gesucht haben soll. Die 34-Jährige konnte nach dem Angriff noch eigenständig Hilfe rufen und befindet sich mittlerweile außer Lebensgefahr.
Am Donnerstag vergangener Woche hat ein Mann seine getrennt lebende Ehefrau an ihrem Arbeitsplatz in einem Einkaufszentrum in Stuttgart angegriffen und angezündet. Es bestand bereits ein Kontaktverbot gegen ihn.
Femiziden, also der Tötung von Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts, liegt häufig patriarchales Besitzdenken zugrunde. Oft kommt es zu versuchten oder erfolgten Femiziden, wenn ein Mann eine Trennung nicht akzeptieren will. | 3 314 |
| 14 | Syrien plant Sicherheitsdeal mit Israel
Syriens Staatschef al-Scharaa teilte in einem Interview mit Al Jazeera mit, ein Sicherheitsabkommen mit Israel zu beabsichtigen.
Israel greift immer wieder Ziele im Süden Syriens an. Auch vergangenes Wochenende soll es zu Überfällen der israelischen Armee auf syrische Dörfer gekommen sein.
Durch das Sicherheitsabkommen soll al-Scharaa nicht vom territorialen Anspruch auf die von Israel besetzten Golanhöhen abgelassen werden. Bezogen auf Israels Krieg im Libanon betonte der ehemalige al-Qaida-Chef, selbst keine militärischen Angriffe durchführen zu wollen.
al-Scharaa wiederholte die Forderung, Syrien von der US-Liste der „staatlichen Terrorunterstützer“ zu streichen und die Wirtschaftssanktionen aufzuheben. US-Präsident Trump hatte dies bereits vor zwei Wochen in die Wege geleitet und die Isolation des Landes vom internationalen Finanzsystem aufgehoben. Infolge dessen können US-Firmen in Syrien umfassend investieren. Auch mehrere saudiarabische Unternehmen planen milliardenschwere Investitionen. | 3 090 |
| 15 | Iran-Krieg: "Big Oil" verdoppelt Quartalsgewinn
Die sechs größten Ölkonzerne werden voraussichtlich ihre Gewinne im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten Quartal verdoppeln. Darauf wies die britische Organisation Oxfam in einer Pressemitteilung hin. Konkret geht es dabei um die Konzerne BP, Chevron, Total, Exxon Mobil, Shell und Eni. Diese machten laut Manuel Schmitt, Referent für soziale Ungleichheit bei Oxfam, "Milliardenprofite, während Menschen weltweit den Preis dafür zahlen."
Die US-Konzerne Chevron und Exxon vervier-, beziehungsweise verdreifachten ihre Profite. Die Unternehmen hatten nach dem Beginn des Angriffes der USA auf den Iran die Preise für Öl massiv angehoben, was den jetzigen Gewinnanstieg verursachte. Dadurch waren weltweit auch die Verbraucherpreise von Benzin, aber auch Lebensmittel gestiegen.
Nach Daten von Oxfam wollen die Unternehmen ihre Ölförderung bis 2030 sogar um 14 % ausbauen. Dies dürfte auch die Klimakatastrophe weiter anheizen. Laut Oxfam stoßen die sechs Ölkonzerne so viel CO₂ aus, dass sie rechnerisch eine von 4 Hitzewellen verursachen. | 2 988 |
| 16 | Die USA und der Iran verhandeln
Bereits vier Nächte in Folge haben die USA keine Angriffe mehr auf den Iran geflogen. Zuvor hatten die USA den Iran jede Nacht knapp zwei Wochen lang angegriffen. Der Iran beantwortete diese mit Angriffen auf US-Infrastruktur in den Golfstaaten.
Als Grund für die Aussetzung gaben die USA erneute Verhandlungen mit dem Iran an. US-Prädident Trump drohte indessen: Sollte es zu keinem Abkommen kommen, werden die USA Brücken und Kraftwerke angreifen.
Unterdessen trafen sich heute Trump und Netanjahu im Weißen Haus. Nach US-Angaben will Israel die USA davon überzeugen, den Krieg gegen den Iran fortzusetzen und dafür Geheimdienstinformationen liefern.
Die Seeblockade von iranischen Häfen durch die USA bleibt weiterhin bestehen. Zudem griff die Ukraine nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen Schiffe an, die Militärtransporte zwischen Russland und Iran durchführten. Der Iran verhandelt zudem mit dem Oman über die Durchfahrt in der Meerenge. | 3 520 |
| 17 | Proteste gegen libysche Regierungen
Seit Sonntag kommt es in Libyen ausgehend von der Hauptstadt Tripolis zu großen Protesten gegen die Regierungen. Dabei wurden zentrale Straßen blockiert und vor mehreren offiziellen Gebäuden, darunter dem Außenministerium, Erdwälle oder brennende Barrikaden errichtet. Am Montag hatten Protestierende den Mellitah-Öl- und Gaskomplex westlich von Tripolis gestürmt und so die Förderung bis Dienstag unterbrochen.
Auslöser waren zuletzt Stromausfälle von bis zu 14 Stunden pro Tag. Hinzu kommen Kraftstoff-Engpässe, Unterversorgung von Wasser, sowie Mängel im Gesundheits- und Bildungswesen. Die meist jungen Demonstrant:innen werfen der Regierung vor, sich an staatlichen Geldern bereichert zu haben.
Seit 2021 ist die Administration von Libyen faktisch zweigeteilt: In Tripolis und im Westen residiert das international anerkannte Government of National Unit. Im Osten und Süden herrscht das House of Representatives. Viele Demonstrant:innen fordern den Rücktritt beider Regierungen. | 3 525 |
| 18 | Erneute Abschiebung nach Afghanistan
In der Nacht zum Dienstag wurden erneut mehrere Männer vom Flughafen Leipzig/Halle nach Afghanistan deportiert. Die Anzahl der Abgeschobenen ist nicht bekannt, die beteiligte Freebird Airlines war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Zuletzt hatte das Innenministerium eine Ausweitung der Abschiebepraxis nach Afghanistan angekündigt. Während bisher „schwere Straftaten“ zur Legitimation herangezogen worden waren, sollen nun bereits geringfügige Delikte, wie mehrfaches Zugfahren ohne Ticket, ausreichen. Ende letzter Woche hatte das Verfassungsgericht den 2025 verhängten pauschalen Aufnahmestopp für Geflüchtete aus dem von den Taliban regierten Land für rechtswidrig erklärt.
Bis zum Dienstagmorgen protestierten etwa 250 Menschen im Flughafen gegen die Deportation. Die Abgeschobenen müssten mit Folter bis hin zu Hinrichtungen rechnen. Gleichzeitig werde die Taliban-Regierung immer weiter normalisiert, was sich auch an dem neuen afghanischen Botschafter in Bonn zeige. | 3 128 |
| 19 | Indien: Protestbewegung setzt Forderungen durch
Nach wochenlangen Protesten lenkt die Regierung der hindu-nationalistischen BJP-Partei ein und will Forderungen der "Gen-Z" umsetzen. Es soll Reformen im Bildungssystem geben und Anzeigen gegen Protestierende sollen aufgehoben werden. Bildungsminister Pradhan gab seinen geforderten Rücktritt bekannt.
Was als satirische "Kakerlaken-Volkspartei" (CJP) im Internet startete, entwickelte sich zu einem der größten Straßenproteste Indiens seit Jahren. Tausende nahmen an regierungskritischen Aktionen teil, die mit Polizeigewalt beantwortet wurden: Hunderte Verletzte und Festnahmen führten dazu, dass sich die Opposition einreihte.
Als Auslöser gilt der Vorwurf der erneuten Manipulation: der Aufnahmetest für ein Medizinstudium wurde abgebrochen da Fragen vorab geleakt wurden. Darüber hinaus forderten viele mehr Arbeitsplätze für junge Menschen, die Indiens Chefrichter zuvor als "Kakerlaken" bezeichnete. Der Sprecher der CJP verkündete das Ende der Proteste. | 3 751 |
| 20 | CSD-Attentäter wurde von Polizei observiert
Der mutmaßliche Täter vom Anschlag auf den CSD in Berlin wurde am Sonntag in Berlin-Spandau von der Polizei erschossen.
Nun berichtete die Süddeutsche Zeitung, dass der mutmaßliche Täter Abdul Ballout den Behörden schon lange als Islamist bekannt war und sich in der Vergangenheit dem Islamischen Staat anschließen wollte. Er soll vom BKA als "Hochrisikoperson" eingestuft und überwacht worden sein. Mehrfach sei er Thema des "Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum" (GTAZ) gewesen. Noch eine Stunde vor dem Anschlag soll er mit einer an seinem Wohnhaus befestigten Kamera gefilmt worden sein, bevor er um 20.58 Uhr das Gebäude verließ.
Ballout war am späten Samstagabend mit einem Kleinwagen in eine Parade des Berliner CSD gefahren und tötete dabei eine Frau. Nachdem der Täter mit dem Auto gegen einen Baum prallte, soll er ausgestiegen und mit einem Machete-ähnlichen Gegenstand auf weitere Personen eingestochen haben. 29 Personen wurden dabei verletzt.
Bei einer Trauerkundgebung am Sonntag nahmen über 10.000 Menschen teil. | 3 497 |
