Zeit-fuer-einen-Mutausbruch
Kanalga Telegramâda oâtish
Ich bin auf dem Jakobsweg 840 Km von Irun nach Santiago gelaufen, an die Algarve ausgewandert und biete Klangschalen Massagen und Retreats bei mir an
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Abendstimmung am beach | 84 | 0 | 1 | 5 | Loading... | |
Heidemarie hat mir auf meine Erziehung rund um das Handy , Auto und Nico mit einem Bild geantwortet . | 90 | 0 | 2 | 18 | Loading... | |
Matn yo'q... | 87 | 2 | 2 | 6 | Loading... | |
Blogbeitrag
Die Batterien sind leer
Aktuell bin ich bei Heidemarie, einer Àlteren deutschen Dame, in ihrem Haus zu Gast.
Heidemarie hat das Haus von Nico, einem Portugiesen, angemietet. In Portugal sind Termine nicht ganz so verbindlich wie in Deutschland und so geraten Heidemarie und Nico auch immer mal wieder aneinander.
Sie, die alleinstehende Àltere Dame, die sich schon immer behaupten musste.
Und Nico, der Portugiese mit der rauen Schale.
Aktuell arbeitet Nico hÀufiger im Garten am Haus. Er befestigt einen Hang, der vergangenen Winter bei dem vielen Regen teilweise abgetragen wurde und in den Pool gerutscht ist.
In einer Auseinandersetzung zwischen Nico und Heidemarie warf er ihr vor, dass da aktuell ein Deutscher in seinem Haus wohne und er doch an sie und ihren Hund vermietet hÀtte.
Vor drei Tagen, als Nico erstmals wieder im Garten arbeitete, machte ich ihm einen Kaffee und stellte ein Glas Wasser dazu.
Am nĂ€chsten Tag dann wieder. Plus fĂŒr seine zwei Arbeiter.
Ich erntete erstmals ein LĂ€cheln von ihm.
Heute kam er wieder, grĂŒĂte freundlich und bevor ich das Haus verlassen wollte, bereitete ich einen Kaffee und ein Glas Wasser vor, um es ihm im Garten auf den Tisch zu stellen.
Ich sah nun immer mehr die weiche Seite, die ohne Zweifel in ihm steckt.
Ich ging raus, setzte mich ans Steuer und ...
nichts ging mehr.
Kein Mucks.
Nach dem Handy hat nun auch der Van keinen Saft mehr.
Ich muss sicherlich nicht berichten, wie ich mich gefĂŒhlt habe.
Heute Nacht schlief ich zwölf Stunden und die EntzĂŒndungszeichen entlang meines RĂŒckenmarks sind aktuell auch wieder verstĂ€rkt.
Und gefĂŒhlt sind wirklich gerade alle Akkus leer.
Diese Woche fand ich in einem Regal bei Heidemarie ein Buch.
Darin wird beschrieben, wie alle Probleme eines Autos ein Spiegel von uns selbst sein können.
Und wenn das Auto nicht mehr startet oder keinen Saft mehr hat, dann muss man wohl nicht allzu viel interpretieren können.
Die Batterien sind leer.
Als ich frustriert aus meinem Van ausstieg, stand plötzlich jemand neben dem Auto und fragte:
âWas ist los?â
Ja, richtig.
Nico.
Er habe einen ĂberbrĂŒcker im Auto und sofort lief er zu seinem Auto, holte das GerĂ€t heraus und gab mir Starthilfe.
Das Auto sprang an.
Und fĂŒr den Moment fĂ€hrt es wieder.
Wie lange?
Wie weit?
Keine Ahnung.
Nico fragte dann noch, ob ich seine Nummer haben wolle, damit ich ihn gegebenenfalls anrufen könnte, wenn ich irgendwo stehen bleibe.
Da stand dieser Mann vor mir, mit seiner rauen Schale und plötzlich war da einfach nur ein Mensch, der einem anderen Menschen geholfen hat.
Er hat ein gutes Herz.
Und Heidemarie auch.
Und dennoch haben sie ihre kleinen KĂ€mpfe.
Vielleicht ist das genau das Leben.
Wir sehen die Schale des anderen, seine Worte, seine Eigenheiten, seine Art.
Und manchmal brauchen wir nur einen kleinen Moment, um dahinterzuschauen.
Einen Kaffee.
Ein Glas Wasser.
Ein LĂ€cheln.
Oder eine leere Batterie.
Vielleicht ist es manchmal gar nicht nötig, alles zu verstehen oder alles zu interpretieren.
Vielleicht reicht es, hinzusehen.
Denn manchmal zeigt uns das Leben ziemlich deutlich, was gerade los ist.
Die Akkus sind leer.
Bei meinem Handy.
Bei meinem Van.
Und auch bei mir.
Also werde ich wohl ein bisschen stehen bleiben mĂŒssen.
Auftanken.
Mich aufladen.
Und schauen, wie weit ich danach komme.
Wie lange?
Wie weit?
Keine Ahnung. | 95 | 0 | 8 | 19 | Loading... | |
Indem ich mich zeige.
Indem ich fĂŒhle.
Indem ich nicht jedes Mal zurĂŒck in mein Schneckenhaus krieche, sobald es irgendwo weh tun könnte.
Der Einsiedlerkrebs
Vielleicht ist das gerade meine ganz persönliche Lektion.
Der Einsiedlerkrebs trĂ€gt sein schĂŒtzendes Haus mit sich herum. Es gibt Sicherheit. Schutz. RĂŒckzug.
Aber irgendwann muss auch er sein Haus verlassen, wenn er wachsen möchte.
Und genau das fĂŒhlt sich fĂŒr mich gerade ein bisschen so an.
Der Einsiedlerkrebs darf lernen, sein schĂŒtzendes Haus zu verlassen.
Nicht, weil die Welt plötzlich ungefÀhrlich geworden ist.
Nicht, weil Verletzungen nicht mehr möglich wÀren.
Sondern weil ein geschĂŒtztes Leben nicht automatisch ein erfĂŒlltes Leben ist.
Vielleicht bedeutet Heilung nicht, irgendwann nichts mehr zu fĂŒhlen.
Vielleicht bedeutet Heilung vielmehr, wieder so viel zu fĂŒhlen, ohne daran kaputtzugehen.
Und vielleicht ist genau das mein Buch.
Nicht die Geschichte eines Mannes, der irgendwann alles verstanden und geheilt hat.
Sondern die Geschichte eines Mannes, der immer wieder aufmacht.
Der fĂŒhlt.
Der schreibt.
Der sich zeigt.
Der manchmal Angst bekommt und sich trotzdem immer wieder entscheidet, die TĂŒr einen Spalt weiter zu öffnen.
Eine Geschichte ohne festgelegtes Ende.
Nicht einmal ich kenne es.
Denn das Leben schreibt schlieĂlich mit.
Und wer weiĂ âŠ
Vielleicht sitzen wir gerade erst bei den ersten Kapiteln. | 96 | 0 | 7 | 22 | Loading... | |
Blogbeitrag
Warum schreibst du nicht mal ein Buch?
Ăber das Schreiben, das FĂŒhlen und den Mut, die eigene Schutzmauer wieder ein StĂŒck weit zu öffnen.
Diese Frage lese ich von euch immer wieder einmal. Und jedes Mal muss ich ein bisschen schmunzeln, denn wenn ihr wĂŒsstet âŠ
Ich bin doch lÀngst dabei.
Mein Buch entsteht bereits. Nicht irgendwann. Nicht mit einem festen Plan, einem Inhaltsverzeichnis und einem vorgegebenen Ende. Es entsteht in Echtzeit. WĂ€hrend das Leben sich zeigt.
Ich weiĂ oft selbst nicht, worĂŒber ich als NĂ€chstes schreiben werde. Ich setze mich nicht hin und denke: Heute schreibe ich ĂŒber dieses oder jenes Thema.
Meistens passiert etwas ganz anderes.
Eine Alltagsszene. Ein Satz, den jemand sagt. Eine Begegnung. Ein Blick. Ein Moment, der mich berĂŒhrt. Manchmal etwas völlig UnspektakulĂ€res, das in mir plötzlich etwas zum Klingen bringt.
Und dann weiĂ ich: DarĂŒber möchte ich schreiben.
Vielleicht seid ihr deshalb lÀngst mitten in meinem Buch.
Ihr lest nicht nur fertige Geschichten. Ihr seid live dabei, wĂ€hrend sie entstehen. Seite fĂŒr Seite, Begegnung fĂŒr Begegnung, GefĂŒhl fĂŒr GefĂŒhl.
Und vielleicht wird dieses Buch niemals ein Buch im herkömmlichen Sinne werden.
Vielleicht gibt es kein richtiges Ende.
Vielleicht ist es ein fortlaufendes Buch.
Denn solange ich lebe, passiert etwas. Und solange etwas in mir passiert, möchte ich schreiben.
Schreiben ist mein Ventil
Ich glaube, wenn ich nicht schreiben wĂŒrde, wĂŒrde ich irgendwann innerlich platzen.
Schreiben ist mein Ventil.
Viele Jahre war dieses Ventil allerdings fest verschlossen. Ich hatte mir eine ziemlich dicke Schutzschicht zugelegt. Ich war verschlossen. Unnahbar. Und wahrscheinlich fĂŒr andere Menschen manchmal auch schwer zu erreichen.
Es war sicherer so.
Wenn man nichts zu nah an sich heranlÀsst, kann man auch nicht so leicht verletzt werden.
Irgendwann habe ich angefangen, dieses Ventil wieder zu öffnen. Und damit habe ich mich gleichzeitig wieder verletzbarer gemacht.
Denn wer sich öffnet, fĂŒhlt.
Und ich fĂŒhle ziemlich viel.
Oft sogar viel zu viel.
Die schönen Dinge genauso intensiv wie die schweren.
Ich kann mich unglaublich tief ĂŒber die kleinen Wunder des Lebens freuen, ĂŒber Begegnungen, ĂŒber einen besonderen Moment, ĂŒber Licht, Natur, NĂ€he oder einen Satz, der genau im richtigen Augenblick fĂ€llt.
Aber diese IntensitÀt hat eben auch eine andere Seite.
Melancholie kann mich tief erwischen. Traurigkeit ebenso. Manchmal reicht ein Lied, ein Geruch, ein Buch oder ein einziger Satz und plötzlich ist da dieses GefĂŒhl, das sich seinen Weg durch alle Schutzschichten bahnt.
Vielleicht ist das der Preis dafĂŒr, wieder wirklich zu fĂŒhlen.
Und vielleicht ist es gar kein Preis.
Vielleicht ist es das Leben.
Vom Ende der Einsamkeit
Gestern habe ich âVom Ende der Einsamkeitâ von Benedict Wells gelesen.
Was fĂŒr ein wunderschönes, trauriges Buch.
Es erzĂ€hlt von drei Geschwistern, die frĂŒh ihre Eltern durch einen Autounfall verlieren und daraufhin in ein Internat kommen. Abwechselnd wird aus ihrem Leben erzĂ€hlt, von ihren Verlusten, ihren Beziehungen, ihren Entscheidungen und von dem, was sie aus ihrer Geschichte machen.
Und wÀhrend ich gelesen habe, habe ich nicht einfach nur gelesen.
Ich habe mitgelebt.
MitgefĂŒhlt.
Gelitten.
Und mich an so vielen Stellen selbst wiedergefunden.
Vielleicht ist es genau das, was gute BĂŒcher können. Sie erzĂ€hlen nicht nur eine Geschichte von anderen Menschen. Manchmal halten sie einem plötzlich einen Spiegel hin.
Und wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, dann ist dieser Titel vermutlich nicht ganz zufÀllig bei mir gelandet.
Vom Ende der Einsamkeit.
Denn vielleicht ist da ein Teil in mir, der sich nach NĂ€he sehnt und gleichzeitig Angst davor hat.
Angst, wieder verletzt zu werden.
Angst, mich zu öffnen und irgendwann festzustellen, dass ich mich besser geschĂŒtzt hĂ€tte.
Und gleichzeitig weiĂ ich:
Ich werde diese Angst nicht dadurch heilen, dass ich mich wieder verschlieĂe.
Ich werde sie nur heilen können, indem ich es riskiere.
Indem ich wieder NĂ€he zulasse. | 95 | 0 | 0 | 12 | Loading... | |
Hier bei mir ist gerade Land unter. Mein Handy schaltet sich alle paar Sekunden von selbst aus und macht mich langsam wahnsinnig. Deshalb war ich am Montag in Lagos in einem Handy-Laden und habe dort einen neuen Akku bestellt ohne ĂŒberhaupt zu wissen, ob der Akku tatsĂ€chlich die Ursache ist und wann er ankommt. Irgendwie passt das gerade erschreckend gut zu meiner aktuellen Situation: Man versucht, irgendetwas zu reparieren, ohne eigentlich zu wissen, wo das Problem ĂŒberhaupt liegt.
Im Moment benutze ich das Handy meiner Mutter mit meiner SIM-Karte. Wenigstens telefonisch, per SMS und seit ein paar Minuten auch wieder ĂŒber Telegram bin ich damit einigermaĂen erreichbar.
Bei den ganzen Apps wird es dann allerdings völlig absurd: Ich habe mehrere auf dem Ersatzhandy installiert, aber bei der Anmeldung wird der PIN jeweils auf das alte Handy geschickt. Genau auf das Handy also, das alle paar Sekunden ausgeht. đ€Šââïž Ich könnte darĂŒber fast lachen, wenn es nicht gerade so gut zu allem anderen passen wĂŒrde, was hier im Moment passiert.
Und ehrlich gesagt liegen meine Nerven inzwischen ziemlich blank. Gestern bin ich durch ein richtig tiefes Tal der TrĂ€nen gegangen. In genau dieser Stimmung ist mir dann ein Buch in die HĂ€nde gefallen, das ich tatsĂ€chlich gestern in einem StĂŒck durchgelesen habe. Es hat mich unglaublich tief berĂŒhrt und gleichzeitig an einigen Stellen sehr getriggert. Und so wurde aus einem ohnehin schon emotionalen Tag ein einziger Heultag.
Vielleicht musste das aber auch einfach mal sein. Vielleicht gibt es Momente, in denen man gar nichts mehr festhalten kann und irgendwann einfach nur noch die Schleusen aufgehen. Dann bleibt einem eigentlich nichts anderes ĂŒbrig, als die TrĂ€nen laufen zu lassen und irgendwie durch diesen Moment hindurchzugehen.
Und als wĂ€re das alles noch nicht genug gewesen, lief mir gestern Abend auch noch ein Igel vors Auto, den ich leider ĂŒberfahren habe. Das hat mir dann endgĂŒltig den Boden unter den FĂŒĂen weggezogen. Ich weiĂ natĂŒrlich, dass es ein Unfall war und ich es nicht verhindern konnte und trotzdem hat es mich unglaublich getroffen und mir ein sehr schlechtes GefĂŒhl gegeben.
Es war einfach einer dieser Tage, an denen wirklich alles zusammenkommt. Und vielleicht darf man dann auch einfach mal sagen: Es ist gerade zu viel. | 98 | 0 | 9 | 18 | Loading... | |
Bom dia âïž | 99 | 0 | 0 | 5 | Loading... | |
Nachdem mein Handy wieder den halben Tag nicht "auf das System" zugreifen konnte jetzt nur kurzes boa noite von mir und ein Blick von oben auf den ClĂ©rigo. DarĂŒber Julian Heppt ĂŒber die aktuellen Energien. | 107 | 0 | 3 | 8 | Loading... | |
https://youtu.be/fRAPPlOe0Us?is=gApAfWFxIAWRmC1T | 114 | 0 | 0 | 0 | Loading... | |
After beach Party | 132 | 0 | 0 | 3 | Loading... | |
Matn yo'q... | 127 | 0 | 0 | 10 | Loading... | |
Boa noite đâ€ïž | 141 | 1 | 3 | 7 | Loading... | |
Ovozli xabar | 134 | 0 | 1 | 7 | Loading... | |
Die liebe Pari packt ihre Gedanken in gesprochene Worte wĂ€hrend ich meine eher niederschreibe. Hab herzlichen Dank dafĂŒr â€ïžâïžđ | 135 | 0 | 1 | 1 | Loading... | |
Und vielleicht ist genau das die eigentliche Herausforderung:
Nicht sofort eine ErklÀrung zu brauchen.
Nicht alles in richtig oder falsch, real oder nicht real einordnen zu mĂŒssen.
Einfach einmal stehenzubleiben und zu sagen:
Ich sehe es.
Ich fĂŒhle es.
Ich kann es nicht erklÀren.
Und ich lasse es trotzdem zu.
Vielleicht ist das âSystemâ tatsĂ€chlich nicht mehr verfĂŒgbar.
Und vielleicht ist die wichtigere Frage am Ende gar nicht, ob ich gerade auf eine andere Zeitlinie gewechselt habe.
Sondern:
Was, wenn ich einfach beginne, meiner eigenen Wahrnehmung wieder zu vertrauen ohne ihr gleichzeitig blind glauben zu mĂŒssen?
Ich weiĂ mal wieder, dass ich nichts weiĂ.
Aber vielleicht ist genau dort gerade etwas Neues möglich. | 143 | 0 | 3 | 18 | Loading... | |
Blogbeitrag
Das System ist nicht mehr verfĂŒgbar
Es wird immer verrĂŒckter. Oder vielleicht bin es auch ich.
Ich schrieb vor zwei Tagen darĂŒber, dass ich einmal davon ausgehen könnte, dass alles zu meinem Besten passiert. Und dann kam der Beitrag, in dem es darum ging, seine Stimme und seine SouverĂ€nitĂ€t zurĂŒckzuholen.
Dann war da dieses subjektive Empfinden, dass sich in den letzten Tagen irgendetwas verÀndert hat.
Angefangen mit einem neuen Blauton am Himmel. Und diesem innerlichen GefĂŒhl, das ich nicht wirklich greifen oder in Worte fassen kann.
Dazu kommt, dass ich hier immer wieder Menschen begegne, die mich âanstarrenâ. Und dann gibt es Menschen, die mich plötzlich mit meinem Namen ansprechen und ich habe keine Ahnung, woher ich sie kenne.
Kann es sein, dass ich auf verschiedenen Zeitlinien hin und her springe?
Gibt es ĂŒberhaupt verschiedene Zeitlinien?
Verliere ich den Verstand oder lÀsst einfach mein GedÀchtnis nach? Neben der SehstÀrke, die zuletzt ebenfalls deutlich nachlÀsst.
Und wie entsteht eigentlich der Mandela-Effekt? Also dieses PhÀnomen, bei dem sich viele Menschen an ein Ereignis oder eine Tatsache auf eine bestimmte Art erinnern, obwohl es angeblich so nie stattgefunden hat?
Dann waren da die Sonnen- und Mondfinsternis. Die Schumann-Frequenz, die zuletzt angeblich völlig auĂer Rand und Band war.
Was passiert hier gerade?
Gestern war ich am Strand. Ich hatte noch mit einer Bekannten per WhatsApp kommuniziert und bin dann in den Atlantik zum Baden gegangen.
Als ich wieder herauskam, wollte ich schauen, ob noch eine Nachricht von ihr gekommen war.
Mein Handy war aus.
Was mich WUNDERte.
Ich wollte es wieder starten, aber es kam lediglich eine Anzeige, die sinngemÀà sagte:
Das System funktioniert nicht mehr.
Es war nichts zu machen.
Ich musste lachen und erinnerte mich an meinen Beitrag:
âGeh mal davon aus, dass alles zu Deinem Besten passiert.â
War das der Moment, auf den ich seit sechs Jahren warte?
Hat das System fertig?
Gehen wir jetzt in eine neue Zeitlinie, Dimension oder wie auch immer man es nennen möchte?
Interessanterweise fĂŒhlte es sich wie eine Erleichterung an.
Obwohl wirklich alles ĂŒber mein Handy lĂ€uft.
Ich war also mit einem Schlag komplett von allem abgeschnitten. Ich kam an nichts und niemanden mehr heran.
War es einfach nur der Moment, in dem mein Handy den Geist aufgegeben hat?
War es ein Wechsel in ein âneues Systemâ?
Hat mir das System vielleicht einfach demonstriert, wie abhÀngig ich immer noch davon bin?
Oder verliere ich langsam tatsÀchlich den Verstand?
Heute Morgen wurde ich wach und mein Handy zeigte noch immer dasselbe Bild.
âSie sehen, dass Sie nichts sehen.â
Ich ging ins Bad, duschte und kam noch halbnass in die KĂŒche zurĂŒck.
Noch ein Versuch.
Zum x-ten Mal ausschalten.
Wieder einschalten.
Und plötzlich:
âGeben Sie bitte Ihren PIN ein.â
Das Display erschien wie gewohnt.
Und aktuell habe ich wieder Zugriff.
Ich hatte heute Nacht einen sehr schrÀgen Traum. Ich weià allerdings nicht mehr, worum es darin ging.
Was erlebe ich hier gerade?
FrĂŒher hĂ€tte ich ĂŒber mich selbst wahrscheinlich gesagt:
âJetzt dreht er ganz durch.â
Ich kann das auch heute nicht komplett ausschlieĂen.
Und gleichzeitig habe ich dieses GefĂŒhl, dass hier gerade etwas GröĂeres passiert.
Was?
Ich habe keine Ahnung.
Vielleicht ist es einfach nur mein Handy, das beschlossen hat, fĂŒr ein paar Stunden nicht mehr mitzumachen.
Vielleicht ist es mein Kopf, der gerade versucht, aus einzelnen Beobachtungen eine Geschichte zu bauen.
Vielleicht gibt es tatsĂ€chlich Dinge zwischen Himmel und Erde, fĂŒr die ich noch keine ErklĂ€rung habe.
Vielleicht gibt es keine Zeitlinien, keine Dimensionen und keinen groĂen Plan.
Vielleicht aber doch.
Ich weiĂ es nicht.
Und zum ersten Mal habe ich das GefĂŒhl, dass ich das auch gar nicht wissen muss.
Vielleicht geht es gerade ĂŒberhaupt nicht darum, herauszufinden, was hier passiert.
Vielleicht geht es darum, wahrzunehmen, dass etwas passiert.
In mir.
Um mich herum.
Oder vielleicht auch nur in meiner Wahrnehmung. | 128 | 0 | 0 | 13 | Loading... | |
Bom dia,
gleich folgt wohl einer meiner "schrĂ€gsten" BlogbeitrĂ€ge, den ich je geschrieben habe đ€ | 97 | 0 | 0 | 7 | Loading... | |
Vor zwei Wochen hatten wir den Höhepunkt der Tourismussaison erreicht. Mittlerweile werden es von Tag zu Tag ein paar Touristen weniger, und die gewohnte âNormalitĂ€tâ rĂŒckt langsam wieder nĂ€her.
Aktuell ist es noch gut besucht, gleichzeitig aber angenehm und gut vertrÀglich. Wer Ruhe und Erholung sucht, findet sie ebenso wie diejenigen, die gerne Gesellschaft und Anschluss suchen. Es ist also eine schöne Mischung aus Leben und Gelassenheit. | 104 | 0 | 1 | 7 | Loading... | |
Und vielleicht ist genau das der Moment, in dem wir unsere Stimme zurĂŒcknehmen.
Nicht aus der Urne.
Sondern zu uns selbst. | 105 | 2 | 8 | 12 | Loading... |

