🟥👉 Jetzt ist es also wieder soweit: Übersterblichkeit durch Hitze 2026.
Die Hitzewelle Ende Juni 2026 habe nach RKI-Schätzung rund 5.100 Menschen in Deutschland das Leben gekostet. Besonders betroffen waren (wenig überraschend) ältere Menschen: etwa 2.950 der geschätzten Hitzetoten waren 85 Jahre oder älter, weitere 1.320 lagen in der Altersgruppe 75 bis 84 Jahre. Randnotiz: das mittlere Sterbealter in Deutschland liegt bei 80 Jahren.
Aber jetzt beginnt wieder das bekannte Schauspiel: Empörung, Warnungen, Appelle und der Ruf nach „Schutz“. Und natürlich wieder die Forderung nach Maßnahmen.
Manche der lautesten Mahner hatten übrigens kein Problem damit, alten Menschen im Sommer 2020 und 2021 bei 30 Grad Masken aufzuzwingen. Damals war das natürlich auch Fürsorge. Heute ist die Hitze das Thema.
Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: Alte, kranke und gebrechliche Menschen müssen bei Hitze geschützt werden. Ähhh... gehöre ich mit 60 eigentlich auch schon zu den Alten??? Werde ich jetzt auch "geschützt"? Darf ich jetzt nicht mehr bei 35 Grad auf der Laufbahn im Stadion trainieren?
Naja... Hitze trifft jedenfalls „die Gesellschaft“ nicht gleichmäßig. Hitze trifft vor allem Menschen, deren Organismus wenig Reserven hat.
Beispiele: im Alter lässt das Durstgefühl nach. Viele trinken zu wenig, die Nierenleistung ist oftmals reduziert. Blutdruckmittel, Diuretika, Psychopharmaka, Schlafmittel, Anticholinergika und manche Schmerzmittel können die Situation deutlich verschärfen. Wer immobil ist, kann nicht einfach in den Schatten gehen, kühl duschen oder sich selbst Getränke holen. Und wer dement ist, merkt oft gar nicht mehr, dass er gerade austrocknet.
Dazu kommt ein Punkt, über den fast niemand spricht: der Darm. Viele ältere Menschen sind chronisch verstopft. Bei Hitze zieht der Dickdarm dem Stuhl noch den letzten Tropfen Wasser heraus. Das verschärft Kreislaufprobleme, Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Verwirrtheit und belastet den gesamten Organismus zusätzlich. Man kann in diesem Zusammenhang über "Klimaanpassungen" reden. Aber die Problem sind völlig andere - wie soeben erwähnt. Aber das ist natürlich nicht so "medientauglich" und hilft auch nicht bei der nächsten Pressekonferenz, wenn man das Thema (mal wieder) für seine Agenda nutzen will.
Kneipp wusste übrigens schon vor 150 Jahren, was man bei Hitze tun kann: kühle Waschungen, Armbäder, Wadenwickel, Fußbäder, Luft, Schatten, Maßhalten. Und genau dort müsste man ansetzen: bei den Gebrechlichen, in Altenheimen usw.: Trinkpläne, Schatten, Ventilatoren, Kühlung, Hausbesuche, Medikamentenprüfung (aber WAS sollte dabei den schon rauskommen???), Stuhlregulation und einfachen Anwendungen, die jeder Pfleger und Angehörige beherrschen sollte.
Viel leichter ist es (mal wieder) „Maßnahmen“ zu fordern, die am Ende alle betreffen, während die wirklich Gefährdeten weiter in überhitzten Zimmern sitzen. Wo sind denn die Ventilatoren und Klimageräte in den Altenheimen? Wo ist die bauliche Verschattung?
Das ist doch die gleiche Denkfalle wie bei den Grippewellen. Plötzlich entdeckt man einen Virus, eine Hitzewelle usw. und propagiert "externe Lösungen": neuartige Spritzen, Medikamente, Klimaschutzmaßnahmen, usw. Letztlich völlig irre, Selbst wenn wir die Zimmer klimatisieren, wird die Verstopfung, die Nierenschwäche und das inkompetente Immunsystem bleiben. Dazu noch das Arsenal der pharmazeutischen Industrie.
Eins steht fest: wir werden das Sterben nicht verhindern können - auch nicht um jeden Preis. Und wir werden alte, kranke Menschen auch nicht dadurch retten, dass man wieder die gesamte Bevölkerung in ein neues Schutzritual zwingt.
Klar: man kümmere sich um die wirklich Betroffenen. Konkret, vor Ort. Alles andere ist Hitzeschutz-Theater.
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