Authentic Parenting
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Was, wenn das was hilft etwas ist, woran wir gar nicht denken?
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| 2 | "Wir lehnen die "alten Schubladen" ab und merken gar nicht, wie wir gleichzeitig neue Schubladen erschaffen und Kommoden dafür bauen ..."
Heute habe ich etwas ganz Besonderes für euch .... 😊
Vor ein paar Tagen haben Nando, Joya, Dagmar, Doris und ich uns wieder zusammen gefunden um darüber zu sprechen, warum jedes Kind einzigartig ist. Aber auch darüber, was das eigentlich bedeutet. Und warum einzigartig, nicht besonders heißt, Oder außerordentlich ...
Ich liebe dieses Gespräche so sehr ...
Aber hört selbst und lasst euch inspirieren 😊
https://www.youtube.com/watch?v=xFvQ6iiNwUw
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| 3 | Heute möchte ich dir eine Geschichte erzählen. Über einen Moment, der viele Jahre zurückliegt und von dem ich nicht wusste, dass genau dieser Moment damals ... oder vielleicht eher dieses Gefühl damals, den Grundstein dafür legen würde, was heute mein Wirken und Arbeiten ausmacht.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen und freue mich natürlich auf deine Rückmeldung, deine Gedanken dazu ...
👉 Den gesamten Blogbeitrag findest du HIER | 341 |
| 4 | „Habt ihr Lust auf ein Abenteuer?“
Es war mehr aus einer Laune heraus, als ein fixer Plan. Und ich hätte auch einfach fragen können, ob sie Lust darauf haben, in den Wald zu gehen. So, wie ich es fast täglich tue.
Doch es ist Sommer.
Und zum Sommer gehören Waldabenteuer genauso wie wilde Heidelbeeren, Himbeeren und Erdbeeren. Das kühle Wasser eines Bachs. Moos, Wald, Pilze und Schwammerl und abends müde kleine Menschen mit roten Wangen deren Haare nach Sommer und Wald duften. Und vielleicht waren es eben jene Bilder meiner Kindheit, die plötzlich da waren, die diese Frage laut werden ließen.
Also machten wir uns nach dem Mittagessen auf den Weg.
Zu einem Ort, der in meiner Kindheit beinahe täglich zu meinem Abenteuer gehörte. Von dort aus zogen wir einen großen Bogen durch den Wald. Über Wege, die ich seit meiner Kindheit kaum noch gegangen bin. Manche davon gibt es heute gar nicht mehr.
Und genau dort begann unser Abenteuer.
Mit im Gepäck hatten ich nicht nur Wasser und kleine Leckereien, sondern auch eine Geschichte. Eine Geschichte über Drachen und Feen, Zwerge und Elfen, die wir während unseres Weges immer weiter erzählten. Über Stock und Stein. Durch Moos und Farn. Zwischen Wurzeln und umgestürzten Bäumen, Steinen und den Geräuschen des Waldes. Mit jedem Schritt wurde aus einer kleinen Idee eine gemeinsame Welt.
„Das war ein schönes Abenteuer.“ waren die Worte der 4jährigen, als wir wieder aus dem Wald kamen.
„Ich will morgen wieder.“
"Das ist dir gut gelungen, das Abenteuer!"
Die Worte der anderen ... während sie mich anlächelten und ich einfach nur glücklich war.
In unseren bald 22 Jahren als Eltern haben wir unzählige Ausflüge gemacht ... und doch waren es selten die großen Ereignisse,
Es waren die kleinen Momenten.
Die ungeplanten.
Die, die mitten im Alltag entstanden sind.
Aus einer Idee.
Aus einer Geschichte.
Aus einer einzigen Frage.
Und jedes Mal wieder mit der Erkenntnis, dass die größten Erinnerungen gar nicht dort entstehen, wo wir am meisten planen.
Sondern dort, wo wir den Mut haben, einfach loszugehen.
Weil (Ver)Bindung, gemeinsame Abenteuer und Erlebnisse, nicht in den großen Gesprächen entstehen.
Sondern da, wo wir es am wenigsten erwarten.
Barfuß im Moos, mitten in den wilden Heidelbeeren oder querfeldein im Wald ... mit roten Wangen, einer zauberhaften Geschichte und einer kleinen Frage, die am Anfang stand ...
🤍
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| 5 | Falls du manchmal daran zweifelst ob das, was du gibst genug ist, dann ist dieser Satz heute für dich ... ❤🤗❤
Ich wünsche dir einen wundervollen Tag! | 404 |
| 6 | Wie angekündigt, hier nun die Ergänzung zur Frage 😊
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| 7 | Diese Frage kam ebenfalls im Frageraum und ich kann mir vorstellen, dass sie viele Eltern bewegt.
Doch bevor ich auf das Verhalten selbst eingehe, möchte ich euch zunächst etwas mitgeben, das mir unglaublich wichtig ist:
Bedürfnisorientierung bedeutet nicht, dass wir alles über uns ergehen lassen müssen.
Wenn ein Kind beißt, tritt, schlägt oder zwickt, dürfen wir uns schützen.
Wir dürfen einen Schritt zurückgehen.
Wir dürfen Abstand schaffen.
Wir dürfen – wenn nötig – gemeinsam mit den Geschwistern den Raum verlassen oder außer Reichweite gehen, um zunächst einmal Sicherheit aufzubauen.
Wir dürfen unsere Grenzen wahren und das auch klar signalisieren. Und wir dürfen dabei ruhig und klar kommunizieren:
"Ich lasse nicht zu, dass du mich verletzt."
"Das tut mir weh!"
o.ä.
Das ist keine Strafe.
Es ist eine Grenze.
Und gleichzeitig Orientierung für den kleinen, sehr aufgewühlten Menschen. Denn auch das gehört zu einer liebevollen und bedürfnisorientierten Begleitung.
Was mir in diesem Zusammenhang aber mindestens genauso wichtig ist:
Nicht jedes Hauen erzählt dieselbe Geschichte.
Genau deshalb gibt es auf diese Frage keine allgemeingültige Antwort und keine Strategie, die für jedes Kind und jede Situation passt.
Manche Kinder schlagen, weil ihnen in diesem Moment einfach alles zu viel ist. Jede Bewegung, jedes Wort, jeder Mensch in ihrer Nähe wird zu einem zusätzlichen Reiz.
Andere suchen gerade in ihrer größten Überforderung nach Halt und Nähe, auch wenn es im ersten Moment ganz anders aussieht.
Der entscheidende Punkt ist deshalb nicht das Verhalten selbst.
Sondern die Frage:
Was möchte mir dieses Verhalten gerade erzählen?
Genau darüber möchte ich im Impulsaudio noch etwas ausführlicher sprechen (kommt noch heute 😊)
Darüber, warum ich in solchen Momenten zunächst versuche zu verstehen, welche Geschichte hinter dem Verhalten steckt und weshalb sich daraus oft zwei ganz unterschiedliche Wege der Begleitung ergeben.
Denn nicht jede Begleitung braucht mehr Nähe. Und nicht jede Begleitung braucht mehr Abstand. Es geht immer darum, den kleinen Menschen hinter dem Verhalten wahrzunehmen.
Ich hoffe, dass euch genau dieser Perspektivwechsel dabei hilft, euren kleinen Menschen im nächsten Gefühlssturm mit anderen Augen zu sehen. 🤍
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| 8 | Nicht, weil Pippi besser wäre.
Und auch nicht, weil Annika schlechter wäre.
Pippi und Annika stehen hier nicht für richtig oder falsch.
Sie stehen für einen Widerspruch, den viele von uns als Erwachsene kennen.
Wir wünschen uns mutige Kinder.
Kinder, die ihren eigenen Weg gehen.
Die Fragen stellen.
Die für sich einstehen.
Die sich nicht verbiegen.
Die ihrem Herzen folgen.
Und doch...
Wenn genau diese Stärke plötzlich unserem eigenen Kind begegnet.
Wenn aus dem mutigen Kind ein Kind wird, das widerspricht.
Wenn aus dem selbstbewussten Kind eines wird, das laut Nein sagt.
Wenn aus dem freien Geist ein kleiner Mensch wird, der Regeln hinterfragt oder unseren Erwartungen nicht entspricht.
Dann wünschen wir uns manchmal doch ein wenig mehr Annika.
Nicht, weil Pippi anstrengend wäre.
Sondern weil Pippi etwas in uns berührt.
Und vielleicht berührt sie uns nicht nur als Eltern.
Vielleicht berührt sie auch das Kind in uns.
Denn tief in unserem Inneren wünschen wir uns manchmal vielleicht genau das.
Den Mut, unseren eigenen Weg zu gehen.
Uns weniger zu vergleichen.
Nicht ständig darüber nachzudenken, was andere von uns erwarten.
Fragen zu stellen.
Nein zu sagen.
Dem Herzen zu folgen.
Vielleicht bewundern wir Pippi deshalb so sehr...
...weil sie sich traut, was wir uns selbst oft nicht erlauben.
Doch viele von uns haben gelernt, dass Anpassung sicherer ist.
Dass Funktionieren "Anerkennung" bringt.
Dass es leichter ist, nicht anzuecken.
Und genau deshalb berührt uns eine kleine Pippi manchmal so sehr.
Nicht nur in unseren Kindern, sondern auch in uns selbst.
Und DA beginnt einmal mehr Veränderung.
Nicht dort, wo wir versuchen, aus einer kleinen Pippi eine Annika zu machen.
Sondern dort, wo wir den Mut haben, der kleinen Pippi in uns selbst wieder ein Stück Raum zu geben.
🤍
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| 9 | Manchmal braucht es nur einen einzigen Gedanken, der etwas in Bewegung bringt.
Einen Perspektivwechsel.
Einen Raum, in dem wir innehalten.
Eine Begegnung, die uns erinnert, dass wir mit unseren Fragen nicht alleine sind.
Genau deshalb freue ich mich schon jetzt darauf, gemeinsam mit euch in die kommenden Wochen und Monate zu starten. Es warten wieder ganz unterschiedliche Räume auf euch – jeder mit seinem eigenen Schwerpunkt, aber alle mit demselben Ziel:
✨ Eltern darin zu bestärken, ihren eigenen Weg zu finden.
Vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, euch einen kleinen Überblick über die kommenden Termine zu geben.
🤍 Ab 1. August
Monatsraum August
„Bevor die Stimmung kippt, kommt das Spiel.“
Exitstrategien aus der Eskalationsdynamik.
(Türen bis 3. August geöffnet.)
🔗 https://www.digistore24.com/product/643143
🌿 8. August | 9:00–12:00 Uhr
Impulsraum Freie Bildungswege
Zusatztermin – weil der letzte Termin so schnell ausgebucht war.
🔗 https://www.authenticparenting.at/mc-events/freier-bildungsweg-in-oesterreich-2/
💛 Ab 22. August
Eltern-Kraft-Paket
„Verbindung statt Macht.“
Ein Raum für mehr Klarheit, Verbindung und innere Sicherheit im Familienalltag.
🔗 https://www.authenticparenting.at/mc-events/eltern-kraft-paket-1/
📚 Ab 29. August
Jahresraum Freie Bildungswege
Für Familien, die ihren individuellen Lernweg langfristig begleitet gehen möchten.
🔗 https://www.authenticparenting.at/mc-events/jahresraum-begleitet-wachsen-fuer-familien-am-freien-bildungsweg/
🌱 Ab 1. September
Monatsraum September
Autonomiephase – Potentialentfaltung – Streben nach Selbstständigkeit
Warum kleine Menschen ihren eigenen Weg gehen wollen – und wie wir sie dabei liebevoll begleiten können.
(Türen von 4. August bis 3. September geöffnet.)
🔗 https://www.digistore24.com/product/643143
🦋 13. September | 9:00–12:00 Uhr
Impulsraum Hochsensibilität
Ein Vormittag voller Verständnis, Orientierung und neuer Blickwinkel.
🔗 https://www.authenticparenting.at/mc-events/impulsraum-hochsensibilitaet-wenn-alles-irgendwie-anders-ist/
🤍 Ab 17. August
Auch individuelle Begleiteinheiten sind wieder möglich.
Wenn ihr euch eine persönliche Begleitung wünscht oder gemeinsam auf eure ganz individuelle Familiensituation schauen möchtet, freue ich mich auf eure Nachricht.
🔗 office@authenticparenting.at
Vielleicht spürt ihr beim Lesen schon, welcher Raum euch gerade ruft.
Ich freue mich darauf, viele von euch in den kommenden Wochen wiederzusehen oder kennenzulernen. 🤍 | 467 |
| 10 | „Warum machen die Eltern meiner Enkeltochter alles anders und lassen keinen Raum für Austausch?“
Ich finde diese Frage aus dem Frageraum wunderschön, weil sie so ehrlich ist. Und ich möchte sie nicht als Frage darüber beantworten, wer nun recht hat ... , sondern als Frage über Generationen, Liebe und Loslassen.
Und vielleicht finde ich diese Frage auch deshalb so wunderschön, weil sie von etwas erzählt, das viele Großeltern – und irgendwann wohl auch viele von uns als Eltern erwachsener Kinder – kennen.
Und ich glaube, jede Generation steht irgendwann vor genau dieser Aufgabe.
Loszulassen.
Nicht die Beziehung.
Nicht die Liebe.
Sondern die Verantwortung. Bei den Älteren.
Und ACHTUNG und WERTSCHÄTZUNG dessen, was vor uns da war ... bei den Jüngeren.
Gefühlt, ist das mitunter einer der schwersten Schritte überhaupt. Denn wenn unsere Kinder klein sind, dann begleiten wir sie. Tag für Tag. Wir treffen Entscheidungen, tragen Verantwortung und wachsen in unsere Rolle hinein. Wir entscheiden nach bestem Wissen und Gewissen, voller Liebe und Vertrauen, manchmal verzweifeln wir, manchmal nagt das schlechte Gewissen, manchmal meinen wir keinen Plan zu haben und gehen dennoch weiter ...
Und irgendwann kommt der Moment, in dem die gar nicht mehr so kleinen Menschen an unserer Seite beginnen, ihren eigenen Weg zu gehen. Wir stehen auf einer Schwelle, über die wir nicht mehr mitgehen. Sie betreten einen Raum, in den wir sie "alleine" gehen lassen dürfen.
Sie treffen Entscheidungen, die wir vielleicht anders getroffen hätten.
Sie probieren Dinge aus, die uns fremd erscheinen.
Sie lehnen manches ab, das für uns selbstverständlich war.
Nicht unbedingt, weil sie uns ablehnen.
Sondern weil es zu ihrer Aufgabe gehört, ihren eigenen Weg zu finden. Weil sie wachsen, ihre Fühler ausstrecken, ausprobieren, ... ihren Weg finden ...
Ich dachte früher oft, die ersten Jahre des Elternseins wären die größten Herausforderungen. Heute glaube ich, dass eine der größten Aufgaben erst viel später kommt.
Das Loslassen.
Das Zuschauen.
Das Vertrauen.
Und ja – das kann weh tun.
Vor allem dann, wenn man spürt, wie viel Erfahrung, Wissen und Liebe man selbst in sich trägt und sie so gerne weitergeben würde.
Gleichzeitig glaube ich, dass junge Eltern heute oft unter einem enormen Druck stehen.
Von allen Seiten prasseln Meinungen, Empfehlungen und Ratschläge auf sie ein.
Viele wünschen sich deshalb einen Ort, an dem sie ihren eigenen Weg finden dürfen.
Nicht, weil die Erfahrungen der älteren Generation wertlos wären. Sondern weil sie selbst erst zu Eltern werden und ihr RICHTIG finden wollen.
Und genau wie jedes Kind seinen Weg finden darf, dürfen auch Eltern ihren Weg finden.
Vielleicht braucht es deshalb manchmal weniger Worte. Und dafür mehr Vertrauen.
Mehr Zuhören. Mehr echtes Interesse füreinander.
Denn ich bin überzeugt, dass zwischen Generationen kein Gegeneinander entstehen muss.
Kein „früher war alles besser“.
Kein „heute wissen wir alles besser“.
Sondern die Bereitschaft, einander zu begegnen.
Mit Respekt und Achtsamkeit.
Mit Offenheit und Wertschätzung.
Und mit dem Wissen, dass uns etwas verbindet, das größer ist als unterschiedliche Ansichten.
Die Liebe zu diesem kleinen Menschen.
Und dort beginnt der Raum, in dem Altbewährtes und neue Erkenntnisse nebeneinander bestehen dürfen.
Was ich aber auch wichtig finde ist, dass wir ehrlich zueinander sind. Aufrichtig. Dass wir sagen, wenn uns etwas berührt, Wenn wir etwas nicht verstehen. ... Nicht in Situationen selbst, in denen die Spannung wächst. Sondern fernab davon. In Momenten der Ruhe, wo es gar nicht um das kleine Wesen selbst geht. Sondern um die Beziehung zueinander. Der Eltern zu den erwachsenen Kindern. In denen wir zuhören und teilen, erzählen und wahrnehmen. Perspektiven wechseln und Blickwinkel tauschen ...
Und auch das ist glaube ich, eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Weil wir uns genau DAS wieder erarbeiten dürfen.
So wunderschön diese Frage ist, so schwierig fand ich es, die richtigen Worte zu finden, ...
Teilt gerne eure Gedanken dazu ... | 503 |
| 11 | „Warum machen die Eltern meiner Enkeltochter alles anders und lassen keinen Raum für Austausch?“
Ich finde diese Frage aus dem Frageraum wunderschön, weil sie so ehrlich ist. Und ich möchte sie nicht als Frage darüber beantworten, wer nun recht hat ... , sondern als Frage über Generationen, Liebe und Loslassen.
Und vielleicht finde ich diese Frage auch deshalb so wunderschön, weil sie von etwas erzählt, das viele Großeltern – und irgendwann wohl auch viele von uns als Eltern erwachsener Kinder – kennen.
Und ich glaube, jede Generation steht irgendwann vor genau dieser Aufgabe.
Loszulassen.
Nicht die Beziehung.
Nicht die Liebe.
Sondern die Verantwortung. Bei den Älteren.
Und ACHTUNG und WERTSCHÄTZUNG dessen, was vor uns da war ... bei den Jüngeren.
Gefühlt, ist das mitunter einer der schwersten Schritte überhaupt. Denn wenn unsere Kinder klein sind, dann begleiten wir sie. Tag für Tag. Wir treffen Entscheidungen, tragen Verantwortung und wachsen in unsere Rolle hinein. Wir entscheiden nach bestem Wissen und Gewissen, voller Liebe und Vertrauen, manchmal verzweifeln wir, manchmal nagt das schlechte Gewissen, manchmal meinen wir keinen Plan zu haben und gehen dennoch weiter ...
Und irgendwann kommt der Moment, in dem die gar nicht mehr so kleinen Menschen an unserer Seite beginnen, ihren eigenen Weg zu gehen. Wir stehen auf einer Schwelle, über die wir nicht mehr mitgehen. Sie betreten einen Raum, in den wir sie "alleine" gehen lassen dürfen.
Sie treffen Entscheidungen, die wir vielleicht anders getroffen hätten.
Sie probieren Dinge aus, die uns fremd erscheinen.
Sie lehnen manches ab, das für uns selbstverständlich war.
Nicht unbedingt, weil sie uns ablehnen.
Sondern weil es zu ihrer Aufgabe gehört, ihren eigenen Weg zu finden. Weil sie wachsen, ihre Fühler ausstrecken, ausprobieren, ... ihren Weg finden ...
Ich dachte früher oft, die ersten Jahre des Elternseins wären die größten Herausforderungen. Heute glaube ich, dass eine der größten Aufgaben erst viel später kommt.
Das Loslassen.
Das Zuschauen.
Das Vertrauen.
Und ja – das kann weh tun.
Vor allem dann, wenn man spürt, wie viel Erfahrung, Wissen und Liebe man selbst in sich trägt und sie so gerne weitergeben würde.
Gleichzeitig glaube ich, dass junge Eltern heute oft unter einem enormen Druck stehen.
Von allen Seiten prasseln Meinungen, Empfehlungen und Ratschläge auf sie ein.
Viele wünschen sich deshalb einen Ort, an dem sie ihren eigenen Weg finden dürfen.
Nicht, weil die Erfahrungen der älteren Generation wertlos wären. Sondern weil sie selbst erst zu Eltern werden und ihr RICHTIG finden wollen.
Und genau wie jedes Kind seinen Weg finden darf, dürfen auch Eltern ihren Weg finden.
Vielleicht braucht es deshalb manchmal weniger Worte. Und dafür mehr Vertrauen.
Mehr Zuhören. Mehr echtes Interesse füreinander.
Denn ich bin überzeugt, dass zwischen Generationen kein Gegeneinander entstehen muss.
Kein „früher war alles besser“.
Kein „heute wissen wir alles besser“.
Sondern die Bereitschaft, einander zu begegnen.
Mit Respekt und Achtsamkeit.
Mit Offenheit und Wertschätzung.
Und mit dem Wissen, dass uns etwas verbindet, das größer ist als unterschiedliche Ansichten.
Die Liebe zu diesem kleinen Menschen.
Und dort beginnt der Raum, in dem Altbewährtes und neue Erkenntnisse nebeneinander bestehen dürfen.
Was ich aber auch wichtig finde ist, dass wir ehrlich zueinander sind. Aufrichtig. Dass wir sagen, wenn uns etwas berührt, Wenn wir etwas nicht verstehen. ... Nicht in Situationen selbst, in denen die Spannung wächst. Sondern fernab davon. In Momenten der Ruhe, wo es gar nicht um das kleine Wesen selbst geht. Sondern um die Beziehung zueinander. Der Eltern zu den erwachsenen Kindern. In denen wir zuhören und teilen, erzählen und wahrnehmen. Perspektiven wechseln und Blickwinkel tauschen ...
Und auch das ist glaube ich, eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Weil wir uns genau DAS wieder erarbeiten dürfen.
So wunderschön diese Frage ist, so schwierig fand ich es, die richtigen Worte zu finden, ...
Teilt gerne eure Gedanken dazu ... | 1 |
| 12 | Heute ... zum Start in die neue Woche gibt es die erste Antwort für euch auf eine Frage aus dem neuen Fragenraum 😊
Was kann helfen bei der Entscheidung, ob ich reif genug bin, um Kinder zu bekommen?
Und diese Frage hat mich wirklich sehr berührt. Aber hört einfach selbst 😊
Ich wünsche euch einen wundervollen Start in die neue Woche!
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| 13 | Heute ... zum Start in die neue Woche gibt es die erste Antwort für euch auf eine Frage aus dem neuen Fragenraum 😊
Was kann helfen bei der Entscheidung, ob ich reif genug bin, um Kinder zu bekommen?
Und diese Frage hat mich wirklich sehr berührt. Aber hört einfach selbst 😊
Ich wünsche euch einen wundervollen Start in die neue Woche!
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| 14 | Manchmal beginnt ein Blogbeitrag (und die Wiederbelegung meines Blogs 😊 ) mit einem zerplatzten Luftballon. 🎈
Vor ein paar Tagen kam bei uns ein Luftballon als Werbegeschenk mit der Post an – gefüllt mit bunten Konfetti. Für unsere Vierjährige war die Freude riesengroß.
Bis sie ihn unbedingt mit in den Garten nehmen wollte.
Ein Windstoß.
Ein Rosenbusch.
Und plötzlich war nicht nur der Luftballon kaputt, sondern auch die Welt gefühlt nicht mehr in Ordnung.
Während ich sie in ihrem Frust begleitet habe, wurde mir wieder bewusst, wie eng genau solche Alltagsmomente mit einem Thema verbunden sind, das wir uns alle für unsere Kinder wünschen:
Resilienz.
Nicht, weil Frust Kinder stark macht.
Sondern weil sie erleben dürfen, dass sie mit ihren Gefühlen nicht alleine sind.
Aus diesem Gedanken ist ein neuer Blogbeitrag entstanden, der erste und hoffentlich nicht der Letzte 😊 nach einer längeren Pause. ❤️
Ich freue mich sehr, diesen Raum auf meiner Homepage wieder mit Leben zu füllen. Denn manche Gedanken brauchen einfach etwas mehr Platz, als ein Telegram-Beitrag bieten kann.
Wenn du Lust hast, mitzulesen, findest du den gesamten Beitrag hier:
👉 HIER gehts zum BLOGBEITRAG
Ich bin gespannt, welche Gedanken der Beitrag in dir auslöst. Und freue mich natürlich wie immer auf eure Gedanken dazu.
Habt einen wundervollen Tag und fühlt euch umarmt ☀️🤗❤️ | 658 |
| 15 | „Wenn dein Kind plötzlich NEIN sagt … und du kurz davor bist zu explodieren“
Autonomiephase verstehen & gelassen bleiben, wenn Gefühle groß werden
Inhalt:
Wutanfälle, Trotz, Diskussionen, Abwehr – und dieses klare „NEIN!“ bei allem? Viele Eltern erleben die Autonomiephase als anstrengend, laut und manchmal einfach überfordernd.
In diesem 3-stündigen Elternseminar schauen wir gemeinsam darauf, warum Kinder in dieser Phase so heftig reagieren, was hinter dem Verhalten steckt – und wie du es schaffst, ruhig zu bleiben, deine Nerven zu bewahren und deinem Kind Halt zu geben, ohne dich selbst dabei zu verlieren.
Du bekommst konkrete Strategien, hilfreiche Sätze für den Alltag und neue Perspektiven, die entlasten. Damit du auch dann ruhig bleiben kannst, wenn es stürmt – und dein Kind trotzdem spürt: Ich bin nicht allein.
Für mehr Verständnis, weniger Stress und mehr Verbindung im Familienalltag.
Wann? 4. Oktober - 14:00 - 17:00
Wo? Luftenberg bei Linz (siehe Flyer)
Kosten: 27€ / 45€ Paare
Anmeldung: akademie@bewusstseins.zone.at | 602 |
| 16 | Im Oktober komme ich nach Linz 😊 | 553 |
| 17 | Der Frageraum ist offen. 🤍
Heute möchte ich einen neuen, wiederkehrenden Raum für dich hier eröffnen.
Ab sofort wird an jedem 17. des Monats der Frageraum geöffnet.
Ein Platz für all die Fragen, die euch im Alltag begleiten. Für Gedanken, die euch nicht loslassen. Für Unsicherheiten, Herausforderungen und kleine oder große Aha-Momente.
Ganz gleich, ob es um das authentische Elternsein, Bindung, bedürfnisorientierte Begleitung, den freien Bildungsweg oder das Leben mit Kindern geht – schreibt eure Frage einfach in die Kommentare.
In den nächsten Tagen suche ich mir drei Fragen aus und beantworte sie hier im Kanal. Mal als Text, mal als Audio und vielleicht auch einmal als Video. 😊
Warum nur 3?
Nicht, weil die anderen Fragen weniger wichtig wären. Sondern weil ich mir Zeit nehmen möchte, jede einzelne Antwort mit der Tiefe zu geben, die sie verdient.
Vielleicht beschäftigt dich gerade etwas, das auch viele andere bewegt.
Also trau dich.
Ich freue mich auf eure Fragen und darauf, gemeinsam mit euch weiterzudenken, den Blickwinkel zu verändern und neue Perspektiven zu finden. 🤍
Hab es fein heute und einen wundervollen Tag 😊 | 693 |
| 18 | Vor ein paar Tagen durfte ich ein Gespräch führen, das mir sehr am Herzen liegt. 🤍
Nicht nur, weil ich mit Nando Stöcklin von Spiel dein Leben schon viele wertvolle Projekte verwirklicht haben, sondern auch, weil mich seit mittlerweile mehr als 16 Jahren der freie Bildungsweg – nicht nur als Familienbegleiterin, sondern vor allem als Mama begleitet - wenn ich hier von der Praxis spreche. Wenn ich an all die Jahre der Gedanken und Auseinandersetzungen mit dem Thema denke, dann sind es weit mehr Jahre, denn meine ersten Gedanken in Richtung "NEIN, dieses System passt nicht" hatte ich bereits in meiner eigenen Schulzeit.
In all den Jahren durfte ich unzählige Erfahrungen sammeln, viele Familien begleiten und immer wieder erleben, wie unterschiedlich der Weg ohne Schule aussehen kann.
Gemeinsam mit Nando von Spiel dein Leben durfte ich genau darüber sprechen. Denn auch seine Frau und er, gehen mit ihren Kindern den freien Bildungsweg - in der Schweiz.
Und genau darüber sprechen wir in seinem neuen Podcast "Randzonen-Geflüster"
Über den freien Bildungsweg in Österreich und der Schweiz.
Über Externistenprüfungen.
Über Lernprozesse.
Über Prüfungsangst.
Über das Vertrauen in junge Menschen.
Und über die Frage, wie Lernen gelingen kann, wenn Beziehung, Entwicklung und der individuelle Weg im Mittelpunkt stehen.
Es ist ein teils sehr persönliches Gespräch geworden, das nicht nur Fakten vermittelt, sondern auch zum Nachdenken einlädt.
Vielleicht begleitet ihr den freien Bildungsweg schon.
Vielleicht steht ihr noch ganz am Anfang.
Oder ihr seid einfach neugierig geworden.
Ganz gleich, wo ihr gerade steht – ich wünsche euch von Herzen viele wertvolle Gedanken beim Zuhören. 🤍
Audio-Podcast
https://spieldeinleben.ch/freilernen-ohne-pruefungsangst/
Youtube-Video
https://youtu.be/drOncaDpiss
Und ich freue mich natürlich, wenn ihr danach Lust habt eure Eindrücke und Gedanken dazu hier zu teilen.
Habt einen wundervollen Tag! | 728 |
| 19 | Für deinen Start in die neue Woche … 🤍
Falls du es heute brauchst, genau diese Gedanken zu hören ... zu lesen ... dann ist DAS für dich 🤗❤️
Elternsein ist keine Prüfung, die wir bestehen oder nicht bestehen.
Es ist eine Reise.
Ein Lernprozess.
Ein Hineinwachsen (dürfen).
Ein sich immer wieder neu finden.
Es darf holprig sein.
Es darf wild sein.
Ruhig und stürmisch.
Anstrengend und wunderschön.
Nervenaufreibend und entspannend.
Und manchmal alles gleichzeitig.
Es wird Tage geben, an denen du das Gefühl hast, angekommen zu sein.
Und Tage, an denen du an dir zweifelst.
Tage, an denen du geduldig bleibst.
Und Tage, an denen du laut wirst und dich fragst, warum es schon wieder passiert ist.
All das macht dich nicht zu einer schlechten Mama oder einem schlechten Papa.
Es macht dich zu einem Menschen.
Und zu einem Erwachsenen, zu dem der kleine Mensch aufschauen kann, weil es sich erreichbar anfühlt.
Auch ... oder gerade dann ... wenn es holprig ist und unrund läuft.
Auch ... oder gerade dann ... wenn sich die Tage manchmal zäh wie Gummi anfühlen.
Statt heute vielleicht dahin zu schauen, was alles nicht so läuft wie du es dir wünschen würdest.
Sei achtsam mit dir.
Schenke dir ein Lächeln.
Schenke dir Nachsicht.
Und vor allem ... schenke dir und deinem kleinen ICH in dir, eine herzliche, liebevolle und verständnisvolle Umarmung.
Ich wünsche dir von ganzem Herzen eine Woche, in der du nicht nach Perfektion strebst, sondern dir selbst mit derselben Freundlichkeit begegnest, mit der du auch deinem Kind begegnen möchtest. 🤍 | 837 |
| 20 | ... mit Autorität verwechselt?
Lasst uns da anfangen, wo wir im Audio geendet haben.
Bei dieser Machtdynamik, die entsteht, obwohl du sie eigentlich vermeiden möchtest.
Bei den Machtkämpfe die entstehen, obwohl du es doch von Herzen her ganz anders machen wolltest.
Obwohl du der ruhige Erwachsene sein möchtest.
Der liebevolle.
Der verständnisvolle.
Der Erwachsene, der sein Kind ernst nimmt, ihm zuhört und bindungs- und bedürfnisorientiert begleitet.
Und trotzdem stehst du irgendwann mitten in einer Situation, die sich überhaupt nicht mehr nach Verbindung anfühlt.
Vielleicht, weil du gefragt hast, obwohl die Entscheidung eigentlich bei dir lag.
Vielleicht, weil du immer wieder erklärt und verhandelt hast, obwohl dein Kind in diesem Moment gar keine weitere Erklärung brauchte, sondern Orientierung.
Vielleicht aber auch, weil dich das Verhalten deines Kindes berührt hat und du plötzlich nur noch reagiert hast.
Und genau hier beginnt häufig die Dynamik.
Du möchtest nicht autoritär sein. Also gibst du nach. Oder du fragst noch einmal. Oder du hoffst, dass dein Kind sich doch noch anschließt. Und währenddessen steigt in dir der Druck.
Bis irgendwann der Punkt kommt, an dem du doch laut wirst, Konsequenzen ankündigst die du nie ankündigen wolltest oder dein Kind einfach durch die Situation bringst, voller Zweifel und Gewissensbisse.
Nicht, weil du das wolltest. Sondern weil du irgendwann keinen anderen Ausweg mehr gesehen hast.
Gefühlt kann ich es in letzter Zeit nicht oft genug sagen: Ich glaube, dass wir an ganz vielen Stellen ein Missverständnis über bindungs- und bedürfnisorientierte Begleitung entwickelt haben.
Das Begrifflichkeiten wild durcheinander gewürfelt werden. Und wir nach wie vor (kollektiv) irgendwo in der Schwebe zwischen autoritär und antiautoritär festhängen ohne so recht zu wissen wohin. Ganz abgesehen davon, dass da so viel in uns an Geschichte und Prägung wirkt.
Ganz kurz zusammengefasst?
Orientierung zu geben ist nicht autoritär.
Verantwortung zu übernehmen ist kein Machtkampf.
Und ein Gefühlssturm bedeutet nicht automatisch, dass deine Entscheidung falsch war.
Kleine und junge Menschen brauchen nicht nur Verständnis.
Sie brauchen auch Erwachsene, die sie sicher durch herausfordernde Situationen begleiten.
Nicht mit Druck.
Nicht mit Macht.
Sondern mit Klarheit, Verbindung und manchmal auch mit einer guten Portion Leichtigkeit und Spiel.
Mit Strategien, die berühren ohne zu verletzen. Mit Verbindung die nährt, statt zurückweist und abwertet und mit einer Klarheit, die gut tut und Erleichterung (im Kind) bringt, statt Druckdynamik.
💛 Genau darüber möchte ich im August mit euch sprechen. Im Monatsraum schauen wir uns an, warum Machtkämpfe überhaupt entstehen, welche Dynamiken dahinterstecken und wie wir neue spielerische Wege finden können – raus aus alten Mustern und rein in mehr Entspannung im Familienalltag.
Und weil dieses Thema so viel Tiefe verdient, startet Ende August auch wieder ein Eltern-Kraft-Paket zum Thema „Verbindung statt Macht“ für alle, die diese Veränderung nachhaltig in ihren Alltag bringen möchten.
(Dazu gibt es bald mehr für euch 😊)
Ich wünsche euch einen wundervollen Tag mit vielen kleinen Herzensmomenten die ein Lächeln in euer Gesicht zaubern und euch nähren 🤗❤️😊
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