Klimahochdrei - Woche
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Eine wöchentliche Zusammenfassung, was in den Medien zum Thema Klimawandel berichtet wurde. Gekürzt in drei Themen. Mehr Infos auf https://klimahochdrei.de Impressum: https://klimahochdrei.de/impressum-datenschutzerklaerung.html
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2) Fluggesellschaften fordern 740.000 Euro Schadensersatz von Aktivist*innen
Aktivist*innen der „Letzten Generation”, die im Sommer den Hamburger Flughafen blockierten, sehen sich mit Schadensersatzforderungen von insgesamt 740.000 Euro konfrontiert. Eurowings und Condor verlangen von den Aktivist*innen Entschädigung für entgangene Gewinne aufgrund der Flughafenblockaden in Düsseldorf, Berlin und Hamburg. Die Hauptforderung von 400.000 Euro bezieht sich auf die Hamburger Aktion. Einige Aktivist*innen erhielten bereits Zahlungsaufforderungen, und falls diese nicht erfüllt werden, droht eine gerichtliche Klage. Die rechtliche Lage ist komplex, da kein unmittelbarer Schaden entstand, sondern der Gebrauch des Eigentums der Fluggesellschaften indirekt eingeschränkt war. Die Aktivist*innen müssten bei einer erfolgreichen Klage die Beträge unabhängig von ihrer finanziellen Lage bezahlen, notfalls lebenslang. Ähnliche Fälle endeten in der Vergangenheit jedoch oft mit Vergleichen, dann müssen die Betroffenen statt der Entschädigung Arbeitsstunden leisten. Unabhängig von Schadensersatzforderungen ermittelt die Staatsanwaltschaft Hamburg gegen zehn Beschuldigte im Kontext der Flughafenblockade, jedoch konnte ein Anfangsverdacht des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr nicht bestätigt werden.
Zum Weiterlesen: taz [1], Tagesschau [2]
[1]: https://taz.de/Klimaprotest-der-Letzten-Generation/!5977730/
[2]: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/lufthansa-schadensersatz-102.html
3) Dänemark führt ab 2025 eine Ökosteuer auf Flugreisen ein
Die dänische Regierung plant ab 2025 eine Passagierabgabe für Flugreisen einzuführen, deren Einnahmen teilweise für die Förderung klimafreundlicher Kraftstoffe in der Luftfahrtbranche verwendet werden sollen. Die Abgabe wird durchschnittlich 100 Kronen (ca. 13,50 Euro) betragen, bei der Einführung jedoch zunächst bei 70 Kronen (rund 9,40 Euro) liegen und bis 2030 schrittweise ansteigen. Die Höhe der Abgabe richtet sich nach der Fluglänge und variiert von 50 Kronen (6,70 Euro) für Inlands- und Europastrecken bis zu 410 Kronen (55 Euro) für Langstreckenflüge. Transitflüge mit Zwischenlandungen in Dänemark sind von der Abgabe befreit. Die erwarteten Einnahmen sollen in Projekte fließen, die Flughäfen und Airlines bei der Erforschung umweltfreundlicher Technologien unterstützen. Die dänische Regierung strebt an, bis 2030 alle Inlandsflüge mit nachhaltigen Kraftstoffen durchzuführen. Des Weiteren plant die Regierung einen Teil der Einnahmen für verbesserte Sozialleistungen für Rentner*innen zu verwenden.
Zum Weiterlesen: Spiegel [1], RND [2]
[1]: https://www.spiegel.de/wirtschaft/daenemark-fuehrt-oekosteuer-auf-flugreisen-ein-a-7863ded3-42a1-4861-a143-7aca63c074d2#ref=rss
[2]: https://www.rnd.de/reise/daenemark-kuendigt-abgabe-auf-flugtickets-an-IYCEPXEOYVPA7K4FK6GBHTFNWE.html
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| 2 | Klimahochdrei
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16. Dezember - 22. Dezember 2023
Hallo zusammen,
in der vergangenen Woche berichteten die Zeitungen unter anderem über einen Klimaprozess vor Gericht in Kanada, Schadensersatzforderungen gegen Klimaaktivist*innen und Dänemarks Vorstoß zu einer Flugabgabe.
In den nächsten zwei Wochen geht Klimahochdrei in die Weihnachtspause. Die nächste Ausgabe erscheint dann am 11. Januar.
Ich wünsche euch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Viele Grüße
Jakob
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Kanadas Klimapolitik vor Gericht: Bundesberufungsgericht eröffnet Prozess wegen Grundrechtsverletzung
Kanada steht aufgrund seiner Klimapolitik vor Gericht. Das Bundesberufungsgericht gab grünes Licht für eine Klage von 15 jungen Umweltaktivist*innen. Diese werfen der Regierung unter Premierminister Justin Trudeau vor, durch unzureichende Maßnahmen zum Klimaschutz die Grundrechte zu verletzen. Die Kläger*innen berufen sich auf die kanadische Charta der Rechte und Freiheiten. Das Bundesberufungsgericht hebt damit die Entscheidung eines früheren Gerichts auf, das die Klage im Oktober 2020 abgewiesen hatte.
Klimaschutz in Kanada. Kanada ist eines der Länder, das besonders stark vom Klimawandel betroffen ist. Trotzdem wurden die Klimaschutzbemühungen des Landes kürzlich als „sehr schlecht” von den Organisationen Germanwatch, dem NewClimate Institute sowie Climate Action Network International eingestuft.
Der Gerichtsprozess ist Teil weltweiter Bemühungen von Klimaaktivist*innen, ihre Regierungen zu einer effektiveren Klimapolitik zu verpflichten. In Deutschland hatte das Bundesverfassungsgericht 2021 einer Verfassungsbeschwerde gegen das Klimaschutzgesetz stattgegeben, wodurch der rechtliche Druck auf die Bundesregierungen für mehr Klimaschutz stieg.
Zum Weiterlesen: Spiegel [1], Tagesspiegel [2]
[1]: https://www.spiegel.de/ausland/kanada-muss-wegen-seiner-klimapolitik-vor-gericht-a-71facc51-f3c7-41a4-b15f-0fa4422c7bdd#ref=rss
[2]: https://www.tagesspiegel.de/internationales/junge-aktivisten-klagen-kanada-muss-sich-wegen-klimapolitik-vor-gericht-verantworten-10931686.html | 156 |
| 3 | 2) Festliche Farbaktion: „Letzte Generation” mahnt mit orange gefärbten Weihnachtsbäumen
Klimaaktivist*innen der „Letzten Generation” haben in mehreren deutschen Städten Weihnachtsbäume mit orangefarbener Farbe besprüht, darunter ein aufwendig geschmückter Baum in der Leipziger Mädlerpassage. Ein Instagram-Video [1] zeigt die Aktivist*innen, die präparierte Feuerlöscher auf die Bäume richten. Die Polizei ermittelt und sperrte die betroffenen Bereiche ab. Ähnliche Aktionen fanden in Oldenburg, München, Nürnberg, Rostock und Kiel statt. Die Gruppe betont, dass trotz festlicher Dekoration der Klimawandel nicht vergessen werden dürfe, und prangert eine Zukunft voller Katastrophen an. Die „Letzte Generation” protestiert seit Anfang 2022 mit Straßenblockaden und Farbaktionen für verstärkten Klimaschutz.
Zum Weiterlesen: Spiegel [2], Leipziger Volkszeitung [3]
[1]: https://www.instagram.com/p/C0yh6OHMNO7/?utm_source=ig_embed&ig_rid=b5a9e907-91ba-49b9-bec8-7a415b73889f
[2]: https://www.spiegel.de/panorama/justiz/letzte-generation-klimaaktivisten-bespruehen-weihnachtsbaeume-mit-oranger-farbe-a-2e99c6b9-84da-4df6-be11-bb53e6ffada1#ref=rss
[3]: https://www.lvz.de/lokales/leipzig/leipzig-letzte-generation-besprueht-weihnachtsbaum-in-der-innenstadt-3TGUVRUVXZFCNEP4FTQUFSUHHA.html
3) Bertelsmann-Studie: Deutsche befürworten Klimaschutz, haben aber Bedenken hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit
Die Mehrheit der Deutschen spricht sich in einer Studie der Bertelsmann Stiftung [1] für Klimaschutz aus, zeigt jedoch Bedenken in Bezug auf soziale Gerechtigkeit. Etwa 54 Prozent der Befragten äußerten große Besorgnis über den Klimawandel. Obwohl 69 Prozent die Energiewende unterstützen, bestehen Bedenken hinsichtlich der Umsetzung, da 55 Prozent eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sehen. Fast 40 Prozent befürchten durch die Energiewende eine Beeinträchtigung des Wohlstands und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Nur etwa 20 Prozent empfinden die Transformation als gerecht, und die Verteilung der Kosten zwischen Gut- und Geringverdienenden sowie zwischen Unternehmen und Verbraucher*innen wird als besonders ungerecht wahrgenommen. Die Studie zeige, dass die ungebremste Klimakrise auch eine Bedrohung für die Demokratie darstellen könne, so die Studienautorin Sara Holzmann. Die Studie basiert auf dem Sozialen Nachhaltigkeitsbarometer der Energie- und Verkehrswende von 2023, das repräsentative Daten von 6.500 online befragten Menschen verwendet.
Zum Weiterlesen: Tagesschau [2], Welt [3]
[1]: https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2023/dezember/klimaschutz-funktioniert-nur-im-einklang-mit-sozialer-gerechtigkeit#detail-content-241483
[2]: https://www.tagesschau.de/inland/studie-klimawandel-106.html
[3]: https://www.welt.de/wirtschaft/article249046452/Klimawandel-Mehrheit-fuer-Klimaschutz-aber-besorgt-um-gesellschaftlichen-Zusammenhalt.html
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| 4 | Klimahochdrei
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9. Dezember - 15. Dezember 2023
Hallo zusammen,
diese Woche endete die UN-Klimakonferenz, Aktivist*innen der „Letzten Generation” protestierten in mehreren deutschen Städten und eine Bertelsmann-Studie zur Meinung der deutschen Bevölkerung zum Klimawandel erschien.
Hier kommen die Klimanews der Woche.
Viele Grüße
Jakob
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Abschluss in Dubai: UN-Konferenz fordert Energiewende, ohne klaren Ausstiegsplan für fossile Brennstoffe
Auf der UN-Klimakonferenz in Dubai haben sich die teilnehmenden Staaten darauf geeinigt, erstmals einen Aufruf zur Abkehr von fossilen Brennstoffen zu formulieren. Ein klarer Ausstiegsplan fehlt der Abschlusserklärung hingegen. Der Konferenzpräsident bezeichnete das Ergebnis als „historisches Paket” und betonte einen robusten Aktionsplan, um das Ziel einer Begrenzung der globalen Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu erreichen. Klima-Expert*innen und Umweltschützer*innen hatten zuvor ihre Zweifel daran geäußert.
In der Abschlusserklärung bekennen sich die Staaten dazu, sich von fossilen Brennstoffen zu distanzieren. Die Erklärung lässt jedoch Raum für Interpretationen, einschließlich der Nutzung von Gas und umstrittenen CO2-Speicherungstechnologien. Zusätzlich beinhaltet der Text das Ziel, die erneuerbare Energiekapazität bis 2030 zu verdreifachen und die Energieeffizienz zu verdoppeln.
Zum Weiterlesen: taz [1], Spiegel [2]
[1]: https://taz.de/UN-Klimakonferenz-einigt-sich/!5980182/
[2]: https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimakonferenz-cop28-abschlussentwurf-enthaelt-kein-klares-aus-fuer-fossile-brennstoffe-a-38838d8d-20a7-4933-a489-03558a666b4a#ref=rss | 188 |
| 5 | 2) Kipppunkte im Klimasystem: Bericht warnt vor unumkehrbaren Veränderungen und zeigt positive Trends
Fünf Kippelemente unseres Erdsystems gelten bei der aktuellen Erderwärmung als gefährlich nahe am Kipppunkt, so der am Mittwoch veröffentlichte „Global Tipping Points Report”. Bei einem Kipppunkt handelt es sich laut dem Weltklimarat (IPCC) um „Schwellenwerte, nach deren Überschreitung bestimmte Folgen nicht länger vermieden werden können, selbst wenn die Temperaturen später wieder gesenkt werden”. Als gefährdete Kippelemente gelten: Korallenriffe, Eisschilde in Grönland und der Westantarktis, regionale Permafrostböden und der subpolare Wirbel im Nordatlantik. Der „Global Tipping Points Report” betont, dass diese Veränderungen irreversible Auswirkungen haben könnten. Zudem bestehe die Gefahr eines Dominoeffekts, der weitere Kippelemente auslösen könnte. Der Bericht hebt auch positive Kippelemente hervor, wie den Fortschritt in erneuerbarer Energie und pflanzenbasierter Ernährung. Natur- und Klimaschutz könnten zu neuen sozialen Normen werden. Gegenüber der Zeitung „Der Standard” äußert sich der Wissenschaftler Gerrit Lohmann vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven kritisch. Wann genau Kipppunkte kippen, sei sehr schwer vorherzusagen. Der Bricht hätte klarer diese Unsicherheit kommunizieren müssen.
Zum Weiterlesen: taz [1], Der Standard [2]
[1]: https://taz.de/Studie-zu-Kipppunkten/!5978474/
[2]: https://www.derstandard.at/story/3000000198280/fuenf-kipppunkte-im-klimasystem-kommen-schon-bei-jetziger-erwaermung-ins-wanken?ref=rss
3) Bundesregierung beschließt Klimaaußenpolitikstrategie
Die Bundesregierung hat ihre erste klimapolitische Strategie verabschiedet, die eine koordinierte Integration des Klimaschutzes in die außenpolitischen Vorhaben aller Ressorts vorsieht. Die Strategie definiert übergeordnete Ziele wie die Reduktion der globalen Treibhausgasemissionen bis 2030, eine wettbewerbsfähige und klimafreundliche Wirtschaft sowie den Schutz verwundbarer Gruppen. Die Umsetzung erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Ministerien, wobei einzelne Ministerien für bestimmte Themenbereiche zuständig sind. Kritik wird an der mangelnden Finanzierung der Strategie geübt und Klimaschutzorganisationen fordern Klarheit über die Mittelbereitstellung. Grundsätzlich wird die Strategie jedoch gelobt, da auch die FDP-geführten Ministerien die Realitäten der Klimakrise anerkennen.
Zum Weiterlesen: Zeit [1], taz [2]
[1]: https://www.zeit.de/politik/ausland/2023-12/bundesregierung-klimaaussenpolitik-strategie-massnahmen-klimaschutz
[2]: https://taz.de/Klimastrategie-der-Bundesregierung/!5978444/
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| 6 | Klimahochdrei
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2. Dezember - 8. Dezember 2023
Hallo zusammen,
rechtzeitig zur aktuellen Klimakonferenz kommt hier die 200. Ausgabe von Klimahochdrei.
Die Klimakonferenz bestimmte diese Woche die Klimaberichterstattung. Olaf Scholz verkündet in Dubai den Start des Klimaklubs, ein Zusammenschluss von 36 Ländern. Eine Gruppe an Wissenschaftler*innen veröffentlichte einen Bericht über den aktuellen Stand der Klima-Kippunkte im Erdsystem, und die Bundesregierung beschloss ihre Klimaaußenpolitikstrategie.
Hier kommen die Klimanews der Woche.
Viele Grüße
Jakob
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Olaf Scholz verkündet Start des Klimaklubs in Dubai
Bundeskanzler Olaf Scholz hat auf der Weltklimakonferenz in Dubai den Start des von Deutschland initiierten internationalen Klimaklubs angekündigt. Der Klub, dem bereits 36 Staaten beigetreten sind, soll eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung von Strategien und Standards für eine kohlenstofffreie Industrie einnehmen. Scholz betonte, dass der Klimaklub keine Konkurrenz zum Uno-Klimaprozess und zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens sein soll. Das gemeinsame Ziel sei die Dekarbonisierung der Industrien und die Entkopplung von Wachstum und Emissionen. Der Klimaklub möchte Leitmärkte für klimaneutrale Industrieprodukte fördern, insbesondere in Branchen wie Stahl, Zement und Aluminium. Ein Klimaklub-Sekretariat soll die Arbeitsfähigkeit unterstützen, und Deutschland und Chile werden den Fondsvorsitz bis Ende 2025 übernehmen. Der Klub vereint Entwicklungsländer, Schwellenländer sowie neue und alte Industrieländer und soll eine Antwort auf die unzureichenden bisherigen Anstrengungen zur Begrenzung der Erderwärmung bieten.
Zum Weiterlesen: Spiegel [1], taz [2]
[1]: https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/cop28-olaf-scholz-verkuendet-start-von-klimaclub-klimaneutrale-industrie-als-ziel-a-f7fba677-60f5-462b-b389-e57dce02eb8f#ref=rss
[2]: https://taz.de/Weltklimakonferenz-COP28-in-Dubai/!5977436/ | 198 |
| 7 | 2) Gericht zwingt Bundesregierung zu Sofortmaßnahmen gegen Klimagase
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat die Bundesregierung verpflichtet, Sofortmaßnahmen zur Reduzierung von Klimagasen im Verkehr und in Gebäuden zu ergreifen. Die Deutsche Umwelthilfe und der Umweltverband BUND hatten geklagt, da sie die unzureichenden Maßnahmen der Regierung beanstandeten. Die Klage basierte auf der Überschreitung der zulässigen Klimagasmenge in den Sektoren Verkehr und Gebäude. Die Regierung hatte zuvor erklärt, dass kein Klimaschutzsofortprogramm notwendig sei. Das Gericht stellte fest, dass die bestehenden Klimaschutzmaßnahmen nicht den Anforderungen an ein Sofortprogramm entsprechen. Ein Sofortprogramm müsse "kurzfristig wirksame Maßnahmen enthalten", damit die im Klimaschutzgesetz vorgesehenen Emissionsmengen in den folgenden Jahren eingehalten würden, teilte das Gericht mit. Deutschland hatte die festgelegten Emissionsmengen in den Jahren 2021 und 2022 verletzt. Die Bundesregierung erwägt eine Revision des Urteils, während Umweltgruppen wie die Deutsche Umwelthilfe ein Tempolimit und die Abschaffung klimaschädlicher Subventionen fordern.
Zum Weiterlesen: Zeit [1], Tagesschau [2]
[1]: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-11/klima-klage-bund-bundesregierung-oberverwaltungsgericht-berlin-brandenburg
[2]: https://www.tagesschau.de/inland/klimaschutz-regierung-100.html
3) Boom im Klimasektor: 44 Prozent mehr 'Green Jobs' in Deutschland
Die Zahl der Beschäftigten im Umwelt- und Klimaschutzsektor in Deutschland ist innerhalb von zehn Jahren um 44,3 Prozent auf 341.200 Vollzeitstellen im Jahr 2021 gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt [1] mit. Die Investitionen der Industrie in Klimaschutzmaßnahmen haben sich innerhalb desselben Zeitraums um 74,3 Prozent auf 4,15 Milliarden Euro erhöht. Gesetzliche Regelungen und staatliche Förderungen trugen zu diesem Anstieg bei, insbesondere im Rahmen der Energiewende. Fast die Hälfte der Investitionen entfiel auf erneuerbare Energien, gefolgt von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und Energieeinsparung. Der Jobmarkt im Umweltsektor zeigt, dass etwa zwei Drittel der "Green Jobs" auf das verarbeitende Gewerbe entfallen, während der Baubereich und der Dienstleistungssektor ebenfalls signifikante Anteile haben.
Zum Weiterlesen: taz [2], MDR [3]
[1]: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/11/PD23_N062_32.html
[2]: http://www.taz.de/Beschaeftigungsboom-im-Klimasektor/!5976775/
[3]: https://www.mdr.de/wissen/industrie-investiert-klimaschutz-mehr-gruene-jobs-100.html
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| 8 | Klimahochdrei
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25. November - 1. Dezember 2023
Hallo zusammen,
diese Woche gab es ungewöhnlich positive Klimanews: Eine Überraschung beim Start der Klimakonferenz, ein Gerichtsurteil für mehr Klimaschutz und boomendes Gewerbe im Klimasektor.
Hier kommen die Klimanews der Woche.
Viele Grüße
Jakob
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Durchbruch bei Klimakonferenz
Die Weltklimakonferenz in Dubai startete mit einem Durchbruch, als Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) eine überraschende Allianz bildeten. Gemeinsam kündigten sie an, 200 Millionen Dollar für den umstrittenen Loss and Damage Fonds bereitzustellen, um wirtschaftlich schwache Länder bei den Folgen des Klimawandels zu unterstützen. Deutschland übernimmt die Hälfte dieser Summe. Dieser Schritt, der die bisherige Einteilung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern herausfordert, könnte nicht nur den Fonds beleben, sondern auch Druck auf große CO2-Emittenten wie China und die USA ausüben. Expert*innen sehen darin eine strategische Allianz und hoffen auf eine positive Auswirkung auf die gesamten Klimaverhandlungen. Die Zusage der VAE markiert einen Präzedenzfall, da erstmals ein sogenanntes Entwicklungsland in den Loss and Damage Fonds einzahlt.
Eine Übersicht der Inhalte, die auf der diesjährigen Klimakonferenz diskutiert werden, bietet die Zeit [1].
Zum Weiterlesen: Spiegel [2], Zeit [3]
[1]: https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2023-11/cop28-dubai-weltklimakonferenz-un-streitpunkte
[2]: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/dubai-weltklimakonferenz-startet-mit-durchbruch-a-d26a20a2-b673-4db4-92af-d7dfa5a63113
[3]: https://www.zeit.de/news/2023-11/30/cop28-200-millionen-us-dollar-fuer-klimaschaeden | 142 |
| 9 | 2) Landgericht München stuft „Letzte Generation” als kriminelle Vereinigung ein
Das Landgericht München I hat die Klimaschutzgruppe „Letzte Generation” rechtskräftig als kriminelle Vereinigung eingestuft. Die Gruppe habe den Zweck, Straften zu begehen. Das bewiesen etwa Blockaden von Straßen und Flughäfen durch die Aktivist*innen. Auch wenn Straftaten nicht der Hauptzweck der Gruppe seien, genüge dies zur Einstufung als kriminelle Vereinigung. Das Gericht betonte, dass Straftaten wie Nötigungen von Verkehrsteilnehmer*innen und Sachbeschädigungen erhebliche Gefahren für die öffentliche Sicherheit darstellen. Es unterstrich, dass Straftaten keine legitimen Wege für demokratische Diskussionen seien, sondern Ausdruck krimineller Energie. Im Zuge der Entscheidung wies das Gericht zehn Beschwerden von Klimaaktivist*innen gegen Durchsuchungen und Beschlagnahmungen als unbegründet zurück.
Zum Weiterlesen: Zeit [1], Deutschlandfunk [2]
[1]: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2023-11/letzte-generation-landgericht-muenchen-kriminell-klimaprotest
[2]: https://www.deutschlandfunk.de/letzte-generation-als-kriminelle-vereinigung-eingestuft-100.html
3) Hamburgs Klimaschutzgesetz mit Solarpflicht für öffentliche Gebäude verschärft
Die SPD und Grünen in Hamburg haben kurz vor der Bürgerschaftsabstimmung das Klimaschutzgesetz verschärft. Ein Zusatzantrag sieht ab dem 1. Januar 2024 eine Solardachpflicht für öffentliche Gebäude vor, um den schleppenden Solarausbau zu beschleunigen. Die Novelle umfasst auch CO2-neutrale Fahrzeugbeschaffungen für den öffentlichen Fuhrpark, regulatorische Anpassungen an das Gebäudeenergiegesetz des Bundes und ein neues Kommunikationsmedium, genannt Klima-Roadshow. Hamburg reagierte damit auf das Bundesnetzagentur-Urteil, das Hamburg als Schlusslicht beim erneuerbaren Energien-Ausbau zeigte. Bisher sind nur etwa drei Prozent der städtischen Dächer mit Solaranlagen ausgestattet. Die Überarbeitung soll auch private und öffentliche Photovoltaik-Projekte bündeln und Hindernisse wie Fachkräftemangel und Lieferengpässe vermeiden. Kritik kommt von der CDU wegen hoher Sanierungskosten, während Umweltgruppen Zweifel an der Wirksamkeit äußern und konkrete Maßnahmen vermissen.
Zum Weiterlesen: taz [1], Zeit [2]
[1]: http://www.taz.de/Solaranlagen-auf-oeffentlichen-Daechern/!5971380/
[2]: https://www.zeit.de/news/2023-11/21/neue-informationsplattform-zeigt-klimafolgen-in-hamburg-auf
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| 10 | Klimahochdrei
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18. November - 24. November 2023
Hallo zusammen,
die Medienberichterstattung drehte sich diese Woche unter anderem um einen Oxfam-Bericht. Dieser zeigte, dass wohlhabende Menschen deutlich mehr Treibhausgase ausstoßen als finanzarme Menschen. Außerdem berichteten die Zeitungen über ein Urteil des Landgerichts München zur „Letzten Generation”. Außerdem verschärfte die Hamburger Regierung ihr Klimaschutzgesetz.
Hier kommen die Klimanews der Woche.
Viele Grüße
Jakob
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Klima-Ungerechtigkeit: Reiche sind Hauptverursacher von Treibhausgasen
Reiche Menschen leben um ein Vielfaches klimaschädlicher als finanzarme Menschen, so der neue Oxfam-Bericht „Climate Equality: A Planet for the 99 Percent”. Der Treibhausgasausstoß steigt mit dem privaten Einkommen und Vermögen. Ursache sind unter anderem häufigere Flugreisen, größere Häuser sowie insgesamt stärkerer klimaschädlicher Konsum.
- Das reichste Prozent der Weltbevölkerung verursachte 2019 16 Prozent der weltweiten Emissionen, mehr als doppelt so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.
- Die reichsten zehn Prozent waren für die Hälfte der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Hierzu zählt etwa halb Deutschland.
- Das reichste Prozent in Deutschland verursacht durchschnittlich 83,3 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr – mehr als fünfzehnmal so viel wie ein Mensch aus der ärmeren Hälfte Deutschlands.
Oxfam betont, dass der extreme Konsum der Reichen die Klimakrise anheizt und die Lebensgrundlagen von milliarden Menschen gefährdet, insbesondere in einkommensschwachen Ländern des Globalen Südens.
Zum Weiterlesen: Spiegel [1], taz [2]
[1]: https://www.spiegel.de/ausland/oxfam-bericht-reiche-leben-um-ein-vielfaches-klimaschaedlicher-als-arme-menschen-a-1c82bb72-b5db-42ad-ba17-8527f333fda5#ref=rss
[2]: http://www.taz.de/Soziale-Ungleichheit/!5971181/ | 167 |
| 11 | 2) Bundesverfassungsgericht untersagt Umschichtung von Coronahilfen in Klimafonds
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat den Nachtragshaushalt der deutschen Ampel-Regierung von Ende 2021 für verfassungswidrig erklärt. Die geplante Umschichtung von 60 Milliarden Euro nicht benötigter Kredite aus der Bewältigung der Coronakrise in den Klimafonds wurde beanstandet. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hatte erfolgreich gegen das Haushaltsgesetz geklagt, da es ihrer Ansicht nach die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse umging. Das Gericht stellte fest, dass die Coronapandemie zwar eine Aussetzung der Schuldenbremse rechtfertigte, aber die Verschiebung der Mittel in den Energie- und Klimafonds nicht verfassungskonform war. Die Ampel-Regierung verhängte daraufhin eine Ausgabensperre für den Klimafonds und plant einen neuen Wirtschaftsplan. Welche Folgen die Entscheidung für weitere Klimapolitik hat, beschreibt die Tagesschau in einem FAQ-Artikel [1].
Zum Weiterlesen: Der Standard [2], taz [3]
[1]: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/urteil-klimafonds-faq-100.html
[2]: https://www.derstandard.de/story/3000000195297/berliner-verfassungsgericht-beanstandet-klimaruecklage-von-ende-2021
[3]: https://taz.de/Urteil-des-Bundesverfassungsgerichts/!5973169/
3) WMO warnt: Rekordmengen an Treibhausgasen in der Atmosphäre
Laut einem Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) [1] war die Konzentration von Treibhausgasen in der Erdatmosphäre im Jahr 2022 so hoch wie nie zuvor. Erstmals überstieg die Konzentration von Kohlendioxid (CO2), welche am stärksten zur globalen Erwärmung beiträgt, das vorindustrielle Niveau um 50 Prozent. Die WMO prognostiziert, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Nicht nur CO2, sondern auch Methan und Lachgas verzeichnen Rekordwerte, letzteres mit dem stärksten jemals gemessenen Anstieg. Der WMO-Generalsekretär warnt vor einem Temperaturanstieg über die im Pariser Klimaabkommen festgelegten Schwellenwerte hinaus. Der Bericht betont, dass selbst bei Null-Emissionen das bereits in der Atmosphäre befindliche CO2 für Jahrhunderte erhalten bleibt und Klimaschutzmaßnahmen nur zukünftige Emissionen reduzieren können.
Zum Weiterlesen: Zeit [2], taz [3]
[1]: https://public.wmo.int/en/media/press-release/greenhouse-gas-concentrations-hit-record-high-again
[2]: https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2023-11/treibhausgase-erdatmosphaere-anstieg-wmo-bericht
[3]: https://taz.de/Bericht-der-Weltwetterorganisation/!5969797/
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| 12 | Klimahochdrei
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11. November - 17. November 2023
Hallo zusammen,
in der vergangenen Woche kündigten China und die USA neue Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien an, das Bundesverfassungsgericht fällte ein Urteil zur Verwendung von Corona-Finanzhilfen in der Klimapolitik und die Weltorganisation für Meteorologie veröffentlichte neue Messungen zu Treibhausgasen in der Atmosphäre.
Hier kommen die Klimanews der Woche.
Viele Grüße
Jakob
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) China und USA: Gemeinsames Ziel für den Ausbau erneuerbarer Energien
Die USA und China haben sich im Vorfeld des Treffens von Präsident Joe Biden und Staatschef Xi Jinping auf einen verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien geeinigt. Beide Länder wollen bis 2030 die Kapazitäten für erneuerbare Energien weltweit verdreifachen und die Nutzung fossiler Brennstoffe reduzieren. Es fehlt in den Absichtserklärungen allerdings eine klare Absage Chinas an neue Kohlekraftwerke. Neue Reduktionsziele für alle Treibhausgase plant das Land jedoch immerhin. Bisher gab es diese nur für Kohlendioxid, nicht aber für Methan und Lachgas. Beide Staaten bekennen sich zum Pariser Klimaabkommen von 2015 und kündigten an, den Klimagipfel COP28 in Dubai zu einem Erfolg machen zu wollen. China und die USA gehören zu den größten Emittenten von Treibhausgasen, wobei China seine Emissionen erst ab 2030 reduzieren will.
Zum Weiterlesen: Spiegel [1], Wirtschaftswoche [2]
[1]: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/usa-und-china-wollen-ausbau-erneuerbarer-energien-verdreifachen-a-9d0121d2-03ea-4f0b-a834-ccecb8a14211#ref=rss
[2]: https://www.wiwo.de/politik/ausland/vor-weltklimakonferenz-china-und-usa-verpflichten-sich-zu-mehr-kooperation-beim-klimaschutz/29502052.html | 138 |
| 13 | 2) Rekordmonat: Heißester Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen weltweit
Der Oktober 2023 bricht alle Rekorde als weltweit wärmster Monat seit Messbeginn 1940, laut dem EU-Klimawandeldienst Copernicus.
- Die durchschnittliche Oberflächentemperatur im Oktober 2023 betrug 15,30 Grad Celsius.
- Dies entspricht einer Abweichung von 1,7 Grad Celsius über dem geschätzten Durchschnitt für den vorindustriellen Referenzzeitraum von 1850 bis 1900.
- Der bisherige Rekord vom Jahr 2019 wurde demnach um 0,4 Grad Celsius gebrochen.
Expert*innen prognostizieren, dass 2023 das wärmste Jahr überhaupt wird, mit einer aktuellen Abweichung von 1,43 Grad Celsius über dem vorindustriellen Durchschnitt. Die Hauptursache für diese Temperaturrekorde sind die anhaltende Zunahme von Treibhausgasemissionen, die 2022 trotz weltweiter Klimaschutzmaßnahmen ein historisches Hoch erreichte. Hinzu kommt das Wetterphänomen El Niño, das das Oberflächenwasser im östlichen Pazifik erwärmt.
Zum Weiterlesen: taz [1], Spiegel [2]
[1]: https://taz.de/Oktober-so-warm-wie-nie/!5968587/
[2]: https://www.spiegel.de/wissenschaft/klimawandel-waermster-oktober-seit-beginn-der-aufzeichnungen-a-085b4fce-f94f-4532-ac40-3ea6f5efcb48#ref=rss
3) Vor COP28: Neuer Entschädigungsfonds für Klimawandelschäden
Die bevorstehende COP28-Klimakonferenz verzeichnet einen Durchbruch in den Verhandlungen über einen neuen Entschädigungsfonds für Schäden und Verluste durch den Klimawandel. Der Fond soll finanzielle Unterstützung für Länder ermöglichen, die besonders vom Klimawandel betroffen sind. Laut dem deutschen Unterhändler Jochen Flasbarth haben Delegationen aus verschiedenen Weltregionen die Grundstruktur des Fonds kurz vor dem Treffen in Dubai vereinbart. Dies könnte eine schnelle Entscheidung auf der anstehenden Klimakonferenz ermöglichen.
Eine breite Basis an Ländern soll für die Finanzierung des Fonds verantwortlich sein, sodass nicht nur die Industrieländer einzahlen, sondern auch die Golfstaaten oder Länder wie China. Die Weltbank verwaltet den Fonds für zunächst vier Jahre. Eine Studie aus dem letzten Jahr schätzte die klimabedingten Verluste in den vergangenen zwei Jahrzehnten auf etwa 525 Milliarden Dollar für 55 stark betroffene Länder.
Zum Weiterlesen: taz [1], Deutschlandfunk [2]
[1]: http://www.taz.de/Klimakonferenz-COP28/!5970805/
[2]: https://www.deutschlandfunk.de/bundesregierung-stellt-einigung-auf-entschaedigungsfonds-fuer-arme-laender-in-aussicht-102.html
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| 14 | Klimahochdrei
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4. November - 10. November 2023
Hallo zusammen,
Frankreich erlebte diese Woche Überschwemmungen nach extremen Regenfällen, der EU-Klimawandeldienst verzeichnete neue Rekordtemperaturen in diesem Oktober und die ersten Einigungen wurden auf den Vorverhandlungen der diesjährigen Klimakonferenz erzielt.
Hier kommen die Klimanews der Woche.
Viele Grüße
Jakob
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Extreme Regenfälle: Nordfrankreich erlebt schlimmste Flut seit 30 Jahren
Heftige Überschwemmungen in Nordfrankreich führen zur Schließung von 74 Schulen und bedrohen 192.000 Menschen. Anhaltender Regen hat kleine Flüsse über die Ufer treten lassen; die Feuerwehr hat bereits 860 Einsätze verzeichnet. Rund 5200 Menschen sind von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten, während Helfer*innen Wasser in Flaschen verteilen. In 60 überfluteten Häusern wurde der Strom aus Sicherheitsgründen abgestellt. Der Wetterdienst Météo France berichtet, dass in den vergangenen 20 Tagen dreimal so viel Regen wie üblich gefallen ist. Die Regenmenge entspricht in manchen Regionen dem, was normalerweise im gesamten November gemessen wird. Durch den Klimawandel werden extreme Regenfälle, wie wir sie derzeit in Frankreich erleben, häufiger und intensiver.
Zum Weiterlesen: Zeit [1], Rheinische Post [2]
[1]: https://www.spiegel.de/panorama/frankreich-ueberschwemmungen-nach-extremen-regenfaellen-bedrohen-knapp-200-000-menschen-a-82165a29-c5d4-47eb-b3c2-d9855b1681e7#ref=rss
[2]: https://rp-online.de/panorama/ausland/nordfrankreich-regen-bedroht-fast-200000-menschen-mit-ueberschwemmungen_aid-101135239 | 158 |
| 15 | 2) Antisemitismus bei Fridays for Future
Die Klimabewegung Fridays for Future (FFF) veröffentlichte auf ihrem internationalen Instagram Kanal ein Statement zum Krieg zwischen Israel und der Hamas, das heftige Kritik auslöste. Im Statement behaupteten die Autor*innen, dass westliche Medien Gehirnwäsche betreiben würden, um die Bevölkerung dazu zu bringen, sich mit Israel zu solidarisieren. Sie bezeichneten Israel als "Apartheid-System" und den Konflikt als "Genozid". Der Beitrag verkennt die Realität und überträgt das antisemitische Narrativ, Jüd*innen seien an ihrer Verfolgung selbst schuld auf die staatliche Ebene: Israel sei an dem Angriff der Hamas selbst schuld.
Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat sich im Namen von Fridays for Future Deutschland klar von antisemitischen Äußerungen auf dem internationalen Account der Klimaschutzbewegung distanziert. In den internationalen Netzwerken der Bewegung gäbe es keine klaren Strukturen und einzelne Personen verwalten die Social Media Präsenz. Der antisemitische Instagram Beitrag gehe auf den Missbrauch von Einzelpersonen zurück.
Zum Weiterlesen: taz1 [1], taz2 [2], WDR [3]
[1]: http://www.taz.de/Antisemitismus-bei-Fridays-for-Future/!5964505/
[2]: http://www.taz.de/Antisemitismus-bei-Fridays-for-Future/!5969958/
[3]: https://www1.wdr.de/nachrichten/fridays-for-future-vorwurf-israel-palaestinenser-100.html
3) Letzte Generation markiert Kanzleramt und kritisiert Scholz wegen Klimapolitik
Aktivist*innen der Gruppe "Letzte Generation" haben das Bundeskanzleramt in Berlin mit orangener Farbe besprüht und "Olaf lügt" auf die Wand geschrieben. Sie werfen Bundeskanzler Olaf Scholz vor, nicht ausreichend gegen die Klimakatastrophe vorzugehen. Etwa 70 Demonstrant*innen versammelten sich vor dem Kanzleramt und hielten Transparente mit ähnlichen Aussagen wie "Olaf lügt" hoch. Uniformierte Polizist*innen und Sicherheitskräfte in Zivil schritten ein und gingen dabei teils mit körperlicher Gewalt gegen die Aktivist*innen vor. Für einen Polizeibeamten könnte es nach einem Polizeieinsatz am Bundeskanzleramt in Berlin zu disziplinarischen Konsequenzen kommen. Die Letzte Generation bezeichnete Scholz' Behauptungen, die Regierungsmaßnahmen gegen die Klimakatastrophe seien ausreichend, als "lebensgefährliche Lüge". Die Aktivist*innen hatten zuvor bereits Straßen blockiert und Sehenswürdigkeiten in Berlin mit Farbe besprüht, darunter das Brandenburger Tor und die Weltzeituhr am Alexanderplatz.
Zum Weiterlesen: Zeit1 [1], Zeit2 [2], Tagesschau [3]
[1]: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2023-11/letzte-generation-polizei-kanzleramt
[2]: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2023-10/letzte-generation-berlin-kanzleramt-scholz-klima
[3]: https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/polizei-ermittelt-gegen-eigenen-beamten-100.html
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| 16 | Klimahochdrei
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28. Oktober - 3. November 2023
Hallo zusammen,
diese Woche berichteten deutsche Zeitungen unter anderem über einen neuen Antisemitismus-Skandal rund um Fridays for Future, eine Protestaktion der Letzten Generation sowie die Forderung nach einem Ausschluss von Lobbyist*innen der Kohle-, Öl- und Gasindustrie von der UN-Klimakonferenz Ende November in Dubai.
Hier kommen die Klimanews der Woche.
Viele Grüße
Jakob
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Mediziner:innen fordern Ausschluss fossiler Lobbyist:innen von UN-Klimakonferenz
Gesundheitsexpert*innen aus aller Welt haben in einem offenen Brief gefordert, dass Lobbyist*innen der Kohle-, Öl- und Gasindustrie von der bevorstehenden UN-Klimakonferenz ausgeschlossen werden. Sie argumentieren, dass die Interessen der fossilen Industrie bei den Klimaverhandlungen keine Rolle spielen sollten, ähnlich wie bei der Regulierung von Tabakprodukten die Tabakindustrie nicht mitreden dürfe. Im letzten Jahr waren hunderte Lobbyist*innen für fossile Brennstoffe auf der Klimakonferenz in Ägypten präsent. Die unterzeichnenden Organisationen, darunter der Weltärztebund, vertreten 46 Millionen Gesundheitsexpert*innen und Mediziner*innen. Sie appellieren an Regierungschef*innen weltweit, einen schnellen Ausstieg aus fossilen Energieträgern zu unterstützen, um Gesundheit und ökonomischen Wohlstand für alle zu sichern.
Zum Weiterlesen: Zeit [1]
[1]: https://www.zeit.de/wissen/2023-11/un-klimakonferenz-mediziner-auschluss-oel-kohle-gas | 163 |
| 17 | 2) TV-Publikum wünscht tägliche Klima-Updates
Eine Studie [1] der MaLisa-Stiftung in Zusammenarbeit mit ARD, ZDF, ProSiebenSat.1 und RTL Deutschland zeigt, dass sich die Mehrheit der TV-Zuschauer*innen eine verstärkte Berichterstattung über Klimawandel und Biodiversität wünscht. Untersucht wurden die Programme von 20 deutschen Fernsehsendern im Zeitraum 1.9.-31.10.2022. Außerdem wurde eine repräsentative Umfrage durchgeführt.
- 62 Prozent der Befragten möchten häufiger über den Klimawandel informiert werden,
- 40 Prozent fordern tägliche Updates zu diesen Themen im TV,
- 65 Prozent gaben an, dass die Berichterstattung über Extremwetter-Ereignisse ihre Wahrnehmung vom Klimawandel verändert habe.
- Das Thema Klimawandel ist in rund 1,8 % aller Sendeminuten im analysierten TV-Programm präsent.
Zum Weiterlesen: Zeit [2], DWDL [3]
[1]: https://malisastiftung.org/klimawandel-und-biodiversitaet-im-tv/
[2]: https://www.zeit.de/kultur/film/2023-10/malisa-stiftung-fernsehzuschauer-klimakrise-interesse
[3]: https://www.dwdl.de/nachrichten/95264/klimawandel_im_tv_zwischen_wunsch_nach_mehr_und_verdruss/?utm_source=&utm_medium=&utm_campaign=&utm_term=
**3) Wissenschaftler*innen rufen die WHO auf, die Klimakrise als Gesundheitsnotstand anzuerkennen**
Über 200 wissenschaftliche Fachjournale, darunter renommierte Publikationen wie The Lancet und The British Medical Journal (BMJ), haben einen Aufruf führender Wissenschaftler*innen veröffentlicht, in dem sie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dazu auffordern, die Klimakrise und Biodiversitätskrisen als Gesundheitsnotstand zu erklären. Sie fordern, diesen vor der nächsten Weltgesundheitsversammlung im Frühjahr 2024 auszurufen.
Der Aufruf beschreibt verschiedene gesundheitliche Auswirkungen des Klimawandels, darunter die Verbreitung ansteckender Krankheiten aufgrund steigender Temperaturen und Extremwetter, Umweltverschmutzung, Versauerung der Meere und den Rückgang der Artenvielfalt. Die Wissenschaftler*innen betonen die Rolle von Gesundheitsexpert*innen bei der Vermittlung dieser Botschaft und der Einflussnahme auf politische Entscheidungsträger*innen, um dringende Maßnahmen zu ergreifen.
Der Gesundheitsnotstand ist die höchste Alarmstufe, die die WHO verhängen kann. Sie tat dies beispielsweise im Rahmen der Corona-Pandemie.
Zum Weiterlesen: Zeit [1], Deutschlandfunk [2]
[1]: https://www.zeit.de/gesundheit/2023-10/gesundheitsnostand-klima-who-cop-aufruf
[2]: https://www.deutschlandfunk.de/wissenschaftler-wollen-dass-who-klima-und-naturkrise-zum-gesundheitsnotstand-erklaert-100.html
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| 18 | Klimahochdrei
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21. Oktober - 27. Oktober 2023
Hallo zusammen,
in der vergangenen Woche kam es zu einem Jahrhundert-Hochwasser an der Ostsee, es wurde eine Studie zur TV-Berichterstattung über den Klimawandel veröffentlicht und Wissenschaftler*innen fordern, dass die Klimakrise als Gesundheitsnotstand anerkannt wird.
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Viele Grüße
Jakob
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Jahrhundert-Hochwasser an der Ostsee verursacht Millionenschäden
Bei einem Jahrhundert-Hochwasser an der Ostsee, welches unter anderem Regionen wie Flensburg, Eckernförde und Schlei betraf, kam es zu Wasserständen bis zu 2,27 Metern über dem Normalmaß und Schäden in Millionenhöhe. Nun beginnt das Aufräumen. Deiche brachen, Straßen wurden überflutet, und sogar die kleinste Stadt Deutschlands, Arnis, musste evakuiert werden. In Kiel wurde der Sporthafen Schilksee stark in Mitleidenschaft gezogen, und zahlreiche Fähren fielen aufgrund von Niedrigwasser aus. Die Landesregierung verspricht schnelle Hilfe, betont aber die Notwendigkeit einer gemeinsamen Anstrengung von Bund und Land im Küstenschutz.
Langanhaltende Wetterlagen begünstigen extreme Wetterereignisse wie das derzeitige Hochwasser. Forscher*innen zeigten bereits 2021 in ihrer Studie [1], dass solche Wetterlagen durch den Klimawandel häufiger auftreten.
Zum Weiterlesen: taz [2], Tagesschau [3]
[1]: https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/zu-trocken-zu-heiss-oder-zu-nass-mehr-lang-anhaltende-wetterlagen-im-europaeischen-sommer
[2]: http://www.taz.de/Jahrhundert-Hochwasser-an-der-Ostsee/!5967816/
[3]: https://www.tagesschau.de/inland/hochwasser-ostsee-sturmflut-100.html | 157 |
| 19 | 2) Weltzeituhr auf Berliner Alexanderplatz von Klimaaktivist:innen orange markiert
Klimaaktivisten der Gruppe „Letzte Generation” haben die Weltzeituhr auf dem Berliner Alexanderplatz mit oranger Farbe markiert. Die Aktion beinhaltete das Versprühen von Farbe aus Feuerlöschern sowie das Aufhängen eines Transparents mit der Aufschrift „Uns läuft die Zeit davon.” Die Aktivist*innen kritisierten die Bundesregierung für unzureichende Klimaschutzmaßnahmen: „Die Bundesregierung verschwendet kostbare Zeit mit fadenscheinigen Klimaschutzmaßnahmen und verlogenen Lippenbekenntnissen.” Die Polizei stellte Personalien von neun Demonstrant*innen. Die Aktion erregte in sozialen Medien Empörung und Diskussion. Die Weltzeituhr, ein Wahrzeichen von 1969, steht unter Denkmalschutz und zeigt Zeitzonen und Städte der Welt. Zuvor hatten Mitglieder der Gruppe ähnliche Aktionen an Universitätsgebäuden in Freiburg und Lübeck durchgeführt.
Zum Weiterlesen: Zeit [1], Spiegel [2]
[1]: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2023-10/klimaprotest-letzte-generation-weltzeituhr-farbe-berlin-alexanderplatz
[2]: https://www.spiegel.de/panorama/berlin-letzte-generation-besprueht-weltzeituhr-auf-alexanderplatz-mit-farbe-a-1d838358-9305-4fa6-89ff-07792650e027#ref=rss
3) EU-Umweltminister:innen einigen sich auf strengere CO2-Ziele für Lkw und Busse
Die EU-Umweltminister haben eine gemeinsame Verhandlungsposition für die 28. UN-Klimakonferenz (COP28) festgelegt. Die neuen CO2-Ziele sehen vor, dass Lkw bis 2030 45 Prozent weniger CO2 ausstoßen sollen und Stadtbusse bis dahin zu 85 Prozent emissionsfrei sein sollen, wobei bis 2035 eine vollständige Emissionsfreiheit angestrebt wird. Zudem ist das Ziel, die CO2-Emissionen von schweren Nutzfahrzeugen bis 2040 um 90 Prozent zu reduzieren. Bundesumweltministerin Steffi Lemke begrüßte die strengeren Ziele als positiv für die Luftqualität und die Förderung der Elektromobilität. Auf Drängen einiger Mitgliedsländer wurde die vollständige Umstellung der Stadtbusse auf emissionsfreie Technologien von 2030 auf 2035 verschoben. Die Idee synthetischer Kraftstoffe fand keine Mehrheit. Das bei den UN hinterlegte Klimaziel bleibt unverändert bei einer CO2-Reduktion bis 2030 von mindestens 55 Prozent im Vergleich zu 1990. Der Gesetzentwurf geht nun in Verhandlungen mit dem Europaparlament.
Zum Weiterlesen: Tagesschau [1], taz [2]
[1]: https://www.tagesschau.de/ausland/eu-co2-ausstss-lkw-busse-100.html
[2]: https://taz.de/Vor-der-COP28/!5963706/
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| 20 | Klimahochdrei
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14. Oktober - 20. Oktober 2023
Hallo zusammen,
diese Woche berichtete die US-Klimabehörde NOAA von neuen Temperaturrekorden, Aktivist*innen kritisierten die Bundesregierung für zu langsamen Klimaschutz und EU-Minister*innen einigten sich auf neue CO2-Einsparungen für Lkw, Busse und Nutzfahrzeuge.
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Rekordjahr: 2023 auf dem Weg zum heißesten Jahr aller Zeiten
Die US-Klimabehörde NOAA [1] ist zu über 99 Prozent sicher, dass 2023 weltweit das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen vor 174 Jahren sein wird. Von Januar bis September brach das Jahr bereits Temperaturrekorde, wobei Juni bis September die heißesten Monate waren. Besonders der September stach hervor, mit einer globalen Durchschnittstemperatur von 1,44 Grad Celsius über dem Durchschnitt des 20. Jahrhunderts. Der EU-Klimawandeldienst Copernicus berichtete sogar von einer Abweichung von 1,75 Grad Celsius über dem vorindustriellen Referenzzeitraum (1850 bis 1900). Im ganzen Jahr 2023 lagen die durchschnittlichen Temperaturen bisher 1,4 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau, nur 0,1 Grad unter dem ersten Grenzwert des Pariser Klimaabkommens. Auch Deutschland verzeichnete den wärmsten September seit Aufzeichnungsbeginn. El Niño, ein natürliches Klimaphänomen, verschärft die ohnehin steigenden Temperaturen durch die Klimakrise weiter.
Zum Weiterlesen: taz [2], Zeit [3]
[1]: https://www.noaa.gov/news/topping-charts-september-2023-was-earths-warmest-september-in-174-year-record
[2]: http://www.taz.de/US-Behoerde-zu-99-Prozent-sicher/!5966391/
[3]: https://www.zeit.de/news/2023-10/14/us-behoerde-2023-bricht-wohl-temperaturrekord | 191 |
