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Medien und Kompetenz Russland, Belarus und zum Krieg in der Ukraine - ohne Paywall Dieser Channel wurde bis auf weiteres stillgelegt. -> Folge unseren Inhalten ĂŒber Insta, FB, bsky - oder ĂŒber unseren Newsletter!

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dekoder-Redakteur Ingo Petz war in der Sendung Lesart von Deutschlandfunk Kultur und hat mit Moderator Joachim Scholl ĂŒber sein Belarus-Buch gesprochen. https://www.deutschlandfunkkultur.de/rasender-stillstand-der-belarussische-revolutionssommer-und-die-folgen-100.html

„Zone privilegierter Interessen“, „russki mir“, „nahes Ausland“ – der Kreml benutzt viele beschönigende Begriffe zur Rechtfer
„Zone privilegierter Interessen“, „russki mir“, „nahes Ausland“ – der Kreml benutzt viele beschönigende Begriffe zur Rechtfertigung seiner systematischen Einmischung in die inneren Angelegenheiten souverĂ€ner NachbarlĂ€nder. In seiner aktuellen Ausstellung New Fatigue legt der Fotograf Eiko Grimberg offen, wo dieser imperiale Anspruch auch an der OberflĂ€che bis heute sichtbar wird: an GebĂ€uden und in den Stadtbildern des ehemaligen Ostblocks, aber auch in öffentlichen Ritualen und Demonstrationen. Ausstellung bis 10. Mai in der Galerie K' in Bremen, Auszug und Interview online bei dekoder hier: 👉 https://www.dekoder.org/de/article/fotografie-eiko-grimberg-nahes-ausland Fotos: Eiko Grimberg Bildredaktion: Andy Heller

Odessa, Ukraine, 2. Mai 2014: Wochen nach Euromaidan-Protesten und Krym-Annexion kommt es hier zu massiven ZusammenstĂ¶ĂŸen zwi
Odessa, Ukraine, 2. Mai 2014: Wochen nach Euromaidan-Protesten und Krym-Annexion kommt es hier zu massiven ZusammenstĂ¶ĂŸen zwischen pro-russischen und pro-ukrainischen Aktivisten. 48 Menschen sterben. Viele der Opfer sind Vertreter des Antimaidan. Die Ereignisse werden seither intensiv von pro-russischer Propaganda aufgegriffen und instrumentalisiert. Mitte MĂ€rz 2025 urteilt der EuropĂ€ische Gerichtshof fĂŒr Menschenrechte: Die Ukraine hat die Eskalation zu wenig verhindert – und Russland zu viel beigetragen. Das ukrainische Onlinemedium Graty.me hat die Argumentation des EGMR untersucht – und durch eine detaillierte Chronik der Proteste eingeordnet: 👉 https://www.dekoder.org/de/article/ukraine-odessa-gewerkschaftshaus-gerichtsurteil PS: Wie andere Medien ist auch die Graty-Redaktion betroffen vom Stopp US-amerikanischer Förderprogramme. Wer die Kollegen und Kolleginnen und ihre Gerichtsberichterstattung unterstĂŒtzen möchte, findet hier die nötigen Details: https://graty.me/support/

Übrigens: Wie viele andere Medien ist auch die Graty-Redaktion betroffen von dem Stopp US-amerikanischer Förderprogramme fĂŒr Medienarbeit im Ausland. Wer die Kollegen und Kolleginnen unterstĂŒtzen möchte, findet hier die nötigen Details: https://graty.me/support/

Am 2. Mai 2014, kurz nach Euromaidan-Protesten, Krym-Annexion und der Entmachtung von PrÀsident Janukowytsch, kam es im ukrai
Am 2. Mai 2014, kurz nach Euromaidan-Protesten, Krym-Annexion und der Entmachtung von PrĂ€sident Janukowytsch, kam es im ukrainischen Odessa zu massiven ZusammenstĂ¶ĂŸen zwischen pro-russischen und pro-ukrainischen Aktivisten. An jenem Tag starben 48 Menschen. Viele der Opfer waren Vertreter des Antimaidan, weswegen der Vorfall seither intensiv von pro-russischer Propaganda aufgegriffen und instrumentalisiert wird. Im Januar 2022 reichten GeschĂ€digte und Angehörige von Opfern Klage beim EuropĂ€ischen Gerichtshof fĂŒr Menschenrechte (EGMR) gegen den ukrainischen Staat ein: Es sei nicht genug getan worden, um die Gewalt zu verhindern und die Ereignisse umfassend aufzuarbeiten. Im MĂ€rz 2025 folgte das Urteil des EGMR. Das ukrainische Onlinemedium Graty hat die Argumentation des EGMR untersucht – und durch eine detaillierte Chronik der eskalierten Proteste eingeordnet: 👉 https://www.dekoder.org/de/article/ukraine-odessa-gewerkschaftshaus-gerichtsurteil

Am ersten Tag der Massenproteste in Belarus wurde die damals 19-jĂ€hrige Maryja Saizawa durch Splitter einer Blendgranate getroffen und am Kopf verletzt. Das Foto der Belarussin wurde zum Symbol fĂŒr die Proteste. Wenige Jahre spĂ€ter schloß sich Saizawa dem Kampf der Ukraine an – und verlor Anfang 2025 ihr Leben an der Front. Was bringt eine junge Frau dazu, in den Krieg zu ziehen und letztlich ihr Leben zu lassen? Der TV-Sender Nastojaschtscheje Wremja erzĂ€hlt die Geschichte von Maryja Saizawa, deren Schicksal Menschen aus Belarus und der Ukraine gleichermaßen bewegt.

Butscha steht heute symbolhaft fĂŒr die erschĂŒtternden Kriegsverbrechen Russlands in dessen Krieg gegen die Ukraine. Woher diese russische „entfesselte Gewalt als Norm“ kommt, hat der Historiker Sergej Medwedew eingeordnet (Archiv-Text): 👉https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-gewalt-folter-armee

Drei Jahre Butscha. Ende MĂ€rz 2022 hat das ukrainische MilitĂ€r nach 33 Tagen Besatzung die russischen Truppen aus den Kyjiwer Vororten Butscha, Hostomel und Irpin vertrieben. In den Folgetagen dokumentierten Polizei und Staatsanwaltschaft, spĂ€ter auch Medienvertretende aus aller Welt, was die russischen Besatzer hinterließen: VerwĂŒstung, Zerstörung und mehr als 600 Tote allein in der Stadt Butscha, im Umkreis mehr als 1700. Laut ukrainischer Nationaler Polizei konnten in den drei Jahren seit der Befreiung mehr als 2500 russische Soldaten identifiziert werden, die in Butscha waren. Mehr als 100 von ihnen wurden Kriegsverbrechen zugeordnet, 72 Morde seien aufgeklĂ€rt. Die Ermittlungen dauern weiter an.

Sollten russische Oppositionelle Geld annehmen, wenn die Herkunft und die Motive der Geldgeber·innen fragwĂŒrdig sind? Das Exi
Sollten russische Oppositionelle Geld annehmen, wenn die Herkunft und die Motive der Geldgeber·innen fragwĂŒrdig sind? Das Exilmedium Meduza hat zusammen mit Sistema erstmals in einer umfassenden Recherche nachgezeichnet, wie und warum unterschiedliche Unternehmer politische und zivilgesellschaftliche Projekte fördern. Eine einordnende Leseempfehlung von dekoder-Redakteur Dmitry Kartsev.

Was mĂŒssen wir ĂŒber Belarus wissen, bevor es zu spĂ€t ist? – DarĂŒber und ĂŒber sein neues Buch Rasender Stillstand – eine Revolution und die Folgen spricht unser Belarus-Redakteur Ingo Petz im aktuellen taz-Podcast Freie Rede.

Queere Menschen in Belarus sind in Gefahr, doch kaum jemand registriert das im allgemeinen UnterdrĂŒckungsstrudel des Lukaschenko-Regimes. dekoder-Autorin Xenija Tarassewitsch und Aktivist Oleg Roshkow schlĂŒsseln auf, wie nach 1991 die beginnende Liberalisierung gegenĂŒber der LGBTQ* Community mit immer stĂ€rkeren Repressionen ersetzt wurde. Obwohl es in Belarus – anders als Russland – offiziell kein „Propaganda“-Verbot nicht-heteronormativer Lebensformen gibt und Queers nicht als „extremistische Organisation“ einstuft werden, schĂ€tzen die Autor·innen die Lage der belarussischen LGBTQ*-Szene als schwieriger ein als in Russland – im Inland wie im Ausland.

Unser Belarus-Redakteur Ingo Petz hat mit dem ZOiS gesprochen: ĂŒber die Revolution in Belarus im Jahr 2020 und ihre Folgen und ĂŒber sein Buch, das sich eben mit den historischen Massenprotesten beschĂ€ftigt. https://www.zois-berlin.de/publikationen/meet-the-author/demokratische-freiheit-faellt-nicht-vom-himmel

Drei Jahre nach ihrer Flucht ins Exil und ein Jahr nach dem Tod von Alexej Nawalny gibt die russische Opposition ein bedauernswertes Bild ab: Ihrer AnfĂŒhrer·innen liefern sich erbitterte GrabenkĂ€mpfe, ihre AnhĂ€nger·innen wenden sich ab und westliche Regierungen wissen nicht, mit wem sie ĂŒber ein demokratisches Russland der Zukunft sprechen sollen. Meduza hat mit aktiven und mit ehemaligen Aktivistinnen und Aktivisten gesprochen. Eine zentrale Frage ist die Haltung zur Ukraine.

Seit Monaten halten SprengstoffanschlÀge die ukrainischen Sicherheitsbehörden in Atem. Fast jeden Tag gibt es Attentate oder
Seit Monaten halten SprengstoffanschlĂ€ge die ukrainischen Sicherheitsbehörden in Atem. Fast jeden Tag gibt es Attentate oder Versuche zu verzeichnen. Texty.org.ua hat recherchiert, wie offenbar der russische Geheimdienst meist junge Ukrainer·innen ĂŒber Telegram anwirbt, SprengsĂ€tze zu bauen und zu legen - und sie dann frĂŒhzeitig per FernzĂŒnder explodieren lĂ€sst. 👉 https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen

Russland und das Lukaschenko-Regime treiben in Belarus aktiv die VerdrĂ€ngung unabhĂ€ngiger Literatur in belarussischer Sprache voran, Schriftsteller·innen im Exil hadern neben den Herausforderungen der Auswanderung damit, weiter schreiben zu können. Auf der Leipziger Buchmesse sind in diesem Jahr zahlreiche Exil-Autor·innen vertreten, die trotzdem weitermachen: Alhierd Bacharevič, Tania Arcimovich, Julia Cimafiejeva, und viele andere. dekoder-Autor Dsjanis Marzinowitsch hat mit der belarussischen Autorin, Übersetzerin und Literaturkritikerin Hanna Yankuta gesprochen – ĂŒber das Schreiben außerhalb des Landes und die Hoffnung darauf, was die Exilliteratur in dieser Lage fĂŒr Belarus tun kann: 👉https://www.dekoder.org/de/article/belarus-literatur-interview-hanna-yankuta

Am morgigen Dienstag wird Alexander Lukaschenko nach den Scheinwahlen vom Januar erneut in sein Amt eingefĂŒhrt. Ausgerechnet
Am morgigen Dienstag wird Alexander Lukaschenko nach den Scheinwahlen vom Januar erneut in sein Amt eingefĂŒhrt. Ausgerechnet an dem Tag, den die Opposition fĂŒr sich beansprucht: Dem „Tag der Freiheit“ (Dsen Voli), in Erinnerung an die unabhĂ€ngige Belarussische Volksrepublik BNR, die nur fĂŒr einen kurzen Moment in der Geschichte existierte. Mehr ĂŒber die Belarussische Volksrepublik, deren inoffiziellen Feiertag Regime wie Opposition morgen auf unterschiedliche Weise begehen: 👉 https://www.dekoder.org/de/gnose/die-belarussische-volksrepublik

Unser Belarus-Experte Ingo Petz hat eine Flugschrift verfasst: Das Buch Rasender Stillstand. Belarus – Eine Revolution und die Folgen ist seit heute auf dem Markt. Unter unseren Klub-Mitgliedern verlosen wir fĂŒnf Exemplare des Buches. Wer bis zum 25. MĂ€rz eine E-Mail mit dem Betreff „Rasender Stillstand“ und seinen Kontaktdaten an mail@dekoder.org schickt, nimmt an der Verlosung teil! FĂŒr alle, die noch tiefer in die Bedeutung der Massenproteste in Belarus eintauchen wollen: Unser dekoder-Redakteur tritt im Programm der Leipziger Buchmesse auf, zusammen mit belarussischen Autor·innen wie Tania Arcimovich und Alhierd Bacharevič: 👉 https://www.leipziger-buchmesse.de/pco-sprecher/buchmesse/67c182923cbcf1fc6e0281ed

In Russland gibt es mehr als einen Femizid pro Tag plus Dunkelziffer. Aber kein umfassendes Gesetz gegen hÀusliche Gewalt, ni
In Russland gibt es mehr als einen Femizid pro Tag plus Dunkelziffer. Aber kein umfassendes Gesetz gegen hĂ€usliche Gewalt, nicht einmal eine klare juristische Definition. Indes scheint Russlands Krieg gegen die Ukraine die Gewalt gegen Frauen und Familienmitglieder sogar weiter zu normalisieren. In einer Gnose fĂŒr dekoder schreibt die Theologin und Russland-Expertin Regina Elsner ĂŒber die in Russland weit verbreitete Vorstellung, dass körperliche Gewalt zur NormalitĂ€t gehöre, die Rolle von Staat und Kirche und die Stigmatisierung von Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, die sich fĂŒr Betroffene einsetzen. Und gibt eine EinschĂ€tzung zur Zukunft.

Janka Bryl ist eine der bekanntesten Stimmen der sowjetisch-belarussischen Literatur – und Co-Autor des Buches Feuerdörfer ĂŒb
Janka Bryl ist eine der bekanntesten Stimmen der sowjetisch-belarussischen Literatur – und Co-Autor des Buches Feuerdörfer ĂŒber die NS-Verbrechen in Belarus. Obwohl er sich zu seiner Zeit nicht offen politisch engagierte, sprechen sich seine Werke aus den 90er Jahren klar fĂŒr die UnabhĂ€ngigkeit von Belarus aus. Doch heute instrumentalisiert sie das Lukaschenko-Regime im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Mehr ĂŒber den Schriftsteller, seine wichtigsten Werke – und seinen Einfluss auf Literatur, Gesellschaft und Politik in Belarus findet ihr in unserer Gnose, geschrieben von Philine Bickhardt vom Slavischen Seminar der UniversitĂ€t ZĂŒrich.