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Das Haus Hohenzollern Könige von Preußen und Deutsche Kaiser

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Für seine Verdienste während der Befreiungskriege wurde Gneisenau hoch ausgezeichnet und 1814 in den Grafenstand erhoben. Er gehörte nun zu den angesehensten preußischen Heerführern seiner Zeit.k Als Napoleon 1815 aus seinem Exil auf Elba zurückkehrte, begann der letzte große Feldzug gegen den französischen Kaiser. Gneisenau übernahm erneut die Funktion des Generalstabschefs unter Blücher. Am 16. Juni 1815 erlitt die preußische Armee bei Ligny eine schwere Niederlage gegen Napoleon. Blücher wurde während der Schlacht verletzt, sodass Gneisenau vorübergehend die Führung übernehmen musste. Seine Entscheidung, die geschlagene Armee nicht nach Osten zurückzuführen, sondern den Rückzug in Richtung Wavre zu organisieren, erwies sich als von entscheidender Bedeutung. Dadurch blieb die Verbindung zur britisch-alliierten Armee unter dem Herzog von Wellington erhalten. Nur zwei Tage später, am 18. Juni 1815, griffen die preußischen Truppen unter Blücher in die Schlacht bei Waterloo ein. Ihr rechtzeitiges Erscheinen auf dem Schlachtfeld trug entscheidend zur endgültigen Niederlage Napoleons bei. Gneisenau hatte durch seine strategischen Entscheidungen nach Ligny einen wesentlichen Anteil daran, dass die preußische Armee trotz ihrer vorherigen Niederlage erneut in den Kampf eingreifen konnte. Nach den Befreiungskriegen übernahm Gneisenau verschiedene hohe militärische Aufgaben. Er wurde unter anderem Kommandierender General in Schlesien und beschäftigte sich weiterhin mit der Weiterentwicklung des preußischen Heerwesens. 1825 wurde August Neidhardt von Gneisenau zum preußischen Generalfeldmarschall ernannt. Damit erreichte er den höchsten militärischen Rang der preußischen Armee. Als im Jahr 1831 der polnische Novemberaufstand gegen die russische Herrschaft andauerte, erhielt Gneisenau erneut ein bedeutendes Kommando. Er sollte die preußischen Truppen an der östlichen Grenze führen und einen möglichen Übergriff der Kämpfe auf preußisches Gebiet verhindern. Während dieser Mission brach jedoch eine schwere Choleraepidemie aus, die auch Gneisenau erfasste. Am 23. August 1831 starb August Neidhardt Graf von Gneisenau in Posen im Alter von 70 Jahren an der Cholera. Seine letzte Ruhestätte fand er später in Sommerschenburg im heutigen Sachsen-Anhalt. Gneisenau gilt bis heute als einer der bedeutendsten preußischen Heeresreformer und Militärstrategen des 19. Jahrhunderts. Gemeinsam mit Scharnhorst, Blücher und weiteren Reformern trug er wesentlich dazu bei, die preußische Armee nach ihrer Niederlage von 1806 neu aufzubauen und schließlich erfolgreich gegen Napoleon einzusetzen. Sein Name blieb auch über seinen Tod hinaus in der deutschen Militärgeschichte präsent. Zahlreiche Straßen, Denkmäler und militärische Einrichtungen wurden nach ihm benannt. Besonders bekannt wurde der Schlachtkreuzer SMS Gneisenau der Kaiserlichen Marine sowie das Schlachtschiff Gneisenau der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg. Auch die Bundeswehr erinnert mit der Benennung militärischer Einrichtungen an den preußischen Generalfeldmarschall.

August Wilhelm Antonius Graf Neidhardt von Gneisenau wurde am 27. Oktober 1760 in Schildau im Kurfürstentum Sachsen geboren. Er entstammte einer verarmten Adelsfamilie und verbrachte seine Kindheit unter schwierigen wirtschaftlicheni Verhältnissen. Trotz dieser Umstände erhielt er eine gute Ausbildung und begann zunächst ein Studium an der Universität Erfurt, bevor er sich für eine militärische Laufbahn entschied. Seine ersten militärischen Erfahrungen sammelte Gneisenau in österreichischen und später in ansbach-bayreuthischen Diensten. Eine außergewöhnliche Station seiner frühen Laufbahn führte ihn sogar nach Nordamerika. Dort nahm er während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges auf britischer Seite am Kriegsgeschehen teil. Diese Erfahrungen vermittelten ihm wichtige Einblicke in unterschiedliche Formen der Kriegsführung. Nach seiner Rückkehr nach Europa trat Gneisenau 1786 in die Preußische Armee ein. In den folgenden Jahren diente er zunächst als Offizier in verschiedenen Garnisonen und beschäftigte sich intensiv mit militärischer Strategie, Geschichte und der Organisation moderner Streitkräfte. Seine erste große Bewährungsprobe folgte während des Krieges Preußens gegen Napoleon im Jahr 1806. Nach den vernichtenden Niederlagen der preußischen Armee bei Jena und Auerstedt gehörte Gneisenau zu den Offizieren, die sich für eine grundlegende Erneuerung des preußischen Militärwesens einsetzten. Besondere Bekanntheit erlangte er 1807 als Kommandant der Festung Kolberg an der Ostsee. Gemeinsam mit dem später berühmt gewordenen Ferdinand von Schill und dem Bürgervertreter Joachim Nettelbeck organisierte er diej Verteidigung der Stadt gegen französische und verbündete Truppen. Trotz schwerer Kämpfe und einer mehrmonatigen Belagerung gelang es den Verteidigern, Kolberg bis zum Waffenstillstand zu halten. Die erfolgreiche Verteidigung wurde zu einem wichtigen Symbol des preußischen Widerstandes gegen Napoleon und machte Gneisenau im ganzen Land bekannt. Nach dem Frieden von Tilsit im Juli 1807 beteiligte sich Gneisenau gemeinsam mit Gerhard von Scharnhorst, Hermann von Boyen und weiteren Reformern an der grundlegenden Neuorganisation derk preußischen Streitkräfte. Ziel dieser Reformen war es, die veralteten militärischen Strukturen zu überwinden und eine leistungsfähigere Armee aufzubauen. Gneisenau setzte sich für eine verbesserte Ausbildung, die stärkere Berücksichtigung persönlicher Fähigkeiten bei Beförderungen und die Einbindung breiter Bevölkerungsschichten in die Landesverteidigung ein. Besonders eng arbeitete er mit Gerhard von Scharnhorst zusammen. Beide gehörten zu den wichtigsten Köpfen der preußischen Heeresreform und waren überzeugt, dass Preußen nur durch eine umfassende militärische und gesellschaftliche Erneuerung seine Unabhängigkeit zurückgewinnen konnte. Mit Beginn der Befreiungskriege von 1813 kehrte Gneisenau in eine führende militärische Stellung zurück. Nach der Verwundung und dem späteren Tod Scharnhorsts übernahm er als Generalstabschef der Schlesischen Armee unter Gebhard Leberecht von Blücher eine entscheidende Rolle bei der Planung und Durchführung der Feldzüge gegen Napoleon. Gneisenau und Blücher ergänzten sich in ihreri militärischen Führung. Während Blücher für seine Entschlossenheit und seinen offensiven Führungsstil bekannt war, übernahm Gneisenau einen großen Teil der strategischen Planung und Organisation.i Gemeinsam führten sie die Schlesische Armee durch die wechselvollen Kämpfe des Jahres 1813. Nach dem Sieg an der Katzbach am 26. August 1813 und weiteren erfolgreichen Operationenk nahm ihre Armee im Oktober an der entscheidenden Völkerschlacht bei Leipzig teil. Die Niederlage Napoleons bei Leipzig leitete den Zusammenbruch der französischen Herrschaft über große Teile Deutschlands ein. Im anschließenden Feldzug von 1814 führte Gneisenau gemeinsam mit Blücher die preußischen Truppen bis nach Frankreich. Nach zahlreichen Kämpfen marschierten die verbündeten Armeen Ende März 1814 in Paris ein.

Für seine Verdienste wurde Moltke 1870 in den erblichen Grafenstand erhoben und am 16. Juni 1871 zum Generalfeldmarschall ernannt. Er gehörte nun zu den angesehensten Persönlichkeiten des neuen Deutschen Kaiserreiches. Auch nach den Einigungskriegen blieb Moltke Chef des Großen Generalstabs. Er beschäftigte sich intensiv mit der Weiterentwicklung der deutschen Streitkräfte und der Vorbereitung auf mögliche zukünftige Konflikte. Seine militärischen Grundsätze betonten die Bedeutung sorgfältiger Planung, schneller Entscheidungen und eigenverantwortlichen Handelns der untergeordneten Befehlshaber. Besonders bekannt wurde sein strategischer Grundgedanke, dass kein Operationsplan mit Sicherheit über das erste Zusammentreffen mit der feindlichen Hauptmacht hinaus Bestand haben könne. Damit brachte Moltke zum Ausdruck, dass erfolgreiche militärische Führung nicht nur auf Planung, sondern ebenso auf Anpassungsfähigkeit und selbstständigen Entscheidungen beruhen müsse. 1888, im Alter von 87 Jahren, schied Moltke schließlich aus dem Amt des Generalstabschefs aus. Sein Nachfolger wurde Alfred Graf von Waldersee. Moltke blieb jedoch weiterhin eine hochgeachtete Persönlichkeit des Kaiserreiches und war bis zu seinem Tod Mitglied des Deutschen Reichstages. Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke starb am 24. April 1891 in Berlin im Alter von 90 Jahren. Seine letzte Ruhestätte fand er zunächst auf seinem Gut Kreisau in Schlesien. Moltke gilt bis heute als einer der bedeutendsten Militärstrategen des 19. Jahrhunderts. Seine Reformen der Generalstabsarbeit, sein Einsatz moderner Verkehrsmittel und Kommunikationstechniken sowie seine strategische Führung während der deutschen Einigungskriege beeinflussten die militärische Entwicklung weit über die Grenzen Preußens hinaus. Gemeinsam mit Otto von Bismarck und Albrecht von Roon gehörte Helmuth von Moltke zu den zentralen Persönlichkeiten, die den Aufstieg Preußens und die Gründung des Deutschen Kaiserreiches maßgeblich ermöglichten. Morgen, am 26. Oktober 2026, vor genau 226 Jahren wurde Helmuth Karl Bernhard von Moltke geboren.

Helmuth Karl Bernhard von Moltke, später bekannt als Helmuth von Moltke der Ältere, wurde am 26. Oktober 1800 in Parchim im damaligen Herzogtum Mecklenburg-Schwerin geboren. Er entstammte einer alten mecklenburgischen Adelsfamilie und verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Holstein. Seine militärische Ausbildung begann er an der Kadettenakademie in Kopenhagen, bevor er 1819 als Offizier in die dänische Armee eintrat. 1822 wechselte Moltke in die Preußische Armee. Dort erkannte man früh seine außergewöhnlichen Fähigkeiten in den Bereichen Strategie, Organisation und militärische Planung. Nach dem Besuch der Allgemeinen Kriegsschule in Berlin wurde er 1832 in den preußischen Generalstab aufgenommen. Eine besondere Station seiner Laufbahn führte ihn zwischen 1835 und 1839 in das Osmanische Reich. Dort war Moltke als Militärberater tätig und unterstützte die Modernisierung der osmanischen Streitkräfte. Während dieser Zeit bereiste er große Teile des Reiches und sammelte wertvolle Erfahrungen, die er später in seinen militärischen Schriften verarbeitete. Nach seiner Rückkehr nach Preußen setzte Moltke seine Karriere fort. 1857 wurde er zum Chef des Großen Generalstabs der Preußischen Armee ernannt. Dieses Amt sollte er drei Jahrzehnte lang ausüben und damit die militärische Entwicklung Preußens und des späteren Deutschen Kaiserreiches entscheidend prägen. Moltke erkannte früh die Bedeutung moderner Technik für die Kriegsführung. Besonders der systematische Einsatz von Eisenbahnen und Telegrafie spielte in seinen militärischen Planungen eine zentrale Rolle. Durch präzise Mobilmachungspläne konnten große Truppenverbände innerhalb kurzer Zeit an entscheidende Frontabschnitte verlegt und ihre Bewegungen besser koordiniert werden. Seine erste große Bewährungsprobe als Generalstabschef folgte während des Deutsch-Dänischen Krieges von 1864. Preußen und Österreich kämpften gemeinsam gegen Dänemark um die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg. Moltke war an der militärischen Planung beteiligt und gewann während des Feldzuges zunehmend Einfluss auf die Operationsführung. Seinen entscheidenden militärischen Durchbruch erlebte Moltke im Deutschen Krieg von 1866 gegen Österreich. Er entwickelte einen Operationsplan, bei dem mehrere preußische Armeen getrennt aufmarschierten, um sich anschließend auf dem Schlachtfeld zu vereinigen. Am 3. Juli 1866 kam es zur entscheidenden Schlacht bei Königgrätz. Die preußischen Truppen errangen einen bedeutenden Sieg über die österreichische Armee. Damit wurde die Vormachtstellung Österreichs innerhalb Deutschlands beendet und der Weg zur späteren deutschen Einigung unter preußischer Führung geebnet. Nur vier Jahre später stand Moltke erneut vor einer gewaltigen militärischen Herausforderung. Mit Beginn des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 übernahm er die strategische Leitung der deutschen Operationen gegen Frankreich. Durch sorgfältig vorbereitete Aufmarschpläne und schnelle Truppenbewegungen gelang es den deutschen Armeen, mehrere bedeutende Siege zu erringen. Besonders entscheidend war die Schlacht bei Sedan am 1. und 2. September 1870, bei der die französische Armee unter Kaiser Napoleon III. eingeschlossen und zur Kapitulation gezwungen wurde. Dieser Sieg führte zum Zusammenbruch des französischen Kaiserreiches. Der Krieg dauerte jedoch noch mehrere Monate an, da die neu ausgerufene Französische Republik den Widerstand fortsetzte. Die deutschen Truppen belagerten Paris, bis schließlich im Januar 1871 ein Waffenstillstand geschlossen wurde. Am 18. Januar 1871 wurde im Spiegelsaal von Versailles das Deutsche Kaiserreich gegründet und der preußische König Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser ausgerufen. Moltkes militärische Erfolge hatten wesentlich dazu beigetragen, die politischen Voraussetzungen für diese Reichsgründung zu schaffen.

Kurd Christoph Graf von Schwerin wird am 26.10.1684 auf Schloss Löwitz bei Anklam in Pommern geboren. Der junge Schwerin studiert zunächst drei Jahre an der Universität Leyden, an der schon der Große Kurfürst studiert hatte, Geschichte, Sprachen und Mathematik. 1701 tritt Kurd Christoph, der sich für die Offizierslaufbahn entschieden hat, als Fähnrich in die Armee der Generalstaaten (Niederlande) ein. Er kämpft 1704 im spanischen Erbfolgekrieg in den Schlachten am Schellenberge und bei Höchstädt. Im gleichen Jahr erhält er eine Kompanie, scheidet 1706 aus dem niederländischen Militärdienst aus und tritt in mecklenburgisch-schwerinschen Militärdienst ein. 1707 wird Schwerin zum Oberst ernannt und kämpft 1712 im Nordischen Krieg an der Seite der Schweden. 1719 kämpft er erfolgreich im Auftrag des Herzogs Karl Leopold gegen kaiserliche Truppen und wird darauf zum Generallieutenant ernannt. 1720 wird Pommern bis zur Peene, bis dahin unter schwedischer Herrschaft, preußisch. Schwerin, nunmehr preußischer Staatsbürger, tritt in die Armee Friedrich Wilhelms I. ein. Er erhält den Rang eines Generalmajors, wird 1723 Chef des Infanterieregiments von Frankfurt/Oder und 1731 zum Generalleutnant befördert. 1730 gehört er zu den Beisitzern des Militärgerichts über Kronprinz Friedrich und dessen Freund von Katte. Bis 1731 sitzt von Schwerin im berühmten Tabakskollegium des Soldatenkönigs und zählt zu dessen engsten militärischen Beratern. Wegen seiner Vorliebe fürs Ausländische wird er spöttelnd der „kleine Marlborough“ genannt. Als bekannt wird, dass der verheiratete Schwerin mit der verwitweten Freifrau von Knyphausen ein Verhältnis hat, aus dem 1735 auch ein Sohn hervorgegangen ist, verordnet der König der Witwe eine Strafe von 12.000 Talern. Schwerin zieht sich auf seine Güter zurück. Sofort nach derj Thronbesteigung 1740 ernennt Friedrich II. von Schwerin sofort zum General-Feldmarschall und Grafen. Von nun an existiert eine Konkurrenz zwischen den beiden preußischen Feldmarschällen Schwerin und Leopold von Anhalt- Dessau. Friedrich II. bevorzugt Schwerin, der 1740 im ersten Schlesischen Krieg sein Hauptberater ist. In der ersten Schlacht (am 10.4.1740 bei Mollwitz) schickt Schwerin den überforderten jungen König vom Schlachtfeld, als eine Niederlage droht. An der Spitze seiner Grenadiere rettet Schwerin den Sieg, was ihm der König wenig dankt und lange Zeit nicht verzeihen kann. Das Zerwürfnis geht so weit, dass von Schwerin 1742 auf seine Güter geht. Dieser Vorgang wiederholt sich nach dem zweiten Schlesischen Krieg. 1747 bessert sich das Verhältnis wieder, der König erstattet der Freifrau von Knyphausen sogar die frühere Strafe. Als 1754 die Gemahlin des Feldmarschalls, eine geborene von Krassow, stirbt, heiratet Schwerin kurz darauf die Äbtissin zu Barth, eine von Wackenitz, mit der er eine uneheliche Tochter hat. Der Hof zerreißt sich das Maul, aber Friedrich II. toleriert die „Sittenlosigkeit“ des 70-jährigen. Als der Siebenjährige Krieg beginnt, wird der 72-jährige Schwerin erneut zu den Fahnen gerufen. Er erhält den Oberbefehl über das schlesische Armeekorps und bezieht am 15.8.1756 sein Quartier in Neiße. Am 6.5.1757 fällt Schwerin in der Schlacht bei Prag an der Spitze seiner Truppen. Die Leiche wird einbalsamiert und in der Gruft zu Wusseken bei Schwerinsburg beigesetzt

Preußen durch Abstammung, Deutsche durch die Gnade Gottes. Wir sind hier und weichen nicht mehr, denn wir fürchten uns nicht.
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In Spremberg, Brandenburg, steht ein Stein.
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Art 146 GG + Carlo Schmid + Art 50 EGBGB + BVerfG = ⬛️⬜️🟥 https://www.youtube.com/watch?v=WM2Eqmw8O2A

Der "Tag der deutschen Einheit" am 3. Oktober ist eine Suggestion.
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Zum "Tag der deutschen Einheit" ein paar Fakten.
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Johann David Ludwig Yorck wurde am 26. September 1759 in Potsdam geboren. Sein Vater war Hauptmann in der preußischen Armee unter Friedrich dem Großen. Bereits 1772, im Alter von nur 13 Jahren, trat Yorck selbst in die Preußische Armee ein. Seine frühe militärische Laufbahn verlief allerdings keineswegs geradlinig. Wegen offener Kritik an einem Vorgesetzten geriet der junge Offizier in Konflikt mit seinen militärischen Führungskräften, wurde für etwa ein Jahr inhaftiert und schließlich aus der preußischen Armee entlassen. Daraufhin trat er 1781 in niederländische Dienste und kämpfte unter anderem in Südafrika und Indien. 1785 kehrte Yorck nach Preußen zurück. Zwei Jahre später wurde er wieder in die preußische Armee aufgenommen. In den folgenden Jahren stieg er kontinuierlich auf und machte sich insbesondere als erfahrener Führer leichter Infanterie einen Namen. Während des Krieges gegen Napoleon im Jahr 1806 kämpfte Yorck unter anderem unter Gebhard Leberecht von Blücher. Nach der vernichtenden Niederlage Preußens bei Jena und Auerstedt gehörte Yorck zu den Offizieren, die sich beim schwierigen Rückzug der preußischen Truppen bewährten. Seine berühmteste Entscheidung traf Yorck jedoch im Jahr 1812. Preußen war zu dieser Zeit gezwungen, Napoleon bei dessen Russlandfeldzug militärisch zu unterstützen. Yorck führte dabei das preußische Hilfskorps innerhalb der französisch geführten Streitkräfte. Nach Napoleons katastrophalem Rückzug aus Russland entschied sich Yorck zu einem außergewöhnlichen Schritt. Am 30. Dezember 1812 schloss er bei Tauroggen eigenmächtig eine Konvention mit dem russischen General Hans Karl von Diebitsch. Darin erklärte Yorck sein preußisches Korps für neutral und löste es faktisch aus Napoleons Heer heraus. Das Entscheidende daran: Yorck handelte ohne die Zustimmung seines Königs Friedrich Wilhelm III. Er setzte damit seine militärische Karriere und möglicherweise sogar sein Leben aufs Spiel. Der König distanzierte sich zunächst von seinem General. Politisch entwickelte sich die Konvention von Tauroggen jedoch zu einem wichtigen Schritt auf dem Weg zum preußischen Aufstand gegen Napoleon. 1813 trat Preußen schließlich offen in den Krieg gegen Frankreich ein. Yorck übernahm ein Korps der Schlesischen Armee unter Blücher und wurde zu einem der bedeutenden preußischen Heerführer der nun beginnenden Befreiungskriege. Besonders zeichnete er sich am 3. Oktober 1813 in der Schlacht bei Wartenburg an der Elbe aus. Seine Truppen durchbrachen dort französische Stellungen und ermöglichten Blüchers Armee den Übergang über den Fluss. Wenige Tage später nahm Yorck mit seinen Soldaten an der großen Völkerschlacht bei Leipzig teil. Für seine Leistungen wurde er 1814 in den erblichen Grafenstand erhoben und erhielt den Namenszusatz „von Wartenburg“. Aus Johann David Ludwig von Yorck wurde damit Graf Yorck von Wartenburg. Auch im Feldzug von 1815, der mit Napoleons endgültiger Niederlage bei Waterloo endete, gehörte Yorck noch zur preußischen Armeeführung. Nach den Befreiungskriegen zog er sich zunehmend aus dem aktiven Dienst zurück. 1821 wurde er schließlich zum preußischen Generalfeldmarschall ernannt. Johann David Ludwig Graf Yorck von Wartenburg starb am 4. Oktober 1830 auf seinem Gut Klein-Oels in Schlesien im Alter von 71 Jahren.