Zeit-fuer-einen-Mutausbruch
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Ich bin auf dem Jakobsweg 840 Km von Irun nach Santiago gelaufen, an die Algarve ausgewandert und biete Klangschalen Massagen und Retreats bei mir an
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Blogbeitrag
Was, wenn es schon passiert ist?
Ich habe lange auf etwas gewartet, ohne genau benennen zu können, worauf eigentlich.
Es hatte viele Namen.
Aufstieg.
Entrückung.
Ein kollektiver Wandel.
Ein Kipppunkt.
Und egal, wie unterschiedlich diese Begriffe klingen – sie alle tragen dieselbe leise Hoffnung in sich:
Dass sich etwas grundlegend verändert. Dass es irgendwann anders wird. Leichter. Wahrer. Friedlicher.
Ich dachte lange, es würde sich im Außen zeigen.
Sichtbar. Spürbar für alle. Unübersehbar.
Doch was, wenn es gar nicht so passiert?
Was, wenn dieser Wandel nicht laut ist – sondern still?
Nicht plötzlich – sondern schleichend?
Nicht im Außen beginnt – sondern im Inneren?
In den letzten Wochen hat sich etwas verändert.
Nicht dramatisch. Nicht spektakulär.
Eher… selbstverständlich.
Wenn ich aus dem Denken herausgehe und einfach nur wahrnehme, dann ist da etwas, das vorher so nicht da war:
Eine Ruhe, die nicht von Umständen abhängt.
Ein Frieden, der nicht erarbeitet werden muss.
Ein Gefühl von „es ist gut“, ohne dass sich im Außen alles geklärt haben müsste.
Es ist kein Hoch.
Keine Euphorie.
Kein Zustand, den ich festhalten muss.
Eher das Gegenteil:
Es ist stabil. Leise. Tragend.
Das Interessante ist:
Das Außen hat sich nicht plötzlich in eine perfekte Welt verwandelt.
Im Gegenteil – vieles wirkt sogar, als würde es auseinanderfallen. Alte Strukturen bröckeln, Sicherheiten lösen sich auf, Gewohntes verliert an Halt.
Und doch… macht es etwas anderes mit mir als früher.
Wo vorher Unruhe war, ist jetzt Raum.
Wo früher Kontrolle war, ist jetzt Vertrauen.
Wo ich mich früher verloren hätte, bleibe ich jetzt bei mir.
Nicht aus Gleichgültigkeit.
Sondern aus einer tiefen inneren Sicherheit heraus.
Ich habe mich gefragt:
Ist das vielleicht das, worauf so viele gewartet haben?
Nur nicht als äußeres Ereignis –
sondern als innerer Wechsel.
Nicht als neue Welt, die plötzlich erscheint –
sondern als neue Art, diese Welt zu erleben.
Vielleicht ist der „Aufstieg“ kein Ort, den man erreicht.
Keine Zeitlinie, in die man springt.
Sondern ein Zustand, in dem man aufhört, ständig gegen das Leben zu arbeiten.
Das bedeutet nicht, dass alles abgeschlossen ist.
Im Gegenteil.
Das Alte zeigt sich noch.
Manches will gesehen, manches verabschiedet werden.
Prozesse laufen weiter.
Aber die Basis hat sich verändert.
Und das ist neu.
Ich weiß nicht, ob man das erklären kann.
Und vielleicht muss man das auch gar nicht.
Vielleicht reicht es, es zu bemerken.
Zu fühlen.
Und ihm zu vertrauen, ohne es sofort einordnen zu müssen.
Was, wenn wir nicht mehr warten müssen?
Was, wenn das, worauf wir gehofft haben, nicht irgendwann kommt –
sondern genau hier beginnt?
Still.
Unauffällig.
Und nur für den sichtbar, der innehält.
Vielleicht ist es kein großes Ereignis.
Vielleicht ist es einfach der Moment,
in dem es in dir ruhig wird –
und du merkst,
dass du angekommen bist,
ohne irgendwo hingegangen zu sein.
Was, wenn der Schlüssel nicht darin liegt, auf die 5D zu warten, sondern zu erkennen, dass wir schon längst dort sind — und diese Realität bewusst anzunehmen?
Vielleicht geht es nicht darum, auf den Übergang zu warten, sondern darum, die Position des Wartenden loszulassen und ganz im Sein anzukommen — weil wir bereits dort sind.
Gestern durfte ich hier an diesem heilsamen Ort eine Cranio-Sacral-Therapie erleben. Eine Stunde lang durfte mein Nervensystem vollkommen herunterfahren – und es ist erstaunlich, wie viel unser Körper speichert, oft ohne dass wir es bewusst wahrnehmen.
Mitten in der Natur Portugals bei einer Brasilianerin gelandet, bin ich einmal mehr tief beeindruckt davon, welche Fähigkeiten Menschen in sich tragen und wie heilsam es sein kann, wenn sie diese weitergeben.
Ich bin weiter auf dem Weg der Besserung und inzwischen bei etwa einem Fünftel der ursprünglichen Taubheit angekommen. Schritt für Schritt spüre ich, wie mein Körper heilen darf – in seinem eigenen Tempo und mit einer Kraft, die mich immer wieder staunen lässt.
Zufall – oder fällt es mir vielmehr zu–, dass mich meine heutige Cranio-Sacral-Therapie hierher führt? Ich bin bereit, offen und neugierig, zu sehen, was sich zeigt
+1
Meine Unterkunft für den August direkt an der schmalen Straße runter zum Praia de Monte Clérigo. Hier komme ich bei Heidemarie unter, die in der Zeit ihre Tochter besuchen geht und die mich aktuell homöopathisch begleitet. Gefühlt ist alles miteinander verbunden.
https://youtu.be/oU06f_nLolw?is=muq19_RFwHdXhuHx
Das ist mehr oder weniger exakt das, was ich gerade körperlich erlebe (die Heilung schreitet weiter voran) und nicht als Erkrankung sondern Heilung wahrnehme.
Olá, bom dia,
ich kann das nur bestätigen. Nach meinem ersten Jakobsweg war nichts mehr wie zuvor. Für mich persönlich war es schlichtweg nicht mehr möglich, das alte Leben weiterzuführen. Der Weg hat vieles verändert und mir eine neue Sicht auf das Leben gegeben.
Noch ein Rückblick auf den (Nicht) Start meiner Auswanderung im September 2025.
Auswandern wie die Bahn – mit Stil und Verspätung
Manchmal schreibt das Leben Geschichten, die selbst ein guter Drehbuchautor sich nicht ausdenken könnte. Monate der Vorbereitung, Pläne geschmiedet, Abschiede genommen – der große Schritt in ein neues Leben stand unmittelbar bevor. Meine Auswanderung war bis ins kleinste Detail geplant. Und dann… kam alles anders.
Am Tag des Aufbruchs, 200 Meter vor der Ortsausfahrt, wollte ich noch einmal das Auto volltanken. Routine, nichts Besonderes. Doch als ich zurückkam, sah ich es tropfen. Sir Toby – mein treuer Begleiter auf vier Rädern – hatte ein Leck. Was zunächst wie eine Kleinigkeit aussah, entpuppte sich bald als größerer Schaden. Zwischen Hoffen, Bangen, Telefonaten und Werkstattbesuchen vergingen Stunden. Am Ende war klar: Die Reise beginnt nicht heute.
Was mich aber wirklich berührt hat, war nicht die Panne selbst. Es war, wie viele Menschen in genau diesem Moment für mich da waren. Ich wurde in Offenbach an der Werkstatt abgeholt, nach Landau in die Wohnung meiner Mutter gebracht, wo ich nun vorübergehend unterkomme. Und dann war da dieses eine Pärchen, das mich abends nach meinem PayPal-Konto fragte – und mir 50 Euro für die Reparatur von Sir Toby schickte. Einfach so. Aus Mitgefühl. Aus Verbundenheit.
Ich kam gegen 16 Uhr nach Hause. Plötzlich fiel der ganze Druck der letzten Tage und Wochen ab. Ich spürte, wie erschöpft ich wirklich war – körperlich, emotional, seelisch. Ich fiel auf die Couch und schlief für drei Stunden wie im Koma. Danach wachte ich kurz auf, völlig benommen, und ging wenig später ins Bett – wo ich die gesamte Nacht tief und durchgehend schlief. Mein Körper hatte gesprochen, und ich habe zugehört
Meine Auswanderung ist nicht abgesagt – sie startet einfach mit der Gelassenheit der Deutschen Bahn: leicht verspätet, aber mit Zielankunft. Ich bleibe in Vorfreude. Ich freue mich auf mein neues Zuhause am Meer. Sir Toby wird mitkommen. Ich schicke ihm gute Energie für seine Reparatur und hoffe, er rollt bald wieder.
Was gestern passiert ist, war für mich wie eine kleine „Jakobsweg-Etappe“. Eine dieser Prüfungen, die man durchschreitet – nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Vor ein paar Jahren hätte mich so ein Tag völlig aus der Bahn geworfen. Heute konnte ich den Blick auf das Positive richten. Ich konnte sehen, was alles trotzdem funktioniert hat. Wie getragen ich wurde. Wie ich gewachsen bin.
Ich glaube, genau darum geht es: Nicht jeder Schritt läuft nach Plan. Aber jeder Schritt bringt uns weiter. Vielleicht sogar genau dann, wenn es nicht so aussieht.
Das Leben ist wunderbar. Und ich entscheide mich dafür.
Es geht jetzt spürbar vorwärts und mein Körper erholt sich zunehmend. Der Hinterkopf fühlt sich inzwischen fast wieder normal an. Aktuell sind nur noch der rechte Arm und die Hand etwas „eingefroren“, aber auch dort merke ich deutlich, dass sich innerlich etwas tut und der Heilungsprozess arbeitet. Gleichzeitig gebe ich meinem Körper bewusst die Zeit, die er braucht, und freue mich sehr darüber, wie positiv sich alles entwickelt 😁
Klingt jetzt vielleicht nicht nach der männlichsten Erfolgsmeldung 😅, aber meine rechte Hand kann heute zum ersten Mal wieder eine Haarklammer einigermaßen spüren und sie sogar am Kopf im Dutt befestigen.
https://youtu.be/5XPATo43cy4?is=Z2rKgyZ6RRgguvBc
Habt eine wundervolle Woche - love shine a light ✨
Heute vor acht Monaten begann meine Auswanderung an die Algarve (wenn auch mit etwas Verspätung) – und ich kann aus tiefstem Herzen sagen, dass ich keine einzige Sekunde davon bereut habe. Im Gegenteil: Noch nie habe ich mich so lebendig, frei und angekommen gefühlt.
Ich bin unglaublich dankbar für alles, was ich in diesen Monaten erleben, lernen und fühlen durfte. ✨🌊
Heute vor 8 Monaten: Auswandern für Anfänger 😁
Part I
🚗💥 Am Tag der Auswanderung tropft das Auto – das kann man sich nicht ausdenken.
Seit über fünf Monaten plane ich meine Auswanderung. Alles war gepackt, organisiert und durchdacht. Und dann passiert ausgerechnet am Tag der Abreise genau das, womit niemand rechnet.
200 Meter vor der Ortsausfahrt wollte ich noch einmal volltanken. Als ich vom Bezahlen zurückkam, sah ich plötzlich: Mein Auto tropft.
Nicht ein bisschen. Richtig.
Direkt gegenüber war eine Werkstatt. Dort sagte man mir nur:
„Fahr besser gleich zum Schrotthändler und schau, ob du dort noch ein Ersatzteil bekommst.“
Ernsthaft?
Aber statt aufzugeben, bin ich wieder eingestiegen und zu der Werkstatt meines Vertrauens nach Offenbach gefahren – dorthin, wo mein treuer Sir Toby (ja, mein Auto hat einen Namen) erst vor Kurzem repariert wurde.
Also hieß es erst einmal warten. Ein neuer Filter wurde bestellt und sollte gegen 13 Uhr eintreffen. Ob das Problem damit endgültig gelöst wäre, wusste zu diesem Zeitpunkt noch niemand.
Und trotzdem:
Ich bleibe ruhig.
Ich versuche, das Positive zu sehen.
Ich nehme diese Situation als Prüfung an – und wachse daran.
Denn ganz ehrlich: Lieber jetzt noch in Landau eine Panne als drei Stunden später irgendwo mitten in Frankreich ohne Hilfe zu stranden.
Vielleicht war das einfach ein letzter Zwischenstopp. Eine Erinnerung daran, dass man nicht alles kontrollieren kann – aber sehr wohl, wie man damit umgeht.
Also mache ich jetzt eine Pause. Atmen. Kaffee. Vertrauen.
Der Weg geht weiter. Vielleicht mit Verspätung – aber er geht weiter.
Part II
Manchmal hält das Leben dich fest – aus gutem Grund
Eigentlich wollte ich längst unterwegs sein. Alles war geplant, gepackt und organisiert. Doch das Leben hatte andere Pläne: Der ABS-Block ist defekt. Das Fahrzeug steht – und ich damit auch.
Der Ausbau steht an, danach wird entschieden, ob repariert oder ersetzt wird. So oder so: In den nächsten Tagen komme ich nicht los.
Natürlich ist da Enttäuschung. Ich hatte mich auf den Aufbruch gefreut – auf das Loslassen, das Weiterziehen, das Neue.
Und gleichzeitig spüre ich etwas anderes: eine leise innere Stimme, die sagt, dass genau das gerade richtig ist. Dass dieser unfreiwillige Stillstand vielleicht kein Zufall ist.
Die letzten Wochen und Monate waren intensiv. Ich war fast täglich im Hospiz – eine Zeit voller Abschied, Nähe, Tiefe und emotionaler Erschöpfung. Heute Morgen wurde ich buchstäblich auf den letzten Drücker fertig. Und dann: Stillstand.
Vielleicht, weil mein Körper und mein Herz noch gar nicht bereit waren, sofort weiterzugehen.
Also bleibe ich. Atme durch. Ruhe mich aus. Und versuche darauf zu vertrauen, dass ich genau dort bin, wo ich gerade sein soll.
Denn manchmal hält dich das Leben fest – nicht um dich auszubremsen, sondern um dir die Kraft zu geben, die du brauchst, um wirklich loszugehen.
Die letzten zwei Wochen in meinem geliebten Apartment in Vale da Telha beginnen heute. Wie so oft in den vergangenen Jahren darf ich mich wieder im Loslassen üben. Mit jeder Veränderung schwingt ein Hauch von Wehmut mit – oder vielleicht ist es auch einfach tiefe Wertschätzung für all das, was war.
Und doch durfte ich immer wieder erfahren, dass genau dann, wenn ich loslasse, neue schöne Begegnungen, Möglichkeiten und Wege ihren Platz in meinem Leben finden. Auch dieses Mal wird es vermutlich für einen Moment weh tun – und gleichzeitig weiß ich, dass kurz darauf wieder etwas Neues entstehen darf.
Ab 1. Oktober werde ich sowieso ein weiteres Mal für einige Monate hier einziehen ❤️☀️
Gestern fühlte sich gesundheitlich wie mein bester Tag seit drei Wochen an. Mittags lag ich zwei Stunden im Schatten am Strand, und gegen 17 Uhr ging ich zu einer Geburtstagsparty, zu der ich eingeladen war. Doch gegen 19 Uhr brach mein Körper plötzlich wie ein Kartenhaus zusammen und machte mir unmissverständlich klar, dass er im Moment vor allem Ruhe und Schonung braucht.
Nach 13 Stunden Schlaf bin ich heute noch etwas zerknittert und übe mich erneut in Geduld und Annahme. Nicht gerade meine größte Stärke – aber vielleicht genau deshalb eine wichtige Lektion.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen ruhigen und erholsamen Sonntag.
🌊🌊🌊
