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Traumatherapie S. Gonzalez

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Selbstablehnung - Teil 2 Gleichzeitig ist das die tiefere Ursache fĂŒr fast all unser Leid in unseren spĂ€teren Beziehungen. Denn Menschen mit ungelöstem Bindungs- und Entwicklungstrauma haben Probleme in Beziehungen und sozialen Situationen. ​ In ihrem Inneren steckt hĂ€ufig ein tiefes GefĂŒhl der Hilf- & Hoffnungslosigkeit, welches eine scheinbar unĂŒberwindbare Schwere mit sich trĂ€gt. Sie fĂŒhlen sich chronisch ĂŒberfordert von ihren UmstĂ€nden und haben wenig Hoffnung auf VerĂ€nderung. ​ Und nicht nur nur das: Auf einer tiefen, unbewussten Ebene haben viele das GefĂŒhl, dass sie ihre tiefsten HerzenswĂŒnsche – zum Beispiel eine erfĂŒllende Partnerschaft – nicht verdienen. Das eigene SelbstwertgefĂŒhl lĂ€sst dies nicht zu. Dies kann uns an Rand des Wahnsinns treiben und den inneren Kampf aus Selbstablehnung und Selbstverurteilung noch mehr verstĂ€rken. ​ Falls Du Dich bei einigen dieser widersprĂŒchlichen Verhaltensmustern angesprochen fĂŒhlst, dann lass mich Dir eins sagen: DU BIST DAMIT NICHT ALLEINE ​ Das VerstĂ€ndnis darĂŒber, dass unser SelbstwertgefĂŒhl auf toxischer Scham basiert, welche die Konsequenz von frĂŒhzeitigem Entwicklungstrauma ist, hilft dabei, den tiefgreifenden inneren Konflikt zu verstehen. Dieser innere Konflikt bringt uns dazu, gegen unsere eigenen Interessen und WĂŒnsche zu handeln und sorgt letztlich dafĂŒr, dass wir unser eigenes Leben sabotieren und uns selbst zu Schuldigen dafĂŒr machen. ​Aus dieser Perspektive beginnen selbstsabotierende Verhaltensweisen Sinn zu machen und sie kann das Tor dazu öffnen, Dir selbst in MitgefĂŒhl und Akzeptanz zu begegnen. Teil 3 folgt ...

Selbstablehnung - Teil 2

Selbstablehnung - Teil 1 Wenn Du in Deiner frĂŒhen Kindheit Bindungsverletzungen und emotionale VernachlĂ€ssigung erfahren hast, dann wirst Du zwangslĂ€ufig gelernt haben, Dir selbst dafĂŒr die Schuld zu geben und Dich selbst dafĂŒr anzugreifen und abzuwerten. Aber vielleicht fragst Du Dich: Warum geben wir uns die Schuld dafĂŒr dass wir nicht liebevoll behandelt wurden? Die Antwort: Weil Du keine andere Wahl hattest. Kinder können nicht anders. ​ Denn das kindliche Gehirn besitzt noch nicht die FĂ€higkeit, zu differenzieren, dass das was in der Umwelt geschieht, nichts mit einem selbst zu tun hat. ​ Wenn meine Eltern (aufgrund ihrer eigenen ungelösten Themen) in meiner Anwesenheit unglĂŒcklich oder gestresst sind, dann liegt das an mir! Ich habe Schuld. Ich werde so behandelt, weil ich es verdiene. Ich bin nicht liebenswert. ​Was ist der Sinn daran, uns selbst dafĂŒr abzulehnen und anzugreifen? FĂŒr ein Kind ist es viel zu bedrohlich davon auszugehen, dass die eigenen Eltern nicht in der Lage sind, einen zu lieben. Denn fĂŒr ein Kind ist der Verlust der Liebe zu den Eltern, gleichzusetzen mit dem Verlust jeglicher Hoffnung jemals geliebt zu werden. Es ist also besser, ein nicht liebenswertes Kind von liebevollen Eltern zu sein, als ein liebenswertes Kind von Eltern, die nicht in der Lage sind zu lieben. Dank dieser Überlebensstrategie bleibt ein StĂŒckchen Hoffnung am Leben. ​ Denn wenn ich falsch bin, - dann muss ich mich einfach nur gut genug anpassen - alle Aspekte, die meine Eltern nicht haben wollen, unterdrĂŒcken - und wenn ich mich ganz stark bemĂŒhe, und alles richtig mache - dann werde ich vielleicht eines Tages doch noch geliebt und angenommen Diese Dynamik sorgt dafĂŒr, dass Kinder jede Form von Umweltversagen verinnerlichen und auf sich selbst beziehen, was letztlich dazu fĂŒhrt, dass ihr grundlegendes SelbstwertgefĂŒhl auf toxischer Scham und der hartnĂ€ckigen Überzeugung basiert: “Mit mir stimmt etwas nicht. Ich bin falsch. Ich bin nicht gut genug.” Teil 2 folgt ...

Selbstablehnung - Teil 1 Wenn Du in Deiner frĂŒhen Kindheit Bindungsverletzungen und emotionale VernachlĂ€ssigung erfahren hast, dann wirst Du zwangslĂ€ufig gelernt haben, Dir selbst dafĂŒr die Schuld zu geben und Dich selbst dafĂŒr anzugreifen und abzuwerten. Aber vielleicht fragst Du Dich: Warum geben wir uns die Schuld dafĂŒr dass wir nicht liebevoll behandelt wurden? Die Antwort: Weil Du keine andere Wahl hattest. Kinder können nicht anders. ​ Denn das kindliche Gehirn besitzt noch nicht die FĂ€higkeit, zu differenzieren, dass das was in der Umwelt geschieht, nichts mit einem selbst zu tun hat. ​ Wenn meine Eltern (aufgrund ihrer eigenen ungelösten Themen) in meiner Anwesenheit unglĂŒcklich oder gestresst sind, dann liegt das an mir! Ich habe Schuld. Ich werde so behandelt, weil ich es verdiene. Ich bin nicht liebenswert. ​Was ist der Sinn daran, uns selbst dafĂŒr abzulehnen und anzugreifen? FĂŒr ein Kind ist es viel zu bedrohlich davon auszugehen, dass die eigenen Eltern nicht in der Lage sind, einen zu lieben. Denn fĂŒr ein Kind ist der Verlust der Liebe zu den Eltern, gleichzusetzen mit dem Verlust jeglicher Hoffnung jemals geliebt zu werden. Es ist also besser, ein nicht liebenswertes Kind von liebevollen Eltern zu sein, als ein liebenswertes Kind von Eltern, die nicht in der Lage sind zu lieben. Dank dieser Überlebensstrategie bleibt ein StĂŒckchen Hoffnung am Leben. ​ Denn wenn ich falsch bin, dann muss ich mich einfach nur gut genug anpassen... ... und alle Aspekte, die meine Eltern nicht haben-wollen, unterdrĂŒcken... ... und wenn ich mich ganz stark bemĂŒhe, und alles richtig mache
 ... dann werde ich vielleicht eines Tages doch noch geliebt und angenommen
" ​ Diese Dynamik sorgt dafĂŒr, dass Kinder jede Form von Umweltversagen verinnerlichen und auf sich selbst beziehen... ... was letztlich dazu fĂŒhrt, dass ihr grundlegendes SelbstwertgefĂŒhl auf toxischer Scham und der hartnĂ€ckigen Überzeugung basiert: “Mit mir stimmt etwas nicht. Ich bin falsch. Ich bin nicht gut genug.” ​ Gleichzeitig ist das die tiefere Ursache fĂŒr (fast) all unser Leid in unseren spĂ€teren Beziehungen. Denn Menschen mit ungelöstem Entwicklungs- und Bindungstraumata haben große Probleme in Beziehungen und sozialen Situationen. ​ In ihrem Inneren steckt hĂ€ufig ein tiefes GefĂŒhl der Hilf- & Hoffnungslosigkeit, welches eine scheinbar unĂŒberwindbare Schwere mit sich trĂ€gt. Sie fĂŒhlen sich chronisch ĂŒberfordert von ihren UmstĂ€nden und haben wenig Hoffnung auf VerĂ€nderung. ​ Und nicht nur nur das: Auf einer tiefen, unbewussten Ebene haben viele das GefĂŒhl, dass sie ihre tiefsten HerzenswĂŒnsche – zum Beispiel eine erfĂŒllende Partnerschaft – nicht verdienen. Das eigene SelbstwertgefĂŒhl lĂ€sst dies nicht zu... Dies kann uns an Rand des Wahnsinns treiben und den inneren Kampf aus Selbstablehnung & Selbstverurteilung noch mehr verstĂ€rken. ​ Falls du dich bei einigen dieser widersprĂŒchlichen Verhaltensmuster angesprochen fĂŒhlst, dann lass mich dir eins sagen: Du bist damit nicht alleine. ​ Das VerstĂ€ndnis darĂŒber, dass unser SelbstwertgefĂŒhl auf toxischer Scham basiert, welches die Konsequenz von frĂŒhzeitigem Entwicklungstrauma ist, hilft dabei, den tiefgreifenden inneren Konflikt zu verstehen. Dieser innere Konflikt bringt uns dazu, gegen unsere eigenen Interessen und WĂŒnsche zu handeln und sorgt letztlich dafĂŒr, dass wir unser eigenes Leben sabotieren und uns selbst Schuldigen dafĂŒr machen. ​ Aus dieser Perspektive beginnen selbstsabotierende Verhaltensweisen Sinn zu machen... ... und es kann dir das Tor dazu öffnen, dir selbst in MitgefĂŒhl und Akzeptanz zu begegnen.

Selbstablehnung - Teil 1 Wenn Du in Deiner frĂŒhen Kindheit Bindungsverletzungen und emotionale VernachlĂ€ssigung erfahren hast, dann wirst Du zwangslĂ€ufig gelernt haben, Dir selbst dafĂŒr die Schuld zu geben und Dich selbst dafĂŒr anzugreifen und abzuwerten. Aber vielleicht fragst Du Dich: Warum geben wir uns die Schuld dafĂŒr dass wir nicht liebevoll behandelt wurden? Die Antwort: Weil Du keine andere Wahl hattest. Kinder können nicht anders. ​ Denn das kindliche Gehirn besitzt noch nicht die FĂ€higkeit, zu differenzieren, dass das was in der Umwelt geschieht, nichts mit einem selbst zu tun hat. ​ Wenn meine Eltern (aufgrund ihrer eigenen ungelösten Themen) in meiner Anwesenheit unglĂŒcklich oder gestresst sind, dann liegt das an mir! Ich habe Schuld. Ich werde so behandelt, weil ich es verdiene. Ich bin nicht liebenswert. ​Was ist der Sinn daran, uns selbst dafĂŒr abzulehnen und anzugreifen? FĂŒr ein Kind ist es viel zu bedrohlich davon auszugehen, dass die eigenen Eltern nicht in der Lage sind, einen zu lieben. Denn fĂŒr ein Kind ist der Verlust der Liebe zu den Eltern, gleichzusetzen mit dem Verlust jeglicher Hoffnung jemals geliebt zu werden. Es ist also besser, ein nicht liebenswertes Kind von liebevollen Eltern zu sein, als ein liebenswertes Kind von Eltern, die nicht in der Lage sind zu lieben. Dank dieser Überlebensstrategie bleibt ein StĂŒckchen Hoffnung am Leben. ​ Denn wenn ich falsch bin, ... dann muss ich mich einfach nur gut genug anpassen... ... und alle Aspekte, die meine Eltern nicht haben-wollen, unterdrĂŒcken... ... und wenn ich mich ganz stark bemĂŒhe, und alles richtig mache
 ... dann werde ich vielleicht eines Tages doch noch geliebt und angenommen
" ​ Diese Dynamik sorgt dafĂŒr, dass Kinder jede Form von Umweltversagen verinnerlichen und auf sich selbst beziehen... ... was letztlich dazu fĂŒhrt, dass ihr grundlegendes SelbstwertgefĂŒhl auf toxischer Scham und der hartnĂ€ckigen Überzeugung basiert: “Mit mir stimmt etwas nicht. Ich bin falsch. Ich bin nicht gut genug.” ​ Gleichzeitig ist das die tiefere Ursache fĂŒr (fast) all unser Leid in unseren spĂ€teren Beziehungen. Denn Menschen mit ungelöstem Entwicklungs- und Bindungstraumata haben große Probleme in Beziehungen und sozialen Situationen. ​ In ihrem Inneren steckt hĂ€ufig ein tiefes GefĂŒhl der Hilf- & Hoffnungslosigkeit, welches eine scheinbar unĂŒberwindbare Schwere mit sich trĂ€gt. Sie fĂŒhlen sich chronisch ĂŒberfordert von ihren UmstĂ€nden und haben wenig Hoffnung auf VerĂ€nderung. ​ Und nicht nur nur das: Auf einer tiefen, unbewussten Ebene haben viele das GefĂŒhl, dass sie ihre tiefsten HerzenswĂŒnsche – zum Beispiel eine erfĂŒllende Partnerschaft – nicht verdienen. Das eigene SelbstwertgefĂŒhl lĂ€sst dies nicht zu... Dies kann uns an Rand des Wahnsinns treiben und den inneren Kampf aus Selbstablehnung & Selbstverurteilung noch mehr verstĂ€rken. ​ Falls du dich bei einigen dieser widersprĂŒchlichen Verhaltensmuster angesprochen fĂŒhlst, dann lass mich dir eins sagen: Du bist damit nicht alleine. ​ Das VerstĂ€ndnis darĂŒber, dass unser SelbstwertgefĂŒhl auf toxischer Scham basiert, welches die Konsequenz von frĂŒhzeitigem Entwicklungstrauma ist, hilft dabei, den tiefgreifenden inneren Konflikt zu verstehen. Dieser innere Konflikt bringt uns dazu, gegen unsere eigenen Interessen und WĂŒnsche zu handeln und sorgt letztlich dafĂŒr, dass wir unser eigenes Leben sabotieren und uns selbst Schuldigen dafĂŒr machen. ​ Aus dieser Perspektive beginnen selbstsabotierende Verhaltensweisen Sinn zu machen... ... und es kann dir das Tor dazu öffnen, dir selbst in MitgefĂŒhl und Akzeptanz zu begegnen.

3. Übernommene Überlebensmechanismen Übernommene Überlebensmechanismen entstehen, wenn wir als Kinder die Traumaenergien unserer Bezugspersonen aufnehmen. Mit einem Teil unseres Selbst schaffen wir Kontakt, indem wir diese Energien internalisieren, wĂ€hrend ein anderer Teil von uns sich zurĂŒckzieht, um sich zu schĂŒtzen. Dieser innere Spaltungsprozess kann zu IdentitĂ€tskonflikten fĂŒhren. Im Laufe der Zeit fĂ€llt es uns schwer, zwischen eigenen GefĂŒhlen und ĂŒbernommenen Strategien zu unterscheiden.

2. SekundĂ€re Überlebensmechanismen Wenn Kampf oder Flucht keine Optionen sind oder das System chronisch ĂŒberfordert ist, greifen sekundĂ€re Überlebensmechanis-men. Dies geschieht hĂ€ufig bei wiederholtem oder frĂŒhem Trauma, insbesondere wenn die Bedrohung von Bezugspersonen ausgeht, auf deren FĂŒrsorge wir angewiesen sind. Diese Mechanismen helfen, langfristig in einem Zustand hoher Erregung zu ĂŒberleben und können uns vor ĂŒberwĂ€ltigenden Erinnerungen und GefĂŒhlen schĂŒtzen. Dazu zĂ€hlen: Erstarren (Freeze): Der Körper „friert ein“, um sich vor weiterer Gefahr zu schĂŒtzen. Wir passen uns an und unterdrĂŒcken Teile von uns selbst (IdentitĂ€t, BedĂŒrfnisse, GefĂŒhle).  Dissoziation: Eine Trennung von Gedanken, GefĂŒhlen oder Körperempfindungen, um traumatische Erlebnisse auszublenden. Psychische Spaltung: Die Aufspaltung der Persönlichkeit, um untragbare Erfahrungen oder GefĂŒhle zu bewĂ€ltigen. Dies kann zu einer Trennung zwischen verschiedenen Aspekten der IdentitĂ€t fĂŒhren. Diese Strategien sind meist die Folge von Entwicklungstrauma. Denn als Kinder sind wir darauf angewiesen, uns mit unseren Bezugspersonen zu verbinden – selbst wenn diese von eigenen, unverarbeiteten Traumata geprĂ€gt sind und uns nicht guttun. Um NĂ€he und Sicherheit zu schaffen, sind wir gezwungen deren GefĂŒhle in uns aufzunehmen, was zu einem unlösbaren inneren Konflikt fĂŒhrt.

Arten von Überlebensmechanismen Überlebensmechanismen lassen sich hinsichtlich des Zeitpunkts, an dem sie greifen, oder des jeweiligen Auslösers unterscheiden. Im Folgenden erlĂ€utere ich drei wesentliche Arten von Überlebensmechanismen: 1. PrimĂ€re Überlebensmechanismen PrimĂ€re Überlebensmechanismen sind die unmittelbaren und instinktiven Reaktionen unseres Nervensystems auf eine bedrohliche oder traumatische Situation. Sie dienen dazu, unser Überleben kurzfristig zu sichern, indem sie unseren Körper und Geist auf die Gefahr vorbereiten. Diese Reaktionen werden automatisch vom autonomen Nervensystem aktiviert und umfassen die sogenannte Kampf- oder Fluchtreaktion: Kampf (Fight): Der Körper bereitet sich darauf vor, aktiv gegen die Bedrohung vorzugehen. Muskelspannung steigt, der Herzschlag beschleunigt sich, und Stresshormone wie Adrenalin werden freigesetzt. Ziel ist es, die Gefahr zu ĂŒberwĂ€ltigen. Flucht (Flight): Ist Kampf keine Option, aktiviert das Nervensystem die Fluchtreaktion. Energie wird mobilisiert, um der Bedrohung zu entkommen, z. B. durch Weglaufen oder Vermeidung. Diese Schutzstrategien sind darauf ausgelegt, kurzfristig unser Überleben zu sichern. Sie sind jedoch nicht dafĂŒr geschaffen, dauerhaft aktiv zu bleiben.

Bewegt es sich? Oder ist es still?
Bewegt es sich? Oder ist es still?

Wenn bestimmte Muster an Verhaltensweisen sich wiederholen und Du darin gefangen bist und nicht weißt, was darunterliegt und warum Du Dich immer auf diese bestimmte Art und Weise verhĂ€ltst, macht es Sinn, dieses zu erforschen. Dann kannst Du zum Kern gelangen und verstehen, was dahinter steckt. Ein Beispiel aus der Praxis: Katharina ist eine starke Frau aber manchmal ist sie auch bedĂŒrftig. Immer, wenn sie diese Seite zeigt, lehnt ihr Mann Bernd sie ab und wird kĂŒhl. Warum tut er das? Wenn er keine Lösung fĂŒr Katharinas bedĂŒrftigen Wunsch oder das GefĂŒhl hat, er kann nicht auf das BedĂŒrfnis eingehen, erlebt er Hilflosigkeit und Ohnmacht. NatĂŒrlich ist das ein GefĂŒhl, welches Niemand gerne fĂŒhlt. Um diesem GefĂŒhl nicht ausgeliefert zu sein, macht er innerlich zu und distanziert sich. Hier wĂ€re herauszufinden, an welche Situationen ihn das in der Kindheit erinnert und die GefĂŒhle im damals anzuerkennen und ihnen mit MitgefĂŒhl zu begegnen. Da er damals in der Situation alleine war, ist es unabdingbar, dass er es diesmal in Beziehung zu einem Menschen, der ihm wohlgesonnen ist, zu fĂŒhlen und auch dieser darf MitgefĂŒhl zeigen und leben. Denn seine damaligen Bezugspersonen haben ihn damit alleine gelassen und das ist das eigentliche Trauma.

Es ist glaube ich, allen klar, dass es nicht um die sinnvollen, lebenserhaltenden Ängste geht 😉

Was passiert wenn ein Mensch aufhört Angst zu haben? Ein Mensch, der aufhört Angst zu haben, wird gefĂ€hrlich. GefĂ€hrlich fĂŒr ein System, welches auf Unsicherheit und Kontrolle aufbaut. Die Welt funktioniert, weil die Meisten in ihren Ängsten gefangen sind. Angst vor Ablehnung, Angst zu scheitern, Angst anders zu sein, Angst, was die Anderen denken. Diese Ängste halten sie klein. Wenn Du aufhörst Angst zu haben, dann fĂ€ngst Du an, Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen, die Du willst, nicht, was die Anderen von Dir erwarten. Du brichst aus der Masse aus. Du wirst unbequem. Du stellst Dinge infrage, die andere einfach hinnehmen. Das macht Dich frei. Freiheit ist das Wichtigste, was Du besitzen kannst. Aber Freiheit hat ihren Preis. Du wirst anecken. Menschen, die noch in ihrer Angst leben, werden Dich kritisieren, vielleicht sogar meiden. Weil Du ihnen zeigst, was möglich ist. Das erinnert sie daran, dass sie selbst noch gefangen sind. Ein Mensch ohne Angst ist jemand der Risiken eingeht, weil er weiß, dass Scheitern nicht das Ende bedeutet. Dieser Mensch handelt nicht, weil er muss, sondern weil er will. Wenn Du Deine Angst verlierst, gewinnst Du alles. Denn dann gibt es nichts mehr, was Dich aufhĂ€lt, außer Dir selbst.

Freiheit-Eigenverantwortung! Gesundheit-Eigenverantwortung! Erfolg-Eigenverantwortung! VerĂ€nderung-Eigenverantwortung! Bewusstsein-Eigenverantwortung! GlĂŒck-Eigenverantwortung! Liebe-Eigenverantwortung!

Was Kinder sich unter dem Sinn des Lebens vorstellen đŸ«¶

Eine Anekdote aus einer gestrigen Sitzung: Mein Klient sagte, ich möchte keine RatschlĂ€ge hören, ich möchte einfach nur gehört, gesehen und gefĂŒhlt werden. In den allermeisten FĂ€llen willst Du keinen Ratschlag haben, sondern einfach nur gehört werden. Und echtes Zuhören hat nichts damit zu tun, dass Du mit irgendwas Schlauem antwortest. Sondern es geht darum, Dich so fein auf dein GegenĂŒber einzustimmen und hineinzufĂŒhlen, als wĂŒrde Dir das gleiche passieren. Das ist die Essenz von VerstĂ€ndnis und MitgefĂŒhl. Und das ist zugleich die Grundlage fĂŒr echte Beziehung. Wir wollen NICHT NUR verstanden werden, sondern wir wollen uns GEFÜHLT fĂŒhlen. Verbundenheit IST Heilung. Jedes Problem, dass Du in deinem Leben hast, resultiert nicht daraus, dass es unangenehm oder herausfordernd ist. Das wahre Problem ist, dass Du Dich damit ALLEINE/HILFLOS fĂŒhlst. Denn das Trauma ist nicht, dass Du emotionalen Schmerz erfahren hast, sondern das eigentliche Trauma ist, dass Du mit Deinem Schmerz alleingelassen wurdest. Aber wenn ein anderer Mensch an den Orten, wo Du Dich steckengeblieben, ohnmĂ€chtig und ausgeliefert fĂŒhlst, mit Dir prĂ€sent ist - und Dich fĂŒhlt und hĂ€lt, sodass Du die Erfahrung machst, dass Du heute damit nicht alleine bist - kann wahre Heilung stattfinden. Das ist der Grund warum Heilung erst möglich wird, wenn Du Dich in der Tiefe gesehen fĂŒhlst. Um Deine Beziehung zu Dir selbst radikal zu verĂ€ndern, darfst Du zuerst in eine echte Beziehung mit einem GegenĂŒber kommen. Denn Heilung wird erst möglich, wenn Du Dich mit allem, was in Dir ist und wofĂŒr Du Dich ablehnst, in der Tiefe gesehen fĂŒhlst. Verbundenheit ist unsere grĂ¶ĂŸte Sehnsucht. Unsere wahre Heimat. Unsere tiefste Bestimmung.

WĂ€hrend einer Vorlesung von Prof. Sydney Engelberg wollte eine Studentin den Raum verlassen, weil ihr Kleinkind zu weinen beg
WĂ€hrend einer Vorlesung von Prof. Sydney Engelberg wollte eine Studentin den Raum verlassen, weil ihr Kleinkind zu weinen begann. Doch anstatt sie gehen zu lassen, stellte sich der Professor ihr in den Weg, nahm das Kind liebevoll in den Arm und setzte seine wissenschaftliche Argumentation fort – ohne auch nur eine Pause zu machen! Prof. Engelberg ist bekannt dafĂŒr, jungen MĂŒttern zu erlauben, ihre Kinder zu seinen Vorlesungen mitzubringen. Sein Credo? Eine Frau sollte niemals zwischen ihrem Kind und ihrer Bildung wĂ€hlen mĂŒssen! Dieser Moment ist ein großartiges Beispiel fĂŒr Menschlichkeit und ein modernes Bildungswesen, das unterstĂŒtzt statt auszuschließen ❀

Das ist aufgenommen um es auch bei YouTube als Short zu veröffentlichen, also nicht wundern wegen dem Satz mit den Kommentaren.

Liebe braucht Taten. Vertrauen braucht Beweise. Entschuldigung braucht VerĂ€nderung. Diese drei Regeln sind eine starke Erinnerung daran, dass Beziehungen, ob romantisch, familiĂ€r oder platonisch, Anstrengungen, Engagement und Verantwortlichkeit aller beteiligten Parteien erfordern. Die erste Regel, "Liebe braucht Taten", deutet darauf hin, dass Liebe nicht nur ein GefĂŒhl ist, sondern eine Entscheidung, die MĂŒhe und Hingabe erfordert. es reicht nicht, einfach "ich liebe dich" zu sagen - wir mĂŒssen es auch durch unser Handeln zeigen, sei es durch kleine Gesten, große romantische Gesten oder einfach nur prĂ€sent und unterstĂŒtzend. Die zweite Regel, "Vertrauen braucht Beweise", hebt hervor, wie wichtig Vertrauen in jeder Beziehung ist. Vertrauen ist nicht etwas, das gefordert oder erwartet werden kann - es muss durch konsequentes Verhalten und durch die Durchsetzung von Verpflichtungen verdient werden. Wenn jemand sich als vertrauenswĂŒrdig erweist, können wir anfangen, eine stĂ€rkere, widerstandsfĂ€higere Beziehung aufzubauen. Die dritte Regel, "Entschuldigung braucht VerĂ€nderung", betont die Bedeutung von Verantwortlichkeit und Wachstum in Beziehungen. "Entschuldigung" zu sagen ist nicht genug - wir mĂŒssen auch bereit sein, VerĂ€nderungen vorzunehmen und auf Heilung und Wiederaufbau hinzuarbeiten. Dies erfordert die Bereitschaft, zuzuhören, zu lernen und zu wachsen, sowohl als Einzelpersonen als auch als Paar. Diese drei Regeln bieten einen kraftvollen Rahmen fĂŒr den Aufbau und die Aufrechterhaltung gesunde, erfĂŒllende Beziehungen. indem wir Handlungen, Beweise und VerĂ€nderungen PrioritĂ€t einrĂ€umen, können wir Beziehungen schaffen, die stark, widerstandsfĂ€hig und wirklich erfĂŒllend sind.

Gerade in der Arbeit mit Trauma ist es so wichtig, dass man sich sicher und geborgen fĂŒhlt, denn nur dann können wir Vertrauen aufbauen und uns mit den jeweiligen GefĂŒhlen und verdrĂ€ngten Themen unseres Unterbewusstseins verbinden. Ein Release findet nur dann statt, wenn wir uns gehalten fĂŒhlen und unser Begleiter selbst ein reguliertes Nervensystem hat, um uns auf der Herzensebene zu halten. Ein sicherer Raum öffnet unser System und wir können alte Muster aufarbeiten und verĂ€ndern. Von Herz zu Herz. Alles Liebe. ❀