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Zeit-fuer-einen-Mutausbruch

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Ich bin auf dem Jakobsweg 840 Km von Irun nach Santiago gelaufen, an die Algarve ausgewandert und biete Klangschalen Massagen und Retreats bei mir an

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Teil 5: Suis ton cœur – Folge deinem Herzen Arles, die Inspirationsquelle van Goghs 6:30 Uhr. Die ersten Sonnenstrahlen streifen sanft mein Apartment, tauchen alles in ein warmes, goldenes Licht. Es fühlt sich an, als würde noch alles schlafen, nur die Vögel singen bereits leise ihr Morgengebet. Ich greife meine Kamera, trete nach draußen und lasse die kühle Morgenluft über mein Gesicht streichen. Am Pool setze ich mich auf einen Liegestuhl, die Füße im noch feuchten Gras, und genieße diese stille Stunde ganz für mich. Jede Minute wird das Licht klarer, wärmer, lebendiger. Ich könnte hier stundenlang sitzen, einfach zuschauen, wie die Natur erwacht – und dabei alles um mich herum vergessen. Diese Stunde allein mit der aufgehenden Sonne schenkt mir neue Energie. Nach einem ersten Frühstück tauche ich wieder in die Arbeit ein: die nächsten Zimmer des Landhauses fotografieren. Ich dekoriere jede Szene, arrangiere kleine Details, spiele mit Licht und Schatten – und merke, wie sehr mich die Fotografie erfüllt. In dieses Haus habe ich mich längst verliebt. Und die Menschen, die hier leben, passen perfekt hinein: warmherzig, herzlich, voller Lebensfreude. Veronika erzählt, dass sie ursprünglich ein anderes Haus besichtigen wollten, dass alles eher „zufällig“ hier gelandet ist. Ich glaube, es war kein Zufall. Dieses Haus, diese Familie – sie gehören zusammen und vielmehr ist es ihnen zugefallen. Am Abend fahre ich zehn Minuten nach Arles. Ich schlendere durch verwinkelte Gassen, atme den Duft von frischem Lavendel, höre das leise Plätschern eines Brunnens. Arles liegt am Ufer der Rhône, war einst Provinzhauptstadt des Römischen Reiches – und inspirierte bereits Van Gogh zu seinen berühmten Werken. Bis heute zieht die Stadt Künstler aus aller Welt an. Überall begegnet mir Geschichte: das Amphitheater, alte Plätze, an denen noch Theateraufführungen, Konzerte oder traditionelle Stierkämpfe stattfinden. In jedem Winkel spüre ich die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart, eine besondere Magie, die nur dieser Ort zu haben scheint. Bei der Abenddämmerung halte ich die Stadt fotografisch fest: die schmalen Gassen, die pastellfarbenen Fassaden, das warme Licht, das die Häuser in Gold taucht. Ich bin überwältigt – nicht nur von der Schönheit, sondern von der Energie dieses Ortes. Es fühlt sich an, als würde Arles einen sanft umarmen und gleichzeitig inspirieren. Im nächsten Teil erzähle ich von einer wundervollen Überraschung, die Veronika für mich vorbereitet hat – und ihr bekommt noch mehr Einblicke in das traumhafte provenzalische Landhaus, das sich so anfühlt, als könnte es jeder, der diesen Ort besucht, sofort zu seinem zweiten Zuhause machen.

90 Minuten ein Erlebnis für Augen und Ohren. https://youtu.be/mKhQwfiDAfs?si=HrKz6x51eBGTU-pc

Unfassbar schön

Broken dimensions — I no longer know which way is up, the more I underst... https://youtube.com/shorts/yvgSnyBMupU?si=kDhTTmy2WL_m-Lyi

Boa noite

15 Grad Wassertemperatur bringen das Nervensystem ganz schön auf Trab 🌊 🥶 Ich weiß gar nicht warum außer mir niemand im Was
15 Grad Wassertemperatur bringen das Nervensystem ganz schön auf Trab 🌊 🥶 Ich weiß gar nicht warum außer mir niemand im Wasser ist 🤔😅

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Blogbeitrag Eine Vorhersehung, ein Kampf, den man am Startpunkt bereits verloren hat, vertauschte Rollen und die Leere danach. Es gibt Kämpfe, die man nicht verliert, weil man zu schwach war, sondern weil sie nie dafür gedacht waren, gewonnen zu werden. Man erkennt sie oft erst rückblickend. Mindestens ein Jahr lang hatten sich die Rollen vertauscht. Meine Mutter wurde dement, und ich – ihr jüngster Sohn – übernahm schleichend die Vaterrolle. Nicht bewusst, nicht freiwillig, sondern aus einer stillen Notwendigkeit heraus. Ich versuchte, sie neben meinem eigenen Leben irgendwie auch durch ihres zu manövrieren. Anfang April kam die Diagnose: Brustkrebs mit Metastasen. In Kombination mit der Demenz war klar, dass es keine Therapie mehr geben würde. Und mir war klar: Meine Mutter wird sterben. Zwei Monate zuvor war ich allein am Atlantik an der Algarve gewesen. Dort erhielt ich bereits diese Information. Nicht von einem Menschen, sondern von einer inneren Stimme. Eine von jener Art, die nicht fragt, sondern mitteilt. So klar, dass kein Zweifel bleibt. Ich überwinterte dort, und wenige Tage bevor ich nach Deutschland zurückkehrte, kam ein Anruf: Meine Mutter habe einen größeren Knoten in der Brust, man gehe zur Gynäkologin. Es überraschte mich nicht. Die Information war längst da. Als ich nach sechs Monaten mit dem Van wieder nach Deutschland fuhr, fiel mir ein Backenzahn aus. Wie viele Zeichen braucht es eigentlich noch? Am 1. April kam ich an, am 2. April begann die Onkologie. Drei Termine, drei Untersuchungen – und jedes Mal dieses seltsame Gefühl, bereits zu wissen, was am Ende gesagt werden würde. Meine Mutter verstand es meist nicht. Die Demenz nahm ihr die Möglichkeit, die Realität zu halten. So wurde ich mehrfach zu demjenigen, der seiner Mutter erklären musste, dass sie schwer krank ist. Ein Gespräch, das kein Sohn führen möchte. Und kaum hatte ich es geschafft, hatte sie es wieder vergessen. Bei Fragen zu dem Knoten begann alles von vorn – vorsichtig, schonend, behutsam. Vielleicht ist das, was Demenz genannt wird, eine Form des langsamen Abschieds. Ich habe meine Mutter zweimal verloren – einmal an das Vergessen und einmal an den Tod. Ich war längst nicht mehr nur Sohn. Ich war Papa geworden. Aufpasser. Entscheider. Wächter. Mit dem Wissen: Egal, wie gut ich aufpasse – dieser Kampf ist nicht zu gewinnen. Ich war teilweise viermal täglich bei ihr. Brachte sie abends ins Bett. Saß nachts auf der Couch, wenn sie wieder gefallen war. Ich fand sie mehrfach liegend in ihrer Wohnung. Und egal, wie viel ich gab – es fühlte sich nie genug an. Am 10. Juni ging es nicht mehr. Die häusliche Betreuung war nicht länger aufrechtzuerhalten, meine Mutter wurde im Hospiz aufgenommen. Ein guter Ort. Ein sehr guter Ort. Sie war dort gut versorgt, würdevoll begleitet. Und genau in dem Moment, in dem die Entlastung kam, brach in mir etwas zusammen. Zu lange hatte ich keine ruhige Sekunde gehabt. Meine Mutter leiden zu sehen, war für mich als empathischen Menschen kaum auszuhalten. Und doch war ich dankbar, dass sie die meiste Zeit keine starken Schmerzen hatte. Die letzte Woche – diesen Übergang, den viele den „Todeskampf“ nennen – live mitzuerleben, ging ans Eingemachte. Ich durfte die letzten drei Stunden ihres Lebens bei ihr sein. Ihre Hand halten. Dasein. Jetzt sind etwas mehr als zwei Wochen vergangen. Alles ist erledigt. Hospizzimmer geräumt. Wohnung, Garage, Keller aufgelöst. Die Beerdigung. . Der Kampf ist vorbei. Und meine Aufgabe als „Papa“ ist beendet. Was bleibt, ist eine Leere. Ich weiß, dass ich alles gegeben habe. Und dennoch frage ich mich: War es genug? Vielleicht ist diese Frage selbst der Beweis, dass es nicht um Leistung ging. Vielleicht war dieser Weg kein Kampf, sondern ein Gang durch die Ohnmacht. Vielleicht war meine Aufgabe nicht, sie zu retten, sondern sie nicht allein gehen zu lassen. Und vielleicht ist die Leere, die jetzt da ist, kein Fehler, sondern der Raum, der entsteht, wenn eine Rolle endet und das Herz langsam wieder zu sich zurückkehrt.

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Ich weiß noch nicht, was mich in den nächsten Tagen erwartet, doch dieses Fest, dieser respektvolle Umgang mit Traditionen und die Wärme der Menschen hier werden mir auf jeden Fall lange im Gedächtnis bleiben. Bleibt dran – im nächsten Beitrag erzähle ich euch mehr von meinen Erlebnissen in der Provence und was ich noch über diese faszinierende Region erfahren durfte.

Teil 4: Suis ton cœur – Folge deinem Herzen L’Abrivado (Ankunft der Stiere) - Nachdem ich die ersten Fotos im Kasten habe, gönne ich mir eine Pause und kehre zurück an den Pool, um etwas Sonne zu tanken. Der perfekte Ort, um einfach zu entspannen. Ich liege auf dem Liegestuhl, blicke auf das wunderschöne Landhaus und den stattlichen, 100-jährigen Baum, und mein treuer Freund, der Olivenbaum, scheint mich mit seinen weit ausladenden Ästen zu begrüßen. Diese Ruhe, dieses Gefühl von Unbeschwertheit – es ist wie ein Traum, der hier Wirklichkeit wird. Veronika bringt mir einen köstlichen Thé à la menthe, nach Art des Hauses (ein erfrischender Pfefferminztee, bei dem der arabische Einfluss von Rachid deutlich zu schmecken ist), und fragt mich, ob ich am Abend Lust habe, mit ihr und den Kindern zum Dorffest zu kommen. Natürlich habe ich Lust! Aber bevor der Abend kommt, steht noch ein bisschen Arbeit an: Heute ist die pinkfarbene, offene Küche dran, die mit ihren schönen alten Fliesen und dem gemütlichen, provenzalischen Charme perfekt ins Bild gesetzt werden muss. Ich dekorieren mit Blumen aus dem Garten und schieße die nächsten Fotos. Danach geht’s weiter ins Wohnzimmer, wo ich mir aus dem Garten einen handgepflückten Blumenstrauß im Stile der Provence zusammenstelle. Auf dem Tisch drapiert, bildet er die perfekte Ergänzung zur Einrichtung und wird zum nächsten Motiv. Die Bilder entstehen fast wie von selbst – alles fügt sich nahtlos in das Gesamtkonzept ein. Aber nun ist es Zeit, sich für das Fest fertig zu machen. Veronika, die Kinder und ich fahren in den Ort, und schon bald stoßen wir auf eine lebhafte Szene. Am Straßenrand steht eine Menschentraube, die hinter einem Gitterzaun aufgeregt auf das Geschehen wartet. Und dann – es geht los. Es ist fast ein bisschen surreal, wie schnell sich die Stimmung ändert. Von der entspannten, beinahe meditativen Atmosphäre am Pool, die Sonne auf der Haut und der Duft von Oliven und Lavendel in der Luft, bin ich plötzlich mitten im Trubel eines traditionellen Dorffestes. Veronika, ihre Kinder und ich stehen am Rande der belebten Straße, als die ersten Reiter der Gardians in Sicht kommen. Ihre Pferde galoppieren in einem perfekt synchronen Rhythmus, die Hufe schlagen auf dem Asphalt, und die ganze Szenerie wirkt wie aus einem alten französischen Film. Die Reiter sind nicht nur unglaublich geschickt, sondern auch völlig in ihrem Element – die Stiere müssen in Schach gehalten werden, doch der wahre Fokus liegt auf der Harmonie zwischen Mensch und Tier. Während die Dorfburschen versuchen, ihre Mutproben zu bestehen und sich zwischen den Pferden hindurchzudrängeln, um den Stier zu packen, ist die Spannung fast greifbar. Der Stier kommt mit unaufhaltsamer Wucht auf uns zu, und ich merke, wie sich alle Blicke auf den wilden Lauf richten, während ich mich instinktiv hinter dem Gitterzaun zurückziehe. Ein kurzer Moment der Stille, als der Stier an mir vorbeirauscht – die Luft vibriert vor Adrenalin. Der letzte mutige Bursche hat es geschafft – er hat den Stier am Horn gepackt und zieht ihn langsam in die Richtung der Gardians zurück. Der Stier beruhigt sich, der Kampf ist vorbei, doch der Stolz der Dorfbewohner hängt in der Luft. Der Rest des Dorffestes verläuft in entspannter Atmosphäre. Die Menschen treffen sich im Dorfzentrum, die Musik wird lauter, und bald haben auch wir ein Getränk in der Hand und mischen uns unter die feiernde Menge. Die Atmosphäre ist entspannt, fast schon familiär. Keiner scheint sich zu beeilen, niemand drängt. Es geht einfach um den Moment – und in diesem Moment fühle ich mich wie ein Teil des Ganzen. Es wird viel gelacht, getanzt und erzählt – Geschichten aus der Region, von früher und heute, von den Stieren und den Pferden, von der Camargue und ihrer Bedeutung für das Herz Frankreichs. Der Abend vergeht schnell und irgendwann wird es ruhig, als die Sonne langsam untergeht und sich das Festgelände in das weiche Licht der Dämmerung hüllt.

Weihnachtswetter ☀️🌊🎄❤️

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Teil 3: Suis ton cœur – Folge deinem Herzen Leben wie Gott in Frankreich Auf dem Weg zum Strand kann ich kaum glauben, was ich sehe. Rechts von uns stehen Flamingos im Wasser – so weit das Auge reicht. Ihr Rosa spiegelt sich im Licht, ein faszinierendes, fast unwirkliches Bild. Nirgendwo sonst in Südeuropa leben mehr Flamingos als hier. Zusammen mit den Wildpferden und den schwarzen Stieren prägen sie das Landschaftsbild der Camargue. Vögel, die man sonst nur aus Zoos kennt, stehen hier in freier Wildbahn, zu Hunderten, ganz selbstverständlich. Ich bin tief beeindruckt. Ich gebe zu: Ich bin völlig unvorbereitet nach Südfrankreich gekommen. Und was mich hier in der Camargue landschaftlich erwartet, übertrifft alles, was ich mir hätte vorstellen können. Was für ein Start meiner Reise. Veronika, Sinan, Niamé, Isis und ich fahren weiter zum Plage de Piemanson – einem wunderschönen, rund sechs Kilometer langen Sandstrand. Ein Ort, an dem man einfach nur sein kann. Die Dünen beherbergen viele seltene Pflanzen, und weit und breit gibt es nichts: kein Hotel, kein Restaurant, keinen Lebensmittelladen. Nur Natur. Auf dem Weg dorthin liegen die blau-rosa schimmernden Salinen, Flamingos, Weite und unberührte Landschaft. Hier lässt es sich aushalten. Ich bin sehr dankbar, dass Veronika und die Kinder mir dieses besondere Fleckchen Erde zeigen. Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang. Die Bilder, die sich mir bieten, lassen sich kaum in Worte fassen. Es ist einfach traumhaft schön. Auf dem Rückweg holen wir noch Rachid vom Bahnhof ab, und bis auf die Tochter June, die noch auf einem Konzert in Paris ist, habe ich nun die ganze Familie kennengelernt. Die Offenheit und Gastfreundschaft, mit der mir diese Familie begegnet, sind unbeschreiblich. Ich genieße jede Minute im Kreis dieser – meiner – Familie. Am Abend essen wir gemeinsam. Was Veronika spontan auf unsere Teller zaubert, lässt mein Herz höherschlagen: eine Mischung aus Salat, Avocado, Shrimps, gebackenem Ziegenkäse, Obst, Gemüse und frischem Brot. Während wir essen, erklärt mir Rachid, wie wichtig dieses gemeinsame Abendessen für die Familie ist. Jeder darf über alles sprechen. Dann sagt er einen Satz, der mich tief berührt: „Hier sitzen keine Eltern und Kinder am Tisch – hier sitzen Menschen.“ Ich schaue mich um und sehe: Dieser Satz wird hier gelebt. Am nächsten Morgen, nach einem kleinen Frühstück, springe ich zuerst noch in den Pool. Ich schwimme ein paar Runden, lasse die Gedanken treiben – und beginne dann mit meiner Arbeit. Die bisherigen Fotos dieses wundervollen Landhauses werden dem Ort nicht gerecht. Ich möchte die Stimmung einfangen, die Schönheit der Provence, das Gefühl dieses Ortes. Motiviert beginne ich im ersten Gästehaus. Ich richte mir mein Set her, dekoriere, probiere aus und mache meine ersten Fotos. Ich bin kein Fotograf und kein Dekorateur. Aber ich lasse mich von meinen Gefühlen und den Eindrücken leiten – und es macht mir große Freude. Mehrere Stunden arbeite ich, ohne dass es sich auch nur einen Moment nach Arbeit anfühlt. Ich möchte etwas zurückgeben. Als ich die ersten Reaktionen der Familie auf meine Bilder sehe, freue ich mich sehr. Sie sind zufrieden, glücklich – und die Fotos sollen künftig ihre Website und Social-Media-Kanäle schmücken. Ich hoffe, dass meine Bilder zumindest erahnen lassen, wie schön es hier ist. Lest in der nächsten Folge von weiteren wundervollen Erlebnissen meiner Südfrankreich-Reise – und seht noch mehr Fotos von diesem traumhaften Ort.

Ola, bom Dia Boa Festas
Ola, bom Dia Boa Festas