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Ein Informationskanal für Menschen, die nicht nur an Deutschlernen interessiert sind, sonder auch an ein breites Allgemeinwissen über das Leben in Deutschland. Nachrichten senden Sie bitte an: info@diwan-marburg.de
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Liebe Leser*innen,
hier sind die Lösungen zum oberen Kreuzworträtsel der Oberhessischen Presse vom 12. Oktober 2026.
Das Lösungswort lautet: BAUPLAN.
Waagerecht – von oben nach unten, jeweils von links nach rechts:
ABSPECKEN · POLLO · GEHALT
JAPAN · IRAKER · INSERAT
KANARI · PANNE · RUDI
TRAPSEN · STUMMEL
WIDERREDE · WEITE · TL
ZUTUN · TOSEN · SOMME
MEDIZINER · KLOPS
SCHAEBIG · FILTRAT · ALZ
ETAT · OSTENDE
ALPE · NUT
KONZERT · TOFU
RAT · OPFER
PIERCEN · FE · ATEM
JUNI · OMA · LARIFARI
BORIS · NOLDE
TEE · DES · EDEN · GES
Senkrecht – spaltenweise von links nach rechts:
MAJA · WULST · KAPUTT
BANDIT · CAROTIN
SPA · DUCHT · EIBE
PARKEN · AZUR
RENI · MERLE · CORD
TRUEB · PRAEMIE
KIRRE · DIAET · NASS
ER · ADLIG
KNAPPE
TIF
PEPERONI
KORAN · SEL
WERT
LINGEN
NONE · KA
STILTON · PFAND
GESTE · SURFER
ZER · SPOTT · INN
HARMLOS · TRAFO
DATUM · ANNO · TALG
DETMOLD · FOERDE
TAILLE · ZEBU · MIES
Hinweis: Umlaute werden ausgeschrieben:
AE = Ä · OE = Ö · UE = Ü
Beispiel: TRUEB = trüb
Lerntipp: Wählen Sie fünf unbekannte Wörter aus, recherchieren Sie ihre Bedeutung und bilden Sie eigene Sätze damit.
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Liebe Leser*innen,
Deutsch lernen mit Kreuzworträtseln
Ein „Sinnesorgan mit drei Buchstaben“? Genau: Ohr!
Kreuzworträtsel sind mehr als ein Zeitvertreib. Beim Lösen erinnern wir uns an bekannte Wörter, entdecken neue Begriffe und üben die richtige Schreibweise. Die Anzahl der Kästchen und die vorhandenen Buchstaben helfen uns dabei.
Das unterstützt den Spracherwerb: Wir suchen aktiv nach einem Wort, statt es nur zu lesen.
Probieren Sie das Rätsel aus der Zeitung aus! Schreiben Sie sich drei neue Wörter auf und bilden Sie mit jedem einen eigenen Satz.
Welches deutsche Wort haben Sie zuletzt durch ein Rätsel gelernt?
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Wenn Lernen zum Protest führt
Deutsch lesen und diskutieren | B2–C1
Zu große Klassen, fehlende Lehrkräfte und schlechte Schulgebäude: Ein Zeitungsartikel berichtet, warum Jugendliche in Frankreich für bessere Lernbedingungen demonstrieren. Sie wünschen sich mehr Unterstützung und wollen bei Entscheidungen mitreden.
Dabei entsteht ein Dilemma: Wer den Unterricht blockiert, verpasst selbst Lernstoff. Doch die Jugendlichen befürchten, dass sich ohne öffentlichen Druck wenig verändert. Ihr Protest wirft deshalb eine wichtige Frage auf: Wie können junge Menschen ihre Interessen vertreten und gleichzeitig ihre Bildung sichern?
Gute Bildung braucht mehr als einen Platz im Klassenzimmer. Sie braucht Zeit, geeignete Räume und Menschen, die zuhören. Das gilt auch beim Deutschlernen: Wer ständig unter Druck steht oder kaum Gelegenheit zum Sprechen hat, kann seine Fähigkeiten nur schwer entwickeln.
Was denkt ihr?
Sind Unterrichtsblockaden ein geeignetes Mittel, um bessere Lernbedingungen zu erreichen? Welche Alternativen gibt es?
Sprachimpuls: Formuliert eure Meinung mit:
„Einerseits …, andererseits …“ oder „Zwar …, jedoch …“
Wortschatz
• das Dilemma: eine Situation, in der jede Entscheidung Nachteile hat
• Mitspracherecht: das Recht, an Entscheidungen mitzuwirken
• sich für etwas einsetzen: aktiv für ein Ziel handeln
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Quelle:Site 8
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Wer hört uns wirklich zu?
Wir sind ständig erreichbar – und fühlen uns trotzdem manchmal allein. Nachrichten sind schnell verschickt. Doch echtes Zuhören braucht Zeit, Geduld und die Bereitschaft, sich auf einen anderen Menschen einzulassen.
Der Artikel „Bei Anruf Hilfe“ berichtet über die Telefonseelsorge Marburg. Seit 50 Jahren unterstützen dort Ehrenamtliche Menschen, die unter Einsamkeit, Konflikten oder persönlichen Krisen leiden. Oft beginnt die Hilfe damit, dass jemand seine Sorgen aussprechen und dadurch seine Gedanken ordnen kann. Während der Gesprächsbedarf wächst, bleibt die Finanzierung unsicher.
Auch beim Deutschlernen ist Zuhören entscheidend. Wer nach Worten sucht, braucht ein Gegenüber, das nicht sofort unterbricht oder jeden Fehler korrigiert. Eine neue Sprache zu sprechen verlangt Mut. Geduld und echtes Interesse schaffen Vertrauen – und damit die Möglichkeit, sich auszudrücken.
Auf C1-Niveau bedeutet Verstehen außerdem, Zwischentöne wahrzunehmen: Was wird ausgesprochen? Was bleibt unausgesprochen? Welche Gefühle schwingen mit?
Zum Nachdenken: Wann hast du zuletzt jemandem zugehört, ohne gleichzeitig über deine eigene Antwort nachzudenken?
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Privatschule oder staatliche Schule? Pro und Contra
Diskussions- und Schreibaufgabe auf B1-Niveau
Liebe Leser*innen,
welche Schule würden Sie für Ihr Kind wählen? Eine Privatschule oder eine staatliche Schule?
Die Oberhessische Presse berichtet über Privatschulen und die Gründe, warum Familien sich für sie entscheiden. Manche Eltern wünschen sich besondere Lernangebote und eine persönliche Betreuung. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Haben alle Kinder die gleichen Chancen, wenn der Schulbesuch Geld kostet?
Hier finden Sie mögliche Argumente. Die Bedingungen können sich von Schule zu Schule unterscheiden.
🟢 Privatschulen – dafür spricht:
• Besondere Unterrichtskonzepte können die Interessen und Stärken der Kinder fördern.
• Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrkräften kann helfen, Probleme früh zu erkennen.
🔴 Privatschulen – dagegen spricht:
• Schulgebühren können Familien finanziell belasten.
• Wenn vor allem wohlhabende Familien Zugang haben, begegnen sich Kinder aus verschiedenen sozialen Gruppen seltener.
🟢 Staatliche Schulen – dafür spricht:
• Es wird in der Regel kein Schulgeld verlangt. Das entlastet Familien.
• Kinder aus unterschiedlichen sozialen Gruppen können gemeinsam lernen und Erfahrungen austauschen.
🔴 Staatliche Schulen – dagegen spricht:
• In großen Klassen kann es schwierig sein, jedes Kind persönlich zu unterstützen.
• Wenn Geld oder Personal fehlen, können Unterricht und Ausstattung darunter leiden.
💬 Ihre Aufgabe
Diskutieren Sie mit einer Lernpartnerin oder einem Lernpartner. Schreiben Sie anschließend einen Text mit 120–150 Wörtern. Gehen Sie auf diese Punkte ein:
1. Welche Schulform würden Sie wählen? Begründen Sie Ihre Meinung.
2. Nennen Sie mindestens einen Vorteil und einen Nachteil beider Schulformen.
3. Welche Erfahrungen haben Sie selbst mit Schulen gemacht?
4. Was sollte jede gute Schule bieten – unabhängig davon, wer sie betreibt?
Diese Formulierungen helfen Ihnen:
• „Meiner Meinung nach …“
• „Ein Vorteil ist, dass …“
• „Ein Nachteil ist, dass …“
• „Einerseits …, andererseits …“
• „Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass …“
Denkanstoß: Sind Schulgebühren ein Zeichen für guten Unterricht? Oder sind andere Dinge wichtiger?
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Liebe Leser*innen,
Wenn Augen sprechen – ein Lesetext auf B1-Niveau
„Die Augen sind die Sprache der Seele.“ Dieser schöne Satz beschreibt etwas, das viele von uns kennen: Manchmal sagt ein Blick mehr als viele Worte.
Wir lächeln und sagen: „Alles ist gut.“ Trotzdem sind wir vielleicht traurig oder machen uns Sorgen. Auch Freude, Müdigkeit und Zuneigung können sich in unserem Blick zeigen. Manchmal fehlen uns die richtigen Worte, aber unsere Augen zeigen, dass uns etwas beschäftigt.
Stellen Sie sich vor: Eine Freundin ist heute besonders still. Sie lächelt kurz, schaut aber immer wieder auf den Boden. Vielleicht können Sie freundlich fragen: „Wie geht es dir heute? Möchtest du reden?“ Eine solche Frage kann ihr helfen, über ihre Gefühle zu sprechen.
Aber verstehen wir jeden Blick richtig? Wenn jemand wegschaut, bedeutet das nicht automatisch, dass diese Person etwas versteckt. Vielleicht ist sie schüchtern, müde oder braucht einen Moment zum Nachdenken. Ein Blick ist ein Hinweis, aber kein Beweis.
Wer andere Menschen besser verstehen möchte, braucht deshalb mehr als offene Augen: Zeit, Aufmerksamkeit und die Bereitschaft zuzuhören. Wir müssen nicht sofort wissen, was jemand fühlt. Manchmal reicht es, zu sagen: „Ich bin da, wenn du reden möchtest.“
Drei Ausdrücke zum Lernen:
• die Zuneigung: ein warmes, positives Gefühl für jemanden
• sich Sorgen machen: Angst haben, dass etwas nicht gut läuft
• jemanden beschäftigen: jemandem immer wieder durch den Kopf gehen
Zum Nachdenken: Wann hat Ihnen ein freundlicher Blick geholfen? Schreiben Sie dazu zwei oder drei Sätze auf Deutsch.
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Marketing und Verkaufspsychologie: Der „Dreh“ beim Kauf
Liebe Leser*innen,
„Nur heute zum Sonderpreis!“ – „Unser meistverkauftes Produkt!“ – „Sie haben sich etwas Besonderes verdient!“
Solche Werbebotschaften sprechen unterschiedliche Motive an: die Aussicht auf ein Schnäppchen, das Vertrauen in die Entscheidung anderer oder den Wunsch, sich selbst zu belohnen.
Der entscheidende „Dreh“ besteht darin, ein Produkt aus einem Blickwinkel zu präsentieren, der für die angesprochene Person besonders überzeugend ist. Mit dem Ausdruck „Kaufdreh“ lässt sich dieser psychologische Kaufanreiz anschaulich beschreiben.
Ein Beispiel:
Ein Sprachkurs kann mit „200 Unterrichtsstunden“ beworben werden. Die Botschaft „Sicher auftreten im nächsten Vorstellungsgespräch“ verbindet das Angebot dagegen unmittelbar mit einem persönlichen Ziel. Der Umfang des Kurses bleibt gleich, doch sein Nutzen wird greifbarer.
Auch folgende Strategien können Kaufentscheidungen beeinflussen:
🔹 Knappheit: „Nur noch wenige Plätze verfügbar!“ Eine begrenzte Verfügbarkeit kann Entscheidungsdruck erzeugen.
🔹 Soziale Bestätigung: Positive Bewertungen vermitteln Vertrauen. Was andere überzeugt hat, erscheint häufig auch uns attraktiv.
🔹 Preisanker: Ein hoher Vergleichspreis kann bewirken, dass der angebotene Preis besonders günstig wirkt.
🔹 Emotionale Ansprache: Werbung verknüpft Produkte mit Sicherheit, Anerkennung oder Zugehörigkeit.
Wie stark diese Impulse wirken, hängt von unseren Bedürfnissen und der jeweiligen Situation ab. Gute Werbung hilft dabei, einen tatsächlichen Nutzen zu erkennen. Irreführende Versprechen oder künstlich erzeugter Zeitdruck können hingegen eine überlegte Entscheidung erschweren.
Frage zum Nachdenken:
Wann haben Sie zuletzt etwas gekauft, weil die Werbebotschaft Sie besonders angesprochen hat? Welches Bedürfnis wurde dabei geweckt?
C1-Ausdrücke:
einen Kaufanreiz schaffen · einen Nutzen hervorheben · Entscheidungsdruck erzeugen · eine Kaufentscheidung kritisch hinterfragen
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Liebe Leser*innen,
Shida Bazyar erhält für ihren Roman „Die Lücken“ den Deutschen Buchpreis 2026. Das Buch spielt in einem deutschen Ort im Hunsrück. Es erzählt von der Verfolgung jüdischer Menschen während der NS-Zeit und von der Ausgrenzung, die iranische Familien später in diesem Ort erleben. Der Roman zeigt, wie die Vergangenheit bis heute nachwirkt. In ihrer Dankesrede fordert Bazyar dazu auf, Rassismus und Antisemitismus in Deutschland entgegenzutreten.
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Liebe Leser*innen,
hier finden Sie drei kurze Zusammenfassungen des Zeitungsbeitrags „Faszination Verbrechen“ von Thorsten Fuchs – auf A2-, B1- und C1-Niveau.
Lesen Sie zuerst die Version, die zu Ihrem Sprachniveau passt. Vergleichen Sie danach die anderen Texte: Welche Wörter sind neu? Wie verändern sich die Sätze? So trainieren Sie Ihr Leseverständnis und erweitern Ihren Wortschatz.
A2-Niveau
Manche Menschen werden berühmt, weil sie ein Verbrechen begangen haben. Sie erzählen im Internet davon und wollen damit Geld verdienen.
Ein Beispiel ist Alexander K. Er hat eine Frau getötet. Nach seiner Zeit im Gefängnis veröffentlichte er Videos und Lieder. Seine Fans konnten sogar T-Shirts von ihm gewinnen.
Viele Menschen sehen solche Videos. Manche finden sie interessant. Andere ärgern sich darüber.
Aber auch durch Kritik werden die Täter bekannter: Noch mehr Menschen sprechen über sie.
Auch Bücher, Filme und Serien erzählen von echten Verbrechen. So können Täter mit ihrer Geschichte Geld verdienen.
Der Autor sieht darin ein Problem: Die Täter bekommen viel Aufmerksamkeit. Die Opfer stehen oft im Hintergrund. Gewalt kann dadurch normal erscheinen.
Instagram und TikTok haben die Konten von Alexander K. gesperrt. Er kann dort keine Beiträge mehr veröffentlichen.
B1-Niveau
Der Beitrag erklärt, warum manche Kriminelle durch ihre Taten berühmt werden. Sie nutzen soziale Medien, um Fans zu gewinnen und Geld zu verdienen.
Alexander K. veröffentlichte nach seiner Haft Videos und Lieder. Er verloste auch T-Shirts, die auf sein Verbrechen anspielten. Selbst die Empörung darüber machte ihn bekannter.
Bücher, Filme und Serien über echte Verbrechen interessieren viele Menschen. Deshalb können Täter auch nach ihrer Haft noch an ihren Geschichten verdienen.
Der Autor betrachtet das kritisch: Werden Kriminelle wie Stars behandelt, können ihre Taten weniger schlimm erscheinen. Die Opfer bekommen dagegen wenig Aufmerksamkeit.
Manche kriminellen Gruppen filmen ihre Gewalttaten, um Geschäftsinhaber einzuschüchtern und Schutzgeld zu verlangen.
Instagram und TikTok haben Alexander K.s Konten gesperrt. Dort kann er nun nicht mehr öffentlich auftreten.
C1-Niveau
Thorsten Fuchs untersucht, wie Straftäter ihre kriminelle Vergangenheit in Bekanntheit und wirtschaftlichen Erfolg verwandeln. Soziale Medien sowie Bücher, Filme und Serien über reale Verbrechen bieten dafür eine breite Öffentlichkeit.
Alexander K. vermarktet seine Tat durch Videos, Lieder und T-Shirt-Verlosungen. Selbst öffentliche Empörung steigert seine Reichweite. Kritik kann somit unbeabsichtigt seine Selbstvermarktung unterstützen.
Der Autor hinterfragt die Grenze zwischen gesellschaftlicher Wiedereingliederung und der Verherrlichung von Straftaten. Während Täter zu prominenten Figuren werden, bleiben ihre Opfer häufig unsichtbar. Gewalt kann dadurch gesellschaftlich akzeptabler erscheinen.
Organisierte kriminelle Gruppen nutzen die mediale Inszenierung außerdem gezielt zur Einschüchterung: Gefilmte Gewalttaten sollen Schutzgeldforderungen durchsetzen und weitere Opfer unter Druck setzen.
Die Sperrung von Alexander K.s Konten verdeutlicht schließlich, welche Bedeutung der Zugang zur Öffentlichkeit für seine Selbstinszenierung hat.
Viel Freude beim Lesen und Vergleichen!
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Liebe Leser*innen,
die folgenden zehn Kurzfragen beziehen sich auf den Zeitungsbeitrag „Faszination Verbrechen“ von Thorsten Fuchs. Mit dieser Übung trainieren Sie Ihr Leseverständnis und üben, wichtige Informationen in eigenen Worten wiederzugeben.
So gehen Sie vor:
1. Lesen Sie zuerst den vollständigen Zeitungsbeitrag, bevor Sie sich die Fragen ansehen.
2. Beantworten Sie anschließend die Fragen. Schreiben Sie möglichst in vollständigen Sätzen und verwenden Sie Ihre eigenen Worte.
3. Vergleichen Sie Ihre Antworten erst danach mit den Lösungen am Ende. Entscheidend ist, dass der Inhalt stimmt – Ihre Formulierungen dürfen anders sein.
Die zehn Kurzfragen
1. Welches Ziel verfolgen Kriminelle, die ihre Taten öffentlich vermarkten?
2. Als was wollte Alexander K. im Internet tätig sein?
3. Was verloste Alexander K. unter seinen Fans?
4. Wie wirkt sich öffentliche Empörung auf seine Bekanntheit aus?
5. Welche zwei „Verbündeten“ nennt der Beitrag für die Bekanntheit von Kriminellen?
6. In welches Land floh Yasemin G. mit dem gestohlenen Geld?
7. Wie wird Olaf Kamraths Lebensgeschichte vermarktet?
8. Welche Gefahr sieht der Autor, wenn Kriminelle zu Stars werden?
9. Warum filmen und veröffentlichen die beschriebenen Mafia-Gruppen ihre Taten?
10. Welche Maßnahme haben Instagram und TikTok gegen Alexander K. ergriffen?
Lösungen – mögliche Antworten
1. Sie wollen mit ihren Taten Geld verdienen und öffentliche Aufmerksamkeit erhalten.
2. Er wollte als Influencer tätig sein und eine eigene Community aufbauen.
3. Er verloste T-Shirts mit Aufdrucken, die auf sein Verbrechen anspielten.
4. Die Empörung sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit und macht ihn noch bekannter.
5. Der Beitrag nennt die sozialen Medien und die True-Crime-Industrie, also Medienangebote über tatsächliche Verbrechen.
6. Sie floh in die Türkei.
7. Über sein Leben erschien ein Buch, das zum Bestseller wurde. Außerdem soll seine Lebensgeschichte verfilmt werden.
8. Straftaten können verherrlicht werden. Dadurch können Gewalt und Kriminalität gesellschaftlich akzeptabler erscheinen.
9. Die Videos sollen Geschäftsinhaber einschüchtern und sie zur Zahlung von Schutzgeld bewegen – auch mögliche zukünftige Opfer.
10. Beide Plattformen haben seine Accounts gesperrt. Er kann dort keine Inhalte mehr veröffentlichen.
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Mieten in Hochschulstädten steigen
Studierende müssen immer mehr Geld für das Wohnen ausgeben. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Mieten für studentischen Wohnraum um 2,6 Prozent. Besonders teuer ist München: Eine 30 Quadratmeter große Wohnung kostet dort etwa 880 Euro im Monat. Deutlich günstiger ist Chemnitz mit rund 280 Euro.
Die BAföG-Wohnkostenpauschale von derzeit 380 Euro reicht in den meisten Hochschulstädten nicht einmal für ein WG-Zimmer aus. Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen, geben durchschnittlich 54 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für die Miete aus. Dadurch hängt die Wahl des Studienortes zunehmend von den finanziellen Möglichkeiten der Studierenden und ihrer Familien ab.
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500 Jahre Universität Marburg – ein Jubiläum für uns alle
Im Jahr 2027 feiert die Philipps-Universität Marburg ihren 500. Geburtstag. Sie wurde 1527 von Landgraf Philipp von Hessen gegründet und gilt als erste protestantische Universität der Welt. Seitdem prägt sie das wissenschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben Marburgs.
Das Jubiläumsprogramm beginnt bereits im Oktober 2026 und umfasst mehr als 300 Veranstaltungen. Geplant sind Vorträge, Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen, Tagungen und zahlreiche Feste. Dabei soll nicht nur die Vergangenheit betrachtet werden. Im Mittelpunkt stehen auch die Menschen, die heute an der Universität studieren, lehren, forschen und arbeiten.
Zum Auftakt führt am 14. Oktober 2026 ein Festzug von der Alten Universität zum Landgrafenschloss. Dort findet eine Eröffnungsparty mit Musik studentischer DJs statt. Ab dem 15. Oktober zeigt eine Ausstellung historische Dokumente und besondere Gegenstände aus fünf Jahrhunderten Universitätsgeschichte.
Auch für Studierende gibt es viele besondere Angebote: eine große Hörsaalparty, ein Universitätsball in der Universitätsbibliothek, Theaterprojekte sowie ein Sommerfest im Neuen Botanischen Garten. Darüber hinaus werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt zu internationalen Tagungen nach Marburg kommen.
Das Jubiläum bietet Studierenden die Gelegenheit, ihre Universität neu kennenzulernen, ihre Geschichte kritisch zu betrachten und gemeinsam über ihre Zukunft nachzudenken. Denn eine Universität lebt nicht nur von ihren Gebäuden und Traditionen, sondern vor allem von den Menschen, die sie gestalten.
500 Jahre Philipps-Universität Marburg sind deshalb nicht nur ein Blick zurück, sondern auch eine Einladung: mitmachen, miteinander feiern und gemeinsam Ideen für die Universität der Zukunft entwickeln.
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🇫🇷 Proteste an Schulen in Frankreich
In Frankreich protestieren viele Schülerinnen und Schüler gegen die schlechten Bedingungen an ihren Schulen. Sie kritisieren, dass es zu wenig Lehrkräfte, zu wenig Geld und viele alte oder beschädigte Schulgebäude gibt. Die Proteste begannen im Großraum Paris und breiteten sich danach auf weitere Städte aus.
Einige Proteste wurden gewalttätig. Schulzugänge wurden blockiert, Mülltonnen brannten und Einsatzkräfte wurden angegriffen. Nach Angaben des französischen Innenministers nahm die Polizei rund 440 Menschen fest. Die meisten von ihnen waren noch minderjährig. Außerdem wurden 31 Schülerinnen, Schüler und Beschäftigte verletzt.
Auch viele Beschäftigte des öffentlichen Dienstes gingen auf die Straße. Sie kritisieren, dass die Preise in den vergangenen Jahren viel stärker gestiegen sind als ihre Gehälter. Gleichzeitig muss Frankreich sparen, weil der Staat sehr hohe Schulden hat. Viele Menschen befürchten deshalb weitere Kürzungen bei Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen.
📝 Wie gibt man den Inhalt mit eigenen Sätzen wieder?
1. Suche zuerst die wichtigsten Informationen:
Was ist passiert?
Wo ist es passiert?
Warum wird protestiert?
Welche Folgen gab es?
1. Notiere nur Stichwörter:
Frankreich – Schulproteste – zu wenig Personal und Geld – schlechte Gebäude – Gewalt – 440 Festnahmen – Verletzte
1. Schreibe anschließend ohne den Originaltext. Verwende Verbindungswörter wie außerdem, deshalb, dabei, jedoch und schließlich.
Beispiele:
Information: Die Schulen haben zu wenig Geld und zu wenige Lehrkräfte.
Eigener Satz:
Viele Jugendliche sind unzufrieden, weil ihren Schulen Personal und finanzielle Mittel fehlen.
Information: Die Polizei nahm 440 Menschen fest. Die meisten waren minderjährig.
Eigener Satz:
Etwa 440 Personen kamen in Polizeigewahrsam. Viele von ihnen waren noch keine 18 Jahre alt.
Information: 31 Menschen wurden verletzt.
Eigener Satz:
Bei den Auseinandersetzungen erlitten insgesamt 31 Schülerinnen, Schüler und Beschäftigte Verletzungen.
📌 Beispiel für eine vollständige Wiedergabe
Der Artikel berichtet über große Proteste an französischen Schulen. Viele junge Menschen demonstrieren, weil es an Lehrkräften, Geld und gut erhaltenen Schulgebäuden fehlt. Teilweise kam es dabei zu Gewalt und Blockaden. Die Polizei nahm ungefähr 440 Personen fest, von denen viele minderjährig waren. Außerdem wurden mehrere Schülerinnen, Schüler und Beschäftigte verletzt. Gleichzeitig protestierten auch Beschäftigte des öffentlichen Dienstes gegen niedrige Löhne und geplante Einsparungen.
Merke: Eine Wiedergabe enthält die wichtigsten Informationen des Textes, aber sie wird neu und mit eigenen Sätzen formuliert. Die eigene Meinung gehört nur hinein, wenn sie ausdrücklich verlangt wird.
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Quelle: DER SPIEGEL, 30.09.2026 – für das Sprachniveau B1 vereinfacht und neu formuliert.
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Frankreich_Hunderte_Festnahmen_bei_Protesten_an_Gymnasien_DER_SPIEGEL.pdf1.32 MB
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Alzheimer: Wie wollen wir Menschen mit Demenz betreuen?
Liebe Leser*innen,
in Deutschland leben etwa 1,8 Millionen Menschen mit Demenz. Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Die Krankheit schädigt nach und nach das Gedächtnis, die Sprache und die Fähigkeit, den Alltag selbstständig zu bewältigen. Sie ist bisher nicht heilbar. Medikamente und andere Behandlungen können den Verlauf jedoch teilweise verlangsamen und Beschwerden lindern.
Heute wird deshalb nicht nur über medizinische Fragen diskutiert. Es geht auch darum, wie Menschen mit Alzheimer würdevoll leben und gut betreut werden können. Sollen sie möglichst lange zu Hause bleiben, in einem Pflegeheim leben oder in eine Demenz-Wohngemeinschaft ziehen?
Eine solche Wohngemeinschaft bietet mehrere Vorteile. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind nicht allein und haben einen geregelten Tagesablauf. Sie können gemeinsam kochen, essen, spazieren gehen oder kleine Aufgaben im Haushalt übernehmen. Dadurch bleiben vorhandene Fähigkeiten länger erhalten. Gleichzeitig besitzt jede Person ein eigenes Zimmer und kann persönliche Möbel, Fotos und Erinnerungsstücke mitbringen.
Es gibt jedoch auch Nachteile. Ein Platz in einer Demenz-WG kann sehr teuer sein. In der Wohngemeinschaft in Dreihausen beträgt der Eigenanteil beispielsweise rund 3.500 Euro im Monat. Außerdem gibt es nicht überall genügend Plätze und qualifizierte Pflegekräfte. Das Zusammenleben in einer Gruppe passt auch nicht zu jedem Menschen. Manche Betroffene benötigen viel Ruhe oder eine besonders intensive medizinische Betreuung.
Meine Meinung:
Ich halte Demenz-Wohngemeinschaften für eine sehr gute Alternative zum klassischen Pflegeheim. Besonders wichtig finde ich, dass die Bewohnerinnen und Bewohner weiterhin als Menschen mit eigenen Wünschen, Gewohnheiten und Fähigkeiten wahrgenommen werden. Alzheimer darf nicht dazu führen, dass eine Person nur noch als Pflegefall betrachtet wird.
Allerdings müssen eine gute Betreuung, genügend Personal und eine gerechte Finanzierung gewährleistet sein. Die passende Wohnform sollte immer gemeinsam mit den Betroffenen und ihren Angehörigen ausgewählt werden. Entscheidend ist nicht allein, wo ein Mensch lebt, sondern ob er dort Sicherheit, Respekt, Nähe und Lebensqualität erfährt.
Was meint ihr? Ist eine Demenz-WG besser als ein Pflegeheim oder die Betreuung zu Hause?
Eure
Diwan-Marburg Akademie
