Keine A 49 - Danni lebt!
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Am Morgen, Tag 1️⃣7️⃣erwacht das Camp schnell, weil der tägliche Besuch der Polizei schon um 8 Uhr stattfindet und dann auch noch mit der doppelten Anzahl an Beamtinnen als üblicher Weise. Mensch läuft in Kleingruppen die Wege ab, Stehenbleiben mit dem Rücken zueinander, geschäftiges Sprechen mit dem Chef, Blicke nach oben, Rücksprachen mit dem Chef und jedes Grüppchen hat mindestens eine Bewohnerin zur Begleitung….sehr routiniert! Bis Oktober könnte es ruhig bleiben, dann läuft die Genehmigung zur Demonstration aus und die Rodungszeit beginnt.
Der volle Kontrast zum Camp ist, was an sozialem Umgang aus Elon Musks Roboterfabrik herüberkommt: mindestens alle Stunde sehen wir rote Busse heranfahren; zwischen 20 und 30, meist junge Menschen, in dunklen Oberteilen, werden fast geräuschlos ausgespuckt und laufen zielsicher, meist wortlos Richtung der Gleise des Bahnhofs FANGSCHLEUSE. Erleichternd wirkt da ein Besuch des IG METALLBÜROS direkt an den Schranken. Obwohl Elon Musk Arbeitsvertretungen bekämpfen lässt, gibt es mittlerweile 16 IG-Metallerinnen von insgesamt 39 Betriebsrätinnen im Werk Grünheide, tolle Arbeit!!! https://www.igmetall.de/im-betrieb/ig-metall-organisiert-tesla-beschaeftigte
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Das Camp strahlt Leichtig- und Freundlichkeit aus und Ästhetik. Tiere, Pflanzen und Menschen haben sich schon aneinander angepasst und gehen behutsam miteinander um. Sogar eine Musikecke mit Klavier und Schlagzeug eingerichtet.
Wir fahren weiter, vorbei an herausgeputzten Einfamilienhäusern, großen Villen, Privat- und auch Yachtschulen(!) und noch größeren Anwesen. Wir bekommen böse Blicke und Kommentare. Es drängt sich der Gedanke auf: hier waren sicher auch die Montagsdemos vor 25 Jahren genauso wenig gerne gesehen. Gegen 16 Uhr sind wir in der TESLA-Besetzung, im WASSERWALD, der so heißt, weil es im Besonderen darum geht: WASSER! Für die GIGAFACTORY wurden nicht nur Wald gerodet, Flächen versiegelt, Erholungs- und Lebensräume vernichtet. Für den Bau dieser furchteinflößenden und nachts quietschend lauten Roboterfabrik wurde und wird so viel Wasser verschwendet, dass öffentlich soziale Projekte wie Schule, Mehrgenerationenhaus usw. wegen Wassermangel nicht umgesetzt werden können. t-denhahn-abdrehen.org , http://www.youtube.com/@bi-grunheidevnlb6441 Uns bleibt die Spucke weg! Trotzdem ist sie schön, die Besetzung…oder erst recht! Die Stimmung ist ruhig, gelassen, mit der Zeit offen.
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...In den 60gern geplant, soll der Berliner Ring von Nord nach Süd verbunden werden und somit für Entlastung der Köpenicker Landstraße sorgen. Dafür soll ein über 100 Jahre alter, geschützter Eichenwald geopfert werden😨 und das, obwohl nachweislich der Ausbau des bereits vorhandenen S-Bahnnetzes an dieser Stelle billiger, schonender und Fahrzeiten verkürzender wäre. Überall dieselbe BETONLOGIK in diesem AUTOWAHNSINN. Nicht zu glauben, wie die DEUTSCHE BAHN sich führend im Dunstkreis dieses kurzfristigen Bis-zur-nächsten-Bilanz-Denkens bewegt. Land, das zum Ausbau des S-Bahnnetzes nutzbar wäre, wird einfach für den Autobahnbau verscherbelt. In Hessen sagen wir hierzu: Nicht weiter denken, als ´ne fette Sau hüpft. Wer zweifelt überhaupt noch an den wahren Motiven von Verkehrsministern und Bahn-Managerinnen? MOBILITÄT FÜR ALLE ist es ganz sicher nicht! Trotzdem werden wir weitermachen, genauso wie die BI WUHLHEIDE!
Am Tag 1️⃣6️⃣ der tatortTOUR 🚴🏿♀️🚴🏽♂️🚴wartet schon die Polizei auf uns. Gut, wenn das Demonstrationsrecht beschützt wird; auch weil uns sonst immer wieder „nette Menschen“ vom Fahrrad würden zerren wollen. Vorher frühstücken wir noch im LÄDCHEN einer Altenwohnanlage gegenüber dem EMMAUSWALD, das wir schon Tags zuvor genossen hatten. Hier ist das BetreiberDuo so nett und die Gäste auch; wirklich sehr jung gebliebene Berliner Rentnerinnen, Interessiert an unserer Mission.
Dann geht es weiter durch Berlin und Brandenburg Richtung GRÜNHEIDE zur GIGAFACTORY. Zuvor besichtigen wir aber noch einen TATORT, die WUHLHEIDE. So was von krass sinnlosem Bauprojekt, wie uns Mike von BI https://bi-wuhlheide.de/ und zwei Mitstreiterinnen erklären.
...Abends laufen wir dann zur Emser Str. 131, der neuen Adresse der KOLLEKTIV-KNEIPE SYNDIKAT. Hier werden wir Maxi Bucks Film „49 problems….“ zeigen, aber vorher essen wir noch ganz wunderbar beim Libanesen um die Ecke. Wir genießen hierbei die Nähe von alten Bäumen, sie machen wirklich den Unterschied in der überhitzten Stadt! …alle sehr erschöpft von dem langen Tag, werden wir von der Freundlichkeit des Kneipenteams aufgerichtet. Nach gemächlichem Einstieg erleben wir eine interessiert konzentrierte Filmbetrachtung, mit doppeltem Applaus am Schluss und einer sehr zugewandten Gesprächsrunde, mit viel Freude über unsere tatortTOUR …das tut gut! DANKE MAXI, für den intensiven und aufbauenden Film! https://vimeo.com/744172733
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Noch sind Rodung oder Baubeginn hinausgezögert. Bei der TATORTBesichtigung erfahren wir von einer Vertreterin der Bürgerinitiative https://emmauswald-bleibt.de/, dass das Bezirksparlament fast geschlossen gegen die Bebauung ist und die Umbenennung der GRÜNFLÄCHE EMMAUSWALD als WALD gemeinsam mit dem Forstamt durchgesetzt worden war. Wegen der Größe des Projekts hat es jetzt die schwarz-rote Senatsregierung an sich gezogen. Für uns heißt das wieder einmal: Deutschland hat ein Mitbestimmungs-/Demokratieproblem und eine sozial- und klimagerechtere Verkehrswende ist dringender denn je!
Samt Rädern ziehen wir dann weiter zur Wohnung einer weiteren Mitstreiterin der BI, die sie uns überlassen hat. VIELEN LICHEN DANK, auch Samuel, der spontan Platz für uns geschaffen hatte! 💚
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Der ehemalige Friedhof, der an diesem Nachmittag von vielen Menschen zum Verweilen und Schlendern benutzt wird, soll einer Wohnanlage mit über 200 Wohnungen weichen. Geplant, gebaut, verkauft und vermietet sollen die Wohnungen von der BUWOG AG werden, einem ehemals österreichischen Unternehmen, mit aufschlussreicher Vergangenheit, bei der LEHMAN BROTHERS, FPÖ-Politiker und Gefängnisstrafen Rollen gespielt haben https://de.wikipedia.org/wiki/BUWOG und die seit 2018 im Besitz des Immobilienkonzerns VONOVIA Group ist, na sowas! Für die UrNeuköllnerinnen bedeutet das erfahrungsgemäß VERDRÄNGUNG. Denn Arbeiterinnen und Studentinnen können sich einen Wohnraum, der das 4 bis 5-fache der Abdeckung durch ihren Lohn oder Bürgergeld bedeutet, nicht leisten.
Am Tag 1️⃣5️⃣ unserer tatortTOUR radeln wir durch Schöneberg, Falkensee und mehr, werden an der Spandauer Straße von der Berliner Polizei übernommen und fahren, begleitet von blinkenden Motorrädern 🚔und Polizeiwagen, wie die Politprominenz durch die Stadt. Gefühlt wird in Berlin gerade jeder freie Platz be- oder umgebaut, die Luft wird schlechter, mehr Lärm und Verkehr, aber auch viele Busse🚌 und Menschen an den Haltestellen sowie Fahrradfahrerinnen.🚴 In den Seitenstraßen von Neukölln wird es dann spürbar besser. Hier stehen noch🌳 alte Bäume🌲, in der leicht bewegten Hitze wirkt das Schwingen der Zweige wie ein wunderbarer Fächer….DANKE dafür!.💚..und dann der EMMAUSWALD! Auf einmal ist er da, ein Kleinod🌲🌳🌲, verdeckt von einer betont dezente Betonfassade eines Mietkasernen-Neubaus und ein bald zu erwartender TATORT.
Am Tag 1️⃣4️⃣ fahren wir übers flache Land Brandenburgs🌳🚴🚴🏿♀️🚴🏽♂️🌳 und nähern uns langsam Briesewang, wo wir auf dem Camping im Ortsteil Zeestow übernachten. Berlin kommt spürbar näher. Die Menschen schauen uns neugierig und amüsiert nach; wirken dabei wenig erstaunt. Ein Junge ruft uns zu: „Welche Partei seid ihr?“, „Keine!“, „Wofür seid ihr?“ … „Natur und Kinder!“, zu mehr reicht es während der laufenden Fahrt nicht; doch der Junge stößt seinen Kumpel freudestrahlend an. BERLIN gibt es dann schon auf dem Campingplatz….viele Menschen, die hier fest leben, die leicht in ein Gespräch zu verwickeln sind und eine Autobahn, die die ganze Nacht ohne Pause dröhnt!🚙🚛🛻🚚...😱
für Berlin
Liebe aktive Menschen von und um Berlin,
hier der Streckenplan für unsere Rückkehr von der Grünheide zu unserer MaWa im Invalidenpark/ Verkehrsministerium.
Freuen uns über Menschen die gerne mit radeln wollen!
Gerne weiterleiten!!!!
bis Danni
Danni-Mobil-Radgruppe
Strecke: 23.08.2024
Start: 10 Uhr - Tesla .... aus Brandenburg kommend – (Landesgrenze) ca. 11:00 Uhr Fürstenwalder Allee - Salvador-Allende-Str. - Friedrichshagener Str. - Bahnhofstr. - Lindenstr. – An der Wuhlheide - Rummelsburger Str. - Minna-Todenhagen-Str. -Köpenicker Landstraße (B96a) - Marggraffbrücke – Köpenicker Landstr. (B 96a) - Rodelbergweg - Neue Krugallee - Alt-Treptow (B96a) - Puschkinallee (B96a) - Vor dem Schlesischen Tor -Schlesische Str. - Schlesisches Tor - Skalitzer Str. - Kottbusser Tor - Skalitzer Str. - Wassertorplatz - Gitschiner Str. - Hallesches Ufer (B96a) - Reichpietschufer (B 96a) - Potsdamer Str. (B1) - Ben-Gurion-Str. (B96) - Kemperplatz - Lennèstr. - Ebertstr. (B2) -Scheidemannstr. – Dorothenstr. – Luisenstr. – Invalidenstr. – Schwarzerweg – südlicher Invalidenpark 16:00 Uhr ZIEL
Save the Date: Übergabe "DENK'mal-Baumscheibe" an Bundestag - Mittwoch 11. September, 11 Uhr -
Hallo, liebe DANNIs...wir sind seit 2 Tagen in der Tesla-Besetzung in Grünheide...ein sehr schöner Ort. Auf dem Weg nach Berlin und bis hierher hatten wir viele tolle Begegnungen,...aber auch der anderen Art.👽Technisch war alles ein wenig schwierig, sodass ihr die Berichte der letzten drei Tage hoffentlich noch heute im Laufe des Tages kriegen könnt...wir haben nämlich wieder einige TATORTE gesehen🙋🏻♀️ ....und save the DATE: Wir sehen uns an der MAWA!!!
Im August und September finden bundesweit ausgerichtete Aktionen für eine soziale und klimagerechte Verkehrswende statt. 🧑🦼🌱👨🦯 Sie begannen mit dem Start der "Keine-A49-tatort-Rad-TOUR": Am 7. August schwangen sich Baumschützer*innen und Autobahngegner*innen in Dannenrod auf den Sattel mit Ziel Berlin und machten unterwegs Halt an vielen weiteren Orten des Widerstandes gegen Natur- und Klimazerstörung durch den Straßenbau (A44, B6 Hannover, A14, VW, ....)🙅 Im Gepäck befindet sich die Baumscheibe einer 270 Jahre alten Eiche, die am tatort-A49 gefällt wurde.🪵 Inzwischen befindet sich die TOUR in Grünheide und kommt am 23.8. ans Ziel.
❤️🔥 Seid dabei,
- bei der letzten Etappe der TOUR am 23.08. vom Wasserwald in Grünheide nach Berlin 🚴♀️
- bei der Abschlusskundgebung und Eröffnung der Mahnwache am 23.08. um 16 00 im Invalidenpark 🏕
- bei der Übergabe des "DENK'mals" an den Bundestag am 11.09. um 11 00❗️
Danni lebt! ✊Mehr Infos:
https://verkehrswende-tatorttour.de
https://t.me/danni_ticker
21.08.2024 Appenrod/Maulbach #keinea49 #ökozid #wald
https://youtube.com/watch?v=Uwuatr3wFqU&si=V-OXc69p-grgGGEX
Film zum Start der keine-A49-Verkehrswende-tatortTOUR am 7.8.24. https://vimeo.com/1000814650/09b9f51cc0
Pressemitteilung - Programm 21. + 22.8.: - Keine-A49-tatortTOUR nach Berlin - Baumscheibe als DENK'mal für den Bundestag - Soziale und klimagerechte Mobilitätswende JETZT!
https://hidrive.ionos.com/lnk/Jcv3no67w
Am Tag 13 verließen wir das Projekthaus in Kaulitz. Unser Weg führte uns zum nächsten, sehr offensichtlichen, TATORT, dem BAHNHOF in SEEHAUSEN….der wurde nämlich nach einer Serie von Angriffen Rechter im Jahr 2022 in Brand gesteckt. 🔥Wie in einem Brennglas scheinen sich hier die Widersprüche des Ortes, die gleichsam die der Gesellschaft sind, zu bündeln. Bis zu dem Brandanschlag war das Gebäude eine wiederbelebte und genutzte ehemalige Bahnhofsruine, von Aktivisten des A-14 Widerstands als Versuch, alternative Lebensformen in Seehausen zu etablieren, mit beginnenden Erfolgen…das hat wohl gestört:
„Der Autobahnbau ist zum heiß umkämpften Symbol für die Region geworden, wird als langersehnte Antwort auf die strukturelle Benachteiligung propagiert….Er (der Bahnhofsbrand) geschah in einer Atmosphäre der Krisen, die sich global und regional abspielen und bedingen. Der kapitalistische Status Quo spitzt soziale Ungleichheit zu, zersetzt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und sorgt für katastrophale Umweltveränderungen. Die Altmark brennt! Ihre Wälder und Felder sind vertrockneter Boden für Brände und Ernteausfälle. Menschenfeindliche Ideologien und Faschismus präsentieren sich als Lösung für die wirtschaftliche Benachteiligung. Es werden Sündenböcke gesucht, Ausländer, Zugezogene, Zecken.“ Aus: KARTOFFELSTIMMEDa ist er, der Widerspruch in der 🪴Idylle🌳…wie im April dieses Jahres. Da verbrannten ca. 20 000 Schweine in einer Schweinzuchtanstalt im Nachbarort BINDE; 2500 Muttersauen mit ihren durchschnittlich 8 Ferkeln…zurück bleiben: traumatisierte Feuerwehrleute und der allumfassende Druck der Profitmaschinerie, der ausländische Menschen dazu bringt, hinter weißem Sichtschutz, auf demselben Fabrikgelände, dieselbe Arbeit wieder zu verrichten. …trotzdem oder erst recht GUTE NACHT! P.S. wir hatten noch eine sehr schöne Weiterfahrt, mit Fährenübergang, idyllischer Kaffeepause in WERBEN und einen wunderschönen Zeltplatz bei einem Binnenfischer in Strodehne.
