Bajszel
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Aktuelles aus der ProgrammSchÀnke Emser Str. 8, Kirsten-Heisig-Platz in Neukölln
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Am 15. MĂ€rz 19:30 Uhr bei uns:
Antisemitismus von links war auch schon vor 1945 Thema in linken Kreisen. Schon Rosa Luxemburg und Franz Pfemfert kritisierten antisemitistische Neigungen in den eigenen Reihen, wie der KPD. Olaf Kistenmacher hat darĂŒber ein sehr aufschlussreiches Buch geschrieben, in welchem die Geschichte des Antisemitismus von Linken vor 1945 behandelt wird, und stellt dieses am 15.03. im Bajszel vor.
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Unser Programm ab MĂ€rz 2024
05.03. Outside The Box. "KĂ€mpfe". Release Veranstaltung
15.03. Olaf Kistenmacher: "Gegen den Geist des Sozialismus." Anarchistische und kommunistische Kritik der Judenfeindschaft in der KPD zur Zeit der Weimarer Republik. Buchvorstellung mit dem ça ira Verlag.
27.03. Claudius Seidl, Tania Elstermeyer, Daniel Mörsner: Antisemitismus in Kunst und Kultur.
28.03. Ulrike Becker: Nazis am Nil. Die westdeutsch-Ă€gyptischen Beziehungen der Nachkriegszeit im Schatten des Nationalsozialismus
01.04. Christian Voller: "Gangs of New York - Zur Postmodernen Judenfeindschaft." Vortrag und Diskussion.
07.04. Start Filmereihe zu Adorno â Daniel M. Immer sonntags bis 21.04.
16.04. Oliver Vrankovic zur aktuellen Lage in Israel.
18.04. Stefan Dietl: "Antisemitismus und Gewerkschaften." Vortrag und Diskussion.
23.04. Karl Schlögel: American Matrix. Besichtigung einer Epoche. Buchvorstellung und Diskussion.
24.04. Veranstaltung zum Genozid an den Armeniern.
30.04. Lisa Frey: "Verleugnet, verhöhnt, vergessen -  zur mangelnden feministischen SolidaritÀt in Folge des 7. Oktober."
08.05. Moritz Zeiler: EinfĂŒhrung in Franz Neumanns Behemoth.
Beginn immer um 19:30 Uhr.
Wir sehen uns!
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Wir freuen uns, die Redaktion der outside the box â Zeitschrift fĂŒr feministische Gesellschaftskritik zu Gast zu haben und laden euch herzlich zur Lesung und zum Berlin-Release der aktuellen Ausgabe zum Thema KĂ€mpfe ein.
Was wĂ€re das, eine transnationale feministische Bewegung? Welche materiellen Grundlagen hat sie? FĂŒhlen wir uns selbst als Teil einer solchen Bewegung? Wie gehen wir um mit der FragilitĂ€t von KĂ€mpfen, auch mit Konflikten innerhalb feministischer Debatten? Wie werden Differenzen ausgehandelt, in welchen Formen, und was ist unsere Rolle darin? Mit Blick auf die eigene Arbeitsweise fragen wir uns, wie sich Feminist:innen an anderen Orten organisieren: Was haben feministische KĂ€mpfe andernorts mit unseren zu tun, und wie greifen sie ineinander? Dazu wollen wir uns in Beziehung setzen.
www.outside-mag.de
05. MĂ€rz â 19:30 Uhr â @bajszel â Emserstr. 8/9, 12051 Berlin (Neukölln)
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Diesen Freitag, 01. MĂ€rz ist bei uns wieder Jungle Bar. Diesen Monat: Olga Benario: Berliner Kommunistische Jugend, Ăbersetzerin Kristine Listau und Jörg Sundermeier, die Olga Benario und ihr Buch âBerliner Kommunistische Jugend" (Vorwort von Anita Prestes, aus dem Russischen von Listau) vorstellen.
Zum Buch: https://www.verbrecherverlag.de/shop/berliner-kommunistische-jugend/
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Die fĂŒr den 28. Februar angekĂŒndigte Buchvorstellung "Gesichter des politischen Islam" wird auf einen spĂ€teren Zeitpunkt verschoben.
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27.02.24 um 19:30 Uhr - Buchvorstellung: Benny Morris: 1948 - Der erste arabisch-israelische Krieg. Mit Johannes Bruns und Peter Kathmann. Gesellschaft fĂŒr Kritische Bildung.
In seiner Monografie â1948. Der erste arabisch-israelische Kriegâ beleuchtet Benny Morris die HintergrĂŒnde und Ereignisse, die zum Ende des Britischen Mandats in PalĂ€stina, zur Zersplitterung der arabisch-palĂ€stinensischen Gesellschaft und schlieĂlich zur Geburt des Staates Israel fĂŒhrten. Im Fokus der Betrachtung steht dabei die unmittelbare Reaktion auf die StaatsgrĂŒndung: der panarabische Angriffskrieg. Morrisâ akribische Auswertung der seit den 1980er Jahren zugĂ€nglichen israelischen und internationalen Archive ermöglicht einen klaren, dokumentarischen Blick auf die vielfach mythologisierte Geschichte des Krieges von 1948 und seine politischen wie militĂ€rischen Akteure. Gegen die mithin geschichts-vergessenen und ressentimentgeladenen Debatten um Israel und PalĂ€stina, um Zionismus und Vertreibung liefert dieses erstmals in deutscher Sprache erscheinende Buch somit die dringend benötigte historische AufklĂ€rung.
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Sonntag, 25.2. 18.00 Uhr ProgrammschĂ€nke Bajszel, Emser Str.8/9 in Neukölln. Der französische Schriftsteller, Fotograf und Autor Marc Sagnol prĂ€sentiert Claude Lanzmanns Film ĂŒber die israelischen StreitkrĂ€fte. Sagnol war auch an der Produktion von Lanzmanns Film "Sobibor 14. Oktober 1943, 16.00 Uhr" beteiligt.
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Und danach geht es weiter mit unserer Filmreihe. Es wird Pausen geben - und Verpflegung gegen Spendeâš
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Am 22. Februar um 19:30 Uhr bei uns:
Dominic Angeloch - Die RealitÀt hinter der RealitÀt. Verschwörungsdenken als moderne Denkform.
Wie entsteht der Glaube an Verschwörungen? Wie werden Verschwörungen erzĂ€hlt, wie werden sie gedacht? Dominic Angeloch versteht Verschwörungsdenken als eine moderne Denkform: Ihre Urbilder entstammen konkreten historischen ZusammenhĂ€ngen, lassen sich zugleich aber unendlich variieren und so lange neu kombinieren, bis die RealitĂ€t sich ihnen fĂŒgt. Dabei entsteht eine eigene Ăsthetik, die sich in Kultur und Popkultur erprobt und entfaltet. Eine Analyse dieser Ăsthetik in Literatur, Film und Musik erlaubt es, das Beteiligungsangebot von VerschwörungserzĂ€hlungen und damit ihren Erfolg zu verstehen. So gerĂ€t eine Logik in den Blick, die beliebige Fakten und Fiktionen zu Mythen verknĂŒpft, die man nur glauben, niemals widerlegen kann. SpĂ€testens an dieser Stelle scheitern die meisten ErklĂ€rungsansĂ€tze: Als dumm wird abgewehrt, was ein Spektakel fĂŒr Scharfsinn stiftet, und als verrĂŒckt, was den Punkt anzeigt, wo RationalitĂ€t an sich selbst irre wird. Angeloch beleuchtet Geschichte und Funktionsweise des Verschwörungsdenkens und klĂ€rt, welche BedĂŒrfnisse sich darin wirklich artikulieren, worauf es eigentlich abzielt.
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Am 14.02.24 um 19:30 Uhr bei uns:
Felix JosĂ© Weil (1898-1975) ist gemeinhin als Initiator des Instituts fĂŒr Sozialforschung, MĂ€zen, Freund berĂŒhmter Denker, vielleicht noch als Verleger bekannt; als Wissenschaftler wird er hingegen selten genannt. Dabei hat der in Argentinien als Sohn deutscher Juden geborene Weil wĂ€hrend eines ereignisreichen Lebens auf drei Kontinenten ein wirtschafts- und politikwissenschaftliches Werk hinterlassen, das auf vielfĂ€ltige Weise mit der Entwicklung der Kritischen Theorie verbunden ist.
Alexander Valerius und Katrin Schuster gehen an diesem Abend Weils unterschiedlichen Spuren nach â entlang seiner bisher weitgehend unveröffentlichten Memoiren, die Schuster teilweise vertont hat. Valerius vergleicht die widerspruchsvolle spĂ€te 'ErzĂ€hlungâ Weils mit seiner âtatsĂ€chlichenâ Biographie â und stellt ihn dabei auch als kritischen Denker in finsteren Zeiten vor.
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Am 7.2. Ab 19.30 Uhr bei uns:
Kritische Theorie als Geschichtsphilosophie?
Vortrag & Diskussion mit Jan Hartmann & Moritz Pitscheider
Weil Geschichte als Korrelat einheitlicher Theorie, als Konstruierbares nicht das Gute, sondern eben das Grauen ist", so heiĂt es in der Dialektik der AufklĂ€rung, sei das Denken "in Wahrheit ein negatives Element." Dass spĂ€testens durch Auschwitz an der Vorstellung der Geschichte als drastische Bewegung zur Freiheit hin, nicht festzuhalten sein kann, ist Grundsatz Kritischer Theorie. Auch die Predigten von der teleologisch vorversicherten Geschichte, mit denen Generationen von Marxisten ihre Revolutionshoffnungen verbĂŒrgten, wurden von den realen Begebenheiten eines Besseren belehrt. Wiederholt weisen Horkheimer und Adorno aber auch darauf hin, dass die Welt sich nicht gĂ€nzlich ohne eine Philosophie der Geschichte begreifen lasse. In den Vorlesungen Zur Lehre von der Geschichte und von der Freiheit bemerkt Adorno etwa: "(âŠ) was in Hegels Metaphysik Weltgeist heiĂt drĂ€ngt sich in den Fakten auf, in dieser Gestalt ist das aber schmerzlicher und wird verdrĂ€ngt". Inwiefern ist also Kritische Theorie in der Darstellung des "Ăber-die-Köpfe-hinweg-sich-Durchsetzens" von Wert- und Tauschgesetz als reale Bewegung auf geschichtsphilosophische Kategorien angewiesen, wenn in diesen Kategorien die gesellschaftliche Erfahrung von der Eingespanntheit in ein Objektives begrifflich adĂ€quat bzw. notwendig falsch zum Ausdruck kommt? Gleichzeitig darf trotz dieser Notwendigkeit der Darstellung nicht der Eindruck entstehen, als habe man es mit Naturgesetzen Ă la lettre zu tun. Ihre "NaturwĂŒchsigkeit" ist Schein. Sie ist nicht wiederum zu ontologisieren, soll der Geschichte nicht die prinzipielle Möglichkeit genommen werden, in der revolutionĂ€ren Entscheidung eine Geschichte des Menschen zu werden. Der Vortrag nimmt sich dieser Gleichzeitigkeit an und geht der Frage nach, ob Kritische Theorie zur Geschichtsphilosophie, oder vielmehr zu deren Verwerfung taugt.
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Am 06.02. bei uns:
Ludwig Koch und GĂŒnther Niethammer â zwei deutsche Ornithologen-Karrieren
Ludwig Koch â Erfinder des Wildlife Sound Recordings, geflohen vor den Nationalsozialisten, Legende des naturwissenschaftlichen Infotainments im britischen Exil. In Deutschland heute unbekannt.
GĂŒnther Niethammer â einflussreicher Akteur der deutschen Ornithologie des 20. Jahrhunderts, Author der 'Beobachtungen ĂŒber die Vogelwelt von Auschwitz', institutionelle Karriere nach 1945. In Deutschland heute 'umstritten'.
Zwei deutsche Biografien, die erschreckend normal sind und deswegen nicht vergessen werden dĂŒrfen.
Es werden selbstverstÀndlich Tonaufnahmen von Ludwig Koch zu hören sein.
