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Wer an dieser Stelle meint "Hä, Kamele und Russland haben doch wirklich nichts miteinander zu tun", liegt da nicht ganz richtig.
Weite russische Süd-Gebiete liegen weitaus südlicher als Deutschland.
Manche liegen auf den gleichen Breitengraden wie Mittelmeer-Urlaubsorte Korsika oder Sardinien oder die türkische Schwarzmeerküste. Der Einsatz von Kamelen hat in Russland weite Wurzeln und geht bis auf die Kosaken zurück, die entgegen der allgemeinen Meinung längst nicht immer Pferd-, sondern im Süden auch Kamel-beritten waren.
Auf dem Video:
Ein russischer "Kriegskamel" ruht sich neben einer Soldaten-Stellung aus. Auf die Frage "warum bist du so träge, Silly" gibt sie (es ist eine sie) eine indifferente Antwort.
Ich vermute, ihr ist dann doch etwas zu kalt im Donbass 🫠
(8/8)
| 2 | Exotischer ist der Einsatz von Kamelen, ebenfalls als Transport- und Boten-Tiere - in diesem Fall nur auf russischer Seite.
Kamele haben in diesem Sinne in etwa das gleiche Aufgabenfeld wie Esel...bei Sturmeinheiten habe ich sie bislang also nicht gesehen.
(7/8) | 0 |
| 3 | Die Maßstäbe auf russischer Seite sind dennoch obgleich größer.
Russische "Pferderepubliken" wie Tatarstan oder Baschkortostan übergeben in regelmäßigen Abständen ganz offiziell ausgewählte Rösser an die russische Armee zum Einsatz an der Front.
Pferde werden in russ. Einheiten zum Transport, Botendiensten und tatsächlich auch für Offensivoperationen eingesetzt wenn es um Gebiete geht, wo weder Geländewagen noch Motorrad durchkommen.
Auf dem Video:
Mechanisierter Transport von 2 nicht-mechanisierten Pferdestärken (PS) für die Front und (Gott bewahre) moderne russische Kavalleristen.
(6/8) | 0 |
| 4 | Die Maßstäbe auf russischer Seite sind dennoch obgleich größer.
Russische "Pferderepubliken" wie Tatarstan oder Baschkortostan übergeben in regelmäßigen Abständen ganz offiziell ausgewählte Rösser an die russische Armee zum Einsatz an der Front.
Pferde werden in russ. Einheiten zum Transport, Botendiensten und tatsächlich auch für Offensivoperationen eingesetzt wenn es um Gebiete geht, wo weder Geländewagen noch Motorrad durchkommen.
Auf dem Video:
Mechanisierter Transport von 2 nicht-mechanisierten PS (Pferdestärken) für die Front und (Gott bewahre) moderne russische Kavalleristen.
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| 5 | Ganz klassisch werden mit wachsender Tendenz schließlich Huftiere eingesetzt. vA Esel und Pferde werden seit mindestens einem Jahr als Transporttiere oder Boten mitgeführt.
Ausschlaggebend ist der Technikmangel aufgrund von gewaltiger Anzahl an Drohnen im Himmel. Andererseits melden verschiedene Kriegsreporter vor Ort, dass die Tiere in manchen Situationen schlichtweg der klassischen Technik vorgezogen werden. Unabhängig vom Sprit, leise, und "geländefähig" überall wo garantiert kein Humvee durchkommt.
Ursprünglich machte man sich lustig über die Russen, wo die Huftiere als erstes gesichtet wurden, längst setzen aber auch Ukrainer die Tiere ein (siehe letztes Foto).
(5/8) | 0 |
| 6 | Katzen werden aus zweierlei Gründen eingesetzt.
Zum Einen zum Kampf gegen Nager. Deren Ausmaße in den Schützengräben und zT auch in Stadtstellungen sind enorm. Sie vernichten Vorräte und beschädigen die Technik (siehe Vids).
Teilweise tragen Soldaten ihre Vierbeiner daher mit sich von Position zu Position.
Zum Anderen ist es eine Art von Gemütlichkeit, die Katzen verbreiten. In manchen Einheiten empfehlen Sanitäter das Mitführen von Katzen, um das Stresslevel von Sturmtruppen nach dem Einsatz zu senken.
(4/8) | 0 |
| 7 | Nun sind im Krieg also auch Tiere mit steigender Tendenz im Einsatz.
Am stärksten dabei sind zweifelsohne Hunde. Auch bei Polizei, Sanitätern, Rettern, Spezialeinheiten und Seelsorgern bestens bekannt, ist der "beste Freund des Menschen" von Anfang an an vorderster Linie.
Hunde übernehmen sowohl klassische Aufgaben wie Aufspüren, Minen finden, tls Botendienste (ein Hund, der sich "auskennt" wird mit einem "Rucksack" von einer Einheit zur nächsten geschickt), als auch ganz reale Kampfmissionen.
Am bekanntesten sind da die "Wagner"-Söldner, die zu ihrer Glanzzeit während der Schlacht um Bachmut in der ersten Welle manchmal Kampfhunde vorschickten, die in die ukr. Schützengräben einfielen, und erst dann der Mensch folgte.
(3/8) | 0 |
| 8 | Die Formel ist klar: je länger der Krieg dauert, desto stärker leidet und wird die Umwelt leiden.
Außer des direkten Schadens sind aber auch zahlreiche Tiere im Krieg im Einsatz mit steigender Tendenz. Die Ausmaße sind eher mit WW1 vergleichbar als mit WW2, als man auf mechanisierte Verbände umstellte.
Jetzt, im 21. Jahrhundert, gibt es was Tiere an der Front angeht ein "back to the roots".
So ganz überraschend ist es nicht, wenn man bedenkt, dass zB Sturmpanzer des Ukrainekrieges derzeit viel mehr an WW1 erinnern, als daran wie man sich den Panzer des 21. Jahrhunderts vorstellte.
(2/8) | 0 |
| 9 | Update #Ukraine
Heute mit einem ungewöhnlichen Thread zum Einsatz von Tieren an der Front.
Zunächst einmal zur Erinnerung:
Der Einfluss (Schaden) des Krieges auf die Umwelt und die Tierwelt ist enorm. Nach manchen Einschätzungen wird es Jahrhunderte (!) dauern, bis sich die Natur in den Kampfgebieten erholt, wenn überhaupt. Nicht selten sind die Vergleiche mit der "roten Zone" in Frankreich, die nach dem Ersten Weltkrieg entstanden ist und in Teilen immer noch existiert.
Mehr im angehängten Thread
(1/8) | 0 |
| 10 | Klar eindeutig ist die Lage weiter nördlich in Siversk. Die Stadt wurde aufgegeben.
Ukr. Militär gab an, dass ein "geordneter Rückzug" anbeordert wurde, "um das Leben unserer Soldaten zu schonen" und "bessere taktische Positionen einzunehmen".
Nach dem Fall der wichtigen Festung Siversk, die zuvor den ganzen Krieg überdauerte, werden die Russen vsl versuchen, die Frontlinie an dem Abschnitt zu begradigen und mittelfristig vom Osten auf die strategisch und symbolisch wichtige Stadt Slavyansk vorzurücken.
(6/6) | 0 |
| 11 | In Pokrowsk-Mirnohrad bleibt die Lage weitgehend ohne Veränderung...also kritisch.
Pokrowsk ist de facto in russischer Hand.
Mirnohrad ist je nach Quelle in enger Schlinge oder komplett eingekesselt. Interessant ist, dass DeepState nun das gesamte Stadtgebiet als Grauzone einfärbt, was so viel bedeutet, dass im gesamten Stadtgebiet Bodenkämpfe toben.
(5/6) | 0 |
| 12 | In Hulyajpole (Zaporizhya) verloren ukr. Einheiten überraschend wichtige Positionen mitten in der Stadt, weil ihre Defensivlinien überrannt wurden.
Russ. Quellen veröffentlichten Aufnahmen aus dem eroberten ukr. Befehlsstab des 1. Bataillons der 102. Brigade. Der Befehlsstab wurde so hastig verlassen, dass alles inklusive Militärkarten, Dokumentation, Bataillonsflaggen etc den Russen in die Hände fiel.
Ukr. Quellen bestätigten die Zustände und gaben verbittert an, dass die letzten solchen Vorfälle, dass Befehlsstäbe fluchtartig verlassen wurden, ohne die Dokumentation zu vernichten und Bataillonssymbolik mitzunehmen, im Februar 2022 vorkamen, als der Krieg ausbrach.
(4/6) | 0 |
| 13 | Die Diskrepanzen zeigen, wie schwer es ist, eine eindeutige Frontübersicht zu Kupyansk abzugeben. Dies liegt daran, dass es keine einheitliche Frontlinie gibt. Die ganze Stadt ist durchsiebt von abwechselnd russischen und ukrainischen Stellungen und erinnert an einen Schichtkuchen. Die Ukrainer haben aber ganz klar das Offensivmomentum mit deutlich größeren personellen Kapazitäten durch Verlegung von Reserven von anderen Abschnitten.
Die Verlegungen von Reserven gehen allerdings nicht ohne "Gegenleistung" an anderen Frontabschnitten einher, wo dadurch wieder größere Personalnot herrscht...
(3/6) | 0 |
| 14 | Genau genommen, gibt es auch jetzt nicht viel mehr Klarheit.
Im Überblick:
- laut uamaps (ukr): Russen halten schmalen Streifen bis ins Stadtzentrum.
- laut DeepState (ukr): Russen aus Kupyansk komplett zurückgeworfen.
- laut Romanov (rus): Russen aus Kupyansk komplett zurückgeworfen.
- laut Rybar und Zhivov (rus): Russen halten Teile der Stadt noch.
(2/6) | 0 |
| 15 | Frontupdate #Ukraine
Extrem undurchsichtige Lage herrscht in Kupyansk.
Zur Erinnerung:
Dort haben ukr. Einheiten vor Wochen eine Gegenoffensive gestartet und konnten die Russen zurückdrängen. Allerdings unterschieden sich die Angaben immens je nach Quelle, wie weit die Rückeroberung reicht...
(1/6) | 0 |
| 16 | Update #Drohnen #Ukraine
Szenen aus dem Sommer vom Dnjepr, die jeden Hollywood-Blockbuster monoton erscheinen lassen.
Ein russ. Trupp auf einem Schnellboot soll eine Evakuierung durchführen und Männer von einer der Dnjepr-Inseln abholen.
Das Schnellboot wird von einer ukr. Aufklärungsdrohne gesichtet und an FPV-Teams weitergegeben. Ein FPV-Schwarm attackiert das Boot.
Den Rest muss man sich einfach ansehen.
Drohnen, Schrotflinten, scharfe Manöver - alles dabei, was den modernen Drohnenkrieg ausmacht.
Eine Kunst für sich sind die russischen Schimpftiraden gegen anfliegende Drohnen (man munkelt es gewährt einem +50% Schadensresistenz), ich komme aber nicht dazu russische subs drunter zu legen, sorry.
Die Bilder sind krass, aber zugleich Routine am Dnjepr, das man als eines der vergessenen Fronten des Krieges nennen kann. | 0 |
| 17 | Zur Erinnerung.
Mit der Zunahme von Glasfaserdrohnen sind auch die Folgen von Kampfhandlungen für die Umwelt sehr beispielhaft offen gelegt und breitflächig wie ein Spinnennetz zu sehen.
Experten streiten sich, wie harmlos oder umgekehrt schädigend die Glasfasernetze für die Umwelt sein werden.
In der Regel sollte man vom schlimmsten Szenario ausgehen und es hoch2 nehmen.
Mehr zur rasanten Zunahme von Glasfaser-Verunreinigung in diesem Thread.
(2/2) | 0 |
| 18 | Offtopic #Ukraine
Die Front nähert sich vom Osten (wieder) der Stadt Liman im Norden des Donbass. Wie üblich, agieren Drohnen auf beiden Seiten en masse, bevor die eigentlichen Stadtkämpfe beginnen.
In Liman besonders extrem Glasfaserdrohnen.
Die Folge davon ist ein Spinnennetz aus Glasfasern, das sich breitflächig über der Stadt gelegt hat.
Die Ausmaße zeigen wie intensiv der Drohneneinsatz ist und zugleich wie unübersehbar die Folgen des andauernden Krieges für die Umwelt sind/sein werden.
(1/2) | 0 |
| 19 | Wie weit die russ. Kontrolle über der Stadt geht, ist unklar. Mindestens das gesamte Ostufer. Manche Quellen melden russ. Sturmtrupps allerdings auch im Westteil der Stadt und sogar darüber hinaus.
In der Stadt selbst hissten Russen ihre Flaggen an den Schlüsselpositionen im Stadtzentrum.
(4/4) | 0 |
| 20 | Siversk:
Russen haben den Großteil der Stadt übernommen. Begonnen hatte es ähnlich wie in Pokrowsk, wo Kleintrupps von 3-4 Mann zwischen ukr. Linien einsickerten, bis eine kritische Masse erreicht wurde.
Oftmals wurde dies mit Hinterhalten auf ukr. Einheiten in Gebieten begleitet, die als fest in ukr. Hand galten, wie hier im Video.
(3/4) | 0 |
