Preußenjournal
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Die Grundsteinlegung des Reichstagsgebäudes leitete Reichskanzler Otto von Bismarck mit der Verlesung der nachstehenden, für den Grundstein bestimmten Urkunde ein:
„Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen, tun kund und fügen zu wissen, daß Wir beschlossen haben, im Namen der Fürsten und Freien Städte des Reiches und in Gemeinschaft mit den verfassungsmäßigen Vertretern des Deutschen Volkes den Grundstein zu einem Hause zu legen, in welchem der gemeinsamen Arbeit der gesetzgebenden Körper eine würdige Stätte bereitet werden soll.
Unter den glorreichen Waffenerfolgen der vereinten deutschen Stämme ist durch Gottes Fügung das Deutsche Reich zu ungeahnter Macht und Herrlichkeit erstanden. Aus der Begeisterung des Volkes und aus dem gegenseitigen Vertrauen der Bundesregierungen ist für Deutschland die Kraft erwachsen, seine Verfassung und seine nationale Entwickelung aus eigener Macht zu schützen und die Pflege seiner Wohlfahrt in die eigene Hand zu nehmen. Diesem Schutze und dieser Wohlfahrt soll die Arbeit in dem Hause dienen, dessen Grundstein Wir legen.
Wir blicken, dankbar gegen Gott, auf das zurück, was die verbündeten Regierungen, in gemeinsamer Thätigkeit mit dem Reichstage, während der verflossenen Jahre Unseres Kaiserlichen Waltens für Deutschland geschaffen haben, und sehen der Zukunft mit der Hoffnung entgegen, daß unter Uns wie unter Unseren Nachfolgern die gemeinsame Arbeit für das Vaterland von Einigkeit getragen und von Segen begleitet sein werde. Der Ordnung, der Freiheit, der Gerechtigkeit, der gleichen Liebe für alle Kreise Unseres Volkes sei unverbrüchlich diese Arbeit gewidmet.
Möge Friede nach Außen und im Innern den Bau dieses Hauses beschirmen! Auf immerdar sei das Haus ein Wahrzeichen der unauflöslichen Bande, welche in großen und herrlichen Tagen die deutschen Länder und Stämme zu dem Deutschen Reiche vereinigt haben!
Dazu erflehen Wir den Segen Gottes.
Gegenwärtige Urkunde haben wir in zwei Ausfertigungen mit Unserer Allerhöchsteigenhändigen Namensunterschrift vollzogen und mit Unserem größeren Kaiserlichen Insiegel versehen lassen. Wir befehlen, die eine Ausfertigung mit den dazu bestimmten Schriften und Münzen in den Grundstein des Hauses niederzulegen, die andere in unserem Archiv aufzubewahren.
Gegeben in Unserer Haupt- und Residenzstadt Berlin, am neunten Juni des Jahres Ein Tausend Acht Hundert vier und achtzig.“
Darauf reichte der bayerische stimmführende Bevollmächtigte zum Bundesrat dem Kaiser auf seidenem Kissen die Kelle unter folgender Ansprache: "Gestatten mir Eure Kaiserliche Majestät, im Namen des Bundesrats der tiefgefühlten Freude Ausdruck zu geben, welche dieser Körperschaft erfüllt, daß der erhabene Begründer des Reichs auch den Grundstein zu dem Gebäude zu legen geruht, in welchem die Vertretungskörper künftig zu wirken berufen sein werden. Möge zum Heile Deutschlands es Eurer Kaiserlichen Majestät vergönnt sein, in ungeschwächter Kraft die Vollendung des Baues zu sehen. Möge die einmütige Arbeit der Vertreter der deutschen Regierungen und der gewählten Vertreter der Nation in seinen Räumen dem Vaterlande zum Heile werden! Mit diesen Wünschen überreiche ich Eurer Kaiserlichen Majestät die Kelle und den Mörtel."
Quelle: Poschinger, Fürst Bismarck und der Bundesrat, Fünfter Band, Seite 134.
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Am 9. Juni 1884 wurde in Anwesenheit Kaiser Wilhelms I., des Reichskanzlers Otto von Bismarck und des versammelten Bundesrates der Grundstein des Reichstagsgebäudes in Berlin gelegt. Die Grundsteinlegung selbst wird durch Kaiser Wilhelm I. vorgenommen. Es sollte über 10 Jahre bis zur Vollendung und Eröffnung des Reichstagsgebäudes dauern.
König Friedrich Wilhelm III. war ein bedeutender Herrscher des 19. Jahrhunderts, der maßgeblich zur Entwicklung und Stärkung des preußischen Staates beitrug. Seine Regierungszeit erstreckte sich über einen Zeitraum von fast 43 Jahren, in denen er durch seine politischen Entscheidungen und Reformen das Bild Preußens nachhaltig prägte.
Friedrich Wilhelm III., der am 3. August 1770 in Potsdam geboren wurde, war der älteste Sohn des Königs Friedrich Wilhelm II. und dessen Gemahlin Friederike Luise von Hessen-Darmstadt. Bereits früh wurde er auf die Thronfolge vorbereitet und erhielt eine umfassende Ausbildung in den Bereichen Staatswissenschaften, Geschichte und Militärstrategie.
Er hat das militärische Zeremoniell geprägt, wie es in Teilen heute noch von unserer Bundeswehr gepflegt wird. Er ist der Erfinder des "Großen Zapfenstreichs“ in seiner heutigen Form, der höchsten militärischen und staatlichen Ehre, die einem republikanischen „Politiker“ heute zuteil werden kann.
Als König trat Friedrich Wilhelm III. im Jahr 1797 die Nachfolge seines Vaters an und übernahm somit die Verantwortung für ein Land, das zu dieser Zeit durch innere Unruhen und äußere Bedrohungen geprägt war. Dennoch gelang es ihm mit Geschick und Entschlossenheit, das Land zu stabilisieren und die Macht Preußens auszubauen.
Eine seiner markantesten Eigenschaften als Herrscher war seine tiefe Verbundenheit mit seinem Volk. Er galt als gerechter Monarch, der stets das Wohl seiner Untertanen im Blick hatte. Diese Nähe zum Volk spiegelte sich auch in seinen Reformbestrebungen wider: Friedrich Wilhelm III. setzte sich für eine Modernisierung der Verwaltung, Justizreformen sowie die Förderung von Bildungseinrichtungen ein.
Zur charakterlichen Größe dieses Mannes gehört, einer Reihe bedeutender Männern, darunter den Gebrüdern Humboldt, den Politikern Stein und Hardenberg, den Militärfeformern Clausewitz und Scharnhorst, das politische Feld überlassen zu haben, um aus einem veralteten Ständestaat, ein modernes Staatswesen zu formen.
Darüber hinaus machte sich Friedrich Wilhelm III. als Förderer von Kunst und Kultur einen Namen: Unter seiner Regentschaft erlebte Preußen eine Blütezeit der Literatur, Musik und Architektur, wodurch das Land zu einem Zentrum geistiger Schaffenskraft avancierte.
Dennoch blieb Friedrich Wilhelm III. nicht von Kritik und Herausforderungen verschont. Insbesondere seine Rolle in den napoleonischen Kriegen und die Niederlage Preußens in der Schlacht bei Jena und Auerstedt im Jahr 1806 führten zu starken öffentlichen Diskussionen über seine politische Führung.
Trotzdem gelangte er durch sein bescheidenes Auftreten gelangte er zu großer Popularität innerhalb der Bevölkerung. Seine Rolle als trauernder Wittwer, um seine frühverstorbene erste Frau Louise, ließen den "Melancholiker“ auf dem Preußischen Königsthron zur unumstrittenen Instanz werden.
So ging Friedrich Wilhelm III. von Preußen als bedeutender Monarch in die Geschichte ein, dessen Reformen und Bemühungen um das Wohl seines Volkes eine nachhaltige Wirkung hinterlassen haben.
Mit der Schlacht bei Hohenfriedberg am heutigen Tage konnte König Friedrich II., der sich mit seinen Truppen zuvor von Böhmen nach Schlesien zurückgezogen hatte, ein Vorrücken der verbündeten österreichischen und sächsischen Armeen nach Schlesien verhindern. Die zahlenmäßig überlegenen Truppen unter Prinz Karl Alexander von Lothringen (Österreich) und Herzog Johan Adolf II. von Sachsen-Weißenfels (Sachsen) rückten am Vortag nach Schlesien vor, wo es schließlich zu einer blutigen Auseinandersetzung kam, die Preußen schließlich für sich entscheiden konnte.
An die Schlacht erinnert auch der nach dem Ort des Geschehens benannte Hohenfriedberger Marsch, in dem es von der Ankunft des österreichischen Heerführers heißt "Prinz Karl ist erschienen / auf Friedbergs Höh´n / sich das Preußische Heer / mal anzusehen“.
Der für Preußen günstige Ausgang der Schlacht stellte eine Trendwende im Zweiten Schlesischen Krieg dar, mit dem Friedrich II. eine Rückforderung Schlesiens durch Königin Maria Theresia von Ungarn und Böhmen sowie Erzherzogin von Österreich offensiv zu verhindern suchte. Nach weiteren militärischen Erfolgen für Preußen kam es am 25. Dezember 1745 zu einem Friedensschluss in Dresden, in dem ein Verbleib Schlesiens bei Preußen festgelegt wurde. Damit konnte jedoch eine Eskalation vor dem Hintergrund des Österreichischen Erbfolgekrieges nicht verhindert werden. Der Erbfolgekrieg endete erst 1748 mit dem Frieden von Aachen, in dem Preußens Anspruch auf Schlesien bestätigt wurde.
Angriff des preußischen Grenadiergardebataillons in der Schlacht bei Hohenfriedberg am 4. Juni 1745.
Todestag seiner Majestät des Kaisers Wilhelm II.
Möge sich sein letzter Wunsch nun erfüllen: Daß die Monarchie nach Deutschland zurückkehrt, damit nach so langer Zeit sein Leichnam aus dem niederländischen Exil nach Hause kehren kann! Heil Dir im Siegerkranz! Zum Gedenken sein "Codizill zu meinem letzten Willen", Zitat:
" ...An den Minister des Königlichen Hauses Doorn, 25.12.1933 am ersten Weihnachstage
Sollte Gottes Rathschluß mich aus dieser Welt abberufen zu einer Zeit, da in Deutschland das Kaisertum noch nicht wieder erstanden, d.h. eine nicht monarchische Staatsform noch vorhanden ist, so ist es mein fester Wille, da ich im Exil, in Doorn zur ewigen Ruhe eingehe, auch in Doorn beigesetzt zu werden.
An der Stelle des Hauses gegenüber wo vor dem Rhododendrons meine Büste steht, soll vor ihr der Sarg unter dem vom Bildhauer Betzner entworfenen, von mir genehmigten Sarkophag aufgestellt werden unter einem zum Schutz gegen das Wetter von Betzner zu entwerfenden Baldachin. Blumenbeete leuchtender Farben-Cinarien, Salvia soll es geben.
Die Feier schlicht, einfach still, würdig. Keine Deputationen von zu Hause. Keine Hakenkreuzfahnen. Keine Kränze. Dasselbe gilt für I.M. im Falle eines Heimganges in Doorn.
Sterbe ich in Potsdam, so sollen meine Gebeine in dem oben erwähnten Sarkophag im Mausoleum am Neuen Palais beigesetzt werden, derart, daß er zwischen den beiden Kaiserinnen zu stehen kommt. Militärische Feier, keine Hakenkreuzfahnen, keine Trauerrede. Gesang, Gebet.
gez. Wilhelm I.R. .... "
Wilhelm II. mit vollem Namen Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen (* 27. Januar 1859 in Berlin; † 4. Juni 1941 in Doorn).
Die bedeutende Rolle Preußens national und international.
https://preussenjournal.net/2024/06/01/hueter-des-rechts-ueberall/
Wächter über Recht und Ordnung,
Hüter der Pflege der Wohlfahrt,
Schützer des Bundesgebietes,
Vertreter aller Deutschen,
Seine Majestät der deutsche Kaiser.
„Preußen ist verschwunden.“ Übermütig gab sich Napoleon Bonaparte und Gentz pflichtete ihm bei: „Es wäre lächerlich, an die Wiederauferstehung Preußens auch nur zu denken.“ Beide sollten gewaltig irren.
Totgeglaubte leben länger und nun stehen die Preußen vor den Toren der Republik. Sie wollen ihr kostbares Erbe antreten und seid gewiss: Wie 1813 werden sie nicht wanken und nicht weichen.
Über den Unterschied zwischen Preußen und Nichtpreußen.
https://preussenjournal.net/2024/03/25/warum-preussen-nicht-beliebt-sein-wollen/
+3
Am 16. März 1888 wurde Kaiser Wilhelm I. im Charlottenburger Mausoleum beigesetzt , zu Füßen seiner Mutter Königin Luise und seines Vaters Friedrich Wilhelm III.
🔥 Vormerken und mitmachen.
01. Apr - Bismarcks Geburtstag
Wissenwertes und Informationen 👇🏻
https://preussenjournal.net/2022/04/15/die-fanale-brennen/
9. März. Todestag Kaiser Wilhelms I.
Wilhelm I., geboren am 22. März 1797 als zweiter Sohn Friedrich Wilhelms III. und Luise von Mecklenburg, starb am 9. März 1888. Ganz Europa nahm Anteil am Heimgang dieses großen und gütigen Mannes aus dem Haus Hohenzollern, der von 1861 bis zu seinem Tod König von Preußen und seit der Reichsgründung 1871 erster Deutscher Kaiser war.
Durch die Kaiserproklamation, die am 18. Januar 1871, dem 170. Jahrestag der Königskrönung Friedrichs III. von Brandenburg, im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles stattfand, nahm Wilhelm für sich und seine Nachfolger zur Krone Preußens den Titel eines Deutschen Kaisers an und versprach, „allzeit Mehrer des Deutschen Reichs zu sein, nicht an kriegerischen Eroberungen, sondern an den Gütern und Gaben des Friedens auf dem Gebiet nationaler Wohlfahrt, Freiheit und Gesittung“.
Zum heutigen Wiegenfest unserer Königin Sophie Johanna Maria ein dreifaches HURRA HURRA HURRA! Das Preußenjournal gratuliert herzlichst und wünscht Heil und Segen auf all Euren Wegen!
Preußischer Freiheitswille. Am heutigen 18. Februar des Jahres 1813 wird mit Billigung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. das Korps Lützow als "Königlich preußisches Freikorps" gegründet. Unter der Initiative des preußischen Major Adolf Ludwig von Lützow, der die "Schwarze Schar" mit Billigung Scharnhorsts und Hardenbergs bald nach der Gründung zu einer Stärke von 1000 Mann aufbaut, führen "die Lützower" einen Guerillakampf gegen den französischen Usurpator. Später erreichen die "Schwarzen Jäger" eine Stärke von 3500 Freiwilligen - und nicht zuletzt durch Theodor Körner und Eleonore Prochaska einen legendären Ruf.
Am heutigen Tag, 5. Februar 1794, kommt unter König Friedrich Wilhelm II. von Preußen eine Entwicklung zum Abschluss, die bereits unter Friedrich Wilhelm I. ab 1721 begonnen wurde: Das "Allgemeine Landrecht für die preußischen Staaten“ (ALR) wird veröffentlicht.
Das Gesetzeswerk gilt nach seiner Inkraftsetzung im Juni 1794 als eines der modernsten in Europa. Es soll für jeden Bürger verständlich sein, die Gleichheit vor dem Gesetz garantieren und die Unabhängigkeit der Rechtsprechung. Das Zivil-, Familien, Erb- und Lehensrecht wird neu gefasst. Als Grundprinzip fungiert die Aussage: "Die Gesetze und Verordnungen des Staates dürfen die natürliche Freiheit und Rechte der Bürger nicht weiter einschränken, als es der gemeinschaftliche Endzweck erfordert." Der König ist zwar weiterhin alleiniger Gesetzgeber, aber seine Gesetze werden von einer Kommission geprüft und gelten nach der Inkraftsetzung für jeden, auch für den König selbst.
Das ALR wird über 100 Jahre verwendet und durch das BGB im Jahr 1900 ersetzt.
