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Medien und Kompetenz Russland, Belarus und zum Krieg in der Ukraine - ohne Paywall Dieser Channel wurde bis auf weiteres stillgelegt. -> Folge unseren Inhalten ĂŒber Insta, FB, bsky - oder ĂŒber unseren Newsletter!

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Carnegie Politika: Russlands neue Ziele im Krieg gegen die Ukraine General Surowikin ist Russlands neuer Kommandeur im Krieg gegen die Ukraine, mit ihm haben sich auch ein weiteres Mal die russischen Kriegsziele geĂ€ndert, analysiert Außenpolitikexperte Wladimir Frolow auf Carnegie Politika. Insbesondere wegen grober FehleinschĂ€tzungen der eigenen KrĂ€fte in Bezug auf die angestrebten Ziele (wie ein Regimewechsel in Kyjiw) habe Moskau von Februar bis September zahlreiche militĂ€rische Niederlagen erlitten. Inzwischen, so Frolow, sei die EinschĂ€tzung jedoch „geerdeter“ und realistischer: Russlands Ziel sei nun vor allem die „strategische Verteidigung“, die Haltung insbesondere des Landkorridors zur Krim, auch wenn dies zum Preis eines RĂŒckzugs aus weniger wichtigen Gebieten sei. 🟠 russisches Original (vom 25.10.2022) 🟠 Übersetzung aus Google Translate 👉 Diesen und weitere Texte findet ihr in unseren aktuellen Leseempfehlungen.

Mediazona: Lass uns heiraten Bleibt es bei der Mobilmachung in Russland bei den angekĂŒndigten 300.000 Soldaten? Mediazona schĂ€tzt, dass landesweit bereits knapp 500.000 MĂ€nner einberufen wurden, und stĂŒtzt sich dabei auf Zahlen sprunghaft angestiegener Eheschließungen. Ähnlich wie die Übersterblichkeit oft zur SchĂ€tzung der tatsĂ€chlichen Covid-Tote herangezogen wurde, sieht das Daten-Team von Mediazona in den ĂŒberdurchschnittlich hĂ€ufigen Eheschließungen einen Indikator fĂŒr die tatsĂ€chliche Zahl der Einberufenen von Ende September bis Mitte Oktober. Die „zusĂ€tzlichen“ Eheschließung in diesem Zeitraum seien auf Trauungen von Einberufenen zurĂŒckzufĂŒhren, da diese kurzfristig und ohne Wartezeit möglich sind, wĂ€hrend im Normalfall Wartezeiten von einem Monat und lĂ€nger gelten.  🟠 russisches Original (vom 24.10.2022) 🟠 englische Version (gekĂŒrzt) 🟠 Übersetzung aus Google Translate

Wilson Center Blogpost: Richtig und frei – Waleri Panjuschkin darĂŒber, was wir in Kriegszeiten bewahren können Der Journalist Waleri Panjuschkin hat sein geliebtes Haus im Moskauer Umland verlassen und ĂŒbergibt es dem Verfall. Die freundliche Nachbarschaft hatte sich gewandelt in eine Gemeinschaft von Menschen, die man lieber nichts fragt, weil man Angst vor der Antwort hat. Vermissen wird er vor allem das Haus, das Klavier und die BĂŒcher, obwohl er sie wegen der Augen nicht mehr lesen kann. Mitnehmen wird er die Sprache, die russische Sprache, um sie zu retten davor, eine Sprache der LĂŒge zu bleiben, zu der sie mittlerweile geworden ist. Inspirieren tun ihn dazu Worte von Anna Achmatowa aus dem Jahr 1942 ĂŒber die russische Sprache: „Und wir werden dich retten, russische Sprache, Großes russisches Wort.” 🟠 Russisches Original (vom vom 25.10.2022) 🟠 deutsche Übersetzung aus Google Translate 👉 Diesen und weitere Texte findet ihr in unseren aktuellen Leseempfehlungen.

In der Nacht zum 30. Oktober 1937 erschoss die sowjetische Geheimpolizei zahlreiche belarussische Kulturschaffende und Intellektuelle. Warum geschah dies? Warum entwickelte sich gerade zu diesem Ereignis eine neue zivilgesellschaftliche Erinnerungskultur? In einem Bystro gibt die Historikerin Iryna Kashtalian Antworten auf diese und andere Fragen. https://www.dekoder.org/de/article/nacht-der-erschossenen-dichter-belarus-terror-stalin

Plan von oben, Rechenschaft von unten: Die oft chaotische Umsetzung der Mobilmachung erinnert Maxim Trudoljubow an ein Schema aus der Sowjetzeit, bei dem die ErfĂŒllung der Sollzahl wichtiger ist als das „wie“. https://www.dekoder.org/de/article/trudoljubow-mobilmachung-plan-kontingent

Ereignisse, Themen und GefĂŒhle nach Vorgabe: Staatstreue Medien bekommen fast tĂ€glich Schreib-Empfehlungen aus der russischen PrĂ€sidialadministration. Andrej Perzew hat diese LeitfĂ€den studiert und erklĂ€rt, wie die Manipulation der Berichterstattung ĂŒber den Krieg funktioniert. https://www.dekoder.org/de/article/staatsmedien-leitfaden-propaganda-praesidialadministration

Er ist Lyriker, Schriftsteller, Musiker und Aktivist. Serhij Zhadan ist einer der wichtigsten Schriftsteller der Ukraine, am Sonntag wird er mit dem Friedenspreis der Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. In einer Gnose erklÀrt Kateryna Stetsevych Zhadans Werk und dessen Bedeutung. https://www.dekoder.org/de/gnose/serhij-zhadan

Wie der ukrainische Kriegsreporter Ilja Ponomarenko mit 1,2 Millionen Followern auf Twitter zur „Nummer 2 nach Selensky“ wurde und welche Auswirkungen die Mobilmachung auf russische Schulen hat: unsere aktuellen Leseempfehlungen. https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen

„Noch heute liegen dort zehntausende namenlose Körper unter der Erde.” In ihrem Essay fĂŒr unser Projekt „Spurensuche in der Zukunft” zusammen mit der S. Fischer Stiftung geht die Autorin Wolha Waloschkina der Gewalterfahrung in Belarus auf den Grund, die das Land und seine Gesellschaft bis heute prĂ€gen. https://www.dekoder.org/de/article/waloschkina-zukunft-gegenwart-belarus

Lukaschenko sorgt mit seiner AnkĂŒndigung, einen gemeinsamen Truppenverband mit Russland aufstellen zu wollen, abermals fĂŒr BefĂŒrchtungen, er könne doch noch mit eigenen Truppen in den Krieg in der Ukraine eingreifen. Welche Taktik verfolgt der belarussische Machthaber? Eine Analyse von Wadim Mosheiko. https://www.dekoder.org/de/article/belarus-krieg-ukraine-truppen-lukaschenko

Am vergangenen Freitag hat ein Minsker Gericht mehrjĂ€hrige Haftstrafen gegen Journalisten und ehemalige Mitarbeiter der belarussischen Nachrichtenagentur BelaPAN verhĂ€ngt. Chefredakteurin Irina Lewschina wurde zu vier Jahren verurteilt, der ehemalige Direktor, Dimitri Nowoshilow, muss sechs Jahre in Haft. Andrej Alexandrow, ehemaliger stellvertretender Direktor, sogar 14 Jahre. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Urteile sowie der Prozess wurden international vielfach als „politisch motiviert“ kritisiert. Mehr in unserem MedienportrĂ€t. https://www.dekoder.org/de/source/belapan-navinyby

Meduza: „Ehrlich gesagt werden sie alle dort sterben“ Mit der „Teilmobilmachung“ will Russland tausende weitere Menschen in den Krieg gegen die Ukraine schicken. Doch was denken darĂŒber die, die bereits an der Front waren? Meduza lĂ€sst russische Berufssoldaten und Söldner zu Wort kommen, deren Ansichten zum Krieg sich inzwischen teils radikal gewandelt haben. So sagt etwa der ehemalige Frontsoldat Kirill (Name geĂ€ndert), dass er in den Neueinberufenen sich selbst vor drei Monaten wiedererkenne – und empfiehlt ihnen, sich „fĂŒr das Leben“ zu entscheiden: „Wir sind die Faschisten. Anders kann man das nicht sagen. In der Ukraine gibt es gerade tatsĂ€chlich eine Entnazifizierung und Entmilitarisierung – doch nicht fĂŒr die Ukraine, sondern fĂŒr uns.“ 🟠 Russisches Original (vom vom 28.09.2022) 🟠 gekĂŒrzte englische Version 🟠 deutsche Übersetzung aus Google Translate 🔗 Diesen und weitere Texte findet ihr in unseren aktuellen Leseempfehlungen.

LiteraturnobelpreistrÀgerin Swetlana Alexijewitsch gratuliert dem Menschenrechtler Ales Bjaljazki zum Friedensnobelpreis: htt
LiteraturnobelpreistrÀgerin Swetlana Alexijewitsch gratuliert dem Menschenrechtler Ales Bjaljazki zum Friedensnobelpreis: https://www.dekoder.org/de/article/bjaljazki-alexijewitsch-friedensnobelpreis-kommentar

Der Friedensnobelpreis geht dieses Jahr an Memorial, den belarussischen Menschenrechtler Ales Bjaljazki und das ukrainische Zentrum fĂŒr zivile Freiheiten. Wir gratulieren! Und: Manuela Putz stellt die russische Menschenrechtsorganisation Memorial in einer Gnose vor: https://www.dekoder.org/de/gnose/memorial

Alexander Baunow spricht im Interview mit Juri Dud auch darĂŒber, warum Putin außerhalb Russlands teilweise starken Zuspruch findet: https://www.dekoder.org/de/article/baunow-analyse-putin-popularitaet-ausland

Tschernobyl, Perestroika, UnabhÀngigkeit: Mit seiner Arbeit als Fotojournalist begleitete Sergej Bruschko die Zeit des Wandels in #Belarus. Sein Sohn hat ihm ein Buch gewidmet. dekoder zeigt eine Auswahl der Arbeiten von Bruschko. https://www.dekoder.org/de/article/bruschko-dokumentarfotografie-belarus-1990er

Faridaily: „Putin wĂ€hlt immer die Eskalation“ Was denkt die russische Elite ĂŒber die von Putin verkĂŒndete Mobilmachung und wie verhĂ€lt sie sich in dieser angespannten Lage, die sich mit der Annexion ukrainischer Gebiete weiter verschĂ€rfen wird? DarĂŒber haben die gut vernetzten Journalisten Farida Rustamowa und Maxim Towkailo mit 15 hochrangigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft gesprochen, die auf Rustamowas Blog Faridaily anonym zu Wort kommen. Vielerorts, so entsteht der Eindruck, setzt man dort trotz aller Kritik und Sorgen auf Stillhalten. (Ähnlich schĂ€tzt auch der Politologe Wladimir Gelman die Situation ein: „Wer nicht einverstanden ist, wird sich vielmehr bedeckt halten und womöglich abwarten, dass sich die Lage in eine gĂŒnstigere Richtung entwickelt.“) Rustamowa und Towkailo resĂŒmieren: „Panisch rettet das russische Establishment die eigenen Angehörigen vor der Mobilmachung. Putins Entscheidung zur Annexion der ukrainischen Gebiete und sein Ultimatum an den Westen lĂ€sst die Beamten und Staatsmanager nur beten, dass es nicht zum Atomkrieg kommt. Sie beteuern, dass es nur wenige aufrichtige KriegsbefĂŒrworter unter ihnen gebe. Doch auch ein halbes Jahr spĂ€ter hinterlĂ€sst dieser Dissens keine sichtbaren Spuren.“ 🟠 Russisches Original (vom 29.09.2022) 🟠 englische Version 🟠 deutsche Übersetzung aus Google Translate 🔗 Diesen und weitere Texte findet ihr in unseren aktuellen Leseempfehlungen.

New York Times: ‘Putin Is a Fool’: Intercepted Calls Reveal Russian Army in Disarray In einer aufwendigen Recherche hat die New York Times abgefangene Telefonanrufe russischer Soldaten aus dem Kriege gegen die Ukraine aufbereitet – und vorher verifiziert. Sie geben Einblick in GesprĂ€che von MĂ€nnern, die gemordet und gestohlen haben. In den GesprĂ€chen gibt es auch Stimmen, die gegenĂŒber ihren Verwandten offen aussprechen, fĂŒr wie sinnlos sie den Krieg halten. Eingespielt hat die New York Times die Originalausschnitte aus den Telefonaten, schriftlich bietet sie die englische Übersetzung. 🟠Original (vom 28.09.2022) 🟠Übersetzung aus Google Translate

Hunderttausende Russen haben im Zuge der „Teilmobilmachung“ das Land verlassen. Obwohl in einigen Regionen Proteste zu beobachten sind, entstehen daraus keine landesweiten Antikriegs-Bewegungen. Warum viele Russen eher den „exit“ wĂ€hlen, als zu protestieren, erklĂ€rt Politikwissenschaftler Wladimir Gelman. https://www.dekoder.org/de/article/gelman-mobilmachung-protest-dagestan-elite

„Die ZinksĂ€rge, die aus der Ukraine zurĂŒckkommen, könnten selbst jene zu Protesten motivieren, die solchen stets ferngeblieben waren.” Könnte Russlands Mobilmachung auch Alexander Lukaschenko dazu zwingen, eigene Truppen in den Angriffskrieg gegen die Ukraine zu schicken? Eine Analyse des belarussischen Journalisten Alexander Klaskowski. https://www.dekoder.org/de/article/belarus-ukraine-krieg-mobilmachung-analyse