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Was bringt einen russischen Pop-Rocker dazu, plötzlich in Panzerweste ein Konzert fĂŒr Soldaten an der Front in Donezk zu geben â wenn er sich doch mehr als anderthalb Jahre lang klar gegen den russischen Ăberfall auf die Ukraine positioniert hat? Das dĂŒrfte zahlreiche Fans von Roman Bilyk, dem Frontmann der Gruppe Zveri, derzeit beschĂ€ftigen.
Ăber die rĂ€tselhafte Metamorphose eines einstigen Jugendidols schreibt Wjatscheslaw Polowinko in der Novaya Gazeta Europe.
https://www.dekoder.org/de/article/roman-zver-zveri-krieg-ukraine-auftritt-donezk
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Igor Girkin, der im Juli aufgrund âöffentlicher Aufrufe zum Extremismusâ festgenommen wurde, hat seine Kandidatur fĂŒr die russische PrĂ€sidentschaftswahl im kommenden Jahr angekĂŒndigt.
Ehemaliger Geheimdienstler und SeparatistenfĂŒhrer, studierter Historiker, Desinformationsspezialist und der Kopf hinter der rechten Gruppierung âKlub der zornigen Patriotenâ â Girkin hat sich in Russland eine ganz besondere Marke aufgebaut.
https://www.dekoder.org/de/gnose/klub-der-zornigen-patrioten-girkin-strelkow
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Es sollte ein Festtag werden, der 1. September 2004, der in Russland traditionell das neue
Schuljahr einlĂ€utet. FĂŒr die Bewohner der nordossetischen Stadt Beslan wurde er zum Albtraum.
Mehr als 32 Terroristen stĂŒrmten die Mittelschule Nr. 1 und nahmen mehr als Tausend Geiseln. Bis zum 3. September hielt das Terrorkommando, das den Abzug russischer Truppen aus Tschetschenien forderte, ganz Russland in Atem. Am Ende gab es mehr als 300 Tote, die meisten von ihnen Kinder.
âAm Nachmittag ging ich durch die Stadt, die mir wie ein Friedhof vorkam. So gut wie aus jedem Haus hörte man Schluchzenâ, schreibt der Journalist Andrej Kolesnikow, der seine EindrĂŒcke in einer Reportage festgehalten hat.
https://www.dekoder.org/de/article/geiselnahme-beslan-terror
(Archiv)
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âUnbequeme Archiveâ fĂŒr die Nachwelt anlegen â so beschreibt der Fotograf Alexander Gronsky seine Motivation.
Er dokumentiert den Moskauer Alltag als einer der wenigen russischen Fotografen, die im Land geblieben sind. Seit dem 24. Februar 2022 befindet sich Russland im vollumfÀnglichen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Wie macht sich das im Stadtleben bemerkbar? Wir haben mit dem Fotografen gesprochen.
https://www.dekoder.org/de/article/gronsky-fotografie-krieg-ukraine-alltag-moskau
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Heute wĂ€re Anna Politkowskaja 65 Jahre alt geworden. Aufgewachsen als Tochter sowjetischer Diplomaten in New York, kehrte sie in den 1970er-Jahren zurĂŒck in die Sowjetunion, um Journalismus zu studieren. SpĂ€ter wurde sie zur national und international renommiertesten russischen Journalistin und Menschenrechtsaktivistin.
Am 7. Oktober 2006 wurde sie im Fahrstuhl ihres Moskauer Wohnblocks mit vier SchĂŒssen in den Kopf getötet.
https://www.dekoder.org/de/gnose/anna-politkowskaja
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Die Repressionen der belarussischen Machthaber treffen Journalisten, Aktivisten, Oppositionelle â und jetzt auch den ersten Literaturklassiker. Konkret geht es um Werke von Winzent Dunin-Marzinkewitsch. Er gilt als BegrĂŒnder des belarussischen Nationaldramas. Zwei seiner Gedichte und das Vorwort zur Gesamtausgabe des Schriftstellers wurden als âextremistischâ eingestuft â und das, obwohl erst 2016 ein Denkmal fĂŒr ihn in Minsk enthĂŒllt wurde.
Das Online-Medium Reform.by mit einer Analyse, die tief in die Geschichte greift.
https://www.dekoder.org/de/article/dunin-marzinkewitsch-verbot-klassiker-belarus
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Kolja Wassin schrieb keine Gedichte, spielte in keiner Rockband, stellte seine Bilder nicht in Ausstellungen aus. Trotzdem wurde er zu einer SchlĂŒsselperson im Leningrader Underground und seine Wohnung zum Mekka fĂŒr viele Hippies, Musikbegeisterte und Musiker. Indem er sich in der Sowjetunion fĂŒr ein Leben als Narr entscheidet, zeigt er, wie einfach es ist und zugleich, wie viel Mut es braucht, sich der absoluten Freiheit anzuvertrauen.
Heute vor 5 Jahren hat er sich in einem Petersburger Einkaufszentrum das Leben genommen. dekoder erzĂ€hlt die Geschichte des Musiksammlers und des sowjetischen Beatlesman Nr. 1. Die beginnt 1957, als er seine erste âSchallplatte auf Knochenâ bekommt mit Little Richards Hit Tutti Frutti.
https://dissident.dekoder.org/kolja-wassin/
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Heute vor 82 Jahren, kurz nach dem deutschen Ăberfall auf die Sowjetunion, wurde der Erlass ĂŒber die Deportation der Russlanddeutschen verabschiedet. Russlanddeutsche wurden kollektiv der Kollaboration mit Nazi-Deutschland verdĂ€chtigt. Infolgedessen wurden rund 900.000 Menschen nach Sibirien und Kasachstan zwangsumgesiedelt. 300.000 Russlanddeutsche wurden zur Zwangsarbeit verpflichtet und rund 150.000 verloren ihr Leben angesichts des stalinistischen Terrors. Bis heute gilt der 28. August deshalb als Tag der Trauer und des Heimatverlusts.
In unserem Special Russlanddeutsches Diarama sammeln wir Geschichten von Journalisten, Wissenschaftlern und Zeitzeugen darĂŒber, was es heiĂt, Russlanddeutsch zu sein â und zeigen, wie komplex der Begriff âHeimatâ sein kann.
https://nemcy.dekoder.org/de/
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Pro-russische VerschwörungserzÀhlungen sind auch in Deutschland nicht ganz unbeliebt. Was tun, wenn Menschen aus dem eigenen Freundes- oder Familienkreis russische Kriegspropaganda reproduzieren?
Die Redaktion von Cherta liefert eine Anleitung.
https://www.dekoder.org/de/article/wie-man-mit-z-patrioten-spricht-krieg-propaganda
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Am 25. August 1968 demonstrierten acht Leute auf dem Roten Platz. Sie rollten Plakate aus und wehten mit einer tschechoslowakischen Fahne. Vier Tage zuvor hatten Truppen des Warschauer Pakts die AufstĂ€nde des Prager FrĂŒhlings gewaltvoll niedergeschlagen. Die Protestierenden in Moskau zeigten, dass nicht alle der Darstellung der sowjetischen Presse Glauben schenkten. Denn wĂ€hrend der Westen sich entsetzt zeigte, berichtete die von der âbrĂŒderlichen Hilfeâ, mit der man der tschechoslowakischen Bruderpartei unter die Arme griff.
Wer steckte hinter dem mutigen Protest, der mit mehrjÀhrigen Lagerstrafen geahndet wurde?
https://www.dekoder.org/de/gnose/1968-prager-fruehling-dissidenten
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In der russischen Region Twer ist in der letzten Nacht ein Privatjet abgestĂŒrzt â alle Insassen sollen dabei umgekommen sein. MutmaĂlich mit an Bord: der Wagner-Chef Prigoshin.
Welche Konsequenzen sind zu erwarten? Was passiert jetzt mit den in Belarus stationierten Wagner-Söldnern? Und welche Symbolwirkung hat der Flugzeugabsturz?
Wir bringen eine Auswahl an Stimmen in unserer aktuellen Debattenschau â darunter einen Kommentar des als âPrigoshinologenâ bekannten YouTubers Michael Naki, der Politikwissenschaftlerin Tatjana Stanowaja oder des belarussischen Historikers Alexander Friedman.
https://www.dekoder.org/de/article/prigoshin-tot-flugzeugabsturz-wagner-reaktionen
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âDie zerstörten StĂ€dte Charkiw, Mariupol, Butscha, Hostomel, Sewerodonezk und hunderte andere Orte sind heute der Preis fĂŒr die ukrainische UnabhĂ€ngigkeit.â Das schrieb vor einem Jahr der ukrainische Schriftsteller Andrej Kurkow in unserem Special anlĂ€sslich des ukrainischen UnabhĂ€ngigkeitstages am 24. August. Darin erklĂ€rt er den Widerstandswillen der Ukrainer gegen den russischen Imperialismus.
https://specials.dekoder.org/kurkow-feiertag-im-rauch-des-krieges/
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âIch habe die Welt in der Tasche!â, soll Adolf Hitler nach Unterzeichnung des deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrags gejubelt haben. Der Weg zum Zweiten Weltkrieg in Europa war damit frei. Denn der Vertrag sicherte die NeutralitĂ€t jedes Partners im Falle eines Angriffs gegen andere LĂ€nder. ZusĂ€tzlich zum Nichtangriffsversprechen beinhaltete die Vereinbarung Stalins und Hitlers ein geheimes Zusatzprotokoll, das die Expansionsinteressen beider MĂ€chte vereinigte: Deutschland und die Sowjetunion einigten sich auf die Teilung Polens und Osteuropas, inklusive Finnland.
Am 1. September marschierte die deutsche Wehrmacht in Polen ein. Am 17. September folgte die Rote Armee und besetzte den Osten des Landes.
Wieso hat ein westeuropÀisch zentriertes Geschichtsbild die Tragik Osteuropas im 20. Jahrhundert oft verkannt? Und wie blicken verschiedene Erinnerungsdiskurse heute auf den Pakt?
https://www.dekoder.org/de/gnose/hitler-stalin-pakt-weltkrieg
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Das Moskauer Stadtgericht hat am Freitag das Sacharow-Zentrum in Moskau aufgelöst. Das Museum und Kulturzentrum war bekannt fĂŒr zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen zu Menschenrechten, Repressionen in der Sowjetunion und anderen gesellschaftspolitischen Themen. Das Zentrum ist benannt nach dem berĂŒhmten Physiker, FriedensnobelpreistrĂ€ger und Sowjet-Dissidenten Andrej Sacharow.
https://dissident.dekoder.org/andrej-sacharow/
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Pferdekarren, hölzerne Kanus, kulturelle Mystik: Vor fast 90 Jahren reiste die Grönland- und Arktisforscherin Louise Arner Boyd durch die Sumpfgebiete des sĂŒdlichen Belarus und dokumentierte das Alltagsleben der Bewohner. Das belarussische Online-Medium Zerkalo hat die Fotos wiederentdeckt. Wir zeigen eine Auswahl der Bilder, die faszinierende Einblicke in das Polesien des letzten Jahrhunderts geben.
Bildredaktion: Andy Heller
https://www.dekoder.org/de/article/arner-boyd-menschen-sumpfgebiete-belarus-historisch
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Ein per internationalem Haftbefehl gesuchter mutmaĂlicher Kriegsverbrecher im Propaganda-Gewand eines gĂŒtigen Opas: Die Imagemakery des PrĂ€sidenten haben Wladimir Putin ein neues Label verpasst. Eine Analyse von Xenja Turkowa auf Holod.
https://www.dekoder.org/de/article/putin-grossvater-nation-imagewechsel
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Die bilateralen Beziehungen zwischen Polen und Belarus sind quasi inexistent: JĂŒngst sorgten insbesondere DrohgebĂ€rden seitens Alexander Lukaschenko gegenĂŒber seines westlichen Nachbarns fĂŒr zunehmende Spannungen. Der bezog sich auf die in Belarus stationierten Wagner-Söldner und lieĂ verlauten, diese planten âeinen Ausflug nach Warschauâ.
Das ist nicht die erste Krise zwischen den beiden LĂ€ndern. Kamil KĆysiĆski bietet einen Ăberblick ĂŒber die belarussisch-polnischen Beziehungen seit 1991.
https://www.dekoder.org/de/gnose/beziehungen-belarus-polen-seit-1991
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âDie Einflussmöglichkeiten des Ăbergangskabinetts um Swetlana Tichanowskaja sind minimal. Was sie mit Bravour machen ist, das Thema der politischen Gefangenen international hochzuhalten.â Mehr als 1.500 Menschen gelten in Belarus derzeit als politische HĂ€ftlinge, sagt dekoder-Redakteur Ingo Petz im Interview mit Ă1. Und das ist nur die offizielle Angabe. Von einer weitaus höheren Zahl ist auszugehen.
Im GesprÀch analysiert er, was von der Euphorie der historischen Proteste 2020 noch geblieben ist.
https://sound.orf.at/podcast/oe1/oe1-europa-journal/ingo-petz-der-glaube-an-die-solidaritaet-in-belarus-ist-nicht-erloschen
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Die Macht des Geldes und das Gesetz des StĂ€rkeren â so fasst ein Moskauer Soziologe die MentalitĂ€t der russischen Reichen zusammen. In einem kontrovers diskutierten Artikel auf Meduza argumentiert er, dass es vor allem die Geldeliten sind, die den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstĂŒtzen.
https://www.dekoder.org/de/article/postsowjetische-eliten-rolle-ukraine-krieg
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Vor drei Jahren protestierten Belarussen und Belarussinnen gegen die Machthaber um Alexander Lukaschenko. Ein GefĂŒhl, als lockerte sich die Schlinge um den Hals ein wenig, schreibt Sviatlana Kurs â und die Erinnerung an diesen Wendepunkt im Jahr 2020 trĂ€gt die Gesellschaft immer noch in sich: âDie Menschen sind jederzeit bereit, wieder auszubrechen, um sich ihr Land und ihr Leben zurĂŒckzuholenâ, schreibt sie in ihrem Essay fĂŒr unser Projekt âSpurensuche in der Zukunftâ.
https://www.dekoder.org/de/article/belarus-zukunft-vieznaviec-kurs-essay
