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Medien und Kompetenz Russland, Belarus und zum Krieg in der Ukraine - ohne Paywall Dieser Channel wurde bis auf weiteres stillgelegt. -> Folge unseren Inhalten ĂŒber Insta, FB, bsky - oder ĂŒber unseren Newsletter!
Ko'proq ko'rsatish504
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Seit seiner Freilassung und Abschiebung aus Belarus im Juni stĂŒrzt sich Sergej Tichanowski in unterschiedliche AktivitĂ€ten, die immer wieder Diskussionen auslösen. Welche Perspektiven hat der einstige Unternehmer und Blogger nach jahrelanger politischer Haft in der neuen RealitĂ€t der belarussischen Opposition?
đŁïž Das Onlineportal Meduza hat mit Intellektuellen und Wegbegleitern gesprochen, die versuchen, Tichanowskis neuen Lebensweg einzuordnen:
đ https://www.dekoder.org/de/article/belarus-tichanowski-exil-opposition-orientierung
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âEin Evangelium nach Anatolii wĂŒrde folgendermaĂen beginnen: Am Anfang war der Befehl. Und der Befehl war einfach: Wache schieben.â
Doch dann passierte dem ukrainischen Soldaten Anatolii âLondonâ Ossuchowsky in nur 48 Stunden alles in einem Fronteinsatz Mögliche: Angriff, RĂŒckzug, Gefangenschaft, Flucht, Krankenhaus.
Die Ukrajinska Prawda hat Ossuchsowskys schicksalhafte Geschichte dokumentiert, dekoder veröffentlicht sie auf Deutsch:
đ https://www.dekoder.org/de/artcle/ukraine-krieg-reportage-fronteinsatz
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Seltene Einblicke in den Alltag unter Lukaschenkos Regime in Belarus:
đ https://www.dekoder.org/de/article/belarus-interview-proteste-aengste-hoffnungen-teil-1
đ https://www.dekoder.org/de/article/belarus-interview-proteste-aengste-hoffnungen-teil-2
(aus unserem Archiv)
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In drei Jahren Krieg sind russisch besetzte Gebiete der Ukraine de facto zum ârechtsfreien Raumâ geworden. âWilder Westenâ nennen die russischen Soldaten selbst die Besatzungszone, in der sie oft ungestraft sexuelle Beziehungen zu ukrainischen MĂ€dchen unterhalten, Vergewaltigungen schönreden â und manchmal langfristige Beziehungen mit den ukrainischen MĂ€dchen eingehen:
Geil fĂŒr sie und geil fĂŒr uns. Was, Gesetz? Das hier ist der wilde Westen. Du kannst umgelegt werden oder in einen Keller verschleppt, aber nur wenn du ScheiĂe baust. Wenn du ein Weib fickst und sie dich anzeigt, passiert gar nichts. Einem Weib glaubt hier sowieso keiner.
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In der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober 1937 ermordete die sowjetische Geheimpolizei in 132 Menschen â darunter viele Dichter und Schriftsteller.
Ihre Leichen wurden in Kurapaty vergraben.
Lange Zeit lag ĂŒber der Tatsache, dass nicht nur Hunderte, sondern sogar Zehntausende Belarussinnen und Belarussen unter Stalin ermordet und in Kurapaty verscharrt wurden, der Mantel des Schweigens â und der Vergessenheit.
Seit einigen Jahren nun hat sich in Belarus rund um die Ereignisse in der âNacht der erschossenen Dichterâ eine neue grassroot-Erinnerungskultur entwickelt:
đ Mehr dazu auf dekoder.org
AuĂerdem: đ ein Special zum Thema
Und in Berlin: đ eine Veranstaltung zum Thema mit zeitgenössischen GröĂen der belarussischen Literaturszene zu Gast
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Sie hacken erfolgreich staatliche Systeme von Belarus und Russland, veröffentlichen Unmengen an Daten von UnterstĂŒtzer·innen des Regimes, legen Infrastruktur lahm und erbeuten sensible militĂ€rische Information, um diese an die Ukraine weiterzugeben.
Ihr Ziel: ein freies Belarus und eine freie Ukraine.
Sie â das sind die Cyberpartisanen, die wohl geheimste Widerstandsgruppe aus Belarus:
đ https://www.dekoder.org/de/article/belarus-cyberpartisanen-widerstand-geschichte-kodex
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Andrzei Poczobut wird vom EuropĂ€ischen Parlament mit dem Sacharow-Preis fĂŒr geistige Freiheit ausgezeichnet.
Die Auszeichnung wird ihm in Abwesenheit verliehen, denn der belarussische Journalist befindet sich aktuell in Haft. Er wurde 2021 verhaftet und 2023 zu acht Jahren Haft verurteilt.
Dabei ist er nicht allein: 28 weitere Medienschaffende befinden sich derzeit in Belarus hinter Gittern. UnzÀhlige Medien wurden zerschlagen und ins Exil gedrÀngt.
Wie steht es um die unabhĂ€ngigen Medien in Belarus â und im Exil?
Eine Analyse von Pozirk:
đ https://www.dekoder.org/de/article/belarus-pressefreiheit-medien-exil-korosten
(Archiv-Text)
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Putins ErzĂ€hlung vom âdreieinigen Volkâ behauptet, dass Russen, Belarussen und Ukrainer seit der mittelalterlichen Rus ein gemeinsames Volk seien.
Eine ErzĂ€hlung, die gleichzeitig russische Ăbermacht legitimieren will â sowie deren gewaltsame Durchsetzung.
In einem detaillierten Tieftauchgang in die Geschichte erklĂ€rt der Historiker Andrej Doronin, was wirklich ĂŒber die Jahrhunderte passierte â und warum Putins Geschichtsversion ein Mythos ist.
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Nach einem Jahr durfte ich auf Heimurlaub, da tauchten nach und nach seltsame Nachrichten auf. Zuerst glaubte ich nicht daran. Ich las zum Beispiel, dass belarussische Beamte an der litauischen Grenze, wo ich diente, Migranten nach Europa schleusen. Als ich aus dem Urlaub zurĂŒckkam, wirkte erst alles ganz normal. SpĂ€ter verstand ich, dass die Nachrichten, die ich auf Urlaub gelesen hatte, stimmten â und ich das jetzt mit eigenen Augen sehen wĂŒrde.Das Onlinemedium The Insider hat mit einem ehemaligen belarussischen Grenzsoldaten â und Schleuser â ĂŒber seine Erfahrungen an der belarussisch-litauischen Grenze gesprochen. Ebenso mit einem GeflĂŒchteten, der mithilfe belarussischer Behörden die Grenze nach Europa ĂŒberquerte: đ https://www.dekoder.org/de/article/belarus-eu-flucht-grenze-interview
Einmal sahen wir abends im Fernsehen Lukaschenko , er schrie dort: âZeigt mir die Leute her, die da Menschen ĂŒber die Grenze schleusen!â Ich sitze da und denke: Das bin doch ich, hier sitze ich. In diesem Moment gab mir das sehr schwer zu denken, wie oft mein PrĂ€sident eigentlich lĂŒgt.
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Mehr als 50 Gefangene hat das Lukaschenko-Regime vor gut einem Monat frei gelassen â nur um sie im Anschluss zwangsweise aus dem Land zu schaffen.
Das Foto des bekannten Oppositionellen Mikalaj Statkewitsch â einsam am GrenzĂŒbergang zwischen Belarus und Litauen, aus dem Deportationsbus geflohen, um der Zwangsausweisung zu entgehen â ging damals durch die Medien.
Auch die Journalistin Laryssa Schtschyrakowa saĂ in einem der Deportationsbusse:
Ich wurde wie ein verlaustes KÀtzchen aus dem Land geworfen. HÀtte man mich gefragt, dann hÀtte ich Absitzen und Bleiben gewÀhlt.Warum? Das erzÀhlt die Journalistin dem belarussischen Exilmedium Mediazona BY.
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In Russlands Krieg gegen die Ukraine gibt es keine Frontlinie im herkömmlichen Sinne mehr. Stattdessen gibt es eine Todeszone, beherrscht von unterschiedlichen Drohnen.
texty.org.ua bringt ein aufwendiges Special ĂŒber die kilometerbreite âKill Zoneâ, in der UnterstĂ€nde, Netze und schlechtes Wetter vor dem Tod schĂŒtzen sollen.
Eine Leseempfehlung von dekoder-Redakteurin Peggy Lohse.
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Was fĂŒr ein Abend!
Wir haben uns inzwischen (emotional und körperlich) von dieser wunderbaren Feier zu 10 Jahren dekoder.org erholt, sind noch ganz selig â und hoffen, ihr hattet vergangene Woche genauso viel SpaĂ wie wir!
An dieser Stelle noch einmal ein riesengroĂes DANKE an euch alle:
fĂŒr 10 Jahre Lesen, UnterstĂŒtzen, Teilen, Mitarbeit und Begleitung â und fĂŒr diesen groĂartigen Abend im Club der polnischen Versager in Berlin!
DANKE an all euch dekoderŃiki da drauĂen! â€ïž
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âCharkiw fungiert nicht nur als Abwehrschild. Es ist ein âDialektâ der Kultur, eine bemerkenswerte Form der ukrainischen IdentitĂ€t, die nicht nur BĂŒcher druckt, sondern gleich eine ganze Zukunft.âCharkiw spielt seit jeher eine bedeutende Rolle fĂŒr die ukrainische Literatur: fĂŒr Buchdruck und BĂŒcher, Theater und Presse â besonders jetzt im Krieg. Die besonderen Wechselwirkungen zwischen Literatur und Metropole beschreibt der Politikwissenschaftler Ruslan Zaporozhchenko von der Karasin-UniversitĂ€t in Charkiw in seiner persönlichen, essayistischen dekoder-Gnose: Charkiw â Frontstadt des Wortes und des Widerstands | ĐŽekoder
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Russland unterdrĂŒckt in den besetzten ukrainischen Gebieten jede auch nur potenziell kritische Haltung gegenĂŒber seinem Besatzungsregime. Dabei werden auch zivile Angehörige von ukrainischen Soldaten verhaftet, verschleppt, gefoltert und in Schauprozessen wegen angeblicher Spionage zu langen Haftstrafen in russische GefĂ€ngnisse gesteckt.
The Insider hat die FĂ€lle dreier Frauen rekonstruiert und dokumentiert, die Russland in âSippenhaftâ genommen hat:
đ https://www.dekoder.org/de/article/ukraine-besatzung-gefangene-frauen-folter
â ïž Dieser Artikel enthĂ€lt drastische Gewaltdarstellungen.
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Vergangene Woche hat das Lukaschenko-Regime in Belarus unter 30 â teils internationalen â Romanen auch zwei BĂŒcher von Sascha Filipenko als âfĂŒr den Staat und die nationalen Interessen womöglich schĂ€dlichâ verboten.
â Betroffen ist einerseits der Roman âRote Kreuzeâ ĂŒber heimkehrende Kriegsgefangene nach dem Zweiten Weltkrieg, die per Erlass von Stalin damals sofort in Lagerhaft gesteckt wurden. Die Protagonistin, eine alte Dame, erzĂ€hlt ihr Leben und schlieĂt sich letztlich einem Protest gegen Autobahnbau an der GedenkstĂ€tte Kurapaty an.
đ AuĂerdem verboten ist Filipenkos neuester Roman âSlonâ (âDer Elefantâ, erscheint im FrĂŒhjahr auf Deutsch, Ăbersetzung: Ruth Altenhofer).
Genau dazu empfehlen wir Euch noch einmal dieses aktuelle Meduza-Interview mit dem Autor:
đ https://www.dekoder.org/de/article/belarus-sascha-filipenko-interview-elefant
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Das gemeinsame Erbe des GroĂfĂŒrstentums Litauen sorgt fĂŒr Spannungen zwischen Belarussen im Exil und Litauen. Dies betrifft auch die Beziehungen zwischen der litauischen Gesellschaft und der belarussischen Opposition.
Doch was genau ist dieser âLitwinismusâ, der im Konflikt eine zentrale Rolle spielt? Und warum kann er beiden LĂ€ndern schaden, wĂ€hrend Russland davon profitiert?
Der belarussische Politologe Pjotr Rudkowski erklĂ€rt, was es mit dem komplexen Streitthema auf sich hat â und warum es dringend eine gemeinsame Lösung braucht:
đ https://www.dekoder.org/de/article/belarus-litwinismus-geschichte-narrative-litauen
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âDie Ukraine ist ein demokratischer Rechtsstaat. Aber wenn wir nicht die gleichen Rechte fĂŒr alle garantieren, wofĂŒr kĂ€mpfen dann unsere Jungs?âDer Jurist Andrii Domansky hat 2022 russische Besatzung im Umland von Kyjiw ĂŒberlebt. Heute vertritt er als Anwalt mutmaĂliche russische Kriegsverbrecher in ukrainischen Strafprozessen. Das ukrainische Reportagemedium Frontliner hat Domansky und seine Arbeit portrĂ€tiert. Eine neue Leseempfehlung von dekoder-Redakteurin Peggy Lohse: đ https://www.dekoder.org/de/article/krieg-ukraine-aktuelle-leseempfehlungen
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In diesem Special von 2022 kommen einige dekoder-Ăbersetzer:innen selbst zu Wort und erzĂ€hlen vom:
âJournalismus ĂŒbersetzen â zwischen Kultur, Politik und Ăsthetikâ
