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Das Diagramm stellt die Menschheit als eine Art gesellschaftliches und zivilisatorisches Experiment dar, so wie dieses Konzept im Interview von Swenson beschrieben wird. Im Mittelpunkt steht dabei weniger die Frage nach einzelnen außerirdischen Wesen als vielmehr die Frage, unter welchen Bedingungen sich eine intelligente Spezies entwickelt und welche Gesellschaftsformen daraus entstehen können.
Im Zentrum befindet sich die Erde mit der Menschheit. Um sie herum sind verschiedene nichtmenschliche Zivilisationen dargestellt. Diese beobachten oder beeinflussen das „Human Experiment“ aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Grafik vermeidet dabei bewusst eine einfache Einteilung in gute und böse Gruppen. Stattdessen werden unterschiedliche Interessen dargestellt: Manche beobachten, andere verfolgen eigene Interessen, andere experimentieren oder greifen ein, während wieder andere eher als Lehrer, Förderer oder Bewahrer eines Gleichgewichts erscheinen.
Die zentrale Frage des gesamten Diagramms lautet:
„Welche Bedingungen fördern die Entwicklung einer Spezies?“
Von dieser Frage ausgehend werden zwei grundsätzlich unterschiedliche gesellschaftliche Entwicklungsmodelle gegenübergestellt.
Pfad A: Kontrolle / Hierarchie / Dominanz
Auf der linken Seite wird eine Entwicklung gezeigt, die zunehmend auf Machtkonzentration und Kontrolle beruht. Sie beginnt mit einfachen hierarchischen Stammesstrukturen und führt über zentralisierte Machtsysteme und industrielle Gesellschaften bis hin zu technologisch hochentwickelten Überwachungssystemen.
Technologischer Fortschritt bedeutet in diesem Modell also nicht automatisch gesellschaftlichen Fortschritt. Eine Zivilisation könnte technisch immer leistungsfähiger werden und gleichzeitig immer stärkere Kontrollmechanismen entwickeln.
Das Diagramm verbindet diesen Entwicklungspfad mit Faktoren wie Angst, Konkurrenz, Ressourcenknappheit, Machtkonzentration, Überwachung und gesellschaftlicher Abhängigkeit. Geld kann dabei zum Machtinstrument werden, Arbeit hauptsächlich als Verpflichtung verstanden werden und Konkurrenz zunehmend Kooperation ersetzen.
Als mögliche Endpunkte werden Stagnation, gesellschaftlicher Zusammenbruch, Krieg, Umweltzerstörung oder eine dauerhaft kontrollierte Gesellschaft dargestellt.
Pfad B: Kooperation / gesellschaftlicher Beitrag / Entwicklung
Die rechte Seite zeigt ein alternatives Entwicklungsmodell. Ausgangspunkt sind kleinere Gemeinschaften, in denen gegenseitige Hilfe und Kooperation eine größere Rolle spielen.
Darauf folgen Wissenskulturen, in denen Bildung und die Weitergabe von Wissen zentral werden. Anschließend entwickelt sich eine technologisch fortgeschrittene, aber nachhaltige Zivilisation, bevor schließlich eine Gesellschaft entsteht, die stärker auf gemeinsame Entscheidungen, Bewusstsein und gesellschaftliche Verantwortung ausgerichtet ist.
Hier besteht Fortschritt nicht nur aus besserer Technologie. Entscheidend ist vielmehr die Kombination aus Wissen, Kooperation, Selbstbestimmung, gesellschaftlichem Vertrauen und persönlicher Entwicklung.
Die Gesellschaft ohne konventionelles Geld
Ein eigener Bereich des Diagramms greift Swensons Beschreibung einer Gesellschaft auf, die ohne Geld im herkömmlichen Sinn funktioniert.
In diesem Modell arbeitet ein Mensch nicht primär, um Geld zu verdienen und damit seine Existenz zu sichern. Stattdessen bringt jeder entsprechend seinen Fähigkeiten und Interessen etwas in die Gesellschaft ein.
Der grundlegende Mechanismus wäre damit:
Fähigkeiten des Einzelnen → gesellschaftlicher Beitrag → gemeinschaftliche Entwicklung → Nutzen für die gesamte Gesellschaft
Ressourcen würden nicht hauptsächlich über individuelle Kaufkraft verteilt. Stattdessen wäre die Versorgung Bestandteil des gesellschaftlichen Systems. Arbeit beziehungsweise Tätigkeit würde dadurch stärker als Beitrag zur Gemeinschaft verstanden.
Das Diagramm verbindet dieses Modell außerdem mit frei verfügbarem Wissen, gemeinschaftlicher Forschung, Technologie zum Nutzen der Allgemeinheit sowie einer stärkeren Verbindung zwischen Individuum und Gesellschaft.