Zeit-fuer-einen-Mutausbruch
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Ich bin auf dem Jakobsweg 840 Km von Irun nach Santiago gelaufen, an die Algarve ausgewandert und biete Klangschalen Massagen und Retreats bei mir an
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Heute zum 4. Advent und dem Julfest gibt es (m)eine Weihnachtsgeschichte vom letzten Jahr.
✨ Julfest
Das ist der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres, der Zeitpunkt, an dem das Licht symbolisch neu geboren wird und die Tage danach wieder länger werden.
(M)eine kleine Weihnachtsgeschichte – vom Licht, das uns findet
Ich lebe zurzeit alleine an der Algarve und war innerlich darauf vorbereitet, Weihnachten in der Stille mit mir selbst zu verbringen. Am Morgen jedoch empfing mich ein weiter, strahlend blauer Himmel. Die Sonne stand warm am Himmel, 19 Grad, ein leiser Hauch von Sommer mitten im Winter. So setzte ich mich mit meinem Frühstück auf den Balkon und ließ mich vom Licht berühren.
Nebenan saß mein polnischer Nachbar auf seinem Balkon. Er überwintert mit seiner Frau, seinem Kind und seiner Mutter ebenfalls hier an der Algarve. Wir kamen ins Gespräch, ganz selbstverständlich, und irgendwann erzählte er mir von einer Tradition in seiner Familie: Niemand soll an Weihnachten allein sein. Menschen, die diesen Abend ohne Gemeinschaft verbringen würden, werden eingeladen. Dann fragte er mich, ob ich den Heiligen Abend mit ihnen verbringen möchte.
Ich spürte kurz nach innen. Früher hätte ich gezögert. Doch heute weiß ich: Das Leben schenkt uns Begegnungen nicht zufällig. Also sagte ich Ja.
Am frühen Mittag fuhr ich nach Lagos an meinen Lieblingsstrand. Das Meer lag ruhig vor mir, die Wellen kamen und gingen in ihrem ewigen Rhythmus. Ich saß im Sand, atmete die salzige Luft und ließ los. Alles war genau richtig in diesem Moment – kein Mangel, keine Einsamkeit, nur Sein.
Am Abend, kurz vor Sonnenuntergang, kehrte ich zurück. Um 18 Uhr klopfte ich bei meinen Nachbarn. Ein festlich gedeckter Tisch erwartete mich, warmes Licht, liebevoll zubereitete Speisen. Die polnische Oma war die Hüterin dieses Abends – sie hatte den ganzen Tag gekocht, mit Hingabe, mit Herz. Essen wurde geteilt, Wein eingeschenkt, Geschichten erzählt. Lachen, Zuhören, Dasein.
Aus Fremden wurde Vertrautheit. Aus einem geplanten „Alleinsein“ wurde Gemeinschaft. Und irgendwann, fast unbemerkt, war es kurz vor Mitternacht.
In diesen Stunden wurde mir bewusst, wie nah sich Weihnachten und das Julfest sind. Die Wintersonnenwende erinnert uns daran, dass selbst in der tiefsten Dunkelheit der Wendepunkt bereits geschehen ist. Das Licht kehrt zurück. Erst leise, fast unmerklich – und doch unaufhaltsam. So wie auch in unserem Inneren.
Vor einigen Jahren hätte ich eine solche Einladung wohl abgelehnt. Aus alten Schutzmechanismen heraus. Aus dem Glauben, niemandem zur Last fallen zu wollen. Heute weiß ich: Annehmen ist ebenso heilig wie Geben. Und manchmal ist es genau diese Offenheit, durch die das Licht seinen Weg zu uns findet.
Ich ging nach Hause mit einem warmen Herzen, erfüllt von Dankbarkeit.
Dieses Weihnachten war kein lautes Fest – sondern ein stilles Wunder. ✨
Das Retreat-Zimmer für meine beiden Gäste nächste Woche und im Januar ist bereit – ein Raum der Ruhe, in dem man die Seele baumeln lassen kann, umgeben von der wundervollen Algarve. Beide Frauen, die jeweils alleine ihre Auszeit hier genießen, lesen hier im Kanal mit und sind von Herzen willkommen ☀️🌊❤️
Blogbeitrag
Zeit für einen Mutausbruch – Wenn Loslassen zum Tor wird
Der 20. Dezember.
Für mich ein stiller Schwellenmoment – ein Aufbruch in ein neues Leben.
Und das Erstaunliche daran: Er macht mir keine Angst.
Schon lange weiß ich, dass ich geführt bin. Nicht laut, nicht spektakulär, sondern leise und verlässlich aus der Tiefe heraus. Ich habe gelernt, dieser inneren Führung zu vertrauen – auch dann, wenn der nächste Schritt noch nicht klar sichtbar ist.
Rückblickend erkenne ich, dass meine Seele eine bestimmte Erfahrung machen wollte:
Loslassen.
Nicht einmal, sondern immer wieder.
Nicht beiläufig, sondern tiefgreifend.
Ich habe einen geliebten Menschen losgelassen – nach fünf Jahren Liebesbeziehung.
Ich habe meinen Laden nach fünf Jahren geschlossen.
Wohnungen verabschiedet, die lange Heimat waren.
Ich habe meinen Vater verloren.
Vor kurzem meine Mutter – und mit ihr den Ort, der so sehr zu ihr gehörte.
Jedes dieser Loslassen hatte sein eigenes Gewicht. Seinen eigenen Schmerz. Und seine eigene Zeit. Nichts davon war leicht. Doch heute kann ich sehen, dass all diese Abschiede mich Schritt für Schritt näher zu mir selbst geführt haben.
Mit der Auswanderung kommt ein weiteres großes Loslassen: Freundschaften, Gewohntes, Sicherheit. Ich bin mit vier Taschen Kleidung, meinen Klangschalen und zwei Kartons Deko an der Algarve angekommen. Äußerlich reduziert – innerlich erstaunlich vollständig.
Ich fühle mich nicht leer.
Ich fühle mich getragen.
In all den Jahren des Abschieds habe ich gelernt, mir selbst Halt zu geben. Nicht aus Härte, sondern aus Verbindung. Ich habe erfahren, dass wir nichts wirklich verlieren – vieles wechselt nur die Form.
Ich sehe mich heute als Teil des großen Ganzen. Als ein Wesen auf dem Weg der Erinnerung. Erinnerung daran, dass wir mehr sind als unsere Rollen, unsere Besitztümer oder unsere Ängste. Dass wir Schöpfer unseres Erlebens sind – mutiger, als wir oft glauben.
Zeit für einen Mutausbruch bedeutet für mich nicht, alles hinter sich zu lassen oder mutig sein zu müssen. Es bedeutet, ehrlich hinzuschauen:
Was ruft in mir?
Was möchte gelebt werden?
Was darf vielleicht auch gehen?
Vielleicht stehst du selbst gerade an einem Übergang. Vielleicht spürst du eine leise Unruhe oder eine Sehnsucht, die noch keinen Namen hat. Dann möchte dieser Text dich nicht überzeugen, sondern begleiten.
Du musst nichts überstürzen.
Du musst nichts wissen.
Manchmal reicht es, dem eigenen Inneren einen Schritt Raum zu geben.
Vielleicht ist genau das der Anfang von deinem ganz eigenen Mutausbruch.
Diese Woche war ich im Kino und habe Avatar gesehen. Und wieder hat mich berührt, wie klar dort etwas gezeigt wird, das wir im Alltag so leicht vergessen: dass alles verbunden ist. Dass wir Teil eines lebendigen Netzes sind – miteinander, mit der Natur, mit dem, was größer ist als wir selbst.
Avatar erinnert mich daran, dass Erinnerung nicht im Kopf wohnt, sondern im Herzen. Dass Zugehörigkeit nichts ist, was wir besitzen, sondern etwas, das wir sind. Vielleicht berührt uns diese Geschichte deshalb so tief – weil sie etwas in uns wachruft, das wir längst kennen.
Worum geht es in dem Song?
Sehnsucht & Loslassen: Im Text wird dazu aufgerufen, Träume loszulassen („Send your dreams where nobody hides“) und Tränen dem Meer zu geben – ein Bild für das Freigeben von Emotionen und das Zulassen von Heilung.
Zeit & Vergänglichkeit: Die wiederholte Zeile „No time“ („Keine Zeit“) betont, wie flüchtig das Leben ist und dass es wichtig ist, im Moment zu leben und nicht auf morgen zu warten.
Kontinuität statt Ende: Aussagen wie „There’s no end, there is no goodbye“ („Es gibt kein Ende, kein Lebewohl“) deuten darauf hin, dass Abschiede und Veränderungen nicht endgültig sind, sondern Teil eines fortlaufenden Zyklus.
Transformation & Akzeptanz: Die Zeile „Disappear with the night“ kann als Bild für Transformation verstanden werden – nicht als Ende, sondern als Übergang.
Der Song wirkt melancholisch, aber gleichzeitig auch tröstlich und nachdenklich. Er schafft ein Gefühl von Raum und Zeitlosigkeit – ähnlich wie ein Moment, in dem man innehält und über Erinnerungen, Verlust, Hoffnung und Zukunft nachdenkt.
🔹 „Wait“ ist kein klassisches Erzähl-Lied mit einer direkten Geschichte, sondern eher eine reflektierende Meditation über Zeit, Gefühle, Abschied und Hoffnung.
🔹 Es lädt dich ein, loszulassen, im Moment zu leben und das Unausweichliche nicht als Ende, sondern als Teil eines größeren Kreislaufs zu sehen.
Zuhause ist halt Zuhause 😊. Jetzt erstmal ein paar Tage runter kommen und ab 30. Dezember freue ich mich auf meine zwei Auszeit Frauen aus der Gruppe.
Spirituelle Bedeutung Zahl 7
Die Zahl 7 hat in vielen spirituellen, religiösen Traditionen eine besondere Bedeutung. Sie gilt oft als mystisch, geheimnisvoll und mit innerer Weisheit verbunden.
1. Innere Weisheit und Spiritualität
Die 7 wird oft mit Selbstreflexion, Intuition und innerem Wissen verbunden.
Sie steht für die Suche nach Wahrheit und Verständnis jenseits des Offensichtlichen.
2. Vollständigkeit und Perfektion
In vielen Religionen gilt die 7 als Zahl der Vollständigkeit.
Christentum: 7 Tage der Schöpfung, 7 Sakramente
Sie symbolisiert den Zyklus von Beginn bis Vollendung.
3. Spirituelle Entwicklung
Sie wird oft als Zahl der Entwicklung gesehen: Intellekt, Spiritualität, Meditation.
Menschen, die sich von der Zahl 7 angezogen fühlen, suchen oft nach tieferem Sinn im Leben.
4. Mystik und das Unsichtbare
In der Numerologie wird die 7 mit Geheimnissen, Mysterien und verborgenen Kräften assoziiert.
Sie fordert dazu auf, über das Materielle hinauszuschauen.
5. Glück und Schutz
In vielen Kulturen gilt die 7 als Glückszahl, die Schutz und positive Energie bringt.
Kurz gesagt: Die 7 steht für innere Weisheit, spirituelle Suche, Vollkommenheit und das Streben nach tieferem Verständnis. Sie fordert dich, auf Intuition, Innenschau und spirituelle Entwicklung zu achten.
In diesem Sinne, bis später an der Algarve 😊🌊☀️
Und wieder einmal lasse ich alles hinter mir.
Die dritte Wohnung innerhalb von 2,5 Jahren, die ich ausgeräumt habe.
Jetzt geht es für mich heim an die Algarve, wo neue Wurzeln wachsen dürfen. Ich bin gerade nicht unglücklich und trotzdem kullern ein paar Tränen.
Noir Désir - Le Vent Nous Portera (Clip Officiel)
https://youtube.com/watch?v=NrgcRvBJYBE&si=-1hBmaFJtQ_ti_Wc
„Le vent nous portera“ sagt, dass alles im Leben vergänglich ist und wir nur wenig Kontrolle darüber haben. Erinnerungen, Menschen und Beziehungen werden wie vom Wind getragen. Das Lied ermutigt, loszulassen und dem Lauf der Dinge zu vertrauen
Ein Tagebucheintrag vom Jakobsweg 2019 – und eine Erkenntnis, die bis heute trägt.
Zwischen Pfeil und Vertrauen – 4. Tag auf dem Camino del Norte
Der Camino ist lang.
840 Kilometer liegen zwischen dem ersten Schritt und dem Ziel.
Unzählige Begegnungen, Gedanken, Zweifel und Erkenntnisse.
Und doch sind es oft die kleinen Momente am Wegesrand, die sich tief ins Herz schreiben.
Am vierten Tag meiner Pilgerreise trat mir das Thema Vertrauen entgegen – leise, unspektakulär und doch kraftvoll.
Es war früher Morgen, ich war seit etwa anderthalb Stunden unterwegs, als mitten im Niemandsland zwei Schilder auftauchten. Eines wies nach rechts, weiter auf den Jakobsweg. Das andere zeigte in die entgegengesetzte Richtung: 1000 Meter bis zum Café.
Ein Umweg. Weg vom eigentlichen Pfad.
Obwohl der Pfeil eindeutig vom Camino wegführte, spürte ich sofort einen inneren Impuls, nach links zu gehen. Der Weg führte steil bergab, hinein in eine Landschaft, die kaum erahnen ließ, dass dort unten noch etwas sein könnte – geschweige denn ein Café. Zweifel kamen auf. Nach etwa 500 Metern blieb ich stehen. Sollte ich umkehren? 1000 Meter umsonst, bergab und wieder zurück. Auf einem Weg, auf dem jeder Schritt zählt.
Doch dann hielten mich zwei Gedanken fest.
Der erste: Wenn ich jetzt umdrehe, werde ich nie erfahren, ob es dieses Café wirklich gibt.
Der zweite war leiser, aber stärker: eine innere Stimme, die sagte, ich solle vertrauen. Dass alles genau so kommen würde, wie es für mich richtig ist.
Also ging ich weiter.
Schließlich tauchte ein altes Häuschen auf, fast unscheinbar, als wolle es nicht gefunden werden. Die Tür war verschlossen. Für einen kurzen Moment dachte ich, der Zweifel hätte recht behalten. Doch wenige Schritte weiter saß ein alter Mann auf einer Holzbank. Mit einem Lächeln und viel Gestik erklärte er mir, dass das Café in zehn Minuten öffnen würde.
Und es öffnete sich.
Was mich drinnen erwartete, fühlte sich an wie ein Geschenk. Wunderschöne, warme Räume. Eine spanische Gastgeberin, die mir ohne Fragen, ohne Bestellung, einfach mit offenem Herzen ein Frühstück servierte. Frischer Apfelsaft aus eigener Herstellung, Kaffee, Wasser, getoastetes Weißbrot, Salami, Käse, Olivenöl, Äpfel, Kekse und kleine Törtchen.
Ich saß dort, müde vom Gehen, erfüllt vom Moment – und wusste, dass ich genau richtig war. Nicht nur an diesem Tisch, sondern auf meinem Weg.
Das „Café am Rande der Welt“ ist eines meiner Lieblingsbücher. An diesem Morgen fühlte es sich an, als wäre ich mitten hineingelaufen – ganz real, ganz still, ganz unerwartet.
Ich folgte einem Impuls. Ich vertraute.
Und ich wurde reich beschenkt.
Diese zwei Kilometer Umweg waren nur ein winziger Bruchteil der 840 Kilometer, die ich auf meiner Pilgerreise gegangen bin. Und doch trugen sie eine der wichtigsten Botschaften:
Manchmal führt der Weg genau dann zu uns, wenn wir bereit sind, ihn kurz zu verlassen.
Vertrauen beginnt dort, wo der Verstand stehen bleibt – und der Weg sich trotzdem öffnet.
+2
Morgen Mittag lege ich auf der Fahrt vom Flughafen Faro nach Aljezur einen Zwischenstopp an der Ponta da Piedade in Lagos ein. Ich freue mich so auf mein geliebtes Meer 🌊
https://youtu.be/zQpSgNrXkcw?si=WchMbNl2GeIPl3oq
Special song with special emotions 😍
