Zeit-fuer-einen-Mutausbruch
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Ich bin auf dem Jakobsweg 840 Km von Irun nach Santiago gelaufen, an die Algarve ausgewandert und biete Klangschalen Massagen und Retreats bei mir an
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Immer wieder alleine am Strand.
Ich darf immer wieder lernen, all eins zu sein – mich selbst (aus) zu Halten und gleichzeitig wahrzunehmen, wie sich Teile in mir dagegen wehren komplett in die Eigenverantwortung zu gehen.
Alleine am Strand – das hat etwas Weites, aber auch schonungslos Offenes. Da gibt es nichts, woran man sich festhalten kann … außer an sich selbst.
Blogbeitrag
Vom Suchen im Außen zum Ankommen im Inneren
Vielleicht ist es kein Zufall, dass wir in einer lauten Welt immer häufiger eine leise Sehnsucht spüren.
Viele von uns sind groß geworden mit der Idee, dass Glück oder Erfüllung von außen kommen.
Dass sich etwas ändern muss – die Umstände, das System, die anderen Menschen – damit wir endlich frei, zufrieden oder vollständig sein dürfen.
Wir warten.
Auf bessere Zeiten.
Auf den richtigen Moment.
Auf Anerkennung, Liebe, Sicherheit – irgendwo da draußen.
Doch was, wenn diese Reihenfolge nicht ganz stimmt?
Mensch sein in einer Welt voller Reize
Wenn man es bildlich betrachtet, leben wir heute in einem Meer aus Daten.
Nachrichten, Bilder, Meinungen, Werbung, Reize – rund um die Uhr.
Handy, Fernsehen, Online-Welten: kaum ein Moment ohne Input.
Unser Nervensystem ist fast dauerhaft im Empfangsmodus.
Ob man nun von Frequenzen, Energie oder schlicht von Emotionen spricht – fest steht:
Angst, Schuld, Scham und Mangel ziehen zusammen.
Liebe, Freude, Vertrauen und Verbundenheit öffnen.
Und genau diese Aufmerksamkeit ist kostbar.
Unsere Aufmerksamkeit ist zur Ressource geworden. Ein System lebt davon, dass wir reagieren – nicht davon, dass wir bei uns selbst ankommen.
Unterhaltung oder unten-halten?
Es ist ein interessantes Wort: Unterhaltung.
Sie kann bereichern, verbinden, inspirieren – keine Frage.
Doch oft hält sie uns auch beschäftigt, abgelenkt, im Außen.
Je weniger Stille, desto weniger Begegnung mit uns selbst.
Je weniger Begegnung mit uns selbst, desto leichter suchen wir im Außen nach dem, was uns innerlich fehlt.
Vielleicht geht es also gar nicht darum, alles abzuschalten oder sich zurückzuziehen.
Sondern bewusster zu wählen, womit wir uns nähren.
Die umgekehrte Bewegung
Wir haben gelernt:
Wenn sich das Außen verändert, kann es mir besser gehen.
Doch vielleicht ist es genau andersherum:
Wenn ich beginne, mich selbst ernst zu nehmen, mich anzunehmen, mir zuzuhören – dann verändert sich auch mein Blick auf das Außen.
Selbstliebe ist dabei kein Ego-Projekt.
Sie bedeutet nicht, alles gut zu finden oder perfekt zu sein.
Sie bedeutet, sich nicht ständig selbst zu übergehen.
Nicht immer erreichbar sein zu müssen.
Nicht jede Meinung aufzunehmen.
Nicht jeden inneren Mangel sofort im Außen stillen zu wollen.
Selbstermächtigung statt Ohnmacht
Was, wenn wir gar nicht „gerettet“ werden müssen?
Was, wenn es vielmehr darum geht, uns zu erinnern?
An unsere Fähigkeit zu fühlen.
An unsere innere Mitte.
An das Menschsein jenseits von Rollen, Leistung und Dauervergleich.
Vielleicht beginnt persönliches Wachstum nicht damit, sich zu „erheben“, sondern dabei anzukommen.
Im Körper.
Im Moment.
Bei uns selbst.
Ein leiser Anfang
Die Welt wird uns weiterhin Daten liefern. In Hülle und Fülle.
Doch wir dürfen wählen, wie viel wir aufnehmen – und aus welcher inneren Haltung heraus.
Nicht das Außen muss uns gut fühlen lassen.
Vielleicht dürfen wir uns selbst erst wieder spüren – und genau das im Außen wiederfinden.
Nicht durch Warten.
Sondern durch Bewusstsein.
Vielleicht ist diese leise Sehnsucht, die wir in der lauten Welt spüren, genau der Wegweiser zurück zu uns selbst.
Oh, I love you, Essie Jayn!
https://youtu.be/7YX8RKszHMU?feature=shared
Am Sonntag hat meine italienische Kollegin unsere Klangreise mit diesem Lied sanft beendet und die Teilnehmer liebevoll ins Hier und Jetzt zurückgeführt. Ich kannte den Song bisher noch nicht, doch er hat mich sofort berührt. Deshalb möchte ich ihn sehr gerne mit euch teilen – ein kleines musikalisches Geschenk, das Herz und Seele berührt.
Blogbeitrag
Wenn die alte Vision leise endet
Eine Vision wird oft als großes Ziel verstanden. Als klares Bild von Erfolg, Wachstum oder einem besseren Morgen. Etwas, das antreibt, strukturiert und Sinn geben soll. Doch was passiert, wenn eine Vision nicht erfüllt wird – sondern sich langsam auflöst?
2019 brachte mich eine private Lebenskrise auf den Jakobsweg. 840 Kilometer zu Fuß, durch Landschaften, Stille und Begegnungen. Anfangs war ich irritiert. Nicht, weil der Weg schwer war, sondern weil die Welt sich anders zeigte, als ich sie bis dahin kannte. Anders als das, was mir jahrelang über Bildschirme, Nachrichten und die allgegenwärtige „Tele-Vision“ vermittelt worden war.
Ich erlebte eine Welt voller kleiner Wunder. Eine Welt, in der ich mich getragen fühlte, ohne genau sagen zu können, von was. Eine Welt, die nicht laut erklärte, sondern still wirkte. Und mit jedem Schritt wurde etwas leiser: das permanente Bewerten, das Funktionieren, das innere Gefühl, falsch zu sein.
Als ich nach knapp sieben Wochen zurückkam, schaltete ich den Fernseher nicht mehr ein. Nicht aus Protest, sondern aus Desinteresse. Etwas hatte sich verschoben. Es war, als könnte ich beginnen, hinter die Vision zu blicken, die mir so lange als Realität verkauft worden war.
Ich begann für mich selbst zu studieren. Nicht an einer Universität, sondern im Leben. Zusammenhänge, Muster, größere Linien. Und ich bekam – so fühlt es sich rückblickend an – die Gabe, größere Zusammenhänge erfassen zu können. Anfangs wollte ich dieses Wissen teilen. Doch ich lernte schnell, dass nicht jeder bereit ist, das eigene Weltbild zu hinterfragen. Für viele war es einfacher, mich abzustempeln, mich zu meiden oder zu verunglimpfen.
Das war schmerzhaft. Aber es war auch lehrreich.
Mit der Zeit verstand ich:
Sage nicht alles, was du weißt. Aber wisse, was du sagst.
Einen großen Teil meines Lebens dachte ich, ich sei das Problem. Zu sensibel, zu kritisch, zu anders. Erst viel später erkannte ich, dass es nicht meine Person war – sondern mein Blick. Mein Wissen. Meine Wahrnehmung jenseits der gängigen Erzählungen.
Heute habe ich keine Intention mehr, jemanden von irgendetwas zu überzeugen. Ich glaube nicht an Missionierung – weder spirituell noch gesellschaftlich. Im Gegenteil: Ich bin zutiefst überzeugt davon, dass ich letztlich nichts weiß. Und gerade darin liegt für mich Freiheit.
Was ich jedoch spüre, ist dies:
Die Vision, wie wir sie kannten – dieses einheitliche Bild davon, wie Leben zu funktionieren hat – kommt langsam an ihr Ende. Nicht mit einem Knall, sondern leise. Und was danach entsteht, lässt sich nicht planen, nicht kontrollieren und vielleicht auch nicht erklären.
Für mich persönlich bedeutet das Auswandern – innerlich wie äußerlich – vor allem eines: Vertrauen. Dinge in andere Hände zu legen. Nicht alles wissen zu müssen. Und trotzdem wach, präsent und verantwortlich zu bleiben.
Vielleicht ist das die neue Vision:
Keine fertigen Antworten mehr zu suchen, sondern echte Erfahrungen zuzulassen.
Nicht höher, schneller, weiter – sondern ehrlicher, stiller, verbundener.
Alles andere wird sich zeigen.
Es ist unfassbar schön und ich weiß nicht, ob man auf dem Video das Meer im Hintergrund hören kann, so wie es live der Fall ist
2 Minuten von meiner Wohnung entfernt bin ich direkt auf dem Fisher Trail. Ich nehme Dich mal ein paar Meter mit und zeige Dir die wundervolle Algarve ❤️
Vorsicht beim Kauf einer Tapete in Portugal. Den legt man hier nämlich auf den Boden und hängt ihn nicht an die Wand 😁. Ich bin mal wieder am Portugiesisch lernen mit meinem grande dicionário
Olá, bom dia!
Auf dem Heimweg vom Strand habe ich mir diese wunderbar duftenden Blumen mitgenommen. Heute Morgen liegt ihr zarter Duft im ganzen Apartment – wie ein kleiner Gruß vom Meer 😍🌊
Darf ich eine persönliche Wahrnehmung teilen?
Ich erlebe die aktuelle Zeit als eine Phase des Wandels. Vieles, was lange vertraut war, scheint sich zu verändern oder neu zu ordnen. Wie genau sich dieser Wandel vollzieht oder wohin er führt, kann und möchte ich nicht festlegen — das wären lediglich Annahmen.
Mir ist wichtig zu betonen, dass jede und jeder von uns genau dort steht, wo er oder sie gerade steht. Das hat seinen eigenen Sinn und seine eigene Berechtigung. Im Außen lassen sich derzeit viele Bewegungen beobachten, doch ich empfinde es als hilfreich, den Blick nicht nur nach außen zu richten.
Für mich persönlich fühlt es sich im Moment stimmig an, immer wieder innezuhalten und nach innen zu lauschen: wahrzunehmen, was sich wirklich richtig anfühlt und was nicht. Ich glaube, dass viel innere Weisheit bereits in uns angelegt ist.
Wenn Du magst, lade ich Dich ein, in den kommenden Tagen besonders gut mit Dir verbunden zu bleiben — achtsam, ruhig und ohne Druck. Im Vertrauen darauf, dass Deine eigene Wahrnehmung ein wertvoller Kompass sein kann.
Heute vor zwei Monaten ist meine Mutter irdisch gegangen. Ich sitze am Meer. Ein Teil von mir lächelt, ein anderer weint. Abschied und Neubeginn berühren sich. In Ebbe und Flut liegen Loslassen und Weitergehen. Am Morgen war es stürmisch – jetzt kommt die Sonne hervor und bringt leises Licht. 🌞
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Was tun, wenn draußen der Sturm tobt? Ganz einfach: Portugiesische Kinderbücher lesen und die Sprache spielerisch lernen 😁. Nächste Woche geht es dann richtig los – mein Sprachkurs bei meiner privaten Lehrerin startet, und ich werde bei ihr zu Hause unterrichtet.
Nach den Stürmen Ingrid und Kristin Mitte bzw. Ende Januar fegt nun Leonardo über die Algarve und sorgt vielerorts für Hochwasser und Sturmschäden. In Portugal freut man sich ja grundsätzlich über Regen, doch die Wassermassen der letzten Wochen sind einfach zu viel und richten gerade erheblichen Schaden an. In Foren berichten Menschen, dass sie so etwas in 30 Jahren nicht erlebt haben. Hoffen wir, dass nach Leonardo vielleicht bald wieder ein sonniges Hoch Einzug hält.
Ich bin gespannt wer im September mit mir an diesen wundervollen Ort in Südfrankreich kommt. Für mich wird es dann das 14. Mal, dass ich hier die Seele baumeln lasse und mein vierter Soundhealing Retreat. Alle Infos zum Retreat findet ihr ein paar Beiträge obendrüber und bei Fragen könnt ihr mich gerne kontaktieren.
