fa
Feedback
Zeit-fuer-einen-Mutausbruch

Zeit-fuer-einen-Mutausbruch

رفتن به کانال در Telegram

Ich bin auf dem Jakobsweg 840 Km von Irun nach Santiago gelaufen, an die Algarve ausgewandert und biete Klangschalen Massagen und Retreats bei mir an

نمایش بیشتر
کشور مشخص نشده استدسته بندی مشخص نشده است
217
مشترکین
اطلاعاتی وجود ندارد24 ساعت
+37 روز
اطلاعاتی وجود ندارد30 روز
آرشیو پست ها
Farbenfroh in den Tag
+1
Farbenfroh in den Tag

photo content

Geschrieben vor 8 Monaten am Ende meines Roadtrips von Deutschland an die Algarve Zwischen Strand, Dusche und Realität Gerade waren es noch ein paar Wochen bis zur großen Auswanderung und jetzt sitze ich hier. Barfuß im Sand, das Meeresrauschen im Ohr, während über mir langsam die Sonne untergeht. Ich bin angekommen – irgendwie. Und irgendwie auch nicht. Heute war mein erster Tag in meinem neuen Apartment. Nach zwölf Tagen im Van, vollgepackt mit Kartons, Gedanken und Chaos, war ein eigenes Bad mit funktionierender Toilette und heißer Dusche ein echtes Highlight. Ich kann gar nicht beschreiben, wie gut es sich anfühlte, endlich wieder die Haare zu waschen. Aber wie das oft so ist: Was man vermisst, merkt man erst, wenn es fehlt. So frei, wie ich mich in den letzten Tagen gefühlt habe – morgens nicht zu wissen, wo ich abends schlafe, spontan mit dem Van loszufahren, irgendwo am Straßenrand zu frühstücken – genau das fehlt mir jetzt plötzlich. Statt Van-Life und ständigem Ortswechsel heißt es jetzt ankommen. Die neue Umgebung erkunden. Einen Alltag finden – oder vielleicht sogar ganz neu erfinden. Ich muss mich gerade daran gewöhnen, nicht loszufahren, nicht mehr überlegen zu müssen, wo ich die Nacht verbringe. Dass ich jetzt wirklich bleibe. Und das Verrückte daran: Ich habe all das so lange geplant, vorbereitet und herbeigesehnt, und trotzdem fühlt es sich noch nicht real an. Ich bin offiziell ausgewandert. Ich lebe jetzt in einem neuen Land. Mein neues Leben hat begonnen. Vielleicht denke ich deshalb heute an meinen ersten Jakobsweg zurück. Damals wollte ich sechs Wochen lang nichts so sehr wie ankommen. Und als ich nach 840 Kilometern endlich in Santiago stand, war da neben der Freude auch eine große Traurigkeit. Ankommen bedeutete auch, dass mein großes Abenteuer vorbei war. Damals fühlte ich mich seltsam leer, obwohl ich genau das erreicht hatte, wofür ich so lange unterwegs gewesen war. Vielleicht ist das ein Gefühl, das viele kennen – ob auf dem Jakobsweg, beim Auswandern oder nach einem anderen großen Ziel. Ich habe einmal gehört, der traurigste Moment eines Goldmedaillensiegers sei der Moment des Sieges, weil danach die Leere kommt. Genau so fühlt es sich manchmal an, wenn der Weg so viel mehr war als nur das Ziel. Am Abend saß ich mit einer kanadischen Pilgerin beim Essen, und sie sagte zu mir: „Sei nicht traurig, dass es vorüber ist. Sei glücklich darüber, dass es geschah.“ Dieser Satz hat sich mir tief eingebrannt. Seitdem will ich eigentlich gar nicht mehr ankommen. Ich möchte nur die nächste Etappe erreichen. Vielleicht ist das genau der Gedanke, der mich jetzt begleitet: Das hier ist kein Ankommen, es ist einfach die nächste Etappe. Wer weiß, wohin der Weg mich noch führt oder wem ich unterwegs noch begegne. Und du? Hast du schon einmal das Gefühl gehabt, „angekommen“ zu sein – nur um festzustellen, dass damit auch etwas zu Ende ging?

Synchronizitäten Vor zwei Tagen hatte ich selbst noch darüber berichtet. https://youtu.be/ugz4O5skwXk?is=97jWBRwMrgKoVDp1

Boa noite ✨
Boa noite ✨

Am Abend kommt noch ein neuer Beitrag. Ich plane meine Themen oder Texte nicht. Sie entstehen meist dann, wenn das Leben mir etwas zeigt und daraus Worte werden möchten. Blogbeitrag Mit dem Reisebus auf dem Weg zum Café am Rande der Welt. In meinem kleinen Kanal kommen und gehen Menschen. Für mich fühlt es sich manchmal an, als wäre ich der Busfahrer eines Reisebusses, der irgendwann einmal vorgeschickt wurde – auf dem Weg zu einem Ziel, das er selbst nicht genau kennt. Ich kenne die grobe Richtung, doch unterwegs zeigen sich immer neue Wege. Und überhaupt: Wo ist dieses Ziel eigentlich? Seit geraumer Zeit steigen immer wieder neue Mitreisende ein, während andere den Bus verlassen. Manche fahren nur eine Haltestelle mit, andere begleiten mich schon seit langer Zeit. Diese Woche haben mir zwei Mitreisende privat geschrieben und mitgeteilt, dass sie an dieser Stelle aussteigen werden. Die Gründe sind unterschiedlich und spielen eigentlich keine Rolle. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir dem Zielort näher kommen. Vielleicht sind einige bereits so nah dran, dass sie die letzten Meter lieber zu Fuß gehen möchten. Je näher wir diesem unbekannten Ziel kommen, desto mehr scheinen die persönlichen Themen der einzelnen Reisenden aufzutauchen. Manche finden hier einen Impuls oder eine neue Perspektive. Andere erkennen sich vielleicht mehr in meinen Worten wieder, als ihnen lieb ist, und werden mit ihren eigenen Themen konfrontiert. Die wenigsten Mitreisenden kenne ich persönlich. Fünf Menschen aus diesem Reisebus waren in diesem Jahr zu Gast bei mir an der Algarve. Aus einigen Namen wurden Gesichter, aus Nachrichten echte Begegnungen. Eines meiner größten Themen seit 2019, seit meinem ersten Jakobsweg, ist das Loslassen. Loslassen von Menschen. Loslassen der großen Liebe. Loslassen meines Ladens, meiner Wohnung, meines Geburtsortes, meines Landes. Loslassen meines Vaters, meiner Mutter und fast all dessen, was ich einmal materiell besessen habe. Nun sitze ich hier am Steuer dieses Reisebusses und versuche, den Weg weiterzufahren. Und heute durfte ich feststellen, dass es etwas mit mir macht, wenn langjährige Mitreisende aussteigen. Nicht, weil sie bleiben müssten. Ganz im Gegenteil. Hier darf und soll jeder kommen und gehen, wann immer es für ihn oder sie richtig ist. Vielleicht ist es einfach nur die Erkenntnis, dass ich mich auf dieser Reise an die Menschen gewöhnt habe, die ein Stück des Weges mit mir gefahren sind. Und dass ein wenig Wehmut dazugehört, wenn jemand aussteigt, um umzusteigen oder auf einer anderen Strecke seinen Weg zum Ziel fortzusetzen. Vielleicht ist auch das ein Teil des Loslassens.

Manche Strände muss man sich verdienen 😁. Der Abstieg zum Praia do Canavial

Ich hätte noch eine persönliche Frage an Euch. Mir fällt schon seit Längerem auf, dass ich Menschen, die ich irgendwo getroffen und vielleicht sogar kurz gesprochen habe, oft nur schwer wiedererkennen oder einordnen kann. Manchmal kommt mir das Gesicht zwar bekannt vor, aber ich kann es keiner Situation oder Person zuordnen. In anderen Fällen ist es sogar so, als hätte ich die Person noch nie gesehen. Mich würde interessieren, ob jemand von Euch ähnliche Erfahrungen macht oder ob das vielleicht einfach meinem fortgeschrittenen Alter geschuldet ist. Irgendwie empfinde ich das als ziemlich seltsam und teilweise fühlt es sich an wie ein Film.

https://www.youtube.com/live/etSiMWHvD2o?is=tYBv1czr2aCwVI2H Rechts oben auf das Zahnrad klicken, um ggf den deutschen Untertitel lesen zu können. Eine Sichtweise zu den vielen Erdbeben aktuell auf der Welt.

https://youtu.be/6NZlcPJWPg8?is=-bYBHaxny11FrsEk Vor vielen Jahren durfte ich Greg in Frankreich kennenlernen, der das Lied seiner autistischen Tochter Nina gewidmet hat. Er sang es auf der Straße und noch ehe ich wusste worum es in dem Song geht, hatte es mich zutiefst bewegt. Ich bekam es heute auf YouTube angezeigt und möchte wohl geteilt werden.

A short reminder from my tea 🌊🌴☀️
A short reminder from my tea 🌊🌴☀️

Street art of Lagos
+9
Street art of Lagos

Blogbeitrag Wie viel von unserem Wissen ist geliehen? Gestern Abend kam ich mit einem Holländer ins Gespräch. Irgendwann stellte er mir die Frage, die so oft gestellt wird: „Was machst du beruflich?“ Eigentlich spannend, dachte ich. Wir fragen Menschen meist, was sie machen, nicht wer sie sind. Ich erzählte ihm, dass ich als Klangtherapeut arbeite und unter anderem mit tibetischen Klangschalen und dem Gong arbeite. Er schaute mich an und sagte: „An so etwas glaube ich nicht.“ Ich sagte ihm, dass es dabei nicht um Glauben gehe. Klang ist Schwingung, und jede Schwingung hat eine Frequenz. Daraufhin erwiderte er, dass er auch an Frequenzen nicht glaube. Also fragte ich ihn, ob er ein Handy besitzt und WLAN nutzt. Natürlich tat er das. Ich fragte ihn, wie seiner Meinung nach WLAN funktionieren würde, wenn es keine Frequenzen gäbe. Seine Antwort: „Das ist etwas anderes.“ Am Ende haben wir uns darauf geeinigt, dass jeder die Welt durch seine eigene Brille betrachtet. Er vertraut vor allem auf die Schulmedizin. Ich beschäftige mich mit der Wirkung von Klang, Schwingung und Energie. Vielleicht müssen wir nicht immer einer Meinung sein. Vielleicht reicht es manchmal, neugierig zu bleiben und anzuerkennen, dass unsere Wahrnehmung der Welt nicht die einzig mögliche ist. Im letzten Sommer hatte ich am Baggersee ein Gespräch und irgendwann fragte mich mein Gegenüber: aber dass die Erde rund ist, glaubst Du schon, oder? Ich antwortete ihm mit das weiß ich nicht dafür bin ich zu klein, als das ich es überblicken könnte. Daraufhin meinte er, dass er schon mehrfach in Urlaub geflogen sei und gesehen habe, dass die Erde rund ist. Ich antwortete, dass ich auch schon mehrfach geflogen sei, es aber nicht so wahrgenommen habe und er mir da was voraus hat. Genervt meinte er dann: also bist du so ein Flacherdler. Das weiß ich nicht dafür bin ich zu klein erwiderte ich darauf wieder. Langsam wurde er sauer und meinte dann, dass ich doch an etwas glauben müsste. Meine Frage daraufhin war, ob es für ihn leichter sei an etwas zu glauben, auch wenn es eventuell falsch sein könnte? Mit mir könne man nicht reden. Im weg gehen meinte er dann aber das 1 und 1 zwei ergibt glaubst Du schon? Das weiß ich nicht antwortete ich ihm. Ich erklärte ihm, dass ich es so in der Schule gelernt habe und fragte ihn was er glaube, was wir heute antworten würden, wenn während unserer Schulzeit der Lehrer vorne an der Tafel immer gesagt hätten 1+1 = z Er ließ mich stehen. Seitdem frage ich mich immer wieder, wie viel von dem, was wir für Wissen halten, tatsächlich eigenes Wissen ist und wie viel davon auf Vertrauen, Übernahme und Wiederholung beruht.

Olá, bom dia! Es sind einmal mehr sehr herausfordernde Energien, die uns derzeit begleiten. Deshalb möchte ich Euch für einen kleinen Moment an einen meiner absoluten Lieblingsstrände hier an der Algarve mitnehmen: Ein verborgenes Juwel nahe Lagos – der Praia do Canavial. Etwas versteckt gelegen und nur über einen kleinen Abstieg zwischen den Felsen erreichbar, empfängt dieser besondere Ort seine Besucher mit Ruhe, Weite und der kraftvollen Schönheit des Atlantiks. Vielleicht schenkt Euch dieser Anblick einen Augenblick des Durchatmens, der Erdung und des Ankommens bei Euch selbst. 🌊✨

Some reggae music 🎶🌊🌴☀️

photo content

Fühlt sich für mich stimmig an https://youtu.be/Xtq5xyZPzI0?is=16-5pP_PR4vem6hA