Zeit-fuer-einen-Mutausbruch
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Ich bin auf dem Jakobsweg 840 Km von Irun nach Santiago gelaufen, an die Algarve ausgewandert und biete Klangschalen Massagen und Retreats bei mir an
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Meine nächsten Auszeit Gäste dürfen sich auf ein paar versteckte, coole Spots freuen 😍
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Jetzt nur noch einen Weg nach unten finden, raus aus den Klamotten und ab in den Atlantik. 🌊
Joghurt gehört zu Kigos Lieblingsleckereien, und das Singen bereitet ihm besonders große Freude 😅🎶
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Nachdem bislang noch nicht klar war, wo ich im Juli wohnen werde, hat mein Regiepult des Lebens wieder einmal alles wunderbar arrangiert.
Heute habe ich die Möglichkeit bekommen, meinen Aufenthalt in meinem schnuckeligen Studio um eine weitere Woche bis zum 6. Juli zu verlängern. Anschließend ziehe ich in das Haus einer deutschen Familie, die ab dem 7. Juli für einige Wochen nach Deutschland reist.
Das Haus liegt nur etwa 500 Meter von meinem Studio entfernt und bietet einen traumhaften Blick auf den See und das Meer. Dazu gehören ein großer Garten und eine komplett ausgestattete Einliegerwohnung, die ich ganz für mich haben werde.
Ich bin mal wieder sehr zufrieden mit meinem Regiepult des Lebens und freue mich jetzt erst einmal darüber, noch eine Woche länger in meinem gemütlichen Studio bleiben zu können, natürlich zusammen mit meinem Patenhund und Freund Kigo. 😊
Santiago:
"Ich werde mich sehr freuen, mit dir Musik zu verweben und zu teilen! Wie du sagst: Wir sind hier, um Räume anzubieten, in denen Verbindung und innerer Frieden möglich sind, und wir haben die Werkzeuge dafür."
🎶♥️🌊☀️
Blogbeitrag
Wenn Co-Creation ruft und die eigenen Zweifel gleich mitkommen
Heute habe ich eine Nachricht bekommen, die mich auf mehreren Ebenen berührt hat.
Ich hatte Santiago angeschrieben und gefragt, ob er sich vorstellen könnte, unsere gemeinsame Klangreise aufzuzeichnen oder vielleicht sogar live zu streamen. Außerdem wollte ich wissen, ob er die technische Erfahrung dafür mitbringt.
Seine Antwort war überraschend unkompliziert und gleichzeitig weit öffnend:
Er hat eine gute Kamera und ein Mikrofon, das er sich von seiner Partnerin leihen kann. Streaming sei auf jeden Fall möglich, auch wenn wir noch eine passende Plattform finden müssten. Vor allem aber schrieb er: Lass uns persönlich sprechen, Ideen aufschreiben, mit Möglichkeiten spielen und das Format gemeinsam entwickeln. Und am Ende, dass er sich freue, mit mir zu co-kreieren und das Gefühl habe, dass wir in vielen Dingen ähnlich schwingen.
Ich habe das gelesen und gemerkt: Da geht eine Tür auf.
Und gleichzeitig ging in mir noch eine zweite Tür auf. Eine, die ich nur zu gut kenne.
Sofort meldeten sich alte Muster. Gedanken, die flüstern:
Bin ich dem gewachsen?
Bin ich musikalisch „gut genug“?
Ist das hier vielleicht größer, als ich bin?
Ich bin kein Musiker, ich bin Klangtherapeut und arbeite mit Klangschalen.
Plötzlich war da nicht mehr nur Vorfreude, sondern auch diese kleine innere Spannung. Dieses leise Zurückziehen, das entsteht, wenn etwas gleichzeitig schön und ein bisschen zu groß wirkt.
Und vielleicht ist genau das der Punkt, den ich hier gerade lernen darf.
Denn während ich in meinen eigenen Gedanken beginne, mich zu vergleichen, zu bewerten und einzuordnen, passiert in seiner Nachricht etwas ganz anderes: kein Urteil, kein Ranking, kein „besser oder schlechter“. Sondern Einladung. Spielraum. Gemeinsames Erkunden.
Co-Creation statt Konkurrenz.
Und ich merke: Das ist vielleicht die eigentliche Einladung.
Nicht nur ein musikalisches Projekt. Sondern eine Begegnung mit mir selbst in diesem Raum dazwischen – zwischen Kontrolle und Vertrauen, zwischen „ich muss das können“ und „ich darf es gemeinsam entwickeln“.
Vielleicht ist es genau das, was mich hier auf meiner Auswanderer-Reise immer wieder einholt:
Dass neue Menschen, neue Möglichkeiten und neue Räume nicht nur äußerlich etwas verändern, sondern innerlich sofort die alten Bewertungsmechanismen aktivieren.
Und vielleicht ist genau das der nächste kleine Mutausbruch.
Nicht perfekt sein zu müssen.
Nicht fertig zu sein.
Nicht schon alles zu können.
Sondern zu sagen: Ich gehe trotzdem in diesen Raum hinein. Und ich lasse zu, dass etwas entsteht, das ich noch nicht vollständig kontrollieren kann.
Ich glaube, genau da beginnt etwas Lebendiges.
https://youtu.be/_NtomoqQw7U?feature=shared
Santiago aus Kolumbien, den ihr bereits aus meinen Erzählungen kennt.
Immer wieder diese Synchronizitäten: Gestern schrieb ich, es fühlt sich für mich an, als würde die Welt still stehen und was kommt heute im Fernsehen?
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