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Da ist noch viel Schickeria unterwegs im Städtchen, Geld ist da noch mehr als genug da. Stück Flammkuchen 15.- Euro, da muss man erst mal Bäuerchen machen damit man weiß wie es schmeckt. Und die feinen Herrschaften von den Finanzämtern, die mit ihren Familien schick essen gehen, "zufällig" eine eventuelle Möglichkeit des Betruges bemerken. Dann machen sie schön Meldung, und können die Rechnung des Abends dann als Arbeitsessen sich wieder von der Finanzkasse auszahlen lassen. Die Woche über haben sie ja genügend Zeit sich zu überlegen welchen Gastronom sie am nächsten Wochenende mit ihrem Besuch beglücken. Ganz praktisch dieses Modell, so richtig viel läuft ja auch da nicht mehr, so hat man dann die Woche über was zu tun diesen angeblichen Mangel zu bearbeiten. Kann dann schon mal 50.000 Euro werden für den Gastronom.
Aber - es wird auch leer im Städtchen. Selbst in den besseren Wohngegenden leeren sich die Häuser. Als Entrümpler hast du den Jackpot gezogen wenn du so eine Hütte ausräumen darfst. Briefmarken und Münzsammlungen teilweise mit Millionenwerten wandern da gleich mal in den Kofferraum, so wie manche Bestatter in die "Kiste" noch manch wertvollen Kleinkram reinpacken. Ja, die Welt ist schlecht, aber sonst kommst du zu nix.
Es wäre mal interessant zu erfahren wie die Herrschaften an ihr Vermögen gekommen sind. Im Hospiz ist eine Anwältin eingeliefert worden, innerhalb von 2 Wochen war sie dann weg. Anfangs konnte sie noch sprechen und alleine essen. Innerhalb der 2 Wochen komplett am Ende. Das gelbe Büchlein war voll. Hier Haus in der Stadt, Ferienhäuser in Österreich, Italien, Frankreich und Spanien. Tiefgarage voll mit Autos, jedes im Wert einer Eigentumswohnung. Das ganze war zur Hochzeit von Corona. Der Dame hätte es scheißegal sein können, Kanzlei schließen und gut ist. Aber der Drang nach noch mehr war größer. Die war so um die 40 Jahre alt.
Diese Woche, kleiner Familienbetrieb mit etwa 8 Mitarbeiter, wo ich abends ablade. Montag, Mitarbeiter fällt um, irgendwas mit den Lungen. Jetzt mehr tot als lebendig. Mittwoch fällt der nächste um, Nierenversagen, liegt stundenlang mit dem Gesicht in einer großen Wasserpfütze. Notarzt sagt, der geht drauf. Original seine Worte. Jo, aber man ist der Meinung die kommen wieder, ganz sicher, der eine wird dann mit Sauerstoffgerät und Lungenmaschine im LKW fahren, und der andere ist bloß abgesoffen, wie ein Moped, Zündkerze raus, zweimal Motor drehen und dann gehts weiter. Die Wasserpfützen sind jetzt alle mit Kies aufgeschüttet worden, nicht daß nochmal einer absäuft. Das kann sich keiner ausdenken.
Tegut ist ja auch am Ende. Bei einer Filliale ist von der alten Mannschaft auch keiner mehr am Leben. Eine Mitarbeiterin ist in Corona Zeiten im Laden umgefallen. Die lag mit einer Decke abgedeckt bis Mittag im Laden, vorher hatte keiner Zeit sie abzuholen. Die Kunden sind halt dann über sie gestiegen.
Am Krankenhaus stand zu der Zeit auch eine junge Frau und hat sich per Telefon von ihrer Verwandtschaft verabschiedet. Sie hat einen Schnelltest vom Supermarkt gemacht und hat jetzt Corona. Die stand saublöd im Weg und so kam es zu einem Aufeinandertreffen. Ich habe sie angebrüllt sie glaubt doch nicht wirklich daß so ein Müll vom Supermarkt funktioniert. Bloß komisch daß die heute noch in der Stadt rumläuft.
Bei einem Landratsamt war Baustelle, ein blonder Haarschopf hat die Bauarbeiter darüber aufgeklärt daß nur die Impfung hilft die Pandemie zu beenden. Dort ist auch das Gesundheitsamt, also bin ich rein, ohne alles, hat keinen interessiert. Dann ihrem Vorgesetzten gesagt da brauche man sich nicht wundern wenn es heißt die Beamten haben nix zu tun wenn Blondie den ganzen Tag die Leute vollquatscht. Der wusste ganz genau daß Corona Blödsinn war, wollte aber seinen Job behalten. Sie wurde dann versetzt, musste dann Grünanlagen pflegen, also Unkraut zupfen. Irgendwann habe ich sie nicht mehr gesehen und gefragt wo Blondie ist. Kurze Antwort: Blondie ist nicht mehr, plötzlich und unerwartet.