🟥🟧🟨 Begriffe & Grundlagen - Schienen
Wenn uns so ein gewaltiger Konfliktschock trifft, ein DHS, das uns gleichzeitig noch in psychischer Isolation erreicht, dann wird im Moment des DHS nicht nur der Konflikt selbst engrammiert, sondern es bildet sich in dieser Sekunde auch ein Hamerscher Herd (HH), der eine bestimmte Stelle im Gehirn markiert. Für jede besondere Art eines Konfliktschocks, den wir einen biologischen Konflikt nennen, ist auch ein ganz besonderes Areal unseres Gehirns zuständig und gleichzeitig auch ein ganz besonderer Organbereich.
Mensch und Tier „bemerken“ aber in der Sekunde des DHS, ohne daß sie sich dessen bewußt sind, auch die Begleitumstände des DHS. Diese Begleitumstände ergeben später die sog. Schienen (Allergie).
Ein Professor für Allergologie hat das mal, als er es begriffen hatte, etwas salopp so ausgedruckt: Wenn du ein DHS mit einem biologischen Trennungskonflikt beim Abschied erleidest, und es läuft gerade eine Kuh vorbei, dann hast du anschließend eine „Kuh-Allergie„, hast du gerade in eine Apfelsine gebissen, dann kriegst du eine „Apfelsinen-Allergie„. Es ist zwar etwas schnodderig ausgedrückt, aber im Prinzip stimmt es so.
Kommt nämlich später einer dieser Begleitumstände wieder vor, dann kann der ganze Konflikt als sog. Rezidiv wiederkehren. Das Bild ist, daß man von einem solchen Nebenschienenstrang immer auf die ganze Schiene auffährt.
Schienen
Das Individuum merkt sich nicht nur kleinste Einzelheiten im Moment des DHS – wie bei einer Blitzlicht-Momentaufnahme – dazu auch Töne oder Laute, Gerüche, Empfindungen aller Art und Geschmackssensationen und – das Individuum behält diese Aufzeichnungen praktisch lebenslang. Daran sehen wir eben, daß sie qualitativ von anderer Beschaffenheit sind als solche, die wir üblicherweise erleben und uns mehr oder weniger merken.
Früher fand die erste Liebe fast immer im Heu statt. Oft kam es bei diesem ersten intimen Liebesakt zu Komplikationen oder kleinen Katastrophen. Wenn diese Katastrophe ein DHS war, dann ging meist der Geruch des Heu’s als „Schiene“ in den Konfliktkomplex mit ein. Jedesmal, wenn der Betroffene später den Heugeruch in die Nase bekam, selbst ohne daran zu denken, kam er wieder auf die „Schiene„. Meist hatte der Betreffende einen biologischen Konflikt des „Mir-stinkt-das“ beim ersten Mal erlitten. Bei den Rezidiven, die wir als Allergie bezeichnen, die wir mit unseren Pflästerchen austesten können, bekam der Patient dann in der Heilungsphase regelmäßig seinen „Heuschnupfen„. Diesen Heuschnupfen (ohne Heu) hätte der Patient natürlich genauso (in der Heilung) bekommen können, wenn er z.B. mit der gleichen oder einer anderen Frau in gleicher Weise wieder eine vergleichbare Katastrophe beim Intimverkehr erlitten hätte.
Die Allergie ist ein Frühwarnsystem!
Es handelt sich hier um ein sehr gutes, sehr aufmerksames Warnsystem des Organismus. Hat das Individuum früher bereits ein DHS in gleicher oder ähnlicher Sache durchgemacht, dann ist der Organismus aufmerksamer gegen solche Art von biologischen Konflikten. Negativ können wir sagen: Der Patient tappt immer wieder in die alte Falle. Positiv können wir sagen: Der Patient paßt höllisch auf, reagiert sofort mit Sonderprogramm.
Eine Allergie in der Weise, wie wir uns es bisher vorstellten, gibt es nicht. Alle Allergien, die wir mit unseren Allergietests nachweisen können, sind immer „Zweitschienenstränge“ im Zusammenhang mit einem DHS.
Darum müssen wir ein neues Verständnis der sog. Allergien bekommen.
Die Allergien sind Warnsignale unseres Organismus, etwa in dem Sinne: „Halt, in einer solchen Situation ist damals ein DHS passiert, sei vorsichtig, daß du nicht wieder auf dem falschen Fuß erwischt wirst“!
Man sieht, wie wichtig es ist, immer zu dem DHS zurückzugehen, um sich genau die Situation zu vergegenwärtigen, die damals in der Sekunde des DHS gegeben war.