Zeit-fuer-einen-Mutausbruch
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Ich bin auf dem Jakobsweg 840 Km von Irun nach Santiago gelaufen, an die Algarve ausgewandert und biete Klangschalen Massagen und Retreats bei mir an
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Heute empfiehlt der Chefkoch (😅) Lulinhas mit Knoblauch und Olivenöl und dazu einen frischen Papaya, Mango, Clementine, Kiwi Salat
Nach den Behörden erstmal an den Beach 🌊☀️ Wir haben 17 Grad und überwiegend sonnig heute. Sobald die Sonne scheint ist es hier warm genug für den Strand und das Wasser ist mit ca 15 Grad eine kleine Herausforderung 😳🌊
Erfahrungsbericht mit portugiesischen Behörden in Aljezur.
1. Câmara Municipal, um mich in Portugal wohnhaft zu melden. Nummer gezogen und eine Minute später aufgerufen worden. Ich erkläre kurz, dass ich leider kein portugiesisch spreche. Sachbearbeiter schwenkt um auf Englisch und erklärt mir, dass ihm das Schreiben der Vermieterin nicht ausreicht und er eine Kopie von ihrem Ausweis benötigt. Er fragt weiter nach meiner NIF Nummer. Diese habe ich noch nicht, will ich parallel machen. Er erklärt mir, dass ich zuerst die NIF brauche. Fazit:freundlich, hilfsbereit und schnell
2. Ich gehe weiter zur Serviço de Finanças.
Ich komme rein und kann direkt an den Schalter der Bearbeiterin. Ich erkläre wieder, dass ich leider kein portugiesisch spreche und wir verständigen uns ab da auf Englisch und mit Translator. Sie erklärt mir, dass sie erst meine portugiesische Melde Adresse braucht, die ich wiederum ja nur mit der NIF Nummer beantragen kann. Die Reihenfolge ist widersprüchlich, aber die Mitarbeiterin freundlich und hilfsbereit. Ich bekomme eine NIF Nummer auf die deutsche Adresse, die ich ja eigentlich nicht mehr habe und kann damit dann wieder zur Câmara Municipal und mich in Portugal anmelden. Damit kann ich dann wieder zur Serviço de Finanças und meine Meldeanschrift ändern lassen.
Alles in allem noch nicht komplett erfolgreich, innerhalb von 30 Minuten erledigt und zweimal ohne Kosten.
Jetzt habe ich schon mal die NIF Nummer, brauche von meiner Vermieterin den ausgefüllten Vordruck, den ich mitbekommen habe und die Kopie ihres Ausweises.
Wenn ich dann alles komplett habe kann ich mich beim Centro de Saúde zur staatlichen Krankenversicherung anmelden.
In einem weiteren Schritt muss ich noch meinen Van Sir Toby nach Portugal überführen und habe hierfür zwei Möglichkeiten. Entweder steuerfrei als Umzugsgut mit mehr bürokratischem Aufwand oder ohne Steuerbefreiung. Mein T4 dürfte von den Kosten beim Import nicht allzu hoch sein, so dass ich mir beides noch ausrechnen werde und danach entscheiden.
Heute gibt es das Fitness Frühstück mit frisch gepressten O Saft, Papaya, Granatapfel, Passionsfrucht und Müsli mit Banane. Ich bin nicht sonderlich spät dran, nur zeitlich eine Stunde vor Deutschland 🥣
Burgau bei Lagos. Hier landen immer wieder Menschen "zufällig" und kommen dann plötzlich nicht mehr von dem Ort los. Ich bin/war ebenfalls sehr gefährdet ❤️
Ich musste es einfach tun 🙈. Wie im letzten Jahr ziehe ich im März wieder für einen Monat runter an die Südalgarve in diesen kleinen, wundervollen Ort, der mein Herz im Sturm erobert hat. Im Apartment funktioniert nicht viel, aber der Blick und das Wellenrauschen nachts in meinem Schlafzimmer sind unbezahlbar.
Praia do Monte Clérigo am Nachmittag. Am ganzen Strand sind aktuell nur eine handvoll Menschen.
Ich mochte die Bürokratie in Deutschland nicht und in Portugal ebenso wenig 🙃
Ich glaube ich habe alles zusammen, so dass ich diese Woche zur câmara gehen und mich in Portugal anmelden kann. Schließlich möchte ich meinen Hauptwohnsitz hier haben und acht Monate im Jahr an der Algarve verbringen.
Olá, bom dia ☕
Let’s start the week with a coffee.
In dieser Woche stehen einige Ämtergänge an, sodass ich anschließend auch ganz offiziell von einer Auswanderung sprechen kann.
https://youtube.com/shorts/uvD5UZAR75Q?si=0ZGxGkl-NUhbUzue
Mein Zuhause von oben
Blogbeitrag
Wenn Vorbereitung nichts nützt
Man sagt, Zeit bereitet einen vor.
Man sagt, wenn man weiß, was kommt, trifft es einen weniger hart.
Ich habe das geglaubt.
Ein ganzes Jahr lang wusste ich, dass dieser Abschied kommen wird. Ich habe gedacht, ich würde gefasst sein, ruhig, irgendwie „bereit“. Doch als der Moment da war, kam er nicht leise. Er kam wie eine Welle. Und ich stand nicht am Ufer – ich war mitten im Meer.
Der Tod meiner Mutter ist jetzt real.
Der Mensch, der mich geboren hat, ist nicht mehr da.
Und plötzlich ist nichts mehr so, wie es war.
Es ist eine seltsame Erkenntnis: Man kann Abschied im Kopf üben, aber nicht im Herzen. Das Herz folgt keinem Plan. Es kennt keine Zeitachsen, keine Vorbereitung, keine guten Vorsätze. Es fühlt – oder es zerbricht kurz daran.
Als Auswanderer lernt man viel über Loslassen. Orte. Menschen. Versionen von sich selbst. Ich dachte, ich hätte darin Übung. Aber dieser Verlust ist anders. Er ist nicht geografisch. Er ist existenziell. Egal wo ich lebe – diese Verbindung reiste immer mit mir. Und nun ist sie still geworden.
Vielleicht ist das der spirituelle Teil daran:
Zu akzeptieren, dass manche Übergänge nicht sanft sind.
Dass sie uns nicht erheben, sondern erst einmal zu Boden drücken.
Und dass auch das Teil des Weges ist.
Heute geht es nicht um Antworten.
Nicht um Sinn.
Nicht um Wachstum.
Heute geht es nur darum, hier zu sitzen, zu atmen und anzuerkennen:
Ich trauere.
Und das darf sein.
Vielleicht ist das genug für heute.
