es
Feedback
Zeit-fuer-einen-Mutausbruch

Zeit-fuer-einen-Mutausbruch

Ir al canal en Telegram

Ich bin auf dem Jakobsweg 840 Km von Irun nach Santiago gelaufen, an die Algarve ausgewandert und biete Klangschalen Massagen und Retreats bei mir an

Mostrar más
El país no está especificadoLa categoría no está especificada
218
Suscriptores
Sin datos24 horas
Sin datos7 días
+430 días
Archivo de publicaciones
Dieses Jahr hat es der Weihnachtsschmuck meiner Mutter an den Weihnachtsbaum einer Schulveranstaltung geschafft. Ein schöner
+4
Dieses Jahr hat es der Weihnachtsschmuck meiner Mutter an den Weihnachtsbaum einer Schulveranstaltung geschafft. Ein schöner Anblick, Erinnerungen und zugegebenermaßen auch eine Traurigkeit heute.

Feliz Natal Frohe Weihnachten Ich wünsche Dir ein wundervolles Weihnachtsfest mit ganz viel Sonne im Herzen 🎄☀️🌊❤️🎁
Feliz Natal Frohe Weihnachten Ich wünsche Dir ein wundervolles Weihnachtsfest mit ganz viel Sonne im Herzen 🎄☀️🌊❤️🎁

Meine Freunde und Nachbarn bekommen jetzt wieder wie gewohnt ihr Abendessen von mir. Kurz vor Weihnachten haben wir natürlich einen größeren Beutel mit Leckerli, so dass wir gut durch die Feiertage kommen. Frohe Weihnachten 🎄

Praia da Arrifana 🌊☀️❤️

Einen Tag vor Weihnachten gönnt sich heute jemand noch spontan eine Klangschalen Massage bei mir. Eine Stunde tiefste Entspan
Einen Tag vor Weihnachten gönnt sich heute jemand noch spontan eine Klangschalen Massage bei mir. Eine Stunde tiefste Entspannung mit Gong, tibetischen Klangschalen und Koshi Klangspiel.

photo content
+2

Teil 2: Suis ton cœur – Folge deinem Herzen Ankunft in der Camargue – erste Begegnungen und Naturzauber Es ist so weit: Sechs Stunden Zugfahrt von Karlsruhe nach Avignon liegen hinter mir. Ich bin gespannt, was mich in den nächsten Tagen erwartet. Mit meiner Fotoausrüstung, Lampen und Stativ finde ich schnell einen Platz – und direkt neben mir sitzt eine junge Frau, Marie, mit Kopfhörern auf den Ohren. Irgendwie ist sie mir von Anfang an sympathisch. Ein bisschen dösen, ein längeres Gespräch mit Marie, die gerade in Südfrankreich studiert und ihre Eltern besucht hat, und die vorbeiziehende Landschaft betrachten – schon sind die sechs Stunden vorbei. Die Zeit im Zug vergeht wie im Flug, und ich bin bereit für das nächste Abenteuer. Am Bahnsteig von Avignon schlägt mein Herz ein wenig schneller. Ich habe kein Foto von Veronika gesehen – und doch spüre ich, dass ich sie sofort erkennen werde. Etwas in mir weiß, wohin ich laufen muss. Mein Blick schweift über die Menschen, und dann, fast wie von selbst, bleibt er an einer Frau hängen. Ohne zu zögern gehe ich auf sie zu. Es ist ein merkwürdiges, kaum erklärbares Gefühl: Ich kenne diese Frau, ohne sie je getroffen zu haben. Eine innere Sicherheit führt mich zu ihr, eine Mischung aus Intuition und Vorahnung. Als ich näherkomme, lächelt sie, und ich weiß sofort – es ist Veronika. Kein Zweifel, kein Rätsel. Alles andere tritt zurück, nur dieses eine Wissen bleibt: Ich bin angekommen. Wir fahren zu ihrem Landgasthaus in Arles, das ich bereits von Fotos kannte. Die Schönheit des Ortes übertrifft alles, was ich erwartet hatte. Mein Gästehaus „Camargue“ liegt eingebettet in einen großen Garten mit einer hundertjährigen Platane, umgeben von drei weiteren Ferienapartments. Es fühlt sich sofort wie ein Heimkommen an. Schon bei der Begrüßung durch Sinan, Niamè und Isis, drei der vier Kinder, werde ich herzlich aufgenommen. Schnell erfahre ich, dass Veronika und ihr Mann Rachid, ein Franzose mit algerischen Wurzeln, Namen für ihre Kinder gewählt haben, die keine eindeutige Herkunft erkennen lassen. Alle sprechen sowohl Deutsch als auch Französisch, was unsere Unterhaltung sofort erleichtert. Mein Blick fällt auf einen prächtigen Olivenbaum vor dem Haus – er erinnert mich an den berührenden Film „El Olivo“. Gegenüber liegt ein Pool mit Liegen und Sonnenschirmen, umgeben vom sonnigen Garten der Provence. Ohne lange zu überlegen, springe ich hinein und feiere meine Ankunft in der Camargue. Nach einer kurzen Pause zeigt mir Veronika das gesamte Anwesen – ein fotografisches Paradies. Doch bevor die Arbeit beginnt, stehen Freizeit und Erholung auf dem Programm. Gemeinsam mit den Kindern fahren wir durch die Camargue an den Strand Plage de Piemanson. Ein schmaler Sandstreifen zwischen den Salinen von Salin-de-Giraud und dem Mittelmeer. Die Salinen selbst sind ein Naturschauspiel: Blau- und Rosatöne spiegeln sich in der Sonne, der salzverkrustete Boden bildet einen starken Kontrast. Ich bin überwältigt von der Schönheit, von den Weiten und der Ruhe der Camargue. Die ersten Stunden in Südfrankreich bestätigen mein Gefühl: Es ist genau der richtige Ort. Und das Beste daran? Die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende. Flamingos, unendliche Landschaften und die Magie eines provenzalischen Landhauses warten darauf, entdeckt zu werden. Lest im nächsten Beitrag, wie die Camargue mich verzaubert, welche Überraschungen die Familie noch bereithält und welche Motive mir bei meiner Arbeit vor die Linse kommen.

photo content

photo content

Blogbeitrag Ankommen nach dem Durchhalten – Trauer, Erschöpfung und das Meer Ich bin seit zwei Tagen wieder zu Hause an der Algarve. Erst jetzt, mit etwas Abstand, wird mir klar, wie erschöpft ich eigentlich bin. Die letzten Monate – eigentlich schon seit dem Frühjahr – standen ganz im Zeichen des Daseins für meine Mutter. Vom 1. April bis zum 18. September war ich täglich im Einsatz. Präsenz halten. Entscheidungen treffen. Raum geben. Und irgendwie funktionieren. Im Dezember kamen dann noch einmal sehr intensive 2,5 Wochen in Deutschland dazu: Hospiz, Abschied, Organisation, Beerdigung, Wohnungsauflösung. Kaum Pausen, kaum Atemzwischenräume. Ich habe durchgehalten. Wie genau, weiß ich selbst nicht so recht. Jetzt sitze ich wieder am Meer. Die Sonne scheint, der Atlantik tobt, und mein Körper beginnt langsam zu begreifen: Du darfst loslassen. Die Erschöpfung zeigt sich. Nicht als Drama, sondern als ehrliche Müdigkeit. Und als Tränen. Sie kamen einfach. Still, ohne große Geschichte. Kein Zusammenbrechen – eher ein Ventil. Druck, der über Monate aufgebaut war, durfte abfließen. So selbstverständlich wie die Wellen kommen und gehen. Meine Erinnerungskerze von der Beerdigung steht jetzt in meinem Apartment. Auch wenn meine Mutter diese neue Heimat zu Lebzeiten nicht gesehen hat, ist sie nun hier. Auf eine andere Weise. Leiser. Und gleichzeitig sehr präsent. Beziehung endet nicht – sie verändert ihre Form. Was mich berührt: Ich kann gleichzeitig sagen, dass es mir gut geht und dass ich trauere. Beides schließt sich nicht aus. Ich sitze in der Natur, fühle mich getragen, und erlaube mir, weich zu sein. Spirituell sein heißt für mich in diesem Moment nicht, „über den Dingen zu stehen“, sondern mitten im Leben zu sitzen – mit nasser Hose, salziger Luft auf der Haut und Tränen im Gesicht. Der Atlantik hat mich heute ganz unvermittelt erwischt und einmal komplett umspült. Vielleicht eine kleine Erinnerung daran, dass das Leben manchmal genau so ist: kraftvoll, unplanbar, reinigend. Alles im Fluss. Und genau das fühlt sich gerade richtig an.

Unterschätze nie die Power des Atlantiks 😁🌊 Plötzlich war ich komplett im Wasser gestanden und darf jetzt die Hose in der Sonne trocknen lassen.

Ihre Kiddies waren natürlich auch nicht weit

Auf dem Spaziergang zum Strand meine Nachbarin Frau Wildsau getroffen 🐖

Lest im nächsten Beitrag, wie meine Ankunft in Südfrankreich war – und ob mein Gefühl mich richtig geführt hat oder ob am Ende doch eine große Überraschung auf mich wartete.

Teil 1: Suis ton cœur – Folge deinem Herzen Ich hatte von einer Internetseite gehört, auf der Menschen Urlaub gegen Hand tauschen. Zunächst konnte ich mir darunter wenig vorstellen. Also begann ich zu recherchieren – und stellte fest: Menschen laden andere zu sich ein, stellen ein Zimmer, ein Apartment, ein Haus oder einen Wohnwagen zur Verfügung, und im Gegenzug bringen die Gäste ihre Arbeitskraft oder ihr Know-how ein. Es geht darum, dass sich zwei Menschen finden, die sich ergänzen und voneinander profitieren. Die Angebote sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst – und die Suche funktioniert von beiden Seiten. Ein Angebot, das mich sofort berührte Als ich zum ersten Mal über die Seite scrollte, blieb ich plötzlich bei einem Angebot von Veronika aus Südfrankreich hängen. Zwei Fotos eines Landgasthauses waren zu sehen – und ich spürte sofort eine starke Anziehung. In meinem inneren Auge saß ich bereits vor diesem wunderschönen Haus irgendwo in der Provence. Ich las den Text genauer und dachte nur: Die sucht ja genau mich. Veronika schrieb, dass sie ein provenzalisches Landhaus mitten in der Crauebene besitzt und dort vier Ferienapartments betreibt. Für ihre Website und Social-Media-Kanäle suchte sie jemanden, der die Gästehäuser fotografisch in Szene setzen könnte. Außerdem erzählte sie von ihrer multikulturellen sechsköpfigen Familie, einem Hund, zwei Katzen und davon, dass Arles nur etwa zehn Autominuten entfernt sei. Südfrankreich, Camargue und ein erster Zauber Arles liegt an der Rhône, rund 24 Kilometer vom Mittelmeer entfernt. Neben dem historischen Stadtkern gehören auch große Teile der Camargue dazu – weshalb Arles mit etwa 760 km² die flächenmäßig größte Gemeinde Frankreichs ist. Während des Aufenthalts würde man in der Ferienwohnung „Camargue“ wohnen, gemeinsam mit der Familie einfache vegetarische Sommerspeisen genießen, unter hundertjährigen Platanen lesen oder sich im Pool erfrischen. Ich war längst verliebt. Fast automatisch schrieb ich Veronika. Ich erzählte ihr, dass ich den Jakobsweg gegangen bin, kein professioneller Fotograf, aber leidenschaftlich mit der Kamera unterwegs und überzeugt davon, ein gutes Auge zu haben. Über Zeit, Organisation oder Urlaub machte ich mir zunächst keinerlei Gedanken. Ich folgte einfach meinem Gefühl – meinem Herzen. Wenn das Herz schneller ist als der Kopf Zwei Tage später schrieb mir Veronika, dass sie auf meinem Blog und meinem Instagram-Account gewesen sei. Sie habe das Gefühl, dass es menschlich gut passen könnte – und wenn ich ihr schnell zu- oder absagen könne, wäre ihre Entscheidung leicht. Plötzlich wurde alles konkret. Habe ich überhaupt Zeit? Bekomme ich Urlaub? Bin ich gut genug, um ein ganzes Landhaus zu fotografieren? Das Gedankenchaos war perfekt. Wir schrieben viel miteinander, erzählten uns von unseren Leben – und immer wieder war da dieses Gefühl von Vertrautheit. Gleichzeitig spürte ich: Es ist genau der richtige Ort, aber vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt. Schweren Herzens einigten wir uns darauf, dass ich nicht kommen würde und Veronika sich für jemand anderen entscheidet. Warum das Herz manchmal lauter ist Doch es fühlte sich einfach nicht richtig an. Innerlich wusste ich: Ich sollte dort sein. Es schmerzte, dass ausgerechnet ich sie dazu gedrängt hatte, jemand anderen auszuwählen. Und dann kam eine neue Nachricht von Veronika. Sie schrieb, dass sie es schade fände, dass es nicht geklappt habe, sie aber noch Hoffnung habe – und bislang niemanden ausgewählt hätte. Da war es klar. Ich musste es tun. Ich glaube heute, dass wir uns gegenseitig ausgewählt haben. Aufbruch ins Unbekannte Es geht also nach Südfrankreich. Wie sieht Veronika aus? Wie alt ist sie? Wer sind ihr Mann und die Kinder? Diese Fragen stelle ich mir nur kurz – denn im nächsten Moment weiß ich: Ich muss das alles nicht wissen. Alles, was wichtig ist, habe ich längst gespürt. Ich fahre zu einer Familie, die ich noch nie gesehen habe, deren Wärme und Herzlichkeit ich jedoch bereits fühle.

Dieses Foto führte mich 2019 zum ersten Mal nach Arles in Südfrankreich. Im vergangenen September war ich bereits zum 13. Mal
Dieses Foto führte mich 2019 zum ersten Mal nach Arles in Südfrankreich. Im vergangenen September war ich bereits zum 13. Mal dort – und 2026 findet hier mein 4. Klangschalen-Massage-Retreat statt. Nach und nach folgt eine sechsteilige Serie, die erzählt, wie ich an diesem besonderen Ort gelandet bin.

photo content