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🌊 Die Blauen Seen von Kabardino-Balkarien Ein unergründliches Geheimnis im Kaukasus
Freunde, heute reisen wir in die malerische Tscherek-Schlucht im Nordkaukasus. Zwischen steilen Hängen und Wäldern liegt ein Gewässer, das selbst erfahrene Forscher vor Rätsel stellt: der Untere Blaue See, der auf Balkarisch Zerik-Köl genannt wird.
Ein Ort von atemberaubender Schönheit und unheimlicher Tiefe.
Willkommen am
Zerik-Köl.
💎 Ein See ohne Zuflüsse
Die größte Anomalie des Sees zeigt sich, wenn man genau hinsieht: In den Zerik-Köl mündet kein einziger Fluss.
Und dennoch fließen permanent etwa 70.000 Kubikmeter Wasser pro Tag aus ihm heraus.
Woher das Wasser kommt, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Forscher vermuten, dass der See durch ein unterirdisches System von Karsthöhlen gespeist wird und das Wasser aus der Tiefe des Berges emporsteigt.
🌊 Tiefer, als das Auge reicht
Der See ist mit einer Länge von etwa 235 Metern und einer Breite von 130 Metern relativ klein. Doch unter der Oberfläche verbirgt sich ein gigantischer Abgrund.
Die bisher nachgewiesene maximale Tiefe beträgt 279 Meter. Dieser Wert wurde erst 2016 durch eine Expedition der Russischen Geographischen Gesellschaft mit Unterwasserrobotern ermittelt.
Zuvor galt der See mit 258 Metern als deutlich flacher.
Da sich der Grund und die Seitenwände jedoch ständig verändern, könnte die tatsächliche Tiefe noch größer sein.
Damit zählt der Zerik-Köl zu den tiefsten Karstseen der Welt.
🐉 Die Legende vom Drachen
Um die Entstehung des Sees rankt sich eine alte Legende.
Demnach entstand der See an der Stelle, an der einst ein gewaltiger Drache zu Boden stürzte – besiegt vom Helden Batras aus dem Nationalepos der Balkaren.
Das Ungeheuer soll noch immer auf dem Grund des Sees liegen und seit Jahrhunderten Tränen vergießen, die das Becken mit Wasser füllen.
🤿 Die Expeditionen von Jacques Cousteau
Auch der legendäre französische Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau interessierte sich für das Geheimnis des Sees.
Er besuchte die Blauen Seen, um ihre Tiefe zu ergründen. Doch selbst mit seiner Erfahrung und Ausrüstung konnte er die genaue Tiefe nicht bestimmen.
Der See gab sein Geheimnis nicht preis.
🌡️ Konstante Temperaturen und ein Hauch von Schwefel
Eine weitere Besonderheit ist die konstante Wassertemperatur.
Das ganze Jahr über – ob im eisigen Winter oder im heißen Sommer – bleibt sie stabil bei etwa +9 °C.
Der Name „Zerik-Köl” bedeutet übrigens übersetzt „fauliger See”. Der intensive Geruch nach Schwefelwasserstoff, der von der Oberfläche aufsteigt, ist der Grund dafür.
Je nach Lichteinfall und Wetter wechselt die Farbe des Wassers zwischen tiefem Blau, Türkis und Silbergrau.
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Die Koordinaten des Ortes: hier verfügbar
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